Der Winterfahrplan der Zweitligisten

Bedingt durch die WM legt die 2. Liga mit der Rückrunde erst Ende Januar wieder los. So sind die Pläne der 18 Zweitligisten.

Ein Trainingslager in wärmeren Gefilden haben 15 der 18 Zweitligisten geplant.

Ein Trainingslager in wärmeren Gefilden haben 15 der 18 Zweitligisten geplant.

IMAGO/Zink

SV Darmstadt 98

Urlaub: 15.11. bis 4.12. und 19.12. bis 2.1. 
Trainingsauftakt: 5.12. und 3.1.
Trainingslager: 5.1. bis 15.1. in El Saler (Spanien)
Testspiele: 10.12. gegen SV Morlautern (13 Uhr), 17.12. gegen Young Boys Bern (18 Uhr), 21.1. gegen FC Wil (13 Uhr)

Hamburger SV

Urlaub: 21.11. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 2.1.
Trainingslager: in Planung
Testspiele: 18.11. bei Ventura County
Besonderes:
USA-Reise vom 13.11. bis 22.11.

1. FC Heidenheim

Urlaub: 16.11. bis 9.12. und 23.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 10.12. und 2.1. 
Trainingslager: 12.1. bis 22.1. in Algorfa (Spanien) 
Testspiele: 16.12. beim FC Augsburg (14 Uhr), 17.12. gegen Waldhof Mannheim (14 Uhr), 21.12. gegen FC Ingolstadt (14 Uhr)

1. FC Kaiserslautern

Urlaub: ab 12.11. 
Trainingsauftakt: 11.12., zuvor ab 5.12.: Leistungstests und individuelles Training 
Trainingslager: 3.1. bis 11.1. in Belek (Türkei) 
Testspiele: 16.12. gegen SV Wehen Wiesbaden (13.30 Uhr), Testspiele im Trainingslager noch offen

Hannover 96

Urlaub: 12.11. bis 27.11. und 10.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 28.11. und 2.1. 
Trainingslager: 7.1. bis 15.1. in Belek (Türkei) 
Testspiele: 2.12. gegen Hertha BSC und 9.12. beim SC Paderborn

SC Paderborn 07

Urlaub: 14.11. bis 4.12. sowie über Weihnachten und den Jahreswechsel 
Trainingsauftakt: 5.12. 
Trainingslager: 9.1. bis 18.1. in Alicante (Spanien) 
Testspiele: 9.12. gegen Hannover 96, 10.12. gegen VfL Osnabrück, 16.12. gegen VfL Bochum, 17.12. bei Rot-Weiss Essen, 7.1. gegen MSV Duisburg, 21.1. gegen Bielefeld, zwei weitere geplant

Fortuna Düsseldorf

Urlaub: 4.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 2.1. 
Trainingslager: 8.1. bis 15.1. in Marbella (Spanien) 
Testspiele: 19. 11., 15 Uhr: Teilnahme am “xotto-Cup” in Lohne (jeweils 45-minütiges Spiel gegen Arminia Bielefeld und Werder Bremen), 30.11. (16 Uhr, Paul-Janes-Stadion, Gegner noch offen), 6.1. gegen SV Meppen (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion), 20.1. Testspiel in Planung, weitere im Trainingslager geplant

Holstein Kiel

Urlaub: 14.11. bis 15.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 16.12. und 2.1.
Trainingslager: 8.1. bis 15.1. in Oliva Nova (Spanien)
Testspiele: zwei im Trainingslager und eines danach in Deutschland geplant

Hansa Rostock

Urlaub: 14.11. bis 4.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 5.12. und 2.1.
Trainingslager: 5.1. bis 15.1. in Belek (Türkei)
Testspiele: noch keine Angaben

SpVgg Greuther Fürth

Urlaub: 17.11. bis 3.12. und 22.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 4.12. (10.30 Uhr) und 2.1.
Trainingslager: 4.1. bis 12.1 in Belek (Türkei)
Testspiele: 9.12. gegen ATSV Erlangen, 15.12. beim FC Ingolstadt, 20.12. bei TSG Hoffenheim, weitere im Januar geplant

1. FC Nürnberg

Urlaub: 20.11. bis 11.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 12.12 und 2.1.
Trainingslager: 8.1 bis 15.1 in Belek (Türkei)
Testspiele: 7.1. gegen Aue, 21.1. bei Sparta Prag, weitere im Trainingslager geplant
Besonderes: Leistungsdiagnostik bis 18.11.

Jahn Regensburg

Urlaub: 13.11. bis 4.12. und kurz vor Weihnachten bis 2.1.
Trainingsauftakt: 5.12. und 3.1.
Trainingslager: noch offen
Testspiele: 16.12. gegen SV Ried, weitere geplant

Karlsruher SC

Urlaub: 13.11. bis 4.12.
Trainingsauftakt: 5.12.
Trainingslager: 13.1. bis 22.1. in Estepona (Spanien)
Testspiele: 9.12. bei Viktoria Köln (13 Uhr), 10.12. beim VfL Bochum (13 Uhr), 16.12. beim SC Freiburg (13.30 Uhr, 4-mal 30 Minuten)

Eintracht Braunschweig

Urlaub: 14.11. bis 27.11. und 15.12. bis 3.1.
Trainingsauftakt: 28.11. und 4.1.
Trainingslager: 15.1. bis 22.1 in Spanien (Ort noch offen)
Testspiele: 29.11 und 1.12. (Gegner, Ort noch offen), 7.12. bei Hertha BSC (13 Uhr), 13.12. gegen SC Verl (12 Uhr), 8.1. gegen Halleschen FC

FC St. Pauli

Urlaub: 19.11. bis 8.12.
Trainingsauftakt: 9.12.
Trainingslager: 2.1. bis 9.1. in Benidorm (Spanien)
Testspiele: 4.1. gegen Werder Bremen, weitere geplant

Arminia Bielefeld

Urlaub: 5.12. bis 2.1.
Trainingsauftakt: 3.1.
Trainingslager: 12.1. bis 19.1. in Benidorm (Spanien)
Testspiele: 19.11. Blitzturnier in Lohne gegen Werder Bremen (14 Uhr) und Fortuna Düsseldorf (15 Uhr), 7.1. gegen SC Verl (Ort offen), 11.1. bei Borussia Mönchengladbach, 21.1. beim SC Paderborn, zwei weitere im Trainingslager geplant

1. FC Magdeburg

Urlaub: 14.11. bis 11.12. und 24.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 13.12. (11 Uhr) (12.12.: Leistungsdiagnostik) und 2.1
Trainingslager: 4.1. bis 14.1. in der Türkei (Ort noch offen)
Testspiele: 21.12. (Gegner noch offen), weitere am 16./17.1. und 20./21.1. sowie im Trainingslager geplant

SV Sandhausen

Urlaub: 3.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 2.1.
Trainingslager: 10.1. bis 20.1. (Ort noch offen)
Testspiele: 20.11. beim FC Basel, 2.12. gegen Eintracht Frankfurt, 7.1. gegen TuS Mechtersheim, weitere geplant

DFL terminiert die Spieltage 20 bis 25: Zwei Topspiele mit dem HSV am Samstagabend

Die DFL hat die Spieltage 20 bis 25 in der 2. Bundesliga zeitgenau terminiert. Dabei muss der Hamburger SV bei zwei Topspielen jeweils am Samstagabend antreten. 

Robert Glatzel und der HSV müssen zweimal am Samstagabend ran.

Robert Glatzel und der HSV müssen zweimal am Samstagabend ran.

IMAGO/Claus Bergmann

Der 20. Spieltag der 2. Liga wartet mit einem Topspiel auf: Heidenheim, derzeit Tabellendritter, empfängt den Hamburger SV (2.). Die Partie der beiden Tabellennachbarn hat die DFL für den Samstagabend um 20.30 Uhr vorgesehen (11. Februar).

Zum Durchklicken

Auch das nächste Auswärtsspiel des HSV hat es in sich, das Gipfeltreffen bei Spitzenreiter SV Darmstadt 98 steht am 22. Spieltag an und wurde ebenfalls als Topspiel am 25. Februar auf den Samstagabend um 20.30 Uhr gelegt.

Niedersachsen-Derby am Samstagmittag

Das Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 geht am 25. Spieltag am Samstagmittag (18. März) um 13 Uhr über die Bühne.

“Gefährlicher” Trend: So viele Zweitliga-Herbstmeister stiegen auch auf

Der SV Darmstadt 98 spielt bis dato eine furiose Saison, gewann zehn seiner 16 Spiele in der 2. Liga. Mit dem 1:0 in Magdeburg machten die Lilien die Herbstmeisterschaft perfekt. Mehr als ein Fingerzeig mit Blick auf die Statistik – außer in der jüngeren Vergangenheit.

Zwei Beispiele, denen Darmstadt nicht nacheifern will: St. Pauli (li.) und der HSV (re.) verspielten in der Vergangenheit den Aufstieg trotz Herbstmeisterschaft.

Zwei Beispiele, denen Darmstadt nicht nacheifern will: St. Pauli (li.) und der HSV (re.) verspielten in der Vergangenheit den Aufstieg trotz Herbstmeisterschaft.

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Torsten Lieberknecht reitet mit dem SV Darmstadt 98 auf einer Welle des Erfolgs. Zehn Siege, fünf Remis, nur eine Niederlage, dazu stellen die Hessen die beste Abwehr der Liga (erst 14 Gegentore). Mit dem 1:0-Auswärtssieg bei Aufsteiger Magdeburg machten die Darmstädter die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga vorzeitig perfekt. Angesichts von bereits 35 gesammelten Punkten können die Verfolger HSV (31) und Heidenheim (30) den SVD am letzten Spieltag des Kalenderjahres am Wochenende, der gleichzeitig den Hinrundenabschluss darstellt, nicht mehr von Platz eins abfangen.

Doch welche Bedeutung hat die Herbstmeisterschaft eigentlich mit Blick auf die Geschichte der eingleisigen 2. Bundesliga? Betrachtet wird der Zeitraum ab der Saison 1981/82 – mit Ausnahme der Saison 1991/92 -, in dem sich 28 von 40 Herbstmeistern den Traum von der Bundesliga verwirklichten. Das sind starke 70 Prozent derer, die nach der Hälfte einer Saison vom Platz an der Sonne grüßten. Immerhin noch 40 Prozent der Herbstmeister (also 16 von 40) behaupteten auch am allerletzten Spieltag Rang eins.

Nur einer von sechs Herbstmeistern schaffte es zuletzt

Auch wenn Lieberknecht ohnehin andere Pläne hätte, werden sie in Darmstadt gerade mit Blick auf die jüngere Vergangenheit den Sekt noch nicht kalt gestellt haben. Denn: In den letzten sechs Spielzeiten stieg nur ein einziger Herbstmeister am Ende auch in die Bundesliga auf. Es handelt sich dabei um Arminia Bielefeld in der Saison 2019/20, die Herbstmeister wurden und sogar die begehrte Zweitliga-“Felge” nach oben strecken durften.

Herbstmeister St. Pauli (2021/22) stürzte auf Rang fünf ab, der HSV (2020/21 und 2018/19) noch auf Rang vier. Die Herbstmeister aus Kiel (2017/18) und Braunschweig (2016/17) scheiterten jeweils in der Relegation. Der BTSV (0:1, 0:1) musste sich wie im Jahr darauf Holstein Kiel (1:3, 0:1) dem VfL Wolfsburg beugen.

Den bis dato tiefsten Absturz erlebte die SpVgg Blau-Weiß 90 Berlin in der Saison 1988/89. Nach 19 von 38 Spieltagen grüßten die Berliner noch von Rang eins, ehe sie bis zum Saisonende auf Rang acht “durchgereicht” wurden. Fortuna Düsseldorf und Aufsteiger Homburg landeten stattdessen auf den Plätzen eins und zwei.

Kiels Abschluss der englischen Woche: “Die WM ist in der Kabine kein Thema”

Die anstehende WM spielt bei Holstein Kiel momentan (noch) keine Rolle. Die Störche fokussieren sich völlig auf das letzte Spiel in diesem Jahr gegen Hannover 96.

Aktives Coaching: Kiels Coach Marcel Rapp wird auch gegen Hannover mit vollem Engagement dabei sein.

Aktives Coaching: Kiels Coach Marcel Rapp wird auch gegen Hannover mit vollem Engagement dabei sein.

IMAGO/Eibner

Mit der Ausbeute aus den bisherigen zwei Spielen in der englischen Woche – dem 4:1 beim KSC folgte die Nullnummer bei St. Pauli – ist Marcel Rapp zufrieden, auch wenn seiner Meinung nach mehr drin gewesen wäre am Millerntor: “Die Chancen waren da, aber es gibt keinen Grund zu hadern”, konstatierte Kiels Coach auf der Pressekonferenz zum Spieltag am Donnerstag.

St. Pauli ist demnach abgehakt, der Blick mit voller Konzentration nach vorne gerichtet auf die letzte Partie dieses Jahres gegen den Nordrivalen aus Hannover. Wie fokussiert seine Schützlinge auf einen gelungenen Jahresabschluss sind, zeigt sich auch an der Tatsache, dass die bevorstehende Weltmeisterschaft in Katar zumindest aktuell kein Gesprächsstoff ist: “Die WM in der Kabine kein Thema, unser Fokus liegt auf der englischen Woche.”

Wir werden alles dransetzen, um oben dran zu bleiben.

Marcel Rapp

Gegen die Niedersachsen, gegen die die Störche in der vergangenen Saison punkt- und torlos geblieben sind (0:3 in Kiel, 0:2 in Hannover) kann Rapp auf einen unveränderten Kader zurückgreifen, er sieht sein Team gefestigt und weiß um eine aktuell “gute Balance”. Der 43-Jährige freut sich am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auf die “besonders gute Atmosphäre” unter Flutlicht und verspricht: “Wir werden alles dransetzen, um oben dran zu bleiben.”

Drei Punkte sollen es also sein gegen die 96er, eine Mannschaft mit einer “guten Struktur und einem guten Trainer”. Gelingt dies, würde man mit dann 27 Zählern nach Punkten gleichziehen mit dem aktuellen Tabellenvierten und zum erweiterten Verfolgerfeld zählen.

Wriedts Heimkehr mit gemischten Gefühlen

Kwasi Okyere Wriedt stand sinnbildlich für den Auftritt von Holstein auf St. Pauli: viele Ansätze waren gut, die Unzufriedenheit mit dem 0:0 hielt sich in Grenzen und doch blieb das Gefühl, dass am Dienstagabend mehr als der eine Zähler für die Kieler drin war.

Kwasi Okyere Wriedt spielte erstmals als Profi am Millerntor.

Kwasi Okyere Wriedt spielte erstmals als Profi am Millerntor.

IMAGO/Nordphoto

Für Kwasi Okyere Wriedt war die kurze Reise in die benachbarte Hansestadt eine besondere. Der 28-jährige Angreifer ist in Hamburg geboren, hat sechs Jahre in der Jugend des FC St. Pauli verbracht – und nun erstmals als Profi am Millerntor gespielt. “Für mich”, sagt er, “war es ein großer Spaß. Meine Familie war da, viele Freunde. Ein schöner Moment, hier spielen zu dürfen.”

Spielbericht

Dass dieser Moment noch schöner hätte sein können, verhehlt er nicht. “Wir sind gut ins Spiel gekommen und können in Führung gehen.” Wriedt selbst hatte auch die Möglichkeit. In vielen intensiven Duellen rieb er sich gegen Eric Smith auf, nach einer Stunde hatte er sich durchgesetzt, scheiterte aber an St. Paulis Keeper Nikola Vasilj und konstatiert: “Das Ergebnis tut ein bisschen weh.” Es sorgt aber auch dafür, dass Holstein Kurs hält.

Wir wollen 96 schlagen und mit 27 Punkten in die WM-Pause gehen.

Lewis Holtby

“Wahrscheinlich hätten wir noch vier Stunden spielen können und kein Tor erzielt”, sagt Lewis Holtby, reklamiert aber: “Die Art und Weise, wie wir gegen den Ball gearbeitet und streckenweise auch nach vorn gespielt haben, das ist das Gesicht, was wir zeigen wollen.” Auch zum Abschluss dieses erfolgreichen Kalenderjahres. In der Rückserie der Vorsaison war zunächst die Klettertour aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld geglückt, jetzt steht Holstein in Lauerstellung hinter der Spitzengruppe. Und kann Freitagabend gegen Hannover sogar ein Teil davon werden.

Bartels fordert einen “noch besseren Mix”

“Wir wollen 96 schlagen und mit 27 Punkten in die WM-Pause gehen”, gibt Holtby die Marschrichtung vor – die Störche würden nach Punkten dann zu den Niedersachsen aufschließen. Routinier Fin Bartels ahnt, dass für die Umsetzung des Ziels womöglich etwas mehr nötig ist als in Hamburg. “Uns erwartet eine ganz eklige Aufgabe. Wir müssen einen noch besseren Mix hinbekommen.” Auf St. Pauli stimmte das Gleichgewicht aus defensiver Verlässlichkeit und offensivem Schwung nur im ersten Durchgang. 

Sebastian Wolff

“Häufig unter Wert geschlagen”: Rapp warnt vor St. Pauli

Holstein Kiel gastiert im Nordduell beim FC St. Pauli. Zu den Kiez-Kickern, vor denen Trainer Marcel Rapp warnt, gibt es zahlreiche “Querverbindungen” – unter anderem die von Kwasi Okyere Wriedt.

Trotz St. Paulis Negativtrend warnte Marcel Rapp (l.) vor den Kiez-Kickern.

Trotz St. Paulis Negativtrend warnte Marcel Rapp (l.) vor den Kiez-Kickern.

IMAGO/Eibner

Auf die Niederlage im Verfolgerduell gegen Düsseldorf (1:2) zeigte Holstein Kiel am vergangenen Samstag beim 4:1 in Karlsruhe eine gelungene Reaktion. “Das war nahezu das perfekte Auswärtsspiel. So startet man gerne in die letzte Woche des Jahres”, wird Torschütze Fabian Reese in einer Pressemitteilung der Kieler zitiert. Lange beschäftigten sich die Spieler aber sicherlich nicht mit Erfolg, sondern richteten den Blick bereits auf das Nordduell beim FC St. Pauli.

Zu den Kiez-Kickern bestehen viele “Querverbindungen”. Vor allem für Kwasi Okyere Wriedt, der seit Januar diesen Jahres in Kiel unter Vertrag steht, ist es eine “besondere” Partie. Der Angreifer trug von 2009 bis 2015 das Trikot des kommenden Gegners (unter anderem erzielte er in 58 Spielen für die Zweitvertretung 14 Tore), der Sprung ins Profiteam blieb ihm aber verwehrt. Aus diesem Grund feiert er mehr als sieben Jahre nach seinem Abgang von St. Pauli auch erst sein Zweitliga-Debüt im Millerntor-Stadion.

Ich finde immer besser rein.

Kwasi Okyere Wriedt

Pünktlich zu diesem Anlass schnürte der Stürmer am Samstag erstmals im Bundesliga-Unterhaus einen Doppelpack. “Zu Saisonbeginn war es für mich durch die fehlende Vorbereitung schwierig, in die Mannschaft zu kommen. Jetzt finde ich immer besser rein”, so Wriedt.

Rechtzeitig um noch auf den WM-Zug aufzuspringen? Wriedt steht jedenfalls im 55er-Kader von Ghana, den Nationaltrainer Otto Addo der FIFA zukommen ließ. Sein bis dato letztes Länderspiel bestritt er am 5. Juni 2022 in der Afrika-Cup-Qualifikation – allerdings wurde er beim 1:1 gegen die Zentralafrikanische Republik erst vier Minuten vor dem Ende eingewechselt.

Schreiber ersetzt Dähne im Tor

Am Dienstag kann er nochmal gegen einen angeschlagenen Gegner (St. Pauli gewann wettbewerbsübergreifend nur eines der letzten zwölf Spiele) Eigenwerbung betreiben. Von der Negativserie der Braun-Weißen lässt sich die KSV aber nicht blenden. “Wir wissen schon, in welcher Tabellenregion St. Pauli ist. Aber wir sehen auch, wie St. Pauli Fußball spielt. Die Mannschaft hat sich häufig unter Wert geschlagen”, warnte Kiels Trainer Marcel Rapp auf der Pressekonferenz.

Ob er angesichts der Belastung rotiert, ließ der Trainer erst mal offen und verwies auf den Eindruck seiner Spieler im Training. Eine Personalie verkündete der 43-Jährige aber bereits: Obwohl die etatmäßige Nummer eins, Thomas Dähne, nach überstandenem Infekt bereits gegen den KSC wieder zur Verfügung stand, hütete Tim Schreiber das Tor – dies bleibt auch in den verbleibenden zwei Spielen vor der Winterpause so: “Er hat gut trainiert. Er hat es sich aus meiner Sicht verdient, da auch mal vier Spiele zu bekommen, um zu zeigen, was er auf dem Kasten hat. Dann ist Winterpause und dann werden wir wieder sehen”, so Rapp.