Rehm: “Schritt für Schritt”

Der FC Ingolstadt hat als Schlusslicht sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Auf die heimschwachen Schanzer wartet mit Aufstiegsaspirant Darmstadt 98 das zweitstärkste Auswärtsteam.

Schritt für Schritt wollen Ingolstadt und Coach Rüdiger Rehm aus dem Keller klettern.

Schritt für Schritt wollen Ingolstadt und Coach Rüdiger Rehm aus dem Keller klettern.

imago images/Stefan Bösl

Das klingt wie David gegen Goliath, und Rüdiger Rehm hat auch “Respekt vor Darmstadt 98 und ihrer bisherigen Saisonleistung”, und verwies gleichzeitig auf die “hohe Stabilität” der Lilien, was das Tabellenbild auch widerspiegeln würde. Gleichwohl ist es für den 43-Jährigen kein Grund zum Verzagen: “Ich glaube, Chancen kann man sich immer ausrechnen”, versprühte Rehm auf der virtuellen Pressekonferenz am Donnerstag auch Zuversicht.

Kommt Muslius Spielberechtigung rechtzeitig?

Die Schanzer hatten unter der Woche auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen und Abwehrspieler Visar Musliu verpflichtet. Es sei offen, ob der 40-malige Nationalspieler Nordmazedoniens gleich starten werde, sagte Rehm – und hofft darauf: “Bei Musliu ist noch offen, ob es rechtzeitig mit der Spielberechtigung klappt, aber sportlich ist er schon absolut eine Option.”

Mit Stojanovic gab der FCI-Coach einem weiteren Winter-Neuzugang trotz seines groben Patzers beim 1:2 in Heidenheim eine Einsatzgarantie: “Dejan bleibt im Tor. Er hatte vor, aber auch nach dem Fehler eine gute Ausstrahlung. Er ist erfahren genug und weiß, dass er einen großen Patzer gemacht hat. Allerdings kann er auch damit umgehen. Unsere Keeper liefern sich einen guten Kampf.”

Rehm will den Gegner stressen

Rehm warnt vor Darmstadts Wucht, fordert in der Defensive “so gut es geht, fehlerfrei zu bleiben” und kündigt höchste Intensität an: “Jeder Gegner wird es schwer haben, wenn du beim Verteidigen immer wieder in die Doppelsituationen kommst. Wir brauchen immer Druck und Stress auf dem Ballführenden. So wollen wir in Zukunft verteidigen. So werden wir verteidigen”, beschrieb der Ex-Profi die Herangehensweise in der Defensive. Und offensiv? “Vorne geht es darum, das Ding einmal öfter über die Linie zu drücken und 50:50-Spiele auf unsere Seite zu bringen.”

Das Rezept klingt einfach, aber ob es für die heimschwachen Schanzer (1/3/5) gegen Darmstadt, mit 17 Zählern (5/2/3) Zweiter in der Auswärtstabelle, ein 50:50-Spiel werden wird, muss sich zeigen. “Wir werden es Schritt für Schritt angehen und versuchen, Dinge zu verbessern, die in der Woche zuvor nicht gut waren”, äußerte Rehm Grundsätzliches. Dass Eile geboten ist, weiß er natürlich auch: “Fakt ist, dass wir nicht viel Zeit dafür haben und schnellstmöglich über 90 Minuten stabil sein müssen.”

Am besten schon gegen Darmstadt.

Musliu verteidigt für den FC Ingolstadt

Der FC Ingolstadt, derzeit Tabellenletzter der 2. Liga, verstärkt sich in der Abwehr mit Visar Musliu (27). Der 40-malige Nationalspieler Nordmazedoniens wechselt vom ungarischen Erstligisten FC Fehervar zu den Oberbayern.

Der Nordmazedonier Visar Musliu (li.) im Duell mit Timo Werner.

Der Nordmazedonier Visar Musliu (li.) im Duell mit Timo Werner.

imago images/Matthias Koch

Der FC Ingolstadt rüstet im Abstiegskampf auf und hat Innenverteidiger Visar Musliu verpflichtet. Zur Vertragsdauer machte der FCI keine Angaben. Nach Dejan Stojanovic (FC Middlesbrough, Tor), Hans Nunoo Sarpei (SpVgg Greuther Fürth, Mittelfeld), Florian Pick (1. FC Heidenheim, Mittelfeld) und Nikola Stojanovic (Radnicki Nis, Abwehr) ist der 27-Jährige Ingolstadts fünfter Winterneuzugang.

“Wir freuen uns, dass wir mit Visar einen erfahrenen Defensivspezialisten für unseren Verein begeistern konnten. Er ist vielseitig auf beiden Innenverteidigerpositionen einsetzbar und verfügt über eine gute Schnelligkeit”, wird FCI-Manager Malte Metzelder auf der Vereinswebsite zitiert. “Mit seiner Klarheit am Ball, seiner Kompromisslosigkeit im Zweikampf und seiner Mentalität wird er unsere Abwehr verstärken. Als Stammkraft hatte er in den vergangenen Jahren großen Anteil am positiven Abschneiden seiner Teams, sowohl in der ungarischen Liga als auch in der nordmazedonischen Nationalmannschaft.”

Musliu durchlief ab der U 17 sämtliche Junioren-Nationalteams Nordmazedoniens und wurde im September 2017 erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen. Seitdem absolvierte er 40 Länderspiele und schrieb mit dem Nationalteam 2020 Fußballgeschichte, als er sich mit der Nummer 67 der Weltrangliste erstmals für eine Europameisterschaft qualifizierte und dabei in allen Gruppenspielen in der Startelf stand. Zuvor machte das Team bereits in der WM-Qualifikation auf sich aufmerksam, als Musliu & Co. unter anderem Deutschland besiegten.

Neuzugang-Trio in der Startelf? So will Rehm “Vorbild Heidenheim” ärgern

Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm lobt Gegner Heidenheim in den höchsten Tönen, mit einem neuen Trio in der Startelf will er die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten.

Gegen Dresden klappte der Plan vorzüglich: Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm und Filip Bilbija.

Gegen Dresden klappte der Plan vorzüglich: Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm und Filip Bilbija.

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Wenn man Rehm während seiner Pressekonferenz vor dem Spiel in Heidenheim zuhört, dann bleibt eines unmissverständlich hängen: So wie der FCH sich in der 2. Liga etabliert, so stellt sich das der neue Coach der Oberbayern vor. “Sie haben eine gewisse Vorbildfunktion für jeden Zweitligisten, der von unten nach oben gekommen ist.”

Rehms nennt Heidenheim “ein Vorbild”

Heidenheim sei laut Rehm “physisch und läuferisch stark, sie haben ein hervorragendes Umschalt- und Flügelspiel”. Besonders imponierend findet er zudem die Stehauf-Qualitäten der Elf von der Ostalb, denn: “Immer, wenn man denkt, sie hätten eine Schwächephase, kommen sie mit viel Power wieder von unten nach oben”, lobt Rehm die Elf des “ewigen” Trainers Frank Schmidt (seit September 2007).

Immer, wenn man denkt, sie hätten eine Schwächephase, kommen sie mit viel Power wieder von unten nach oben.

Rüdiger Rehm

Genau dieser Schmidt könnte fast zeitgleich zu Rehms ausgesprochenen Lobeshymnen den Ingolstädtern einen zusätzlichen Motivationsschub verhelfen. Denn auf der PK in Heidenheim sagte der FCH-Coach, dass es so aussehe, als würde es schwer werden für den FCI die Klasse zu halten. Rehm wird seine Elf entsprechend anstacheln, um beim Jahresauftakt einen kleinen Schritt zum erhofften Klassenerhalt zu legen.

Nüchtern betrachtet kann man die sportliche Lage der Ingolstädter natürlich so einschätzen, wie Schmidt es tat. Der FCI ist Tabellenletzter, zum Relegationsplatz fehlen sieben Zähler, zu Rang 15 gar zehn. Dennoch sagt Rehm: “Wir wollen uns mit aller Macht dagegen stemmen” – und bezieht das auf den Heidenheimer Gegner wie den drohenden Abstieg.

Dresden brachte die Hoffnung zurück

Dass wieder ein Funken Hoffnung zurückgekehrt ist, hängt auch mit Rehms erstem FCI-Sieg zusammen, der mit dem 3:0 gegen Dresden unmittelbar vor der Winterpause entsprechend souverän ausfiel. Zudem haben die Oberbayern den Kader weiter verändert, um die Leistungsdichte zu erhöhen und gleichzeitig konzentrierter arbeiten zu können.

Eine neues Trio gleich in der Startelf?

Vom kommenden Gegner kam Florian Pick (“Ihn kenne ich schon aus der 3.Liga sehr gut, wo er für Furore gesorgt hat. Jetzt soll er auch bei uns seine Ausrufezeichen setzen”), aus Fürth Hans Nunoo Sarpei (“Er ist ein aggressiver Spieler, aber auch Ballverteiler”) und aus Middlesbrough Keeper Dejan Stojanovic, letzte Saison beim FC St. Pauli aktiv (“ein erfahrener Mann, der diese Situation gut kennt”).

Gut möglich, dass dieses Trio gleich in Heidenheim in der Startelf auftaucht, auch wenn Rehm einschränkt, dass “Startelfkandidaten alle sind, die im Trainingsbetrieb sind”. Und die von der Bank kommen werden, “sind dann in der Lage das Spiel zu entscheiden. Das haben wir bereits gegen Dresden sehen können”, so Rehm. Mitte Dezember machte Joker Filip Bilbija mit dem 3:0 kurz vor Schluss gegen Dynamo den Deckel drauf. Letzterer traf auch schon beim einzigen Testspiel nach seiner Einwechslung gegen den Drittligisten Würzburg (3:1).

Keeper Lukas Schellenberg kehrt zu Rot-Weiß Erfurt zurück

Schon in der Jugend stand er hier zwischen den Pfosten, nun kehrt er in die Landeshauptstadt Thüringens zurück: Lukas Schellenberg wechselt vom Zweitligisten FC Ingolstadt zum Oberligisten FC Rot-Weiß Erfurt.

Er stand zuletzt zwar im Profikader des FC Ingolstadt, für einen Zweitliga-Einsatz reichte es aber nicht für Lukas Schellenberg.  

Er stand zuletzt zwar im Profikader des FC Ingolstadt, für einen Zweitliga-Einsatz reichte es aber nicht für Lukas Schellenberg.  

imago images/Stefan Bösl

Oberliga NOFV-Süd

Der heute 21-jährige Lukas Schellenberg war bereits in seiner Jugend (von 2014 bis 2015) im Erfurter Nachwuchsbereich aktiv und gelangte über die Station 1. FC Kaiserslautern im Jahr 2018 zum FC Ingolstadt. Nach vier Jahren bei den Schanzern wechselt Schellenberg nun ablösefrei zurück nach Erfurt.

Beim FC Ingolstadt gehörte Schellenberg seit 2019 zum Kader der ersten Mannschaft, für die er ein Pflichtspiel im Landespokal absolvierte. Für die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt in der Bayernliga Süd stand Schellenberg in der letzten Saison 21-mal in der Startelf und blieb dabei in fünf Partien ohne Gegentor. “Mit Lukas Schellenberg komplettieren wir unser Torwartteam”, sagt Fabian Gerber, Trainer beim FC Rot-Weiß Erfurt, auf der RWE-Homepage. “Lukas verfügt in seinem jungen Alter bereits über viel Erfahrung, weiß um die Ansprüche beim FC Rot-Weiß Erfurt und wird eine Bereicherung fürs Team sein.”

Schellenberg ist nach Angreifer Romario Hajrulla und Mittelfeldmann Angelos Kerasidis (beide Carl Zeiss Jena) der dritte Winterneuzugang für Erfurt.

Ingolstadt verstärkt sich mit Stevanovic

Der FC Ingolstadt rüstet im Abstiegskampf auch in der Innenverteidigung auf: Von Radnicki Nis haben die Schanzer den serbischen Nationalspieler Nikola Stevanovic losgeeist.

Soll der FCI-Abwehr Stabilität verleihen: Nikola Stevanovic.

Soll der FCI-Abwehr Stabilität verleihen: Nikola Stevanovic.

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Der 23-Jährige wurde bei Radnicki Nis ausgebildet, wo er auch bis auf eine Saison – 2018/19 war er als Leihspieler bei Dinamo Vranje aktiv – kontinuierlich spielte. Anfang des Jahres 2021 avancierte Stevanovic beim Freundschaftsspiel Serbiens gegen die Dominikanische Republik  zum Nationalspieler.

Vierter Winter-Neuzugang der Schanzer

Stevanovic, der im Laufe der Woche ins Teamtraining einsteigen wird, will sich im Rahmen des bevorstehenden Abstiegskampfs voll einbringen: “Ich will diese Aufgabe mit vollem Einsatz angehen, mich als Spieler und als Person weiterentwickeln. Es geht für mich jetzt darum, schnell in die Mannschaft zu finden, denn wir haben eine große Herausforderung vor uns”, wird der zentrale Abwehrspieler auf der vereinseigenen Website zitiert.

“Mit Nikola konnten wir einen talentierten und entwicklungsfähigen Innenverteidiger für uns gewinnen. In Serbien hat er mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, und wir sind davon überzeugt, dass er nun bei uns seinen nächsten Entwicklungsschritt machen wird. Neben seiner Mentalität haben uns in seinen Spielen vor allem seine Fähigkeiten im Defensivzweikampf, sowohl am Boden als auch in der Luft, gefallen”, kommentierte Geschäftsführer Sport und Kommunikation, Dietmar Beiersdorfer, den Transfer.

Stevanovic ist beim FCI bereits der vierte Winter-Neuzugang. Zuvor hatten die Oberbayern bereits Offensivspieler Florian Pick (1. FC Heidenheim), Mittelfeldakteur Hans Sarpei (SpVgg Greuther Fürth) und Keeper Dejan Stojanovic (FC Middlesbrough) verpflichtet. Über die Vertragsmodalitäten wurde nichts bekannt.

FCI stellt Quintett frei – Stendera “überrascht und sehr enttäuscht”

Der FC Ingolstadt geht mit einem veränderten Kader in die Restserie. Drei Neuzugänge tummelten sich auf dem Trainingsplatz, ein Quintett dagegen fehlte.

Zwei der fünf ausgebooteten Ingolstädter Profis: Marc Stendera (li.) und Maximilian Beister.

Zwei der fünf ausgebooteten Ingolstädter Profis: Marc Stendera (li.) und Maximilian Beister.

imago images/Stefan Bösl

Mit den neuverpflichteten Florian Pick, Hans Nunoo Sarpei und Dejan Stojanovic waren die Schanzer am 2. Januar nach der Winterpause neu gestartet. 

Nicht dabei waren neben Coach Rüdiger Rehm, bei dem immer noch der Verdacht auf eine Coronainfektion besteht, auch fünf Profis, mit denen “nach der letzten Ligapartie offene und ehrliche Gespräche über ihren Status und ihre Perspektive geführt” wurden. Man habe sich dazu entschlossen, den Kader “kompakter zu halten”, wie Manager Profifußball Malte Metzelder auf der vereinseigenen Website wissen ließ.

Stendera maßlos enttäuscht

Mit Maximilian Beister, Peter Kurzweg, Marc Stendera, Patrick Sussek und Lukas Schellenberg wurden fünf Spieler vom Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft ausgeschlossen. Sehr zum Unmut vor allem von Stendera, der auf seine Ausbootung fassungslos reagierte – auch weil er zuvor mit dem FCI aufgrund seines am Saisonende auslaufenden Vertrags in Gesprächen über eine Verlängerung gestanden hatte: “Ich war überrascht und kann es immer noch nicht akzeptieren. Ich bin sehr enttäuscht.”

Am Donnerstag (15 Uhr) steht für den FCI ein Testspiel gegen Drittligist Würzburger Kickers auf dem Programm.

Entlastung für Martinovic? Mannheim verpflichtet Butler bis Saisonende

Der SV Waldhof Mannheim hat sich per Leihe die Dienste von Justin Butler gesichert. Der 20-jährige Angreifer sammelte bereits Erfahrung in Liga zwei und drei und soll diese beim Waldhof weiter ausbauen.

Wechselt auf Leihbasis zum SV Waldhof Mannheim: Ingolstadts Justin Butler.

Wechselt auf Leihbasis zum SV Waldhof Mannheim: Ingolstadts Justin Butler.

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Butler war mit den Schanzern vergangene Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen, kam in der Hinrunde dieses Spieljahr aber kaum zum Zug. Nach einem Mittelfußbruch, an dem der Stürmer bis September laborierte, kam er zu fünf Kurzeinsätzen in der Liga. Nun sollen es beim Waldhof einige mehr werden.

“Sein Gesamtpaket bereichert unsere Offensive”

Mit Butler “bekommen wir eine weitere Option für unser Offensivspiel”, wird Mannheims Kaderplaner Tim Schork auf der Vereinswebsite zitiert. “Sein Gesamtpaket, bestehend aus Größe, Physis und Geschwindigkeit, bereichert unsere Offensive und gibt uns die Möglichkeit, noch variabler zu agieren”. Der derzeitige Tabellenvierte der 3. Liga ist seit dem heutigen Sonntag auf dem Weg ins Trainingslager in Belek – bereits mit Butler. Der 20-Jährige wolle pünktlich zum Trainingslager zur Mannschaft stoßen, um schnellstmöglich auf dem Platz helfen zu können.

Der gebürtige Augsburger wurde ausgebildet in den Jugenden des FC Augsburg und des FC Bayern, ehe er in die U 19 des FC Ingolstadt wechselte. Dort absolvierte er 15 Partien in der A-Junioren-Bundesliga (fünf Tore) und insgesamt 16 Drittligaspiele (ein Tor).

Ingolstadt holt Stojanovic vom FC Middlesbrough

Der FC Ingolstadt hat sich für die Rückrunde mit einem Torhüter verstärkt, der aus England kommt und die 2. Bundesliga bestens kennt.

Verstärkt die Schanzer im Tor: Dejan Stojanovic.

Verstärkt die Schanzer im Tor: Dejan Stojanovic.

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Kurz vor dem Jahreswechsel hat der FCI Dejan Stojanovic vom FC Middlesbrough ausgeliehen – inklusive Kaufoption. “Für unsere große Herausforderung in der Rückrunde müssen und werden wir den Konkurrenzkampf innerhalb unserer Mannschaft erhöhen, um das Maximum an Leistung erreichen zu können”, erklärte Manager Profifußball Malte Metzelder den Transfer in der offiziellen Verlautbarung.

Stojanovic sei erfahren, entschlossen und strahle “positive Energie aus”, so Metzelder weiter. “Nervenstärke, Belastbarkeit und Professionalität” habe der Schlussmann zuletzt “in einer ganz ähnlichen Lage letzte Saison beim FC St. Pauli schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt”.

“Ich werde mich schnell zurechtfinden”

Der 1,96 m große Österreicher war Anfang 2021 leihweise zu den “Kiezkickern” gestoßen und hatte großen Anteil am Klassenerhalt der Hamburger. “Ich kenne die 2. Bundesliga und die Lage, in der sich der FC Ingolstadt 04 befindet, sehr gut und werde mich schnell zurechtfinden”, verkündete Stojanovic, der “vom ersten Tag an” zeigen will, dass der Klassenerhalt “um jeden Preis” erreicht werden wolle.

Der gebürtige Vorarlberger hat in seiner Karriere für den FC Lustenau, den FC Bologna und den FC Crotone gespielt, später mehrere Jahre beim FC St. Gallen in der Schweiz. Seit 2019 steht er beim englischen Zweitligisten FC Middlesbrough unter Vertrag.

In Ingolstadt wird er vor allem Kontrahent von Fabijan Buntic, der bisher 17 von 18 Saisonspielen bestritt (kicker-Notenschnitt 3,21). Im 18. Ligaspiel stand Robert Jendruch zwischen den Pfosten.

Braunschweig verpflichtet Rechtsverteidiger Marx

Eintracht Braunschweig hat einen Winter-Transfer eingetütet: Der Zweite der 3. Liga stattete Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx (26) mit einem Vertrag über eineinhalb Jahre aus.

Neu bei der Braunschweiger Eintracht: Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx.

Neu bei der Braunschweiger Eintracht: Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx.

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Marx wechselt von Zweitliga-Schlusslicht Ingolstadt an die Hamburger Straße, wo er künftig entsprechend seines Alters mit der Rückennummer 26 auflaufen wird.

“Wir haben mit Jan-Hendrik unseren Kader auf der rechten Seite mit einem gestandenen Spieler erweitert, um taktisch noch variabler agieren zu können”, begründet Peter Vollmann, Geschäftsführer Sport beim BTSV, den Transfer: “Die Verpflichtung beinhaltet auch, dass wir ohne Probleme mit Danilo Wiebe auf mögliche Notwendigkeiten im Mittelfeld reagieren können.” 

Ausgebildet wurde Marx in der Jugend von Eintracht Frankfurt sowie bei den Offenbacher Kickers. Anschließend kickte der Abwehrspieler für zwei Jahre beim SV Waldhof Mannheim, von wo er zu Saisonbeginn nach Ingolstadt weiterzog. Für den FCI machte Marx dann allerdings lediglich drei Ligaspiele (ein Assist) und wusste dabei nur bedingt zu überzeugen (kicker-Notenschnitt 4,50).

“Sehr glücklich” über die neue Aufgabe

Nun ist er nach eigener Aussage “sehr glücklich” über die neue Aufgabe in Braunschweig. “Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr überzeugend und mir wurde eine hohe Wertschätzung entgegengebracht”, so Marx: “Den Verein kenne ich noch aus meiner Mannheimer Zeit, habe den Weg weiterverfolgt und mir ein genaues Bild gemacht. Mein Eindruck ist rundum positiv.”

Beim Braunschweiger Trainingsauftakt am 3. Januar 2022 wird Marx erstmals mit der Mannschaft trainieren. Sein Pflichtspiel-Debüt könnte er am 16. Januar (14 Uhr) beim Auswärtsspiel in Berlin geben.

Verstärkung im Abstiegskampf: Ingolstadt holt Sarpei

Der FC Ingolstadt hat für den Kampf gegen den Abstieg Verstärkung an Land gezogen: Von der SpVgg Greuther Fürth wechselt Hans Nunoo Sarpei zu den Schanzern.

Fürths Hans Nunoo Sarpei wechselt zum FC Ingolstadt.

Fürths Hans Nunoo Sarpei wechselt zum FC Ingolstadt.

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“Mit Hans Nunoo bekommen wir einen sehr lauf- und zweikampfstarken Spieler, der uns auf einer wichtigen Position neue Möglichkeiten bietet”, freute sich Dietmar Beiersdorfer, Geschäftsführer Sport und Kommunikation beim FC Ingolstadt 04, über die Verpflichtung des 23-Jährigen.

Sarpei wechselte bereits im Sommer 2016 als Jugendlicher zum VfB Stuttgart, konnte sich im Schwabenland aber nicht durchsetzen. Seit Januar 2019 trug er das Trikot der SpVgg Greuther Fürth, zunächst auf Leihbasis, ehe er im Sommer 2019 vom Kleeblatt fest verfplichtet wurde. Insgesamt kam er für Fürth auf 64 Pflichtspieleinsätze. 

“Wir sind davon überzeugt, dass es für beide Seiten die richtige Lösung ist. Wir möchten uns bei Hansi für seinen Einsatz bedanken, er hat immer alles fürs Kleeblatt reingeworfen und ist Teil unserer Aufstiegsmannschaft”, sagte Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport bei der SpVgg. Sarpei ist bereits der zweite Spieler, dessen Abgang aus Fürth einen Tag vor Heiligabend publik wird: Bereits zuvor wurde die Leihe von Nils Seufert zum SV Sandhausen kommuniziert.

Spieler, “der sich mit höchstem Einsatz jedem Widerstand entgegenstellt”

In Ingolstadt sehen die Verantwortlichen in Sarpei einen Spieler, “der sich mit höchstem Einsatz jedem Widerstand entgegenstellt.” Beiersdorfer dazu: “Genau diese Einstellung brauchen wir, speziell in den nächsten Monaten, in denen wir um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga spielen.” Ingolstadt belegt nach 18 Spieltagen mit zehn Punkten den letzten Tabellenrang, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt sieben Zähler, zum rettenden Ufer sind es deren zehn.

“Natürlich weiß ich, dass die Mission Klassenerhalt kein leichtes Unterfangen wird. Entscheidend sind das Miteinander und der Glaube daran, dass wir es definitiv noch schaffen können. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten und freue mich sehr, nun Teil des Teams zu sein”, sagte Sarpei. Über die genauen Vertragsmodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.