KSC sanktioniert Ultras – diese entschuldigen sich

Nach den schwerwiegenden Pyro-Vorkommnissen beim Spiel gegen den FC St. Pauli greift der Karlsruher SC nun durch und sanktioniert die organisierte Fanszene.

Die Fans des Karlsruher SC stehen unter Bewährung.

Die Fans des Karlsruher SC stehen unter Bewährung.

IMAGO/Eibner

Rund um das spektakuläre 4:4-Unentschieden gegen die Kiez-Kicker kam es zu enormen Pyro-Vorkommnissen im Wildpark. Der KSC stellte anschließend Strafanzeige.

Nach dem Abbrennen von Pyrotechnik und einer davon ausgehenden starken Rauchentwicklung vermeldeten die Badener zehn verletzte Personen, die ambulant behandelt werden mussten. “Neun Personen erlitten eine Rauchgasintoxikation, eine Person erlitt Verbrennungen”, hieß es auf der Website des KSC.

Nun teilten die Badener mit, dass es einen Austausch des Klubs mit der organisierten Fanszene gab. Beteiligt waren Vertreter von ULTRA1894, des Fanprojekts sowie des KSC. 

Ultras geloben Besserung

“ULTRA1894 entschuldigt sich aufrichtig bei allen Betroffenen und Verletzten und hat dem KSC glaubhaft versichert, dass dieses Ausmaß und die daraus resultierenden Auswirkungen nicht geplant waren”, teilte der Klub mit.

ULTRA1894 möchte Kontakt mit den Verletzten aufnehmen, um sich auch nochmals persönlich zu entschuldigen.

Zudem hätte der KSC “die Zusicherung von ULTRA1894 erhalten, dass sich derartige Aktionen, in einem vergleichbaren Ausmaß, nicht wiederholen werden”.

Es droht die Sperrung des Block S3

Der Karlsruher SC hat ungeachtet dieser Zusage gegenüber ULTRA1894 eine Bewährung bis zum 30. Juni 2023 ausgesprochen. “Sollte es bis Saisonende bei den Heim- und Auswärtsspielen des KSC zu einem Fehlverhalten im Stadion kommen, das durch die organisierte Fanszene zu verantworten ist, wird als Sanktion der Block S3 für die Dauer von drei Heimspielen gesperrt”, heißt es seitens des Klubs. “Darüber hinaus untersagt der KSC bis auf Weiteres großflächige Choreografien von ULTRA1894.”

Erste Bewährungschance gegen Paderborn

Der Karlsruher SC, derzeit Tabellen-13., startet nach der WM-Pause am Freitag, 27. Januar, mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn in die Rückrunde. Erste Bewährungschance für die Fans. 

Motekallemi wird Co-Trainer beim KSC

Der Karlsruher SC wird zur kommenden Saison sein Trainerteam erweitern. U-17-Trainer Sirus Motekallemi wird befördert.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

imago images / Patrick Scheiber

Die “herausragende Arbeit” wird belohnt. Sirus Motekallemi (33) trainiert ab der kommenden Saison kein Jugendteam des Karlsruher SC mehr, sondern wird befördert – zum zweiten Assistenten von Chefcoach Christian Eichner, wie die Badener am Mittwoch bekanntgaben.

Motekallemi hat bereits erste Berührungspunkte mit den Profis gesammelt, beispielsweise war er in der laufenden Saison nach Klubangaben “zusätzlicher Coach von der Tribüne mit Funkverbindung”. Hauptberuflich agierte der ehemalige KSC-Jugendspieler aber drei Spielzeiten als erfolgreicher U-17-Trainer. Nachdem er stets den Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga erreicht hat, rückt Motekallemi nun zu den Profis auf.

“Ich soll beispielsweise das Individualtraining übernehmen, aber auch beim Videoschnitt sowie der Trainingsvor- und -nachbereitung helfen”, wird er zitiert. “In erster Linie will ich Christian Eichner und Zlatan Bajramovic bei allem unterstützen.” Der neue Job sei “ein Traum”.

Motekallemi wird Co-Trainer beim KSC

Der Karlsruher SC wird zur kommenden Saison sein Trainerteam erweitern. U-17-Trainer Sirus Motekallemi wird befördert.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

imago images / Patrick Scheiber

Die “herausragende Arbeit” wird belohnt. Sirus Motekallemi (33) trainiert ab der kommenden Saison kein Jugendteam des Karlsruher SC mehr, sondern wird befördert – zum zweiten Assistenten von Chefcoach Christian Eichner, wie die Badener am Mittwoch bekanntgaben.

Motekallemi hat bereits erste Berührungspunkte mit den Profis gesammelt, beispielsweise war er in der laufenden Saison nach Klubangaben “zusätzlicher Coach von der Tribüne mit Funkverbindung”. Hauptberuflich agierte der ehemalige KSC-Jugendspieler aber drei Spielzeiten als erfolgreicher U-17-Trainer. Nachdem er stets den Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga erreicht hat, rückt Motekallemi nun zu den Profis auf.

“Ich soll beispielsweise das Individualtraining übernehmen, aber auch beim Videoschnitt sowie der Trainingsvor- und -nachbereitung helfen”, wird er zitiert. “In erster Linie will ich Christian Eichner und Zlatan Bajramovic bei allem unterstützen.” Der neue Job sei “ein Traum”.

Karlsruhe muss mehrere Wochen ohne Kobald auskommen

Fehlt dem KSC nach seinem verletzungsbedingten Aus in Dresden wochenlang: Christoph Kobald.

Fehlt dem KSC nach seinem verletzungsbedingten Aus in Dresden wochenlang: Christoph Kobald.

picture alliance

Die Partie war noch nicht einmal eine halbe Stunde alt, da musste Christoph Kobald den Platz schon wieder verlassen. Der Innenverteidiger des Karlsruher SC war bei einem Duell mit Dresdens Stürmer Ransford-Yeboah Königsdörffer umgeknickt und hielt sich zunächst das linke Sprunggelenk. Kobald wurde behandelt, konnte aber nicht weiterspielen – jetzt ist klar: Der 24-Jährige hat sich eine Innenbandverletzung zugezogen und fällt mehrere Wochen aus.

Selbst eine Operation kann nach jetzigem Stand nicht ausgeschlossen werden, einer diesbezüglichen Entscheidung werden aber erst noch weitere Untersuchungen in dieser Woche vorausgehen.