Schick wird an der Leiste operiert

Patrik Schick muss unters Messer und fehlt Bayer Leverkusen deshalb beim Trip nach Mexiko.

Muss unters Messer: Patrik Schick.

Muss unters Messer: Patrik Schick.

IMAGO/Treese

Ohne Torjäger Patrik Schick (26) reist Bayer 04 Leverkusen am heutigen Sonntag nach Mexiko, wo das Team von Trainer Gerardo Seoane zu Ehren des 100. Jubiläums von Bayer Mexiko ein Gastspiel in Toluca absolvieren wird.

OP schon länger geplant

Der Tscheche unterzieht sich einer Leisten-Operation, die bereits länger geplant war. Der Termin direkt nach Saisonende wurde gewählt, um Schick das Comeback zum Trainingsauftakt im Juli zu ermöglichen.

Schick besaß mit 24 Treffern erheblichen Anteil an Leverkusens Qualifikation für die Champions League.

“Die Real-Spieler wussten nicht, wie sie dieses Spiel gewinnen konnten”

Thomas Brdaric (47) stand im Champions-League-Finale am 15. Mai 2002 in Leverkusens Startelf gegen Real Madrid. Im kicker-Interview erinnert er sich an “ein Jahr wie im Märchen” – und den bitteren Abschluss.

Mittendrin im Konzert der Großen: Thomas Brdaric (re.) grätscht gegen Real-Star Luis Figo.

Mittendrin im Konzert der Großen: Thomas Brdaric (re.) grätscht gegen Real-Star Luis Figo.

imago images/Mary Evans

kicker: Herr Brdaric, von 1999 bis 2003 spielten Sie für Bayer Leverkusen. Nehmen Sie uns einmal mit in die Zeit, in der der Begriff “Vizekusen” entstand.

Thomas Brdaric (47): Gerne. Ist ja viel passiert damals. Dinge, die man nicht vergisst. Ich erinnere mich an einen in jenen Jahren schon sehr gut geführten Verein mit tollen Spielern in einer von Reiner Calmund zusammengestellten Super-Truppe, die fast schon zum Siegen verdammt war. Die aber, und darauf spielen Sie ja an, in kurzer Abfolge mehrfach knapp scheiterte.

Schmerzlicher Höhepunkt war das verlorene Champions-League-Endspiel vor genau 20 Jahren, am 15. Mai 2002, in Glasgow gegen Real Madrid – 1:2. Welche Erinnerungen haben Sie?

Zuerst einmal erinnere ich mich daran, dass die Real-Spieler hinterher selbst nicht so richtig wussten, wie sie dieses Spiel gewinnen konnten. Sie hatten gefühlt zweimal auf unseren Kasten geschossen, dabei einen Glückstreffer durch Raul und ein Traumtor durch Zidane erzielt. Wir waren das ganze Spiel über dran, auch ich hatte eine große Chance zur Führung, nachdem Lucio zwischenzeitlich das 1:1 gelungen war. Dimitar Berbatov und Ulf Kirsten kamen noch herein, aber es sollte einfach nicht sein. Und Iker Casillas, der bei Madrid für den verletzten Cesar Sanchez ins Tor musste, wuchs einfach über sich hinaus. Ein ganz bitterer Abschluss einer unfassbaren Saison!

Unfassbar, weil Bayer 04 in der Meisterschaft einen Fünf-Punkte-Vorsprung vor Dortmund in den letzten drei Partien verspielte, schließlich Zweiter wurde und auch das DFB-Pokalfinale gegen Schalke vier Tage vor dem Madrid-Spiel mit 2:4 verloren hatte?

Ja, Wahnsinn, oder? Erklärbar ist das bis heute nur schwer. Wir hatten am Ende weit über 50 Pflichtspiele in jener Saison in den Knochen. Aber es war nicht die Müdigkeit. Vielleicht überstrahlte das bevorstehende Finale in Glasgow gegen Real alles und nahm auch uns ein bisschen von der Konzentration auf die anderen Wettbewerbe. Aber international hatten wir ganz ehrlich auch ein Jahr wie im Märchen.

Wie tief saß der Stachel nach den verpassten Titeln?

Nun, wir sind als Mannschaft nicht auseinander gebrochen. In der Champions League reichte es ein Jahr später bis in die Zwischenrunde, im DFB-Pokal flogen wir 2003 im Halbfinale bei den Bayern raus. Aber in der Liga hatten wir Probleme, sicherten uns erst ganz spät mit Trainer Klaus Augenthaler, der für Klaus Toppmöller und zwischenzeitlich Thomas Hörster übernommen hatte, knapp den Klassenerhalt.

Ich glaube, wir waren uns einfach zu sicher.

Thomas Brdaric über die vergebene Meisterschaft 2000

Das Drama von 2002 hat unterdessen ja eine Vorgeschichte im Mai 2000. Da ließ Bayer mit einem 0:2 bei der schon geretteten SpVgg Unterhaching am letzten Spieltag den Meistertitel liegen. Wie konnte das passieren?

Ich glaube, wir waren uns einfach zu sicher. Unser Trainer Christoph Daum stellte uns noch am Abend vorm Spiel im Hotel die Gewissensfrage: Was ist euch wichtiger – wollt ihr nur viel Geld auf dem Konto haben oder wollt ihr einen Titel? Natürlich wollten wir die Meisterschale. Und die stand ja sogar im Sportpark in Haching schon im wahrsten Sinne zum Greifen nah für die Übergabe nach dem Spiel bereit! Wir gingen auf dem Weg zum Platz an der Schale vorbei.

Bundesliga

Was passierte dann?

Daum ließ unser offensivstarkes Team mit einer neuen, auf Sicherheit bedachten Taktik antreten. Ein Punkt hätte ja gereicht! Dann passierte Michael Ballack dieses Missgeschick mit dem Eigentor und das Unbegreifliche nahm seinen Lauf. Es war wahnsinnig heiß in dem kleinen, engen Stadion. Wir fanden einfach nicht zurück. Ich hatte im Hinspiel als Joker beim 2:1-Sieg zweimal getroffen, wurde diesmal wieder eingewechselt und hatte per Kopf die Möglichkeit zum Ausgleich. Gerhard Tremmel hielt den Ball, später hat er mich in unserer gemeinsamen Zeit in Hannover übrigens wieder freundlich daran erinnert … Haching machte bald das 2:0 – und die Schale wurde nach Spielschluss von Unterhaching ins Münchner Olympiastadion gefahren, wo die Bayern uns mit einem 3:1 gegen Bremen im letzten Moment noch abgefangen hatten.

Wie gehen Sie heute mit dem Begriff “Vizekusen”, den sich der Verein sogar zum Schutz vor Missbrauch patentieren lassen hat, um?

Besonders lustig finde ich ihn logischerweise noch immer nicht. Aber es ist ja irgendwie auch ein Markenzeichen, ein Merkmal für diesen Klub. Das ist besser als für gar nichts zu stehen. Und gefühlt wird mehr darüber gesprochen als anderswo über so manch eine Meisterschaft … Mit den ganz Großen in Deutschland und Europa, denen wir damals so nahe gerückt waren, können die Leverkusener heute allein aus wirtschaftlicher Sicht nicht mithalten. Aber sie haben sportlich immer wieder gute Mannschaften am Start, zusammengestellt und trainiert von wirklich fähigen Leuten. Allein aufgrund dieser Nachhaltigkeit über Jahrzehnte wünschte ich Bayer 04, dass es bald wirklich einmal wieder zu einem Titel reicht.

Interview: Michael Richter

“Der schönste Fußball in Europa”: Wie Leverkusen 2002 die Champions League aufmischte

Am 15. Mai 2002 steht Bayer 04 Leverkusen im Finale der Champions League, nachdem das Team einen Hochkaräter nach dem anderen ausgeschaltet hat. Über eine Saison, in der sogar die gegnerischen Fans stehend applaudierten.

Ein Tor im Champions-League-Finale: Bayer Leverkusen bejubelt am 15. Mai 2002 das 1:1 durch Lucio.

Ein Tor im Champions-League-Finale: Bayer Leverkusen bejubelt am 15. Mai 2002 das 1:1 durch Lucio.

Getty Images

Lange, sehr lange ist der Ball unterwegs und senkt sich in den Leverkusener Strafraum. Trotzdem hat Zinedine Zidane eine Menge Zeit, nimmt die Kugel volley aus der Luft und trifft mit links ins kurze Eck. Perfekte Haltung, ein toller Schuss, dennoch nicht ganz unhaltbar für Torhüter Hans Jörg Butt. 2:1 führt der hohe Favorit im Finale der Champions League in Glasgow, doch Bayer 04 ist den Königlichen nicht nur ebenbürtig, nein: Die Werkself ist im Hampden Park über weite Strecken die überlegene Mannschaft gegen Real Madrid und drängt mit Macht auf den Ausgleich.

Eine ganz besondere Mannschaft schickt Bayer Leverkusen ins Rennen 2001/02, eine nahezu perfekte Mischung aus Strategen und genialen Fußballern, ein Team, das europaweit begeistert und im Frühjahr Titelchancen in allen drei Wettbewerben besitzt. Am Ende geht das Spieljahr in die Chronik ein als die Saison, in der der Klub seinen Ruf als “Vizekusen” zementiert.

Ersatzmann Casillas wächst über sich hinaus

Den deutschen Meistertitel vergeigt die Mannschaft auf der Zielgeraden, Borussia Dortmund schnappt sich die Trophäe. Im Pokalfinale unterliegt die Mannschaft von Klaus Toppmöller gegen Schalke. Die letzte Möglichkeit, eine grandiose Saison mit einem Titel zu krönen, ergibt sich also gegen die Königlichen – und die Mannschaft bringt den hohen Favoriten in arge Bedrängnis.

Angriff auf Angriff tragen die Leverkusener in den Strafraum von Real, doch Torhüter Iker Casillas, erst nach der Pause für den verletzten Cesar Sanchez eingewechselt, wächst über sich hinaus und ist nicht zu bezwingen. Alleine in der Nachspielzeit zeigt er drei tolle Paraden. Trotz großer Leistung also geht das Finale verloren.

“Bayer weint wieder”, titelt der kicker. Es fehlt die Krönung einer unglaublichen Saison mit einer spielfreudigen und offensivstarken Mannschaft, die vielen als die stärkste in der Leverkusener Vereinsgeschichte gilt. Angeführt von Trainer Toppmöller, der seine Stars wirbeln lässt und mit dafür sorgt, dass die oft skeptisch betrachtete Werkself europaweit Sympathien für ihre mitreißende Spielweise gewinnt.

“Diese Saison”, sagt er Jahre später, “war ein absoluter Traum, auch weil uns vorher praktisch keiner auf die Rechnung hatte.” Freudig wie ein Fan erlebt der Trainer die Kräftemessen mit den Top-Klubs des Kontinents, kann dabei aber auch Ausnahmekönner wie Michael Ballack, Lucio, Bernd Schneider, Jens Nowotny, Diego Placente, Carsten Ramelow, Zé Roberto und Yildiray Bastürk ins Rennen schicken. “Toppi führte die Mannschaft mit großer Begeisterung”, kommentiert Reiner Calmund, damals Manager, die fruchtbare Verbindung, und er hat auch mich damit angesteckt. Dabei bin ich ja schon ein abgebrühter Hund gewesen.”

“Diese Mannschaft treibt Europas Fußball-Adel die Schamesröte ins Gesicht”

Die Vorrunde übersteht Bayer als Gruppenzweiter, hinter dem FC Barcelona, vor Lyon und Fenerbahce, und marschiert auch unangefochten durch die Zwischenrunde. “Diese Mannschaft spielt rotierenden Kombinationsfußball und treibt Europas Fußball-Adel die Schamesröte ins Gesicht”, schwärmt die Gazzetta dello Sport.


Michael Owen, Zoltan Sebescen, Michael Ballack

Auch Michael Owen und Liverpool hatten das Nachsehen: Ein überragender Michael Ballack (re.) führte Leverkusen durch die K.-o.-Phase.
Getty Images

Toppmöllers Truppe lässt in der zweiten Gruppenphase Juventus Turin und Arsenal hinter sich, schafft den Sprung in die nächste Runde schließlich durch ein 3:1 bei Deportivo La Coruna mit einem überragenden Ballack, der womöglich die beste Saison seiner Karriere hinlegt – seine letzte unterm Bayer-Kreuz vor seinem Wechsel zum FC Bayern. “Wir haben alles und jeden an die Wand gespielt”, sagt der damalige Torwarttrainer Toni Schumacher in Erinnerung an diesen Siegeszug, national wie international. “Es war so geil, dieser Mannschaft zuzuschauen.”

Der Kader ist eigentlich nicht breit genug aufgestellt für die hohen Anforderungen, aber trotzdem scheint diese Mannschaft kaum zu stoppen. “Wir hatten alle gar keine Zeit, viel darüber nachzudenken, was wir da gerade leisten“, erklärt Toppmöller, “es ging ja in allen drei Wettbewerben immer weiter, Schlag auf Schlag.”

Standing Ovations im Old Trafford: Selbst die United-Fans applaudieren

Beispiel Liverpool: Trotz eines 0:1 an der Anfield Road schaltet die Werkself im Viertelfinale auch die Reds aus und setzt sich zu Hause mit einem 4:2 durch. Noch stärker aber ist der Auftritt im ersten Halbfinale gegen Manchester United. “Für mich war dieses 2:2 unser bestes Spiel überhaupt”, erinnert sich Toppmöller. “Die United-Anhänger haben unsere Leistung mit Standing Ovations honoriert.”

Leverkusens Weg ins Champions-League-Finale

Ziemlich glücklich übersteht Bayer das Rückspiel in der BayArena, denn Manchester erweist sich hier als die bessere Mannschaft. Das Glück muss helfen, als Diego Placente kurz vor Schluss noch einen Schuss von Diego Forlan von der Linie kratzt. Leverkusen steht tatsächlich im Finale, einmal mehr ist Ballack der Spiritus Rector. “Nach diesem Spiel”, so Calmund, “habe ich Michael Ballack zum Ritter geschlagen, weil der alles abgegrätscht und weggeputzt hat, das war sensationell.”

Wir haben seinerzeit den schönsten Fußball in Europa gespielt.

Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller

Der Preis für den Einzug ins Finale allerdings ist hoch: Jens Nowotny hat sich im Rückspiel gegen United einen Kreuzbandriss zugezogen, Zé Roberto fehlt im Finale gesperrt, insgesamt schwinden langsam aber sicher die Kräfte. Des Trainers Vorgabe dennoch gegen den hohen Favoriten: kein Abwarten, kein Taktieren, voll drauf wie immer! “Wir haben seinerzeit den schönsten Fußball in Europa gespielt”, schwärmt Toppmöller auch heute noch, “auch deshalb wollten wir uns auf keinen Fall hinten reinstellen, sondern das Spiel selber bestimmen.”

Tatsächlich, Bayer ist über weite Strecken die bessere Mannschaft – und das gegen eine Elf mit Stars wie Figo, Roberto Carlos, Raul und Zidane, “als sie noch kein Moos auf dem Rücken hatten”, wie es Calmund ausdrückt. Doch auch gegen diese Spitzenkönner hält Bayer voll dagegen. Im Gegensatz dazu baut Real auf einen überragenden Torwart, der beste Leverkusen Chancen zunichte macht.

Lesen Sie auch: “Wir gingen an der Schale vorbei” – Thomas Brdaric im “Vizekusen”-Interview

Real übersteht die Sturm- und Drangphase der Deutschen und holt zum neunten Mal den Henkelpott. “Ein bisschen Glück hat gefehlt, vielleicht auch ein bisschen Qualität gegen diese Weltklasse-Mannschaft”, meint Defensivstratege Ramelow im Rückblick. “Wir haben Real sicher mächtig beeindruckt, aber Casillas war an diesem Abend nicht zu bezwingen.”

Still ist es anschließend in der Kabine. “Der Stolz auf unsere Leistung”, so Ramelow, “kam erst viel später.” Stolz auf eine überragende Saison mit spektakulären Auftritten. Auch ohne Krönung. Butt, Ramelow, Ballack, Schneider und Oliver Neuville werden dann auch noch bei der WM Zweiter. Wieder Vize.

Oliver Bitter

“Dieses Schal-Gate beenden”: Völler wünscht sich was vor dem Pokalfinale

Bei seiner offiziellen Abschiedsfeier als scheidender Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen hat Rudi Völler seine Meinung bezüglich gemeinsamer Fanschals vor dem Finale im DFB-Pokal zwischen Leipzig und Freiburg kundgetan.

Hört als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen auf, bleibt der Werkself aber treu: Rudi Völler.

Hört als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen auf, bleibt der Werkself aber treu: Rudi Völler.

IMAGO/Jan Huebner

Völler nach Sieg, Zaun und Abschied: “Man sagt natürlich auch viel Blödsinn”

Zum Abschied gab es einen 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg: Rudi Völler beendete seine Funktionärskarriere bei Bayer Leverkusen mit einem emotionalen Dankeschön.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

picture alliance/dpa

“Es war ein gutes Bundesliga-Jahr, mit dem dritten Platz, den wir schon letzte Woche sicher hatten. Das war natürlich auch für mich wunderbar”, resümierte Völler nach dem Spiel und lobte erst einmal andere: “Ich habe das auch den Fans in der Kurve gesagt: Ich bin wirklich stolz auf Trainerteam und Mannschaft, die es heute in einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, seriös gemacht haben gegen eine gute Freiburger Mannschaft, die eine tolle Saison gespielt hat. Und am Ende haben wir mit einem tollen Spiel gewonnen.”

Nach dem Spiel wurde Völler von den Bayer-Fans zu einer gemeinsamen Gesangseinlage auf den Zaun gebeten, der die Tribüne von den Rängen trennt. Ein für den 62-Jährigen einmaliges Erlebnis. “Es war mein erstes Mal auf dem Zaun, zu meiner Zeit gab es sowas noch nicht. Ich wusste natürlich auch den Text nicht, aber hatte einen kleinen Souffleur, die mir das ins Ohr gesagt hat. Die große Kunst war bei der Bergbesteigung aber, dass ich mich nicht verletzt habe”, meinte Völler lachend.

“Keinen Titel, aber Begeisterung der Zuschauer geholt”

Der Weltmeister von 1990 zog auch ein kleines Fazit über seine Zeit als Funktionär bei Bayer: “Wir müssen natürlich auch Danke sagen, wie wir uns die letzten 20 Jahre über entwickelt haben. Wir haben zwar keinen klassischen Titel geholt, aber die Begeisterung der Zuschauer. Ich bin ja schon ein bisschen älter und kann da ein bisschen als Folklore oder Hollywood erzählen, wie das damals war, als erst Bernd Schuster und danach ich geholt wurden. Trotzdem waren damals wenig Zuschauer da, und das hat sich in den letzten 20 Jahren wunderbar entwickelt. Es war heute eine tolle Stimmung, besser geht’s nicht.”

Die Fans hatten zu seinem Abschied schon vor dem Spiel Spruchbänder mit markanten Aussagen aus Völlers Zeit hochgehalten. “An manche Dinge erinnere ich mich gar nicht. Man sagt in so einer langen Zeit natürlich auch viel Blödsinn. Aber manche Dinge stimmen natürlich, ich sage aber nicht welche”, so Völler über die Aktion.


Die Bayer-Fans hielten Bänder mit Sprüchen aus Völlers Zeit in die Höhe.
picture alliance / nordphoto GmBH

Rolfes’ Lob: “Er gibt immer auch Freiraum und Vertrauen”

Sein Nachfolger betonte angesichts Völlers Abschied dessen Bedeutung über die Werkself hinaus. “Rudi ist ja nicht nur für Bayer 04, sondern auch für den deutschen Fußball wichtig gewesen, als Vierjähriger habe ich ihn bei Werder Bremen gesehen und er hat mich meine ganze Zeit über irgendwie begleitet. Er ist einfach eine Legende des deutschen Fußballs und für Bayer 04. Er hat natürlich Emotionen, gibt aber einem immer auch Freiraum und Vertrauen, und deswegen war das wertvoll”, sagte Simon Rolfes über die gemeinsame Zeit.

“Ich freue mich auch, dass er nicht ganz weg sein, sondern im Gesellschafterausschuss sitzen wird – und hoffentlich nicht zu kontrollierend ist, aber weiter den Sport unterstützt”, so Rolfes weiter, der aber in Sachen Außendarstellung seinen eigenen Weg gehen will: “Was den Rudi sympathisch macht, ist Authentizität. Das kann man nicht kopieren. Ich bin ich, aber auch wenn ich vielleicht kontrollierter nach außen bin, heißt das nicht, dass ich mich über Dinge nicht genauso aufregen kann.”

Völler nach Sieg, Zaun und Abschied: “Man sagt natürlich auch viel Blödsinn”

Zum Abschied gab es einen 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg: Rudi Völler beendete seine Funktionärskarriere bei Bayer Leverkusen mit einem emotionalen Dankeschön.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

picture alliance/dpa

“Es war ein gutes Bundesliga-Jahr, mit dem dritten Platz, den wir schon letzte Woche sicher hatten. Das war natürlich auch für mich wunderbar”, resümierte Völler nach dem Spiel und lobte erst einmal andere: “Ich habe das auch den Fans in der Kurve gesagt: Ich bin wirklich stolz auf Trainerteam und Mannschaft, die es heute in einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, seriös gemacht haben gegen eine gute Freiburger Mannschaft, die eine tolle Saison gespielt hat. Und am Ende haben wir mit einem tollen Spiel gewonnen.”

Nach dem Spiel wurde Völler von den Bayer-Fans zu einer gemeinsamen Gesangseinlage auf den Zaun gebeten, der die Tribüne von den Rängen trennt. Ein für den 62-Jährigen einmaliges Erlebnis. “Es war mein erstes Mal auf dem Zaun, zu meiner Zeit gab es sowas noch nicht. Ich wusste natürlich auch den Text nicht, aber hatte einen kleinen Souffleur, die mir das ins Ohr gesagt hat. Die große Kunst war bei der Bergbesteigung aber, dass ich mich nicht verletzt habe”, meinte Völler lachend.

“Keinen Titel, aber Begeisterung der Zuschauer geholt”

Der Weltmeister von 1990 zog auch ein kleines Fazit über seine Zeit als Funktionär bei Bayer: “Wir müssen natürlich auch Danke sagen, wie wir uns die letzten 20 Jahre über entwickelt haben. Wir haben zwar keinen klassischen Titel geholt, aber die Begeisterung der Zuschauer. Ich bin ja schon ein bisschen älter und kann da ein bisschen als Folklore oder Hollywood erzählen, wie das damals war, als erst Bernd Schuster und danach ich geholt wurden. Trotzdem waren damals wenig Zuschauer da, und das hat sich in den letzten 20 Jahren wunderbar entwickelt. Es war heute eine tolle Stimmung, besser geht’s nicht.”

Die Fans hatten zu seinem Abschied schon vor dem Spiel Spruchbänder mit markanten Aussagen aus Völlers Zeit hochgehalten. “An manche Dinge erinnere ich mich gar nicht. Man sagt in so einer langen Zeit natürlich auch viel Blödsinn. Aber manche Dinge stimmen natürlich, ich sage aber nicht welche”, so Völler über die Aktion.


Die Bayer-Fans hielten Bänder mit Sprüchen aus Völlers Zeit in die Höhe.
picture alliance / nordphoto GmBH

Rolfes’ Lob: “Er gibt immer auch Freiraum und Vertrauen”

Sein Nachfolger betonte angesichts Völlers Abschied dessen Bedeutung über die Werkself hinaus. “Rudi ist ja nicht nur für Bayer 04, sondern auch für den deutschen Fußball wichtig gewesen, als Vierjähriger habe ich ihn bei Werder Bremen gesehen und er hat mich meine ganze Zeit über irgendwie begleitet. Er ist einfach eine Legende des deutschen Fußballs und für Bayer 04. Er hat natürlich Emotionen, gibt aber einem immer auch Freiraum und Vertrauen, und deswegen war das wertvoll”, sagte Simon Rolfes über die gemeinsame Zeit.

“Ich freue mich auch, dass er nicht ganz weg sein, sondern im Gesellschafterausschuss sitzen wird – und hoffentlich nicht zu kontrollierend ist, aber weiter den Sport unterstützt”, so Rolfes weiter, der aber in Sachen Außendarstellung seinen eigenen Weg gehen will: “Was den Rudi sympathisch macht, ist Authentizität. Das kann man nicht kopieren. Ich bin ich, aber auch wenn ich vielleicht kontrollierter nach außen bin, heißt das nicht, dass ich mich über Dinge nicht genauso aufregen kann.”

Völler nach Sieg, Zaun und Abschied: “Man sagt natürlich auch viel Blödsinn”

Zum Abschied gab es einen 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg: Rudi Völler beendete seine Funktionärskarriere bei Bayer Leverkusen mit einem emotionalen Dankeschön.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

picture alliance/dpa

“Es war ein gutes Bundesliga-Jahr, mit dem dritten Platz, den wir schon letzte Woche sicher hatten. Das war natürlich auch für mich wunderbar”, resümierte Völler nach dem Spiel und lobte erst einmal andere: “Ich habe das auch den Fans in der Kurve gesagt: Ich bin wirklich stolz auf Trainerteam und Mannschaft, die es heute in einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, seriös gemacht haben gegen eine gute Freiburger Mannschaft, die eine tolle Saison gespielt hat. Und am Ende haben wir mit einem tollen Spiel gewonnen.”

Nach dem Spiel wurde Völler von den Bayer-Fans zu einer gemeinsamen Gesangseinlage auf den Zaun gebeten, der die Tribüne von den Rängen trennt. Ein für den 62-Jährigen einmaliges Erlebnis. “Es war mein erstes Mal auf dem Zaun, zu meiner Zeit gab es sowas noch nicht. Ich wusste natürlich auch den Text nicht, aber hatte einen kleinen Souffleur, die mir das ins Ohr gesagt hat. Die große Kunst war bei der Bergbesteigung aber, dass ich mich nicht verletzt habe”, meinte Völler lachend.

“Keinen Titel, aber Begeisterung der Zuschauer geholt”

Der Weltmeister von 1990 zog auch ein kleines Fazit über seine Zeit als Funktionär bei Bayer: “Wir müssen natürlich auch Danke sagen, wie wir uns die letzten 20 Jahre über entwickelt haben. Wir haben zwar keinen klassischen Titel geholt, aber die Begeisterung der Zuschauer. Ich bin ja schon ein bisschen älter und kann da ein bisschen als Folklore oder Hollywood erzählen, wie das damals war, als erst Bernd Schuster und danach ich geholt wurden. Trotzdem waren damals wenig Zuschauer da, und das hat sich in den letzten 20 Jahren wunderbar entwickelt. Es war heute eine tolle Stimmung, besser geht’s nicht.”

Die Fans hatten zu seinem Abschied schon vor dem Spiel Spruchbänder mit markanten Aussagen aus Völlers Zeit hochgehalten. “An manche Dinge erinnere ich mich gar nicht. Man sagt in so einer langen Zeit natürlich auch viel Blödsinn. Aber manche Dinge stimmen natürlich, ich sage aber nicht welche”, so Völler über die Aktion.


Die Bayer-Fans hielten Bänder mit Sprüchen aus Völlers Zeit in die Höhe.
picture alliance / nordphoto GmBH

Rolfes’ Lob: “Er gibt immer auch Freiraum und Vertrauen”

Sein Nachfolger betonte angesichts Völlers Abschied dessen Bedeutung über die Werkself hinaus. “Rudi ist ja nicht nur für Bayer 04, sondern auch für den deutschen Fußball wichtig gewesen, als Vierjähriger habe ich ihn bei Werder Bremen gesehen und er hat mich meine ganze Zeit über irgendwie begleitet. Er ist einfach eine Legende des deutschen Fußballs und für Bayer 04. Er hat natürlich Emotionen, gibt aber einem immer auch Freiraum und Vertrauen, und deswegen war das wertvoll”, sagte Simon Rolfes über die gemeinsame Zeit.

“Ich freue mich auch, dass er nicht ganz weg sein, sondern im Gesellschafterausschuss sitzen wird – und hoffentlich nicht zu kontrollierend ist, aber weiter den Sport unterstützt”, so Rolfes weiter, der aber in Sachen Außendarstellung seinen eigenen Weg gehen will: “Was den Rudi sympathisch macht, ist Authentizität. Das kann man nicht kopieren. Ich bin ich, aber auch wenn ich vielleicht kontrollierter nach außen bin, heißt das nicht, dass ich mich über Dinge nicht genauso aufregen kann.”

Völler nach Sieg, Zaun und Abschied: “Man sagt natürlich auch viel Blödsinn”

Zum Abschied gab es einen 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg: Rudi Völler beendete seine Funktionärskarriere bei Bayer Leverkusen mit einem emotionalen Dankeschön.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

Dank an die Fans: Rudi Völler bei seinem Abschied als Bayer-Funktionär.

picture alliance/dpa

“Es war ein gutes Bundesliga-Jahr, mit dem dritten Platz, den wir schon letzte Woche sicher hatten. Das war natürlich auch für mich wunderbar”, resümierte Völler nach dem Spiel und lobte erst einmal andere: “Ich habe das auch den Fans in der Kurve gesagt: Ich bin wirklich stolz auf Trainerteam und Mannschaft, die es heute in einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, seriös gemacht haben gegen eine gute Freiburger Mannschaft, die eine tolle Saison gespielt hat. Und am Ende haben wir mit einem tollen Spiel gewonnen.”

Nach dem Spiel wurde Völler von den Bayer-Fans zu einer gemeinsamen Gesangseinlage auf den Zaun gebeten, der die Tribüne von den Rängen trennt. Ein für den 62-Jährigen einmaliges Erlebnis. “Es war mein erstes Mal auf dem Zaun, zu meiner Zeit gab es sowas noch nicht. Ich wusste natürlich auch den Text nicht, aber hatte einen kleinen Souffleur, die mir das ins Ohr gesagt hat. Die große Kunst war bei der Bergbesteigung aber, dass ich mich nicht verletzt habe”, meinte Völler lachend.

“Keinen Titel, aber Begeisterung der Zuschauer geholt”

Der Weltmeister von 1990 zog auch ein kleines Fazit über seine Zeit als Funktionär bei Bayer: “Wir müssen natürlich auch Danke sagen, wie wir uns die letzten 20 Jahre über entwickelt haben. Wir haben zwar keinen klassischen Titel geholt, aber die Begeisterung der Zuschauer. Ich bin ja schon ein bisschen älter und kann da ein bisschen als Folklore oder Hollywood erzählen, wie das damals war, als erst Bernd Schuster und danach ich geholt wurden. Trotzdem waren damals wenig Zuschauer da, und das hat sich in den letzten 20 Jahren wunderbar entwickelt. Es war heute eine tolle Stimmung, besser geht’s nicht.”

Die Fans hatten zu seinem Abschied schon vor dem Spiel Spruchbänder mit markanten Aussagen aus Völlers Zeit hochgehalten. “An manche Dinge erinnere ich mich gar nicht. Man sagt in so einer langen Zeit natürlich auch viel Blödsinn. Aber manche Dinge stimmen natürlich, ich sage aber nicht welche”, so Völler über die Aktion.


Die Bayer-Fans hielten Bänder mit Sprüchen aus Völlers Zeit in die Höhe.
picture alliance / nordphoto GmBH

Rolfes’ Lob: “Er gibt immer auch Freiraum und Vertrauen”

Sein Nachfolger betonte angesichts Völlers Abschied dessen Bedeutung über die Werkself hinaus. “Rudi ist ja nicht nur für Bayer 04, sondern auch für den deutschen Fußball wichtig gewesen, als Vierjähriger habe ich ihn bei Werder Bremen gesehen und er hat mich meine ganze Zeit über irgendwie begleitet. Er ist einfach eine Legende des deutschen Fußballs und für Bayer 04. Er hat natürlich Emotionen, gibt aber einem immer auch Freiraum und Vertrauen, und deswegen war das wertvoll”, sagte Simon Rolfes über die gemeinsame Zeit.

“Ich freue mich auch, dass er nicht ganz weg sein, sondern im Gesellschafterausschuss sitzen wird – und hoffentlich nicht zu kontrollierend ist, aber weiter den Sport unterstützt”, so Rolfes weiter, der aber in Sachen Außendarstellung seinen eigenen Weg gehen will: “Was den Rudi sympathisch macht, ist Authentizität. Das kann man nicht kopieren. Ich bin ich, aber auch wenn ich vielleicht kontrollierter nach außen bin, heißt das nicht, dass ich mich über Dinge nicht genauso aufregen kann.”

Schmerzgrenze bei Schick? Völler: “Die hätten wir gehabt, wenn…”

In Hoffenheim war Patrik Schick mal wieder der herausragende Akteur. Die Tore des Leverkusener Mittelstürmers wecken natürlich Begehrlichkeiten. Während die Klub-Bosse einen Verkauf im Sommer definitiv ausschließen, geben Schick und dessen Berater keine Garantie für einen Verbleib des 26-Jährigen ab.

Leverkusens Topstürmer Patrik Schick weckt Begehrlichkeiten.

Leverkusens Topstürmer Patrik Schick weckt Begehrlichkeiten.

IMAGO/Jan Huebner

Der 4:2-Erfolg in Sinsheim und die damit sichere Qualifikation für die Champions League sorgte bei den Verantwortlichen von Bayer 04 für große Erleichterung. Nachdem der Werksklub in den zwei vorangegangenen Spielzeiten an diesem Ziel gescheitert war, gab Sportdirektor Simon Rolfes zu: “Wir mussten in diesem Jahr einfach in die Champions League.”

Schick avanciert mal wieder zum Matchwinner

Aus sportlichen und finanziellen Gründen. Sportlich, um weiter für Toptalente einer der attraktivsten Anlaufstationen zu sein und im Werben um hochkarätige Verstärkungen mit der Teilnahme an der Königsklasse ein entscheidendes Argument auf seiner Seite zu haben. Wirtschaftlich, weil die vom Klub in etwa veranschlagten Mehreinnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro in der Champions League gegenüber der Europa League durchaus gravierende Bedeutung besitzen, wie Rudi Völler an Torjäger Patrik Schick erklärt, der in Sinsheim mit zwei Treffern und einem Assist mal wieder der Matchwinner war.

Der tschechische Nationalspieler hat sich in dieser Saison mit nun insgesamt 24 Treffern in 26 Bundesligaeinsätzen zu einer der heißesten Stürmer-Aktien in Europa entwickelt. Und Bayer möchte den 26-Jährige natürlich halten. “Wir sind ein Klub, bei dem es eine Schmerzgrenze gibt, aber die kann ich mir im Moment bei Patrik nicht vorstellen”, erklärt Völler gegenüber dem kicker, fügt aber an: “Die hätten wir gehabt, wenn wir die Champions League nicht erreicht hätten. Das war auch bei Kai Havertz so, den wir dann (2020 zum FC Chelsea, Anm. d. Red.) verkaufen mussten. Das müssen wir jetzt bei Patrik nicht.”

Schick: “Wir werden darüber sprechen”

Jüngst hatten schon Rolfes und auch Völlers Geschäftsführer-Kollege Fernando Carro betont, dass Schick den Klub in diesem Sommer definitiv nicht verlassen werde. Interessenten könnten sich die Anrufe bei den Bossen getrost sparen. Wohingegen Schick nach seiner Topleistung in Sinsheim seine Zukunft offenließ. “Wir werden darüber sprechen. Schauen wir mal”, erklärte er zu den Aussagen von Carro und Rolfes.

Beste Werbung bereits bei der EURO im Sommer 2021

Dass Begehrlichkeiten bestehen, ist nur natürlich. “Die Quote, die er jetzt hat, ist sensationell”, schwärmt Völler. Zudem hat sich Linksfuß Schick spätestens bei der EURO im Sommer 2021 mit seinen fünf Treffern für die Top-Klubs interessant gemacht. Einzig der portugiesische Megastar Cristiano Ronaldo war damals mit ebenfalls fünf Treffern auf eine genauso gute Ausbeute gekommen wie Schick.

So wie Schick möchte auch sein Berater Pavel Paska keine Garantie abgeben, dass der Stürmer in Leverkusen bleibt. “Er hat einen Vertrag bis 2025. Mehr brauche ich über das Thema nicht zu reden”, sagt Paska nur.  Die Aussage, dass Schick definitiv bleibt, möchte er aber auch auf Nachfrage nicht treffen.

Völler: “Es gibt keinen Grund, einen unserer Topspieler abzugeben”

Dennoch sollte Bayer zuversichtlich sein können, dass der Angreifer bleibt. Hatte dieser doch im Winter grundsätzlich versichert, einen Transfer nicht erzwingen zu wollen, wenn Bayer 04 dagegen sei. Diese Position ist nicht nur im Fall Schick gegeben. So erklärt Völler, dass man die Mannschaft zusammenhalten möchte, und betont: “Es gibt keinen Grund, einen unserer Topspieler abzugeben.” Dieses Ziel zu erreichen, wäre ein nächster großer Erfolg.

Stephan von Nocks

Warum der 33. Spieltag nicht zu selben Anstoßzeit ausgetragen wird

Jahrelang wurden Partien der letzten beiden Spieltage zur selben Anstoßzeit ausgetragen, in der Vorsaison gab es bereits Ausnahmen. Diesmal ist der Spieltag jedoch komplett zersplittert. Warum?

Am 33. Spieltag wird es mehrere Anstoßzeiten geben.

Am 33. Spieltag wird es mehrere Anstoßzeiten geben.

IMAGO/Philipp Szyza

Eröffnet wird der Spieltag bereits heute Abend mit der Partie Bochum gegen Bielefeld, die Arminen kämpfen beim bereits geretteten VfL gegen den Abstieg. Am Samstagnachmittag steigen vier Partien, am Abend eine weitere. Sechs Teams müssen am Sonntag ran, darunter die Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt und RB Leipzig.

Der 33. Spieltag im Überblick

In der Saison 2019/20 waren – wie auch in den Jahren zuvor – die Partien zeitgleich ausgetragen worden, um etwaige Absprachen von zeitlich später eingreifenden Teams vermeiden zu können. Bereits in der vergangenen Saison, deren Zeitplan durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst war, hatten zwei Partien des 33. Spieltags 2020/21 am Sonntag stattgefunden.

Die neue Regelung – auch für die 2. Liga – hatte die DFL bereits 2020 bei der Ausschreibung der neuen Medienrechte für die Spielzeiten 2021/2022 bis 2024/2025 verkündet.

Grund ist die TV-Vermarktung: Mehr Sendetermine durch unterschiedliche zeitliche Ansetzungen bringen mehr Geld ein. Die Gefahr einer möglichen Manipulation von Spielergebnissen wäre am letzten Spieltag am größten, wenn bei verschiedenen Anstoßzeiten die Tabellenkonstellation für manche Teams vorab bekannt wären. Der 34. Spieltag wird aber wie gewohnt mit der selben Anstoßzeit ausgetragen.

Durch die Änderung erhält der FC Bayern in seinem letzten Heimspiel die Meisterschale diesmal sonntags: Die neue DFL-Chefin Donata Hopfen überreicht sie den Münchnern am Sonntag (17.30 Uhr) bei der Partie gegen den VfB Stuttgart.

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