Schwartz' schwierige Stürmersuche

Der SV Sandhausen ist nach dem Pokalerfolg in Rehden am Freitag Gastgeber von Fortuna Düsseldorf. Trainer Alois Schwartz sucht noch einen Angreifer.

Sandhausens Chefcoach Alois Schwartz sucht noch einen Angreifer.

Sandhausens Chefcoach Alois Schwartz sucht noch einen Angreifer.

IMAGO/Eibner

Mit 4:0 beim Regionalligisten BSV SW Rehden zog der SVS jüngst in die 2. DFB-Pokalrunde ein. Am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wollen die Schwartz-Schützlinge in der Liga gegen Düsseldorf nachlegen. 

Verzichten muss der Chefcoach auf Arne Sicker (muskuläre Probleme) und Benedikt Grawe (Folgen einer Blinddarm-OP). Cebio Soukou ist nach überstandenen Knieproblemen indes wieder eine Option.

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Derweil ist Schwartz weiter auf der Suche nach einem Stürmer. “Das ist nicht so einfach”, sagte der Trainer am Mittwoch auf der Spieltagspressekonferenz. “Wir halten Augen und Ohren offen, und ich wünsche mir schon, dass wir noch einen Angreifer bekommen.”

Schwartz: “Ich habe die Qual der Wahl”

Ahmed Kutucu und Matej Pulkrab sind derzeit die etatmäßigen Stürmer im Aufgebot des SVS. Während Leihgabe Kutucu im DFB-Pokal in Rehden getroffen hatte, wartet sein tschechischer Teamkollege noch auf ein Erfolgserlebnis. Eine Tendenz für die Startformation ließe sich daraus nicht ableiten, sagte Schwartz. “Matej ist ein sehr fleißiger Spieler. Das gilt aber auch für Ahmed. Ich habe die Qual der Wahl.”

Schwarz sieht die Fortuna unter den Aufstiegsanwärtern

Düsseldorf, das mit zwei Punktspielsiegen in die Saison gestartet ist und auch im Pokal in Offenbach weiterzog, schätzt Schwartz stark ein: “Sie sind sehr eingespielt und haben eine gute Mischung im Team. Ich bin mir sicher, dass die Fortuna bis zum Ende um die begehrten Aufstiegsplätze mitspielen wird.”

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

Saison 1991/92: Ost-Teams, Spannung, Bayern-Krise

11.07.2022

Trailer: kicker History

24.06.2022

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DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro

Schwartz warnt vor Darmstadt: “Da müssen wir viel arbeiten”

Der SV Sandhausen ist mit einem durchaus unerwarteten 2:1-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger Bielefeld in die Saison gestartet. Entsprechend mit “breiter Brust” wollen die Kurpfälzer nun zum SV Darmstadt reisen.

Hat mit seiner Mannschaft viel in Darmstadt vor: Alois Schwartz.

Hat mit seiner Mannschaft viel in Darmstadt vor: Alois Schwartz.

picture alliance/dpa

Schon am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) tritt der SVS beim Vorjahres-Vierten, dem SV Darmstadt, an. Auch wenn die Sandhäuser für ein Ausrufzeichen am 1. Spieltag gesorgt haben und die Lilien in Regensburg als Verlierer vom Platz gegangen sind, ist Cheftrainer Alois Schwartz gewarnt. “Freitagabend, Böllenfalltor, ausverkauftes Haus, hitzige Stimmung, eine Top-Mannschaft, die vergangene Saison auf Rang vier abgeschlossen hat – da müssen wir viel arbeiten”, sagt der 55-Jährige, der für das zweite Punktspiel der Saison keine neuen Ausfälle zu beklagen hat (“Das ist sehr, sehr erfreulich”).

Zweifelsfrei mit “breiter Brust” könne seine Mannschaft die Reise ins nahe Südhessen antreten, so Schwartz. “Wir haben uns natürlich gefreut, so in die Saison rein zu starten. Vor allem hat mich die Art und Weise gefreut, wie wir aufgetreten sind, und die Mentalität, dass wir uns nach dem Gegentor nicht haben hängen lassen. Das spiegelt so ein bisschen die Rückrunde.”

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Genau an jene starke Rückserie – die letzten 17 Spiele der Saison betrachtet, ist der SVS auf Rang vier gelandet – konnte das Schwartz-Team beim Auftakt wieder anknüpfen. Trotzdem glaubt der Cheftrainer nicht, dass sich die Lilien vor den Gästen aus dem Hardtwald verstecken werden. Den Gegner erwartet er “sehr selbstbewusst und sehr offensiv”.