“Um die nächsten Schritte in meiner Karriere zu gehen”: Touglo wechselt nach Berlin

Nikell Touglo schließt sich Viktoria Berlin an. Beim Drittliga-Absteiger will der 20-jährige Verteidiger seine Entwicklung vorantreiben.

Nikell Touglo (li.) wechselt von Düsseldorf zu Viktoria Berlin.

Nikell Touglo (li.) wechselt von Düsseldorf zu Viktoria Berlin.

imago images/Brauer-Fotoagentur

Über zehn Jahre hatte Touglo bei Fortuna Düsseldorf gespielt und dabei mehrere Nachwuchsklassen durchlaufen. Zu einem Profieinsatz reichte es für den gebürtigen Ratinger mit togolesischen Wurzeln aber nicht. Lediglich einmal wurde er in der vergangenen Saison in den Zweitiga-Kader berufen.

Nun schlägt der Defensivmann ein neues Kapitel auf und geht in die Regionalliga Nordost zur Berliner Viktoria. “Nach über zehn Jahren bei Fortuna wollte ich mich verändern, um die nächsten Schritte in meiner Karriere zu gehen. Viktoria Berlin hat mir von Anfang an ein sehr gutes Gefühl gegeben”, wird er von seinem neuen Klub zitiert.

“Nikell hat hier in den letzten anderthalb Wochen fußballerisch sowie menschlich einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Er ist ein talentierter Spieler, der schon auf viel Erfahrung zurückgreifen kann, hat in der U23 von Fortuna Düsseldorf viele Partien gespielt und ist im besten Alter für die Weiterentwicklung”, sagt Cheftrainer Semih Keskin über den Neuzugang aus Düsseldorf.

Michel trifft zweimal – Union gewinnt ersten Test

Der 1. FC Union Berlin hat das erste Testspiel der Vorbereitung zur neuen Saison gewonnen. Am Mittwochabend siegte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer beim Nordost-Regionalligisten Viktoria Berlin mit 3:1 (2:0).

Traf gegen Viktoria zweimal Sven Michel (re.).

Traf gegen Viktoria zweimal Sven Michel (re.).

IMAGO/Matthias Koch

Der Tabellenfünfte der vergangenen Bundesliga-Saison legte vor 2.324 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg einen Blitzstart hin, nach einem Eckball von Niko Gießelmann traf Sven Michel nach einer Minute zum 1:0. In der Folgezeit war Union die klar überlegene Mannschaft, im Spiel nach vorne fehlten aber oft Abstimmung und Tempo. So gab es wenige Höhepunkte, einer war Sheraldo Beckers Pfostenschuss (18.), ein weiterer das 2:0 erneut durch Michel (35.). Der Stürmer traf nach Flanke von Becker wiederum per Kopf.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste tonangebend, und Andreas Voglsammer erhöhte nach flacher Hereingabe von Skarke auf 3:0 (60.). Danach kontrollierte Fischers Team das Geschehen, ohne zwingend zu sein. Die tapfer kämpfenden Gastgeber belohnten sich für ihren Eifer durch Angreifer Ünal Durmushan, der nach 82 Minuten aus dem Nichts zum 1:3 traf.

Fischer zeigt sich zufrieden

Trotz des Gegentreffers war Fischer mit der Darbietung seiner Akteure einverstanden. “Die Jungs hatten heute Morgen noch ein hartes Training, dafür war ich sehr zufrieden , wie sie unterwegs waren”, sagte der Coach der Eisernen, “sie waren aktiv, sie haben versucht zu agieren.”

Von den Union-Neuzugängen stand Danilho Doekhi in der Startelf, der von Vitesse Arnheim gekommene Innenverteidiger wurde allerdings von den Spielern des Drittliga-Absteigers nicht gefordert. Fischer ließ – anders als in den meisten Partien der Vorsaison – in beiden Halbzeiten mit einer Vierer-Abwehrkette spielen. In Milos Pantovic, Tim Skarke und Paul Seguin kamen zudem drei weitere Zugänge in der 2. Halbzeit in die Partie, während Lennart Grill, Janik Haberer und Jamie Leweling, ebenso wie die erst am Dienstag ins Training eingestiegenen Nationalspieler, pausierten. Auch Rani Khedira (nach Infekt) fehlte noch.

So spielte Union:

1. Halbzeit: Busk – Maciejewski, Doekhi, Heintz, Gießelmann – Kemlein – Möhwald, Michel – Becker, Sanogo, Endo.

Tore und Karten

0:1
Michel (2′)

0:2
Michel (35′)

0:3
Voglsammer (60′)

1:3
Durmushan (81′)

Tore und Karten

0:1
Michel (2′)

0:2
Michel (35′)

0:3
Voglsammer (60′)

1:3
Durmushan (81′)


1. FC Union Berlin

Union


1. FC Union Berlin

Union

Aufstellung

Einwechslungen

Spielinfo


Stadion

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Spielinfo


Anstoß

29.06.2022, 18:00 Uhr


Stadion

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Berlin

2. Halbzeit: Stein – Jaeckel, Knoche, van Drongelen, Dehl – Kemlein (54. Seguin) – Öztunali, Pantovic – Skarke, Behrens, Voglsammer.

“Wollte unbedingt wieder zurück”: Jena verpflichtet Verkamp

Carl Zeiss Jena hat den zweiten Sommerneuzugang bekannt gegeben: Pasqual Verkamp kehrt nach einer Saison bei Viktoria Berlin nach Thüringen zurück.

Wurde in Berlin nicht glücklich: Pasqual Verkamp.

Wurde in Berlin nicht glücklich: Pasqual Verkamp.

imago images/Eibner

Nach zahlreichen Abgängen steht nun der zweite Neuzugang des FCC mit Verkamp fest. Eingewöhnungszeit braucht der Stürmer wohl nicht, denn in der Saison 2020/21 spielte Verkamp bereits zwölfmal für die Thüringer und konnte fünf Tore erzielen. In Berlin kam der 24-Jährige zu 14 Einsätzen, ohne dass ihm ein Treffer gelang.

“Pasqual, zu dem der Kontakt nach seinem Wechsel nach Berlin nie abgebrochen war, hatte bei Viktoria kein einfaches Drittligajahr und wollte unbedingt wieder zurück zum FCC”, erklärt Sportdirektor Tobias Werner in der Pressemitteilung. Verkamp unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2024.

Cheftrainer Andreas Patz führt aus: “Wir wissen, was wir an ihm haben und sind von ihm und seinen Qualitäten überzeugt. Er ist ein in der Offensive flexibel einsetzbarer Spieler.”

Verkamp soll mit dem anderen Neuzugang Takero Itoi versuchen, die Lücke, die nach den Abschieden von Fabian Eisele und Maximilian Oesterhelweg in der Offensive entstanden ist, zu füllen.

Erste DFB-Pokalrunde zeitgenau angesetzt – 1860-BVB im Free-TV

Der DFB hat in Abstimmung mit den TV-Partnern die erste DFB-Pokalrunde der Saison 2022/23 zeitgenau angesetzt.

Bild aus dem Drittliga-Spiel Ende der vergangenen Saison: Dortmund II unterlag bei 1860 München.

Bild aus dem Drittliga-Spiel Ende der vergangenen Saison: Dortmund II unterlag bei 1860 München.

imago images

Am letzten Juli-Wochenende stehen insgesamt 30 Begegnungen an, zwei weitere Partien werden Ende August ausgespielt. Das ZDF überträgt am Freitag, 29. Juli (ab 20.45 Uhr), das Duell von Drittligist 1860 München mit Vizemeister Borussia Dortmund. “Sky” überträgt alle 32 Partien der ersten Pokalrunde live.

Eröffnet wird die erste Runde an besagtem Freitag ab 18 Uhr mit drei Spielen: Oberligist TSG Neustrelitz hat Zweitligist Karlsruher SC zu Gast, Regionalligist 1. FC Kaan-Marienborn 07 trifft auf Zweitligist 1. FC Nürnberg und Drittligist SG Dynamo Dresden auf Bundesligist VfB Stuttgart.

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Das erste Pokalwochenende beschließen Zweitligist 1. FC Magdeburg und Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt am 1. August. Die sicherlich stimmungsvolle Partie wird am Montagabend ab 20.45 Uhr live in der ARD und bei “Sky” gezeigt.

Den Abschluss der ersten Pokalrunde machen zwei aktuelle deutsche Titelträger: Am 30. August, ein Dienstag, empfängt Regionalligist FC Teutonia 05 Ottensen den amtierenden Pokalsieger RB Leipzig ab 20.45 Uhr – live im ZDF und bei “Sky” zu sehen.

Tags darauf zur gleichen Zeit in der ARD und bei “Sky” übertragen wird das Duell zwischen Drittligist Viktoria Köln und Meister Bayern München. Dann steht auch der letzte Verein fest, der in die zweite Pokalrunde (Mitte Oktober ausgetragen) einzieht.

Am 30. Juli empfängt Pokalsieger Leipzig Meister Bayern noch im nationalen Supercup.

“Leer”, “zermürbend”, “ein Scheißgefühl” – Viktorias tränenreicher Abstieg

Tor- und tränenreich verabschiedete sich Viktoria Berlin aus der 3. Liga: Nach einer 3:4-Heimniederlage gegen den SV Meppen müssen die Hauptstädter nach nur einer Spielzeit den Gang zurück in die Regionalliga antreten. Ein “Scheißgefühl” für Kapitän Christoph Menz und seine Teamkollegen. Dabei hatte die Saison für den Aufsteiger so vielversprechend begonnen.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

IMAGO/Werner Scholz

Denn Berlin startete mit Vollgas in die 3. Liga, holte drei Siege zum Auftakt und machte mit zwei 4:0-Erfolgen gegen Braunschweig und Kaiserslautern auf sich aufmerksam. “Ich muss sagen, es war ein sehr sehr anstrengendes Jahr, mit allem, was dazugehört. Mit dem Hoch am Anfang, dann mit dem, wo eigentlich alles klappt, aber wir keine Punkte holen, und dann ab Januar – wie soll ichs erklären”, fasste Björn Jopek am Mikrofon von MagentaSport die Saison aus seiner Sicht zusammen und ergänzte zu den Geschehnissen im Januar: “Gefühlt war das wie wenn man in Filmen immer sagt ‘Schlimmer kanns nicht mehr kommen – und dann kam doch wieder etwas’.”

Viktorias Einbruch im Corona-Winter

Dieses “Etwas” war im Fall von Viktoria Berlin Corona: Der Aufsteiger wurde im Januar schwer von der Pandemie getroffen. Zahlreiche Akteure waren infiziert, mehrfach mussten Spiele abgesagt werden – teils wenige Stunden vor dem Anpfiff. Und auch in der Mannschaft knirschte es: “Keine Vorbereitung, Spieler sind gegangen, neue Spieler sind gekommen, einiges hat nicht gepasst, miteinander, untereinander”, fasste Menz im Rückblick den Corona-Winter zusammen. Training mit sechs oder sieben Spielern und die zahlreichen Englischen Wochen seien große Herausforderungen gewesen. Ende Februar folgte die Trennung von Aufstiegstrainer Benedetto Muzzicato, um neue Impulse zu setzen. Farat Toku übernahm Anfang März, konnte den Abwärtstrend zunächst aber nicht aufhalten.

Spielersteckbrief Menz
Menz

Menz Christoph

Spielersteckbrief Jopek
Jopek

Jopek Björn

Trainersteckbrief Toku
Toku

Toku Farat

3. Liga – Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
78
2
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
64
3
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
63

3. Liga – Tabelle

Tabelle 3. Liga

So holten die Berliner in den ersten drei Monaten in 2022 gerade einmal drei Zähler, kassierten in dieser Zeit 26 Gegentore und rutschten von Rang zwölf auf Rang 16 ab. Zwar fing sich das Team im April etwas, ein Problem zog sich laut Jopek aber wie ein roter Faden durch das letzte Saisondrittel: “Wir haben leider immer nur die Punkte geholt gegen die da oben, und in den direkten Duellen war immer irgendwas.” Denn die direkten Duelle im Tabellenkeller gegen Havelse (1:1), Duisburg (0:1) und Würzburg (0:3) konnte die Viktoria allesamt nicht für sich entscheiden.

Menz und Teichmann mit Blick nach vorn

Dass es auch im letzten Saisonspiel gegen den SV Meppen nicht zu einem Sieg reichte, daraus wollte Toku seinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sein Team habe “alles reingehauen” und mit gleich drei Aluminium-Treffern habe etwas das Glück gefehlt. Während sich der Trainer gewohnt distanziert zeigte, richtete sich der Blick von Menz nach vorne: “Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr weiterspielen werde – und dann sehen wir uns in zwei Jahren wieder”, möchte der Kapitän dem Verein treu bleiben. Und auch sein Sportdirektor Rocco Teichmann richtete den Blick bereits nach vorne: “Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir schon gerne mal wieder dran teilnehmen wollen. Und daran werden wir natürlich mit der jetzigen Erkenntnis arbeiten.”

“Leer”, “zermürbend”, “ein Scheißgefühl” – Viktorias tränenreicher Abstieg

Tor- und tränenreich verabschiedete sich Viktoria Berlin aus der 3. Liga: Nach einer 3:4-Heimniederlage gegen den SV Meppen müssen die Hauptstädter nach nur einer Spielzeit den Gang zurück in die Regionalliga antreten. Ein “Scheißgefühl” für Kapitän Christoph Menz und seine Teamkollegen. Dabei hatte die Saison für den Aufsteiger so vielversprechend begonnen.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

IMAGO/Werner Scholz

Denn Berlin startete mit Vollgas in die 3. Liga, holte drei Siege zum Auftakt und machte mit zwei 4:0-Erfolgen gegen Braunschweig und Kaiserslautern auf sich aufmerksam. “Ich muss sagen, es war ein sehr sehr anstrengendes Jahr, mit allem, was dazugehört. Mit dem Hoch am Anfang, dann mit dem, wo eigentlich alles klappt, aber wir keine Punkte holen, und dann ab Januar – wie soll ichs erklären”, fasste Björn Jopek am Mikrofon von MagentaSport die Saison aus seiner Sicht zusammen und ergänzte zu den Geschehnissen im Januar: “Gefühlt war das wie wenn man in Filmen immer sagt ‘Schlimmer kanns nicht mehr kommen – und dann kam doch wieder etwas’.”

Viktorias Einbruch im Corona-Winter

Dieses “Etwas” war im Fall von Viktoria Berlin Corona: Der Aufsteiger wurde im Januar schwer von der Pandemie getroffen. Zahlreiche Akteure waren infiziert, mehrfach mussten Spiele abgesagt werden – teils wenige Stunden vor dem Anpfiff. Und auch in der Mannschaft knirschte es: “Keine Vorbereitung, Spieler sind gegangen, neue Spieler sind gekommen, einiges hat nicht gepasst, miteinander, untereinander”, fasste Menz im Rückblick den Corona-Winter zusammen. Training mit sechs oder sieben Spielern und die zahlreichen Englischen Wochen seien große Herausforderungen gewesen. Ende Februar folgte die Trennung von Aufstiegstrainer Benedetto Muzzicato, um neue Impulse zu setzen. Farat Toku übernahm Anfang März, konnte den Abwärtstrend zunächst aber nicht aufhalten.

Spielersteckbrief Menz
Menz

Menz Christoph

Spielersteckbrief Jopek
Jopek

Jopek Björn

Trainersteckbrief Toku
Toku

Toku Farat

3. Liga – Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
78
2
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
64
3
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
63

3. Liga – Tabelle

Tabelle 3. Liga

So holten die Berliner in den ersten drei Monaten in 2022 gerade einmal drei Zähler, kassierten in dieser Zeit 26 Gegentore und rutschten von Rang zwölf auf Rang 16 ab. Zwar fing sich das Team im April etwas, ein Problem zog sich laut Jopek aber wie ein roter Faden durch das letzte Saisondrittel: “Wir haben leider immer nur die Punkte geholt gegen die da oben, und in den direkten Duellen war immer irgendwas.” Denn die direkten Duelle im Tabellenkeller gegen Havelse (1:1), Duisburg (0:1) und Würzburg (0:3) konnte die Viktoria allesamt nicht für sich entscheiden.

Menz und Teichmann mit Blick nach vorn

Dass es auch im letzten Saisonspiel gegen den SV Meppen nicht zu einem Sieg reichte, daraus wollte Toku seinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sein Team habe “alles reingehauen” und mit gleich drei Aluminium-Treffern habe etwas das Glück gefehlt. Während sich der Trainer gewohnt distanziert zeigte, richtete sich der Blick von Menz nach vorne: “Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr weiterspielen werde – und dann sehen wir uns in zwei Jahren wieder”, möchte der Kapitän dem Verein treu bleiben. Und auch sein Sportdirektor Rocco Teichmann richtete den Blick bereits nach vorne: “Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir schon gerne mal wieder dran teilnehmen wollen. Und daran werden wir natürlich mit der jetzigen Erkenntnis arbeiten.”

“Leer”, “zermürbend”, “ein Scheißgefühl” – Viktorias tränenreicher Abstieg

Tor- und tränenreich verabschiedete sich Viktoria Berlin aus der 3. Liga: Nach einer 3:4-Heimniederlage gegen den SV Meppen müssen die Hauptstädter nach nur einer Spielzeit den Gang zurück in die Regionalliga antreten. Ein “Scheißgefühl” für Kapitän Christoph Menz und seine Teamkollegen. Dabei hatte die Saison für den Aufsteiger so vielversprechend begonnen.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

Tränen flossen bei Viktoria Berlin nach dem besiegelten Abstieg aus der 3. Liga.

IMAGO/Werner Scholz

Denn Berlin startete mit Vollgas in die 3. Liga, holte drei Siege zum Auftakt und machte mit zwei 4:0-Erfolgen gegen Braunschweig und Kaiserslautern auf sich aufmerksam. “Ich muss sagen, es war ein sehr sehr anstrengendes Jahr, mit allem, was dazugehört. Mit dem Hoch am Anfang, dann mit dem, wo eigentlich alles klappt, aber wir keine Punkte holen, und dann ab Januar – wie soll ichs erklären”, fasste Björn Jopek am Mikrofon von MagentaSport die Saison aus seiner Sicht zusammen und ergänzte zu den Geschehnissen im Januar: “Gefühlt war das wie wenn man in Filmen immer sagt ‘Schlimmer kanns nicht mehr kommen – und dann kam doch wieder etwas’.”

Viktorias Einbruch im Corona-Winter

Dieses “Etwas” war im Fall von Viktoria Berlin Corona: Der Aufsteiger wurde im Januar schwer von der Pandemie getroffen. Zahlreiche Akteure waren infiziert, mehrfach mussten Spiele abgesagt werden – teils wenige Stunden vor dem Anpfiff. Und auch in der Mannschaft knirschte es: “Keine Vorbereitung, Spieler sind gegangen, neue Spieler sind gekommen, einiges hat nicht gepasst, miteinander, untereinander”, fasste Menz im Rückblick den Corona-Winter zusammen. Training mit sechs oder sieben Spielern und die zahlreichen Englischen Wochen seien große Herausforderungen gewesen. Ende Februar folgte die Trennung von Aufstiegstrainer Benedetto Muzzicato, um neue Impulse zu setzen. Farat Toku übernahm Anfang März, konnte den Abwärtstrend zunächst aber nicht aufhalten.

Spielersteckbrief Menz
Menz

Menz Christoph

Spielersteckbrief Jopek
Jopek

Jopek Björn

Trainersteckbrief Toku
Toku

Toku Farat

3. Liga – Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
78
2
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
64
3
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
63

3. Liga – Tabelle

Tabelle 3. Liga

So holten die Berliner in den ersten drei Monaten in 2022 gerade einmal drei Zähler, kassierten in dieser Zeit 26 Gegentore und rutschten von Rang zwölf auf Rang 16 ab. Zwar fing sich das Team im April etwas, ein Problem zog sich laut Jopek aber wie ein roter Faden durch das letzte Saisondrittel: “Wir haben leider immer nur die Punkte geholt gegen die da oben, und in den direkten Duellen war immer irgendwas.” Denn die direkten Duelle im Tabellenkeller gegen Havelse (1:1), Duisburg (0:1) und Würzburg (0:3) konnte die Viktoria allesamt nicht für sich entscheiden.

Menz und Teichmann mit Blick nach vorn

Dass es auch im letzten Saisonspiel gegen den SV Meppen nicht zu einem Sieg reichte, daraus wollte Toku seinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sein Team habe “alles reingehauen” und mit gleich drei Aluminium-Treffern habe etwas das Glück gefehlt. Während sich der Trainer gewohnt distanziert zeigte, richtete sich der Blick von Menz nach vorne: “Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr weiterspielen werde – und dann sehen wir uns in zwei Jahren wieder”, möchte der Kapitän dem Verein treu bleiben. Und auch sein Sportdirektor Rocco Teichmann richtete den Blick bereits nach vorne: “Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir schon gerne mal wieder dran teilnehmen wollen. Und daran werden wir natürlich mit der jetzigen Erkenntnis arbeiten.”

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8