“Bundesliga wird sexy”: Was für einen echten Titelkampf spricht

“Was geht, Bundesliga?” – Endlich wieder Spannung 02.02.2023

“Bundesliga wird sexy”: Was für einen echten Titelkampf spricht

2:06Zur Saisonhalbzeit trennten die ersten sechs Mannschaften nur fünf Punkte. Die Bundesliga ist drauf und dran, wieder einen spannenden Titelkampf zu bekommen. Warum auch Vereine wie Freiburg oder Union Berlin zu Recht oben dran sind, das erklärt Sebastian Kneissl.

Fischer blickt auf das Mainz-Spiel: “Das ist vor allem in unseren Köpfen”

Im Jahr 2023 konnte Union Berlin vier von vier Pflichtspielen gewinnen. Die makellose Bilanz soll auch nach dem Heimauftritt gegen Mainz 05 erhalten bleiben.

Kann mit Union Tabellenführer werden, will davon aber nichts wissen: Urs Fischer.

Kann mit Union Tabellenführer werden, will davon aber nichts wissen: Urs Fischer.

IMAGO/Matthias Koch

Nach dem Wechseltheater um den Spanier Isco ist in Köpenick wieder Ruhe eingekehrt. Dafür sorgte auch die erfolgreiche DFB-Pokal-Partie des 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg (2:1).

Lieblingsgegner Mainz kommt

Nun rückt die Meisterschaft wieder in den Blickpunkt. Der 1. FSV Mainz 05 gehört zu den Lieblingsgegnern von Union. In der Bundesliga haben die Eisernen von sieben Vergleichen nur einen gegen die Nullfünfer verloren. Es sieht auch für Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Stadion An der Alten Försterei nicht gerade nach einem Auswärtsdreier aus.

Daheim ist Union seit 14 Bundesligapartien ungeschlagen. Und die weiße Weste trägt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer seit dem 24. Spieltag der Saison 2021/22, als Mainz mit 3:1 bezwungen werden konnte. Zu Hause gab es für Union gegen den FSV im Oberhaus auch noch keine Pleite (3:1, 4:0, 1:1).

Zumindest für eine Nacht winkt Platz eins

Mit einem Dreier kann Union zumindest für eine Nacht auf Platz eins springen. Spitzenreiter Bayern München müsste dann am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim VfL Wolfsburg nachziehen. Die Tabellenführung interessiert Fischer jedoch nicht. “In erster Linie geht es darum, ein gutes Spiel zu zeigen und die bestmögliche Leistung abzurufen. Wir spielen zu Hause und wollen die drei Punkte. Das ist vor allem in unseren Köpfen. Mich interessiert die Tabelle erst nach dem 34. Spieltag”, erklärte Fischer am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

In personeller Hinsicht stehen lediglich Mittelfeldmann Andras Schäfer (Fußverletzung) und Ersatz-Torwart Jakob Busk (erkrankt) derzeit nicht im Trainingsbetrieb. Fischer kündigte eine leichte Rotation an.

Denkbar ist, dass auf der rechten Außenverteidiger-Position das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel zwischen Kapitän Christopher Trimmel und Winter-Neuverpflichtung Josip Juranovic (Celtic Glasgow) fortgeführt wird. Diesmal wäre eigentlich wieder Trimmel dran.

19. Spieltag

Als linker Außenverteidiger dürfte Jerome Roussillon für Niko Gießelmann auflaufen, vorn im Angriff Kevin Behrens nach seinem Siegtor gegen Wolfsburg anstelle von Jordan Siebatcheu. Im Mittelfeld schaut es nach einem Startelf-Debüt von Aissa Laidouni aus, der nach seiner Einwechslung gegen Wolfsburg gute Kritiken bekam. Für ihn müsste wohl Paul Seguin weichen.

Einen Selbstläufer erwartet Fischer bei der Rückkehr des Ex-Unioners Marcus Ingvartsen derweil nicht. Fischer geht von einem “ganz engen und kampfbetonten Spiel” gegen Mainz aus. 

Matthias Koch

Svensson nach Rot gegen Bayern nur für den Pokal gesperrt

Der Mainzer Trainer Bo Svensson kann seine Mannschaft beim Bundesliga-Duell bei Union Berlin am Samstag betreuen. Der 43-Jährige wurde nach Rot gegen Bayern nur für den Pokal gesperrt.

Fehlt “nur” im Pokal: Der Mainzer Trainer Bo Svensson.

IMAGO/MIS

Der Mainzer Cheftrainer Bo Svensson hatte sich beim klar verlorenen Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern zu einer Beleidigung des Schiedsrichterteams hinreißen lassen und wurde deshalb mit einem Innenraumverbot für das nächste DFB-Pokalspiel belegt.

Dies teilte der DFB am Donnerstag mit.

Svensson hatte am Mittwoch in der 82. Minute des Achtelfinales zum Schiedsrichterassistenten gesagt, “seid ihr blind”. Referee Deniz Aytekin (Oberasbach) zeigte dem Dänen daraufhin die Rote Karte und ließ hernach wissen, dass “die Schiedsrichter nicht die Mülleimer der Nation” seien.

Mainzer Pokalaus gegen Bayern

Das Innenraumverbot beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff, hieß es in der Mitteilung des Verbands. Der Trainer darf sich in dieser Zeit weder im Innenraum noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten. Im gesamten Zeitraum darf er mit der Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten. Svensson hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Da die Mainzer im laufenden Pokal-Wettbewerb ausgeschieden sind, wird Svensson die Sperre erst bei seinem nächsten Pokaleinsatz absitzen. Aller Voraussicht nach also als Mainzer Coach in der 1. Pokalrunde im August 2023.

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Als Kehl für Freiburg in Dortmund traf – VfB historisch schlecht: Das bringt der 19. Spieltag

Am Freitag eröffnet der FC Augsburg den 19. Spieltag mit der Partie gegen Leverkusen und könnte eine historische Statistik ebenso vergessen machen wie der VfB Stuttgart tags darauf gegen Bremen. Außerdem im Fokus: die Topspiele in Dortmund und Wolfsburg sowie das erste Hertha-Spiel nach Fredi Bobic. 

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

Bongarts/Getty Images

Augsburgs Negativmarke gegen Leverkusen

An das Hinspiel in der Leverkusener BayArena hat der FC Augsburg beste Erinnerungen. Das 2:1 war der erste Sieg, den die Fuggerstädter im 23. Duell mit der Werkself feierten. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings: Zu Hause wartet Augsburg noch auf einen Sieg gegen Leverkusen (0/4/7). Kein anderes Team hat je ein anderes so oft empfangen, ohne auch nur ein einziges Mal gewonnen zu haben. 

Freiburger Einmaligkeit in Dortmunds Festung 

Ein einziges Mal, häufiger hat der SC Freiburg in Dortmund noch nicht gewonnen. Im Oktober 2001 war es ein 2:0, das den Sportclub mit drei Punkten zurück in den Breisgau fahren ließ. Unter den Torschützen damals: Sebastian Kehl, inzwischen Sportdirektor beim BVB, der bei den vergangenen 14 Heimspielen gegen Freiburg 40 von 42 möglichen Punkten geholt hat. 

Nach dem Bobic-Beben: Hertha ist in Frankfurt zu Gast


Fredi Bobic

Nicht mehr im Amt: Fredi Bobic.
IMAGO/RHR-Foto

Hertha BSC erlebt mal wieder turbulente Tage. Nach der Trennung von Fredi Bobic und der Rückkehr von Benjamin Weber und Andreas “Zecke” Neuendorf sind die Berliner bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Nach der Winterpause ist die SGE in spielerischer Hinsicht zwar noch nicht ins Rollen gekommen, trotzdem hat sie fünf Punkte aus den ersten drei Partien geholt. Gegen Hertha verlor Frankfurt ohnehin nur eines der jüngsten acht Duelle – das Heimspiel der Vorsaison (1:2). 

Unbesiegte Kölner gegen RB

7:1 gegen Bremen, 1:1 in München, 0:0 gegen Schalke: In diesem Jahr ist der 1. FC Köln noch ungeschlagen. Hat diese Serie selbst dann noch Bestand, wenn auch das Duell mit Leipzig hinter der Elf von Steffen Baumgart liegt? Von elf Spielen gegen RB gewann Köln nur zwei. 

Hoffenheims Durststrecke – und das Bochum-Omen 

Von den vergangenen acht Bundesligaspielen hat Hoffenheim kein einziges gewonnen. Aber, und das könnte der TSG Mut machen: In der Vorrunde trafen die Kraichgauer nach zehn Partien ohne Sieg auf den VfL Bochum und landeten mit einem 3:2 den Befreiungsschlag.


Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.

Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.
Getty Images

Die VfB-Flut und das Wiedersehen mit Werder

In den vergangenen 30 Heimspielen ist der VfB Stuttgart kein einziges Mal ohne Gegentreffer davongekommen – eine Negativserie, die es in knapp 60 Jahren Bundesliga noch nie gegeben hat. Letztmals spielten die Schwaben im April 2021 zu null, nun treffen sie erneut auf den damaligen Gegner: Werder Bremen, gegen das Stuttgart seit sechs Partien ungeschlagen ist. Ein gutes Omen, um die Gegentor-Flut nun zu beenden?

Schalke mit frischem Mut nach Mönchengladbach

Durch das 0:0 gegen Köln hat Schalke frischen Mut geschöpft, jetzt haben es die Königsblauen mit Borussia Mönchengladbach zu tun, einem Gegner, gegen den sie nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen haben. Um nun im Borussia-Park den dritten Saisonsieg einzufahren, setzt Schalke auch auf Eder Balanta, der am Deadline Day nach Gelsenkirchen gekommen ist.

Nach den Isco-Irrungen: Union trifft auf Mainz

Trotz der Isco-Irrungen hat Union Berlin am Dienstag die Eintrittskarte fürs Viertelfinale im DFB-Pokal gelöst. Nun treffen die Eisernen auf Mainz 05, peilen den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel des Jahres an und setzen dabei auf ihre Heimstärke: Von den jüngsten 41 Partien vor eigenem Publikum verlor Union nur zwei. 

Endet Bayerns 1:1-Serie gegen Wolfsburg?

1:1 in Leipzig, 1:1 gegen Köln, 1:1 gegen Frankfurt: Die ersten drei Bundesligaspiele des Jahres hat der FC Bayern nicht gewonnen, nun beschließen die Münchner den 19. Spieltag mit einer Partie gegen den VfL Wolfsburg und Ex-Trainer Niko Kovac. Dabei könnte Joao Cancelo zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Nach sechs Siegen in Folge haben die Niedersachsen zuletzt zwei Rückschläge hinnehmen müssen (jeweils 1:2 gegen Werder Bremen und im DFB-Pokal gegen Union Berlin). Auch die Bayern-Bilanz kann Wolfsburg nicht gerade Mut machen: Von 51 Duellen gewann der VfL nur vier, zuletzt gab es 15 Anläufe ohne Sieg.

Überblick: Die wichtigsten Transfers am “Deadline Day”

Welche Spieler sind am letzten Tag der Winter-Transferphase noch gewechselt? Eine Auswahl von der 1. bis zur 3. Liga – und auch international.

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

imago images (3)

BUNDESLIGA

Joao Cancelo (28): Von Manchester City zum FC Bayern München (Abwehr, Leihe)
Philipp Max (29): Von der PSV Eindhoven zu Eintracht Frankfurt (Abwehr, Leihe)
Renato Veiga (19):
Von Sporting Lissabon zum FC Augsburg (Mittelfeld)
Tolga Cigerci (30): Von Ankaragücü zu Hertha BSC (Mittelfeld)
Eder Balanta (29): Von Club Brügge zu Schalke 04 (Mittelfeld, Leihe)

2. BUNDESLIGA

Gustavo Puerta (19): Von Bayer 04 Leverkusen zum 1. FC Nürnberg (Mittelfeld, Leihe)
Filip Stojilkovic (23): Vom FC Sion zu Darmstadt 98 (Sturm)
Marcel Mehlem (27): Vom SC Paderborn zum SV Sandhausen (Mittelfeld)
Lukas Petkov (22): Vom FC Augsburg zur SpVgg Greuther Fürth (Mittelfeld, Leihe)
Budu Zivzivadze (28): Vom Fehervar FC zum Karlsruher SC (Sturm)
Nicolas de Preville (32): Zum 1. FC Kaiserslautern (Sturm, zuletzt vereinslos)

3. LIGA

Ben Bobzien (19): Vom 1. FSV Mainz 05 zur SV Elversberg (Sturm, Leihe)
Kevin Broll (27): Von Gornik Zabrze zu Dynamo Dresden (Tor)
Bruno Soares (34): Von HK Kopavogur zum SV Meppen (Abwehr)
Orhan Ademi (31): Von UTA Arad zum VfB Oldenburg (Sturm)

PREMIER LEAGUE

Enzo Fernandez (22): Von Benfica Lissabon zum FC Chelsea (Mittelfeld)
Marcel Sabitzer (28): Vom FC Bayern München zu Manchester United (Mittelfeld, Leihe)
Kamaldeen Sulemana (20): Von Stade Rennes zum FC Southampton (Sturm)
Keylor Navas (36): Von PSG zu Nottingham Forest (Tor, Leihe)
Felipe (33): Von Atletico Madrid zu Nottingham Forest (Abwehr)
Harry Souttar (24): Von Stoke City zu Leicester City (Abwehr)
Illya Zabarnyi (20): Von Dynamo Kiew zu AFC Bournemouth (Abwehr)
Sasa Lukic (26): Vom FC Turin zum FC Fulham (Mittelfeld)
Pedro Porro (23): Von Sporting Lissabon zu Tottenham Hotspur (Abwehr)
Naouirou Ahamada (20): Vom VfB Stuttgart zu Crystal Palace (Mittelfeld)
Jorginho (31): Vom FC Chelsea zum FC Arsenal (Mittelfeld)

LA LIGA

Matt Doherty (31): Von Tottenham Hotspur zu Atletico Madrid (Abwehr, Leihe)
Fernando Pacheco (30): Von Almeria zu Espanyol (Tor)
Haris Seferovic (30): Von Galatasaray zu Celta Vigo (Sturm, von Benfica weiterverliehen)
Jorge Meré (25): Von CF America zum FC Cadiz (Abwehr, Leihe)
Ayoze Perez (29): Von Leicester City zu Real Betis (Sturm, Leihe)
Denis Suarez (28): Von Celta Vigo zu Espanyol (Mittelfeld)

SERIE A

Luca Pellegrini (23): Von Eintracht Frankfurt zu Lazio Rom (Abwehr, von Juve weiterverliehen)
Diego Llorente (29): Von Leeds United zur AS Rom (Abwehr, Leihe)
Florian Thauvin (30): Zu Udinese Calcio (Mittelfeld, zuletzt vereinslos)
Antonin Barak (28): Von Hellas Verona zur AC Florenz (Mittelfeld)

ANDERE WICHTIGE DEALS

Angelo Fulgini (26): Vom 1. FSV Mainz 05 zu RC Lens (Mittelfeld, Leihe)
Hector Bellerin (27): Vom FC Barcelona zu Sporting Lissabon (Abwehr)
Thorgan Hazard (29): Von Borussia Dortmund zur PSV Eindhoven (Sturm, Leihe)
Kaan Ayhan (28): Von Sassuolo zu Galatasaray (Abwehr, Leihe)
Vitinha (22): Von Sporting Braga zu Olympique Marseille (Sturm)

Union kontert Leipzig-Tweet zu Isco – Fischers “Deadline Day”-Vorschlag

Am Ende eines turbulenten Tages stand Union Berlin im DFB-Pokal-Viertelfinale. Auch mit einem vorlauten Tweet von RB Leipzig gingen die Eisernen souverän um.

Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale: Nach dem Isco-Wirbel konnten Urs Fischer & Co. am Mittwochabend doch noch strahlen.

Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale: Nach dem Isco-Wirbel konnten Urs Fischer & Co. am Mittwochabend doch noch strahlen.

IMAGO/Nordphoto

Unverrichteter Dinge hatte Isco Berlin am Dienstag wieder verlassen müssen. Und falls er seinen geplatzten Wechsel zu Union bereute, dürfte es am Abend nicht besser geworden sein: Mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale demonstrierte sein Beinahe-Arbeitgeber, wie erstaunlich gefestigt er ist.

“Dass so ein Weltstar sich vorstellen kann, für Union Berlin zu spielen, das wäre eine geile Geschichte gewesen. Aber trotzdem haben wir eine geile Mannschaft”, sagte Rani Khedira nach dem späten 2:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg trotzig. Der “ereignisreiche Tag” habe auch die Mannschaft beschäftigt. Am Morgen habe sie erfahren, “dass er tatsächlich kommt, mittags dann, dass er doch nicht kommt”, so Khedira.

“Optimal, das muss ich schon sagen, war die Vorbereitung auf ein solch wichtiges Spiel wirklich nicht”, haderte auch Trainer Urs Fischer. Sein Team habe das Hin und Her um Isco zwar “gut weggesteckt”. Trotzdem hatte Fischer indirekt einen Vorschlag für kommende “Deadline Days”. “Muss man an diesem Tag spielen, wenn es der letzte Tag des Transferfensters ist?”, fragte er.

“Isco?” – “Tradition?”

Der gescheiterte Isco-Deal brachte Union viel Bedauern, aber auch Spott ein. Als die Berliner vor dem Achtelfinale ihre Aufstellung twitterten, schrieb der offizielle Account von RB Leipzig darunter: “Isco?” Was Union ebenfalls mit nur einem Wort konterte: “Tradition?” Auch andere Bundesligisten mischten sich daraufhin ein, der 1. FSV Mainz 05 etwa hinterließ drei Popcorn-Emojis.

Der vereinslose Isco hatte am Dienstag bereits den Medizincheck absolviert, ehe im letzten Moment finanzielle Unstimmigkeiten zwischen seiner Berateragentur und Union auftauchten. “Wir mussten feststellen, dass die vorher besprochenen Dinge von Seiten der Spieleragentur anders waren”, berichtete Sport-Geschäftsführer Oliver Ruhnert. “Nachdem die Änderungen heute da waren, haben wir gesagt: ‘Das geht so nicht.'”

Ruhnert erklärt den geplatzten Isco-Deal: “Das geht so nicht”

Was für viele lange wie ein Scherz klang, wurde plötzlich konkret und platzte spektakulär. Isco war schon in Berlin, um bei Union zu unterschreiben, doch reiste der ehemalige Real-Profi ohne Vertrag wieder ab. Geschäftsführer Oliver Ruhnert erklärte, was geschah.

Hat schon früh den Kontakt zu Isco gesucht: Geschäftsführer Oliver Ruhnert

Hat schon früh den Kontakt zu Isco gesucht: Geschäftsführer Oliver Ruhnert

picture alliance / contrastphoto

Die fast unglaubliche Story startete kurz vor Weihnachten, wie Ruhnert im Gespräch mit dem TV-Sender “Sky” vor dem Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg verriet, als Iscos Vertrag in Sevilla aufgelöst worden war. “Wir gehen da einfach mal rein und schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, aber das war erstmal nicht der Fall.”

Doch die Berliner hatten Blut geleckt und ließen nicht locker. “Dann haben wir nochmal nachgehakt. Es war ein Prozess und wir sind da drangeblieben und haben gedacht, dass das interessant sein kann. Es hat sich in den letzten zehn Tagen doch sehr intensiviert.”

Viele Fans dachten lange, dass es ein Scherz sei, dass Isco wirklich ein Kandidat bei den Eisernen sein könnte. Doch am Dienstag tauchte er dann tatsächlich zum Medizincheck in Berlin auf. Alles klar also? Mitnichten. “Das ist der Grund, warum wir Verträge nie verkünden, bevor sie nicht unterschrieben sind”, sagte Ruhnert dazu.

“Dann wurden nochmal Änderungen am Vertrag gewünscht”

Warum es nicht zur Unterschrift kam, erklärte Ruhnert ebenfalls: “Wir mussten feststellen, dass die vorher besprochenen Dinge von Seiten der Spieleragentur anders waren. Bevor man einen Medizincheck durchführt sind ja alle Dinge besprochen und waren für uns klar. Dann wurden nochmal Änderungen am Vertrag gewünscht.”

So wie das Paket ursprünglich geplant gewesen sei, wäre es für Union machbar gewesen. “Nachdem die Änderungen heute da waren, haben wir gesagt: ‘Das geht so nicht'”, erzählt der Geschäftsführer die missliche Situation vor Ort. “Dann war es für uns klar, dass wir sagen – auch wenn der Spieler schon da ist – dass wir uns nicht darauf einlassen, irgendwelche Dinge zu tun, die nicht zu uns passen.” Nur weil der Spieler vor Ort in Berlin und der öffentliche Druck da sei, wolle man die eigene Philosophie nicht verlassen.

“Das haben wir vorher noch nie gehabt”

Auch für Ruhnert war der Tag eine Premiere. “Das haben wir vorher noch nie gehabt”, gibt er zu. “Am Ende muss ja der Spieler entscheiden. Er war wahrscheinlich von anderen Voraussetzungen ausgegangen.”

Die “Bild” hatte Iscos Berater-Agentur Gestifute zitiert: “Wir mussten im Verlauf der Gespräche feststellen, dass unser Verhandlungspartner nicht mehr bereit war, sich in dem ursprünglich besprochenen Rahmen zu bewegen.”

Isco wurde beim FC Valencia ausgebildet und kam über den FC Malaga zu Real Madrid. Bei den Königlichen kam er zwischen 2013 und 2022 auf 353 Einsätze. Dabei brachte er es auf 53 Tore und 57 Vorlagen. Bis Dezember stand er vier Monate beim FC Sevilla unter Vertrag. Er wäre wohl Unions namhaftester Neuzugang der Klubgeschichte gewesen.

Union Berlins Isco-Deal im letzten Moment geplatzt

Alles schien bereit für den großen Transfer-Coup – doch jetzt bekommt der 1. FC Union Berlin Isco doch nicht. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld.

Zuletzt in Sevilla, derzeit vereinslos: Isco.

Zuletzt in Sevilla, derzeit vereinslos: Isco.

IMAGO/Shutterstock

“Wir hätten Isco gerne bei uns gesehen, aber wir haben unsere Grenzen”, sagte Union Berlins Sport-Geschäftsführer Oliver Ruhnert. “Diese wurden heute entgegen der vorherigen Vereinbarung überschritten, deshalb kommt der Transfer nicht zustande.”

Ähnliche Vorwürfe äußerte die Isco-Seite: “Wir mussten im Verlauf der Gespräche feststellen, dass unser Verhandlungspartner nicht mehr bereit war, sich in dem ursprünglich besprochenen Rahmen zu bewegen”, wird die Berater-Agentur des 30-jährigen Spaniers in der “Bild” zitiert. Ein Wechsel zu Union ist damit vom Tisch.

Der ehemalige Profi von Real Madrid hielt sich am Dienstag bereits in Berlin auf und hatte den Medizincheck absolviert. Doch bei der Klärung letzter Details konnten sich beide Seiten dann offensichtlich doch nicht einigen. Um 18 Uhr schließt das Transferfenster. Vereinslose Spieler können auch danach nicht mehr verpflichtet werden.

Auch Isco läuft die Zeit davon

Isco befindet sich seit dem Jahreswechsel auf Vereinssuche, nachdem sein Vertrag beim FC Sevilla aufgelöst worden war. Wohin es den 38-maligen Nationalspieler Spaniens nun zieht, ist derzeit unklar.

Isco wurde in Valencia ausgebildet, sein Stern ging schließlich beim FC Malaga auf. 2012 wurde der Kreativkopf als “Golden Boy” als bester U-21-Spieler Europas ausgezeichnet. Spätestens da hatte ihn Real Madrid auf dem Zettel, im Sommer 2013 lotsten die Königlichen ihn für 30 Millionen Euro in die spanische Hauptstadt.

Auch RB Leipzig, das in Christopher Nkunku und Dani Olmo noch einige Wochen auf zwei verletzte Offensivkräfte verzichten muss, war mit Isco zuletzt in Verbindung gebracht worden, dementierte in Person von Trainer Marco Rose am Dienstag aber, Interesse am Mittelfeldspieler gehegt zu haben.

pau, Jörn Petersen

Warum das DFB-Pokal-Achtelfinale auf zwei Wochen aufgeteilt ist

Die acht Partien des DFB-Pokal-Achtelfinals werden in diesem Jahr auf zwei Wochen verteilt ausgetragen. Eine Neuerung, die sich schon bald wieder ändert.

Zieht sich: Das DFB-Pokal-Achtelfinale findet in dieser Saison nicht nur an zwei Tagen statt.

Zieht sich: Das DFB-Pokal-Achtelfinale findet in dieser Saison nicht nur an zwei Tagen statt.

picture alliance/dpa

Nach der monatelangen Winterpause geht es im deutschen Profifußball plötzlich Schlag auf Schlag. Der englischen Woche in der Bundesliga folgen nun zwei Wochen mit DFB-Pokal-Spielen jeweils am Dienstag und Mittwoch. Doch warum sind es zwei?

Nachdem das Achtelfinale in den vergangenen Jahren stets in komprimierter Form zwischen zwei Bundesliga-Spieltagen ausgetragen wurde, gibt es 2023 an vier Abenden, die sich über zwei Wochen strecken, DFB-Pokal-Fußball. Das ist eine von mehreren Neuerungen, die sich zur Saison 2022/23 durch den neuen TV-Vertrag für diesen Wettbewerb ergeben haben.

Andere Wettbewerbe haben es dem DFB vorgemacht

Die Erhöhung der Anstoßzeiten – von vier auf acht – bietet Sponsoren mehr Präsenz und damit den übertragenden Sendern Mehreinnahmen, was wiederum zu einer “signifikanten Erlössteigerung” beim DFB und damit den teilnehmenden Klubs beiträgt. In dieser Saison erhalten die DFB-Pokal-Teams so viel Geld wie nie. Der DFB geht mit der Stückelung des Spieltags den Weg, den schon viele andere Ligen und Wettbewerbe in Europa in den vergangenen Jahren gegangen sind, etwa die Champions League.

Gewöhnen müssen sich Trainer und Fans in Deutschland an die Neuerung allerdings nicht – jedenfalls nicht in dieser Form. Eigentlich ist im neuen TV-Vertrag vorgesehen, dass das Viertel- und nicht das Achtelfinale auf vier Tage binnen zwei Wochen aufgesplittet wird. Weil die WM in Katar den Spielplan aber so durcheinanderwirbelte, dass das Achtelfinale anders als vorgesehen nicht mehr im alten Kalenderjahr stattfinden konnte, wurde ausnahmsweise das Achtelfinale gestreckt. Für das Viertelfinale sind 2023 nur zwei Tage vorgesehen (4./5. April).

Für die vier Teams, die bereits in der laufenden Woche das Viertelfinale erreichen, hat die Änderung auch zur Folge, dass sie länger als üblich auf ihren nächsten Gegner warten müssen. Die Runde der letzten acht wird erst ausgelost, wenn kommende Woche auch die restlichen vier Paarungen über die Bühne gegangen sind. Am 19. Februar werden die Lose gezogen – und damit 19 Tage nach dem ersten Achtelfinalspiel.

Union vor Transfer-Coup: Isco in Berlin gelandet

In der Bundesliga bahnt sich ein spektakulärer Wechsel an: Union Berlin steht vor der Verpflichtung von Isco.

Steht vor einem Wechsel in die Bundesliga: Isco.

Steht vor einem Wechsel in die Bundesliga: Isco.

IMAGO/AFLOSPORT

Ein Bericht von “Sky” deckt sich mit Informationen des kicker. Demnach ist der 30-jährige Isco inzwischen in Berlin gelandet und soll am Dienstag in Köpenick den Medizincheck bestreiten. Sollte dieser keine Auffälligkeiten ans Tageslicht bringen, dann stünde einer Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Wege. Im Raum steht eine Laufzeit bis 2024 mit Option für ein weiteres Jahr. Ablöse kostet der ehemalige Spieler von Real Madrid keine, da er seit dem 21. Dezember 2022 ohne Verein ist.

Isco wurde einst in Valencia ausgebildet, kam 2013 schließlich über den Umweg Malaga zu Real Madrid, wo er bis Sommer 2022 insgesamt 353 Spiele (53 Tore, 57 Vorlagen) verbuchte. Im vergangene Sommer zog er dann weiter zum FC Sevilla, wo er eigentlich einen Zweijahresvertrag unterzeichnet hatte – nach nur vier Monaten wurde dieser aber letztlich aufgelöst. Über die Gründe wurden offiziell keine Angaben gemacht, jedoch gab es Differenzen mit Sportdirektor Monchi.

Zum Stammspieler reichte es beim hochveranlagten Mittelfeldmann nicht, Titel sammelte er dennoch reichlich. Fünf Champions-League-Siege, vier Klub-Weltmeisterschaften, drei Meistertitel und ein Pokal finden sich in seiner Vita. Darüber hinaus gewann er mit der spanischen U 21 2013 die U-21-EM und wurde im selben Jahr als bester Nachwuchsspieler zum “Golden Boy” gewählt.

Trimmel widmete Derbysieg Isco

Gerüchte über einen etwaigen Wechsel des 38-maligen spanischen Nationalspielers gibt es schon seit einigen Tagen. Die wurden zuletzt sogar von Christopher Trimmel humoristisch begleitet. Nach dem 2:0 im Stadtduell bei Hertha BSC hatte der Union-Kapitän den Derbysieg dem Spanier gewidmet.

“Dieser Sieg ist für dich, Isco”, schrieb der Österreicher bei Instagram – und Isco reagierte mit einem Muskel-Emoji. Weitere Union-Spieler sprangen auf den Zug mit auf – ob sie da schon wussten, dass sie den 30-Jährigen wohl bald im Mannschaftstraining begrüßen dürfen?