Scherning hadert mit Torflaute: “Jeder hat gesehen, dass im Kader noch was fehlt”

Aus einem guten Start ist für den VfL Osnabrück binnen einer Woche ein schlechter Start geworden. Nach dem 0:1 bei der SpVgg Bayreuth findet Daniel Scherning klare Worte.

Braucht einen Plan, um seiner Offensive Torgefahr einzuflößen: VfL-Coach Daniel Scherning.

Braucht einen Plan, um seiner Offensive Torgefahr einzuflößen: VfL-Coach Daniel Scherning.

IMAGO/osnapix

Wie immer feldüberlegen, wie so oft ein klares Plus an Ballbesitz – am Ende aber erneut verloren: Nach dem schwachen Auftritt beim Aufsteiger Bayreuth war Osnabrücks Trainer Daniel Scherning ernüchtert. “Jetzt stehst du hier, hast ein 0:1, und bist total enttäuscht.” Durch die jüngsten Niederlagen ist Osnabrück früh in der Saison ins Niemandsland der Tabelle – auf Rang zwölf – abgerutscht.

Der VfL in der 3. Liga

Die größte Problemzone des VfL hat Scherning bereits ausfindig gemacht. “Wir haben uns in der Offensive komplett was anderes vorgestellt. Was uns fehlt, ist das brutale Durchsetzungsvermögen in und um die Box. Da war es viel zu wenig”, kritisierte der Coach der Niedersachsen und deutete an, dass die Lila-Weißen nochmal auf dem Transfermarkt tätig werden könnten: “Jeder hat gesehen, dass im Kader noch was fehlt und dass wir aktuell nicht die allergrößte Torgefahr über das Zentrum haben.”

Attraktiver Spielstil, aber wenig Ertrag

In der Tat sind nur zwei Tore aus vier Partien der Minuswert der Liga, und nach den Spielen gegen Duisburg (1:0) und Aue (1:1) ist mit der Bayreuth-Pleite – drei Tage nach dem 0:1 zu Hause gegen Ingolstadt – aus einem guten Start ein schlechter geworden.

Wie schon ab und an in der vergangenen Saison liefert die große Investition in einen attraktiven Spielstil zu wenig Ertrag. Zumal die Gegner inzwischen gelernt haben, dass man den VfL fernab der gefährlichen Zone spielen lassen kann, weil er spätestens im letzten Drittel bei verdichteten Räumen scheitert.

Sturmroutinier Marc Heider (36) ist außer Form, Neuzugang Erik Engelhardt reibt sich auf, hat aber noch nicht getroffen. Felix Higl – bis dato einziger Stürmer mit einem Treffer – agierte in Bayreuth nach seiner Einwechslung glück- und kraftlos und Ba-Muaka Simakala zu wenig zielstrebig. Dazu vergab Youngster Emeka Oduah nach seiner Einwechslung bei einer Großchance allein vor Bayreuths Torwart Sebastian Kolbe die Chance auf den Sieg. “Wir müssen vorn einfach gieriger werden”, sagte Scherning.

kon, Benjamin Kraus

VfL-Fans protestieren gegen Ticketpreise in Bayreuth

Aufsteiger Bayreuth hat gegen den VfL Osnabrück die ersten Saisonpunkte geholt. Erneut Thema: der Zuschauerzuspruch.

"Ändert eure Ticketpreise, aber prompt - dann wundert ihr euch auch nicht mehr, dass keiner kommt!"

“Ändert eure Ticketpreise, aber prompt – dann wundert ihr euch auch nicht mehr, dass keiner kommt!”

IMAGO/Peter Kolb

Die Historie des früheren Zweitligisten SpVgg Bayreuth (letztmals 1989/90) ist um eine Marke reicher: Der 1:0-Sieg über den VfL Osnabrück war der erste der Vereinsgeschichte in der 2008 gegründeten 3. Liga – somit der erste nach 32 Jahren Abstinenz im Profibereich.

“Es waren harte Wochen für uns und jetzt haben wir dieses Ding gewonnen. Das ist einfach der Hammer”, freute sich Siegtorschütze Alexander Nollenberger am “MagentaSport”-Mikrofon. Für den 25-jährigen Mittelfeldspieler – bereits mit der U 23 des FC Bayern in der 3. Liga am Ball (neun Einsätze in der Meister-Saison 2019/20) – war es der erste Treffer in dieser Liga.

“Am Ende war der Sieg vielleicht ein bisschen glücklich, aber ich denke auch verdient”, sagte Trainer Thomas Kleine, nachdem Osnabrücks Robert Tesche kurz vor Schluss am Pfosten gescheitert war. 

2712 Zuschauer sahen das Spiel live im Hans-Walter-Wild-Stadion (Liga-Kapazität: 22.000) – und damit nur 603 mehr als das Heimspiel gegen Freiburg II (0:1) eine Woche zuvor. “Absolut enttäuscht” hatte sich Wolfgang Gruber als Sprecher der Geschäftsführung darüber im “Kurier” gezeigt. Die mitgereisten VfL-Fans griffen dies auf, um ihrerseits ihren Unmut kundzutun. “16 Euro für einen Stehplatz in der 3. Liga?! Ändert eure Ticketpreise, aber prompt – dann wundert ihr euch auch nicht mehr, dass keiner kommt!”, stand auf einem Banner.

Hintergrund: Die SpVgg Bayreuth hatte die Begegnung gegen Osnabrück als Topspiel deklariert und einen Zuschlag erhoben. Von einem Topspiel war dieses 1:0 allerdings weit entfernt.

DFB-Ausschreibung: Bald nur noch zehn Drittliga-Spiele im Free-TV?

Die Ausschreibung der Medien-Rechte beschäftigt die 3. Liga: Von zehn Spielen im Free-TV bis zu 114 Spielen im Free-TV ist praktisch alles möglich.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

imago images

Die Ausschreibung der Medien-Rechte für die 3. Liga kann zu einer deutlich reduzierten Anzahl von Spielen im frei empfangbaren Fernsehen führen. Das Minimum wären nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zehn Spiele im Free-TV. Es könnten aber auch mehr als bisher werden. Derzeit gilt noch der alte TV-Vertrag.

Mit diesem hatte die ARD das Recht erworben, mindestens zwei Drittligapartien pro Spieltag live im Ersten oder in den Dritten Programmen zu übertragen. Insgesamt sind das 86 Partien pro Saison sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. In der vergangenen Woche hat die Tochtergesellschaft DFB GmbH & Co. KG mit der Ausschreibung der Rechte für die vier Spielzeiten von 2023/24 bis 2026/27 begonnen.

Diese sieht drei Szenarien mit einer unterschiedlichen Anzahl von Partien im frei empfangbaren Fernsehen vor. Werden alle 380 Spiele der 3. Liga von einem oder mehreren Pay-TV-Anbietern erworben, gibt es eine Einschränkung des DFB: In diesem Fall müssten mindestens zehn dieser Begegnungen im Free-TV laufen.

Möglich sind aber auch zwei andere Varianten. In einem Szenario wären es wieder 86 Partien im Free-TV. In einem anderen sind sogar 114 Spiele im frei zu empfangenden Fernsehen möglich. Käufer der Rechte haben bei den Anstoßzeiten Mitspracherecht. Bei den Freitagsspielen liegt der mögliche Korridor für den Anpfiff zwischen 18 bis 20.30 Uhr. Für den Samstag gibt es eine Spanne von 13.30 bis 14 Uhr, für den Sonntag von 13.30 bis 15.15 Uhr.

Rechte für 3. Liga und Frauen unabhängig voneinander angeboten

Die Rechte für die 3. Liga werden – anders als zuletzt – nicht zusammen mit denen für Frauen-Fußball angeboten. Die Ausschreibungen für 3. Liga und Frauen-Bundesliga laufen nur zeitlich parallel. Die Entscheidung über die Vergabe soll nach Angaben des DFB voraussichtlich Anfang Oktober getroffen werden.

Derzeit liegen die Rechte für 3. Liga und Frauen-Bundesliga bis Mitte 2023 im Pay-Bereich bei der Deutschen Telekom, die für ihre Kunden die Spiele bei MagentaSport zeigt. Im Free-TV liegen die Frauen-Bundesliga-Rechte seit 2018 über die Agentur SportA bei der ARD. Zum Kontrakt mit dem ARD-ZDF-Rechtevermarkter gehören derzeit auch noch die Frauen-Länderspiele, die in der Regel im Ersten und im Zweiten gezeigt werden.

Nach Kopfverletzung: Heider wird wohl schnell wieder fit

Nachdem er in Aue verletzt ausgewechselt worden war, kann Osnabrücks Routinier Marc Heider gegen Ingolstadt wohl schon wieder mitmischen. Dabei hat sich sein Ersatz bewährt.

Erlitt gegen Aue eine Kopfverletzung: VfL-Stürmer Marc Heider.

Erlitt gegen Aue eine Kopfverletzung: VfL-Stürmer Marc Heider.

IMAGO/PaetzelPress

Ganz sicher war sich Felix Higl nicht bei der Einordnung des 1:1 des VfL Osnabrück in Aue: “Einerseits hätten wir vielleicht ein Tor nachlegen können in der zweiten Halbzeit, andererseits mussten wir auch eine Druckphase von Aue überstehen – deswegen können wir mit dem Punkt auch leben”, sagte der Joker, der kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich erzielt hatte.

VfL-Trainer Scherning bei Heiders Verletzung optimistisch

Der VfL in der 3. Liga

Der Stürmer kam bereits in der 28. Minute für Marc Heider, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt wurde. Bereits in der 7. Minute hatte Heider erst einen Freistoß von Marvin Stefaniak aus kurzer Distanz an den Kopf bekommen und war im Fallen dann auch noch mit Teamkollege Maxwell Gyamfi zusammengeprallt.

Der 36-Jährige signalisierte dann knapp 20 Minuten nach dem Zwischenfall, dass es nicht mehr weitergehe. Laut Trainer Daniel Scherning sah Heider “leicht verschwommen”. Nach der Partie sei es ihm aber schon wieder besser gegangen. Es sei gut möglich, dass er am Mittwoch gegen Ingolstadt (19 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder einsatzfähig ist, gab sich Scherning zuversichtlich. Und falls nicht, darf sich Higl wohl erneut beweisen.

Susanne Fetter/kon

Joker Higl sticht direkt: Remis zwischen Aue und Osnabrück

Am Sonntagnachmittag trennten sich Aue und Osnabrück mit 1:1. Die Hausherren erwischten den besseren Start, ein Joker brachte den VfL dann zurück. Beide Teams bleiben damit nach zwei Spielen ungeschlagen. 

Traf direkt nach seiner Einwechslung: Felix Higl (Nr. 17).

Traf direkt nach seiner Einwechslung: Felix Higl (Nr. 17).

IMAGO/Picture Point

Aues Trainer Timo Rost tauschte im Vergleich zum 0:3 gegen Mainz im DFB Pokal dreimal: Nkansah, Knezevic und Jastremski begannen für Danhof, Burger und Besong (alle drei Bank). Osnabrücks Coach Daniel Scherning schickte dieselbe Elf ins Rennen, die vor gut zwei Wochen mit dem 1:0 gegen den MSV Duisburg erfolgreich in die neue Saison gestartet war. 

Stefaniak bringt Aue wieder in Führung

“Wir wollen den Heimauftakt in der Liga offensiv angehen”, sagte Rost vor der Begegnung am Mikrofon von “Magenta Sport”. Und genau so hatte er sein Team auch aufgestellt, nominell sehr offensiv mit den beiden Spitzen Huth und Jastremski. Die Gastgeber legten auch sehr forsch los, ohne sich allerdings zwingende Chancen zu erspielen. Osnabrück war dann etwas besser im Spiel – und wurde nach einer eigenen Ecke ausgekontert: Jastremski legte links rüber zu Stefaniak, der wie schon gegen Freiburg II den Absteiger aus Aue in Führung brachte (16.).

Joker Higl sticht direkt

3. Liga, 2. Spieltag

Osnabrück war fortan um eine Antwort bemüht, der VfL tat sich gegen eine gut stehende Defensive der Gastgeber allerdings schwer. Nach einem Standard kam Engelhardt mal zum Kopfball, er setzte die Kugel aber klar links vorbei (22.).

In der 28. Minute musste dann Kapitän Heider vom Feld, der einige Minuten vorher einen Stefaniak-Freistoß am Kopf abbekommen hatte. Für ihn kam Higl in die Partie – und der neue Mann machte direkt auf sich aufmerksam: Er ließ rechts im Strafraum Stefaniak aussteigen und schlenzte die Kugel technisch ganz sauber zum Ausgleich ins lange Eck (35.). Mit diesem unter dem Strich leistungsgerechten Remis ging es auch in die Kabinen. 

Der erste Abschluss nach der Pause gehörte zwar Aue und Schikora (50.), doch insgesamt kam Osnabrück besser aus der Kabine. Der VfL war dominant und arbeitete an der Führung. Simakalas Schlenzer ging knapp rechts vorbei (54.) und Kleinhansl scheiterte aus spitzem Winkel an Klewin (55.). Aue ging in dieser Phase die Klarheit in der Offensive ab, die Hausherren waren zunehmend mit Defensivarbeit beschäftigt.

Kühn zweimal auf dem Posten

Da bei Aue nicht mehr viel nach vorne ging, wechselte Rost in der 63. Minute doppelt und brachte Baumgart und Tashchy für Knezevic und Huth. Und Baumgart machte direkt Betrieb, führte sich mit zwei Abschlüssen ein (beide 64.). Anschließend flachten die Bemühungen der Hausherren ab, auch bei Osnabrück ging nach vorne nicht mehr viel. Somit plätscherte die Partie etwas dem Ende entgegen, aber kurz vor Schluss drückte die Elf aus dem Erzgebirge nochmal auf das Gaspedal. Osnabrück konnte sich bei seinem Keeper bedanken, dass es einen Punkt mitnahm, denn Kühn rettete zunächst gegen Tashchy (86.) und war kurz vor dem Ende bei Besongs Kopfball erstklassig auf dem Posten (90.+3). Somit blieb es beim 1:1, dem zweiten der Saison für Aue. Der VfL steht nun mit vier Punkten nach zwei Spielen da.

Tore und Karten

1:0
Stefaniak (16′, Linksschuss, Jastremski)

1:1
Higl (35′, Linksschuss)

Tore und Karten

1:0
Stefaniak (16′, Linksschuss, Jastremski)

1:1
Higl (35′, Linksschuss)

Erzgebirge Aue

Knezevic (12. ), Tashchy (83. )

VfL Osnabrück

Rorig (80. ), Kleinhansl (90. + 2 ), Engelhardt (90. + 4 )


Erzgebirge Aue

Aue


Erzgebirge Aue

Aue

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


VfL Osnabrück

Osnabrück


VfL Osnabrück

Osnabrück

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Wolfgang Haslberger

Wolfgang Haslberger
St. Wolfgang

Schiedsrichter-Team

Wolfgang Haslberger

Wolfgang Haslberger
St. Wolfgang

Spielinfo


Stadion

Erzgebirgsstadion

Zuschauer

7.775

Spielinfo


Anstoß

07.08.2022, 14:00 Uhr


Stadion

Erzgebirgsstadion Aue-Bad Schlema


Zuschauer

7.775

Erzgebirge Aue ist am Mittwoch in Mannheim zu Gast (19 Uhr). Der VfL Osnabrück empfängt am Mittwoch den FC Ingolstadt 04 (19 Uhr).

Bittere Nachricht für Osnabrück: Wähling muss unters Messer

Der VfL Osnabrück kann in der nächsten Zeit nicht auf Oliver Wähling zurückgreifen. Der 22-Jährige muss sich am kommenden Montag einer Operation unterziehen.

Oliver Wähling wird dem VfL Osnabrück längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Oliver Wähling wird dem VfL Osnabrück längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.

IMAGO/PaetzelPress

Am Dienstag verletzte sich Oliver Wähling im Training des VfL, nach einem eigentlich harmlos anmutenden Zweikampf blieb der Mittelfeldspieler am Boden liegen und hielt sich das rechte Knie. “Nichts Schlimmes”, gab Wähling unmittelbar danach zwar Entwarnung, doch Daniel Scherning wollte mit einer Prognose erst einmal abwarten.

Und die Zweifel des VfL-Coaches haben sich leider bewahrheitet. Denn wie die Niedersachsen am Donnerstag mitteilten, muss sich Wähling wegen seiner Verletzung am Montag einer Operation unterziehen. Wie lange er ausfallen wird, teilte der VfL nicht mit. Die Zwangspause dürfte aber auch vom Ergebnis des Eingriffes abhängen.

Damit droht Wähling erneut eine längerfristiger Ausfall. Bereits in der vergangenen Saison verpasste er wegen einer Meniskusreizung, die er sich bereits in der Vorbereitung zugezogen hatte, nahezu die komplette Hinserie. Nach der Winterpause konnte er wieder eingreifen und fand allmählich wieder zurück zu alter Stärke. Doch wegen Erkältungssymptomen verpasste er bereits den Saisonauftakt der Veilchen, nun wird er wieder ausgebremst.

Spielerquartett kehrt in Aue zurück

Dagegen kann Scherning im anstehenden Gastspiel am Sonntag bei Erzgebirge Aue (14 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder auf ein Spielerquartett zählen: Die zuletzt erkrankten Lukas Kunze, Jannes Wulff, Maurice Trapp und Yigit Karademir stehen dem VfL allesamt wieder zur Verfügung.

VfL-Coach Scherning: “Genau das, was wir haben wollten”

Der VfL Osnabrück hat die erste Runde des Niedersachsenpokals überstanden, aber den kurzfristig angesetzten Probelauf gegen Ligakonkurrent Verl mit 1:2 verloren. Trainer Daniel Scherning war dennoch zufrieden. 

Zufrieden trotz der Niederlage: Osnabrück-Coach Daniel Scherning forderte seine Reservisten.

Zufrieden trotz der Niederlage: Osnabrück-Coach Daniel Scherning forderte seine Reservisten.

IMAGO/Claus Bergmann

“Insgesamt war es ein sehr guter Test”, fand Osnabrück-Coach Scherning nach dem 0:2 im kurzfristig angesetzten Duell mit dem SC Verl. “Es war genau das, was wir haben wollten: Dass die Jungs, die gestern im Pokal nicht zum Einsatz gekommen sind, heute physisch und inhaltlich über 90 Minuten gefordert werden.”

Scherning hatte eine komplett veränderte Elf aus Reservisten aufgeboten. Die kassierte schnell den ersten Treffer durch Verls Cyrill Akono (11.), glich per Foulelfmeter duch Felix Higl aus (61.) und ging am Ende nach einem Schlag durch Eduard Probst (85.) doch als Verlierer nach Hause.

Besser nach der Umstellung

In der ersten Trinkpause hatte Scherning vom 3-4-1-2-System auf ein 4-4-2 mit Raute taktisch umgestellt und sein Team es dann “deutlich besser gemacht und verdient den Ausgleich erzielt”. Nur das Gegentor am Schluss ärgerte den Coach.

Am Abend zuvor hatten es die Lila-Weißen noch besser gemacht: Im Niedersachsenpokal besiegten sie den Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel in der ersten Pokalrunde mit 2:0. Ba-Muaka Simalaka legte früh vor (2.), Robert Tesche machte mit einer eingeköpften Ecke den Deckel drauf (45.). “Wir haben uns gut angepasst und die Begegnung souverän runtergespielt”, fand Stürmer Leandro Putaro.

Weiter gehts für den Drittligisten am 7. August mit dem Auswärtsspiel bei Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue.

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

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1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

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Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

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IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8