Der Winterfahrplan der Zweitligisten

Bedingt durch die WM legt die 2. Liga mit der Rückrunde erst Ende Januar wieder los. So sind die Pläne der 18 Zweitligisten.

Ein Trainingslager in wärmeren Gefilden haben 15 der 18 Zweitligisten geplant.

Ein Trainingslager in wärmeren Gefilden haben 15 der 18 Zweitligisten geplant.

IMAGO/Zink

SV Darmstadt 98

Urlaub: 15.11. bis 4.12. und 19.12. bis 2.1. 
Trainingsauftakt: 5.12. und 3.1.
Trainingslager: 5.1. bis 15.1. in El Saler (Spanien)
Testspiele: 10.12. gegen SV Morlautern (13 Uhr), 17.12. gegen Young Boys Bern (18 Uhr), 21.1. gegen FC Wil (13 Uhr)

Hamburger SV

Urlaub: 21.11. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 2.1.
Trainingslager: in Planung
Testspiele: 18.11. bei Ventura County
Besonderes:
USA-Reise vom 13.11. bis 22.11.

1. FC Heidenheim

Urlaub: 16.11. bis 9.12. und 23.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 10.12. und 2.1. 
Trainingslager: 12.1. bis 22.1. in Algorfa (Spanien) 
Testspiele: 16.12. beim FC Augsburg (14 Uhr), 17.12. gegen Waldhof Mannheim (14 Uhr), 21.12. gegen FC Ingolstadt (14 Uhr)

1. FC Kaiserslautern

Urlaub: ab 12.11. 
Trainingsauftakt: 11.12., zuvor ab 5.12.: Leistungstests und individuelles Training 
Trainingslager: 3.1. bis 11.1. in Belek (Türkei) 
Testspiele: 16.12. gegen SV Wehen Wiesbaden (13.30 Uhr), Testspiele im Trainingslager noch offen

Hannover 96

Urlaub: 12.11. bis 27.11. und 10.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 28.11. und 2.1. 
Trainingslager: 7.1. bis 15.1. in Belek (Türkei) 
Testspiele: 2.12. gegen Hertha BSC und 9.12. beim SC Paderborn

SC Paderborn 07

Urlaub: 14.11. bis 4.12. sowie über Weihnachten und den Jahreswechsel 
Trainingsauftakt: 5.12. 
Trainingslager: 9.1. bis 18.1. in Alicante (Spanien) 
Testspiele: 9.12. gegen Hannover 96, 10.12. gegen VfL Osnabrück, 16.12. gegen VfL Bochum, 17.12. bei Rot-Weiss Essen, 7.1. gegen MSV Duisburg, 21.1. gegen Bielefeld, zwei weitere geplant

Fortuna Düsseldorf

Urlaub: 4.12. bis 1.1. 
Trainingsauftakt: 2.1. 
Trainingslager: 8.1. bis 15.1. in Marbella (Spanien) 
Testspiele: 19. 11., 15 Uhr: Teilnahme am “xotto-Cup” in Lohne (jeweils 45-minütiges Spiel gegen Arminia Bielefeld und Werder Bremen), 30.11. (16 Uhr, Paul-Janes-Stadion, Gegner noch offen), 6.1. gegen SV Meppen (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion), 20.1. Testspiel in Planung, weitere im Trainingslager geplant

Holstein Kiel

Urlaub: 14.11. bis 15.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 16.12. und 2.1.
Trainingslager: 8.1. bis 15.1. in Oliva Nova (Spanien)
Testspiele: zwei im Trainingslager und eines danach in Deutschland geplant

Hansa Rostock

Urlaub: 14.11. bis 4.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 5.12. und 2.1.
Trainingslager: 5.1. bis 15.1. in Belek (Türkei)
Testspiele: noch keine Angaben

SpVgg Greuther Fürth

Urlaub: 17.11. bis 3.12. und 22.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 4.12. (10.30 Uhr) und 2.1.
Trainingslager: 4.1. bis 12.1 in Belek (Türkei)
Testspiele: 9.12. gegen ATSV Erlangen, 15.12. beim FC Ingolstadt, 20.12. bei TSG Hoffenheim, weitere im Januar geplant

1. FC Nürnberg

Urlaub: 20.11. bis 11.12. und 23.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 12.12 und 2.1.
Trainingslager: 8.1 bis 15.1 in Belek (Türkei)
Testspiele: 7.1. gegen Aue, 21.1. bei Sparta Prag, weitere im Trainingslager geplant
Besonderes: Leistungsdiagnostik bis 18.11.

Jahn Regensburg

Urlaub: 13.11. bis 4.12. und kurz vor Weihnachten bis 2.1.
Trainingsauftakt: 5.12. und 3.1.
Trainingslager: noch offen
Testspiele: 16.12. gegen SV Ried, weitere geplant

Karlsruher SC

Urlaub: 13.11. bis 4.12.
Trainingsauftakt: 5.12.
Trainingslager: 13.1. bis 22.1. in Estepona (Spanien)
Testspiele: 9.12. bei Viktoria Köln (13 Uhr), 10.12. beim VfL Bochum (13 Uhr), 16.12. beim SC Freiburg (13.30 Uhr, 4-mal 30 Minuten)

Eintracht Braunschweig

Urlaub: 14.11. bis 27.11. und 15.12. bis 3.1.
Trainingsauftakt: 28.11. und 4.1.
Trainingslager: 15.1. bis 22.1 in Spanien (Ort noch offen)
Testspiele: 29.11 und 1.12. (Gegner, Ort noch offen), 7.12. bei Hertha BSC (13 Uhr), 13.12. gegen SC Verl (12 Uhr), 8.1. gegen Halleschen FC

FC St. Pauli

Urlaub: 19.11. bis 8.12.
Trainingsauftakt: 9.12.
Trainingslager: 2.1. bis 9.1. in Benidorm (Spanien)
Testspiele: 4.1. gegen Werder Bremen, weitere geplant

Arminia Bielefeld

Urlaub: 5.12. bis 2.1.
Trainingsauftakt: 3.1.
Trainingslager: 12.1. bis 19.1. in Benidorm (Spanien)
Testspiele: 19.11. Blitzturnier in Lohne gegen Werder Bremen (14 Uhr) und Fortuna Düsseldorf (15 Uhr), 7.1. gegen SC Verl (Ort offen), 11.1. bei Borussia Mönchengladbach, 21.1. beim SC Paderborn, zwei weitere im Trainingslager geplant

1. FC Magdeburg

Urlaub: 14.11. bis 11.12. und 24.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 13.12. (11 Uhr) (12.12.: Leistungsdiagnostik) und 2.1
Trainingslager: 4.1. bis 14.1. in der Türkei (Ort noch offen)
Testspiele: 21.12. (Gegner noch offen), weitere am 16./17.1. und 20./21.1. sowie im Trainingslager geplant

SV Sandhausen

Urlaub: 3.12. bis 1.1.
Trainingsauftakt: 2.1.
Trainingslager: 10.1. bis 20.1. (Ort noch offen)
Testspiele: 20.11. beim FC Basel, 2.12. gegen Eintracht Frankfurt, 7.1. gegen TuS Mechtersheim, weitere geplant

Königsdörffer: Tor und Trauer

Während der an Ereignissen und Besichtigungen reichen USA-Tour des Hamburger SV sorgte Ransford Königsdörffer gegen Orange County FC für das bisherige sportliche Highlight – eigentlich wollte der 21-Jährige jedoch gar nicht dabei sein. Sein Winter-Ziel war ursprünglich Katar.

HSV-Angreifer Ransford Königsdörffer verpasst die WM.

HSV-Angreifer Ransford Königsdörffer verpasst die WM.

IMAGO/Lobeca

HSV-Angreifer Ransford Königsdörffer hatte im September sein Länderspieldebüt für Ghana gefeiert und sich große Hoffnungen auf ein WM-Ticket gemacht. Auch Tim Walter hatte für den gebürtigen Berliner bei Nationaltrainer Otto Addo, einem waschechten Hamburger, die Werbetrommel gerührt und gesagt: “Er kann mich gern anrufen! Ransi hat so viel Power und Energie! Er macht es bei uns richtig gut.” Mitte der vergangenen Woche aber kam dann der Anruf beim Spieler – mit der Absage für das Turnier in der Wüste.

Königsdörffer weist Vielseitigkeit nach

Nach seinem Siegtor per Kopf zum 1:0 gegen den US-Zweitligisten Orange County FC vor knapp 4000 Zuschauern sprach Königsdörffer offen über seine Enttäuschung darüber. “Ich war natürlich enttäuscht und wäre gern dabei gewesen.” In seinem ersten Halbjahr in der Hansestadt hat er durchaus Argumente gesammelt, fünf Zweitligatore erzielt und zuletzt aufgrund der Personalnot als Rechtsverteidiger ausgeholfen, damit also auch eine gewisse Vielseitigkeit nachgewiesen. “Ich bin der Meinung, dass ich es verdient gehabt hätte, dabei zu sein”, sagt der Ex-Dresdner, “aber der Trainer hat anders entschieden und mich auch persönlich angerufen.”

Zwei Trostfaktoren sind sein Alter und der HSV. Königsdörffer weiß, dass ihm mit erst 21 Jahren noch weitere Chancen bevorstehen. “Ich bin noch jung, werde weiter Gas geben! Es gibt ja noch ein paar Weltmeisterschaften.” Dazu hilft ihm das Beisammensein mit den Kollegen in Kalifornien über das HSV-Coach Walter sagt: “Die Jungs genießen es einfach, wenn wir alle zusammen sind und Zeit miteinander verbringen.” Königsdörffer bestätigt dies: “Immerhin bin ich jetzt wenigstens mit in den USA. Das ist auch schön.” Und einen sportlichen Akzent hat er während der Tour mit seinem siegbringenden Kopfballtreffer auch schon gesetzt.

Sebastian Wolff

HSV gewinnt ersten USA-Test – Schonlau hat Spaß

Der Hamburger SV hat seine USA-Reise mit einem Sieg begonnen. In der Nacht auf Mittwoch (MEZ) wurde Ransford-Yeboah Königsdörffer zum Matchwinner.

"Ich denke, es war für alle Beteiligten ein gelungenes Spiel": HSV-Kapitän Sebastian Schonlau.

“Ich denke, es war für alle Beteiligten ein gelungenes Spiel”: HSV-Kapitän Sebastian Schonlau.

IMAGO/Eibner

Der Hamburger SV ist einer von mehreren deutschen Klubs, der die WM-Pause für eine Reise in die USA nutzt. Seit Sonntag und noch bis zum 22. November tourt der aktuelle Tabellenzweite der 2. Bundesliga durch Kalifornien. Am Dienstagabend (Ortszeit) stand in Irvine beim Orange County Soccer Club, einem Team aus der zweitklassigen USL Championship, das erste von zwei Testspielen auf dem Programm – der HSV gewann.

Kurz nachdem Miro Muheim noch am Pfosten gescheitert war, verwertete Ransford-Yeboah Königsdörffer eine Flanke von Sonny Kittel per Kopf zum 1:0-Siegtor in der 41. Spielminute. Die Gäste, die mit einer namhaften Startelf aufgelaufen waren, dominierten vor 4168 Zuschauern – und unter der Leitung von Schiedsrichterin Samantha Martinez – das Spiel mit viel Ballbesitz, verpassten aber einen höheren Sieg.

“Es hat großen Spaß gemacht”, wird HSV-Kapitän Sebastian Schonlau auf der Klubwebsite zitiert. “Im Stadion herrschte eine gute Stimmung. Wir konnten das Spiel für uns entscheiden. Das ist das Wichtigste. Ich denke, es war für alle Beteiligten ein gelungenes Spiel.”

In der Nacht auf Freitag (4 Uhr MEZ) sind die Hamburger dann noch bei Ventura County Fusion gefordert. Das nächste Pflichtspiel wartet erst wieder am 29. Januar (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Dann startet die Mannschaft von Trainer Tim Walter, die sich mit einem 4:2-Heimsieg gegen den SV Sandhausen in die Winterpause verabschiedet hatte, zuhause gegen Eintracht Braunschweig in die Zweitliga-Rückrunde.

Die Aufstellung des HSV gegen den Orange County SC:

Raab – Mickelbrencis (68. Andresen), David, Schonlau (46. Zumberi), Muheim (46. Leibold) – Meffert (46. Reis), Bilbija, Kittel – Heil (46. Dompe), Königsdörffer, Amaechi (68. Sanne)

DFB-Sportgericht sperrt Vuskovic vorläufig

Wurde vorläufig vom DFB-Sportgericht gesperrt: HSV-Verteidiger Mario Vuskovic.

Wurde vorläufig vom DFB-Sportgericht gesperrt: HSV-Verteidiger Mario Vuskovic.

IMAGO/Zink

Nach einer am 16. September 2022 durchgeführten Dopingprobe war bei HSV-Spieler Mario Vuskovic körperfremdes Erythropoetin (EPO) nachgewiesen worden, was das Sportgericht des DFB nun erwartungsgemäß dazu veranlasste, den Kroaten bis zur Entscheidung in der Hauptsache vorläufig zu sperren. 

Hintergrund

“Diese Vorsperre gilt mit sofortiger Wirkung”, heißt es auf der Website des DFB. Nach der Rechts- und Verfahrensordnung ist dem Verband zufolge eine vorläufige Sperre zu verhängen, wenn eine verbotene “nicht spezifische Substanz” nachgewiesen wird.

DFL terminiert die Spieltage 20 bis 25: Zwei Topspiele mit dem HSV am Samstagabend

Die DFL hat die Spieltage 20 bis 25 in der 2. Bundesliga zeitgenau terminiert. Dabei muss der Hamburger SV bei zwei Topspielen jeweils am Samstagabend antreten. 

Robert Glatzel und der HSV müssen zweimal am Samstagabend ran.

Robert Glatzel und der HSV müssen zweimal am Samstagabend ran.

IMAGO/Claus Bergmann

Der 20. Spieltag der 2. Liga wartet mit einem Topspiel auf: Heidenheim, derzeit Tabellendritter, empfängt den Hamburger SV (2.). Die Partie der beiden Tabellennachbarn hat die DFL für den Samstagabend um 20.30 Uhr vorgesehen (11. Februar).

Zum Durchklicken

Auch das nächste Auswärtsspiel des HSV hat es in sich, das Gipfeltreffen bei Spitzenreiter SV Darmstadt 98 steht am 22. Spieltag an und wurde ebenfalls als Topspiel am 25. Februar auf den Samstagabend um 20.30 Uhr gelegt.

Niedersachsen-Derby am Samstagmittag

Das Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 geht am 25. Spieltag am Samstagmittag (18. März) um 13 Uhr über die Bühne.

Vuskovic – dem HSV droht ein Millionenverlust

Mario Vuskovic galt als Versprechen für die Zukunft. Sportlich und wirtschaftlich. 1,2 Millionen Euro Leihgebühr war der kroatische Innenverteidiger dem HSV vor eineinhalb Jahren wert, im Frühjahr zogen die Hanseaten die Kaufoption und zahlten weitere drei Millionen an Hajduk Split. Im Falle einer langen Sperre wegen Dopings droht ein Millionenverlust.

Blickt einer ungewissen Zukunft entgegen: Mario Vuskovic.

Blickt einer ungewissen Zukunft entgegen: Mario Vuskovic.

IMAGO/Zink

Die insgesamt 4,2 Millionen Euro schienen gut angelegtes Geld. Der 20-Jährige war schon in der zurückliegenden Transferperiode heiß begehrt, aus England gab es lose Offerten über zehn Millionen Euro, Klub und Spieler aber entschieden: Erst soll sich der Kauf sportlich auszahlen und Vuskovic in Hamburg den nächsten Schritt machen, möglichst ein Aufstiegsgarant sein, und erst dann oder nach zwei Jahren eine stattliche Ablösesumme einspielen. Und nun?

Vuskovic hat nach der Schock-Nachricht vom vergangenen Wochenende die Öffnung der B-Probe beantragt. Wird erwartungsgemäß auch in dieser das Dopingmittel Epo nachgewiesen, droht im Höchstfall eine Sperre von vier Jahren. Selbst bei einer Halbierung der Strafe hätte dies verheerende Folgen: Für den vielversprechenden Youngster, der zwischenzeitlich trotz seines jungen Alters ein Kandidat für den WM-Kader der Kroaten war und für den HSV. Ein Verkauf des bis 2025 gebundenen Verteidigers ist dann illusorisch, realistischerweise steht gar seine ganze Karriere auf der Kippe. Ein Talent ohne jahrelange Spielpraxis, dieses Schreckensszenario lässt zumindest erahnen, dass die Folgen eines nachgewiesenen Vergehens für ihn dramatisch wären.

Seinem Verein droht im Fall einer Sperre nicht nur ein langfristiger wirtschaftlicher Schaden, weil ein gewinnbringender Verkauf des Spielers eingeplant und durchaus auch realistisch war, sondern auch ein kurzfristiges Problem: Samstag beim 4:2 gegen Sandhausen wurde Vuskovic von Jonas David sehr ansprechend vertreten, dennoch wäre die Innenverteidigung mit dem Eigengewächs und Sebastian Schonlau zu dünn besetzt. Der kroatische U 21-Nationalspieler ist ein Fixpunkt im System von Tim Walter. Doppelt bitter: Auch weil es an Vuskovic für die Konkurrenz kein Vorbeikommen gab, wurde mit Stephan Ambrosius ein herausragender Zweikämpfer im Sommer an den Ligakonkurrenten Karlsruher SC ausgeliehen – wird eine Sperre wirksam, bräuchte der HSV im Aufstiegskampf Ersatz. Obwohl ihm mit Ambrosius eigentlich ein geeigneter Anwärter gehört.

Vuskovic beteuert seine Unschuld

Während seine Mannschaftskollegen in dieser Woche durch Kalifornien touren, wird sich Vuskovic verschiedenen medizinischen Tests unterziehen, in der Hoffnung dadurch den erhöhten Wert aufklären zu können. Dem kroatischen Verband und Sportvorstand Jonas Boldt gegenüber soll er seine Unschuld beteuert haben, laut Informationen der “Hamburger Morgenpost” soll er im September zudem zwei weitere Male getestet worden sein – ohne Befund.

Sebastian Wolff

U-19-Kader: Streichsbier fährt mit 19 Spielern nach Malta

U-19-Trainer Guido Streichsbier hat sein Aufgebot für das anstehende Vier-Nationen-Turnier in Malta bekanntgegeben. Gegner werden Gastgeber Malta, Polen und die portugiesische Auswahl sein.

Freut sich auf das Vier-Nationen-Turnier in Malta: DFB-Trainer Guido Streichsbier.

Freut sich auf das Vier-Nationen-Turnier in Malta: DFB-Trainer Guido Streichsbier.

IMAGO/Pressefoto Baumann

Für das U-19-Vorbereitungsturnier vom 20. – 30. November in Malta hat Cheftrainer Guido Streichsbier am Freitag seinen Kader berufen. In diesem befinden sich 19 Akteure, 22 weitere stehen auf Abruf bereit. “Das wird ein tolles Turnier zum Jahresabschluss mit drei attraktiven Gegnern”, freut sich Streichsbier auf der DFB-Website. Man könne einen Eindruck bekommen, wie das Niveau bei der Eliterunde sein wird.

Die meisten Spieler stellt die TSG 1899 Hoffenheim (drei), während Hertha BSC und der TSV 1860 München jeweils durch zwei Akteure vertreten sind. Der erfahrenste Spieler ist Anton Kade vom FC Basel (sechs Einsätze).

Neben Malta trifft der DFB-Nachwuchs auf Polen und Spanien

Die DFB-Auswahl trifft im ersten Spiel des Turniers auf Polen (23. November, 12.30 Uhr), bevor am 26. November ab 12.30 Uhr das Duell mit Gastgeber Malta steigt und zum Abschluss der portugiesische Nachwuchs auf die DFB-Junioren wartet (29. November, 18 Uhr).

Der U 19-Kader im Überblick:

Tor: Frank Feller (1. FC Heidenheim), Max Weiß (Karlsruher SC)

Feldspieler: Mike Baur (SC Freiburg), Daniel Bunk (Fortuna Düsseldorf), Muhammed Damar (TSG Hoffenheim), Melkamu Frauendorf (FC Liverpool), Linus Gechter (Hertha BSC), Brajan Gruda (1. FSV Mainz 05), Anton Kade (FC Basel), Paul Lehmann (SG Dynamo Dresden), Leandro Morgalla (TSV 1860 München), Nicolas-Bernd Oliveira Kisilowski (Hamburger SV), Joshua Quarshie (TSG Hoffenheim), Umut Tohumcu (TSG Hoffenheim), Keke Topp (FC Schalke 04), Nicolo Tresoldi (Hannover 96), Lukas Ullrich (Hertha BSC), Marius Wörl (TSV 1860 München), Aaron Zehnter (FC Augsburg)

Tillman muss drei Spiele zuschauen

Fürths Timothy Tillman wurde nach seinem Foul an Hamburgs Xavier Amaechi zu drei Spielen Sperre verurteilt.

Der Moment der Grätsche: Timothy Tillman foult Xavier Amaechi sehr unsanft.

Der Moment der Grätsche: Timothy Tillman foult Xavier Amaechi sehr unsanft.

IMAGO/HMB-Media

Das DFB-Sportgericht hat Timothy Tillman von der SpVgg Greuther Fürth für drei Spiele gesperrt. Der gebürtige Nürnberger grätschte kurz vor Ende der Partie gegen den Hamburger SV (1:0) Xavier Amaechi rücksichtslos um, sodass es für Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck gar keine andere Wahl hab, als den 23-Jährigen des Platzes zu verweisen.

Tillman muss “wegen rohen Spiels” aussetzen

Auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes heißt es, dass der DFB-Kontrollausschuss Tillman “wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner” zu einer Drei-Spiele-Sperre verurteilt habe. “Darüber hinaus ist der Spieler bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.”

Tillman ist seit Januar 2020 Spieler der SpVgg Greuther Fürth, traf bis dato einmal für die Mittelfranken bei keiner einzigen Torvorlage.

Nach elf Jahren im Minus: HSV macht Gewinn

Jährlich neue Horrorzahlen waren Programm. Elf Jahre in Folge hatte der Hamburger SV zuletzt ein Minus in der Bilanz verbucht, jetzt präsentierte der Zweitligist erfreuliche Zahlen: Die HSV Fußball AG hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Jahresüberschuss von einer Million Euro abgeschlossen.

Der Hamburger SV macht erstmals wieder einen Überschuss.

Der Hamburger SV macht erstmals wieder einen Überschuss.

IMAGO/Philipp Szyza

Als Ziel hatte der vor wenigen Wochen zurückgetretene Finanzvorstand Thomas Wüstefeld zu Jahresbeginn eine schwarze Null formuliert, nun ist es sogar ein kleines Plus geworden. Vorstand Jonas Boldt und Finanzchef Dr. Eric Huwer hatten dem Aufsichtsrat die positiven Zahlen bereits vor vier Wochen präsentiert, einen Tag vor dem letzten Heimspiel des Jahres gegen den SV Sandhausen wurden sie veröffentlicht. Ein Grund: Der Umsatz stieg um 60 Prozent auf 89 Millionen Euro an. Das war möglich, weil gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/21 die Corona-Maßnahmen reduziert wurden, aber: Potenziell ausverkaufte Heimspiele wie die Derbys gegen St. Pauli und Werder Bremen fanden nach wie vor unter erheblichen Zuschauerbeschränkungen statt. Vor allem die Zusatzeinnahmen durch das Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales wirkten sich positiv aus. Huwer sagt zufrieden: “Die HSV Fußball AG beweist Profitabilität auch unter Corona-Einfluss und fortlaufender Zweitligazugehörigkeit.”

Die Verbindlichkeiten liegen nun bei 54,1 Millionen

Der HSV steigerte sein Eigenkapital von 31,8 Millionen auf 35 Millionen Euro (Eigenkapitalquote 30,3 Prozent) und reduzierte die Finanzverbindlichkeiten um zehn Millionen Euro auf 41,2 Millionen. Die nach Verrechnung verfügbarer liquider Mittel verbleibenden Netto-Finanzverbindlichkeiten betragen 31,4 Millionen und konnten um 17,5 Millionen reduziert werden. Im Wesentlichen erfolgte dies durch die planmäßigen Tilgungen des 2016 emittierten Schuldscheindarlehens, eines weiteren Darlehens sowie der erstmaligen anteiligen Rückführung der HSV-Anleihe. Die Verbindlichkeiten liegen nun bei 54,1 Millionen, im Vorjahr betrugen sie noch 69,4 Millionen. Huwer erklärt: “Diese Jahreszahlen sind das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, Beharrlichkeit und frühzeitiger Einleitung ausgewählter Maßnahmen seit 2019. Sie sind ein Gemeinschaftsresultat unserer Organisation und wurden durch die sportlichen Effekte maßgeblich positiv beeinflusst.”

Sebastian Wolff

Doping-Schock: Ermittlungen gegen Vuskovic

Mario Vuskovic gehörte gegen Sandhausen überraschend nicht zum HSV-Kader. Nach dem Spiel wurde auch der Grund für sein Fehlen bekannt: Wie die Rothosen bestätigten, soll der Innenverteidiger gegen das Anti-Doping-Gesetz verstoßen haben.

Mario Vuskovic wurde in der abgelaufenen Trainingswoche positiv auf Erythropoetin (EPO) getestet.

Mario Vuskovic wurde in der abgelaufenen Trainingswoche positiv auf Erythropoetin (EPO) getestet.

IMAGO/HMB-Media

Sein Name fehlte überraschend auf dem Aufstellungsbogen: Mario Vuskovic wurde beim 4:2 des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen von Jonas David vertreten. Nach der Partie gab es dann Aufklärung in Form einer echten Schock-Nachricht: Der 20-Jährige soll gegen das Anti-Doping-Gesetz verstoßen haben. Am Abend bestätigte sein Verein den Vorgang.

Der kroatische Innenverteidiger wurde während der abgelaufenen Trainingswoche von der NADA bei den obligatorischen Kontrollen positiv auf Erythropoetin (EPO) getestet, dies bestätigte am frühen Samstagabend der DFB. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ebenfalls Durchsuchungen vorgenommen und Ermittlungen aufgenommen. Vor der Partie am Samstag hatte der HSV noch “private Gründe” für das Fehlen seines Leistungsträgers genannt, nach der Partie gab es dann eine offizielle Stellungnahme, in der bestätigt wird, dass “der DFB-Kontrollausschuss ein Verfahren eingeleitet hat. Da uns bislang noch sehr wenige Details des Ermittlungsverfahrens vorliegen, können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht detailliert äußern.” Des Weiteren heißt es: “Wir unterstützen Mario und die zuständigen Behörden bei der Aufklärung und stehen parallel dazu im engen Austausch mit der DFL und dem DFB.”

Über die Sperre entscheidet das Sportgericht in der kommenden Woche

Klar ist: Der HSV hat nach dem positiven Befund nach einer Probe während der Trainingswoche zügig gehandelt, um mögliche Sanktionen zu vermeiden. “Wir haben Mario aus dem Trainings- und Spielbetrieb genommen, um Schaden von ihm und dem Verein fernzuhalten.” Mindestens für Vuskovic wird aber Schaden in Form eine Sperre anstehen. Das hat der DFB bereits angekündigt: “Hierüber wird das DFB-Sportgericht zeitnah zu Beginn der kommenden Woche entscheiden.”

Vuskovic wurde darauf hingewiesen, dass er das Recht hat, eine B-Probe zu eröffnen. Zur USA-Reise, die der HSV am Sonntagmorgen beginnt, wird er nicht mit antreten

Sebastian Wolff