Ducksch vor erster Dortmund-Rückkehr: “Für mich das Highlight-Spiel der Saison”

Als gebürtiger Dortmunder steht Marvin Ducksch vor einem besonderen Bundesliga-Spieltag. Mit dem SV Werder Bremen reist der Angreifer am Samstag zur Auswärtspartie beim BVB – seine muskulären Probleme, glaubt er, bis zum Anpfiff in den Griff zu kriegen.

Sollen in Dortmund für Tore sorgen: Niclas Füllkrug (li.) und Marvin Ducksch.

Sollen in Dortmund für Tore sorgen: Niclas Füllkrug (li.) und Marvin Ducksch.

IMAGO/Team 2

Am Mittwoch trainierte Marvin Ducksch auch den zweiten Tag in der Woche nicht mit der Mannschaft, sondern aufgrund von muskulären Problemen lediglich individuell. Der 28-Jährige kündigte jedoch am Nachmittag schon an, tags darauf wieder voll einsteigen zu wollen: “Es sieht sehr gut aus.” Das dürfte dann wohl auch für seinen Einsatz am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gelten. In Dortmund, seiner Heimatstadt. Gegen seinen Ex-Klub, den BVB – für den Ducksch bereits in der Jugend auflief und zu seinem Profi-Debüt in der Bundesliga-Saison 2013/14 kam.

Sechsmal setzte ihn der ehemalige Borussia-Coach Jürgen Klopp ein, Ducksch stürmte unter anderem an der Seite von Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang – und sagt im Rückblick: “Ich habe damals alles dafür getan, diese Schritte gehen zu dürfen.” Übrig geblieben aus jener Dortmunder Mannschaft sind inzwischen lediglich noch Marco Reus und nach seiner Rückkehr Mats Hummels, zu dem Ducksch noch “ein bisschen” in Kontakt steht.

BVB-Fan Ducksch verfolgt möglichst jede Partie

Der Werder-Angreifer macht gar keinen Hehl daraus, dass in ihm auch heute noch ein BVB-Fan steckt: “Ja, definitiv.” Wenn zeitlich möglich, versucht er jede Partie zu verfolgen, so Ducksch: “Ich habe meine ganze Jugend dort verbracht, bin dort groß geworden. Für mich gab es damals nur den einen Verein.”

Und dieses eine Stadion, das sicherlich einen natürlichen Sehnsuchtsort für jeden Jugendspieler in Dortmund darstellt. “Für mich ist es das Highlightspiel der Saison, vor über 80.000 Fans im Signal Iduna Park aufzulaufen”, betont Ducksch, der zwar viele private Kartenanfragen für die Partie bekam, aber nicht allen gerecht werden konnte: “Ich möchte mich auf das Spiel konzentrieren.”

Erste Ducksch-Rückkehr ins Dortmunder Stadion

Außer in zwei seiner sechs Bundesliga-Spiele für den BVB kam der Stürmer im Dortmunder Stadion noch nie für eine gegnerische Mannschaft zum Einsatz. Bei den seinerzeit erstklassigen Ex-Klubs Fortuna Düsseldorf und SC Paderborn 07 fiel er für jene Partie jeweils aus. Ducksch spricht von “gemischten Gefühlen”, nun mit einem anderen Trikot in seiner Heimatstadt aufzulaufen: “Ich freue mich riesig darauf, aber ich bin auch sehr gespannt, was da auf mich zukommt.”

Tim Lüddecke

Stabil, flexibel, erfahren: Werder plant Vertragsgespräche mit Jung

Anthony Jung gehört zu den Profis beim SV Werder Bremen, deren Vertrag am Ende der Saison ausläuft. Demnächst sollen Gespräche mit dem Linksverteidiger über eine weitere gemeinsame Zukunft geführt werden.

Werder Bremens Anthony Jung soll dem Verein länger erhalten bleiben.

Werder Bremens Anthony Jung soll dem Verein länger erhalten bleiben.

IMAGO/Team 2

Seine Flanke auf den Kopf von Torschütze Niclas Füllkrug bahnte den Weg zur 1:0-Führung am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart (2:2). Und auch sonst gilt Anthony Jung als eine der tragenden Stützen in der Mannschaft des SV Werder Bremen, auf der linken defensiven Außenbahn genießt der 30-Jährige höchstes Vertrauen beim Aufsteiger. “Wir können sehr zufrieden mit ihm sein, gerade wenn man sieht, was Tony in der vergangenen Saison geleistet hat”, sagt Clemens Fritz, Leiter Profifußball: “Er war sehr stabil in seinen Leistungen, dazu kommt seine Flexibilität, dass er mehrere Positionen spielen kann. Mit der Erfahrung und Ruhe war er ein wichtiger Baustein im Kampf um den Aufstieg.”

Diese Wertschätzung dürfte sich demnächst womöglich auch in Form eines neuen Vertrags ausdrücken, denn Jungs aktuelles Arbeitspapier läuft nach der aktuellen Saison aus. “Wir werden uns mit Sicherheit noch in diesem Jahr zusammensetzen”, so Fritz, der zudem das Bremer Interesse an einer Verlängerung zum Ausdruck brachte. Vor einem Jahr war der Linksfuß ablösefrei von Bröndby IF verpflichtet worden und stieg schnell zum Stammspieler auf, kam sowohl als Außen- wie auch als Innenverteidiger zum Einsatz.

Als es ernst wurde, setzte Werner auf Jung

Doch zum Saisonstart setzten Jung zunächst Oberschenkelprobleme außer Gefecht, Neuzugang Lee Buchanan übernahm seine Rolle – und machte es in den Testspielen so ordentlich, dass der Engländer im DFB-Pokal beim FC Energie Cottbus in der Startelf stand. Als es eine Woche später dann in der Bundesliga jedoch ernst wurde, setzte Werder-Coach Ole Werner wieder auf Jung, bei dem die Kräfte zunächst für 69 Minuten reichten; am 2. Spieltag waren es nun 84 Minuten.

Flankengeber Jung: “Er kann das einfach”

Gerade in Sachen Erfahrung genießt der 2021 als dänischer Meister verpflichtete Profi einige Vorzüge gegenüber dem erst 21-jährigen Buchanan. Außerdem muss er sich nicht an die unter Werner bereits eingespielten Abläufe gewöhnen. Und dann besitzt Jung auch noch einige Spiele Bundesliga-Erfahrung aus der Saison 2016/17 mit dem FC Ingolstadt. Auf 16 Einsätze kam er da für den damaligen Aufsteiger – und einen Treffer sowie eine Vorlage. Eine solche hat er jetzt auch für Werder schon geliefert. Vor der Saison hatte Fritz mit Jung auch über Flankenqualität gesprochen, ließ der Profi-Chef wissen. “Er kann das einfach”, sagt der 41-Jährige: “Es ist schön zu sehen, dass es direkt so gut geklappt hat.”

Tim Lüddecke

Kleiner Rüffel für Retter Burke

Der Heimeinstand geriet perfekt. Gleich im zweiten Kurzeinsatz für Werder erzielte Oliver Burke sein erstes Tor, rettete damit ein 2:2 in der fünften Minute der Nachspielzeit gegen den VfB Stuttgart. Einen kleinen Rüffel gab es trotzdem. 

Erzielte spät den Ausgleich: Bremens Oliver Burke.

Erzielte spät den Ausgleich: Bremens Oliver Burke.

IMAGO/Team 2

Einen Ruf als Torjäger hat sich der 25-jährige Schotte bislang nicht gemacht. Auf seiner ersten Bundesligastation in Leipzig (2016/17) war ihm nur ein Treffer gelungen, bei seiner anschließenden Wandertour durch Europa war die Quote ebenfalls ausbaufähig. Ole Werner hat indes nicht den Eindruck, dass Burke den Moment gegen den VfB als den großen Brustlöser gebraucht habe. “Ich habe ihn seit seiner Ankunft bei uns bislang nicht so wahrgenommen, dass er irgendetwas aus der Vergangenheit mit sich herumschleppt. Insofern muss sich auch nichts lösen. Ich freue mich einfach für ihn.”

Dabei war Werner mit seinem Retter bis zum Moment des Treffers gar nicht restlos einverstanden. “Eigentlich”, erklärt der Coach, “hat er sich für mein Dafürhalten nach seiner Einwechslung zu viel auf dem Flügel aufgehalten.” Nach Mitchell Weisers Vorlage aber war er da, wo er sein sollte: gedankenschnell im Zentrum und eiskalt im Abschluss. “Ein wichtiges Tor”, jubelt Burke und ordnet den Treffer auch für sich selbst ein: “Tore sind auch wichtig für meine Position.”

Zwei Mal wurde Burke nun spät eingewechselt, generell, das macht seine Aussage deutlich, hätte er perspektivisch gern mehr Spielzeit an der Weser. Dass er am hitzigen Samstag nur zu einem Teileinsatz kam, nimmt er indes mit einem Augenzwinkern hin: “Es war wirklich sehr warm, das hat das Spiel schwierig gemacht. Und die Jungs, die durchgespielt haben, haben sich vielleicht einen Sonnenbrand geholt.” Er hat den heißen Nachmittag immerhin gerettet. 

Sebastian Wolff

Bremens Pieper erleidet Schädelprellung

Werder Bremen droht am kommenden Spieltag der Ausfall von Amos Pieper. Der Neuzugang verletzte sich beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart.

Bremens Amos Pieper erlitt gegen Stuttgart eine Schädelprellung.

Bremens Amos Pieper erlitt gegen Stuttgart eine Schädelprellung.

IMAGO/foto2press

Pieper blieb in der Halbzeit der Partie zwischen dem SVW und dem VfB zur Pause in der Kabine und kehrte nicht mehr auf das Spielfeld im Weserstadion zurück. Für den Verteidiger kam Niklas Stark in die Partie.

Kurz vor dem Pausenpfiff durch Schiedsrichter Robert Hartmann ging der Bremer nach einer Flanke von Josha Vagnoman in den Zweikampf mit VfB-Mittelstürmer Sasa Kalajdzic. Auch Werder-Keeper Jiri Pavlenka wollte die Situation bereinigen, flog aber am Ball vorbei. Bei seiner Aktion traf er Pieper unglücklich, der nach dem Zusammenprall minutenlang auf dem Rasen liegend behandelt werden musste.

Pieper berappelte sich noch einmal und spielte die letzten Minuten des ersten Durchgangs noch zu Ende. Nach dem Spiel wurde er dann von Bremens Mannschaftsarzt Dr. Daniel Hellermann genauer untersucht. Dabei wurde diagnostiziert, dass sie Pieper eine Schädelprellung zugezogen hat. Wie der SVW mitteilte, wird der Abwehrmann nun “in den nächsten Tagen zunächst individuell trainieren.” Anschließend soll der 24-Jährige, der im Sommer von Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld gekommen war, wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.

Umstrittene Fan-Kontrolle in Wolfsburg: Politik und Polizei räumen Fehler ein

Das Landespolizeipräsidium Niedersachsen und der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) haben Fehler bei der vieldiskutierten Polizei-Kontrolle von Bremer Fans in Wolfsburg eingeräumt.

Die Kontrolle von Bremer Fans am Wolfsburger Bahnhof hat bundesweit für Kritik gesorgt.

Die Kontrolle von Bremer Fans am Wolfsburger Bahnhof hat bundesweit für Kritik gesorgt.

IMAGO/Nordphoto

In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung hieß es, dass die zuständige Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt vor der Ankunft von Bremer Fans am Wolfsburger Bahnhof eine “Kontrollstelle” eingerichtet habe. An einer solchen müssten sich laut Paragraph 14 des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (NPOG) “nicht nur bestimmte verdächtige Personen, sondern alle Passantinnen und Passanten durchsuchen lassen”. Doch “dafür lagen in dem konkreten Fall nicht die notwendigen Voraussetzungen vor”, teilte die Polizei bemerkenswert deutlich mit.

Sollten Fans aufgrund der so nicht rechtmäßigen Maßnahme zu Unrecht durchsucht worden sein, entschuldigen wir uns dafür.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD)

Auch der niedersächsische Innenminister Pistorius äußerte sich zu dem Vorgang, der viel Kritik hervorgerufen hatte. “Zur Fehlerkultur in einer modernen Polizei gehört auch, dass entsprechende Fehler erkannt und benannt werden. Nur so kann man es zukünftig besser machen”, teilte er am Freitag mit und bezog sich damit auf einen von seinem Ministerium angeforderten Bericht. Dieser kommt zum Ergebnis, dass für die sogenannten Kontrollstellen in Wolfsburg “nicht die notwendigen Voraussetzungen” vorlagen. “Weder im Hinblick auf die Gefahr der Verwendung von Pyrotechnik im Stadion, noch hinsichtlich möglicher körperlicher Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen”, heißt es darin.

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“Sollten Fans aufgrund der so nicht rechtmäßigen Maßnahme zu Unrecht durchsucht worden sein, entschuldigen wir uns dafür”, teilte Pistorius weiter mit. Die Prüfung habe ergeben, dass die Gefahrenprognose und die Maßnahmen der Polizei grundsätzlich zutreffend waren und lediglich der gewählte Rahmen einer Kontrollstelle nicht richtig gewesen sei.

Heftige Kritik von allen Seiten, Schmadtke nannte es sogar eine “Blamage”

Der Umgang der Wolfsburger Polizei mit den Bremer Fans hatte bundesweit für Unverständnis gesorgt. “Wenn Gäste so behandelt werden, kann das nicht im Sinne des Zuschauersports Fußball sein. Das ist eine Entwicklung, die wir wirklich nicht gutheißen können”, sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald am Sky-Mikrofon. Clemens Fritz, Sportlicher Leiter Profifußball, sprach von einem “absolutem Unding”. Auch der VfL Wolfsburg bezog klar Stellung und übte Kritik, Geschäftsführer Jörg Schmadtke sprach bei der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung gar von einer “Blamage für den Fußball-Standort Wolfsburg”.

Zahlreiche Bremer Fans hatten die Kontrolle verweigert und sich umgehend auf den Heimweg gemacht. Der Gästeblock war beim Bundesliga-Auftakt der beiden Mannschaften (2:2) deshalb weniger gefüllt als erwartet. Der VfL kündigte derweil an, die nicht entwerteten Tickets zu erstatten.

pau, sid, dpa

Werner kann auf zwei Säulen bauen

Aufsteiger Werder Bremen hat vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag wieder mehr personelle Möglichkeiten: Trainer Ole Werner kann wieder mit Stürmer-Routinier Niclas Füllkrug und Mittelfeldspieler Romano Schmid planen.

Kann wohl gegen Stuttgart spielen: Niclas Füllkrug.

Kann wohl gegen Stuttgart spielen: Niclas Füllkrug.

IMAGO/Christian Schroedter

Am Donnerstag füllte sich der Trainingsplatz von Werder Bremen schon ein bisschen, spätestens am Freitag wird es dann wieder richtig voll: Vor dem ersten Heimspiel nach der Rückkehr in die Bundesliga hat Trainer Ole Werner wieder mehr personelle Möglichkeiten. Am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) treffen die Hanseaten auf den VfB Stuttgart – und dann sollen auch wieder Stürmer-Routinier Niclas Füllkrug sowie Mittelfeldspieler Romano Schmid dabei sein.

Füllkrug hatte sich beim 2:2-Saisonauftakt gegen den VfL Wolfsburg eine Muskelprellung zugezogen, Schmidt sich mit COVID-19 infiziert. Beide hatten bereits am Mittwoch teilweise wieder mitgemischt und absolvierten am Donnerstag wieder die vollen Einheiten auf dem Übungsplatz.

Werner sieht sich als Underdog

“Wir gehen davon aus, dass nur Dikeni Salifou, Manuel Mbom und Fabio Chiarodia morgen nicht mit auf dem Trainingsplatz stehen. Sonst kommen alle für einen Einsatz am Samstag infrage”, sagte Werner am Donnerstag. Auch Leo Bittencourt (Probleme an der Ferse), Christian Groß (krank) und Jiri Pavlenka (Zusammenprall im Training am Mittwoch) mussten eine Pause einlegen, werden aber am Freitag im Teamtraining zurückerwartet.

Trotz dem ordentlichen Start in Wolfsburg und der entspannten Personallage sieht Werner sein Team als Underdog: “Wir sind jetzt nicht in einer anderen Rolle”, sagte der Coach und betont: “Wir müssen uns immer an der Grenze bewegen.”

Werder-Reservist Stark soll lauern: “Das macht er”

Aufgrund eines Magen-Darm-Infekts verpasste Niklas Stark zunächst den Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal und kam auch beim Bundesliga-Start noch nicht zum Einsatz. Wie stehen aktuell seine Chancen?

Kämpft um einen Platz in der Abwehr: Verteidiger Niklas Stark konnte zuletzt - auch wegen einer Erkrankung - nur zuschauen.

Kämpft um einen Platz in der Abwehr: Verteidiger Niklas Stark konnte zuletzt – auch wegen einer Erkrankung – nur zuschauen.

IMAGO/Nordphoto

Ole Werner macht da keine Unterschiede zwischen den Mannschaftsteilen. “Das ist in der Defensive das Gleiche wie im Sturm”, sagt der Trainer des SV Werder Bremen über die Entscheidungsgrundlage für seine Aufstellung: “Wenn etwas gut funktioniert und man dem vertraut, dann ändert man es nicht.” Das, meint er, würde ja auch niemand verstehen. Ob Werner aktuell jedoch tatsächlich auch dieser Ansicht ist, lässt er lieber offen – vor allem angesprochen auf die derzeitige Defensivformation: “Es ist die Frage sein, ob das so ist…”

In der Dreierkette waren in den ersten beiden Pflichtspielen im DFB-Pokal in Cottbus (2:1) und in der Bundesliga in Wolfsburg (2:2) Amos Pieper, Milos Veljkovic und Marco Friedl gesetzt, das Trio spielte jeweils über 90 Minuten durch. Auch, weil mit Niklas Stark ein weiterer Kandidat für diese Positionen zum Auftakt mit einem Magen-Darm-Infekt ausfiel. Am vergangenen Wochenende saß er über die komplette Spielzeit auf der Bank.

Er muss da sein, wenn ein anderer seinen Job nicht macht.

Werder-Trainer Ole Werner über Verteidiger Niklas Stark

Doch selbst wenn der Neuzugang von Hertha BSC fit gewesen wäre, deutete sich an, dass Werner wohl auch mit der bisherigen personellen Abwehrbesetzung in die Saison gegangen wäre. Wie geht Stark mit dieser (Reservisten-)Rolle um? “Im Endeffekt ist es immer so, dass sich ein Spieler über Leistung versucht anzubieten und im Training aufzudrängen – für den Fall, dass ein anderer seinen Job nicht macht. Um dann da zu sein”, erklärte Bremens Trainer: “Das macht Niklas.”

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Und “logischerweise”, sagte Werner, stünde die Aufstellung für die nächste Partie gegen den VfB Stuttgart am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zu Beginn der Trainingswoche noch nicht fest. “Es ist immer unsere Aufgabe, Leistung zu bewerten: Was ist am Spieltag für die Mannschaft aus unserer Sicht die richtige Lösung?” Dafür müsse “jeder Spieler immer bereit sein, wenn irgendwo eine Tür aufgeht”. Zumindest die Voraussetzungen sind bei Stark inzwischen wieder gegeben, nachdem ihn der Infekt laut Werner “schon auch körperlich beschäftigt” habe. Er sei jetzt wieder “voll bei Kräften”.

Tim Lüddecke

Warten auf Füllkrug: Wäre Burke als Ersatz schon bereit?

Eine Muskelprellung am Oberschenkel gefährdet den Einsatz von Niclas Füllkrug gegen den VfB Stuttgart. Beim SV Werder Bremen wird wohl bis zuletzt auf grünes Licht in dieser Personalie gewartet. Auch, weil der mögliche Ersatzkandidat eher noch etwas Zeit benötigt.

Werders Neuzugang Oliver Burke hat Niclas Füllkrug zuletzt ersetzt.

Werders Neuzugang Oliver Burke hat Niclas Füllkrug zuletzt ersetzt.

IMAGO/Hübner

Von “Tag zu Tag” wollen sie ihn Bremen schauen, ob es letztlich reichen könnte für Niclas Füllkrug, am 2. Bundesliga-Spieltag gegen Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) aufzulaufen. Doch von Montag auf Dienstag ergaben sich bis dato noch keine neuen Erkenntnisse wie sich die Beschwerden des Stürmers entwickeln, nachdem er am vergangenen Samstag in Wolfsburg in der 80. Minute ausgewechselt werden musste – aufgrund einer Muskelprellung am Oberschenkel.

Bei der Frage nach einer möglichen Alternative für den 29-Jährigen im Bremer Angriff landet man zwangsläufig bei Oliver Burke, der Füllkrug beim 2:2-Unentschieden zum Bundesliga-Auftakt ebenfalls ersetzt hatte. Der vierte Stürmer im Kader neben Marvin Ducksch und Eren Dinkci steigt nach wochenlangen muskulären Problemen am Dienstag gerade erst wieder ins Training ein. Doch wäre Burke schon bereit für einen Startelfeinsatz?

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05. August 202201:04:31 Stunden

FE:male #11 – Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

Wir starten in die neue Saison, und das mit einer überraschenden Folge: wir haben gleich 2 hochinteressante Gäste! In der Zentrale von Borussia Dortmund treffen wir Hans-Joachim Watzke und Svenja Schlenker. Sie ist die Leiterin der Mädchen- und Frauenfußball Abteilung des BVB.

FE:male #Frauen EM Spezial – Josephine Henning

20.07.2022

FE:male #Frauen-EM Spezial – Sara Doorsoun

06.07.2022

FE:male #Spezial – Lise Klaveness

03.06.2022

FE:male #10 – Tabea Kemme

28.05.2022

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Noch sagt Werder-Coach Ole Werner einigermaßen hoffnungsvoll: “Erstmal schauen wir, wie es mit Fülle läuft. Wir haben ja noch eine Woche vor uns und gucken mal, wie sich die Dinge entwickeln.” Und dann gäbe es immer noch “mehrere Optionen”, den möglichen Ausfall aufzufangen.

Werner über Burke: “Da arbeiten wir dran”

Ob der Neuzugang von Sheffield United dafür jedoch direkt eingeplant ist, erscheint zumindest fraglich, indem der Coach ausführt: “Er ist jemand, der natürlich über sehr hohes Tempo verfügt, der aber in den Abläufen – wann biete ich mich wo an – und vom Timing und den Laufwegen her noch Luft nach oben hat.” Burke könne seine Schnelligkeit noch besser einsetzen, “da arbeiten wir mit ihm gemeinsam dran”.

Romano Schmid befindet sich nach seinem positiven Test und einigen Symptomen vom Freitag indes auf dem Weg der Besserung. Noch könne Werner jedoch nicht seriös bewerten, wann der Österreicher zurück zur Mannschaft stößt.

Tim Lüddecke

Diagnose steht: Füllkrug-Einsatz gegen Stuttgart offen

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug (29) hat sich beim 2:2 in Wolfsburg eine Muskelprellung zugezogen. Ob er am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart zum Einsatz kommen kann, steht noch nicht fest.

Schmerzen am Oberschenkel: Niclas Füllkrug verletzte sich in Wolfsburg.

Schmerzen am Oberschenkel: Niclas Füllkrug verletzte sich in Wolfsburg.

IMAGO/Christian Schroedter

Wie der SVW mitteilte, ergaben “eingehende Untersuchungen am Montagvormittag” eine Muskelprellung am Oberschenkel. Immerhin: Strukturelle Schäden in der Muskulatur seien laut Verein nicht festgestellt worden.

Füllkrug hatte sich die Verletzung am Samstag beim Auswärtsspiel in Wolfsburg (2:2) zugezogen und war aufgrund dessen in der 80. Minute ausgewechselt worden. Zuvor hatte er mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 für das erste Bremer Tor der neuen Saison gesorgt.

“Wir werden bei Niclas jetzt von Tag zu Tag schauen, wie es geht und wie weit er belastet werden kann”, wird Werders Chefcoach Ole Werner auf der Vereinswebsite zitiert. “Danach werden wir entscheiden, ob ein Einsatz am Samstag gegen Stuttgart möglich sein wird.”

kicker Wochenendrückblick vom 7.8.2022

07. August 202205:43 Minuten

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Bayern München erster Tabellenführer der neuen Bundesligasaison, Timo Werner vor Rückkehr zu RB Leipzig, Dynamo Dresden jubelt erstmals im Jahr 2022

kicker Wochenendrückblick vom 31.7.2022

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10.07.2022

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Einsamer Gladbacher: Der Start der Neuzugänge – und ihre Noten

Über 70 Neuzugänge kamen am 1. Bundesliga-Spieltag zum Einsatz. Wer überzeugte gleich? Wer noch nicht? Eine Übersicht Klub für Klub.

Auch Itakura, Schlotterbeck und Doan debütierten am Wochenende für ihre neuen Klubs in der Bundesliga.

Auch Itakura, Schlotterbeck und Doan debütierten am Wochenende für ihre neuen Klubs in der Bundesliga.

imago images (3)

FC Bayern

Sadio Mané: Startelf | 90 Minuten | ein Tor | kicker-Note 1,5
Matthijs de Ligt: eingewechselt | neun Minuten | keine Note
Noussair Mazraoui: eingewechselt | neun Minuten | keine Note
Mathys Tel: eingewechselt | 26 Minuten | keine Note
Ryan Gravenberch: eingewechselt | 34 Minuten | keine Note

SC Freiburg

Michael Gregoritsch: Startelf | 75 Minuten | ein Tor, eine Vorlage | kicker-Note 1,5
Matthias Ginter: Startelf | 90 Minuten | ein Tor | kicker-Note 2
Ritsu Doan: Startelf | 80 Minuten | ein Tor | kicker-Note 1,5
Daniel-Kofi Kyereh: eingewechselt | 15 Minuten | keine Note

Union Berlin

Janik Haberer: Startelf | 69 Minuten | eine Vorlage | kicker-Note 2,5
Jordan Siebatcheu: Startelf | 77 Minuten | ein Tor | kicker-Note 2
Diogo Leite: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3
Milos Pantovic: eingewechselt | 13 Minuten | keine Note
Jamie Leweling: eingewechselt | 20 Minuten | keine Note 

1. FC Köln

Linton Maina: eingewechselt | 14 Minuten | keine Note
Kristian Pedersen: eingewechselt | 14 Minuten | keine Note
Sargis Adamyan: eingewechselt | 30 Minuten | eine Vorlage | keine Note

Borussia Mönchengladbach

Ko Itakura: Startelf | 90 Minuten | eine Vorlage | kicker-Note 3

1. FSV Mainz 05

Edimilson Fernandes: Startelf | 89 Minuten | eine Vorlage | kicker-Note 3
Angelo Fulgini: Startelf | 61 Minuten | kicker-Note 4
Maxim Leitsch: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3
Anthony Caci: eingewechselt | eine Minute | keine Note
Marlon Mustapha: eingewechselt | 6 Minuten | keine Note

Borussia Dortmund

Nico Schlotterbeck: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3,5
Karim Adeyemi: Startelf | 22 Minuten | keine Note

1. Bundesliga-Spieltag 2022/23

Werder Bremen

Amos Pieper: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3,5
Jens Stage: Startelf | 90 Minuten | eine Vorlage | kicker-Note 3
Oliver Burke: eingewechselt | 11 Minuten | keine Note
Lee Buchanan: eingewechselt | 22 Minuten | keine Note

VfL Wolfsburg

Josip Brekalo*: Startelf | 55 Minuten | kicker-Note 5
Mattias Svanberg: Startelf | 45 Minuten | kicker-Note 5
Omar Marmoush*: Startelf | 66 Minuten | kicker-Note 4
Patrick Wimmer: Startelf | 66 Minuten | eine Vorlage | kicker-Note 3,5
Jakub Kaminski: eingewechselt | 24 Minuten | keine Note
Josuha Guilavogui*: eingewechselt | 45 Minuten | ein Tor | kicker-Note 2,5

RB Leipzig

David Raum: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 4
Alexander Sörloth*: eingewechselt | 6 Minuten | keine Note

VfB Stuttgart

Josha Vagnoman: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3
Juan José Perea: eingewechselt | eine Minute | keine Note
Darko Churlinov*: eingewechselt | 27 Minuten | keine Note

VfL Bochum

Philipp Hofmann: Startelf | 75 Minuten | kicker-Note 4
Kevin Stöger: Startelf | 90 Minuten | ein Tor | kicker-Note 2,5
Ivan Ordets: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3,5
Saidy Janko: eingewechselt | 4 Minuten | keine Note
Philipp Förster: eingewechselt | 10 Minuten | keine Note
Silvere Ganvoula*: eingewechselt | 15 Minuten | keine Note
Jordi Osei-Tutu: eingewechselt | 15 Minuten | keine Note

Bayer Leverkusen

Nadiem Amiri*: eingewechselt | 13 Minuten | keine Note
Adam Hlozek: eingewechselt | 45 Minuten | kicker-Note 4,5

Hertha BSC

Jonjoe Kenny: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 5
Dodi Lukebakio*: Startelf | 90 Minuten | ein Tor | kicker-Note 4,5
Ivan Sunjic: Startelf | 79 Minuten | kicker-Note 3,5
Filip Uremovic: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 4,5
Wilfried Kanga: eingewechselt | 35 Minuten | kicker-Note 4
Chidera Ejuke: eingewechselt | 35 Minuten | kicker-Note 4

TSG Hoffenheim

Grischa Prömel: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3,5
Ozan Kabak: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 3,5
Stanley Nsoki: eingewechselt | 67 Minuten | kicker-Note 3,5

FC Schalke 04

Sebastian Polter: Startelf | 88 Minuten | kicker-Note 5
Alexander Schwolow: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 4,5
Maya Yoshida: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 5
Tobias Mohr: Startelf | 76 Minuten | kicker-Note 4,5
Cedric Brunner: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 4,5
Alex Kral: Startelf | 88 Minuten | kicker-Note 5
Tom Krauß: Startelf | 76 Minuten | kicker-Note 4,5

FC Augsburg

Elvis Rexhbecaj: Startelf | 74 Minuten | kicker-Note 4
Ermedin Demirovic: Startelf | 58 Minuten | kicker-Note 4,5
Maximilian Bauer: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 5

Eintracht Frankfurt

Mario Götze: Startelf | 90 Minuten | kicker-Note 5
Faride Alidou: eingewechselt | 17 Minuten | ohne Note
Randal Kolo Muani: eingewechselt | 45 Minuten | ein Tor | kicker-Note 2,5