“Einer der Besten der 2. Liga”: KSC hält an Gersbeck fest

Der Karlsruher SC und Marius Gersbeck (26) wollen ihre gemeinsame Erfolgsgeschichte weiterschreiben: Der Stammkeeper verlängerte am Samstag vorzeitig bis zum 30. Juni 2025.

Er hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert: KSC-Keeper Marius Gersbeck.

Er hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert: KSC-Keeper Marius Gersbeck.

imago images

Das ursprüngliche Arbeitspapier Gersbecks hätte noch Gültigkeit bis Sommer 2023 gehabt. Nun haben beide Parteien aber auch darüber hinaus Klarheit geschaffen.

Marius Gersbeck hat in den letzten zwei Saisons gezeigt, dass er zu den besten Torhütern der 2. Fußball-Bundesliga gehört”, wird Oliver Kreuzer, Geschäftsführer Sport beim KSC, zitiert: “Dass wir mit ihm trotz verbleibender Vertragslaufzeit verlängern konnten, zeigt die gegenseitige Wertschätzung zwischen dem Klub und ihm. Wir freuen uns auf die kommenden drei Jahre.”

Für Gersbeck ist die Saison bereits seit Mitte April gelaufen, wochenlang plagte sich der gebürtige Berliner mit Handgelenksproblemen herum, ehe er sich doch einer Operation unterzog.

Ich komme gerade aus Köln vom Handchirurgen. Der Heilungsprozess verläuft sehr gut.

Marius Gersbeck

“Die ersten vier Wochen nach der Operation mit der großen Schiene waren nicht so angenehm”, erklärt Gersbeck, der die Unterschrift bereits ohne Schiene tätigen konnte: “Ich komme gerade aus Köln vom Handchirurgen. Der Heilungsprozess verläuft sehr gut, deshalb konnte ich heute schon ohne das Ding den Vertrag bis 2025 unterzeichnen.”

Gersbeck machte in dieser Saison 28 Ligaspiele bei einem kicker-Notenschnitt von 3,05. Seit seinem Wechsel im Juli 2019 machte der ehemalige Hertha-Keeper bis dato 68 Pflichtspiele für die Badener.

Motekallemi wird Co-Trainer beim KSC

Der Karlsruher SC wird zur kommenden Saison sein Trainerteam erweitern. U-17-Trainer Sirus Motekallemi wird befördert.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

imago images / Patrick Scheiber

Die “herausragende Arbeit” wird belohnt. Sirus Motekallemi (33) trainiert ab der kommenden Saison kein Jugendteam des Karlsruher SC mehr, sondern wird befördert – zum zweiten Assistenten von Chefcoach Christian Eichner, wie die Badener am Mittwoch bekanntgaben.

Motekallemi hat bereits erste Berührungspunkte mit den Profis gesammelt, beispielsweise war er in der laufenden Saison nach Klubangaben “zusätzlicher Coach von der Tribüne mit Funkverbindung”. Hauptberuflich agierte der ehemalige KSC-Jugendspieler aber drei Spielzeiten als erfolgreicher U-17-Trainer. Nachdem er stets den Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga erreicht hat, rückt Motekallemi nun zu den Profis auf.

“Ich soll beispielsweise das Individualtraining übernehmen, aber auch beim Videoschnitt sowie der Trainingsvor- und -nachbereitung helfen”, wird er zitiert. “In erster Linie will ich Christian Eichner und Zlatan Bajramovic bei allem unterstützen.” Der neue Job sei “ein Traum”.

Motekallemi wird Co-Trainer beim KSC

Der Karlsruher SC wird zur kommenden Saison sein Trainerteam erweitern. U-17-Trainer Sirus Motekallemi wird befördert.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

Neuer Co-Trainer beim KSC: Sirus Motekallemi.

imago images / Patrick Scheiber

Die “herausragende Arbeit” wird belohnt. Sirus Motekallemi (33) trainiert ab der kommenden Saison kein Jugendteam des Karlsruher SC mehr, sondern wird befördert – zum zweiten Assistenten von Chefcoach Christian Eichner, wie die Badener am Mittwoch bekanntgaben.

Motekallemi hat bereits erste Berührungspunkte mit den Profis gesammelt, beispielsweise war er in der laufenden Saison nach Klubangaben “zusätzlicher Coach von der Tribüne mit Funkverbindung”. Hauptberuflich agierte der ehemalige KSC-Jugendspieler aber drei Spielzeiten als erfolgreicher U-17-Trainer. Nachdem er stets den Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga erreicht hat, rückt Motekallemi nun zu den Profis auf.

“Ich soll beispielsweise das Individualtraining übernehmen, aber auch beim Videoschnitt sowie der Trainingsvor- und -nachbereitung helfen”, wird er zitiert. “In erster Linie will ich Christian Eichner und Zlatan Bajramovic bei allem unterstützen.” Der neue Job sei “ein Traum”.

Karlsruhe muss mehrere Wochen ohne Kobald auskommen

Fehlt dem KSC nach seinem verletzungsbedingten Aus in Dresden wochenlang: Christoph Kobald.

Fehlt dem KSC nach seinem verletzungsbedingten Aus in Dresden wochenlang: Christoph Kobald.

picture alliance

Die Partie war noch nicht einmal eine halbe Stunde alt, da musste Christoph Kobald den Platz schon wieder verlassen. Der Innenverteidiger des Karlsruher SC war bei einem Duell mit Dresdens Stürmer Ransford-Yeboah Königsdörffer umgeknickt und hielt sich zunächst das linke Sprunggelenk. Kobald wurde behandelt, konnte aber nicht weiterspielen – jetzt ist klar: Der 24-Jährige hat sich eine Innenbandverletzung zugezogen und fällt mehrere Wochen aus.

Selbst eine Operation kann nach jetzigem Stand nicht ausgeschlossen werden, einer diesbezüglichen Entscheidung werden aber erst noch weitere Untersuchungen in dieser Woche vorausgehen.

KSC verabschiedet Routinier Lorenz & Co.

Beim Karlsruher SC steht in der kommenden Saison ein größerer Umbruch an. Insgesamt acht Profis werden die Badener verlassen.

Zieht das KSC-Trikot aus: Marc Lorenz (li.).

Zieht das KSC-Trikot aus: Marc Lorenz (li.).

IMAGO/Eibner

Vor dem letzten Heimspiel in dieser Saison gegen Dynamo Dresden am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird der Karlsruher SC acht Profis verabschieden – einen entsprechenden Bericht der “Badischen Neuesten Nachrichten” bestätigte Sportchef Oliver Kreuzer auf dpa-Nachfrage am Freitag.

Neben Torjäger Philipp Hofmann, der sich ab der kommenden Spielzeit Erstligist VfL Bochum anschließt, und Abwehrspieler Robin Bormuth, der zum SC Paderborn wechselt, gehört auch Mittelfeldakteur Marc Lorenz dazu. Der auslaufende Vertrag des Routiniers wird nach fünf Jahren im Trikot der Badener nicht verlängert.

Den KSC ebenfalls verlassen werden das Torhüter-Trio Markus Kuster, Paul Löhr und Niklas Heeger sowie die beiden Außenverteidiger Ricardo van Rhijn und Jannis Rabold.

Hofmann-Ersatz: “Schwierig”

Wie Kreuzer sagte, gestalte sich die Suche nach einem Nachfolger für Stürmer Hofmann “schwierig”. Dabei sehe sich der 56-Jährige im In- und Ausland um. “Unser Budget ist eben begrenzt. Wir sind mit mehreren Spielern in Kontakt, setzen uns zeitlich aber nicht unter Druck.”

Endlich im Oberhaus angekommen: Bochum verpflichtet KSC-Stürmer Hofmann

Philipp Hofmann spielt ab der kommenden Saison für den VfL Bochum. Der Angreifer kommt vom Karlsruher SC an die Castroper Straße.

Philipp Hofmann spielte für zahlreiche Vereine in der 2. Bundesliga - nun wechselt er erstmals in die Bundesliga.

Philipp Hofmann spielte für zahlreiche Vereine in der 2. Bundesliga – nun wechselt er erstmals in die Bundesliga.

imago images/Eibner

Beim VfL Bochum, der den Transfer am Mittwoch bestätigte, erhält Hofmann einen Zweijahresvertrag bis 2024. Zugleich ist er die erste Neuverpflichtung des Revierklubs für die kommende Saison. Weil Hofmanns Vertrag beim KSC ausläuft, kommt er ablösefrei.

“Philipp Hofmann verfügt über enorme physische Voraussetzungen, viel Erfahrung und ist torgefährlich. Dass er sehr anpassungsfähig ist, hat er auf seinen unterschiedlichen Stationen bewiesen und überall seine Tore erzielt oder vorbereitet”, beschreibt Bochums Sportgeschäftsführer Sebastian Schindzielorz den 1,95 Meter großen Neuzugang. “Er ist ein Teamplayer, der aus unserer Sicht die nötigen Fähigkeiten und mentale Robustheit mitbringt, um sich auch in der für ihn neuen Umgebung – und damit meine ich nicht nur den VfL, sondern auch die Bundesliga – durchzusetzen.”

Der VfL Bochum ist ein besonderer Verein, die Mannschaft hat in dieser Saison Außergewöhnliches geleistet.

Philipp Hofmann

Hofmann, der aus Arnsberg im Sauerland stammt, wurde unter anderem bei Schalke 04 ausgebildet. In der Saison 2012/13 schaffte er beim SC Paderborn in der 2. Bundesliga den Durchbruch. Später lief er für den FC Ingolstadt und beim 1. FC Kaiserslautern im Unterhaus auf. Nach einem Wechsel zum FC Brentford in die englische Championship, kehrte er 2017 nach Deutschland zurück und spielte für die SpVgg Fürth sowie Eintracht Brauschweig, ehe er 2019 zum Karlsruher SC kam. Für die Badener erzielte er in 102 Pflichtspielen 51 Tore.

Mehrmals war er mit anderen Klubs in Verbindung gebracht worden, erst recht, als der bullige Angreifer angekündigt hatte, seinen Vertrag im Wildpark nicht verlängern zu wollen.

In der kommenden Saison wird er dann erstmals in der Bundesliga auflaufen. “Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen, die durch den Vereinswechsel zum VfL und die für mich neue Spielklasse Bundesliga auf mich zukommen”, sagt Hofmann selbst. “Auch die Rückkehr in den Ruhrpott freut mich, ich habe ja dort einen Großteil meiner Jugend verbracht. Der VfL Bochum ist ein besonderer Verein, die Mannschaft hat in dieser Saison Außergewöhnliches geleistet.” Nun gelte es, “diese Reise fortzusetzen und auch nächstes Jahr den Klassenerhalt zu schaffen”.

Hannovers Kapitän Franke verteidigt künftig beim KSC

Der Karlsruher SC hat seinen zweiten Neuzugang für die Saison 2022/23 unter Vertrag genommen. Von Hannover 96 kommt Innenverteidiger Marcel Franke für die nächsten drei Jahre zu den Badenern.

Hannovers Kapitän Marcel Franke wechselt zum KSC.

Hannovers Kapitän Marcel Franke wechselt zum KSC.

IMAGO/foto2press

Nach Angreifer Kelvin Arase, der vom österreichischen Bundesligisten Rapid Wien kommt, hat der KSC nun auch Marcel Franke nach Baden gelotst. Der gebürtige Dresdner kommt ablösefrei und unterschrieb bis 2025.

“Marcel Franke ist genau der Typ Innenverteidiger, der die entstandene Lücke in unserer Defensive mit viel Körperlichkeit und Erfahrung füllen kann”, wird KSC-Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer auf der Vereinswebsite zitiert.

kicker Wochenendrückblick vom 1.5.2022

01. Mai 202205:07 Minuten

kicker Wochenendrückblick vom 1.5.2022

Bochum feiert vier Tore und Klassenerhalt beim BVB, Erzgebirge Aue steigt ab in die 3. Liga, SC Magdeburg gewinnt Handballkrimi gegen Füchse Berlin

kicker Wochenendrückblick vom 25.4.2022

25.04.2022

kicker Wochenendrückblick vom 17.4.2022

17.04.2022

kicker Wochenendrückblick vom 10.4.2022

10.04.2022

kicker Wochenendrückblick vom 3.4.2022

03.04.2022

weitere Podcasts

Der 29-Jährige, der nach Leihen zu Dynamo Dresden und Darmstadt 98 2019 von Norwich City nach Hannover wechselte, bestritt in der laufenden Spielzeit 28 Ligaspiele (kicker-Note: 3,64). Insgesamt kommt Franke auf 170 Partien im Bundesliga-Unterhaus (vier Tore).

“Ich habe große Lust auf die Aufgabe beim KSC. Der Klub ist mittlerweile wieder ein etablierter Zweitligist, seine Entwicklung und Vision hat mich überzeugt”, so der 1,93-Meter-Hüne Franke, dessen Vertrag bei den 96ern nicht verlängert wurde.

Hofmann steht auch auf Hoffenheims Liste

Im Kader der Kraichgauer fehlt derzeit ein Stoßstürmer vom Typ des Karlsruhers Philipp Hofmann, doch der scheint sich bereits für Bochum entschieden zu haben.

KSC-Angreifer Philipp Hofmann ist im Sommer ablösefrei.

KSC-Angreifer Philipp Hofmann ist im Sommer ablösefrei.

IMAGO/Eibner

Eigentlich liegt es auf der Hand. Gerade von der linken Seite fliegen bei der TSG Hoffenheim seit der Verpflichtung von David Raum die Flanken serienweise in den Strafraum. Viel zu wenige Hereingaben des Nationalspielers, der dennoch bereits bei elf Assists steht, wurden verwertet. Auch Pavel Kaderabek ist rechts über die Jahre zu einem präzisen Flankengeber gewachsen. Doch in der Mitte fehlt ein adäquater Abnehmer, weder Munas Dabbur noch Georginio Rutter noch Andrej Kramaric noch Christoph Baumgartner sind ausgewiesene Kopfballspezialisten.

Das Interesse der TSG an Hofmann ist hinterlegt

Das will die TSG ändern und das Portfolio um einen solchen Spielertypen erweitern. Dabei liegt das Gute ziemlich nah. Nach kicker-Informationen steht auch Karlsruhes Philipp Hofmann auf der Hoffenheimer Kandidatenliste, das Interesse der TSG ist jedenfalls hinterlegt. 18 Tore hat der 1,95-m-Hüne bislang in der 2. Liga in dieser Saison erzielt, zudem ist der 29-Jährige im Sommer ablösefrei. Damit fällt Hofmann ins Beuteschema der TSG, die sich für die kommenden Spielzeit auch schon die Dienste von Grischa Prömel von Union Berlin und Finn Ole Becker vom FC St. Pauli ohne Abstandszahlungen gesichert hat.

Raum ist einer der dicksten Kumpel von Hofmann

So hatte Manager Alexander Rosen auch schon Raum in den Kraichgau gelotst. Und der ist einer der dicksten Kumpels von Hofmann. Da könnten die Flanken des Linksfußes quasi im engsten Freundeskreis veredelt werden. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt allerdings fraglich. Hofmann scheint bereits in Bochum im Falle des Klassenerhaltes im Wort zu stehen. Und ob Raum tatsächlich auch in der kommenden Saison noch in Hoffenheim flankt, ist trotz des erst Anfang des Jahres erneut verlängerten Vertrages längst nicht sicher.

Interessant ist die Personalie Hofmann insofern dennoch, da sie die Erkenntnis verrät, einen solchen Spielertypen zu vermissen. Nach Sandro Wagner und Adam Szalai ist diese Planstelle verwaist.

Michael Pfeifer

Für Thiede ist die Saison gelaufen

Karlsruhes Rechtsverteidiger Marco Thiede wird wegen seiner Sprunggelenksverletzung in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen.

Marco Thiede läuft in dieser Saison nicht mehr für den KSC auf.

Marco Thiede läuft in dieser Saison nicht mehr für den KSC auf.

imago images/Eibner

Wie der Karlsruher SC mitteilt, ist die Saison für Marco Thiede beendet. Die erneute Sprunggelenksverletzung, die sich der Verteidiger vor ein paar Wochen zuzog, bremst den 29-Jährigen aus.

KSC-Cheftrainer Christian Eichner sagte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitag in Hannover (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker): “Für Marco Thiede ist die Runde vorbei, da gehen wir kein Risiko mehr ein. Seine Situation ist nicht ganz so dramatisch, sondern wird konservativ behandelt. Wir wollen zum Trainingsstart zur neuen Saison möglichst alle Spieler begrüßen, die aktuell verletzt raus sind, dazu gehört auch er.”

Titel-Krimis, Abstiegshorror und ein Haufen Frischlinge

Rund um den 1. Mai feiert die Bundesliga den 2000. Spieltag ihrer Geschichte. Und blickt auf etliche Superlative zurück.

Höchster Sieg der Bundesliga, Titel-Krimi mit dem BVB und Abstiegshorror mit dem 1. FCN.

Höchster Sieg der Bundesliga, Titel-Krimi mit dem BVB und Abstiegshorror mit dem 1. FCN.

imago images/picture-alliance (2)

1963 startete die Bundesliga ihre Erfolgsgeschichte. Fast 59 Jahre später steht ein besonderes Jubiläum auf dem Programm: Der 32. Spieltag ist gleichzeitig der 2000. der BL-Historie.

Und das Oberhaus blickt dabei auf viele Superlative und Rekorde zurück. Wir präsentieren hier eine Auswahl, die über die bekannten Bestmarken hinausgeht.

Der jüngste und der älteste Startelfschnitt eines Spieltags

Jüngste und älteste Startaufstellungen

Den niedrigsten Altersschnitt der Startaufstellungen aller Bundesligisten gab es am 5. Spieltag der Saison 1963/64 mit gerade einmal 25,1 Jahren. Den höchsten Altersschnitt gab es am 25. Spieltag der Saison 1999/00. Damals waren die Startelfspieler im Schnitt 28,6 Jahre alt.

Spieltag mit den meisten Bundesliga-Debüts

Das erste Mal Bundesliga

Neben dem 1. Spieltag der Premiere-Saison 1963/64 (176 BL-Debüts) gab es die meisten Debüts am 1. Spieltag der Saison 1991/92 mit insgesamt 55 Debütanten. Dieser Wert verwundert nicht, war es doch die erste Spielzeit nach der deutschen Wiedervereinigung, in der die Bundesliga das einzige Mal mit 20 Mannschaften an den Start ging. Außerhalb eines 1. Spieltags gab es die meisten Debütanten am 2. und 5. Spieltag der Saison 1963/64 sowie am 18. Spieltag der Saison 2007/08 (jeweils 17). Nach einer langen Winterpause vom 16. Dezember 2007 bis zum 1. Februar 2008 gingen die Bundesligisten mit zahlreichen frisch verpflichteten Profis ins Rennen, da das Wintertransferfenster einen Tag vor Rückrunden-Start schloss.

Spieltag, an dem es am häufigsten Meisterschafts-Entscheidungen gibt

Nur eine Ausnahme seit 2010/11

Am häufigsten werden Meisterschaften tatsächlich am 34. Spieltag entschieden – insgesamt schon 23-mal. Hinzu kommen zwei weitere Meisterschaftsentscheidungen am letzten Spieltag in Spielzeiten mit mehr oder weniger als 34 Spieltagen: 1964/65 (30 Spieltage) und 1991/92 (38 Spieltage). In den letzten zwölf Spielzeiten stand der Meister hingegen nur einmal erst nach dem 34. Spieltag fest: 2018/19. In dieser Zeit war am häufigsten die Schale nach dem 32. (viermal) vergeben und ansonsten an jedem Spieltag ab dem 27. je einmal.

Die knappsten Meisterschaftsentscheidungen

Echte Krimis zum Saisonfinale

Theoretisch war am 34. Spieltag der Saison 2008/09 die Meisterschaft noch für vier Teams möglich; das gab es nie zuvor und danach. Allerdings hätte Wolfsburg (66 Punkte) am letzten Spieltag verlieren müssen, damit Bayern oder Stuttgart mit einem Sieg noch hätten vorbeiziehen können (die Teams trafen aufeinander und hatten je 64 Punkte). Ganz theoretisch hätte auch Hertha noch Meister werden können – die Berliner hätten aber nicht nur auf ein Unentschieden zwischen Bayern und Stuttgart und eine Niederlage von Wolfsburg hoffen müssen, sondern auch selbst gewinnen und 24 Tore Rückstand auf Wolfsburg aufholen müssen. Am Ende machte Wolfsburg mit Trainer Felix Magath das Rennen.

Richtige Krimis waren auch die 34. Spieltage der Saisons 1991/92 und 2001/02. Jeweils drei Mannschaften träumten vom Titel. Kurz nach der Wiedervereinigung gingen Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund mit 50:24 Punkten in den letzten Spieltag, die Schwaben jubelten dank Guido Buchwald und der besseren Tordifferenz gegenüber dem BVB. Die Borussen hielten dafür zehn Jahre später mit Matthias Sammer auf der Bank die Schale hoch, als der Coach mit Ewerthon das goldene Händchen bewies.

Die engsten Abstiegsentscheidungen

Enge Kisten im Keller

Einmal kam es bislang in der Bundesliga-Geschichte vor, dass sechs der 18 Teams am 34. Spieltag noch im Abstiegskampf steckten: in der Saison 1987/88. Während die beiden direkten Absteiger Homburg und Schalke schon feststanden, waren sechs weitere Teams in der Verlosung für den Relegationsplatz , auch wenn der Abstieg Uerdingens und Dortmunds wegen der guten Tordifferenz sehr unwahrscheinlich war. Neben den Krefeldern und dem BVB waren noch der SV Waldhof, Kaiserslautern, Karlsruhe und Bochum gefährdet. Theoretisch wäre der Abstieg jedes dieser Teams noch möglich gewesen, da es kein einziges direktes Abstiegsduell gab. Am Ende erwischte es die Mannheimer, die sich dann in drei (!) Relegationsspielen gegen Darmstadt retteten.

Den dramatischsten Absturz legte der 1. FC Nürnberg hin, der es in der Spielzeit 1998/99 fertig brachte, vom 12. Platz auf einen direkten Abstiegsplatz zu rutschen. Jörg Berger als Retter der Frankfurter Titanic machte es möglich, der FCN durfte sich mal wieder als “Depp” fühlen und verhalf einem Radio-Reporter zu Kultstatus: “Hallo, hier ist Nürnberg, wir melden uns vom Abgrund.”

Spieltage mit höchsten Ergebnissen

Die höchsten Ergebnisse

Spieltag mit dem höchsten Bundesligasieg:  34. Spieltag der Saison 1977/78 – Borussia Mönchengladbach gewinnt mit 12:0 gegen Borussia Dortmund.

Spieltag mit dem höchsten Auswärtssieg: 27. Spieltag der Saison 1965/66: Der Meidericher SV (heute MSV Duisburg) gewinnt auswärts mit 9:0 bei Tasmania Berlin.

Spieltag mit dem “höchsten” Remis:  Zweimal gab es bislang ein 5:5 in der Bundesliga – am 6. Spieltag 1973/74 zwischen dem FC Schalke und dem FC Bayern sowie am 13. Spieltag 1974/75 zwischen Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart.

Thema

Themenarchiv

Die Bundesliga vor dem 2000. Spieltag

zum Thema

  • In der Bundesliga steht am 32. Spieltag 2021/22 die 2000. Runde im Oberhaus an.
  • Besonderheiten aus fast 60 Jahren Bundesliga finden Sie in diesem Themenarchiv