Scherning und das Thema Aufstieg: “Wir denken in kleinen Schritten”

Der VfL Osnabrück bleibt in der Erfolgsspur. Am Dienstagabend gewannen die Lila-Weißen mit 2:0 gegen Würzburg und klopfen an die Tür zur Aufstiegszone – nach der Partie trat Trainer Daniel Scherning allerdings aufs Bremspedal.  

Sieg gegen Saarbrücken, Remis in Wiesbaden, Sieg gegen Würzburg: Es läuft bei Daniel Scherning und dem VfL. 

Sieg gegen Saarbrücken, Remis in Wiesbaden, Sieg gegen Würzburg: Es läuft bei Daniel Scherning und dem VfL. 

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Als es geschafft war, als Schiedsrichter Sven Jablonski das Osnabrücker 2:0 gegen die Würzburger Kickers besiegelt hatte, da war es VfL-Trainer Daniel Scherning daran gelegen, den Mannschaftsgedanken herauszustellen. “Es war eine absolute Teamleistung”, sagte der 38-Jährige am “MagentaSport”-Mikrofon.

In den 90 Minuten am Dienstagabend hatte seine Elf keinen Laufweg gescheut und keinen Zweikampf verweigert – am Ende stand ein vollkommen verdienter Sieg, über den sich zumindest 500 Fans an der Bremer Brücke freuen durften. 

Was aber bedeutet dieses 2:0, mit dem der VfL ja durchaus gezeigt hat, dass mit ihm im Aufstiegsrennen zu rechnen ist?

Da ist noch viel Unklarheit drin.

Daniel Scherning zum Aufstiegsrennen

Allzu forsche Töne wollte Scherning nicht anschlagen. Mit Blick auf die Konkurrenz und die Vielzahl der noch ausstehenden Nachholspiele sagte Osnabrücks Coach: “Da ist noch viel Unklarheit drin.” Er habe mit seiner Mannschaft gut ins neue Jahr kommen wollen (“Das haben wir geschafft”), den sieben Punkten aus den ersten drei Spielen sei aber noch keine übermäßig hohe Bedeutung beizumessen. Denn, so Scherning: “Wir denken in kleinen Schritten.” 

Die ersten Schritte ist sein Team gegen Saarbrücken (2:1), Wiesbaden (0:0) und Würzburg gegangen – nun folgt am Samstag ein Auswärtsspiel in Dortmund. Sollten die Osnabrücker auch bei der Reserve des BVB bestehen, wären sie mittendrin im Aufstiegsrennen.  

Mut macht schon mal die bisherige Drittliga-Bilanz gegen Schwarz-Gelb: neun Spiele, drei Unentschieden und sechs Siege.

Osnabrück holt Offensivtalent Oduah

Der VfL Osnabrück hat sich mit Emeka Oduah verstärkt. Nicht nur mit Blick auf den Rest der Saison 2021/22, wie der Hinweis auf den “langfristigen Vertrag” unterstreicht.

Erster Auftritt an der Bremer Brücke: Emeka Oduah mit Osnabrücks Sportdirektor Amir Shapourzadeh.

Erster Auftritt an der Bremer Brücke: Emeka Oduah mit Osnabrücks Sportdirektor Amir Shapourzadeh.

VfL Osnabrück

20 Regionalliga-Einsätze, acht Tore – dass diese Zahlen auch bei höherklassigen Klubs für Begehrlichkeiten sorgen, ist kein Wunder. Vor allem, wenn die Werte von einem 19-Jährigen erbracht werden. Und so ist es auch keine Überraschung, dass Emeka Oduah den Nordost-Regionalligisten Union Fürstenwalde nach nur einem halben Jahr schon wieder verlässt und sich dem VfL Osnabrück anschließt.

“Emeka Oduah ist ein technisch versierter Spieler, der eine hohe Dynamik und Wucht entwickeln kann. Er passt perfekt zu unserer Spielidee und kann sich bei uns optimal weiterentwickeln”, beschreibt Osnabrücks Sportdirektor Amir Shapourzadeh den bei Viktoria Berlin, Hannover 96 und im letzten Junioren-Jahr beim Berliner AK ausgebildeten Neuzugang

Mit seinen Eigenschaften könnte Oduah auch kurzfristig helfen. Denn während 20 Gegentore den zweitbesten Wert unter allen Drittligisten bedeuten, sind 27 erzielte Treffer weit weg von einem Spitzenwert. Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit ließ der VfL im bisherigen Saisonverlauf oft vermissen.

Oduah erwartet keine Eingewöhnungsprobleme

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Niedersachsen den eigentlich zunächst für den Sommer vorgesehenen Wechsel Oduahs vorzogen und der schlaksige, 1,92 Meter große Angreifer ab sofort im VfL-Trikot auf Torejagd geht.

Selbst erwartet er keine Eingewöhnungsprobleme. “Ich denke, ich werde mich schnell einleben”, sagt er in einem vom Verein geführten Interview und stieg am Montag ins Training ein. Bereits am Dienstag wartet das nächste Spiel auf Oduah und seine neuen Kollegen: An der Bremer Brücke empfängt der VfL im Rahmen des 23. Drittliga-Spieltags die Würzburger Kickers.

Sliskovic vor SVWW-Debüt – Osnabrück sieht “große Chance, oben anzugreifen”

In der ohnehin engen 3. Liga geht es zwischen Wiesbaden und Osnabrück darum, wer an den Aufstiegsrängen dranbleiben kann. SVWW-Neuzugang Sliskovic könnte dabei debütieren.

Hier noch im Türkgücü-Dress: Petar Sliskovic steht vor dem Debüt in Wiesbaden.

Hier noch im Türkgücü-Dress: Petar Sliskovic steht vor dem Debüt in Wiesbaden.

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Maximal 1.250 Fans dürfen das Duell in der Brita-Arena verfolgen, ein erfolgreiches Aufreten ihrer Heimmannschaft kennen sie aus dieser Saison jedoch erst aus den vergangenen beiden Spielen – 2:0 gegen Freiburg und 2:1 gegen Halle. Insgesamt ist der SVWW daheim allerdings schwächer als auswärts, mit nur 13 Punkten aus zehn Spielen.

Um diese Ausbeute in der Rückserie zu verbessern, kam am Montag Stürmer Petar Sliskovic von Türkgücü München, dem in zuvor 18 Einsätzen jedoch nur drei Treffer gelangen. “Er ist ein erfahrender Stürmer, der noch jung und frisch wirkt und genau die Position bekleidet, für die wir Verstärkung gesucht haben. Die ersten Eindrücke von ihm waren durchweg positiv”, sagte sein neuer Coach Markus Kauczinski zuletzt im Vereinsinterview. Da Sliskovic aus einer häuslichen Quarantäne kommt, rechnet Kauczinski nicht mit einem 90-minütigen Einsatz seines neuen Stürmers gegen Osnabrück.

Die Niedersachsen sind mit dem 2:1-Heimsieg gegen Saarbrücken deutlich besser aus der Winterpause gekommen. Verteidiger Florian Kleinhaßl sieht dadurch nun “eine große Chance für uns, wieder oben anzugreifen. Ein Sieg zum Auftakt gibt zudem ein bisschen Rückenwind.” Der SVWW hingegen startete vor einer Woche nach der 2:0-Führung noch bei 1860 München doch noch mit einer 2:3-Niederlage. Alle drei Gegentore resultierten aus Standards. Kauczinski analysierte: Die Fehler fingen oftmals schon vor der eigentlichen Standardsituation an. Besonders beim Freistoßgegentor verlieren wir im Vorfeld bei eigener Kontersituation den Ball, was uns nicht passieren darf. Bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass wir ein Problem bei Standards gegen uns haben, trotzdem beschäftigen wir uns mit den Gegentoren in dieser Woche.”

Standards im Fokus

Osnabrücks Trainer Daniel Scherning bereitet sich vor allem auf eine “große Mannschaft” mit “vielen guten Kopfballspielern” vor, die “mit Sliskovic einen sehr großen Stürmer dazugeholt haben.” Er ist sich über deren eigene Stärke bei offensiven Standards bewusst, hat aber auch die drei Gegentreffer in München registriert. Sein Gegenüber Kauczinski ordnet Osnabrück so ein: “Der VfL ist eine sehr intensive Mannschaft, die oben mitspielen möchte. Osnabrück wird uns alles abverlangen, vor allem da sie in einigen gewissen Bereichen einfach schon konstanter sind als wir.”

In den verganenen vier Duellen hatten jeweils die Wehener die Nase vorne, blieben dabei dreimal ohne Gegentor. Der letzte Osnabrücker Auswärttsieg in Wiesbaden datiert aus dem Februar 2016.

Chorushij fällt aus, Beermann steht bereit

Verzichten muss der VfL auf Jan Chorushij, der mit Leistenproblemenauf unbestimmte Zeit ausfällt. Timo Beermann hingegen hat laut Coach Scherning “die ganze Woche über voll trainiert” und wird zurück im Kader erwartet. Er war zuletzt zwei Wochen wegen Trainingsrückstands nicht dabei. Lukas Gugganig hat am Donnerstag erstmals wieder mittrainiert, “steht aber erst in den ersten Schritten.” Ob der Österreicher in den Kader zurückkehrt oder gar eingesetzt wird, wollte der VfL-Coach dann aber doch offen lassen.

Bei den Wiesbadenern werden Sascha Mockenhaupt (muskuläre Probleme), Jozo Stanic (häusliche Quarantäne) und Tim Boss (Aufbautraining nach Knie-OP) ausfallen.

Überraschende Wende nach Spielabbruch in Duisburg

Das Heimspiel des MSV Duisburg gegen Osnabrück war das erste Spiel im deutschen Profifußball, das wegen eines rassistischen Vorfalls abgebrochen wurde. Die polizeilichen Ermittlungen führten nun aber zu einer überraschenden Wendung.

Polizisten in Duisburg

Polizisten in Duisburg

imago images/Team 2

Laut eines Berichts der “NRZ/WAZ” haben die Ermittlungen der Polizei einen Rassismus-Verdacht nicht bestätigt. Beim MSV zeigte sich man erleichtert. “Vorbehaltlich einer finalen und abschließenden Beurteilung durch die Staatsanwaltschaft sind wir sehr erleichtert darüber, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt und nach den heute veröffentlichten Ermittlungsergebnissen der Polizei, die dem MSV leider noch nicht vorliegen, der Rassismusverdacht nicht erhärtet hat”, teilten die Zebras auf ihrer Website mit.

Die Partie wurde abgebrochen, weil Osnabrücks Aaron Opoku mutmaßlich rassistisch beleidigt worden war. Schiedsrichter Nicolas Winter wies darauf hin, dass “Affenlaute” wahrgenommen worden seien. Rasch fiel die Entscheidung, dass das Spiel am 2. Februar wiederholt wird – die Polizei nahm die Ermittlungen auf und konnte die Vorwürfe offenbar nicht bestätigen.

“Auch die vom Linienrichter wahrgenommenen vermeintlichen Affenlaute konnten in den Ermittlungen offenbar nicht bestätigt werden”, erklärte der MSV, der sich explizit bei den eigenen Stadionbesuchern bedankte, die “mit Zeugenaussagen die polizeilichen Ermittlungen zur nachträglichen Aufklärung des Sachverhaltes unterstützt haben. Dafür gebührt den MSV-Anhängern großer Dank.”

drm/dpa/sid

Traoré verlässt Osnabrück und wechselt rüber nach Lotte

In beiderseitigem Einvernehmen haben sich der VfL Osnabrück und Hakim Traoré getrennt. Das Eigengewächs spielte zehn Jahre für die Niedersachsen.

Wechsel nach Lotte: Hakim Traoré, hier nach seinem Testspiel-Tor gegen Rödinghausen.

Wechsel nach Lotte: Hakim Traoré, hier nach seinem Testspiel-Tor gegen Rödinghausen.

imago images/osnapix

Nach zehn Jahren beim VfL zieht Traoré weiter zu den benachbarten Sportfreunden nach Lotte, derzeit in der Regionalliga West beheimatet. Nach seinem Wechsel von Rasensport Osnabrück hatte der 20-Jährige alle Jugendmannschaften im Nachwuchsleistungszentrum des VfL durchlaufen und am ersten Spieltag der aktuellen Saison sein Profidebüt im Heimspiel gegen den MSV Duisburg gefeiert. Weitere Einsatzminuten kamen anschließend nicht mehr hinzu.

“Für einen jungen Spieler wie Hakim ist Spielpraxis ein elementarer Grundstein zur Weiterentwicklung. Diese konnten wir ihm beim VfL nicht garantieren”, erklärte VfL-Sportdirektor Amir Shapourzadeh in einer offiziellen Mitteilung. Daher sei der Wechselwunsch nachvollziehbar.

“Ich bin dem VfL sehr dankbar für lehrreiche und tolle zehn Jahre. Für meine Entwicklung habe ich mich aber entschieden, nach Lotte zu wechseln, um Spielpraxis in der Regionalliga zu sammeln”, so Traoré zu seinen Wechselgründen.

Nach Abbruch: MSV und Osnabrück spielen am 2. Februar

Ein neuer Termin für das am 19. Dezember 2021 wegen einer rassistischen Beleidigung abgebrochene Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück steht nun fest.

Aaron Opoku (2.v.li.) stand am 19. Dezember im Blickpunkt, beide Teams gingen vom Platz.

Aaron Opoku (2.v.li.) stand am 19. Dezember im Blickpunkt, beide Teams gingen vom Platz.

imago images/Team 2

Die beiden Kontrahenten treffen sich am 2. Februar um 19 Uhr wieder, wie der DFB nun festgelegt hat. Nötig war der neue Termin, weil Aaron Opoku beim Duell des 20. Spieltages in der 35. Minute von der Tribüne aus erheblich rassistisch beleidigt wurde. Beide Teams verließen daraufhin den Rasen, Schiedsrichter Nicolas Winter brach das Spiel ab.

Osnabrück und Duisburg verständigten sich dann auf ein Wiederholungsspiel, das DFB-Sportgericht folgte dem Wunsch beider Vereine und des DFB-Kontrollausschusses nach dem ersten Spielabbruch wegen Rassismus im deutschen Profifußball.

“Nach der jetzt aktuellen Corona-Schutzverordnung, die erst einmal bis zum 9. Februar 2022 Gültigkeit besitzt, werden nur 750 Zuschauer zugelassen”, ließ der MSV Duisburg wissen.

Klaas kehrt Osnabrück den Rücken

Sebastian Klaas wird seinen Vertrag beim VfL Osnabrück nicht verlängern und den Verein am Saisonende verlassen. Für die Lila-Weißen ist der Abgang des Mittelfeldspielers ein großer Rückschlag.

Wird das Osnabrücker Trikot nur noch bis Saisonende tragen: Sebastian Klaas.

Wird das Osnabrücker Trikot nur noch bis Saisonende tragen: Sebastian Klaas.

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19 Spiele, vier Tore, zwei Assists und ein kicker-Notenschnitt von 2,97: Das sind die bisherigen Saisonstatistiken von Sebastian Klaas. Der 23-Jährige ist ein Leistungsträger im Osnabrücker Team – und sieht sich nun bereit, sich höheren Aufgaben zu stellen. 

Klaas wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und dem VfL den Rücken kehren. Wohin es den Mittelfeldspieler zieht, ist noch unklar – es ist aber davon auszugehen, dass er sich in der nächsten Saison wieder in der 2. Liga ausprobieren will. 

Wir sind davon überzeugt, dass er bei uns noch weitere Entwicklungsschritte hätte machen können.

Amir Shapourzadeh

Der VfL hätte Klaas gerne auch in Zukunft an der Bremer Brücke spielen sehen, muss ihn am Saisonende aber ziehen lassen. “Wir hatten immer einen offenen und professionellen Austausch”, sagt Sportdirektor Amir Shapourzadeh, “die Entscheidung von Sebastian akzeptieren wir, auch wenn wir davon überzeugt sind, dass er bei uns noch weitere Entwicklungsschritte hätte machen können.”

Klaas ist 2011 vom Ibbenbürener SV zum VfL gekommen, hat sämtliche Nachwuchsmannschaften durchlaufen und zur Saison 2017/18 einen Profivertrag erhalten. Nun ist er, wie er selbst sagt, “zu der Überzeugung gelangt, dass es vor allem für meine persönliche Entwicklung der richtige Schritt ist, meine sportliche Heimat zu verlassen”.

Nach Spielabbruch: Duisburg gegen Osnabrück wird wiederholt

Das wegen einer rassistischen Beleidigung abgebrochene Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wird wiederholt. Dies entschied das DFB-Sportgericht am Donnerstag nach einem entsprechenden Antrag beider Vereine.

Das Spiel in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg wird wiederholt.

Das Spiel in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg wird wiederholt.

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Es war der erste Spielabbruch wegen Rassismus im deutschen Profifußball. Ein Nachholtermin wurde noch nicht angesetzt, über eine eventuelle Bestrafung des MSV soll später entschieden werden. VfL-Spieler Aaron Opoku war von der Tribüne aus am Sonntag “erheblich rassistisch beleidigt” worden.

“Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt”, sagte Stephan Oberholz, der Stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: “Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung.”

Spiel soll nicht zum Präzedenzfall werden

Allerdings, schränkte Oberholz ein, müsse “klar bleiben, dass das Recht zum Spielabbruch grundsätzlich allein dem Schiedsrichter zusteht. Wir weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass in künftigen, vergleichbaren Fällen eines Spielabbruches in Bezug auf die Spielwertung immer auch Tatintensität, Täterprofil, Zeitpunkt und Spielstand näher in den Blick genommen werden müssen.”

Beide Mannschaften sowie Schiedsrichter Nicolas Winter und sein Team hatten am Sonntag das Spielfeld verlassen. Der VfL sah sich nach kurzer Bedenkzeit nicht in der Lage weiterzuspielen. Daraufhin wurde die Partie abgebrochen. Beide Vereine bezeichneten die Entscheidung des DFB nun als “angemessen”.

Die Polizei Duisburg hat Anzeige gegen einen 55-Jährigen erstattet, der die Beleidigung zugegeben hat. Allerdings habe er einen anderen Spieler gemeint.

Der Winterfahrplan der Drittligisten

Gerade mal sieben der 20 Drittliga-Mannschaften reisen in der kurzen Winterpause in ein Trainingslager – gleich vier von ihnen fliegen am 2. Januar nach Belek in die Türkei. Ein Dutzend Teams bleibt zu Hause, Havelse überlegt noch.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

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1. FC Magdeburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen SV Waldhof (in Belek), weitere Testspiele in Planung

Eintracht Braunschweig

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: in Planung

SV Meppen

Trainingsstart: 4. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Groningen/NL (14 Uhr), 8. Januar bei RW Essen (16 Uhr), 11. Januar bei RW Ahlen (15 Uhr)

SV Waldhof

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen den 1. FC Magdeburg (in Belek), weitere Testspiele in Planung

1. FC Saarbrücken

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

1. FC Kaiserslautern

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

Borussia Dortmund II

Trainingsstart: 5. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Go Ahead Eagles Deventer/NL (14 Uhr)

SV Wehen Wiesbaden

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Oliva Nova/Spanien
Testspiele: 7. Januar gegen KV Mechelen/B (14 Uhr, in Oliva Nova)

VfL Osnabrück

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SV Rödinghausen (14 Uhr), 8. Januar bei Holstein Kiel (13 Uhr)

1860 München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 8. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: noch in Planung

SC Freiburg II

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: 3. bis 9. Januar in Estepona/Spanien
Testspiele: 8. Januar gegen Fortuna Düsseldorf (13 Uhr, in Estepona)

FSV Zwickau

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar beim FC Carl Zeiss Jena (14 Uhr), 9. Januar gegen den Chemnitzer FC (13 Uhr)

Hallescher FC

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar beim 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr)

Viktoria Köln

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar bei Borussia Mönchengladbach (13.30 Uhr)

Türkgücü München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 11. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: in Planung

SC Verl

Trainingsstart: 30. Dezember
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SC Wiedenbrück (18 Uhr), 8. Januar gegen den SC Paderborn (14 Uhr, in Verl)

MSV Duisburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Fortuna Köln (14 Uhr), 8. Januar gegen Preußen Münster (14 Uhr)

Viktoria Berlin

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: geplant in Wesendorf (Niedersachsen), Termin und Dauer stehen noch nicht fest
Testspiele: Spiele gegen TeBe Berlin sowie gegen ein weiteres Team sind in Planung

Würzburger Kickers

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Ingolstadt

TSV Havelse

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: in Planung
Testspiele: in Planung

Neue Drittliga-Ansetzungen: DFB terminiert Spieltage 26 bis 28

Die zeitgenauen Ansetzungen der Drittliga-Spieltage 26 bis 28 versprechen ein paar spannende Nachbarschaftsduelle. Aufgrund der Pandemie hat der DFB allerdings darauf verzichtet, weitere Spieltage bereits zu terminieren.

Rudelbildung mit Ansage: Zwischen Mannheim und Kaiserslautern geht es immer hoch her.

Rudelbildung mit Ansage: Zwischen Mannheim und Kaiserslautern geht es immer hoch her.

imago images/Jan Huebner

“Aufgrund der aktuell noch unklaren weiteren Entwicklung im Rahmen der COVID-19-Pandemie und der damit zusammenhängenden Einschränkungen in Bezug auf die Zulassung von Stadionbesuchern durch die zuständigen Behörden werden zunächst nur drei Spieltage (26 bis 28) in der 3. Liga bis Ende Februar zeitgenau angesetzt”, heißt es auf der Website des Verbandes. “Die weiteren Spieltage 29 bis 31 werden voraussichtlich Ende Januar zeitgenau terminiert.”

Der 26. Spieltag in der 3. Liga geht vom 11. bis 14. Februar über die Bühne. Der Freitagabend startet mit dem Duell zwischen Halle und Zwickau. Am Samstag muss der Tabellenführer aus Magdeburg auf den Betzenberg nach Kaiserslautern. Verfolger Meppen empfängt 1860 München.

Heiße Duelle in Mannheim und Meppen

Emotional wird es am 27. Spieltag, wenn Waldhof Mannheim am Sonntagnachmittag den 1. FC Kaiserslautern zum Derby zu Gast hat. Ganz viel Tradition ist auch tags zuvor auf dem Platz, wenn Eintracht Braunschweig an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück vorspielt.

Das Karnevalswochenende wird am Freitagabend standesgemäß von Viktoria Köln eröffnet. Der “Sparringspartner” heißt dann TSV Havelse. Heiß wird es am Samstag, denn dann muss der VfL Osnabrück beim Rivalen SV Meppen ran.

Der 26. Spieltag im Überblick

Der 27. Spieltag im Überblick

Der 28. Spieltag im Überblick