Bielefeld: Gemeinsame Einheit mit Lemgos Handballern

Arminia Bielefeld und der TBV Lemgo – das sind zwei Vorzeige-Sportvereine in der Region Ostwestfalen. Die langjährige Freundschaft der Klubs führte nun zu einem außergewöhnlichen Training.

Trafen sich in der Halle: Lukas Zerbe und Jomaine Consbruch.

Trafen sich in der Halle: Lukas Zerbe und Jomaine Consbruch.

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Das alte Trikot des HC Empor blieb zwar zu Hause, aber ansonsten war Marco Kostmann ganz in seinem Element. Arminias Torwarttrainer, geboren in Rostock, war als Jugendlicher oft Hallengast beim einstigen DDR-Renommierklub im Handball. Klar, dass dem heute 56-Jährigen nun die gemeinsame Trainingseinheit der Bielefelder Zweitligafußballer mit Erstligist TBV Lemgo Lippe am Dienstag besonders viel Freude machte.

Seit vielen Jahren sind die Vereine, Vorzeigeklubs des Sports in der Region Ostwestfalen, miteinander befreundet. Nun trafen sich die Akteure beider Bundesligateams zu einer zweistündigen Einheit in der Lemgoer Lipperlandhalle – nicht zu einem reinen Spaß-Event, sondern zu einem durchaus zweckmäßigen Austausch. So reisten die Fußballer – bis auf den verletzten Oliver Hüsing und den freigestellten Stefanos Kapino – in voller Besetzung an. Und die Handballer investierten ihre Zeit, obwohl am kommenden Sonntag das schwere Bundesliga-Auswärtsspiel in Magdeburg ansteht.

Scherning beeindruckt vom schnellen Umschalten

“Von anderen Sportarten können wir uns viel abschauen”, wird Arminia-Chefcoach Daniel Scherning auf der Website der Bielefelder zitiert. Besonders das rasante Umschalten aufs Verteidigen habe im Handball Vorbildcharakter, so der 39-Jährige. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen hatte sein TBV-Trainerkollege Florian Kehrmann die Arminen zunächst im Handball angeleitet, Scherning und seine Assistenten widmeten sich den Handballern. Im Mixed-Torwarttraining mit den Bielefelder Keepern Martin Fraisl, Arne Schulz und Nils Hahne sowie Finn Zecher und Borko Ristovksi auf lippischer Seite ließen Kostmann und sein Pendant Jörg Zereike vom TBV die Finger glühen. Die Gäste aus Bielefeld schützten ihre Hände mit Tapeverbänden, Zecher konnte sich über Torwarthandschuhe von Marco Kostmann freuen.

In einem abschließenden Turnier forderten sich jeweils zwei gemischte Mannschaften, in Acht-Minuten-Spielen erst mit dem Ball in der Hand, dann am Fuß. Den “Titelgewinn” sicherten sich schließlich die Bielefelder Arne Schulz, Sebastian Vasiliadis, Silvan Seidler, Jomaine Consbruch und Benjamin Kanuric im Team mit ihren TBV-Mitspielern Emil Buhl Laerke, Lukas Zerbe und Jan Brosch.

Fußball gehört beim TBV zum ständigen Aufwärmprogramm

Wichtigste Erkenntnis aber: Bei den Pass- und Spielformen sowie im jeweiligen Umgang mit dem Ball zeigten insbesondere die Handballer in der Sportart der anderen Qualitäten – Fußball gehört beim TBV zum ständigen Aufwärmprogramm. Die Arminen allerdings ließen ebenfalls Geschick und Engagement beim Werfen erkennen, heißt es. Eine Neuauflage, dann womöglich auf dem Rasen des Trainingsgeländes in Bielefeld, ist nach diesen Erfahrungen nicht auszuschließen.

Michael Richter

Gladbach testet gegen Bielefeld – und fordert die “Legenden des Parks”

Der Terminplan nimmt weiter Konturen an. Borussia Mönchengladbach bereitet sich im Januar mit drei Testspielen auf die Bundesliga-Fortsetzung vor. Ein Highlight steht schon vor Weihnachten auf dem Programm.

Volle Hütte für die "Legenden des Parks"? Ein Highlight wartet auf Gladbach noch vor Weihnachten.

Volle Hütte für die “Legenden des Parks”? Ein Highlight wartet auf Gladbach noch vor Weihnachten.

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Am Mittwoch gaben die Fohlen drei Tests für den Januar bekannt. Im Rahmen der Wintervorbereitung wird die Mannschaft von Trainer Daniel Farke am Samstag, 7. Januar, gegen den Drittligisten VfB Oldenburg antreten, der Anpfiff erfolgt um 14 Uhr. Vier Tage später, am 11. Januar (14 Uhr), empfängt die Borussia Zweitligist Arminia Bielefeld. Auch für Samstag, den 14. Januar, ist ein Testspiel in Planung. Gegner und Uhrzeit stehen noch nicht fest.

Ein Highlight wartet aber auch schon vor Weihnachten auf die Anhänger der Fohlen. Am Samstag, 17. Dezember (19 Uhr), steigt das Freundschaftsspiel zwischen der aktuellen Profimannschaft und den “Legenden des Parks”, einer Auswahl von Spielern, die seit der Eröffnung des Borussia-Parks im Sommer 2004 für den Traditionsklub aufgelaufen sind. Schon jetzt hat ein illustrer Kreis an Ex-Profis seine Zusage gegeben: Es wird ein Wiedersehen mit Raffael und Juan Arango geben, auch andere Größen wie Filip Daems, Oliver Neuville, Roel Brouwers, Igor de Camargo, Thorben Marx, Jeff Strasser, Vaclav Sverkos, Rob Friend, Michael Delura oder Kahe werden gegen den Ball treten.

Farke & Co. noch im Urlaub – Re-Start am 13. Dezember

Zurzeit befinden sich Farke und die nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Profis im Urlaub. Am Montag, 12. Dezember, kommt die Gruppe erstmals wieder zusammen und absolviert die medizinischen Untersuchungen. Einen Tag später, am 13. Dezember, findet dann das erste Training im Borussia-Park statt.

Da passt es nicht, zwei Trainingstage aufgrund von An- und Abreise zu verlieren.

Roland Virkus

Ein Winter-Trainingslager ist dieses Mal nicht vorgesehen. Für den Fall eines heftigen Wintereinbruchs könnte aber noch einmal umgedacht und für kurze Zeit in wärmere Gefilde umgezogen werden. Zum Verzicht auf ein Trainingslager sagt Sportdirektor Roland Virkus: “Im Dezember wäre die Gruppe noch nicht groß genug, da die WM-Fahrer erst später wieder einsteigen. Im Januar sind es lediglich rund zweieinhalb Wochen bis zum Bundesliga-Auftakt. Und der Trainer hat die Trainingspläne natürlich schon im Kopf. Und da passt es nicht, zwei Trainingstage aufgrund von An- und Abreise zu verlieren.”

Jan Lustig

Arabi: “Auftanken, Kräfte mobilisieren, angreifen”

Nach “schweren Zeiten” im Jahr 2022 sieht Arminias Geschäftsführer Sport den Klub für eine bessere Zukunft gerüstet. Vor den Mitgliedern sparte der langjährige Macher auch nicht mit Selbstkritik.

Arminia-Geschäftsführer Samir Arabi gibt sich kämpferisch.

Arminia-Geschäftsführer Samir Arabi gibt sich kämpferisch.

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Es gab für Samir Arabi sicher schon einfachere Wege als den, den er bei der Jahreshauptversammlung von Arminia Bielefeld zum Rednerpult beschreiten musste. Hinter dem Klub liegt ein sportlich unter dem Strich ernüchterndes Jahr mit zwei Abstiegskämpfen in zwei Ligen und – angesichts des Relegationsplatzes in der 2. Liga – einiger Ungewissheit, wohin es in den nächsten Monaten geht.

Wirtschaftlich solide Zahlen

Immerhin: Der von ihm als Geschäftsführer zu verantwortende sportliche Bereich leistete über den Erstliga-Aufstieg 2020 hinaus seinen Beitrag, dass die Ostwestfalen zum Abschluss des Geschäftsjahres 2021/22 trotz Corona-Einbußen wirtschaftlich solide Zahlen vorweisen können. “Es ist uns gelungen, in diesem Sommer Transfererlöse zu generieren, die es für Arminia Bielefeld in dieser Höhe noch nie gegeben hat”, so Arabi in Anspielung vor allem auf den rund fünf Millionen Euro schweren Verkauf von Patrick Wimmer nach Wolfsburg. “Nur so war es möglich, Spieler wie Robin Hack oder Masaya Okugawa weiter an uns zu binden.”

Dass im Umfeld dennoch durchaus Unzufriedenheit über die Vereinspolitik herrscht, ließen vereinzelte Wortmeldungen während der Versammlung erkennen. So wurde Arabi unter anderem persönlich dafür verantwortlich gemacht, dass es in seiner über elfjährigen Amtszeit eine Fülle von Trainerentlassungen gegeben habe und – während der Bundesligazugehörigkeit – unglückliche Personalentscheidungen im Kader getroffen worden seien, die insgesamt die 1. Liga gekostet hätten. Insgesamt, so ein weiterer Vorwurf, fehle es der Vereinsführung an Selbstreflexion und angemessener Außendarstellung.

“Der Fall aus der Bundesliga hätte kaum tiefer sein können”

Eine direkte Replik Arabis auf die Vorhaltungen gab es nicht, in seinem Bericht aber sparte der 43-Jährige nicht mit Selbstkritik: “Sportlich haben wir dieses Jahr zweifelsfrei schwere Zeiten durchgemacht. Unser Saisonstart war eine Katastrophe. Der Fall aus der Bundesliga hätte kaum tiefer sein können.” Auch seine Entscheidung, im Sommer Newcomer Uli Forte als neuen Coach zu installieren, stellte Arabi infrage: “Der neue Trainer hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir mussten recht schnell etwas verändern.”

Scherning sorgt für Optimismus

Der als Forte-Nachfolger von Drittligist Osnabrück geholte Daniel Scherning, dessen Bilanz aus 13 Spielen und das Bild, das die Mannschaft inzwischen vermittele, sorgen bei ihm für Optimismus, so Arabi, der es bedauerte, nach zuletzt zwei Siegen in Paderborn (2:0) und gegen Magdeburg (3:1) nun eine längere Pause einlegen zu müssen. “Wir werden die Zeit nutzen, um durchzuatmen, aufzutanken, alle Kräfte zu mobilisieren und im neuen Jahr wieder anzugreifen.”

Ich bin sicher, dass wir die bittersten Momente hinter uns gebracht haben und nun den Blick nach vorne richten sollten.

Samir Arabi

Nach einer Analyse, nach der auch Veränderungen im Spielerkreis vorgenommen werden sollen und ein Verkauf von Leistungsträgern wie Hack oder Okugawa nicht ausgeschlossen scheint, will man laut Arabi  “maximal bereit” sein, wenn es 2023 weitergeht: “Ich bin voller Zuversicht für die Rückrunde. Ich bin sicher, dass wir die bittersten Momente hinter uns gebracht haben und nun den Blick nach vorne richten sollten.” Gerade die drei Siege aus den letzten fünf Spielen der Zweitliga-Hinrunde (auch St. Pauli wurde mit 2:0 geschlagen) seien eine hervorragende Bilanz.

Laut Präsident Rainer Schütte haben Vorstand und Aufsichtsrat der Ostwestfalen vollstes Vertrauen in die Arbeit ihres Sportchefs, wie seit einigen Jahren gewohnt geschlossen soll es in der Administration weitergehen – mit Arabi, der sich selbst kämpferisch gibt: “Gemeinsam werden wir es schaffen, dass uns die Arminia im neuen Jahr deutlich mehr Freude macht als in diesem.”

Michael Richter

Bielefeld: Schwarze Zahlen nach Bundesliga-Abstieg

Wirtschaftlich nimmt Arminia Bielefeld ein positives Ergebnis aus zwei Jahren Bundesligazugehörigkeit mit. Auch die Entwicklung des Eigenkapitals gibt aktuell keinen Anlass zur Sorge – Strafen seitens der DFL drohen nicht.

Sorgen über Strafen für den Verein seitens der DFL müssen sich die Fans von Arminia Bielefeld nicht machen.

Sorgen über Strafen für den Verein seitens der DFL müssen sich die Fans von Arminia Bielefeld nicht machen.

Getty Images

Dem Abwärtstrend im sportlichen Bereich im Jahr 2022 kann Arminia Bielefeld wirtschaftlich erfreulichere Zahlen entgegenhalten. Bei der Jahreshauptversammlung des Zweitligisten präsentierte der Klub den Mitgliedern am Montagabend für die KGaA ein leicht positives Ergebnis für das im Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2021/22. Einnahmen von 60,2 Millionen Euro standen demnach lediglich Ausgaben von 57,3 Millionen Euro gegenüber, so dass sich ein Überschuss von 2,9 Millionen Euro ergab. Die Darlehensverbindlichkeiten sanken von 4,3 Millionen im Geschäftsjahr 2020/21 auf aktuell 4,1 Millionen Euro.

In der Bilanz stellt sich die Situation des Vorrunden-16. somit positiv dar. Auch in Bielefeld hätten Corona und die Folgen zu erheblichen Einbußen geführt, kommentierte Vize-Präsident Dr. Maurice Eschweiler die Veröffentlichung der Zahlen. Dank der zwei Jahre Bundesliga-Zugehörigkeit in jener Zeit habe Arminia das Schlimmste verhindern können, jedoch: “Leider haben wir es aufgrund von Corona auch nicht schaffen können, uns in der Bundesliga Speck anzufressen.”

Positives Eigenkapital

Konkret: Nach 3,8 Millionen Euro minus im Geschäftsjahr 2019/20 waren die Einbußen 2020/21 auf zusäzlich 10,1 Millionen Euro emporgestiegen. Im nun veröffentlichten Bericht stehen nochmals 5,4 Millionen Euro Verlust durch die Pandemie zu Buche – somit ergibt sich ein Gesamtminus von 19,3 Millionen Euro aufgrund dieser besonderen Umstände. Eschweiler dazu: “Ohne die 1. Liga hätten unsere Schulden hier aber bei über 30 Millionen Euro gelegen.” Die Verluste habe man derweil allein und aus dem “Beziehungsnetzwerk”, bestehend aus dem “Bündnis Ostwestfalen” mit Firmen der Region, gestemmt. “Wir haben es ohne öffentliche Unterstützung gemeistert.”

Schwarze Zahlen stehen aktuell wieder für das Eigenkapital: Nach -3,7 Millionen Euro 2020/21 konnten die Ostwestfalen mit nunmehr 0,1 Millionen Euro wieder auf das Niveau von 2019/20 zurückkehren. Ein wichtiger Zwischenstand, der den Klub vor Sanktionen schützt, die bekanntlich etwa der SV Werder Bremen aufgrund der Steigerung seines negativen Eigenkapitals nun zu befürchten hat.

Transfers könnten Geld in die Kasse spülen

Dass sich die Bielefelder Zahlen bis zum Ende des relevanten Bewertungszeitraums von einem Kalenderjahr am 31. Dezember 2022 nun noch verschlechtern, ist laut Präsident Rainer Schütte nicht zu befürchten: “Wir sind zuversichtlich, dass wir es positiv darstellen können.” Man stehe im Lizenzierungsprozess ja ohnehin im ständigen Austausch mit der DFL. “Es ist ein fortlaufender Prozess, den wir im Griff haben. Wir fürchten zum Jahresende keine Strafen.”

Möglich bleibt unterdessen, dass Arminia kurzfristig Spieler, eventuell sogar gute Einnahmen bescherende Leistungsträger, abgibt und sich im Gegenzug mit neuem Personal eindeckt. Ob in der bevorstehenden Winter-Wechselperiode Transfereinnahmen oder -ausgaben die Bilanz noch wesentlich verändern werden, hielt Schütte entsprechend offen. Der Vereinsoberste deutete aber an: “Wer kommt oder wer geht, können wir jetzt nicht sagen. Es wird immer etwas passieren und es gibt entsprechende Konzepte des Trainerteams.”

Überzogene Maßnahmen aus Sorge um den Klassenerhalt in der 2. Liga wird es beim derzeitigen Relegationsplatzinhaber definitiv nicht geben. Schütte: “Wir werden uns nicht verschulden, um den sportlichen Erfolg zu erkaufen.” Langfristig bleibe es das Ziel, mit dem nach der Sanierung seit 2018 eingeschlagenen Weg der soliden Haushaltsführung einen Platz im Kreis der “Top 25”-Vereine im deutschen Fußball zu finden.

Michael Richter

“Das ärgert mich maßlos”: Bielefeld verliert Test gegen Düsseldorf

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit schlug Zweitligist Fortuna Düsseldorf Arminia Bielefeld mit 1:0. Bielefelds Trainer Daniel Scherning ärgerte sich vor allem über den späten Gegentreffer. 

Ärgerte sich über den späten Gegentreffer im Test gegen Düsseldorf: Bielefelds Trainer Daniel Scherning.

Ärgerte sich über den späten Gegentreffer im Test gegen Düsseldorf: Bielefelds Trainer Daniel Scherning.

picture alliance/dpa

Geplant war für den Samstag eigentlich ein Blitzturnier in Lohne – zusammen mit Bundesligist Werder Bremen. Da der Dreierwettkampf am Donnerstag aber von der Polizei wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden war, haben sich Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf kurzerhand zu einem Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen. Auf dem Trainingsgelände der Arminia gewann die Fortuna durch einen Treffer von Tim Oberdorf in der Schlussminute mit 1:0. Im Anschluss an eine Ecke war der 26-Jährige zuletzt am Ball und bugsierte ihn in die lange Ecke.

Auch wenn es sich nur einen Test handelte, regte sich Daniel Scherning über den späten Gegentreffer auf. “Wir müssen den Standard besser verteidigen und können die Situation, die zur Ecke geführt, besser lösen. Das ärgert mich maßlos”, sagte der Bielefelder Trainer, der aber mit der Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit zufrieden war. Durch Christian Gebauer (13.), Guilherme Ramos (37.) und Janni Serra (45.) hatte die Arminia gute Chancen, zudem wurde ein Kopfballtor von Frederik Jäkel nicht anerkannt, weil er sich vorher im Duell mit Benjamin Böckle aufgestützt hatte. In den anderen Szenen parierte Fortunas Nummer drei, Dennis Gorka, gut und spielte aufmerksam mit. So auch in der 62. Minute: Silvan Sidler kam in halbrechter Position aus 15 Metern frei zum Abschluss, doch Gorka war blitzschnell unten und verhinderte das 0:1 aus Sicht der Fortuna. Die beste Gelegenheit der Düsseldorfer vor dem Siegtreffer hatte Shinta Appelkamp, der aus kurzer Distanz an Arne Schulz scheiterte (80.).

Thioune nimmt “viel Gutes mit”

Während Scherning sich ärgerte, war Trainerkollege Daniel Thioune zufrieden – mit dem Ergebnis und dem Mitwirken einiger Spieler. “De Wijs eine Halbzeit, Hoffmann und Baah jeweils 70 Minuten, Böckle eine Stunde – das Testspiel war für uns super und ich nehme viel Gutes mit”, freute sich Fortunas Chefcoach über Spielzeit für länger verletzte Akteure oder Spieler, die sonst nicht so viele Anteile bekommen. “Über Siege freue mich ich immer, vor allem über die mit einer defensiven Null.”

Bei der Arminia fehlten neben den Spielern, die auf Länderspielreise sind (Andres Andrade, Benjamin Kanuric und Jomaine Consbruch), weitere Akteure: Robin Hack (umgeknickt im Training), Bryan Lasme, Mateo Klimowicz (beide krank) sowie Oliver Hüsing (Sprunggelenk) und Fabian Klos (Operation) mussten passen. Die Düsseldorfer mussten neben den Langzeitverletzten auf Christoph Klarer (Nasen-OP) und Ao Tanaka (WM mit Japan) verzichten. Dafür war Gastspieler Marcel Gaus mit dabei. Für eine halbe Stunde durfte der vereinslose Ex-Fortune mitwirken – quasi als Dankeschön für seine Trainingsunterstützung in der U 23. An eine Verpflichtung wird aber nicht gedacht.

Carsten Blumenstein

Scherning: “Haben eine Basis, auf der man aufbauen kann”

Für Arminia Bielefeld lief die Hinrunde sportlich alles andere als gut. Dennoch gehen die Ostwestfalen mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Im Kader kündigt sich Bewegung an.

Applaus gab es erst gegen Ende: Daniel Scherning will einzig und allein den Klassenerhalt.

Applaus gab es erst gegen Ende: Daniel Scherning will einzig und allein den Klassenerhalt.

picture alliance/dpa

Er ist wohl einer der größten Verlierer der Hinrunde beim Bundesliga-Absteiger: Stefanos Kapino war 2021 zur Arminia gewechselt und hatte ein Jahr lang im Schatten von Stefan Ortega auf seine Chance gewartet.

Als dieser nun im Sommer 2022 zu den Skyblues wechselte, stieg der Grieche zur Nummer eins auf – doch dieser Status hielt nicht lange. Nach fünf Einsätzen in der Liga (kicker-Notenschnitt 3,6) musste Kapino mit einem Muskelfaserriss zwei Monate passen. Bielefeld reagierte und setzte ihm Martin Fraisl vor die Nase, mittlerweile ist der ehemalige Bremer gar nur noch die dritte Wahl im Tor, die Zeichen stehen auf Abschied.

Klimowicz-Leihe vor dem Abbruch?

Kapino hatte sich die erste Zweitligahinrunde nach dem Bundesliga-Abstieg sicherlich anders vorgestellt – und er ist nicht der einzige. Burak Ince, Silvan Sidler (erst im Sommer geholt) und Mateo Klimowicz (derzeit ausgeliehen vom VfB Stuttgart) standen zuletzt nur im Spieltagskader, weil zu viele Spieler verletzt oder gesperrt waren. Verkauf, Leihe, beziehungsweise Abbruch der Leihe sind Optionen.

Personell könnte sich beim DSC im Winter also etwas tun, ob Neuzugänge kommen und welche Mittel dafür aufgewendet werden können, hängt maßgeblich damit zusammen, ob Leistungsträger wie Robin Hack oder Masaya Okugawa verkauft werden, auch wenn Trainer Daniel Scherning klarstellt: “Es geht nicht darum, die Spieler abzugeben, die aktuell den Unterschied ausmachen.”

TRAININGSLAGER

“Es geht nur um den Klassenerhalt”

Denn trotz der äußerst schwachen Hinrunde, nur 17 Punkten und Tabellenplatz 16 geht die Arminia mit einem guten Gefühl in die WM-Pause, die Mannschaft scheint sich gefunden zu haben. Aus den jüngsten fünf Partien gab es drei Siege, zwei davon unmittelbar zum Abschluss der Hinrunde. “Arminia stellt sich etwas anderes vor als 17 Punkte. Aber das ist der Stand”, so Scherning, der sein Team für die zweite Saisonhälfte gerüstet sieht. “Wir haben eine Basis gelegt, auf der man aufbauen kann”, stellt der 39-Jährige fest, gibt aber auch klar das Maximalziel für diese Spielzeit aus: “In dieser Saison geht es nur um den Klassenerhalt.”

Um an dieses Ziel zu gelangen, reichen dem DSC zwei gute Spiele nicht, es braucht Konstanz. Um diese zu bekommen, bereitet sich die Arminia zwischen dem 12. und dem 19. Januar im spanischen Benidorm auf die zweite Saisonhälfte vor.

Relegation 2022: Termine, Teams, TV – und eine neue Regel

Zwei von vier Teilnehmern an der Relegation 2022 stehen schon fest. Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wer setzt sich Ende Mai in der Relegation durch?

Wer setzt sich Ende Mai in der Relegation durch?

imago images / Hartenfelser

Bundesliga – 2. Bundesliga:

Hinspiel am 19. Mai (20.30 Uhr): Hertha BSC – Tabellendritter 2. Bundesliga
Rückspiel am 23. Mai (20.30 Uhr): Tabellendritter 2. Bundesliga – Hertha BSC

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Relegation 2022

In der Bundesliga hat es nach einem dramatischen Finale Hertha BSC noch erwischt, das durch die Niederlage in Dortmund noch vom VfB Stuttgart (2:1 gegen den 1. FC Köln) überholt wurde. In der Tabelle der 2. Bundesliga belegt einen Spieltag vor Schluss der Hamburger SV den dritten Platz, Werder Bremen (2.) und der SV Darmstadt 98 (4.) könnten ebenfalls noch Dritter werden. Der FC St. Pauli (5.) ist angesichts der klar schlechteren Tordifferenz gegenüber dem HSV aus dem Rennen.

2. Bundesliga – 3. Liga:

Hinspiel am 20. Mai (20.30 Uhr): 1. FC Kaiserslautern – Dynamo Dresden
Rückspiel am 24. Mai (20.30 Uhr): Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Neue Regel:

Die Auswärtstorregel wird analog zum Europapokal ab dieser Saison auch in der Relegation nicht mehr angewendet. Das heißt: Herrscht nach Hin- und Rückspiel Torgleichstand, geht es – unabhängig davon, wer mehr Auswärtstore erzielt hat – in die Verlängerung und gegebenenfalls ins Elfmeterschießen. Noch 2018/19 hatte sich Union Berlin dank der Auswärtstorregel gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt, ein Jahr später Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim.

So lief die Relegation 2020/21

Relegation 2022: Termine, Teams, TV – und eine neue Regel

Zwei von vier Teilnehmern an der Relegation 2022 stehen schon fest. Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wer setzt sich Ende Mai in der Relegation durch?

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imago images / Hartenfelser

Bundesliga – 2. Bundesliga:

Hinspiel am 19. Mai (20.30 Uhr): Hertha BSC – Tabellendritter 2. Bundesliga
Rückspiel am 23. Mai (20.30 Uhr): Tabellendritter 2. Bundesliga – Hertha BSC

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Relegation 2022

In der Bundesliga hat es nach einem dramatischen Finale Hertha BSC noch erwischt, das durch die Niederlage in Dortmund noch vom VfB Stuttgart (2:1 gegen den 1. FC Köln) überholt wurde. In der Tabelle der 2. Bundesliga belegt einen Spieltag vor Schluss der Hamburger SV den dritten Platz, Werder Bremen (2.) und der SV Darmstadt 98 (4.) könnten ebenfalls noch Dritter werden. Der FC St. Pauli (5.) ist angesichts der klar schlechteren Tordifferenz gegenüber dem HSV aus dem Rennen.

2. Bundesliga – 3. Liga:

Hinspiel am 20. Mai (20.30 Uhr): 1. FC Kaiserslautern – Dynamo Dresden
Rückspiel am 24. Mai (20.30 Uhr): Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Neue Regel:

Die Auswärtstorregel wird analog zum Europapokal ab dieser Saison auch in der Relegation nicht mehr angewendet. Das heißt: Herrscht nach Hin- und Rückspiel Torgleichstand, geht es – unabhängig davon, wer mehr Auswärtstore erzielt hat – in die Verlängerung und gegebenenfalls ins Elfmeterschießen. Noch 2018/19 hatte sich Union Berlin dank der Auswärtstorregel gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt, ein Jahr später Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim.

So lief die Relegation 2020/21

Relegation 2022: Termine, Teams, TV – und eine neue Regel

Zwei von vier Teilnehmern an der Relegation 2022 stehen schon fest. Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wer setzt sich Ende Mai in der Relegation durch?

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imago images / Hartenfelser

Bundesliga – 2. Bundesliga:

Hinspiel am 19. Mai (20.30 Uhr): Hertha BSC – Tabellendritter 2. Bundesliga
Rückspiel am 23. Mai (20.30 Uhr): Tabellendritter 2. Bundesliga – Hertha BSC

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Relegation 2022

In der Bundesliga hat es nach einem dramatischen Finale Hertha BSC noch erwischt, das durch die Niederlage in Dortmund noch vom VfB Stuttgart (2:1 gegen den 1. FC Köln) überholt wurde. In der Tabelle der 2. Bundesliga belegt einen Spieltag vor Schluss der Hamburger SV den dritten Platz, Werder Bremen (2.) und der SV Darmstadt 98 (4.) könnten ebenfalls noch Dritter werden. Der FC St. Pauli (5.) ist angesichts der klar schlechteren Tordifferenz gegenüber dem HSV aus dem Rennen.

2. Bundesliga – 3. Liga:

Hinspiel am 20. Mai (20.30 Uhr): 1. FC Kaiserslautern – Dynamo Dresden
Rückspiel am 24. Mai (20.30 Uhr): Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Neue Regel:

Die Auswärtstorregel wird analog zum Europapokal ab dieser Saison auch in der Relegation nicht mehr angewendet. Das heißt: Herrscht nach Hin- und Rückspiel Torgleichstand, geht es – unabhängig davon, wer mehr Auswärtstore erzielt hat – in die Verlängerung und gegebenenfalls ins Elfmeterschießen. Noch 2018/19 hatte sich Union Berlin dank der Auswärtstorregel gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt, ein Jahr später Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim.

So lief die Relegation 2020/21

Relegation 2022: Termine, Teams, TV – und eine neue Regel

Zwei von vier Teilnehmern an der Relegation 2022 stehen schon fest. Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wer setzt sich Ende Mai in der Relegation durch?

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Bundesliga – 2. Bundesliga:

Hinspiel am 19. Mai (20.30 Uhr): Hertha BSC – Tabellendritter 2. Bundesliga
Rückspiel am 23. Mai (20.30 Uhr): Tabellendritter 2. Bundesliga – Hertha BSC

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Relegation 2022

In der Bundesliga hat es nach einem dramatischen Finale Hertha BSC noch erwischt, das durch die Niederlage in Dortmund noch vom VfB Stuttgart (2:1 gegen den 1. FC Köln) überholt wurde. In der Tabelle der 2. Bundesliga belegt einen Spieltag vor Schluss der Hamburger SV den dritten Platz, Werder Bremen (2.) und der SV Darmstadt 98 (4.) könnten ebenfalls noch Dritter werden. Der FC St. Pauli (5.) ist angesichts der klar schlechteren Tordifferenz gegenüber dem HSV aus dem Rennen.

2. Bundesliga – 3. Liga:

Hinspiel am 20. Mai (20.30 Uhr): 1. FC Kaiserslautern – Dynamo Dresden
Rückspiel am 24. Mai (20.30 Uhr): Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern

Beide Spiele live bei Sky und Sat.1

Neue Regel:

Die Auswärtstorregel wird analog zum Europapokal ab dieser Saison auch in der Relegation nicht mehr angewendet. Das heißt: Herrscht nach Hin- und Rückspiel Torgleichstand, geht es – unabhängig davon, wer mehr Auswärtstore erzielt hat – in die Verlängerung und gegebenenfalls ins Elfmeterschießen. Noch 2018/19 hatte sich Union Berlin dank der Auswärtstorregel gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt, ein Jahr später Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim.

So lief die Relegation 2020/21