Diplomat Xabi Alonso und der Kampf gegen den Bayer-Blues

Die vergangenen vier Tage haben Bayer 04 nicht vorangebracht. Im Gegenteil. Am Freitag in Augsburg benötigt der Werksklub dringend einen Stimmungsaufheller. 

Versucht alles, um die Kräfte Richtung Europapokal zu bündeln: Leverkusens Coach Xabi Alonso.

Versucht alles, um die Kräfte Richtung Europapokal zu bündeln: Leverkusens Coach Xabi Alonso.

IMAGO/RHR-Foto

Vor der Partie beim FCA herrscht nicht gerade Aufbruchstimmung bei Bayer 04. Kein Wunder, hinkt die Werkself doch nach der Niederlage gegen den BVB noch deutlicher hinter den Europapokalplätzen hinterher als zuvor. Hinzu kommt, dass die Mannschaft im Wintertransferfenster auf den beiden Problempositionen nicht verstärkt wurde. Und die Ungewissheit um die Rückkehr von Torjäger Patrik Schick komplettiert das Sorgenpaket.

Schick weiter außen vor

Hinter dem tschechischen Nationalspieler, der seit Anfang November aufgrund von Leistenbeschwerden kein Spiel für Bayer bestritten hat, steht weiterhin ein Fragezeichen. “Bei Patrik müssen wir noch entscheiden, ob er im Kader ist oder ob er noch ein bisschen Zeit braucht”, sagte Xabi Alonso am Freitag vor dem Abschlusstraining, “aber er fühlt sich viel besser.” Was aufs Erste vielversprechend klingt, ist es aber bestenfalls bedingt.

Eine erkenntnisbringende Erklärung stellen Xabi Alonsos Worte nämlich nicht dar. Auch wenn Schick anders als der unter Wadenproblemen laborierende Sechser Charles Aranguiz (“Vielleicht kehrt er nächste Woche ins Mannschaftstraining zurück”) wieder mit dem Team arbeitet. Schließlich hatte sich der Trainer vor dem Dortmund-Spiel mit nahezu identischer Wortwahl wie am Freitag zu Schick geäußert – der dann im Spieltagsaufgebot fehlte. Sicher ist in jedem Fall, dass der Mittelstürmer nach drei Monaten ohne Matchpraxis am Freitag keine Rolle für die Startelf spielen kann.

Baustelle links hinten blieb bestehen

Vom alten Personal wird es in Augsburg also keinen Schub für die Werkself geben. Ein solcher wurde auch nicht über den Transfermarkt initiiert, auf dem Bayer sich bis zuletzt erfolglos an der Verpflichtung eines Linksverteidigers versuchte.

Xabi Alonsos Aussage dazu darf getrost als einzig und allein diplomatisch korrekt eingeordnet werden. “Ich bin zufrieden”, erklärte der Spanier tatsächlich, der sich anfangs einen echten Sechser und einen gut ausgebildeten Linksverteidiger gewünscht hatte.

Der Kader ist gut genug, um in der Tabelle zu klettern. Der Abstand nach oben ist groß, aber wir werden es probieren.

Xabi Alonso

Nachdem die Verpflichtung eines defensiven Mittelfeldspielers schon frühzeitig aus transfertaktischen Gründen auf den Sommer verschoben wurde, blieb auch das Backup für Mitchel Bakker aus.  Xabi Alonso sagt dazu nur: “Wir dürfen nicht darüber denken, was passiert ist, sondern was passieren wird. Der Kader ist gut genug, um in der Tabelle zu klettern. Der Abstand nach oben ist groß, aber wir werden es probieren.”

Wobei der Glaube an das große Comeback Richtung Europa offenbar nach der Niederlage gegen Dortmund und der wieder extrem aufgerissenen Lücke nach oben deutlich gelitten hat. “Wir müssen realistisch sein. Wir wissen, welche unsere Ziele sind, aber auch wie der erste Teil der Saison gelaufen ist. Wir hatten und haben jetzt einen großen Abstand zum sechsten und vierten Platz”, analysierte der 41-Jährige die Lage angesichts von zehn beziehungsweise acht Zählern Rückstand. Und gibt dann einen skeptischen Ausblick ab: “Es wird sehr, sehr, sehr schwer, aber wir werden es probieren.”

In Augsburg hilft nur Siegen

Was soll er als Trainer auch anderes sagen? Bayer muss in Augsburg siegen, um die Restchance und damit auch die Hoffnung auf einen internationalen Startplatz am Leben zu erhalten. Eine weitere Enttäuschung darf sich der eigentliche Champions-League-Anwärter nicht leisten. Vielmehr muss ein am besten überzeugender Sieg her, damit in der Bundesliga nicht schon kurz nach Rückrundenstart der große Blues unter dem Bayer-Kreuz Einzug hält.

Stephan von Nocks

Als Kehl für Freiburg in Dortmund traf – VfB historisch schlecht: Das bringt der 19. Spieltag

Am Freitag eröffnet der FC Augsburg den 19. Spieltag mit der Partie gegen Leverkusen und könnte eine historische Statistik ebenso vergessen machen wie der VfB Stuttgart tags darauf gegen Bremen. Außerdem im Fokus: die Topspiele in Dortmund und Wolfsburg sowie das erste Hertha-Spiel nach Fredi Bobic. 

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

Bongarts/Getty Images

Augsburgs Negativmarke gegen Leverkusen

An das Hinspiel in der Leverkusener BayArena hat der FC Augsburg beste Erinnerungen. Das 2:1 war der erste Sieg, den die Fuggerstädter im 23. Duell mit der Werkself feierten. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings: Zu Hause wartet Augsburg noch auf einen Sieg gegen Leverkusen (0/4/7). Kein anderes Team hat je ein anderes so oft empfangen, ohne auch nur ein einziges Mal gewonnen zu haben. 

Freiburger Einmaligkeit in Dortmunds Festung 

Ein einziges Mal, häufiger hat der SC Freiburg in Dortmund noch nicht gewonnen. Im Oktober 2001 war es ein 2:0, das den Sportclub mit drei Punkten zurück in den Breisgau fahren ließ. Unter den Torschützen damals: Sebastian Kehl, inzwischen Sportdirektor beim BVB, der bei den vergangenen 14 Heimspielen gegen Freiburg 40 von 42 möglichen Punkten geholt hat. 

Nach dem Bobic-Beben: Hertha ist in Frankfurt zu Gast


Fredi Bobic

Nicht mehr im Amt: Fredi Bobic.
IMAGO/RHR-Foto

Hertha BSC erlebt mal wieder turbulente Tage. Nach der Trennung von Fredi Bobic und der Rückkehr von Benjamin Weber und Andreas “Zecke” Neuendorf sind die Berliner bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Nach der Winterpause ist die SGE in spielerischer Hinsicht zwar noch nicht ins Rollen gekommen, trotzdem hat sie fünf Punkte aus den ersten drei Partien geholt. Gegen Hertha verlor Frankfurt ohnehin nur eines der jüngsten acht Duelle – das Heimspiel der Vorsaison (1:2). 

Unbesiegte Kölner gegen RB

7:1 gegen Bremen, 1:1 in München, 0:0 gegen Schalke: In diesem Jahr ist der 1. FC Köln noch ungeschlagen. Hat diese Serie selbst dann noch Bestand, wenn auch das Duell mit Leipzig hinter der Elf von Steffen Baumgart liegt? Von elf Spielen gegen RB gewann Köln nur zwei. 

Hoffenheims Durststrecke – und das Bochum-Omen 

Von den vergangenen acht Bundesligaspielen hat Hoffenheim kein einziges gewonnen. Aber, und das könnte der TSG Mut machen: In der Vorrunde trafen die Kraichgauer nach zehn Partien ohne Sieg auf den VfL Bochum und landeten mit einem 3:2 den Befreiungsschlag.


Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.

Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.
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Die VfB-Flut und das Wiedersehen mit Werder

In den vergangenen 30 Heimspielen ist der VfB Stuttgart kein einziges Mal ohne Gegentreffer davongekommen – eine Negativserie, die es in knapp 60 Jahren Bundesliga noch nie gegeben hat. Letztmals spielten die Schwaben im April 2021 zu null, nun treffen sie erneut auf den damaligen Gegner: Werder Bremen, gegen das Stuttgart seit sechs Partien ungeschlagen ist. Ein gutes Omen, um die Gegentor-Flut nun zu beenden?

Schalke mit frischem Mut nach Mönchengladbach

Durch das 0:0 gegen Köln hat Schalke frischen Mut geschöpft, jetzt haben es die Königsblauen mit Borussia Mönchengladbach zu tun, einem Gegner, gegen den sie nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen haben. Um nun im Borussia-Park den dritten Saisonsieg einzufahren, setzt Schalke auch auf Eder Balanta, der am Deadline Day nach Gelsenkirchen gekommen ist.

Nach den Isco-Irrungen: Union trifft auf Mainz

Trotz der Isco-Irrungen hat Union Berlin am Dienstag die Eintrittskarte fürs Viertelfinale im DFB-Pokal gelöst. Nun treffen die Eisernen auf Mainz 05, peilen den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel des Jahres an und setzen dabei auf ihre Heimstärke: Von den jüngsten 41 Partien vor eigenem Publikum verlor Union nur zwei. 

Endet Bayerns 1:1-Serie gegen Wolfsburg?

1:1 in Leipzig, 1:1 gegen Köln, 1:1 gegen Frankfurt: Die ersten drei Bundesligaspiele des Jahres hat der FC Bayern nicht gewonnen, nun beschließen die Münchner den 19. Spieltag mit einer Partie gegen den VfL Wolfsburg und Ex-Trainer Niko Kovac. Dabei könnte Joao Cancelo zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Nach sechs Siegen in Folge haben die Niedersachsen zuletzt zwei Rückschläge hinnehmen müssen (jeweils 1:2 gegen Werder Bremen und im DFB-Pokal gegen Union Berlin). Auch die Bayern-Bilanz kann Wolfsburg nicht gerade Mut machen: Von 51 Duellen gewann der VfL nur vier, zuletzt gab es 15 Anläufe ohne Sieg.

Wer Kossounou wollte und welche Rolle Bayer bei Atleticos Felipe spielte

Am Deadline Day standen bei Bayer 04 diverse Personalien auf der Tagesordnung. Neben der Großbaustelle Linksverteidiger beschäftigte auch das Abwehrzentrum die Verantwortlichen des Werksklubs.

Hat das Interesse anderer Klubs geweckt: Odilon Kossounou.

Hat das Interesse anderer Klubs geweckt: Odilon Kossounou.

IMAGO/Revierfoto

Es flackerte am frühen Montagnachmittag kurz auf. Bayer bekunde Interesse an Felipe von Atletico Madrid. Eine Meldung von Transfer-Experte Fabrizio Romano, die für Stirnrunzeln sorgte. Ein 33-jähriger Innenverteidiger, der trotz Personalproblemen bei seinem Klub in dieser Saison nur dreimal in der Startelf gestanden hatte, passte so gar nicht zu den Leverkusener Bemühungen um einen Linksverteidiger.

Also nur eine Ente? Eine spanische Quelle, die nah an Klub und Spieler war, bestätigte zwar das Leverkusener Interesse. Doch vom Bundesligisten wurde dies dementiert. Vielmehr vermutete man bei Bayer, dass man von Atletico-Sportdirektor Andrea Berta, zu dem Leverkusens Geschäftsführer Simon Rolfes einen kurzen Draht hat, als Druckmittel für den Deal mit Nottingham ins Spiel gebracht wurde.

Felipe zu verpflichten, so hieß es jedenfalls aus Leverkusen, sei kein Thema gewesen, weil man von dessen Profil nicht restlos überzeugt sei. Ins Auge gefasst hat man den Abwehrhünen also doch beim Sondieren des Marktes. Dies war zumindest prophylaktisch nötig gewesen, weil Nottingham Forest, das am Ende Felipe holte, auch an Leverkusens Abwehrspieler Odilon Kossounou interessiert war.

Nachdem der Premier-League-Aufsteiger schon in der vergangenen Woche Bayer erfolglos ein Leihangebot für Nationalspieler Jonathan Tah unterbreitet hatte, versuchte es der zweimalige Europapokalsieger der Landesmeister nun bei Kossounou. Ein Wettrennen um Felipe zwischen Bayer und Atletico war somit ausgeschlossen. Denn nur wenn Kossounou nach Nottingham gewechselt wäre, hätte Bayer reagieren müssen.

Doch so weit kam es nicht annähernd. Ein Angebot für Felipe hatte Bayer bei Atletico – auch nach den Erkenntnissen der spanischen Quelle – nämlich nie hinterlegt.

Stephan von Nocks

Frauen-Bundesliga: Fragen und Antworten zum Re-Start

Mit dem Spiel Essen gegen Köln steigt die Frauen-Bundesliga nach der Winterpause wieder ein. Fragen und Antworten zum Re-Start der Saison 2022/23.

Re-Start in der Frauen-Bundesliga

Re-Start in der Frauen-Bundesliga

IMAGO/foto2press

Wann ist der Re-Start, wann ist Schluss?

Am 3. Februar 2023 erfolgt der Re-Start der Frauen-Bundesliga, die SGS Essen und der 1. FC Köln eröffnen das Jahr 2023 und damit den 11. Spieltag. Am 28. Mai 2023 geht der 22. und letzte Spieltag in der höchsten deutschen Spielklasse der Frauen über die Bühne.

Wie ist die Ausgangslage im Meisterrennen?

Der VfL Wolfsburg steuert auf seine achte Meisterschaft zu, der Titelverteidiger hat bereits fünf Punkte Vorsprung auf den FC Bayern München. Neben dem FCB ist nur noch Eintracht Frankfurt, das sieben Zähler Rückstand hat, in Reichweite.

11. Spieltag

Welche Rolle spielt der 3. Platz in der Frauen-Bundesliga?

Mit dem 3. Tabellenplatz qualifiziert man sich am Ende der Saison für den einen Platz in der 1. Runde der Champions-League-Qualifikation. Frankfurt scheiterte da zuletzt an Ajax Amsterdam (1:2). Die Eintracht belegt auch aktuell Rang drei, fünf Zähler vor dem SC Freiburg.

Wie ist die Ausgangslage im Abstiegskampf?

Die zwei Abstiegsplätze sind in fester Hand von Werder Bremen und Turbine Potsdam, beide noch sieglos. Werder hinkt mit vier Unentschieden sechs Punkte hinterher, Turbine, immerhin schon sechsmal Meister und zweimal Champions-League-Sieger, droht mit nur einem Punkt der komplette Absturz.

Wie läuft es bislang für die Aufsteiger?

Erstmals seit der Saison 2006/07 könnten beide Aufsteiger die Klasse halten. Damals blieben der TSV Crailsheim und, ja, der VfL Wolfsburg als Tabellen-7. und 8. in der Liga, seitdem hat es immer mindestens einen Neuling erwischt. Aufsteiger MSV Duisburg hat sechs Zähler Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz, der SV Meppen gar acht.

Sind noch alle Trainer im Amt?

Nein! Schlusslicht Potsdam hatte sich schon Ende Oktober 2022 von Sebastian Middeke getrennt und wird von Interimscoach Sven Weigang gecoacht. Hoffenheim, das Platz drei eigentlich im Blick hatte und auf Rang 5 schon sechs Punkte Rückstand hat, hat Gabor Gallai im Dezember 2022 freigestellt. Erst Ende März übernimmt Ex-Wolfsburg-Erfolgscoach Stephan Lerch.    

FE:male #15 - Laura Freigang

27. Januar 202357:24 Minuten

FE:male #15 – Laura Freigang

Ich bin ein Spielertyp, den man auf dem Platz haben wollen muss! So selbstbewusst zeigt sich Nationalspielerin Laura Freigang, als wir sie im Herzen von Europa treffen. Mit ihr sprechen wir über die noch junge Frauenabteilung von Eintracht Frankfurt und sie beschreibt, warum der Verein den X-Faktor hat. Gemeinsam diskutieren wir außerdem über die vergangene WM in Katar. Freigang erklärt, warum der DFB eine neue Identität finden muss und wieso sie die Spieler absolut nicht beneidet. Natürlich blicken wir auch voraus auf die Frauen WM in Australien/Neuseeland in diesem Sommer. Die Stürmerin spricht über die Erwartungen an das Turnier, wie sie ihren sportlichen Anspruch deutlich machen will und warum ihr Social Media Profil in nur 14 Minuten durch die Decke gegangen ist. Darüber hinaus berichtet sie über ihre aufregende Zeit in den USA und erzählt, warum sie die Hälfte des Jahres um 5 Uhr aufgestanden ist um zu rennen und welche zwei wichtigen Entscheidungen es dort zu treffen gilt.

FE:male #14 – Maximilian Arnold

04.11.2022

FE:male #13 – Timo Baumgartl

30.09.2022

FE:male Spezial – Lea Schüller

16.09.2022

FE:male #12 – Alexandra Popp

02.09.2022

weitere Podcasts

Was gibt es sonst noch?

“Mister Frauenfußball” Siegfried Dietrich bekleidet seit Anfang des Jahres kein offizielles Amt mehr in Frankfurt und auch beim DFB. Nach über 30 Jahren als Manager besonders im Frauenfußball ist der 65-Jährige Ende 2022 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. 

Wo sind die Spiele der Frauen-Bundesliga in TV und Stream zu sehen?

Alle Partien aus der Frauen-Bundesliga sind bei “MagentaSport” im Livestream zu sehen, die Telekom hält die TV-Rechte. Zudem zeigt Eurosport immer freitags (ab 19.15 Uhr) ein Spiel live, die ARD in der Regel mit ihren Dritten Programmen immer samstags eine Partie, entweder um 13 Uhr im Livestream oder um 14 Uhr live im TV.

Überblick: Die wichtigsten Transfers am “Deadline Day”

Welche Spieler sind am letzten Tag der Winter-Transferphase noch gewechselt? Eine Auswahl von der 1. bis zur 3. Liga – und auch international.

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

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BUNDESLIGA

Joao Cancelo (28): Von Manchester City zum FC Bayern München (Abwehr, Leihe)
Philipp Max (29): Von der PSV Eindhoven zu Eintracht Frankfurt (Abwehr, Leihe)
Renato Veiga (19):
Von Sporting Lissabon zum FC Augsburg (Mittelfeld)
Tolga Cigerci (30): Von Ankaragücü zu Hertha BSC (Mittelfeld)
Eder Balanta (29): Von Club Brügge zu Schalke 04 (Mittelfeld, Leihe)

2. BUNDESLIGA

Gustavo Puerta (19): Von Bayer 04 Leverkusen zum 1. FC Nürnberg (Mittelfeld, Leihe)
Filip Stojilkovic (23): Vom FC Sion zu Darmstadt 98 (Sturm)
Marcel Mehlem (27): Vom SC Paderborn zum SV Sandhausen (Mittelfeld)
Lukas Petkov (22): Vom FC Augsburg zur SpVgg Greuther Fürth (Mittelfeld, Leihe)
Budu Zivzivadze (28): Vom Fehervar FC zum Karlsruher SC (Sturm)
Nicolas de Preville (32): Zum 1. FC Kaiserslautern (Sturm, zuletzt vereinslos)

3. LIGA

Ben Bobzien (19): Vom 1. FSV Mainz 05 zur SV Elversberg (Sturm, Leihe)
Kevin Broll (27): Von Gornik Zabrze zu Dynamo Dresden (Tor)
Bruno Soares (34): Von HK Kopavogur zum SV Meppen (Abwehr)
Orhan Ademi (31): Von UTA Arad zum VfB Oldenburg (Sturm)

PREMIER LEAGUE

Enzo Fernandez (22): Von Benfica Lissabon zum FC Chelsea (Mittelfeld)
Marcel Sabitzer (28): Vom FC Bayern München zu Manchester United (Mittelfeld, Leihe)
Kamaldeen Sulemana (20): Von Stade Rennes zum FC Southampton (Sturm)
Keylor Navas (36): Von PSG zu Nottingham Forest (Tor, Leihe)
Felipe (33): Von Atletico Madrid zu Nottingham Forest (Abwehr)
Harry Souttar (24): Von Stoke City zu Leicester City (Abwehr)
Illya Zabarnyi (20): Von Dynamo Kiew zu AFC Bournemouth (Abwehr)
Sasa Lukic (26): Vom FC Turin zum FC Fulham (Mittelfeld)
Pedro Porro (23): Von Sporting Lissabon zu Tottenham Hotspur (Abwehr)
Naouirou Ahamada (20): Vom VfB Stuttgart zu Crystal Palace (Mittelfeld)
Jorginho (31): Vom FC Chelsea zum FC Arsenal (Mittelfeld)

LA LIGA

Matt Doherty (31): Von Tottenham Hotspur zu Atletico Madrid (Abwehr, Leihe)
Fernando Pacheco (30): Von Almeria zu Espanyol (Tor)
Haris Seferovic (30): Von Galatasaray zu Celta Vigo (Sturm, von Benfica weiterverliehen)
Jorge Meré (25): Von CF America zum FC Cadiz (Abwehr, Leihe)
Ayoze Perez (29): Von Leicester City zu Real Betis (Sturm, Leihe)
Denis Suarez (28): Von Celta Vigo zu Espanyol (Mittelfeld)

SERIE A

Luca Pellegrini (23): Von Eintracht Frankfurt zu Lazio Rom (Abwehr, von Juve weiterverliehen)
Diego Llorente (29): Von Leeds United zur AS Rom (Abwehr, Leihe)
Florian Thauvin (30): Zu Udinese Calcio (Mittelfeld, zuletzt vereinslos)
Antonin Barak (28): Von Hellas Verona zur AC Florenz (Mittelfeld)

ANDERE WICHTIGE DEALS

Angelo Fulgini (26): Vom 1. FSV Mainz 05 zu RC Lens (Mittelfeld, Leihe)
Hector Bellerin (27): Vom FC Barcelona zu Sporting Lissabon (Abwehr)
Thorgan Hazard (29): Von Borussia Dortmund zur PSV Eindhoven (Sturm, Leihe)
Kaan Ayhan (28): Von Sassuolo zu Galatasaray (Abwehr, Leihe)
Vitinha (22): Von Sporting Braga zu Olympique Marseille (Sturm)

Puerta: Vertrag bei Bayer 04, Spielpraxis beim Club

Bayer 04 Leverkusen hat am Dienstag Gustavo Puerta unter Vertrag genommen, der Kapitän der kolumbianischen U-20-Nationalmannschaft wird aber zunächst für den 1. FC Nürnberg spielen.

Nach der U-20-Südamerika-Meisterschaft auf dem Weg Richtung Nürnberg: Gustavo Puerta.

Nach der U-20-Südamerika-Meisterschaft auf dem Weg Richtung Nürnberg: Gustavo Puerta.

AFP via Getty Images

19 Jahre, technisch versiert, aktuell mit der U 20 Kolumbiens noch bei der Südamerika-Meisterschaft im Einsatz – und künftig bei Bayer 04 vertraglich gebunden: Leverkusen hat sich zum Ende der Wintertransferperiode die Dienste von Gustavo Puerta vom kolumbianischen Hauptstadt-Klub Bogota FC bis zum 30. Juni 2028 gesichert.

Für die Werkself wird der zentrale Mittelfeldspieler aber zunächst nicht auflaufen, für Puerta geht’s nach dem U-20-Turnier wohl bis 2024 in Nürnberg weiter. “Wir pflegen mit dem 1. FC Nürnberg schon seit langem eine gute Verbindung und haben auch in diesem Fall eine für alle Seiten vorteilhafte Vereinbarung getroffen. ‘Der Club’ bekommt einen starken und entwicklungsfähigen Spieler, und Gustavo kann sich hier in Deutschland auf sehr hohem Niveau akklimatisieren und notwendige Spielpraxis sammeln”, begründet Bayer-Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes die sofortige Leihe an den FCN.

Es spricht für den Club, dass wir derartige Modelle mit etablierten Bundesliga-Vereinen umsetzen können.

FCN-Sportvorstand Dieter Hecking

Nürnbergs Sportvorstand Dieter Hecking sieht in dem Transfer einen “Vorgriff auf die neue Saison und keine Sofortmaßnahme. Es spricht für den Club, dass wir derartige Modelle mit etablierten Bundesliga-Vereinen umsetzen können.”

Die guten Erfahrungen mit Castrop

Auch Olaf Rebbe freut sich nach dem Deal mit Bayer: “Wir haben mit dieser Art von Leihmodellen bereits in der jungen Vergangenheit z.B. mit Jens Castrop sehr gute Erfahrungen gemacht. Gustavo wird die Zeit bekommen, sich gut bei uns zu akklimatisieren und zu integrieren.”

Puerta wird, wenn er beim Club angekommen ist, die Rückennummer 24 erhalten. Die Finalrunde der Südamerika-Meisterschaft dauert bis zum 12. Februar.

Leverkusen: Sosa-Deal wird nicht klappen

Auf der Zielgeraden des Winter-Transferfensters kommt bei Bayer 04 nochmal richtig Bewegung rein. Gleich wegen fünf Personalien sind bzw. waren die Leverkusener Verantwortlichen in regen Gesprächen. Dass aber auf den letzten Drücker das Problem auf der linken Defensivseite gelöst wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Der kicker gibt einen Überblick über die Transfer-Kandidaten bei Bayer 04.

Stuttgarts Borna Sosa ist zu teuer für Bayer Leverkusen.

Stuttgarts Borna Sosa ist zu teuer für Bayer Leverkusen.

IMAGO/Sportfoto Rudel

Borna Sosa: Da sich die Stuttgarter Hoffnungen auf ein lukratives Angebt aus England für den kroatischen WM-Teilnehmer nicht erfüllt haben, wollte Bayer 04 die Chance nutzen und Borna Sosa als Verstärkung für die linke Defensivseite verpflichten. Die Stuttgarter Vorstellungen liegen aber bei 15 bis 20 Millionen Euro Ablöse. Das ist viel zu viel für den Werksklub, der etwa zehn Millionen Euro als Budget für die Ablöse zur Verfügung hat. Eine sportlich ähnlich interessante Alternative fehlt. Stand jetzt wird wohl kein neuer Linksverteidiger im Winter nach Leverkusen wechseln.

Sardar Azmoun: Der iranische Nationalstürmer, der erst vor ein paar Tagen erklärt hatte, dass er in Leverkusen erfolgreich und dort ein wichtiger Spieler werden wolle, steht nun bei Olympique Marseille auf der Liste – und soll nicht abgeneigt sein. Der 28-Jährige ist einer von zwei oder drei Kandidaten für den Angriff von OM. Bayer möchte den Stürmer nur verkaufen, nicht verleihen. Die Ablöseforderung liegt bei zehn Millionen Euro. Das Interesse der Franzosen ist verbürgt, ein konkretes Angebot für Azmoun lag am Dienstagmorgen aber nicht vor. Da Bayer keinen Ersatz für den Iraner verpflichten würde, bleibt diese Personalie potenziell über die deutsche Deadline um 18 Uhr hinaus offen.

Charles Aranguiz: Der Chilene, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, verhandelt mit Vasco da Gama über einen Wechsel. Doch einen Transfer des 33-Jährigen im Winter wird es trotz eines personellen Überangebots im Bereich der Doppelsechs nicht geben. “Er bleibt”, erklärt Geschäftsführer Simon Rolfes.

Gustavo Puerta: Mit dem kolumbianischen Mittelfeld-Talent, das als Achter oder Sechser spielen kann, ist sich Bayer genauso einig, wie mit dessen Klub Bogota FC. Inzwischen wurde auch der Medizincheck in Südamerika absolviert, da der 19-Jährige aktuell bei der südamerikanischen U-20-Meisterschaft aktiv ist.  Der Rechtsfuß kostet etwa eine Million Euro Ablöse. Alle Details sind geklärt. Der Deal muss nur noch abgewickelt werden.

Zidan Sertdemir: 2021 wechselte Zidan Sertdemir als 16-Jähriger für eine Million Euro vom FC Nordsjaelland zu Bayer. Jetzt kehrt der 17-jährige Mittelfeldspieler, der zu drei Bundesligaeinsätzen kam, nach eineinhalb Jahren zu seinem Klub nach Dänemark zurück, unterschreibt dort erstmal einen Vertrag über die maximal erlaubte Laufzeit von drei Jahren. Allerdings dürfte der Kontrakt zu seinem 18. Geburtstag am 4. Februar schnell verlängert werden. Bayer bekommt nun selbst eine Million Euro Ablöse, hält aber weiter 50 Prozent der Transferrechte, besitzt zudem ein Vorkaufsrecht, falls Nordsjaelland den Mittelfeldspieler verkaufen möchte, der dringend Spielpraxis auf hohem Niveau benötigt, um sich weiterzuentwickeln.

Stephan von Nocks

Xabi Alonso und die dritte Dimension

Beim 0:2 gegen den BVB zeigt Bayer 04 erst einen Entwicklungsschritt und nach einem Fehler die aktuellen Limits des Teams. Die Rückkehr eine echten Mittelstürmers in Form von Patrik Schick wird in Leverkusen herbeigesehnt.

Sah zwei Gesichter seines Teams: Xabi Alonso.

Sah zwei Gesichter seines Teams: Xabi Alonso.

IMAGO/osnapix

Es war ein Spiel der klaren Erkenntnisse. Die 90 Minuten gegen Borussia Dortmund kamen einem Zwischenzeugnis gleich, das Xabi Alonso und der Werkself nach dem ersten Spieltag der Rückrunde ausgestellt wurde. Mit guten wie auch schlechten Zensuren.

Die Startphase gegen den BVB war die beste, die Bayer unter Xabi Alonso hingelegt hat. “Wir haben sehr, sehr gut angefangen, können oder müssen vielleicht sogar in Führung gehen. Dann läuft so ein Spiel anders”, analysierte Sechser Robert Andrich, “dann machen wir einen Fehler, der sofort bestraft wird. Und danach war es ein Spiel zweier Mannschaften, die sehr, sehr fokussiert waren. Dortmund hat es taktisch auch gut gemacht.”

Bayer lief zu Beginn hoch an, erarbeitet sich frühe Ballgewinne, wusste auch in Ballbesitz gut zu kombinieren und erspielte sich so auch eine Großchance von Moussa Diaby. Wäre der Franzose in der 17. Minute nicht an Dortmunds Keeper Gregor Kobel gescheitert, wäre die Partie genau nach Xabi Alonso Geschmack gelaufen. In Führung gehen und dann in die sich bietenden Räume kontern – das kann Bayer.

Nach dem Rückstand verlor Bayer die Kontrolle

Doch nach dem leichtfertigen Ballverlust von Nadiem Amiri, der das 0:1 einleitete, verlor Bayer aber die Kontrolle. Der BVB übernahm das Kommando, beherrschte mit einer taktischen Anpassung dennoch Leverkusens Schnelligkeit und unterband die Konter der Gastgeber.

Das Umschaltspiel in die Offensive hat sich unter Xabi Alonso genauso zu einer Stärke entwickelt wie die deutlich stabilere Defensiv-Performance der Werkself. Doch gestattet der Gegner Bayers flinken Offensivkräften keine Räume, werden Limits deutlich. “In den ersten 20 Minuten hatten wir das Spiel mit Ballbesitz kontrolliert, aber wir hatten bis auf die Chance keine Chance zu laufen.” Zu laufen. In die Tiefe. Den Gegner überrumpeln. Dies ist die einzige Spielart, die die Werkself wirklich beherrscht.

Haller zeigt, was Bayer fehlt

Doch um den Ballbesitz zu veredeln, bedarf es mehr Variationsmöglichkeiten. “Das ist auch ein Lernprozess”, erklärte Andrich, “wenn ein Gegner sich auf uns einstellt, es auch zu schaffen, mit anderen Mitteln Chancen herauszuspielen. Das haben wir teilweise richtig gut geschafft, aber noch ein bisschen zu wenig.”

Bayer fehlt das Stilmittel über einen echten Mittelstürmer zu spielen. Wie essentiell dieses Element ist, zeigte der BVB beim Führungstreffer, den Sturmtank Sebastien Haller, der eine Pass von Julian Brandt zu Torschütze Karim Adeyemi durch die Beine laufen ließ, per Finte ermöglichte und immer wieder als Wandspieler und damit als Katalysator des BVB-Spiels fungierte.

Leverkusen fehlte ein solcher. Erst recht nach dem 0:2 als man den Druck auf den Dortmunder Strafraum nochmal erhöhte, aber nicht die Gefahr für das gegnerische Tor. “Natürlich ist ein Zielspieler vorne etwas Gutes, aber ich glaube nicht, dass wir die Mannschaft sind, die die Dinger von außen direkt schonreinflankt. Wir versuchen es trotzdem immerhin noch spielerisch”, sagte Andrich, der die dritte Dimension, die Option, mit hohen Anspielen zu agieren, vermisst, “dass man dann noch eine zweite oder dritte Lösung in Petto hat, auch mal zwei Stürmer zu bringen, die auch in der Luft gut sind, dass du dann auch einen Spielzug mit langen Bällen hast.”

Auch wenn gegen den BVB die zweimal von Amiri entblößte linke Defensivseite ursächlich für die Niederlage war, benötigt Bayer, das gegen Dortmund mit Florian Wirtz als falscher Neun begann, dringend einen echten Mittelstürmer, um in Sachen Strafraumpräsenz zuzulegen. “Das wird dem Trainer auch klar sein”, so Andrich, “dass das auch mal möglich sein kann oder muss. Trotzdem hat es heute daran nicht gelegen.”

Schicks Comeback wird herbeigesehnt

Xabi Alonso ist diese Notwendigkeit natürlich bewusst. Allerdings fehlt ihm derzeit die dafür nötige Besetzung in Person von Patrik Schick. “Wir brauchen ihn, wenn wir den Strafraum attackieren möchten, dann benötigen wir seine Power”, urteilt der Spanier, der das Comeback des Tschechen herbeisehnt: “Hoffentlich ist er bald zurück.”

Schick, seit Anfang November von hartnäckigen Leistenproblemen lahmgelegt, soll und muss es richten. Xabi Alonso bremst noch: “Wir müssen auf den richtigen Moment warten.” Dieser komme “vielleicht” in Augsburg. Beim Comeback des Torjägers möchten der Trainer und der Klub nicht zu viel riskieren.

Andererseits steht Bayer auch extrem unter Zugzwang, darf sich keine weiteren Rückschläge leisten. Denn trotz der zwei Siege zum Wiederauftakt hat Leverkusen den Anschluss an Platz 4 völlig abreißen lassen. Selbst die Qualifikation für die Europa League wird bei acht Punkten Rückstand auf Rang 6, der dafür reichen kann, zum Kraftakt.

Xabi Alonso, der gebetsmühlenartig die Formel vom “Von-Spiel-zu-Spiel-denken” wiederholt, betont: “Wenn wir jetzt an den Mai denken, machen wir einen Fehler.” Womit er zweifelsfrei Recht hat. Droht das Szenario zum Saisonfinale doch ein brutal ernüchterndes zu sein für den mit so hohen Ambitionen in diese Spielzeit gestarteten Klub.

Stephan von Nocks

Wer wechselt noch? Die Transferpläne der 18 Bundesligisten

Das Winter-Transferfenster in Deutschland ist nur noch bis Dienstagabend geöffnet. Wer könnte noch kommen? Wer noch gehen? Der aktuelle Stand im Kurz-Überblick.

Wechsel-Kandidaten: Philipp Max, Maximilian Philipp, Genki Haraguchi und Jannik Vestergaard (v.li.).

Wechsel-Kandidaten: Philipp Max, Maximilian Philipp, Genki Haraguchi und Jannik Vestergaard (v.li.).

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FC Bayern

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner. Für den lange verletzten Bouna Sarr (30, Abwehr) mangelt es an Interessenten.

1. FC Union Berlin

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Kevin Möhwald (29, Mittelfeld, Verkauf), Levin Öztunali (26, Mittelfeld, Verkauf), Milos Pantovic (26, Mittelfeld, Transfer/Leihe), Tim Maciejewski (21, Mittelfeld, Leihe), Genki Haraguchi (31, Mittelfeld, Verkauf)

RB Leipzig

Wer könnte noch kommen? Ein offensiver Mittelfeldspieler
Wer könnte noch gehen? Keiner

Borussia Dortmund

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Thorgan Hazard (29, Mittelfeld), Nico Schulz (29, Abwehr)

SC Freiburg

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

Eintracht Frankfurt

Wer könnte noch kommen? Eine Verpflichtung für den Defensivbereich kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, Gerüchte gibt es um Linksverteidiger Philipp Max (29, PSV Eindhoven).
Wer könnte noch gehen? Luca Pellegrini (23, Abwehr)

VfL Wolfsburg

Wer könnte noch kommen? Bei einem linken Innenverteidiger hält der VfL die Augen offen, hat aber keine akute Not, zumal Linksverteidiger-Neuzugang Nicolas Cozza auch innen spielen könnte. Sollte nach Josip Brekalo (Florenz) ein weiterer Offensivmann gehen, könnte noch ein Ersatz verpflichtet werden.
Wer könnte noch gehen? Maximilian Philipp (28, Mittelfeld), Luca Waldschmidt (26, Mittelfeld)

Borussia Mönchengladbach

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

Bayer 04 Leverkusen

Wer könnte noch kommen? Gustavo Puerta (19, Mittelfeld, Bogota FC, eine Million Euro Ablöse), ein Linksverteidiger
Wer könnte noch gehen? Charles Aranguiz (33, Mittelfeld), Sardar Azmoun (28, Angriff)

Werder Bremen

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

1. FSV Mainz 05

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

1. FC Köln

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

TSG Hoffenheim

Wer könnte noch kommen? Thomas Delaney (31, Mittelfeld defensiv, Leihe vom FC Sevilla)
Wer könnte noch gehen? Keiner

FC Augsburg

Wer könnte noch kommen? Tim Breithaupt (20, Mittelfeld, Karlsruher SC)
Wer könnte noch gehen? Carlos Gruezo (27, Mittelfeld, San José Earthquakes)

VfB Stuttgart

Wer könnte noch kommen? Genki Haraguchi (31, Mittelfeld, Union Berlin), Gil Dias (26, Mittelfeld, Benfica Lissabon)
Wer könnte noch gehen? Ömer Beyaz (19, Mittelfeld)

VfL Bochum

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Lys Mousset (26, Angriff, Verkauf)

Hertha BSC

Wer könnte noch kommen? Maximilian Philipp (28, Angriff, VfL Wolfsburg), Gauthier Hein (26, Angriff, AJ Auxerre), Selim Amallah (26, Mittelfeld, Standard Lüttich), Jannik Vestergaard (30, Abwehr, Leicester City)
Wer könnte noch gehen? Keiner

FC Schalke 04

Wer könnte noch kommen? Eine weitere Alternative für das Mittelfeld
Wer könnte noch gehen? Keiner aus dem aktuellen Profikader; für die zur U 23 versetzten Nassim Boujellab (23, Mittelfeld) und Timothee Kolodziejczak (31, Abwehr) wird nach Lösungen gesucht.

“Deadline Day” 2023: So schließt das Winter-Transferfenster

Nur noch bis Dienstagabend sind Wechsel in die Bundesliga erlaubt – in andere Ligen aber auch danach noch. Die wichtigsten Fakten zum Winter-Transferfenster 2023.

Stressige letzte Stunden: Max Eberl ist bei RB Leipzig kurz vor dem Ende der Transferphase noch einmal gefordert.

Stressige letzte Stunden: Max Eberl ist bei RB Leipzig kurz vor dem Ende der Transferphase noch einmal gefordert.

IMAGO/Moritz Müller

Plötzlich wird es für Max Eberl und RB Leipzig noch einmal ernst. Nach Christopher Nkunku, der sich im Herbst einen Außenbandriss im Knie zugezogen hatte und noch einige Wochen ausfallen wird, erwischte es am Freitag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) mit Dani Olmo plötzlich den zweiten wertvollen Offensivspieler. Rund fünf Wochen wird der Spanier wegen eines Muskelfaserrisses fehlen – und so sondiert Eberl inzwischen fieberhaft den Markt nach einem offensiven Mittelfeldspieler. Viel Zeit bleibt aber nicht mehr.

Nur noch bis diesen Dienstag, 31. Januar, um 18 Uhr haben die deutschen Profiklubs Zeit, eine Verstärkung zu finden. Dann endet die sogenannte Wechselperiode II, und alle erforderlichen Unterlagen für verpflichtete Neuzugänge müssen ins digitale Transfer-Online-Registrierungssystem (TOR) der DFL hochgeladen sein.

Im vergangenen Winter machten die Bundesligisten sogar ein Plus

Nach diesem “Deadline Day” können – anders als nach dem sommerlichen Transferfenster – auch keine vertragslosen Spieler mehr verpflichtet werden. Abgänge sind dann allerdings in einige Länder noch möglich, etwa in die Türkei, die USA oder die Schweiz (Übersicht siehe unten). England, Spanien, Italien und Frankreich schließen ihr Fenster dagegen ebenfalls am 31. Januar.

In der vergangenen Winter-Wechselperiode hatte die Bundesliga im Vergleich zu den anderen europäischen Topligen sehr zurückhaltend agiert. Während La Liga rund 74, die Ligue 1 80, die Serie A 175 und die Premier League satte 354 Millionen Euro an Ablösesummen in neue Spieler investiert hatten, waren die Bundesligisten zusammen “nur” auf 62,6 Millionen Euro gekommen und hatten als einzige dieser fünf Ligen am Ende ein Plus erwirtschaftet (+4,9 Millionen Euro). 

Ausgewählte Winter-Transferfenster 2023 in der Übersicht:

England: 1.1. bis 31.1.
Spanien: 2.1. bis 31.1.
Italien: 2.1. bis 31.1.
Frankreich: 1.1. bis 31.1.
Portugal: 3.1. bis 2.2.
Niederlande: 3.1. bis 31.1.
Österreich: 7.1. bis 6.2.
Schweiz: 16.1. bis 15.2.
Türkei: 12.1. bis 8.2.
USA: 31.1. bis 24.4.
Australien: 11.1. bis 7.2.