Vertrag wird aufgelöst: DFL-Chefin Hopfen legt Amt nieder

Bereits am Sonntag hatte der kicker exklusiv vermeldet, dass Donata Hopfen das Aus drohe. Nun sind der Aufsichtsrat und die DFL-Chefin übereingekommen, das Dienstverhältnis einvernehmlich zu beenden.

Die Zeit von Donata Hopfen als DFL-Chefin ist nach nur einem Jahr wieder beendet.

Die Zeit von Donata Hopfen als DFL-Chefin ist nach nur einem Jahr wieder beendet.

IMAGO/Nico Herbertz

Der sechsköpfige Aufsichtsrat unter Vorsitz von Hans-Joachim Watzke hat gemeinsam mit Hopfen das vorzeitige Ende des Vertragsverhältnisses beschlossen. Dies vermeldet die DFL am Mittwochabend und nannte “unterschiedliche Vorstellungen über die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft” als Grund für den Schritt. Hopfen hatte zum 1. Januar 2022 den Vorsitz der DFL-Geschäftsführung und auch die Position als Sprecherin des DFL-Präsidiums übernommen. Ihr Dienstverhältnis endet zum Jahresende.

“Ich bedanke mich bei Donata Hopfen für ihren großartigen Einsatz und die intensiven Monate, in denen wir sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Sie hat mit ihrem Blick, von außen kommend, wichtige Impulse für die Bundesliga gesetzt. Auch wenn wir den Weg jetzt nicht gemeinsam weitergehen, wünsche ich ihr für die Zukunft das Allerbeste”, sagte Watzke.

Hopfen: “Die richtigen Dinge angestoßen”

Hopfen bilanzierte ihre kurze Zeit im Amt. “Wir haben in den letzten Monaten viel erreicht und viel angestoßen. So haben wir eine tragfähige Zukunftsstrategie für den deutschen Profifußball entwickelt, große Kooperationen wie die mit der NFL angeschoben und wichtige Lücken in der Vermarktung geschlossen. Hier ist sicherlich der NFT-Deal über 170 Mio. Euro zu nennen. Auch international sind wir ein gutes Stück vorangekommen, die Verträge in Mexiko und der MENA-Region belegen das. Das Verhältnis zum DFB ist heute besser denn je. Ich bin dankbar für die Zeit und die Arbeit mit den Klubs und meinem Team”, wird sie zitiert und wünschte den nachfolgenden Verantwortlichen “den nötigen Mut und Willen zur Veränderung, um auf die wachsenden Herausforderungen nicht nur zu reagieren, sondern sie auch aktiv zu gestalten” – verbunden mit dem “notwendige Quäntchen Glück”. Sie gehe “in dem Bewusstsein, die richtigen Dinge angestoßen zu haben”.

In ihren Funktionen war Hopfen auch Vizepräsidentin des DFB und mithin die mächtigste Frau im deutschen Fußball geworden. Sie folgte bei der DFL auf Christian Seifert, der den Ligaverband zwischen 2005 bis 2021 sehr erfolgreich gesteuert hatte.

Seiferts Fußstapfen waren zu groß

Donata Hopfens Vertrag war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2024 datiert. Wie der kicker aber am Sonntag exklusiv berichtete, wurde schon seit einiger Zeit im sechsköpfigen DFL-Aufsichtsrat und unter den acht Kollegen von Hopfen im DFL-Präsidium über eine weitere Zusammenarbeit mit Hopfen diskutiert.

Hopfen sei es nicht gelungen, in den vergangenen elf Monaten eine eigene Handschrift zu entwickeln. Weder in der Diskussion um die 50+1-Regel und die Forderungen des Bundeskartellamtes, noch bei den Themen Digitalisierung und Internationalisierung oder der Spielplangestaltung im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ausschreibung der Medienrechte ab Sommer 2025 konnte Hopfen nach Ansicht ihrer Kritiker Zeichen setzen.

Zudem soll sich die Stimmung in der DFL-Zentrale in Frankfurt (Main) seit ihrem Amtsantritt verschlechtert haben, etliche Mitarbeiter haben die DFL in 2022 verlassen.

Leki und Hellmann als Übergangslösung im Gespräch

An der DFL-Spitze soll es bis zum Ende der Spielzeit 2022/23 eine Interimslösung geben. Demnach sollen Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt und Oliver Leki vom SC Freiburg die Geschäfte übernehmen. Dies bestätigte die Liga am Mittwoch jedoch noch nicht offiziell. Hellmann ist Mitglied des DFL-Präsidiums, Leki sitzt im Aufsichtsrat der DFL. Das Duo wird von ihren Vereinen für die neue Aufgabe freigestellt, im kommenden Sommer soll bei der DFL dann eine dauerhafte Lösung installiert werden.

jer, rf, aho

Vertrag wird aufgelöst: DFL-Chefin Hopfen legt Amt nieder

Bereits am Sonntag hatte der kicker exklusiv vermeldet, dass Donata Hopfen das Aus drohe. Nun sind der Aufsichtsrat und die DFL-Chefin übereingekommen, das Dienstverhältnis einvernehmlich zu beenden.

Die Zeit von Donata Hopfen als DFL-Chefin ist nach nur einem Jahr wieder beendet.

Die Zeit von Donata Hopfen als DFL-Chefin ist nach nur einem Jahr wieder beendet.

IMAGO/Nico Herbertz

Der sechsköpfige Aufsichtsrat unter Vorsitz von Hans-Joachim Watzke hat gemeinsam mit Hopfen das vorzeitige Ende des Vertragsverhältnisses beschlossen. Dies vermeldet die DFL am Mittwochabend und nannte “unterschiedliche Vorstellungen über die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft” als Grund für den Schritt. Hopfen hatte zum 1. Januar 2022 den Vorsitz der DFL-Geschäftsführung und auch die Position als Sprecherin des DFL-Präsidiums übernommen. Ihr Dienstverhältnis endet zum Jahresende.

“Ich bedanke mich bei Donata Hopfen für ihren großartigen Einsatz und die intensiven Monate, in denen wir sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Sie hat mit ihrem Blick, von außen kommend, wichtige Impulse für die Bundesliga gesetzt. Auch wenn wir den Weg jetzt nicht gemeinsam weitergehen, wünsche ich ihr für die Zukunft das Allerbeste”, sagte Watzke.

Hopfen: “Die richtigen Dinge angestoßen”

Hopfen bilanzierte ihre kurze Zeit im Amt. “Wir haben in den letzten Monaten viel erreicht und viel angestoßen. So haben wir eine tragfähige Zukunftsstrategie für den deutschen Profifußball entwickelt, große Kooperationen wie die mit der NFL angeschoben und wichtige Lücken in der Vermarktung geschlossen. Hier ist sicherlich der NFT-Deal über 170 Mio. Euro zu nennen. Auch international sind wir ein gutes Stück vorangekommen, die Verträge in Mexiko und der MENA-Region belegen das. Das Verhältnis zum DFB ist heute besser denn je. Ich bin dankbar für die Zeit und die Arbeit mit den Klubs und meinem Team”, wird sie zitiert und wünschte den nachfolgenden Verantwortlichen “den nötigen Mut und Willen zur Veränderung, um auf die wachsenden Herausforderungen nicht nur zu reagieren, sondern sie auch aktiv zu gestalten” – verbunden mit dem “notwendige Quäntchen Glück”. Sie gehe “in dem Bewusstsein, die richtigen Dinge angestoßen zu haben”.

In ihren Funktionen war Hopfen auch Vizepräsidentin des DFB und mithin die mächtigste Frau im deutschen Fußball geworden. Sie folgte bei der DFL auf Christian Seifert, der den Ligaverband zwischen 2005 bis 2021 sehr erfolgreich gesteuert hatte.

Seiferts Fußstapfen waren zu groß

Donata Hopfens Vertrag war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2024 datiert. Wie der kicker aber am Sonntag exklusiv berichtete, wurde schon seit einiger Zeit im sechsköpfigen DFL-Aufsichtsrat und unter den acht Kollegen von Hopfen im DFL-Präsidium über eine weitere Zusammenarbeit mit Hopfen diskutiert.

Hopfen sei es nicht gelungen, in den vergangenen elf Monaten eine eigene Handschrift zu entwickeln. Weder in der Diskussion um die 50+1-Regel und die Forderungen des Bundeskartellamtes, noch bei den Themen Digitalisierung und Internationalisierung oder der Spielplangestaltung im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ausschreibung der Medienrechte ab Sommer 2025 konnte Hopfen nach Ansicht ihrer Kritiker Zeichen setzen.

Zudem soll sich die Stimmung in der DFL-Zentrale in Frankfurt (Main) seit ihrem Amtsantritt verschlechtert haben, etliche Mitarbeiter haben die DFL in 2022 verlassen.

Leki und Hellmann als Übergangslösung im Gespräch

An der DFL-Spitze soll es bis zum Ende der Spielzeit 2022/23 eine Interimslösung geben. Demnach sollen Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt und Oliver Leki vom SC Freiburg die Geschäfte übernehmen. Dies bestätigte die Liga am Mittwoch jedoch noch nicht offiziell. Hellmann ist Mitglied des DFL-Präsidiums, Leki sitzt im Aufsichtsrat der DFL. Das Duo wird von ihren Vereinen für die neue Aufgabe freigestellt, im kommenden Sommer soll bei der DFL dann eine dauerhafte Lösung installiert werden.

jer, rf, aho

Verheißungsvoller Start für Dabbur und Bebou

Zumindest der Auftakt ist gelungen. Hoffenheims langzeitverletzte Angreifer waren beim Restart des Trainings wieder auf dem Platz.

Hoffenheims Munas Dabbur ist nach seiner Schulterverletzung wieder im Training.

Hoffenheims Munas Dabbur ist nach seiner Schulterverletzung wieder im Training.

IMAGO/Sven Simon

Finale Rückschlüsse lassen sich sicherlich noch nicht ziehen, aber der Start ist Munas Dabbur und Ihlas Bebou schon mal gelungen. Beide Angreifer, die zuletzt an schweren Verletzungen laborierten, standen beim Trainingsauftakt der TSG am Dienstag wieder mit den Kollegen auf dem Platz und absolvierten zumindest Teile des regulären Trainings. Während Dabbur fast schon wieder das volle Programm abspulte, beschränkte sich Bebou noch auf die weniger intensiven Belastungen, schließlich soll der 28-Jährige ganz behutsam herangeführt werden, um bloß keinen Rückfall zu provozieren. Denn ein solcher hätte schwerwiegende Folgen.

Bebou droht auch das vorzeitige Saison-Aus

Der Togoer hatte die Sommervorbereitung wegen eines Knorpelschadens im Knie abbrechen müssen, sich aber gegen einen operativen Eingriff entschieden, weil das lädierte Gelenk vor einigen Jahren bereits operiert worden war. Vorsichtig hatte sich der Togoer mit konservativen Behandlungen der Wiederaufnahme des Trainings (bis 21. Dezember) genähert. In den kommenden Tagen soll die Intensität gesteigert werden, um dann final entscheiden zu können, ob Bebou auf dem richtigen Weg zurück in den Wettkampf ist. Sollte das Kniegelenk allerdings erneut reagieren, droht dem schnellen Dribbler das vorzeitige Saison-Aus.

Auch Dabbur hatte sich nach einer Sprengung des Schultereckgelenkes gegen eine Operation entschieden. Im Fall des Israelis scheint die Rechnung aufzugehen. Auch der 30-Jährige wird – sicherlich zügiger noch als Bebou – an die Wettkampfhärte herangeführt, Trainer André Breitenreiter rechnet fest mit Dabbur für die Restsaison. Möglicherweise kann der 30-Jährige ja sogar noch in den im Dezember anstehenden drei Testspielen wieder erste Spielpraxis sammeln.

Tests gegen Elversberg, Fürth und 1860

Zwischen den beiden Vergleichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit am kommenden Mittwoch gegen den Drittligisten Elversberg und am 20. Dezember gegen Zweitligist Fürth tritt die TSG zudem am 17. Dezember im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion (15 Uhr) gegen 1860 München ebenfalls aus der 3. Liga an.

Beim Restart des Hoffenheimer Trainingsbetriebes fehlten aus nachvollziehbaren Gründen weitere Akteure: So muss die TSG noch längere Zeit auf Grischa Prömel verzichten, der nach einem Knöchelbruch noch länger ausfällt. Zudem fehlen weiter die beiden WM-Starter Andrej Kramaric und Robert Skov. Während Vizeweltmeister Kramaric mit Kroatien am Freitag (18 Uhr) gegen den Topfavoriten Brasilien um den Einzug ins Halbfinale kämpft, ist Skov mit den Dänen bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden. Dennoch wird auch der 26-Jährige wie Kramaric in diesem Kalenderjahr nicht mehr in Hoffenheim aufschlagen und erst im neuen Jahr wieder in die Vorbereitung auf die Restsaison einsteigen. Ab dem 3. Januar bezieht Hoffenheim ein einwöchiges Trainingslager in Portugal.

Michael Pfeifer

Kriegt Hoffenheim Dolberg im zweiten Versuch?

Unabhängig vom Genesungsverlauf der beiden Rekonvaleszenten Munas Dabbur und Ihlas Bebou sucht die TSG mindestens einen neuen Stürmer. An einem heißen Kandidaten waren die Kraichgauer schon einmal dran. Ein entsprechender “Sky”-Bericht deckt sich mit kicker-Informationen.

Womöglich auf dem Weg nach Sinsheim? Kasper Dolberg steht auf der Liste der TSG Hoffenheim.

Womöglich auf dem Weg nach Sinsheim? Kasper Dolberg steht auf der Liste der TSG Hoffenheim.

Getty Images

Möglicherweise klappt es ja dieses Mal. Hoffenheim unternimmt einen weiteren Anlauf, Kasper Dolberg zu verpflichten. Bereits vor gut drei Jahren hatte sich die TSG um den Dänen bemüht, der damals noch in Diensten von Ajax Amsterdam stand. Hoffenheims damaliger Chefcoach Alfred Schreuder wollte das Talent nachholen, das er bereits aus seiner Zeit als Assistent bei Ajax kannte. Doch damals machte OGC Nizza das Rennen und verpflichtete Dolberg für 20 Millionen Euro.

Nachdem dort die Karriere in der vergangenen Saison bereits ins Stocken geraten war, ließ sich Dolberg diesen Sommer zum FC Sevilla nach Spanien ausleihen. Doch auch dort sind bislang nur jeweils vier Teileinsätze in der Liga und in der Champions League verbucht, in denen der 25-Jährige ohne jede Torbeteiligung blieb.

Leihe mit Kaufoption?

Doch bei der TSG ist man nach wie vor von Dolbergs Qualitäten überzeugt. Schließlich ist der bullige Angreifer (1,87m und 84 Kilo) nach wie vor Nationalspieler seines Landes und kam auch bei der WM in Katar als Teamkollege des Hoffenheimers Robert Skov dreimal zum Einsatz. Ein Treffer blieb Dolberg aber auch dort versagt, zuletzt hatte der gebürtige Silkeborger im September bei 2:0-Sieg der Dänen in der Nations League gegen Weltmeister Frankreich getroffen.

Nach Skov und Jacob Bruun Larsen wäre Dolberg damit bereits der dritte Däne im Kader der Hoffenheimer. Möglicherweise auch ein Aspekt, der Dolberg zu diesem Schritt motivieren könnte. Demnach soll der Mittelstürmer in diesem Winter zunächst mit einer Kaufoption ausgeliehen werden. Sein Vertrag in Nizza unter Cheftrainer Lucien Favre ist noch bis 2024 datiert.

Beim kriselnden FC Sevilla, der seit Anfang Oktober zum zweiten Mal von dem Argentinier Jorge Sampaoli trainiert wird, kommt Dolberg kaum zum Zug. Der viermalige Europa-League-Sieger rangiert aktuell sogar auf einem Abstiegsplatz.

Dabbur und Bebou fehlen weiterhin

Im Winter 2020 hatte Hoffenheim für 12 Millionen Euro Munas Dabbur aus Sevilla geholt. Der Israeli hatte sich zuletzt an der Schulter verletzt und soll nun wieder in den regulären Trainingsbetrieb einsteigen. Auch der seit Saisonstart fehlende Ihlas Bebou (Knorpelschaden im Knie) unternimmt nun einen erneuten Anlauf. Beide Stürmer hatten sich für einen konservativen Weg ohne OP entschieden.

Ob mit beiden zum Wettkampfstart im kommenden Jahr wieder zu rechnen ist, bleibt allerdings ungewiss. Zuletzt hatte sich Hoffenheim auch mit der Verpflichtung des Wolfsburger Angreifers Luca Waldschmidt beschäftigt, auch in diesem Fall haben wie bei Dolberg bereits erste Gespräche stattgefunden.

Michael Pfeifer

“Es geht nicht mehr”: Hübner muss seine Karriere vorzeitig beenden

Vor gut zwei Wochen hatte der kicker über die unerfreuliche Entwicklung berichtet, nun ist es Fakt: Benjamin Hübner wird nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren können und muss mit sofortiger Wirkung seine Comeback-Versuche einstellen. Damit tritt der TSG-Kapitän ein gutes halbes Jahr vor Vertragsende endgültig ab.

Beendet seine Profikarriere: Benjamin Hübner.

Beendet seine Profikarriere: Benjamin Hübner.

picture alliance / U. Hufnagel

Es hatte sich abgezeichnet. Immer wieder war Benjamin Hübner auf seinem Weg zurück aufs Spielfeld zurückgeworfen worden, permanent reagierte und rebellierte das lädierte linke Sprunggelenk, sobald die Belastungen signifikant gesteigert wurden. Nun hat der mittlerweile 33 Jahre alte Profi die Konsequenzen gezogen und seine aktive Karriere offiziell für beendet erklärt: “Es geht nicht mehr.” Der Routinier wollte unbedingt verhindern, dass seine Kollegen von seinem Abschied über die Medien erfahren, also hatte der Kapitän den Restart des Trainings an diesem Dienstag abgewartet, um eine letzte Ansprache an seine Mannschaft zu halten.

Damit endet ein langer wie kurioser Leidensweg, der dem Innenverteidiger in den vergangenen vier Jahren viel Durchhaltevermögen abverlangte und ein kontinuierliches Wirken weitgehend verhinderte. Die Saison 2019/20 blieb im Rückblick mit immerhin 25 Liga- und zwei Pokalspielen nur ein Lichtblick und ein Strohfeuer. In den restlichen drei Spielzeiten sind für Hübner lediglich 18 Pflichtspiele notiert.

Vermeintlich harmlose Blessuren zogen lange Pausen nach sich

Mehrfach zogen zunächst vermeintlich harmlose Blessuren dauerhafte Zwangspausen nach sich. Etwa zu Beginn der Saison 2018, als Hübner im Training von einem harten Schuss unglücklich am Kopf getroffen wurde und neben einer Gehirnerschütterung auch hartnäckige Schwindelgefühle davontrug, die monatelang geregeltes Training unmöglich machten.

Nach der erwähnten Lichtblick-Saison war die folgende Spielzeit für Hübner dagegen schon beendet, ehe sie begonnen hatte. Kurz vor dem Start verletzte sich der Linksfüßer im Training am Sprunggelenk seines starken Fußes. Das zunächst erwartete Päuschen von wenigen Wochen wuchs sich allerdings zu einem kapitalen Unterbrechung er Karriere von eineinhalb Jahren aus. Lange hatten mehrere Spezialisten ein gerissenes Innenband nicht erkannt. Erst nach der verspäteten Operation ging es für Hübner wieder aufwärts.

Anfang dieses Jahres feierte Hübner sein Comeback, lieferte stabile Leistungen ab und verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bis 2023. Doch nach fünf Spielen musste der Routinier (Corona, Rückenprobleme) schon wieder passen. Und auch die aktuelle Saison war für den auch vom neuen Coach André Breitenreiter als Kapitän bestätigten Führungsspieler schon nach dem ersten Pflichtspiel beendet. Erneut hatte sich Hübner am lädierten Sprunggelenk verletzt, es rebelliert bis heute.

Karriere nach der Karriere bei der TSG?

Damit endet Hübners Laufbahn irgendwie unvollendet. Der Sohn des früheren Profis und Funktionärs Bruno Hübner (Kaiserslautern, Wiesbaden, Duisburg, Frankfurt) und Bruder des Nürnberger Profis Florian (31) startete seine Karriere im heimischen Wiesbaden. Nach einer Zwischenstation in Aalen schaffte der Kopfballspezialist 2015 mit dem FC Ingolstadt den relativ späten Sprung in die Bundesliga, ein Jahr später hatte ihn die TSG für moderate 800.000 Euro verpflichtet.

“Benni war nicht nur ein vorbildlicher Kämpfer und eine charakterstarke Führungsfigur auf dem Feld, sondern immer auch ein wichtiger und klarer Ansprechpartner für mich, wenn es um Team-Belange ging. Er ist eine große Persönlichkeit, die uns auf dem Platz fehlen wird, aber es gab bereits erste konkrete Gespräche, wie wir ihn nach seinem Profi-Abschied bei uns einbinden können”, sagt TSG-Manager, Alexander Rosen. Im Rahmen des ersten Heimspiels 2023 gegen den VfB Stuttgart soll der langjährige Kapitän vor den eigenen Fans verabschiedet werden.

Michael Pfeifer

TV-Novum im DFB-Pokal-Viertelfinale der Frauen

Der DFB hat die Anstoßzeiten für das DFB-Pokal-Viertelfinale der Frauen festgelegt. Dabei kommt es zu einer TV-Premiere.

Köln und Wolfsburg treffen im DFB-Pokal-Viertelfinale erneut aufeinander.

Köln und Wolfsburg treffen im DFB-Pokal-Viertelfinale erneut aufeinander.

IMAGO/Vitalii Kliuiev

Am 28. Februar entscheidet sich, wer im DFB-Pokal der Frauen ins Halbfinale einziehen wird. Nun steht auch fest, zu welchen Uhrzeiten die vier Paarungen ausgetragen werden, die Ende November ausgelost worden waren.

Bereits ab 18 Uhr (LIVE! bei kicker) treffen an jenem Dienstag der 1. FC Köln und Titelverteidiger VfL Wolfsburg aufeinander. Außerdem empfängt parallel Zweitligist RB Leipzig die SGS Essen und Leipzigs Ligakonkurrent FC Carl Zeiss Jena den SC Freiburg.

Das Besondere: Erstmals wird Pay-TV-Sender “Sky” die Partien sowohl als Einzelspiel als auch in einer Konferenz zeigen. Das Topspiel um 20.30 Uhr zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München überträgt neben “Sky” auch die ARD im Livestream.

In den vergangenen acht Jahren hatte jeweils der VfL Wolfsburg den DFB-Pokal gewonnen, zuletzt mit einem 4:0-Sieg über Turbine Potsdam, das in diesem Jahr im Achtelfinale dem 1. FC Köln mit 1:2 unterlag.

Zuletzt sah Köln gegen Wolfsburg wenig Land

Die Wölfinnen, amtierender Double-Gewinner, sind auch in diesem Jahr wieder das Maß der Dinge und führen die Bundesliga-Tabelle mit acht Siegen aus acht Spielen und fünf Punkten Vorsprung gegenüber dem FC Bayern an. Bei Pokalgegner Köln hatten sie in der Liga zuletzt mit 5:1 und 4:0 gewonnen. Ähnlich deutlich hatten sich die Bayern am vergangenen Freitag bei der TSG Hoffenheim durchgesetzt (4:0).

Die Leipziger hatten im Achtelfinale Bundesligist Eintracht Frankfurt – derzeit Tabellendritter – mit 2:1 überrascht, während Jena im Zweitliga-Duell gegen den SC Sand mit 4:2 die Oberhand behalten hatte.

Nun wollen die beiden Außenseiter bis ins Halbfinale vordringen, das zwischen dem 15. und 17. April ausgetragen wird. Das Endspiel findet erneut im Kölner Rhein-Energie-Stadion statt. Gespielt wird am 18. Mai.

Dienstag, 28. Februar, 18 Uhr:

RB Leipzig – SGS Essen
FC Carl Zeiss Jena – SC Freiburg
1. FC Köln – VfL Wolfsburg

Dienstag, 28. Februar, 20.30 Uhr:

TSG Hoffenheim – FC Bayern München

Frauen-Bundesliga stellt neue Zuschauer-Bestmarke auf

Die Frauen-Bundesliga verzeichnet eine historische Zuschauer-Bestmarke. Schon nach neun Runden haben mehr Fans die Stadien besucht als in der gesamten bisherigen Rekordsaison.

Bayerns Sydney Lohmann (li.) grinst für ein Fan-Selfie.

Bayerns Sydney Lohmann (li.) grinst für ein Fan-Selfie.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

In der bisherigen Rekordsaison 2013/14 hatten nach allen 22 Spieltagen insgesamt 156.355 Zuschauer zu Buche gestanden. Diese Zahl wurde in der laufenden Spielzeit bereits am 9. Spieltag um rund 17.000 überschritten: Insgesamt 173.438 Fans haben schon jetzt die Stadien besucht. Eine neue historische Zuschauer-Bestmarke für die Frauen-Bundesliga.

Das Spitzenspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt (5:0) am vergangenen Samstag mit 14.027 Zuschauern in der Volkswagen-Arena schraubte die ohnehin schon beträchtliche Zahl nochmal in die Höhe. Die Bestmarke für die meisten Zuschauer in einer Partie war übrigens im Eröffnungsspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München mit 23.200 Fans im Deutsche Bank Park aufgestellt worden.

Rekorde wurden aber nicht nur in den großen Stadien, sondern auch in den angestammten Heimstätten der Vereine aufgestellt: So lief der SC Freiburg vor 6.273 Fans im Dreisamstadion gegen den FC Bayern München auf, und die Frauen des 1. FC Köln feierten mit 5.400 Zuschauern gegen Wolfsburg im Franz-Kremer-Stadion eine vereinseigene Bestmarke.

Personeller Knall droht: DFL-Chefin Hopfen vor der Ablösung

Der Aufsichtsrat der DFL tagt in dieser Woche. Eine brisante Sitzung. Nach kicker-Recherchen kann es zu einem gewaltigen personellen Knall kommen:  Der Vertrag mit Donata Hopfen (46) könnte noch vor Weihnachten aufgelöst  werden.

Handschrift gesucht: DFL-Aufsichtsrat Hans-Joachim Watzke und DFL-Chefin Donata Hopfen.

Handschrift gesucht: DFL-Aufsichtsrat Hans-Joachim Watzke und DFL-Chefin Donata Hopfen.

IMAGO/Kirchner-Media

Über die weitere Zusammenarbeit mit Hopfen wird schon seit einigen Wochen im sechsköpfigen DFL-Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Watzke und unter den acht Kollegen von Hopfen im DFL-Präsidium diskutiert.

Seit dem 1. Januar 2022 ist Hopfen DFL-Chefin, Vorsitzende der Geschäftsführung der DFL GmbH, Sprecherin des Präsidiums des DFL e.V. und in diesen Funktionen auch Vizepräsidentin des DFB und mithin die mächtigste Frau im deutschen Fußball.

Hopfen ist Nachfolgerin von Christian Seifert, der von 2005 bis 2021 sehr erfolgreich die Liga gesteuert hat. In die tiefen Fußstapfen von Seifert konnte Hopfen nicht treten. Das war auch nicht das erklärte Ziel der früheren Vorsitzenden der Verlagsgeschäftsführung der Bild-Gruppe und späteren Digitalberaterin von BCG Digital Ventures (ab Sommer 2019). 

Die vergebliche Suche nach Hopfens Handschrift

Hopfen trat an, um der DFL ihre Handschrift zu geben. Das ist ihr nach Meinung führender Köpfe in der Liga in den zurückliegenden elf Monaten nicht gelungen. Weder in der Diskussion um die 50+1-Regel und die Forderungen des Bundeskartellamtes, noch bei den Themen Digitalisierung und Internationalisierung oder der Spielplangestaltung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ausschreibung der Medienrechte ab Sommer 2025 konnte Hopfen nach Auffassung ihrer Kritiker bisher Zeichen setzen.

Gedrückte Stimmung in der DFL-Zentrale 

Aus Kreisen ihrer Mitarbeiter wird geklagt, dass die Stimmung in der DFL-Zentrale in der Guiollettestraße 44-46 in Frankfurt am Main gedrückt sein; mehrere langjährige Mitarbeiter haben die DFL in den vergangenen Monaten verlassen.

Hopfens Vertrag ist bis zum 31. Dezember 2024 datiert. Kommt es zur Trennung, wird die DFL eine hohe Abfindung zahlen müssen.  Auf die Frage, wie stark die Unterstützung aus der Liga ist, entgegnete die DFL-Chefin in dem am 31. Oktober in einem kicker-Interview lachend: “Mehr geht immer. ”

Ahnte sie da schon, was sich über ihr zusammenbraut?   

Rainer Franzke

Souveräne Bayern-Frauen: Schüller-Doppelpack besiegelt Sieg bei der TSG

Die TSG 1899 Hoffenheim hat das Verfolgerduell mit dem FC Bayern München klar verloren und muss den FCB ziehen lassen. Die Münchnerinnen machen mit dem Erfolg Druck auf Wolfsburg, das am Samstag im Topspiel Frankfurt empfängt. 

Lea Schüller macht alles klar für den FC Bayern in Hoffenheim.

Lea Schüller macht alles klar für den FC Bayern in Hoffenheim.

Getty Images

TSG-Coach Gabor Gallai nahm nach dem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FFC Turbine Potsdam drei Änderungen vor: Im Tor stand wieder Tufekovic für Dick, de Caigny und Lindner ersetzten Hartig und Hickelsberger.

Bayerns Trainer Alexander Straus stellte sein Team nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SGS Essen mit Blick auf das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Barcelona am kommenden Mittwoch auf zwei Positionen um: Stanway und Dallmann starteten für Kumagai und Schüller.

Flyeralarm Frauen-Bundesliga – 9. Spieltag

Die Gäste aus München übernahmen von Beginn an das Kommando, Dallmann meldete den FCB gleich in der ersten Minute an. Rall war es dann, die nach einer weitgezogenen Flanke per Kopf zur Stelle war (6.). Mit der frühen Führung im Rücken behielten die Bayern-Frauen alles im Griff, verpassten es aber nachzulegen.  Dallmann, Zadrazil, Bühl und Lohmann hatten bis zur Pause das 2:0 auf dem Fuß, die Kugel ging aber nicht ins TSG-Tor. Von Hoffenheim kam abgesehen von einer Kössler-Möglichkeit viel zu wenig. 

Zwei knifflige Szenen

Gabor Gallai reagierte, brachte Ex-Bayern-Spielerin Corley, die Schwung ins TSG-Spiel brachte. Hoffenheim war nun besser im Spiel, hatte bei zwei kniffligen Szenen aber Glück, dass Schiedsrichterin Fabienne Michel nicht auf den Punkt zeigte.  

Memeti verpasst das 1:1 – FCB schlägt im Gegenzug zu

Nach einer guten Stunde bot sich Memeti die Ausgleichschance, im Gegenzug machten die Münchnerinnen aber das 2:0.  Dallmann drückte Bühls punktgenaue Hereingabe über die Linie (63.). Magull hätte nachlegen müssen (67.), das holte dann Schüller nach, die kurz nach ihrer Einwechslung eine weiteres Bühl-Zuspiel zum 3:0 nutzte (75.) und nach einem Pass von Kett auch noch ihr sechste Saisontor markierte (89.). 

Die TSG ist am 11. Dezember zu Gast beim SV Werder Bremen (16 Uhr), während der FC Bayern gut gerüstet am Mittwoch den FC Barcelona in der Champions League empfängt (21 Uhr), bevor am 10. Dezember Bayer 04 Leverkusen nach München reist (14 Uhr).