Arbeitssieg in Chemnitz: Behrens erlöst Union in der Verlängerung

Union Berlin mühte sich beim Regionalligisten Chemnitzer FC zum Sieg. Erst in der Verlängerung erzielte Joker Behrens den entscheidenden Treffer.

Kevin Behrens sorgte für die Entscheidung.

Kevin Behrens sorgte für die Entscheidung.

IMAGO/Matthias Koch

Der Chemnitzer Trainer Christian Tiffert setzte bei der Generalprobe vor dem Regionalliga-Saisonstart auf bewährtes Personal. Lediglich Rechtsverteidiger Berger gab sein Debüt für den CFC.

Union-Coach Urs Fischer setzte beim Pflichtspielstart auf zwei Neuzugänge. Awoniyi-Nachfolger Siebatcheu startete im Sturm und Haberer im zentralen Mittelfeld.

Trimmel und Knoche verpassen die Führung

Im Stadion an der Gellertstraße entwickelte sich die erwartete Partie: Die Berliner übernahmen sofort die Spielkontrolle und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Allerdings fiel den Gästen aus dem Spiel heraus gegen die engmaschige CFC-Defensive wenig ein, sodass sie nur nach Gießelmanns Standardsituationen Torgefahr ausstrahlten. Im Anschluss an einen Einwurf des Außenverteidigers verzog Trimmel nach starker Vorarbeit von Siebatcheu (14.). Nur zwei Minuten später scheiterte Knoche nach einem Eckball per Kopf an Jakubov.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte trauten sich die Hausherren mehr zu und spielten variabler – phasenweise presste der Regionalligist hoch. Damit hatte der Bundesligist, der mit hohen Bällen auf Siebatcheu zum Erfolg zu kommen wollte, sichtlich Probleme. Lediglich einmal stimmte in Durchgang eins die Präzision im Union-Passspiel und prompt wurde es gefährlich. Da Haberers Distanzschuss aber deutlich vorbeiflog, ging es torlos in die Pause (40.).

Siebatcheu kontert Müller

In den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff waren die Gastgeber das aktivere Team. Erst musste Trimmel vor dem einschussbereiten Brügmann klären (46.), anschließend tauchte Rönnow bei Roschers Schuss auf die kurze Ecke rechtzeitig ab (51.). Gut zehn Minuten später belohnte Chemnitz sich aber für den Auftritt in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Müller verwerte Pagliucas Freistoßflanke zur Führung (62.). Der große Jubel war noch gar nicht verflogen, als Siebatcheu nach der Vorlage des zuvor eingewechselten Voglsammer aus der Drehung ausglich (64.).

Union erhöht in der Schlussphase den Druck

DFB-Pokal 2022/23

Anschließend neutralisierten sich die beiden Mannschaften bis in die Schlussphase wieder – erst nach der Hereinnahme von Pantovic und Ryerson (79.) kreierten die Gäste Chancen. Nach Vorlage des Erstgenannten verpasste Schäfer per Kopf das 2:1 – Jakubov kratzte das Leder noch aus der Ecke (81.). Vier Minuten später wäre der Torwart aber machtlos gewesen: Trimmels Distanzschuss krachte an den Pfosten. Da der Schlussmann den anschließenden Schuss von Ryerson im Verbund mit Zickert abwehrte (85.), blieb es nach 90 Minuten beim 1:1. 

Nachdem der Regionalligist in der Schlussphase der regulären Spielzeit geschwommen hatte, machten sie es dem Favoriten in der Verlängerung erneut schwerer. Obwohl die Kräfte nachließen, schlossen sie immer noch rechtzeitig die Lücken, sodass sich Union in den ersten 15 Extra-Minuten keine nennenswerte Möglichkeit erspielte.

Joker Behrens sticht

Beim Wiederanpfiff ersetzte Behrens den erschöpften Siebatcheu, der notgedrungene Wechsel sollte sich noch auszahlen. Nachdem Trimmels Schlenzer am Tor vorbeizischte, sorgte sechs Minuten vor dem Ende ein Standard für die Entscheidung: Behrens wuchtete die Kugel ins Netz und versetzte den Gästeblock in Ekstase – es war die erste Hereingabe in der Verlängerung, die der CFC nicht verteidigen konnte. Weil die Sachsen keine Schlussoffensive entwickelten, mussten sie die knappe Niederlage hinnehmen.

Nun müssen sich die beiden Teams vor ihrem Liga-Auftakt schnell regenerieren: Chemnitz erwartet am Sonntag (13 Uhr) Tennis Borussia Berlin. Union empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Hertha zum prestigeträchtigen Derby.

Tore und Karten

1:0
Tob. Müller (62′, Kopfball, Pagliuca)

1:1
Siebatcheu (64′, Rechtsschuss, Voglsammer)

1:2
K. Behrens (114′, Kopfball, Trimmel)

Tore und Karten

1:0
Tob. Müller (62′, Kopfball, Pagliuca)

1:1
Siebatcheu (64′, Rechtsschuss, Voglsammer)

1:2
K. Behrens (114′, Kopfball, Trimmel)

Chemnitzer FC

Walther (102. )

1. FC Union Berlin

Schäfer (111. )


Chemnitzer FC

Chemnitz


Chemnitzer FC

Chemnitz

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


1. FC Union Berlin

Union


1. FC Union Berlin

Union

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Bastian Dankert

Bastian Dankert
Rostock

Schiedsrichter-Team

Bastian Dankert

Bastian Dankert
Rostock

Spielinfo


Stadion

Stadion – An der Gellertstraße

Spielinfo


Anstoß

01.08.2022, 18:01 Uhr


Stadion

Stadion – An der Gellertstraße Chemnitz


Eckenverhältnis

4:12

Die 2. DFB-Pokal-Runde wird erst im September ausgelost.

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

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Trailer: kicker History

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DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro