Keine Polonaise im Bus: Sandhausen will wieder Sandhausen sein

Mit dem 2:1 in Bielefeld hat der SV Sandhausen einen erfolgreichen Jahresauftakt hingelegt. Nun treffen die Kurpfälzer im ersten Heimspiel auf den SV Darmstadt 98. Vor der Partie hebt Trainer Alois Schwartz die Geschlossenheit hervor, mit der die Lilien Fußball spielen – und fordert Selbiges von seinem eigenen Team.

Jubel auf der Alm: Christian Kinsombi (verdeckt) hat Sandhausen in Bielefeld in Führung gebracht.

Jubel auf der Alm: Christian Kinsombi (verdeckt) hat Sandhausen in Bielefeld in Führung gebracht.

IMAGO/Sven Simon

So schnell kann es gehen. Da war der SV Sandhausen über zwei Monate lang Tabellenletzter – und nach den ersten 90 Minuten im neuen Jahr stehen die Kurpfälzer plötzlich auf Rang 12. Ein Sprung, der der Mannschaft zwar ausgesprochen guttut, der sie allerdings nicht zu einer ausgelassenen Feier veranlasst hat. 

“Ruhig”, entgegnete SVS-Trainer Alois Schwartz, als er bei der Pressekonferenz vor dem Darmstadt-Spiel gefragt wurde, wie die Rückfahrt aus Bielefeld gewesen sei. “Wir haben nicht Polonaise durch den Bus getanzt”, sagte Schwartz – schließlich kann der Sieg bei der Arminia nur ein einzelner Schritt auf einem langen Weg gewesen sein. “Wir brauchen einen langen Atem”, betonte Sandhausens Trainer und schickte dann noch hinterher: “Es war nicht alles gut, aber wichtig war das Ergebnis, und das sollte uns Schwung geben.”

Wir haben immer als Mannschaft gearbeitet. Das hat den SV Sandhausen ausgezeichnet.

Alois Schwartz

Was Schwartz in Bielefeld nicht gefiel, war beispielsweise die Passivität nach dem Gegentreffer. Der SVS hatte zunächst ein 2:0 vorgelegt, geriet in der Phase nach dem Seitenwechsel aber ins Wanken. “Auf einmal ist die Mannschaft, die vorher gar keinen Ball hatte, die bessere Mannschaft”, sagte Schwartz und erklärte sich den Spielverlauf in erster Linie mit den zuvor fehlenden Erfolgserlebnissen. 

Wenn sein Team regelmäßig punkte, lasse es sich von Rückschlägen nicht mehr derart beeinflussen, meinte Schwartz – wohlwissend, dass es auch am Freitagabend gegen Darmstadt Rückschläge geben könnte. Die Lilien sind Tabellenführer und haben seit dem ersten Saisonspiel nicht mehr verloren, auf Sandhausen kommt also eine Herkulesaufgabe zu.  

Schwartz gefällt vor allem die Geschlossenheit, mit der Darmstadt auftritt – schließlich ist die Einheit auch das, was Sandhausen ausmacht. “Wir haben immer als Mannschaft gearbeitet”, betont Schwartz, “das hat den SV Sandhausen ausgezeichnet – und auf diesem Weg sind wir auch wieder.”

“Starke Mentalität”: Sandhausen verstärkt sich mit Mehlem

Kurz vor Transferschluss legt Sandhausen personell nochmal nach und leiht Marcel Mehlem vom SC Paderborn aus. 

Marcel Mehlem spielt bis zum Saisonende beim SV Sandhausen.

Marcel Mehlem spielt bis zum Saisonende beim SV Sandhausen.

IMAGO/Jan Huebner

Der SV Sandhausen hat sich am Deadline-Day mit dem Liga-Konkurrenten SC Paderborn auf ein Leihgeschäft geeinigt und verpflichtet Marcel Mehlem bis zum Saisonende. 

Mehlem ist nach Kerim Calhanoglu, Franck Evina, Raphael Framberger und Hamadi Al Ghaddioui bereits der fünfte Winterneuzugang des SV Sandhausen in der laufenden Saison 2022/23.

Der 27-jährige Mehlem wechselte im Sommer 2021 aus Belgien von Union Saint-Gilloise an die Pader und absolvierte für den SCP07 seither 35 Zweitliga-Spiele, in denen er einen Treffer erzielte. In der aktuellen Spielzeit kam der Mittelfeldspieler auf sieben Einsätze.

“Mehlem kennt die Liga und braucht keine Anpassungszeit”

“Die Leihe von ‘Cello’ ergab sich kurzfristig, sodass wir uns entschieden, mit ihm das zentrale Mittelfeld zu stärken”, wird Mikayil Kabaca, sportlicher Leiter des SV Sandhausen, auf der Vereinswebsite zitiert. “Mit Marcel haben wir einen Spieler gewonnen, der die Liga kennt und keine Anpassungszeit brauchen wird.”

“Ich kenne und schätze das Trainerteam Alois Schwartz und Dimi Moutas noch aus Karlsruher Zeiten. Ich möchte mit dem SVS eine erfolgreiche Rückrunde spielen, möglichst viel auf dem Platz sein und so helfen, dass wir das Saisonziel erreichen”, so Marcel Mehlem nach seiner Ankunft in Sandhausen.

Marcel zeichnen seine starke Mentalität und seine aggressive Spielweise aus.

Alois Schwartz

Die Sandhäuser kämpfen gegen den Abstieg, starteten aber mit einem enorm wichtigen 2:1-Erfolg bei Arminia Bielefeld in die Rückrunde und erklommen Tabellenplatz 12. Der Abstand zum neuen Tabellenletzten 1. FC Magdeburg beträgt aber nur zwei Zähler.

“Ich freue mich, dass wir einen zweitligaerfahrenen und im Zentrum flexibel einsetzbaren Spieler verpflichten konnten”, sagt SVS-Coach Alois Schwartz zum Neuzugang. “Marcel zeichnen seine starke Mentalität und seine aggressive Spielweise aus”, berichtet der Trainer von der gemeinsamen Zeit in Karlsruhe, wo Mehlem ausgebildet wurde.

Warum das DFB-Pokal-Achtelfinale auf zwei Wochen aufgeteilt ist

Die acht Partien des DFB-Pokal-Achtelfinals werden in diesem Jahr auf zwei Wochen verteilt ausgetragen. Eine Neuerung, die sich schon bald wieder ändert.

Zieht sich: Das DFB-Pokal-Achtelfinale findet in dieser Saison nicht nur an zwei Tagen statt.

Zieht sich: Das DFB-Pokal-Achtelfinale findet in dieser Saison nicht nur an zwei Tagen statt.

picture alliance/dpa

Nach der monatelangen Winterpause geht es im deutschen Profifußball plötzlich Schlag auf Schlag. Der englischen Woche in der Bundesliga folgen nun zwei Wochen mit DFB-Pokal-Spielen jeweils am Dienstag und Mittwoch. Doch warum sind es zwei?

Nachdem das Achtelfinale in den vergangenen Jahren stets in komprimierter Form zwischen zwei Bundesliga-Spieltagen ausgetragen wurde, gibt es 2023 an vier Abenden, die sich über zwei Wochen strecken, DFB-Pokal-Fußball. Das ist eine von mehreren Neuerungen, die sich zur Saison 2022/23 durch den neuen TV-Vertrag für diesen Wettbewerb ergeben haben.

Andere Wettbewerbe haben es dem DFB vorgemacht

Die Erhöhung der Anstoßzeiten – von vier auf acht – bietet Sponsoren mehr Präsenz und damit den übertragenden Sendern Mehreinnahmen, was wiederum zu einer “signifikanten Erlössteigerung” beim DFB und damit den teilnehmenden Klubs beiträgt. In dieser Saison erhalten die DFB-Pokal-Teams so viel Geld wie nie. Der DFB geht mit der Stückelung des Spieltags den Weg, den schon viele andere Ligen und Wettbewerbe in Europa in den vergangenen Jahren gegangen sind, etwa die Champions League.

Gewöhnen müssen sich Trainer und Fans in Deutschland an die Neuerung allerdings nicht – jedenfalls nicht in dieser Form. Eigentlich ist im neuen TV-Vertrag vorgesehen, dass das Viertel- und nicht das Achtelfinale auf vier Tage binnen zwei Wochen aufgesplittet wird. Weil die WM in Katar den Spielplan aber so durcheinanderwirbelte, dass das Achtelfinale anders als vorgesehen nicht mehr im alten Kalenderjahr stattfinden konnte, wurde ausnahmsweise das Achtelfinale gestreckt. Für das Viertelfinale sind 2023 nur zwei Tage vorgesehen (4./5. April).

Für die vier Teams, die bereits in der laufenden Woche das Viertelfinale erreichen, hat die Änderung auch zur Folge, dass sie länger als üblich auf ihren nächsten Gegner warten müssen. Die Runde der letzten acht wird erst ausgelost, wenn kommende Woche auch die restlichen vier Paarungen über die Bühne gegangen sind. Am 19. Februar werden die Lose gezogen – und damit 19 Tage nach dem ersten Achtelfinalspiel.

DFB-Pokal-Viertelfinale wird mit Verzögerung ausgelost

Das DFB-Pokal-Achtelfinale wird in diesem Jahr auf zwei Wochen aufgeteilt. Die Auslosung des Viertelfinals findet sogar erst deutlich danach statt.

Wer ist noch dabei, wenn das DFB-Pokal-Viertelfinale 2022/23 ausgelost wird?

Wer ist noch dabei, wenn das DFB-Pokal-Viertelfinale 2022/23 ausgelost wird?

Getty Images for DFB

An diesem Dienstag beginnt das DFB-Pokal-Achtelfinale, doch erst acht Tage später endet es: Anders als in den vergangenen Jahren wird die Runde der letzten 16 nicht an zwei, sondern an vier Spieltagen ausgetragen, und das noch gestreckt über zwei Wochen. Doch die Sieger der ersten Paarungen müssen sich nicht nur deswegen gedulden, bis sie ihren Gegner im Viertelfinale kennen.

Während der DFB die Duelle der jeweils folgenden Runde normalerweise am Sonntag nach dem Abschluss eines Pokalspieltags auslost, lässt er sich nach dem Achtelfinale 2022/23 ein wenig länger Zeit. Erst am Sonntag, 19. Februar, und damit elf Tage nach den letzten beiden Achtelfinals werden die vier Paarungen des Viertelfinals ausgelost.

Diesmal werden die Lose live im Rahmen der “Sportstudio Reportage” im ZDF gezogen, die von 17.10 Uhr bis 18 Uhr auf dem Programm steht. Moderator ist Sven Voss, eine “Losfee” hat der DFB bislang nicht bekanntgegeben. Der kicker bietet wie gewohnt einen LIVE!-Ticker zur Auslosung.

BVB parallel gegen Hertha gefordert

Rund um den Termin steigen an diesem Tag in der Bundesliga zwei Spiele: Ab 15.30 Uhr empfängt der 1. FC Union Berlin den FC Schalke 04, ab 17.30 Uhr begrüßt Borussia Dortmund Hertha BSC. Der BVB ist allerdings der einzige Klub aus diesem Quartett, der noch Chancen auf den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale hat und deshalb mit einem Auge auf die Auslosung blicken wird. Um 19.30 Uhr gastiert außerdem der 1. FSV Mainz 05 bei Bayer Leverkusen, das wie Union am Donnerstag zuvor in den K.-o.-Runden-Play-offs der Europa League gefordert ist.

Eile besteht in Sachen Auslosung ohnehin nicht. Das Viertelfinale findet erst am 4. und 5. April statt – und damit anders als das Achtelfinale nicht über zwei Wochen gestreckt. Ab der neuen Saison wird es genau umgekehrt sein. Dann sind für die acht Achtelfinals nur zwei, für die vier Viertelfinals dagegen vier Spieltage vorgesehen.

DFB-Pokal-Achtelfinale mit Novum – Drei Spiele im Free-TV

Erstmals gibt es im DFB-Pokal-Achtelfinale gleich vier Spieltage und sogar acht Anstoßzeiten. Drei der acht Begegnungen sind auch live im Free-TV zu sehen.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale kommt es zu interessanten Begegnungen.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale kommt es zu interessanten Begegnungen.

Getty Images for DFB

16 Mannschaften haben die zweite Runde überstanden und überwintern im DFB-Pokal. Das Achtelfinale zieht sich dann auf ungewohnte Weise in die Länge: Dass die acht Partien an vier unterschiedlichen Tagen über zwei Wochen zu acht unterschiedlichen Anstoßzeiten ausgetragen werden, ist ein Novum, das besonders auch den TV-Partnern zugutekommen soll.

Wer überträgt die Pokalspiele?

Gleich drei der ausgelosten Paarungen werden live im Free-TV übertragen. Am Mittwoch, 1. Februar (20.45 Uhr), zeigt die ARD das Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen Rekordpokalsieger FC Bayern München. Sechs Tage später, am 7. Februar um 20.45 Uhr, ist auch das Nachbarschaftsduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem Zweitligisten SV Darmstadt 98 live in der ARD zu sehen.

Auftakt in Paderborn – Leipzig nicht im Free-TV

Das ZDF darf sich am Mittwoch, 8. Februar (20.45 Uhr), live aus dem Ruhrgebiet melden: Der Sender überträgt das Bundesliga-Duell zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund. Pay-TV-Anbieter “Sky” hat wie immer alle acht Spiele im Programm, zeigt die übrigen fünf also exklusiv.

Dazu gehört der Auftritt des VfB Stuttgart bei Zweitliga-Aufstiegsaspirant SC Paderborn, der am Dienstag, 31. Januar (18 Uhr), das Achtelfinale eröffnet. Ab 20.45 Uhr empfängt an jenem Dienstag der 1. FC Union Berlin den VfL Wolfsburg. Am Tag danach trifft ab 18 Uhr Titelverteidiger RB Leipzig auf die TSG Hoffenheim.

Zweitligist SV Sandhausen und der SC Freiburg (7. Februar, 18 Uhr) sowie die Zweitligisten 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf (8. Februar, 18 Uhr) treffen erst in der Folgewoche aufeinander.

Grundsätzlich ist ab dieser Saison geplant, das Achtelfinale noch im alten Kalenderjahr auszuspielen und das Viertelfinale – die dann erste Runde im neuen Jahr – über vier Tage zu strecken. Wegen der Winter-WM in Katar gibt es aber eine Ausnahme. Das Viertelfinale ist 2023 erst am 4. und 5. April vorgesehen.

“Niemand zur Fashion Week”: In Sandhausen gibt’s keine Samthandschuhe mehr

Am Sonntag geht es für den SV Sandhausen zum ersten Mal in diesem Jahr um Punkte. Vor dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld hat Trainer Alois Schwartz die Zügel angezogen und personelle Konsequenzen gezogen. Der Hintergrund, wie Schwartz offenbarte: “disziplinarische Dinge”. 

Anderer Wind: Trainer Alois Schwartz (re.) hat die Zügel in Sandhausen angezogen.

Anderer Wind: Trainer Alois Schwartz (re.) hat die Zügel in Sandhausen angezogen.

IMAGO/NurPhoto

Disziplin: Es war vor allem dieses eine Wort, das bei der Pressekonferenz des SV Sandhausen vor der Partie auf der Bielefelder Alm immer wieder fiel. Dass Trainer Alois Schwartz in der Winterpause, wie er am Freitag selbst sagte, “die Zügel angezogen” hat, “um die Sinne zu schärfen” – das war das bestimmende Thema der Medienrunde. 

Zu Detailfragen wollte sich der 55-Jährige zwar nicht äußern (“Das bleibt intern”), sehr wohl sagte er aber: “Wir haben an disziplinarischen Dingen gearbeitet. Wir haben der Mannschaft die Prinzipien dargestellt, wie wir uns das vorstellen – auf dem Platz und außerhalb des Platzes.” 

Nach einer Hinrunde mit nur 16 Punkten soll in Sandhausen, das wurde am Freitag überdeutlich, von nun an ein anderer Wind wehen. Hierfür hat der Tabellenletzte mit Kerim Calhanoglu, Franck Evina, Raphael Framberger und Hamadi Al Ghaddioui nicht nur vier neue Spieler an den Hardtwald geholt – er hat auch im Spielerrat Änderungen vorgenommen. Künftig gehören Patrick Drewes, Dennis Diekmeier, Erik Zenga und David Kinsombi dem Gremium an, Immanuel Höhn und Aleksandr Zhirov sind außen vor. 

Die Mannschaft hat eingesehen, dass ein paar Dinge anders laufen sollten.

Alois Schwartz

“Sie haben es sehr, sehr positiv aufgenommen. Auch sie wissen ja um die Situation”, sagte Schwartz, sprach von “verständnisvollen Gesprächen” mit Höhn und Zhirov und führte in erster Linie die Hinrunde als Grund für die personellen Anpassungen an. “Nicht unbedingt toll” sei die bisherige Saison gewesen, gestand Schwartz, nannte das Binnenklima im weiteren Verlauf der Pressekonferenz “manchmal zu harmonisch” und sagte dann noch: “Die Mannschaft hat verstanden und eingesehen, dass ein paar Dinge anders laufen sollten.”

Als ein Reporter in Anspielung auf den Paris-Ausflug von Serge Gnabry mit einem Augenzwinkern wissen wollte, ob der neue Kurs bedeute, dass kein Spieler zur Fashion Week fliegen dürfe, entgegnete Schwartz mit einem Lachen: “Das steht ganz oben: Niemand zur Fashion Week!”

“Passende Statur”: Sandhausen verstärkt sich mit Al Ghaddioui

Schlusslicht SV Sandhausen rüstet im Abstiegskampf auf und hat mit Hamadi Al Ghaddioui einen erfahrenen Angreifer geholt.

Stürmte in der 2. Liga bereits für den VfB (hier ein Archivbild aus 2019) und Regensburg: Hamadi Al Ghaddioui (Mi.).

Stürmte in der 2. Liga bereits für den VfB (hier ein Archivbild aus 2019) und Regensburg: Hamadi Al Ghaddioui (Mi.).

imago images / Sportfoto Rudel

Al Ghaddioui ist in der 2. Liga kein Unbekannter, der Mittelstürmer ging nach drei Stationen in der 3. Liga ab Januar 2018 bis Juni 2019 für Jahn Regensburg auf Torejagd. Für die Oberpfälzer erzielte er in 38 Partien elf Treffer, ehe es ihn zum VfB Stuttgart zog. Mit den Schwaben, wo er ebenfalls seine Torgefährlichkeit zeigte (28 Spiele, acht Tore), sammelte er nach dem Aufstieg auch Bundesliga-Erfahrung (16 Spiele, zwei Tore).

Schwartz freut sich auf mehr Torgefahr

SVS-Coach Alois Schwartz ist von den Qualitäten des routinierten Marokkaners, der seinen Vertrag beim zyprischen Topklub Pafos FC nach acht Partien (ein Tor) aufgelöst hat, überzeugt: “Wir haben einen Stürmer für uns gewonnen, der mit seinen Toren einer Mannschaft helfen kann. Das hat Al Ghaddioui in den drei höchsten Ligen Deutschlands unter Beweis gestellt. Ich bin mir sicher, dass Hamadi auch uns helfen wird, das Ziel zu erreichen.”

Kabaca: “Letztes Puzzleteil”

Mikayil Kabaca, Sportlicher Leiter des SVS, freut sich über den “Spielertyp, den wir gesucht haben. Er hat die passende Statur und kennt die zweite Liga.” Mit dem “letzten Puzzleteil” seien die Kaderplanungen nun abgeschlossen.

Sandhausen-Boss Machmeier stärkt Trainer Schwartz den Rücken

Der SV Sandhausen ist Schlusslicht der 2. Liga. Präsident Jürgen Machmeier stärkte Trainer Alois Schwartz vor dem Rückrundenstart aber den Rücken.

SVS-Coach Alois Schwartz sitzt weiter fest im Sattel.

SVS-Coach Alois Schwartz sitzt weiter fest im Sattel.

IMAGO/Oliver Ruhnke

“Am Tabellenstand trägt Alois Schwartz keine Schuld”, sagte Machmeier in einem Interview mit der “Rhein-Neckar-Zeitung” klipp und klar. Deshalb stelle sich auch nicht die Frage, ob der SVS im Fall der Fälle mit Schwartz eine Etage tiefer gehen würde: “Wir werden die Klasse halten”, ist Machmeier überzeugt.

Vielmehr sei die sportlich unbefriedigende Hinrunde auf die vielen verletzten Stammspieler zurückzuführen. Von diesen werden die meisten zum Rückrundenstart am kommenden Sonntag bei Arminia Bielefeld (13.30 Uhr) wieder zur Verfügung stehen. Zudem wurden in der Winterpause laut Machmeier die richtigen personellen Veränderungen vorgenommen. Zwei Akteure, die den Teamspirit störten, haben den Verein verlassen, hinzu kamen Verstärkungen auf Positionen, die in der Hinrunde Probleme bereitet hatten.

“Halten die Augen offen” – Sandhausen sucht noch einen Stürmer

Um den Klassenerhalt noch zu realisieren, halten die SVS-Verantwortlichen allerdings weiter die Augen offen: “Wir sind noch auf der Suche nach einem weiteren Stürmer. Doch den Stürmer, den wir suchen, suchen zehn andere Vereine in der zweiten Liga auch”, sagte Machmeier.

Im Tabellenkeller der 2. Liga geht es sehr eng zu. Der Rückstand von Schlusslicht Sandhausen (16 Punkte) auf den Elften 1. FC Nürnberg (19 Punkte) beträgt nur drei Zähler. Der Auftakt hat es für die Kurpfälzer aber in sich: Bielefeld belegt mit nur einem Punkt mehr den Abstiegs-Relegationsrang 16. Unter der Woche darauf empfängt der SVS dann im Pokal-Achtelfinale den SC Freiburg (7. Februar, 18 Uhr), ehe es ein paar Tage später zur heimstarken Fortuna aus Düsseldorf geht (12. Februar, 13.30 Uhr). Mit dem Karlsruher SC (1. Februar, 13.30 Uhr) und dem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg (25. Februar, 13 Uhr) warten dann zwei weitere Gegner aus der gefährdeten Zone.