Nächste Zwangspause: Aranguiz fehlt Bayer “mittelfristig”

Hinter Charles Aranguiz liegen schmerzhafte zwölf Monate. Nun muss Bayer Leverkusen erneut auf den Chilenen verzichten.

Antreiber Charles Aranguiz wird Bayer Leverkusen die kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Antreiber Charles Aranguiz wird Bayer Leverkusen die kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen.

imago images/Chai v.d. Laage

Schon im Gipfeltreffen des 8. Spieltags am Sonntagnachmittag gegen Bayern München (1:5) hatte Aranguiz gefehlt, weil der Mittelfeldspieler sich im Abschlusstraining verletzt hatte. Am Dienstag gab die Werkself nun die Diagnose bekannt.

Demnach hat sich Aranguiz eine “Muskel-Sehnen-Verletzung” in der rechten Wade zugezogen, weshalb Bayer 04 “mittelfristig” auf den chilenischen Nationalspieler verzichten muss. Wie der Verein mitteilte, wird mit der Rückkehr von Aranguiz erst nach der Länderspielpause Mitte November gerechnet. Nach den letzten Spieltagen der jeweiligen Qualifikationsrunden für die WM 2022 in Katar in diesem Jahr nimmt die Bundesliga am Wochenende am 19. November wieder den Spielbetrieb auf. Leverkusen ist am Samstag vor eigenem Publikum gegen den VfL Bochum gefordert, gegen den Aufsteiger könnte Aranguiz also wieder sein Comeback feiern.

Aranguiz hatte bereits in der vergangenen Saison wegen Achillessehnenproblemen sowie eines Muskelfaserrisses in der Wade eine längere Pause einlegen müssen. Anschließend kam der für Bayer so wichtige Sechser in der Rückrunde 2020/21 nicht mehr wie gewohnt auf Touren. In den Partien der bisherigen Spielzeit konnte der 32-Jährige, der seit  Sommer 2015 für Bayer spielt (176 Bundesligaspiele, 13 Tore) – seine Leistung wieder stabilisieren und kam in seinen sechs Ligapartien auf eine kicker-Durchschnittsnote von 3,00.

Zwischen Bayer-Gala und Bayern-Debakel: Messis Bilanz gegen deutsche Vereine

Am Dienstag lernt Lionel Messi mit RB Leipzig einen neuen Verein kennen. Doch wie lief es für den ehemaligen Barça-Stürmer gegen deutsche Teams? Der Argentinier glänzte häufig – doch es gab auch zwei Debakel.

Viel Licht, aber auch Schatten: Lionel Messi gegen Bundesliga-Klubs.

Viel Licht, aber auch Schatten: Lionel Messi gegen Bundesliga-Klubs.

imago images/getty images

Der erste Scorerpunkt

Bayern? BVB? Leverkusen? Nein, das erste deutsche Team, das Lionel Messi in der Champions League kennenlernte, war Werder Bremen. Am 14. September 2005 wurde der Barça-Youngster an der Weser in der 66. Minute eingewechselt. “Ein Riesentalent betritt den Platz: Der 18-jährige Lionel Messi kommt für Giuly. In der Primera Division ist der Argentinier noch nicht spielberechtigt, darf aber in der Champions League ran”, hieß es damals im kicker-LIVE!-Ticker.

In der 77. Minute kam Messi nach einem Zweikampf mit Bremens Linksverteidiger Christian Schulz im Strafraum zu Fall, den Elfmeter verwandelte Ronaldinho gegen Keeper Andreas Reinke zum 2:0-Endstand. Elf Minuten benötigte der “Floh” also für seinen ersten Scorerpunkt gegen ein deutsches Team. 

Das erste Tor

16 weitere Duelle mit Bundesligisten sollten folgen, sein erstes Tor gelang ihm – gegen Bremen. Auch im Jahr darauf landete Barcelona mit Werder in der Gruppe, nach Puyols Eigentor (56.) wähnte sich die Schaaf-Elf im Vorrundenspiel schon am Ziel. Doch in der 89. Minute traf der erneut eingewechselte Messi nach Vorlage von Deco zum 1:1-Endstand.

Nun startete der Floh eine kleine Serie. Beim ersten Duell mit dem VfB Stuttgart (2. Spieltag 2007/08) traf er beim 2:0 ebenso wie beim “Bayern-Debüt” im Viertelfinal-Hinspiel 2008/09 beim 4:0 – sogar doppelt, dazu legte er gegen die Klinsmann-Elf noch ein Tor vor. 

Der Torrekord

Deutsche Klubs blieben Messis Metier, das bewies er beim Achtelfinalrückspiel gegen Stuttgart 2009/10 (4:0, zwei Tore) – und besonders im Achtelfinalrückspiel 2011/12 gegen Leverkusen. Schon im Hinspiel hatte er der Dutt-Elf beim 3:1 ein Tor eingeschenkt, im Rückspiel war er gar nicht mehr zu bändigen. Fünf Tore (!) steuerte er zum 7:1 im Camp Nou bei, keiner hat jemals mehr erzielt in einem Spiel der Königsklasse. 


Die Messi-Gala auf einen Blick.

Die Messi-Gala auf einen Blick.
imago images/HochZwei/International

Messis Borussia-Erfahrungen – und immer wieder Bayern

Messis schlechteste kicker-Note gegen deutsche Teams war bis dato eine 3,0 – doch in der Partie darauf setzte es eine 5. Im Halbfinalhinspiel 2012/13 gegen die Bayern blamierte sich Barça, Messi ging beim 0:4 allerdings angeschlagen in die Partie, beim 0:3 im Rückspiel kam er nicht zum Einsatz – und nahm zwei Jahre später Revanche. Beim 3:0 gegen die Münchner – wieder ein Halbfinalhinspiel – traf er doppelt und bereitete Neymars 3:0 vor. Unvergessen, wie er Jerome Boateng beim 2:0 mit einem Dribbling aus dem Gleichgewicht brachte.

Nachdem auch Borussia Mönchengladbach (ein Tor beim 4:0 im Gruppenspiel 2015/16) und Borussia Dortmund Messis Abschlussqualitäten endlich mal kennengelernt hatten (ein Tor und zwei Vorlagen beim 3:1 im Gruppenspiel 2019/20 nach einem 0:0 im ersten Duell), ging es in der selben Spielrunde im Viertelfinale gegen die Bayern. 2:8 – Messi, Suarez & Co. erhielten eine beispiellose Abreibung.

Es war die bislang letzte Partie Messis gegen eine deutsche Mannschaft. Nun folgt am Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) mit seinem neuen Team Paris St. Germain eine neue Erfahrung, gegen Leipzig. Mindestens einmal getroffen hat er bislang jedenfalls gegen jeden Bundesligisten …

Messis Bilanz im Überblick

Bilanz gegen Werder Bremen: Zwei Spiele – ein Sieg, ein Remis (ein Tor, eine Vorlage)

Bilanz gegen den VfB Stuttgart: Drei Spiele – zwei Siege, ein Remis (drei Tore, eine Vorlage)

Bilanz gegen Bayern München: sechs Spiele – zwei Siege, ein Remis, drei Niederlagen (vier Tore, zwei Vorlagen)

Bilanz gegen Bayer Leverkusen: drei Spiele – zwei Siege, ein Remis (sieben Tore, eine Vorlage)

Bilanz gegen Borussia Mönchengladbach: ein Spiel – ein Sieg (ein Tor)

Bilanz gegen Borussia Dortmund: zwei Spiele – ein Sieg, ein Remis (ein Tor, zwei Vorlagen)

DFL-Ausbildungsentschädigung: Auch Wirtz und Knauff sind dabei

A-Nationalspieler Florian Wirtz und U-21-Nationalspieler Ansgar Knauff sind die prominentesten Fälle, in denen deren einstige Amateurklubs Geld aus einem DFL-Topf erhalten. Die höchste Summe geht an Rot-Weiß Erfurt.

Vielversprechende junge Angreifer: Florian Wirtz (li.) und Ansgar Knauff.

Vielversprechende junge Angreifer: Florian Wirtz (li.) und Ansgar Knauff.

Wenn ein Lizenzspieler sein Bundesliga- oder Zweitligadebüt gibt, wird eine Ausbildungsentschädigung fällig, die die DFL an die Amateurklubs unterhalb der 3. Liga ausschüttet, in denen die Profis einst das Fußballspielen gelernt haben.

Für die Zeit zwischen dem 6. und 11. Geburtstag sind es 4200 Euro pro Jahr, vom 12. bis 21. Geburtstag 5400 Euro pro Spielzeit. Insgesamt schüttet die DFL diesmal für 61 Spieler, die 2020/21 ihren ersten Ligaeinsatz als Lizenzspieler absolvierten, über 1,7 Millionen Euro aus. Die Namensliste reicht von Shinta Appelkamp (Fortuna Düsseldorf) über Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) bis zu Björn Zempelin (Jahn Regensburg).

Der 18 Jahre alte A-Nationalspieler Wirtz wechselte schon im Kindesalter von Grün-Weiß Brauweiler in die Jugend des 1. FC Köln. Der Landesligist aus dem Rhein-Erft-Kreis, für den Wirtz von 2008 bis 2010 knapp zwei Jahre spielte, erhält nun knapp 8000 Euro. Der erste Bundesliga-Einsatz von U-21-Nationalspieler Ansgar Knauff für Borussia Dortmund kommt unter anderem der SVG Göttingen 07 zugute: Der Oberligist aus Niedersachsen, für den Knauff von 2006 bis 2015 aktiv war, wird mit 36.000 Euro honoriert, wie die DFL mitteilte.

Der höchste Betrag von mehr als 110.000 Euro geht an den FC Rot-Weiß Erfurt. Beim Oberligisten aus Thüringen spielten gleich drei Profis, die vergangene Saison als Lizenzspieler ihre Premiere in der Bundesliga oder 2. Liga feierten, früher in Juniorenteams: Ilia Gruev (2006 bis 2015) vom SV Werder Bremen, Tobias Kraulich (2014 bis 2018) vom FC Würzburger Kickers und Marvin Lee Rittmüller (2006 bis 2016) vom 1. FC Heidenheim 1846.

Das Honorierungssystem kam erstmals in der Saison 2017/18 zur Anwendung. Zunächst waren nur die fünf zurückliegenden Jahre ab Wirksamkeit des ersten Lizenzspielervertrages entscheidend, nach einer Reform werden alle Amateurklubs ab dem 6. Lebensjahr berücksichtigt. In Summe wurden seit 2017/18 knapp sieben Millionen Euro an ausgezahlt.

Michael Ebert

Gebeutelt ins Derby: Was Köln und Leverkusen besser machen müssen

0:5 gegen 1:5: Der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen treffen am Sonntag mit schmerzhaften Vorgeschichten aufeinander. Warum der FC seinen Weg wieder finden und Bayer nichts Grundsätzliches infrage stellen muss.

Lange Gesichter am Wochenende: Wie verkraften der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ihre Schlappen gegen Hoffenheim bzw. Bayern?

Lange Gesichter am Wochenende: Wie verkraften der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ihre Schlappen gegen Hoffenheim bzw. Bayern?

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Viel gemeinsam haben Bayer Leverkusen und der 1. FC Köln nicht, die gegenseitige Abneigung der Fan-Gruppierungen ist seit Jahrzehnten fest zementiert, und keiner gönnt dem anderen das Schwarze unter den Nägeln.

Vor der Partie am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) tun sich allerdings ein paar Gemeinsamkeiten auf, wenn auch eher traurige: Sowohl die Kölner als auch die Leverkusener stehen nach ihren Fünf-Tore-Pleiten regelrecht unter Schockstarre, man sucht nach Erklärungen für das eigentlich Unerklärliche und brennt auf Wiedergutmachung im nächsten Spiel.

Skhiri und Aranguiz fehlen wohl erneut

Für dieses Vorhaben hoffen beide Klubs, dass wichtige Akteure wieder fit werden. Das klappt bei zwei Schlüsselspielern dem Vernehmen nach schon mal nicht. Kölns Ellyes Skhiri wird wegen seiner im WM-Qualifikationsspiel in Mauretanien erlittenen Knieverletzung im Spiel gegen Leverkusen nicht zur Verfügung stehen. Sein Pendant auf der anderen Seite, Bayers Chilene Charles Aranguiz, fehlt mit ziemlicher Sicherheit ebenso, am Donnerstag im Europa-League-Spiel bei Real Betis ohnehin.

Hoffnung besteht bei den beiden anderen Sorgenkindern auf Kölner Seite, Dejan Ljubicic und Jonas Hector, die ihre Infektionen frühzeitig überwunden haben sollten. Lizenzspieler-Chef Thomas Kessler: “Wir müssen ihnen ein bisschen Zeit geben, aber ich gehe davon aus, dass sie in der Woche wieder mit der Mannschaft trainieren werden.”

Was wiederum auf der anderen Seite für Exequiel Palacios gilt. Der argentinische Mittelfeldspieler kam mit einer heftigen Erkältung vom internationalen Einsatz zurück, sein Trainer Gerardo Seoane zeigt sich verhalten optimistisch: “Wir müssen von Tag zu Tag schauen.”

Köln muss seinen Weg nicht ändern, sondern wieder finden

In Köln betreibt man seit dem Abpfiff in Sinsheim verbale Wiederaufbauarbeit. Die Analysen zur 0:5-Klatsche werden ergeben, dass der FC nichts an seinem Weg ändern muss, er muss ihn viel mehr wieder finden. Man lief den Hoffenheimern ja nicht ins offene Messer, weil man heillos offensiv anrannte. Sondern weil die Struktur der Mannschaft viel zu früh bröckelte. Nicht Übermut stoppte den FC, es war vielmehr fehlender Mut sowie durchgehend das Problem, die richtigen Räume zu besetzen, das letztlich zur Pleite führte.

Dies soll sich tunlichst so nicht wiederholen. Weshalb gegen Bayer mit einer Doppelsechs zu rechnen ist, die der Werkself das Zentrum versperren und das Spielfeld um das eigene Tor herum so eng wie möglich halten soll, um Bayers Sprintern keine Halbräume anzubieten. Das 4-2-3-1 ist für Trainer Steffen Baumgart kein fremdes System. Mit Salih Özcan (den er in Sinsheim besser sah als viele Kritiker) als defensivem Part vor der Kette und Ljubicic als kreativem Box-to-Box-Spieler verfügt der FC über zwei Sechser, die diese Rolle ausfüllen können.

Bayer kann aufgrund der internationalen Verpflichtung solche Planungen noch nicht angehen, mit Betis wartet ein unangenehmer Gastgeber, der wie die Werkself seine ersten beiden Spiele gewonnen hat. Auch in Leverkusen wird nach dem 1:5 gegen Bayern nichts grundsätzlich in Frage gestellt, allerdings wird der Trainer seiner Mannschaft vor Augen führen, wie wertvoll Struktur, Kompaktheit, aggressives Durchverteidigen mit Absicherung und die passende Zuordnung zum Gegenspieler grundsätzlich sind. Klar ist: Fehlen diese defensiven Komponenten, wird es auch gegen den 1. FC Köln schwer.

Frank Lußem

Seoane: “Uns war klar, dass es einen Unterschied zwischen Bayer und Bayern gibt”

Am Ende war es kein Spiel auf Augenhöhe. Da waren sich die Leverkusener nach dem deutlichen 1:5 gegen den FC Bayern einig. Woran es lag? Da gab es unterschiedliche Erklärungsansätze, aber auch Einigkeit.

Das war deutlich: Gerardo Seoane ging mit Bayer baden.

Das war deutlich: Gerardo Seoane ging mit Bayer baden.

imago images/ActionPictures

“Selbstverständlich haben wir den Anspruch, dass wir in einem Heimspiel Bayern oder Dortmund Paroli bieten, aber es gibt einen Kräfteunterschied”, sagte Bayer-Coach Gerardo Seoane nach der Schlappe gegen den FC Bayern bei “DAZN” und betonte. “Uns war immer klar, dass es einen Unterschied zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München gibt. Die eine Mannschaft zählt zu den Top 5 in Europa, hat jedes Jahr den Anspruch, die Champions League zu gewinnen. Da stufen wir uns anders ein.”

Dass es beim 1:5 aber so deutlich war, das dürfte dem ein oder anderen dann doch sauer aufgestoßen sein. So auch Lukas Hradecky, dem der Frust nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben stand. “Wir haben diese Volles-Stadion-Stimmung nicht verdient”, stellte der Torhüter bei “DAZN” fest und führte aus: “Das erste Tor hat uns aus der Spur gebracht, dann drei Tore in den letzten sieben, acht Minuten. In der Halbzeit war das Spiel für uns schon beendet.”

Woran es lag? Das wusste der Finne nicht so recht zu erklären, allerdings schien er mit der Einstellung seiner Mitspieler nicht ganz so zufrieden. “Jeder muss sich selber fragen, wie er an das Spiel rangegangen ist. Ob er sich so fühlt, dass er alles gegeben hat. Das sind die Fragen, die wir uns stellen müssen.” Differenzierter fiel indes die Analyse von Jonathan Tah aus. “Wir waren nicht wach genug, nicht bissig genug. Wir wollten mutig und aggressiv spielen, das haben wir am Anfang nicht hinbekommen. Dann sind die ins Rollen gekommen, was uns zusätzlich verunsichert hat.”

Dann gab es sieben wahnsinnige Minuten, in denen Bayern uns klar aufgezeigt haben, wieso sie die beste Mannschaft Deutschlands sind.

Gerardo Seoane

Ähnlich hatte es Seoane gesehen. “Die erste Halbzeit war natürlich brutal”, stellte der Schweizer fest und nannte den frühen Rückstand als eine der Ursachen für die klare Niederlage. “Das hat die junge Mannschaft nicht so schnell verkraftet. Dann gab es sieben wahnsinnige Minuten, in denen Bayern uns klar aufgezeigt haben, wieso sie die beste Mannschaft Deutschlands sind.”


Lukas Hradecky

Musste gegen Bayern fünfmal hinter sich greifen: Lukas Hradecky.
imago images/Uwe Kraft

Positive Dinge in Hälfte zwei

Der Rückstand sei aber nicht allein verantwortlich gewesen, auch “jugendlicher Wahnsinn” wäre zu nennen, der dazu geführt habe, “dass wir nach dem frühen Rückstand mehr nach vorne machen wollten.”

In Kombination mit der äußerst offensiven Ausrichtung im zentralen Mittelfeld, die den Ausfällen von Charles Aranguiz (Wadenprobleme) und Exequiel Palacios (Erkältung) geschuldet war, ein teurer Wahnsinn, wie sich herausstellte. “Wir hatten auf dem Platz keinen richtig defensiven Sechser zur Verfügung – und das hat man gespürt. Dass die Bayern im Rücken der zwei Sechser immer den freien Mann gefunden haben, hat uns enorme Probleme bereitet”, stellte Seoane fest.

Der Schweizer ließ keinen Zweifel daran, dass die Niederlage verdient war. “Selbstkritisch müssen wir einfach zugeben, dass wir heute nicht auf der Höhe waren – vor allem in der ersten Halbzeit. Wir haben es nicht hinbekommen, griffig zu sein, es taktisch korrekt zu lösen, aber auch das Spiel mit Emotionen zu füllen.” Dennoch wertete er die Leistung nach dem Seitenwechsel positiv. “In der zweiten Halbzeit habe ich eine Tendenz nach oben gesehen. Das war positiver.”

Was bleibt? Mund abputzen und weitermachen, oder wie es Tah formulierte: “Wir verlieren zusammen, wir gewinnen zusammen. Die letzten Wochen habe uns genug mentale Stärke gegeben, um dieses Spiel zu überstehen, daraus zu lernen und im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zu zeigen.”

Ruthless Bayern obliterate Leverkusen in top of the table clash

Devastating Bayern go top of the Bundesliga as they blew Bayer Leverkusen away with five first half goals.

Coming into this game both teams had almost identical records with only goal difference separating the division’s two highest scorers in second and third. Both managers knew a win would take their side to the summit of the league.

And it was the visitors that struck first. Robert Lewandowski ended his longest goal drought since November to break the deadlock after four minutes with a sublime aerial backheel inside the box courtesy of a perfectly weighted Dayot Upamecano cross.

Bundesliga

Lucas Hernandez appeals six month prison sentence

13/10/2021 AT 14:41

On the half hour mark Lewandowski took his goal tally to nine for the season with a composed finish inside the box, completing a Bayern move that started at the back and cut through the Leverkusen team with pace and precision.

The flood gates then opened as within five minutes the visitors added three more goals. First Thomas Müller deflected the ball past Lukáš Hrádecky from a corner. Then Serge Gnabry grabbed a quickfire double as his pace and clinical finishing skills proved too much for the Leverkusen defence.

The second half saw both managers make a collection of changes, no doubt conscious of their European commitments next week.

But Bayer Leverkusen got a consolation goal back on 55 minutes, when Patrik Schick latched on to a Florian Wirtz through ball. The Czech showed his strength and eye for goal as he slotted the ball past Manuel Neuer.

As the match wore on there was a clear drop off intensity as the game was well and truly put to bed in the first half.

Next up for Bayer is a trip to Spain as they continue their Europa League journey against Real Betis before returning to league action against Köln. While Bayern take on Benfica in the Champions League and then host Hoffenheim.

TALKING POINT – HUNGRY BAYERN SHOW THEIR DISCIPLINE

Much is made of how Bayern run riot in front of goal with their attacking style of play, but today was a master class in how they remained compact and difficult to break down. Coming up against a Leverkusen side that have been free flowing with 20 goals this season, they identified the threat and ensured space was impossible to come by, leaving key players like Schick and Wirtz starved of service.

MAN OF THE MATCH – ROBERT LEWANDOWSKI (BAYERN MUNICH)

It’s hard to believe that the Pole hadn’t scored in his last two league games. But today he set the tone for how the match was going to be played out with the timings of his goals. The fans inside the BayArena were silenced after only four minutes when he broke the deadlock and his second on the half hour mark was the catalyst for the next three in quick succession.

PLAYER RATINGS:

Bayer Leverkusen: Hrádecky 6 , Frimpong 6, Kossounou 6, Tah 6, Bakker 6, Amiri 6, Demirbay 6, Diaby 6, Wirtz 6, Sampaio Filho 6, Schick 6

Bayern Munich: Neuer 7, Hernandez 7, Upamecano 7, Süle 7, Davies 7, Kimmich 8, Goretzka 7, Sané 7, Müller 7, Gnabry 8, Lewandowski 9

KEY MOMENTS:

4’ – GOAL! 1-0 Bayern Munich (Lewandowski) – It’s that man Lewandowski with a pure striker’s instinct to produce a cheeky back heel as the ball was behind him. What a start!

30’ – GOAL! 2-0 Bayern Munich (Lewandowski) – The Polish striker completes a simply brilliant piece of attacking play. Starting from the back they broke forward with Sane, who slipped Davies in. The Canadian then moves the ball onto Lewandowski who tucks his shot home to double the Bavarians lead

34’ – GOAL! 3-0 Bayern Munich (Müller) – It’s falling apart for the hosts as Müller deflects the ball past Hrádecky to take control of this game

35’ – GOAL! 4-0 Bayern Munich (Gnabry) – There must be only seconds between the third and fourth goal. Gnabry’s perfectly timed run gave him time to slip the ball into the back of the Leverkusen net

38’ – GOAL! 5-0 Bayern Munich (Gnabry) – It’s a master class from Bayern as they rip through Leverkusen. Gnabry links up with Goretzka as he breezes into the box for a simple tap in It’s a master class from Bayern as they rip through Leverkusen. Gnabry links up with Goretzka as he breezes into the box for a simple tap in

55’ – GOAL! 5-1 Bayer Leverkusen (Schick) – The hosts have pulled a goal back through Schick who timed his run well and produces a neat finish. Wirtz once again involved with another Leverkusen goal as he provided the through ball to send the Czech through on goal

KEY STATS:

  • Bayern are now officially the leagues most deadly side in front of goal with 29 goals after only eight games

Bundesliga

Bayern suffer shock loss to Frankfurt for first home defeat in Bundesliga since 2019

03/10/2021 AT 15:12

Champions League

Lewandowski double leads Bayern to another big win

29/09/2021 AT 18:13

Bayer Leverkusen v Bayern Munich – LIVE

Follow the Bundesliga live Football match between Bayer 04 Leverkusen and FC Bayern Munich with Eurosport. The match starts at 15:30 on 17 October 2021.
Who will come out on top in the battle of the managers: Gerardo Seoane or Julian Nagelsmann? Find out by following our live matchcast.

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Bayer-Coach Seoane fordert gegen Bayern “Mut und Aggressivität”

Bayer Leverkusen sieht sich selbst als Topteam, diesen Anspruch will 04-Trainer Gerardo Seoane gegen die Bayern unterstreichen. Der Schweizer kann dabei auch auf seine Südamerika-Fraktion zählen.

Bayer-Leverkusen sieht sein Team für das Gipfeltreffen gegen die Bayern gerüstet.

Bayer-Leverkusen sieht sein Team für das Gipfeltreffen gegen die Bayern gerüstet.

imago images/RHR-Foto

“Wir stellen an uns den Anspruch, gegen die Topmannschaften bestehen zu können”, sagte Seoane am Freitag auf der Pressekonferenz zum Gipfeltreffen am Sonntagnachmittag in der BayArena (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Die bisher einzige Saisonniederlage musste die Werkself am 4. Spieltag mit dem 3:4 gegen Borussia Dortmund hinnehmen.  “Das wollen wir dieses Mal besser machen”, fordert der Schweizer, der zudem gute Chancen sieht, den Bayern ein Bein zu stellen.

“Beide sind Spieler mit extrem hohen Offensivpotenzial, beide sind technisch sehr begabt, beide treffen gute Entscheidungen im letzten Drittel und sind damit sehr torgefährlich.”

Gerardo Seoane über Florian Wirtz und Jamal Musiala

“Wir wissen, dass wir gegen die stärkste Mannschaft in Deutschland spielen”, sagte Seoane und fügte an: “Wir wissen, dass wir an einem guten Tag eine gute Leistung bringen und ein positives Resultat machen können.” Zuversicht für ein positives Ergebnis zieht Seoane aus dem bisherigen Saisonstart. “Wir sind zufrieden, die Mannschaft hat eine gute Entwicklung hingelegt”, sagte er. Die Partie gegen die Bayern – die zu seiner großen Freude vor ausverkauftem Haus über die Bühne gehen wird – sei für ihn “sehr willkommen, um zu sehen, wo wir stehen, wo wir uns noch verbessern können”. Doch überbewerten will er das Gipfeltreffen auf der anderen Seite nicht: “Ich bin nicht der Meinung, dass ein einziges Spiel ein Wendepunkt in der Entwicklung einer Mannschaft sein kann – egal wie das Spiel am Sonntag ausgeht.”

Um nicht wie gegen Dortmund den Platz als Verlierer verlassen zu müssen, verlangt Seoane von seinen Spielern einen Spagat. Auf der einen Seite fordert er “Mut und Aggressivität, um gegen die Bayern hoch zu pressen”. Auf der anderen Seite “wird es aber auch das Verständnis brauchen, um tief zu verteidigen”.

Südamerika-Trio trifft rechtzeitig ein – Tapsoba wieder im Training.

Dabei kann Seoane bis auf die Langzeitverletzten auf seinen kompletten Kader zählen. Die Südamerika-Fraktion mit Exequiel Palacios und Lucas Alario (beide Argentinien) sowie Piero Hincapie (Ecuador) wird nach ihren Länderspieleinsätzen wieder rechtzeitig in Leverkusen zurückerwartet. Wobei mit Hincapies Eintreffen wohl erst am Samstagnachmittag zu rechnen sein wird. Im Kader wird auch erstmals nach seiner schweren Verletzung (Syndesmoseriss) wieder Edmond Tapsoba stehen. Ein Einsatz des Innenverteidigers ist aber noch ungewiss.

“Noch kein austrainierter Athlet”: Nagelsmann vergleicht Musiala und Wirtz

Im Spitzenspiel der Bundesliga treffen auch zwei der größten deutschen Talente aufeinander. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann erklärte einen Unterschied.

Hält große Stücke auf zwei hochtalentierte 18-Jährige: Julian Nagelsmann (re.).

Hält große Stücke auf zwei hochtalentierte 18-Jährige: Julian Nagelsmann (re.).

“Nur zu zweit werden sie aber auch nichts wuppen”, räumte Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel ein, nachdem auch er sich dazu verleiten lassen hatte, Jamal Musiala und Florian Wirtz zumindest zu einem “Teil der Zukunft des deutschen Fußballs” zu erklären.

Leverkusen gegen Bayern, das wird am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auch den direkten Vergleich der beiden 18-Jährigen bedeuten, auf die gerade ganz Fußballdeutschland äugt. Oder? Angesichts von vier Toren und fünf Vorlagen in gerade einmal sechs Bundesliga-Einsätzen 2021/22 hob Nagelsmann die Statistiken des Florian Wirtz hervor – “aber er hat mehr Spielzeit als Jamal, das kann man nicht vergleichen”. Wird Musiala im Duell Erster gegen Zweiter also zuschauen müssen?

“Am Ende kannst du nur elf Spieler aufstellen”, erklärte Nagelsmann, der an Musiala gerade auch seine Fähigkeiten als “guter Joker mit geschickten Lösungen in Eins-gegen-eins-Situationen” schätzt. Außerdem müsse er, ohne das Schlagwort zu nennen, auf die Belastungssteuerung achten. Musiala sei “noch kein austrainierter Athlet” und habe zu Saisonbeginn schon viele Minuten bekommen.

Das sind Spieler, die diese Bolzplatzmentalität in die Stadien bringen.

Julian Nagelsmann über Jamal Musiala und Florian Wirtz

Während Wirtz mit großer Wahrscheinlichkeit in der Leverkusener Startelf erwartet werden kann, kommt Musiala also womöglich “nur” als Joker zum Einsatz. Aber auch Nagelsmann würde es wohl nicht stören, beide gemeinsam auf dem Feld zu sehen: “Das sind zwei Spieler, die sehr unbekümmert spielen, die diese Bolzplatzmentalität in die Stadien bringen.”

Unter dem Strich unterscheide die beiden Talente, die sich bereits in den Dunstkreis der deutschen A-Nationalmannschaft vorgespielt haben, zum jetzigen Zeitpunkt also in erster Linie die Spielzeit. “Über kurz oder lang wird sich Jamal aber als Stammspieler durchsetzen”, versicherte Nagelsmann grinsend. Und Wirtz wahrscheinlich auch.

Es macht großen Spaß, Leverkusen zuzuschauen – nur eine Frage bleibt

Sascha Mölders (36) schreibt in seiner kicker-Kolumne dieses Mal über das Spitzenspiel zwischen Leverkusen und Bayern. Und gibt einen Tipp ab.

Freudiger Erwartung: Sascha Mölders über Wirtz, Lewandowski und Co.

Freudiger Erwartung: Sascha Mölders über Wirtz, Lewandowski und Co.

imago images

Servus zusammen, ich wollte mich anlässlich des Topspiels in der Bundesliga mal wieder melden. Manche von euch wissen vielleicht, dass ich bei 1860 München spiele. Und dass 1860 München ja traditionell eine große Rivalität zum FC Bayern pflegt. Ich komme zwar aus dem Ruhrgebiet, spüre diese Rivalität in der Stadt aber natürlich trotzdem, auch wenn die Vereine gerade in unterschiedlichen Kreisen verkehren.

Ich spreche sowieso über jeden Verein ganz offen, da habe ich gar keine Probleme mit. Ob es jetzt Bayern oder Bayreuth ist. Natürlich wäre es schön, wenn ich demnächst am Samstagnachmittag vor dem Fernseher sitze, die Bundesliga-Konferenz einschalte und Sechzig gegen die Bayern spielt. Das wünscht sich, glaube ich, ganz München.

Bis dahin reden wir über Bayern gegen Leverkusen. Der allmächtige FCB hat vor der Länderspielpause zum ersten Mal ein Pflichtspiel unter Julian Nagelsmann verloren. Krise!? Spaß. Irgendwann verlierst du halt mal. Frankfurt hat es in München gut gemacht, aber rundum können die Bayern schon zufrieden sein. Nagelsmann macht bislang sehr viel richtig.

Seoane hat aus vielen begabten Kickern eine Einheit geformt

Was Bayern hat und immer schon hatte: die brutale Qualität der Einzelspieler. Das macht es immer schwieriger, aber, und das gilt nicht nur für zuletzt Frankfurt oder jetzt Leverkusen, in einem Spiel kannst du jeden schlagen. Das klingt banal, aber es ist nun mal so. Natürlich ist Bayern München fast immer der große Favorit.

Das wird ein sehr spannendes Spitzenspiel. Leverkusen kann Bayern mit seinem enormen Tempo im vorderen Bereich wehtun. Da würde ich Florian Wirtz ausnahmsweise mal nicht hervorheben. Ich habe bei Bayer das Gefühl, dass Gerardo Seoane da wirklich eine ganz starke Mannschaft geformt hat. Da schaut jeder auf seinen Nebenmann, wie er ihm helfen kann. Es macht großen Spaß, Leverkusen beim Fußballspielen zuzuschauen.

Jetzt geht es für Seoane und Co. nur darum, das auch mal über zwei Saisonhälften zu bestätigen. Wir wissen ja wohl alle, dass gerade Leverkusen das in den letzten Jahren nur ganz selten gelungen ist. Jede Mannschaft, ob in der ersten, zweiten oder dritten Liga, wird mal einen Durchhänger haben, der bleibt selten aus. Auch die Bayern hatten in den letzten Jahren ja zum Beispiel im Herbst öfter mal ihre Problemchen. Die Frage ist, wie du da wieder rauskommst.

Ich glaube, dass Leverkusen gewinnt

Leverkusen hat es in der Vergangenheit nicht geschafft, sich von diesen Tiefs zu erholen, aber ich glaube schon, dass es in diesem Jahr anders laufen und Bayer bis zum Ende der Saison eine gute Rolle spielen wird.

Ich erinnere mich noch gut an das Spiel zwischen Leverkusen und Bayern letztes Jahr kurz vor Weihnachten, als Jonathan Tah kurz vor Schluss der Fehler unterlief und die Bayern noch 2:1 gewinnen konnten. Das war sehr typisch, aber man hat auch gesehen, wie nah dran Leverkusen war. Ich traue ihnen zu, dass sie die Bayern dieses Mal besiegen. Und das tippe ich auch – 2:1 für Leverkusen.

Sascha Mölders (36) hat 103 Bundesliga-Spiele für Augsburg und Duisburg absolviert und kämpft als Kapitän des TSV 1860 München um die Rückkehr in die 2. Liga. Dazu fungiert er als Experte bei DAZN und schreibt in seiner neuen Kolumne für den kicker über die Bundesliga.