“Andere Ligen investieren gerade massiv, davon können wir uns nicht entkoppeln”

Den Weg von Eintracht Frankfurt vom Fast-Absteiger 2016 hin zum Champions-League-Starter hat Axel Hellmann im Vorstand des Klubs maßgeblich mitgeprägt. Nun will der Jurist auch für die Entwicklung der Liga mehr Verantwortung übernehmen. Hellmanns Wahl ins DFL-Präsidium auf der am Mittwoch in Dortmund anstehenden Generalversammlung gilt als sicher. Mit dem kicker spricht er vorab über Pläne und Perspektiven.

Warnt vor einer dauerhaften Abwärtsspirale in der Bundesliga: Axel Hellmann.

Warnt vor einer dauerhaften Abwärtsspirale in der Bundesliga: Axel Hellmann.

imago images

Obwohl Hellmann im vergangenen Jahr mit seiner Warnung vor einer “Verzwergung der Bundesliga” diversen Klubvertretern auf den Schlips getreten ist, werde seine Kandidatur nun “von sehr vielen getragen”, sagt Hellmann im großen Interview (Montagsausgabe). Die Entwicklung, die er bei der Eintracht mit vorangetrieben hat, sei schließlich auch ein beispielgebendes Modell für den deutschen Profifußball als Ganzes: “Wir müssen einen erfolgreichen Weg gestalten, ohne uns zu entwurzeln, ohne alle Perversionen der internationalen Gehaltsspirale mitzumachen. Bei Eintracht Frankfurt ist uns das ganz gut gelungen – und hat sogar zu Titeln geführt.”

“Wir leben in der Bundesliga nicht auf einer Insel der Glückseligen”

Nach der bis zur Corona-Krise durch strammes Wachstum geprägten Ära von Ex-DFL-Boss Christian Seifert “stehen Liga-Präsidium und DFL-Geschäftsführung jetzt vor ganz neuen, massiven Herausforderungen und internationalen Verwerfungen”, hält Hellmann fest. Und betont zugleich: “Gesundes nachhaltiges Wachstum ist weiterhin möglich – und auch notwendig. Denn wir leben in der Bundesliga nicht auf einer Insel der Glückseligen. Andere Ligen investieren gerade massiv in ihre Zukunft, bauen ihre Infrastruktur aus und stärken langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit, davon können wir uns nicht entkoppeln. Das gilt für die internationalen Spielermärkte, für die Medienverwertung oder Sponsorings. Ohne eine deutliche Stärkung der internationalen Attraktivität käme das Produkt Bundesliga dauerhaft in eine Abwärtsspirale. Zugleich muss nachhaltiges Wachstum kompatibel sein mit den Besonderheiten der Bundesliga und unserer traditionellen Werteorientierung, hier vor allem dem Erhalt von 50+1.”

Trotz sinkender Zuschauerquoten etwa bei den Klassikern ARD-Sportschau und ZDF-Sportstudio sowie der international weggebrochenen Märkte in China und Russland glaubt Hellmann an Wachstumschancen auch über die TV-Vermarktung. Die (vermeintliche) Zauberformel: “Eine weitere Diversifizierung der Medienpakete, um uns mehr an den Bedürfnissen der jungen Zielgruppe zu orientieren, digitaler und beweglicher zu werden.”

“90 Minuten Fußball – das allein wird nicht mehr das Format der Zukunft sein”

Bedeutet konkret: “Die Formate werden in Zukunft vielschichtiger und kleinteiliger sein und über vielfältigere Plattformen abgespielt werden. Da stehen wir erst am Anfang eines Veränderungsprozesses. Ich glaube, dass der Fan und der Kunde der Zukunft nach sehr unterschiedlichen und individuellen Formaten verlangt. Wir sind es gewohnt, ein Spiel 90 Minuten linear und voll konzentriert zu schauen. Das wird aber alleine nicht mehr das Format der Zukunft sein, weder national noch international. Für eine digital aufgestellte Bundesliga werden darin sehr viele Chancen liegen, weil wir dem internationalen Fan mehr bieten können als nur Topsport: eine hohe Authentizität, Leidenschaft und Begeisterung. Dies müssen wir stärker transportieren.”

Eine DFL-eigene Plattform zu schaffen, ähnlich dem einst angedachten Ligakanal, hält Hellmann “vor allem international für hochspannend. Dass die Bundesliga eine eigene OTT-Plattform aufbaut und damit ein globales Bewegtbildangebot schafft, eröffnet uns durch den direkten Zugang zum Fan völlig neue Chancen. In meiner bisherigen Funktion als Sprecher der Kommission Internationalisierung habe ich diesen Punkt immer wieder angeregt. Es ist ein Projekt, das langfristig gedacht werden muss.”

Und: “So etwas in allen relevanten Zielmärkten aufzubauen und zu vermarkten wird sicher über mehrere Jahre in der Summe einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.” Was Hellmann zu dieser Schlussfolgerung führt: “Ich glaube, dass wir das nur gemeinsam mit Partnern meistern können.” Also einem Liga-Investor ähnlich wie in Spanien oder Frankreich.

“Zukunftsinvestitionen aus dem Bestand sind der falsche Ansatz”


Axel Hellmann im Gespräch mit den kicker-Reportern Thiemo Müller, Julian Franzke, Michael Ebert und Rainer Franzke.

Axel Hellmann im Gespräch mit den kicker-Reportern Thiemo Müller, Julian Franzke, Michael Ebert und Rainer Franzke.
kicker

Ein vergleichbares Modell wurde in Deutschland vor rund eineinhalb Jahren kraft eines klaren Mehrheitsbeschlusses der Liga nicht weiterverfolgt, inzwischen sieht Hellmann eine neue Diskussionsgrundlage: “Für uns alle sind jetzt die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit Blick in die Bilanzen zum 30.6. handfest geworden. Das Eigenkapital ist weggeschmolzen. Ich spüre eine große Offenheit, sehr pragmatisch über die Frage der weiteren Investition in die Zukunft der Bundesliga nachzudenken. Vor allem, wenn man sieht, dass die Klubs in Spanien und Frankreich Entscheidungen für Zukunftsinvestitionen mit Partnern bereits getroffen haben. Die Premier League ist sowieso sehr weit enteilt.”

Solche Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung aus dem laufenden Betrieb zu stemmen, hält Hellmann nicht für praktikabel: “Jede Investition aus dem Bestand reduziert die finanzielle Beweglichkeit der Klubs im Alltag. Das ist in Zeiten, in denen wir vorsichtig formuliert eine eher stagnierende Entwicklung der Erlöse der Liga haben, aus meiner Sicht der falsche Ansatz. Das Ziel muss es sein, die Beweglichkeit aller 36 Klubs gerade nach Corona deutlich zu erhöhen.”

Im großen kicker-Interview (Montagausgabe oder schon ab Sonntagabend hier im eMagazine) spricht Hellmann außerdem darüber, warum der Eintracht mit Blick auf ihre Gehaltskosten keine “Champions-League-Falle” droht, wieso außer dem FC Bayern lediglich der SC Freiburg mit einem wirtschaftlichen Plus aus der Corona-Krise kam, inwiefern viele deutsche Klubverantwortliche “aus dem Dämmerschlaf gerissen wurden” und welche Botschaft er bereits mehrfach an UEFA-Präsident Aleksander Ceferin übermittelt hat.

Michael Ebert, Julian Franzke, Rainer Franzke, Thiemo Müller

Krösche erklärt Hauges Leihe nach Gent

Schon in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass es für Jens Petter Hauge schwer werden würde, in der kommenden Saison regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Die bevorstehende Leihe zu KAA Gent ist deshalb folgerichtig. Derweil hat Nottingham Forest seine Fühler nach Djibril Sow ausgestreckt.

Wird Eintracht Frankfurt wohl leihweise verlassen: Jens Petter Hauge.

Wird Eintracht Frankfurt wohl leihweise verlassen: Jens Petter Hauge.

IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Mit Leihen nach Belgien hat die Eintracht in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Offensivakteur Daichi Kamada spielte nach einem unbefriedigenden ersten Jahr in Frankfurt 2018/19 bei VV St. Truiden, bevor er bei den Hessen durchstartete. Ähnlich lief es bei Verteidiger Tuta, der 2019/20 beim KV Kortrijk den vielleicht entscheidenden Entwicklungsschritt machte, um sich am Main durchzusetzen.

Diesen Plan verfolgt Sportvorstand Markus Krösche nun auch bei Hauge. Der Norweger war vergangene Saison von der AC Mailand zunächst ausgeliehen, anschließend griff eine Kaufverpflichtung über sieben Millionen Euro. Rechtfertigen konnte der 22-Jährige die für Eintracht-Verhältnisse hohe Ablöse bislang nicht. Der Nationalspieler rannte sich trotz unbestrittener Qualitäten im offensiven Eins-gegen-eins zu oft fest, zeigte im Spiel gegen den Ball zu wenig Biss und offenbarte Schwächen beim Spielverständnis.

Nach den Verpflichtungen von Faride Alidou, Mario Götze und Randal Kolo Muani wäre es für Hauge schwer bis unmöglich geworden, auf regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen. Der Schritt nach Gent, wo am Montag der Medizincheck stattfindet, könnte goldrichtig sein, um in einem Jahr im zweiten Anlauf in Frankfurt vielleicht doch noch den Durchbruch zu schaffen.

“In Gent kann Jens Petter regelmäßig von Anfang an spielen, auch international. Die belgische Liga ist ideal, weil sie von der Intensität und dem Wettbewerb her ähnlich wie die Bundesliga ist, wenn auch insgesamt ein Level drunter”, sagte Krösche am Sonntag im Gespräch mit dem kicker.

Nottingham buhlt um Sow

Am kommenden Donnerstag bestreitet Gent das Hinspiel in den Play-offs zur Europa League gegen Omonia Nikosia. Der Verlierer tritt in der Conference League an. Ausschlaggebend für den Wechsel ist allerdings nicht nur die internationale Perspektive. “Mit unseren Analysten haben wir alles durchleuchtet und analysiert: Passt er da rein, kann er seine Stärken einbringen, wie sieht der Kader aus, wie ist die Konkurrenz, ist der Trainer gut? Wir geben einen Spieler nie einfach nur ab, um einen kurzfristigen wirtschaftlichen Effekt zu haben, sondern es muss hinsichtlich der sportlichen Entwicklung Sinn machen”, erläutert Krösche, “das ist auch bei Ali Akmans Leihe zu Göztepe so.”

Unterdessen hat Mittelfeldspieler Djibril Sow (25) das Interesse von Nottingham Forest geweckt. Ein entsprechender Bericht von “Sport 1” deckt sich mit Informationen des kicker. “Die Premier League bleibt meine Traumliga”, sagte Sow schon im August 2019 im kicker-Interview. Doch ob der Schweizer Nationalspieler dabei ausgerechnet an Nottingham gedacht hat? Wohl kaum, am Sonntagnachmittag berichtete “Sport 1”, dass Sow das Angebot aus England abgelehnt habe. Bei der Eintracht rechnete man ohnehin nicht mit dem Abgang des 25-Jährigen.

Julian Franzke

Saison 2001/02: Seuchen- oder Traumsaison?

01. August 202251:48 Minuten

Saison 2001/02: Seuchen- oder Traumsaison?

Zum Abschluss der ersten Serie biegt “kicker History” ins 21. Jahrhundert ab, in dem der FC St. Pauli sein Jahrhundertspiel womöglich schon ziemlich zeitig spielte. Und einen wahren Verkaufsschlager auf den Markt brachte. Eine noch mal deutlich spektakulärere Saison legte Bayer 04 Leverkusen hin, wie sich Jens Nowotny erinnert. Doch das Ende einer außergewöhnlichen Spielzeit war bittersüß – von einem solchen kann auch Jürgen Kohler berichten.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25.07.2022

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

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“Für mich ist das ein Streifen”: Warum Willenborg den Elfmeter zurücknahm

Beim Duell zwischen Hertha BSC und Eintracht Frankfurt wurde es kurz vor Ende der Partie strittig. Schiedsrichter Frank Willenborg erklärt, warum er seine Elfmeterentscheidung zurücknahm.

Frank Willenborg schaute sich die Szene minutenlang am Video-Bildschirm an.

Frank Willenborg schaute sich die Szene minutenlang am Video-Bildschirm an.

IMAGO/Jan Huebner

Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit sah es danach aus, als ob sich Hertha BSC und Eintracht Frankfurt nach beidseitigem Chancenwucher mit dem 1:1 zufriedengeben würden, dann wurde es aber nochmal strittig: Oliver Christensen hatte Rafael Borré im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte sofort auf den Punkt. “Meine Wahrnehmung auf dem Spielfeld war die, dass der Torwart dem Spieler den Fuß wegzieht. Zunächst schien es eine klare Sache zu sein”, leitete der 43-Jährige sein Statement am “Sky”-Mikrofon ein.

So klar wie zunächst vermutet war es aber nicht, denn Christensen streifte Borré nur am Sprunggelenk, ehe der Frankfurter durchaus theatralisch zu Boden ging. Also schaltete sich Video-Schiedsrichter Markus Schmidt ein und Willenborg ging in die Review-Area. “Ich habe in den Bildern gesehen, dass es zwar eine Berührung gibt, diese aber nicht ursächlich ist für das Fallen des Spielers. Für mich ist das ein Streifen”, so Willenborg, dessen Video-Studium einige Minuten in Anspruch nahm.

Letztlich entschied sich der Unparteiische dafür, den Elfmeter zurückzunehmen. “Mir ist es wichtig, dass am Ende die richtige Entscheidung getroffen wird. Da nehme ich mir die Zeit, das richtig zu bewerten. Ich wollte es nicht verpassen, die richtige Einstellung gesehen zu haben. Mir war es zudem wichtig, dass die Entscheidung herauskommt, die auch zum Spielmanagement passt. Ich habe sehr großzügig gepfiffen, das Spiel laufen lassen und diese kleine Berührung hätte ich im Mittelfeld auch nicht gepfiffen”, begründete Willenborg seine Entscheidung, die das Spiel maßgeblich beeinflusst hätte, ausführlich.

Willenborg wollte “Gurken-Elfmeter” nicht geben

Der Ärger war auf Frankfurter Seite dennoch groß. “Ob es am Ende für einen Elfmeter reicht, weiß ich nicht. Ich frage mich nur, der Video-Schiedsrichter ist da, um klare Fehlentscheidungen zu revidieren und wenn der Schiedsrichter gefühlt zehn Minuten braucht, um diese Entscheidung zurückzunehmen, dann ist es für mich keine klare Fehlentscheidung”, tat sich Kevin Trapp schwer, die Entscheidung zu akzeptieren.

Der Frankfurter Keeper berichtete zudem, dass Willenborg gegenüber ihm sagte, keinen “Gurken-Elfmeter” geben zu wollen. Oliver Glasner sah dies anders, für den Eintracht-Coach war es “ein klarer Elfmeter”. “Der Schiedsrichter hat einen Fehler gemacht, so wie beide Teams Fehler gemacht haben. Wir sind nicht ganz glücklich, aber müssen das so akzeptieren”, so Glasner weiter.

Letztlich stand ein gerechtes 1:1, das beiden Teams den ersten Punkt in dieser noch jungen Saison bescherte.

Neuzugang für die linke Seite: Pellegrini-Leihe zu Frankfurt perfekt

Eintracht Frankfurt verpflichtet mit Luca Pellegrini einen neuen Linksverteidiger. Die Leihgabe von Juventus soll die Lücke füllen, die Filip Kostic mit seinem Gang nach Turin hinterlässt. Ob der Plan aufgeht, wird sich zeigen.

Wechselt vom italienischen Rekordmeister nach Frankfurt: Luca Pellegrini.

Wechselt vom italienischen Rekordmeister nach Frankfurt: Luca Pellegrini.

IMAGO/Nicolo Campo

Nach dem Abgang von Filip Kostic zu Juventus Turin war es nur eine Frage der Zeit, bis Eintracht Frankfurt die Verpflichtung eines Nachfolgers vermelden würde. Inzwischen steht fest, dass Luca Pellegrini den frei gewordenen Platz auf der linken Seite bekleiden soll. Der 23-Jährige wird für ein Jahr an den Europa-League-Sieger ausgeliehen und geht damit genau den entgegengesetzten Weg zu Kostic.

“Luca Pellegrini kann auf der linken Außenbahn beide Defensivpositionen ausfüllen – sowohl vor einer Dreierabwehrkette als auch eine Position tiefer in einer Viererkette”, wird Sportvorstand Markus Krösche auf der Klubwebsite zitiert. “Damit macht er uns im Spielaufbau sowie im Defensivverbund noch variabler und erhöht generell unsere Flexibilität.”

Pellegrini auf links variabel einsetzbar

Der Italiener ist auf der Linksverteidiger-Position beheimatet, kann aber auch als linker Mittelfeldspieler eingesetzt werden. Dementsprechend passt er in das Anforderungsprofil der Eintracht, die beim 0:2 im Supercup gegen Real Madrid auch ohne Kostic mit einer Dreierkette und zwei offensiven Linksverteidigern agiert hatte.

Am Freitag und damit einen Tag vor der Partie der SGE bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) hat Eintracht-Coach Oliver Glasner angekündigt, zum Start der nächsten Woche entscheiden zu wollen, in welchem System die Hessen den Kostic-Verlust auffangen wollen.

In Turin besitzt der gebürtige Römer und bei der hiesigen Roma zwischen 2011 und 2019 ausgebildete Akteur noch einen Vertrag bis 2025. Bereits seit drei Jahren ist Pellegrini an die Alte Dame gebunden, allerdings konnte sich der Abwehrmann dort bis dato nie durchsetzen. Zwischenzeitlich wurde er bis 2020 an Cagliari und bis 2021 an den CFC Genua verliehen. Insgesamt absolvierte Pellegrini 69-Serie-A-Spiele und drei Partien in der Champions League. Zudem bestritt er im November 2020 sein bisher einziges Länderspiel für Italien.

Eintracht-Abschied offiziell: Kostic wechselt zu Juventus

Filip Kostic verlässt Eintracht Frankfurt nach vier Jahren. Am Freitag machte der Bundesligist die Einigung mit Juventus Turin offiziell – und darf sich damit für eine Entscheidung von 2021 bestätigt fühlen.

Gewann mit Eintracht Frankfurt zuletzt die Europa League, setzt seine Karriere aber in Italien fort: Filip Kostic

Gewann mit Eintracht Frankfurt zuletzt die Europa League, setzt seine Karriere aber in Italien fort: Filip Kostic

IMAGO/Moritz Müller

Auch dank Filip Kostic hat sich Eintracht Frankfurt für die Champions League qualifiziert – dort ist er nun aber Kontrahent: Der 29 Jahre alte Serbe wechselt nach vier Jahren bei der SGE und acht Jahren in Deutschland zu Italiens Rekordmeister Juventus Turin. Kostic war bei der Eintracht noch bis 2023 gebunden.

Durch die Ablösesumme in Höhe von etwa 15 Millionen Euro, die über Boni noch auf etwa 18 Millionen Euro anwachsen könnte, erwies sich die Entscheidung der Eintracht-Verantwortlichen, Kostic im Sommer 2021 nicht zu Lazio Rom ziehen zu lassen, erneut als goldrichtig, sportlich hatte sie sich durch Kostics Anteil am Europa-League-Triumph ohnehin längst ausgezahlt. Lazio hatte damals nur zehn Millionen Euro für den Nationalspieler geboten, der seinen Wechsel via Streik hatte durchdrücken wollen.

“Große Verdiente und tadelloses Verhalten”

“Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren und nicht zuletzt der Gewinn der Europa League wird immer mit Filip Kostic verbunden bleiben”, würdigt SGE-Sportvorstand Markus Krösche Kostic in der Pressemitteilung vom Freitag, die den Titel “Danke, Maschine!” trägt. “Aufgrund seiner großen Verdienste und seines tadellosen Verhaltens sowie des im nächsten Jahr auslaufenden Vertrags ist die gemeinsame Übereinkunft eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. Ein Stück weit ist es auch immer eine Auszeichnung für die Arbeit des gesamten Vereins, wenn ein Spieler das Interesse der internationalen Elite weckt.”

Im Eintracht-Trikot absolvierte Kostic, der vor vier Jahren via VfB Stuttgart (2014 bis 2016) und Hamburger SV (2016 bis 2018) nach Frankfurt gewechselt war, insgesamt 172 Pflichtspiele und erzielte dabei 33 Tore. Aufgrund seines hohen Standings in der Mannschaft – in seinen vier Spielzeiten in Frankfurt sammelte der praktisch nie verletzte Linksfuß immer mindestens 30 Liga-Einsätze – wollte die Eintracht Kostic unbedingt am Main halten, hätte im kommenden Sommer aufgrund des dann auslaufenden Vertrages jedoch keine Ablöse mehr erhalten.

Für wie viele Jahre Kostic bei Juve unterschreibt, ist noch offen. Die Bianconeri waren in der vergangenen Saison nur Vierter in der Serie A geworden und sind deshalb auch bei der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase nicht gesetzt – im Gegensatz zur Eintracht, die damit bereits frühzeitig ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Angestellten Kostic feiern könnte.

Eintracht-Abschied offiziell: Kostic wechselt für zwölf Millionen Euro zu Juventus

Filip Kostic verlässt Eintracht Frankfurt nach vier Jahren. Am Freitag machte Juventus Turin die Verpflichtung offiziell – und belohnte damit auch eine Entscheidung der SGE-Verantwortlichen von 2021.

Gewann mit Eintracht Frankfurt zuletzt die Europa League, setzt seine Karriere aber in Italien fort: Filip Kostic

Gewann mit Eintracht Frankfurt zuletzt die Europa League, setzt seine Karriere aber in Italien fort: Filip Kostic

IMAGO/Moritz Müller

Auch dank Filip Kostic hat sich Eintracht Frankfurt für die Champions League qualifiziert – dort ist er nun aber Kontrahent: Der 29 Jahre alte Serbe, der bei der Eintracht noch bis 2023 gebunden war, wechselt nach vier Jahren bei der SGE und acht Jahren in Deutschland zu Juventus Turin.

Nach Angaben des italienischen Rekordmeisters fließen im Gegenzug zwölf Millionen Euro Ablöse nach Frankfurt, die via Boni noch auf 15 Millionen Euro ansteigen können. Außerdem soll Luca Pellegrini (23) im Gegenzug auf Leihbasis von Juve zur SGE wechseln.

Durch diese Ablösesumme erwies sich die Entscheidung der Eintracht-Verantwortlichen, Kostic im Sommer 2021 nicht zu Lazio Rom ziehen zu lassen, erneut als goldrichtig, sportlich hatte sie sich durch Kostics Anteil am Europa-League-Triumph ohnehin längst ausgezahlt. Lazio hatte damals nur zehn Millionen Euro für den Nationalspieler geboten, der seinen Wechsel via Streik hatte durchdrücken wollen.

“Große Verdienste und tadelloses Verhalten”

“Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren und nicht zuletzt der Gewinn der Europa League wird immer mit Filip Kostic verbunden bleiben”, würdigt SGE-Sportvorstand Markus Krösche Kostic in der Pressemitteilung vom Freitag, die den Titel “Danke, Maschine!” trägt. “Aufgrund seiner großen Verdienste und seines tadellosen Verhaltens sowie des im nächsten Jahr auslaufenden Vertrags ist die gemeinsame Übereinkunft eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. Ein Stück weit ist es auch immer eine Auszeichnung für die Arbeit des gesamten Vereins, wenn ein Spieler das Interesse der internationalen Elite weckt.”

Im Eintracht-Trikot absolvierte Kostic, der vor vier Jahren via VfB Stuttgart (2014 bis 2016) und Hamburger SV (2016 bis 2018) nach Frankfurt gewechselt war, insgesamt 172 Pflichtspiele und erzielte dabei 33 Tore. Aufgrund seines hohen Standings in der Mannschaft – in seinen vier Spielzeiten in Frankfurt sammelte der praktisch nie verletzte Linksfuß immer mindestens 30 Liga-Einsätze – wollte die Eintracht Kostic unbedingt am Main halten, hätte im kommenden Sommer aufgrund des dann auslaufenden Vertrages jedoch keine Ablöse mehr erhalten.

Bei Juve unterschrieb Kostic einen Vertrag bis 2026. Die Bianconeri waren in der vergangenen Saison nur Vierter in der Serie A geworden und sind deshalb auch bei der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase nicht gesetzt – im Gegensatz zu EL-Sieger Eintracht, die damit bereits frühzeitig ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Angestellten Kostic feiern könnte.

Frankfurt ohne Kostic: Glasner entscheidet Systemfrage nach Hertha-Spiel

Nach Kostics Abschied geht es um die Frage, wie die richtige Grundordnung aussieht. Frankfurts Coach Oliver Glasner entscheidet das nach dem Spiel in Berlin.

Entscheidet in Ruhe über die Systemfrage nach Kostics Abschied: Frankfurts Trainer Oliver Glasner.

Entscheidet in Ruhe über die Systemfrage nach Kostics Abschied: Frankfurts Trainer Oliver Glasner.

IMAGO/Jan Huebner

Der Supercup gegen Real Madrid (0:2) war der “endgültige Abschluss unserer Europa-League-Reise”, sagte Glasner auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. Der Trainer rief den “totalen Fokus auf die Bundesliga” aus und betonte: “Wir wollen in Berlin den ersten Bundesliga-Sieg feiern und nicht wieder so lange warten wie in der vergangenen Saison.” Damals dauerte es bis zum 7. Spieltag, ehe die Hessen ausgerechnet beim FC Bayern gewannen (2:1).

Dieses Spiel wollen wir gewinnen, daran müssen wir uns messen lassen.

Markus Krösche

Die Partie bei der Hertha wird eine wichtige Standortbestimmung. Das 4:0 im DFB-Pokal in Magdeburg kaschierte die gegen die Bayern (1:6) offenbarten defensiven Schwächen, gegen die Königlichen stand die Mannschaft dann zwar kompakter, war aber noch ein gutes Stück von ihrer Bestform aus dem Frühjahr entfernt. “Für uns ist der Maßstab Hertha BSC. Dieses Spiel wollen wir gewinnen, daran müssen wir uns messen lassen. Die Basis ist die Bundesliga, darauf muss der Fokus liegen”, betont Sportvorstand Markus Krösche.

DFL erfüllt Wunsch nach Sonntagsspiel nicht

Ein Ärgernis ist die kurze Vorbereitungszeit auf die Partie in der Hauptstadt. “Unser Wunsch wäre es gewesen, am Sonntag zu spielen, um einen Tag mehr zu haben”, moniert Glasner die Ansetzung der DFL. Am Donnerstag trainierte und regenerierte die Mannschaft noch in Helsinki, nach einer kurzen Einheit am Freitag hebt dann schon der Flieger nach Berlin ab.

Körperlich sieht er allerdings keine Probleme auf seine Mannschaft zukommen. “Wir können im physischen Bereich jeder Mannschaft in der Liga Paroli bieten, da werden wir mithalten können”, ist der Coach überzeugt. In der Vorbereitung habe man die englischen Wochen simuliert. Das Ziel: “Der Körper der Spieler sollte es gewohnt sein, dass er alle drei Tage einen Peak hat. Auch in der vergangenen Saison sind wir physisch sehr gut durchgekommen.”

Das ist korrekt, die Eintracht hatte trotz der Doppelbelastung bemerkenswert wenige Verletzungen zu beklagen. Glasner sieht die Herausforderung eher im mentalen Bereich: “Physisch sehe ich auch kein Problem, die Frage ist: Wie schaffst du es, dich zu konzentrieren und fokussieren? Das ist oft viel wichtiger. Es ist nicht so schwierig, lange zu laufen, aber richtig zu laufen und im richtigen Moment Entscheidungen zu treffen. Die Schaltzentrale ist das Wichtigste, hier brauchen wir Frische.”

Lenz auf links  – und System-Gedanken am Montag und Dienstag

Deshalb erwägt er, einige personelle Wechsel vorzunehmen. Links legt er sich hingegen auf Christopher Lenz fest. “Er hat es gegen Real sehr gut gemacht, ich bin mit seinem Auftreten sehr zufrieden. Wenn er sich gut fühlt, wird Chris auf dieser Position wieder spielen.” Juventus-Linksverteidiger Luca Pellegrini, der offenbar kurz vor einer Ausleihe steht, wird in Berlin hingegen noch nicht dabei sein. Auch die 3-4-3-Grundordnung wird Glasner wahrscheinlich noch nicht ändern. “Am Montag und Dienstag haben die Jungs frei, an diesen beiden Tagen werde ich mir mit meinem Trainerteam Gedanken machen, ob wir das System verändern werden, um das, was uns durch Filip weggefallen ist – seine Offensivpower – vielleicht anderweitig zu ersetzen”, erklärt der Trainer.

Kein Rechtsverteidiger der Extraklasse

Allerdings ist es auch durchaus möglich, dass Frankfurt an der Grundordnung mit Dreier-/Fünferkette festhält und diese defensiver interpretiert, schließlich sei Kostic kein “Defensivkünstler” gewesen, so Glasner. Für das Festhalten an der Grundordnung spricht, dass es im Kader keinen Rechtsverteidiger gibt, der gehobenen Ansprüchen genügt. Wie auch immer sich Glasner entscheidet, die kommenden drei Wochen bieten die Gelegenheit, auch im taktischen Bereich intensiv zu trainieren. “Das sind die letzten normalen Trainingswochen bis zur WM in Katar”, konstatiert der Österreicher. Mit dem Beginn der Champions League am 6. und 7. September geht es Schlag auf Schlag, an taktischen Feinheiten kann dann fast nur noch per Video gearbeitet werden.

Julian Franzke

Neuer Stehplatz-Plan: Wie Frankfurt junge Fans erreichen will

Während der WM in Katar wird das Stadion von Eintracht Frankfurt auf 60.000 Plätze erweitert. Dabei entstehen insgesamt 11.000 zusätzliche Stehplätze – gepaart mit einem neuen Sonderkontingent.

Bald passen noch mehr Fans rein: Der Deutsche Bank Park in Frankfurt.

Bald passen noch mehr Fans rein: Der Deutsche Bank Park in Frankfurt.

IMAGO/Jan Huebner

Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann erklärt im Gespräch mit dem kicker, wie der Klub damit auch neue, junge Fans gewinnen will. “Die Mama und der Papa müssen abends beim Grillen zu den Nachbarskindern sagen können: ‘Kommt, ich nehme euch morgen mit ins Stadion.’ Deshalb werden wir für jedes Spiel, auch wenn es eigentlich ausverkauft ist, 1000 Stehplatzkarten für Spontanentschlossene bereithalten”, kündigt Hellmann an, “diese Spontanität ist wichtig, um neue Fans für den Fußball zu begeistern. Je jünger sie sind, umso günstiger muss man das gestalten.”

“Das ist in Stuttgart oder Bremen nicht anders”

Es sei eine “große Herausforderung, die jungen Leute vor unserer Haustür” zu gewinnen. Die NFL dränge mit American Football auf den deutschen Markt und erziele sehr gute Reichweiten, “es gibt auch andere sehr interessante Freizeitaktivitäten”. Das führe zu der Schlüsselfrage: “Wie bekommen wir in diesem Medien- und Konsumumfeld die Aufmerksamkeit der jungen Leute für die Bundesliga? Auf der Couch wirst du bestenfalls ManCity-, Bayern- oder Dortmund-Fan. Wenn du aber den Fußball bei uns live erlebst, wirst du Fan von Eintracht Frankfurt. Das ist in Stuttgart oder Bremen nicht anders. Das gesamte Stadionerlebnis dringt tief in dich ein und gibt dir eine ganz andere emotionale Energie.”

Bislang ist es so, dass es im freien Verkauf kaum günstige Tickets für Heimspiele der Eintracht gibt. Wer jetzt noch zum nächsten Heimspiel gegen Köln kommen will, muss 55 Euro für einen Platz im Oberrang hinter dem Tor berappen. Viele Familien können sich das nicht leisten. Deshalb ist Hellmann überzeugt: “Wenn wir die jungen Leute für den Fußball gewinnen wollen, funktioniert das nur über Stehplätze.”

Julian Franzke

Frankfurts Dämpfer zum Saisonstart: Wird die CL zum Problem?

Was geht, Bundesliga? 2022/23 – Folge 2 11.08.2022

Frankfurts Dämpfer zum Saisonstart: Wird die CL zum Problem?

19:41Nach dem Abgang von Filip Kostic und den Niederlagen gegen den FC Bayern und Real Madrid stellen sich viele Eintracht-Fans die Frage: Ist die SGE gut genug für die Champions League? Und: Könnte die Königsklasse möglicherweise zum Problem für den Bundesliga-Alltag werden? Wir analysieren die Lage in Frankfurt mit kicker-Reporter Julian Franzke.

Glasner über Qualitätsunterschied: “Es fällt mir schwer, so etwas zu akzeptieren”

Nach der 0:2-Niederlage im europäischen Supercup zeigte sich Eintracht-Coach Oliver Glasner optimistisch, die Leistungsgrenze seines Teams nach oben verschieben zu können und den Rückstand zu Teams wie Real Madrid zu verkleinern. Kritik übte der Coach an der Ansetzung des kommenden Bundesligaspiels.

Ambitioniert: Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner.

Ambitioniert: Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner.

IMAGO/Revierfoto

Aus Helsinki berichtet Moritz Kreilinger

Real Madrid war beim 0:2 im Supercup für Eintracht Frankfurt eine Nummer zu groß. Das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben. Doch mit Blick auf die bevorstehenden Spiele in der Champions League zeigte sich Glasner optimistisch. “Man hat gesehen, dass es für Gegner auf diesem Level noch nicht reicht. Wer mich kennt, der weiß, dass das innerlich an mir nagt. Es fällt mir schwer, so etwas zu akzeptieren”, betonte Glasner. “Jetzt ist es wichtig, dass wir im gesamte Team, im Staff, im Klub einen Ehrgeiz entwickeln, sehr hart an uns zu arbeiten, um hier einen Schritt näher zu kommen.” Auch wenn dieser Schritt gelingt, werden Mannschaften dieses Kalibers noch immer in anderen Dimensionen schweben, doch der Triumph in der Europa League hat gezeigt, dass die Hessen dieses Defizit mit Einsatz und Leidenschaft in direkten Duellen wett machen können.

Zu wenig Offensivpower für Real

In Helsinki hat es insbesondere im Offensivspiel nicht gereicht, um den Königlichen ernsthaft gefährlich zu werden. “Wir konnten Chancen kreieren, waren in diesen Momenten aber nicht gut genug”, bemängelte Glasner. Mit Rafael Borré und den beiden Neuzugängen Randal Kolo Muani und Lucas Alario bot er zum Ende sogar drei Stürmer auf. “Man hat gesehen, dass die Abstimmung da vorne noch nicht so rund ist. Zu oft sind sie auf eine Linie gewesen”, erklärte Glasner.

In der Startformation hatte sich zunächst keiner der neuen Spieler wiedergefunden. Mario Götze musste im Vergleich zum Bundesligastart wieder für Daichi Kamada Platz machen. Kolo Muani, der beim 1:6 gegen den FC Bayern traf und mit seiner Schnelligkeit positive Akzente beim Debakel zum Auftakt setzte, musste sich zunächst erneut mit einem Platz auf der Bank begnügen. Das alles hatte zwei Gründe, wie Glasner darlegte.

Glasner hätte gern am Sonntag gespielt

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“Die Jungs, die in der Startelf gestanden haben, haben das verdient, weil sie eine historische Saison gespielt haben. Diese Spiel war auch die Belohnung für den Europa League Titel. Deswegen wollten wir, dass die Jungs in der Startelf die Eintracht auf das Feld führen”, erklärte der Österreicher. “Man hat auch gesehen, dass Kolo Muani, Alario und Götze sehr viel Qualität mitbringen. Was man aber auch sieht ist, dass sie gegen den Ball noch nicht da sind, wo die anderen Jungs sind. Unsere Erfolge haben wir gefeiert, weil wir ein gutes Spiel gegen den Ball hatten und ein unglaublich gutes Umschaltspiel. Wir wollen diese Jungs jetzt in unsere Systematik integrieren, damit sie dann ihre Stärken einsetzen können. Da haben sie noch Aufholbedarf.”

Jetzt wartet wieder der Ligaalltag. An diesem Donnerstag fliegt das Team von Helsinki zurück nach Frankfurt. Schon am Freitag geht es erneut in den Flieger, denn am Samstag steht das Bundesligaduell bei Hertha BSC auf dem Plan. Diese Terminierung kann Glasner nicht nachvollziehen. “Wir hätten uns eine Ansetzung am Sonntag gewünscht. Wir haben hier auch Deutschland und die Bundesliga vertreten”, sagte der Coach. Schon die Terminierung in der Vorwoche – montags im Pokal in Magdeburg, freitags zuhause gegen die Bayern – stieß auf Unverständnis.

Moritz Kreilinger