Koschinat warnt vor FCI-Knipser Schmidt: “Was erzähle ich hier einem Saarländer?”

Im Spitzenspiel der 3. Liga kommt es zum Duell zwischen dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Saarbrücken. FCS-Coach Uwe Koschinat warnt insbesondere vor den Qualitäten Patrick Schmidts.

Der Ex-Saarbrückener und heutige Ingolstädter Patrick Schmidt.

Der Ex-Saarbrückener und heutige Ingolstädter Patrick Schmidt.

IMAGO/PaetzelPress

Sowohl Ingolstadt als auch Saarbrücken haben bis dato eine makellose Bilanz mit neun Punkten aus drei Spielen. Allerdings seien die Rollen vor dem nominellen Spitzenspiel des 3. Spieltags klar verteilt, wie Koschinat auf der Spieltags-Pressekonferenz betonte. “Die individuelle Klasse ist bei Ingolstadt in allen Mannschaftsteilen extrem hoch”, hob der 50-Jährige das Selbstverständnis zahlreicher FCI-Spieler hervor, die sich eigentlich vielmehr in der 2. Bundesliga wähnen.

Saarbrücken erwartet treffsicheres Sturmduo

Vor allem untermauere die Offensive des Zweitliga-Absteigers dessen Anspruch, schleunigst wieder aufzusteigen. “Die Zielsetzung ergibt sich alleine schon aus der Verpflichtung von Pascal Testroet.” Aber auch Sturmpartner Patrick Schmidt zeigte sich in dieser Spielzeit schon treffsicher. Der 28-Jährige ist in Saarbrücken kein Unbekannter. “Was erzähle ich hier eigentlich einem Saarländer, welche Qualitäten Patrick Schmidt in der Box hat? Das weiß man”, unterband Koschinat seine eigene Rede.

Abwehrspieler Bjarne Thoelke, der gegen Ingolstadt wieder zum Einsatz kommen soll, will jedoch keine einzelnen Akteure in den Fokus rücken. “Man diskutiert natürlich, welche Qualitäten die einzelnen Spieler haben. Aber es ist nicht so, dass wir uns nur auf Patrick Schmidt konzentrieren”, erklärte der Innenverteidiger.

Auch als selbsterklärter Underdog will der 1. FC Saarbrücken seine Chance in Oberbayern nutzen. “Da müssen wir uns nicht zu klein machen”, sagte Koschinat und deutete damit auch auf die drei gewonnenen Spiele zum Auftakt. Gegen den FCI werden ihm Steven Zellner (Knieprobleme) und Dominik Ernst fehlen. Letzterer habe sich beim 1:0 gegen Dortmund II eine Verletzung der Sehne am Kniegelenk zugezogen. “Es ist natürlich ein schwerer, aber auch unumgänglicher Ausfall. Das müssen wir entsprechend auskurieren lassen”, so Koschinat, der immerhin wieder auf Sebastian Jacob, Mike Frantz und Kapitän Manuel Zeitz zurückgreifen kann.

Rehm vor dem Topspiel: “Das müssen wir zu oft ausbaden”

Am Samstag treffen mit dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Saarbrücken (Anpfiff 14 Uhr, LIVE! bei kicker) zwei Aufstiegsaspiranten aufeinander, die ähnliche Qualitäten mitbringen. FCI-Trainer Rüdiger Rehm hofft auf weitere Lerneffekte.

Sieht Qualitäten, aber auch Defizite bei seinem Team: Ingolstadt-Trainer Rüdiger Rehm

Sieht Qualitäten, aber auch Defizite bei seinem Team: Ingolstadt-Trainer Rüdiger Rehm

IMAGO/PaetzelPress

Drei Siege und kein Gegentor: Das gab es für den FC Ingolstadt zum Drittliga-Start noch nie. Doch es läuft bei der Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm. Aufsteiger Bayreuth (1:0), Dortmund II (4:0) und den VfL Osnabrück (1:0) besiegte sein Team, nur im Pokal gegen Zweitligist Darmstadt 98 (0:4) gab es eine Pleite.

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05. August 202201:04:31 Stunden

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Wir starten in die neue Saison, und das mit einer überraschenden Folge: wir haben gleich 2 hochinteressante Gäste! In der Zentrale von Borussia Dortmund treffen wir Hans-Joachim Watzke und Svenja Schlenker. Sie ist die Leiterin der Mädchen- und Frauenfußball Abteilung des BVB.

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Kein Wunder, dass die Partie zwischen den Bayern und dem 1. FC Saarbrücken bereits zum Topspiel erhoben wird: Beide Klubs gelten als Aufstiegskandidaten und haben diese Ambitionen bereits unterstrichen. Denn auch die Saarländer unter Coach Uwe Koschinat starteten furios in die Saison.

Rehm sieht die Qualitäten – und die Defizite

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“Beide Mannschaften haben noch kein Gegentor kassiert, sind in der Tabelle oben mit dabei. Ich kenne Koschinat bereits von früheren Partien, das waren bislang immer sehr emotionale Duelle. Es geht darum, bis zum Schluss dagegenzuhalten”, betonte Rehm am Freitag. Immerhin: Der Kader wird weitgehend vollständig sein. Lediglich die Mittelfeldspieler Maximilian Dittgen und David Kopacz trainierten in dieser Woche bislang individuell.

Rehm geht deswegen durchaus hoffnungsvoll in das Duell mit Saarbrücken. “Die Defensivarbeit hat mir bisher sehr gut gefallen, auch die Abschlussquote gefällt mir”, sagt der Fußballlehrer über die Qualitäten seiner Fußballer, weiß aber auch: “Wir haben noch einige Dinge, die wir optimieren können. Zum Beispiel müssen wir noch zu oft über den läuferischen Bereich unsere taktischen Fehler ausbaden.”

Freiburg weiter im Rennen um Röhl

Eine Planstelle hat der SC Freiburg in seinem Mittelfeld noch frei. Die Breisgauer bemühen sich unter anderem um ein Drittliga-Talent.

Beim SC auf dem Zettel: FCI-Talent Merlin Röhl.

Beim SC auf dem Zettel: FCI-Talent Merlin Röhl.

IMAGO/Stefan Bösl

Auf der Sechser-/Achter-Position gibt es die einzig noch offene Planstelle im Team von Christian Streich. Für den ablösefrei zu Union Berlin gewechselten Janik Haberer kam noch kein externer Ersatz. Bislang rückte nur der 19-jährige Robert Wagner aus der eigenen Drittliga-Mannschaft in den Profikader auf und ist Teil eines zentralen Quartetts, bestehend aus den gesetzten Nicolas Höfler (32) und Maximilian Eggestein (25) sowie U-21-Nationalspieler Yannik Keitel (22).

Quantitativ erscheint die Personaldecke für drei Wettbewerbe etwas dünn. Um allerdings Eigengewächs Keitel in seinen Entwicklungsmöglichkeiten durch Einsatzzeiten nicht zu sehr zu blockieren, soll kein arrivierter Profi kommen, sondern eher ein weiterer junger Herausforderer. Wie Merlin Röhl. Nach kicker-Informationen befindet sich der SC weiter im zähen Rennen um den U-20-Nationalspieler, der erst im Juli 2021 seinen Vertrag beim FC Ingolstadt verlängert hat. Der bayerische Drittligist möchte daher für sein seit 2018 ausgebildetes Talent eine möglichst hohe Entschädigung generieren.

Noch andere Kandidaten im Auge

Zuletzt soll der Austausch zwischen beiden Klubs intensiver geworden sein. Das Transferfenster ist zwar noch bis 1. September geöffnet, aber natürlich wollen gerne alle drei Parteien möglichst bald Klarheit. Röhl, der diese Saison schon drei Pflichtspiele für Ingolstadt absolvierte, zuletzt beim 4:0 bei Dortmund II als Torschütze in Erscheinung trat und am Mittwochabend mit dem FCI in Osnabrück gastiert, wird bei einem neuen Arbeitgeber naturgemäß Eingewöhnungszeit benötigen. Spannend, ob es der SC wird, der auch noch andere Kandidaten im Auge hat.

Keine Kandidaten für das Freitagsspiel gegen Dortmund sind die verletzten SC-Profis Kevin Schade (Bauchmuskel-OP), Lucas Höler (Mittelfußbruch), Lukas Kübler (Muskelblessur) und Kimberly Ezekwem (Muskelsehnenreizung). Immerhin traten die drei Erstgenannten im Rahmen ihres Aufbautrainings am Mittwoch in Dienstkleidung in Erscheinung. Höler und Kübler absolvierten Lauftraining und Schade ein Übungsprogramm auf dem Platz abseits des Mannschaftstrainings.

Carsten Schröter-Lorenz

DFB-Ausschreibung: Bald nur noch zehn Drittliga-Spiele im Free-TV?

Die Ausschreibung der Medien-Rechte beschäftigt die 3. Liga: Von zehn Spielen im Free-TV bis zu 114 Spielen im Free-TV ist praktisch alles möglich.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

imago images

Die Ausschreibung der Medien-Rechte für die 3. Liga kann zu einer deutlich reduzierten Anzahl von Spielen im frei empfangbaren Fernsehen führen. Das Minimum wären nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zehn Spiele im Free-TV. Es könnten aber auch mehr als bisher werden. Derzeit gilt noch der alte TV-Vertrag.

Mit diesem hatte die ARD das Recht erworben, mindestens zwei Drittligapartien pro Spieltag live im Ersten oder in den Dritten Programmen zu übertragen. Insgesamt sind das 86 Partien pro Saison sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. In der vergangenen Woche hat die Tochtergesellschaft DFB GmbH & Co. KG mit der Ausschreibung der Rechte für die vier Spielzeiten von 2023/24 bis 2026/27 begonnen.

Diese sieht drei Szenarien mit einer unterschiedlichen Anzahl von Partien im frei empfangbaren Fernsehen vor. Werden alle 380 Spiele der 3. Liga von einem oder mehreren Pay-TV-Anbietern erworben, gibt es eine Einschränkung des DFB: In diesem Fall müssten mindestens zehn dieser Begegnungen im Free-TV laufen.

Möglich sind aber auch zwei andere Varianten. In einem Szenario wären es wieder 86 Partien im Free-TV. In einem anderen sind sogar 114 Spiele im frei zu empfangenden Fernsehen möglich. Käufer der Rechte haben bei den Anstoßzeiten Mitspracherecht. Bei den Freitagsspielen liegt der mögliche Korridor für den Anpfiff zwischen 18 bis 20.30 Uhr. Für den Samstag gibt es eine Spanne von 13.30 bis 14 Uhr, für den Sonntag von 13.30 bis 15.15 Uhr.

Rechte für 3. Liga und Frauen unabhängig voneinander angeboten

Die Rechte für die 3. Liga werden – anders als zuletzt – nicht zusammen mit denen für Frauen-Fußball angeboten. Die Ausschreibungen für 3. Liga und Frauen-Bundesliga laufen nur zeitlich parallel. Die Entscheidung über die Vergabe soll nach Angaben des DFB voraussichtlich Anfang Oktober getroffen werden.

Derzeit liegen die Rechte für 3. Liga und Frauen-Bundesliga bis Mitte 2023 im Pay-Bereich bei der Deutschen Telekom, die für ihre Kunden die Spiele bei MagentaSport zeigt. Im Free-TV liegen die Frauen-Bundesliga-Rechte seit 2018 über die Agentur SportA bei der ARD. Zum Kontrakt mit dem ARD-ZDF-Rechtevermarkter gehören derzeit auch noch die Frauen-Länderspiele, die in der Regel im Ersten und im Zweiten gezeigt werden.

Röhl trifft traumhaft – FCI fertigt Dortmund II ab

Mit 4:0 schlug Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Nach einem langsamen Beginn straften eiskalte Ingolstädter naive Dortmunder regelrecht ab. 

Jubeltraube: Der FC Ingolstadt siegte deutlich in Dortmund.

Jubeltraube: Der FC Ingolstadt siegte deutlich in Dortmund.

IMAGO/Brauer-Fotoagentur

Dortmunds Trainer Christian Preußer veränderte seine Aufstellung nach dem 1:1 in Wiesbaden auf drei Positionen: Coulibaly, Kamara und Aning ersetzten Finnson, Guille Bueno (beide Bank) sowie den angeschlagenen Özkan. 

Schanzer-Coach Rüdiger Rehm wechselte im Vergleich zum  0:3 gegen Darmstadt im DFB-Pokal ebenfalls dreifach. Funk stand wieder zwischen den Pfosten, zudem rückten noch Musliu und Testroet ins Aufgebot. Für sie nahmen Ponath, Antonitsch und Hawkins auf der Bank Platz.

Schröck verzieht – Schmidt macht es besser

Nach seinem kuriosen Patzer gegen Wiesbaden durfte sich BVB-Torhüter Unbehaun erneut beweisen, nach einer ruhigen Anfangsphase brannte es dann in seinem Strafraum direkt. Schmidt bediente den eingelaufenen Schröck mit einer schönen Flanke von links, der Kapitän der Schanzer setzte den Ball aber über das Tor (31.).  

Nur eine Minute später stand Flankengeber Schmidt dann erneut im Fokus. Nach einem Dortmunder Ballverlust gab der Stürmer auf Testroet ab, der erneut seinen Nebenmann fand. Im Strafraum stieg dieser am höchsten und netzte per Kopf zur 1:0-Führung ein (32.).

Testroet trifft vom Punkt – Röhl traumhaft

Im Nachgang des Führungstreffers zerfiel der kleine BVB, ließ den Gästen viel Platz und lud den Gegner mit Fehlern ein. Nach einem weiteren Ballverlust im Aufbauspiel war Doumbouya auf und davon und konnte auf den gestarteten Schmidt durchstecken, der dann von Unbehaun im Strafraum gelegt wurde (43.). Den fälligen Strafstoß verwandelte FCI-Neuzugang Testroet sicher zum 2:0 (45.). Ein Highlight hatte die zweite Hälfte noch zu bieten, Doumbouya durfte aus kurzer Distanz abschließen, doch Unbehaun verhinderte den dritten Treffer (45.+2). So ging es mit einem insgesamt leistungsgerechten 2:0 in die Pause.

3. Liga, 2. Spieltag

Auch in Hälfte zwei änderte sich am bisherigen Bild der Partie nur wenig. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Testroet am Aluminium (50.). Besser machte es dann FCI-Talent Röhl, der einen zu kurz geklärten Einwurf direkt aus der Luft nahm und traumhaft im oberen linken Eck versenkte (55.). 

Sarpei stellt auf 4:0

Damit war die Partie entschieden, Torhüter Funk durfte sich dann bei einem Freistoß von Papadopoulos auch noch auszeichnen. Der 29-Jährige kratzte den gut geschossenen Ball von der Linie (58.).

In der 66. Minute wurde es dann noch deutlicher, Costly bediente den eingelaufenen Sarpei, der auf 4:0 erhöhte (66.). Auch in der Folge blieb der FCI das bessere Team und war dem fünften Treffer deutlich näher als der BVB dem Ehrentreffer. Passieren sollte dennoch nichts mehr – und so blieb es beim absolut verdienten 4:0 für die Gäste.

Tore und Karten

0:1
Pat. Schmidt (32′, Kopfball, Testroet)

0:2
Testroet (45′, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Pat. Schmidt)

0:3
Röhl (55′, Rechtsschuss)

0:4
Sarpei (66′, Rechtsschuss, Costly)

Tore und Karten

0:1
Pat. Schmidt (32′, Kopfball, Testroet)

0:2
Testroet (45′, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Pat. Schmidt)

0:3
Röhl (55′, Rechtsschuss)

0:4
Sarpei (66′, Rechtsschuss, Costly)

Borussia Dortmund II

Papadopoulos (35. )

FC Ingolstadt 04

Costly (51. ), Pat. Schmidt (69. )


Borussia Dortmund II

Dortmund II


Borussia Dortmund II

Dortmund II

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


FC Ingolstadt 04

Ingolstadt


FC Ingolstadt 04

Ingolstadt

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Tom Bauer

Tom Bauer
Mainz

Schiedsrichter-Team

Tom Bauer

Tom Bauer
Mainz

Spielinfo


Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

2.081

Spielinfo


Anstoß

07.08.2022, 13:00 Uhr


Stadion

Signal-Iduna-Park Dortmund


Zuschauer

2.081

Borussia Dortmund II will dann am Mittwoch in Saarbrücken Wiedergutmachung betreiben (19 Uhr), der FC Ingolstadt 04 spielt zur gleichen Zeit in Osnabrück.

Schanzer verpflichten Dänen Bech

Der FC Ingolstadt ist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden und hat Tobias Bech von Viborg FF verpflichtet.

Auf nach Ingolstadt: Tobias Bech.

Auf nach Ingolstadt: Tobias Bech.

IMAGO/Ritzau Scanpix

Mit Tobias Bech habe man einen “weiteren jungen, entwicklungsfähigen Spieler” bekommen, sagt Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer in einer Klubmitteilung und geht dann auf die Qualitäten des 20-Jährige ein: “Er ist ein hochtalentierter offensiver Außenbahnspieler, der viel und gerne ins Tempodribbling geht und dabei häufig den Abschluss sucht.”

Bech kommt vom aktuellen Tabellenvierten der dänischen Superligaen, Viborg FF, für das er insgesamt 92 Pflichtspiele bestritten hat – dabei gelangen ihm auch 18 Tore.

Nun wagt er den Sprung nach Deutschland. In Ingolstadt ist er bereits angekommen, könnte am Samstag bereits mit den Schanzern mittrainieren. “Es ist mein erster Wechsel ins Ausland, jetzt gilt es alles kennenzulernen und in einem neuen Umfeld heimisch zu werden”, so der Däne, der beim FCI die Nummer 11 erhalten wird.

“Nicht eklig genug”: Ingolstadt richtet den Blick nach Pokal-Aus nach vorne

Die 0:3-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 in der ersten Runde des DFB-Pokals will der FC Ingolstadt möglichst schnell abhaken. Die Schanzer erwartet nun eine englische Woche.

War gegen Darmstadt Teil einer harmlosen Offensive: Ingolstadts Pascal Testroet.

War gegen Darmstadt Teil einer harmlosen Offensive: Ingolstadts Pascal Testroet.

IMAGO/Stefan Bösl

Makellos war der FC Ingolstadt in seine Pflichtspielsaison gestartet. Auf den knappen aber verdienten 1:0-Erfolg über die SpVgg Bayreuth in der 3. Liga folgte ein 3:0 im Toto-Pokal gegen die unterklassige SpVgg Heßdorf. Nachdem der Absteiger aus Oberbayern bis dato also ohne Gegentor geblieben war, musste FCI-Keeper Markus Ponath am Montagabend gegen Darmstadt gleich dreimal hinter sich greifen. “Leider hatten wir beim ersten und zweiten Ball zu häufig das Nachsehen”, bilanzierte der Torhüter der Schanzer nach dem Spiel. “Wir haben unsere Spielweise, eklig auftreten zu wollen und gleich von Anfang an präsent zu sein, zum Teil vermissen lassen”, wird der 21-Jährige auf der Vereinswebsite zitiert.

Spielbericht

Auch Trainer Rüdiger Rehm kritisierte, dass seine Elf in den Zweikämpfen oftmals zu passiv war. “Wir haben diese Duelle nicht eklig genug geführt. Vielleicht hätten wir ihnen in der ein oder anderen Situation auch etwas mehr wehtun müssen”, sagte Rehm auf einer Pressekonferenz. “Wir konnten uns nach vorne nicht durchsetzen und sind weder in die Laufduelle noch in die Eins-gegen-Eins-Duelle gekommen.” Außerdem habe seine Mannschaft nicht die nötigen Erfolgsmomente gehabt, um gegen einen höherklassigen Gegner ins Spiel zu finden.

FCI-Stürmer Testroet erwartet intensive Spiele

Angreifer Pascal Testroet versuchte in seiner Bilanz, den Blick ganz schnell wieder nach vorne zu richten. “Ich erwarte intensive Spiele in der kommenden Woche”, so der Routinier. Und tatsächlich ist der Terminkalender der Schanzer voll. Am Sonntag kommt es zunächst zum Aufgalopp bei Borussia Dortmund II, das Wehen Wiesbaden zum Liga-Auftakt immerhin ein Unentschieden abverlangte. “Dort müssen wir vom ersten Moment an gegenhalten”, forderte Testroet. Am Mittwochabend in einer Woche rechnet der 31-Jährige mit einem “Hexenkessel” an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück. Nur drei Tage später empfängt der FCI den 1. FC Saarbrücken.

Zukunft von Röhl noch ungeklärt – Interesse aus der Bundesliga

Ob in den anstehenden Partien auch der umworbene Mittelfeldspieler Merlin Röhl auflaufen wird, ist unklar. Sowohl Borussia Mönchengladbach als auch der SC Freiburg sollen die Fühler nach dem 20-jährigen Talent ausgestreckt haben. Die Ablöseforderung der Ingolstädter soll im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen. Im Pokal kam der Youngster über 90 Minuten zum Einsatz.

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

Saison 1991/92: Ost-Teams, Spannung, Bayern-Krise

11.07.2022

Trailer: kicker History

24.06.2022

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DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro