“Nicht verkehrt”: Thioune erkennt Positives

0:1 in Sandhausen: Am Freitagabend hat Fortuna Düsseldorf die erste Niederlage der neuen Saison anerkennen müssen. Dennoch sah Trainer Daniel Thioune auch Positives.

Daumen hoch: Trotz des 0:1 in Sandhausen sah Daniel Thioune auch positive Aspekte im Spiel seines Teams.

Daumen hoch: Trotz des 0:1 in Sandhausen sah Daniel Thioune auch positive Aspekte im Spiel seines Teams.

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12:10 Torschüsse, 69 Prozent Ballbesitz und 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe: Fortuna Düsseldorf lag in allen zentralen Statistiken vorne, die am Freitagabend nach den 90 Minuten in Sandhausen auf dem Datenzettel standen. In der entscheidenden Kategorie aber, dem Toreschießen, hatte der SVS ein Plus, als Schiedsrichter Sven Waschitzki-Günther die Partie beendete. 

Später sagte Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune: “Wir haben das Sandhäuser Pressing gut gebrochen und uns einige Möglichkeiten herausgespielt. Möglichkeiten sind aber nur so gut, wie sie auch vollendet werden.” Und da war Thiounes Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht konsequent genug. 

In der entscheidenden Zone waren wir nicht gut.

Daniel Thioune

Shinta Appelkamp hätte die Fortuna schon in der Anfangsphase in Führung bringen können (4.), später schloss Dawid Kownacki zu mittig ab (23.). In der Defensive ließen die Düsseldorfer zwar kaum etwas zu, in der Offensive  blieben sie aber unter ihren Möglichkeiten, bevor, wie Thioune hinterher sagte, kurz nach dem Seitenwechsel der “Gamebreaker” folgte: Sandhausens Janik Bachmann erzielte das erste und einzige Tor des Abends.

“Unser Spiel war insgesamt nicht verkehrt und teilweise stärker als in den letzten Wochen”, meinte Thioune, “in der entscheidenden Zone waren wir aber nicht gut.” Deshalb blieb Düsseldorf ohne Tor – und deshalb verlor Düsseldorf am Ende das Spiel. 

Ein Spieler, “gleich mehrere Optionen”: Düsseldorf holt Karbownik aus England

Neben dem sehr guten Saisonstart verzeichnet Fortuna Düsseldorf auch auf Geschäftsebene einen weiteren Erfolg: Von Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion ist kurzerhand Michal Karbownik ausgeliehen worden.

Greift ab sofort bei Fortuna Düsseldorf in den Zweikämpfen zu: Abwehrmann Michal Karbownik.

Greift ab sofort bei Fortuna Düsseldorf in den Zweikämpfen zu: Abwehrmann Michal Karbownik.

IMAGO/Newspix

Zwei Siege in zwei Zweitliga-Partien, dazu das klare 4:1 im DFB-Pokal bei Regionalliga-Vertreter Kickers Offenbach: Die Düsseldorfer Fortuna ist bestens aus den Startlöchern gekommen. “Ich werde das nicht bremsen, ich freue mich darüber”, sagte ein bis dato rundum zufriedener Cheftrainer Daniel Thioune an diesem Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel in Sandhausen (Freitag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker). “Es ist die Belohnung für das, was wir entwickeln. Hier wächst etwas zusammen, es macht allen Spaß! Gewinnen schnürt natürlich auch das Feuer der Begeisterung. Es ist schön, wenn die Fortuna Gesprächsthema ist.”

Zuwachs beziehungsweise frisches Gesprächsthema ist dann auch wenig später das Stichwort im Management von F95 gewesen.

Denn wie die Rheinländer am Nachmittag mitgeteilt haben, ist mit Michal Karbownik ein weiterer Deal auf dem Transfermarkt geglückt. Der 21-jährige Pole, der bei den Rot-Weißen mit der Rückennummer 8 auflaufen wird, kommt mit sofortiger Wirkung vom englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion auf Leihbasis.

Düsseldorf als die dritte Leihstation

Der in der Jugend von Legia Warschau ausgebildete Abwehrspieler, der vornehmlich auf der rechten Seite spielt und darüber hinaus aber auch flexibel im Verbund einsetzbar ist, fiebert dem Start mit seinem neuen Klub direkt entgegen: “Ich wurde von allen bei der Fortuna mit offenen Armen willkommen geheißen. Meine ersten Eindrücke vom Verein sind sehr positiv und ich kann es kaum erwarten, loszulegen. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen.”

Und auch wenn Karbownik den Durchbruch in der Premier League noch nicht gemeistert hat (noch kein Einsatz im englischen Oberhaus neben ansonsten nur zwei Pflichtspielen für Brighton & Hove) und zuletzt schon zweimal verliehen worden ist – zurück nach Warschau und jüngst zu Olympiakos Piräus, so rechnen sich die Düsseldorfer einiges vom neuen Mann aus.

Sportdirektor Christian Weber unterstreicht bezüglich des Talents, das alle Junioren-Nationalmannschaften Polens durchlaufen und auch schon im A-Team gespielt hat: “Mit Michal Karbownik gewinnen wir gleich mehrere neue Optionen dazu. Er ist ein sehr flexibler Spieler und kann beide Außenverteidiger-Positionen bekleiden, fühlt sich aber auch im zentralen Mittelfeld zuhause. Wir freuen uns sehr, dass wir Michal nach Düsseldorf holen konnten.”

Personal und System offen: Viele Optionen für Thioune

Fortuna Düsseldorf ist der optimale Start in die neue Saison geglückt. Vor dem Auswärtsspiel in Sandhausen hat Daniel Thioune einige Optionen, die dafür sorgen sollen, dass die bestehende Serie ausgebaut wird.

Hat Düsseldorf stark entwickelt: Daniel Thioune.

Hat Düsseldorf stark entwickelt: Daniel Thioune.

IMAGO/Laci Perenyi

Einmal nur, am 34. Spieltag der Vorsaison gegen den FC St. Pauli, hat Fortuna Düsseldorf unter Daniel Thioune ein Pflichtspiel verloren. In dieser Spielzeit packten die Rheinländer bisher noch eine Schippe drauf, sechs Punkte nach zwei Spielen sowie ein souveränes Weiterkommen in die 2. Runde des DFB-Pokals stehen auf der Habenseite der Fortuna.

Thioune hat aus einer Mannschaft, die personell nahezu unverändert blieb und bei seiner Amtsübernahme um den Klassenerhalt bangen musste, einen Mitstreiter um den Aufstieg geformt. Die Stimmung um den Verein herum hat sich komplett gedreht, der Zuspruch der Fans ist nicht nur durch die zahlreichen Auswärtsfahrer wie zuletzt in Offenbach spürbar.

Am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es für Düsseldorf nun zum SV Sandhausen, ein Verein, den Thioune als “spannend” empfindet. “Kleiner Ort, wenig Zuschauerunterstützung, aber das macht es ja so besonders”, so der 48-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz über die Kurpfälzer, die sich ähnlich wie seine Mannschaft unter Alois Schwartz in der vergangenen Saison gefangen und gut entwickelt haben.

Thioune erwartet Zuwachs in den nächsten Tagen

Der SVS ist ebenfalls mit einem Sieg in der Liga und im Pokal gestartet, zwischendurch setzte es eine knappe Niederlage bei heimstarken Darmstädtern. “Wir müssen eine Menge tun, um die Serie zu erhalten”, fordert Thioune dieselbe Einsatzbereitschaft wie in den letzten Spielen ein.

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Personell wie taktisch hat der Fortuna-Coach einige Optionen. In den Liga-Spielen überzeugte die Viererkette sowie der Doppelsturm Hennings/Kownacki, im Pokal in Offenbach agierte Düsseldorf erfolgreich in einer Dreierkette. Besonders in den Vordergrund spielten sich dort die Torschützen Kristoffer Peterson und Daniel Ginczek, die sich beide Hoffnungen auf die Startelf machen dürfen. “Wir sind jetzt breiter aufgestellt”, sieht Thioune den Vorteil der taktischen Flexibilität, wenngleich er sich im Klaren ist, “wie wohl sich die Spieler in der Viererkette fühlen.”

Der Konkurrenzkampf ist somit groß bei der Fortuna, in den kommenden Wochen wird dieser aber noch weiter angeschürt, da Emmanuel Iyoha wieder im Mannschaftstraining ist und auch Nana Ampomah sowie Matthias Zimmermann noch in diesem Monat zurückerwartet werden. Zudem schließt Thioune nicht aus, dass die Fortuna in den nächsten Tagen noch externen Zuwachs bekommt.

Tempo über die Flügel: Düsseldorf leiht Baah aus

Kwadwo Baah wird in der kommenden Saison für Fortuna Düsseldorf auflaufen. Der Zweitligist hat den Youngster vom FC Watford ausgeliehen.

Freut sich auf Düsseldorf: Kwadwo Baah.

Freut sich auf Düsseldorf: Kwadwo Baah.

imago images/Shutterstock

Dreimal stand Baah vergangene Saison im Kader des FC Watford, auf einen Einsatz in der Premier League hoffte er aber vergebens. In Düsseldorf soll der Flügelspieler nun durchstarten. Die Fortuna hat den 19-Jährigen für ein Jahr von Absteiger Watford ausgeliehen, sich eine Kaufoption gesichert und dem Mittelfeldspieler die Rückennummer 14 gegeben.

“Mit Kwadwo Baah bekommen wir einen entwicklungsfähigen Spieler, der bereits einiges mitbringt und mit seinem Tempo sowie seiner Physis perfekt in unser Anforderungsprofil passt”, erklärte Sportdirektor Christian Weber. “In England hat er sein Talent schon in sehr jungen Jahren unter Beweis gestellt.”

Auf die Insel ging der in Stuttgart geborene Baah in jungen Jahren, von 2019 bis 2021 absolvierte er 37 Partien in der League One, der dritthöchsten Liga in England. “Dass er regelmäßig Teil der deutschen U-19-Nationalmannschaft ist, unterstreicht seine Fähigkeiten zusätzlich”, meinte Weber, viermal lief Baah bislang für den deutschen Nachwuchs auf.

Zunächst freut er sich aber auf die Fortuna und ist “dankbar, die Möglichkeit zu haben, für einen so großen Klub in Deutschland” spielen zu können. “Ich bin ein Spieler, der die Eins-gegen-Eins-Situationen sucht und über das Tempo kommt”, beschreibt sich Baah selbst. Tempo über die Flügel, “so will ich der Mannschaft helfen”.

Champions League statt 2. Liga? Piotrowski wechselt nach Rasgrad

Fortuna Düsseldorf lässt Jakub Piotrowski zum bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad weiterziehen. Der Wechsel des Polen hatte sich bereits angebahnt.

Verlässt Düsseldorf gen Bulgarien: Jakub Piotrowski.

Verlässt Düsseldorf gen Bulgarien: Jakub Piotrowski.

IMAGO/Jan Huebner

Nun ist es offiziell: Jakub Piotrowski verlässt Zweitligist Düsseldorf. Schon am Mittwoch hatte der 24-jährige Mittelfeldspieler im Training von F95 gefehlt.

Der Pole sei für Gespräche und einen anschließenden Medizincheck bei einem anderen Klub freigestellt worden, hieß es. Am Donnerstagabend wurde verkündet, dass dieser Verein Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien ist. Der Serienmeister sichert sich die Dienste Piotrowskis, welcher 46 Zweitligaspiele (ein Tor) für die Rheinländer bestritt.

“Alle Seiten sind zufrieden”

Nach zwei Saisons für die Rot-Weißen ist also Schluss. Laut Klaus Allofs, Vorstand Sport und Kommunikation der Düsseldorfer, ist “‘Kuba’mit seinem Wechselwunsch auf uns zugekommen”. Auf der Vereinswebsite meint Allofs zudem, dass sich alle Parteien einig gewesen seien. “Alle Seiten sind zufrieden, deshalb haben wir ‘Kuba’ keine Steine in den Weg gelegt.”

Fortan agiert Piotrowski statt im deutschen Unterhaus vielleicht bald in der Königsklasse, Rasgrad, zuletzt elf Mal in Serie Meister in Bulgarien, spielt aktuell um die Qualifikation für die Champions League.

Syndesmoseriss: Düsseldorf muss länger auf Uchino verzichten

Takashi Uchino hat sich einen Riss der Syndesmose im linken Sprunggelenk zugezogen. Der japanische Rechtsverteidiger fällt damit für längere Zeit aus.

Fehlt der Fortuna: Takashi Uchino.

Fehlt der Fortuna: Takashi Uchino.

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Die Diagnose wurde dem 21-Jährigen bei Untersuchungen von Mannschaftsarzt Dr. Ulf Blecker gestellt. Takashi Uchino muss sich nun einer Operation unterziehen, die genaue Ausfallzeit ist aktuell noch nicht bekannt.

Im vergangenen Sommer war der Japaner von West-Regionalligist Alemannia Aachen zum Zweitligisten gewechselt, im März feierte er sein Zweitliga-Debüt für die Düsseldorfer. Am ersten Spieltag der laufenden Saison kam er gegen den 1. FC Magdeburg zu seinem dritten Zweitliga-Einsatz, weitere werden vorerst nicht hinzukommen.

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

Saison 1991/92: Ost-Teams, Spannung, Bayern-Krise

11.07.2022

Trailer: kicker History

24.06.2022

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DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro

“Gut fürs Gefühl”: F95 freut der “Entwicklungsprozess”

Fortuna Düsseldorf hat eine persönliche Bestmarke in der 2. Liga aufgestellt und Trainer Daniel Thioune zeitgleich beschenkt. Die Beteiligten hoben nach dem gelungenem Saisonauftakt das Team hervor.

Derzeit eine echte Einheit: Fortuna Düsseldorf.

Derzeit eine echte Einheit: Fortuna Düsseldorf.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

Im 17. Anlauf hat es Düsseldorf endlich geschafft: Die Fortunen haben dank des 2:1-Sieges über den SC Paderborn erstmals in ihrer Zweitliga-Historie sechs Punkte nach zwei Spielen eingefahren. Das Spiel gegen die Ostwestfalen hätte jedoch nicht zwingend mit einem Dreier für F95 enden müssen.

“Vom ersten Moment an hätte es 0:1 stehen können”, wird Coach Daniel Thioune zu Recht auf der Website seines Vereins zitiert, Sirlord Conteh hatte nach wenigen Sekunden die Führung auf dem Fuß. Es kam aber anders: “Wir haben es mit unserer ersten Chance besser gemacht”, so Thioune über das Führungstor von Dawid Kownacki. Der Trainer fügte an: “Wir haben nicht immer die besten Lösungen gefunden, aber bravourös verteidigt und unsere wenigen Momente sehr gut ausgespielt.”

Die Einheit steht im Vordergrund

Aufgrund dessen habe sein Team Thioune “sehr stolz gemacht”. Mehr Gründe lieferten die Spieler selbst. Zufrieden meinten sie, beispielsweise Tim Oberdorf,  es “als Team super gemacht” zu haben. Felix Klaus lobte das Spiel gegen den Ball gegen einen für ihn (offensiv-)starken Gegner. “Wir mussten alles reinwerfen, das haben wir alle gemeinsam gemacht.”

Natürlich gibt es bei den Rheinländern auch noch Besserungsbedarf, “aber im Moment setzen wir die Dinge super um. Es war ein gutes erstes Heimspiel”, so Oberdorf. In dieselbe Kerbe schlug auch Kapitän Andre Hoffmann ein und fand nicht nur das Gefühl des Sieges gut, sondern “auch die Art und Weise”. Diese freue neben Coach Thioune auch ihn sehr, schließlich sei “Paderborn mit dem Ball oberstes Regal in dieser Liga, sie spielen sehr variabel und haben uns immer wieder vor Probleme gestellt”.

Es war ein 50:50-Spiel, das im letzten Jahr vielleicht 2:2 ausgegangen wäre. Jetzt konnten wir die drei Punkte hierbehalten.

Andre Hoffmann

Düsseldorf blieb aber in der eher durchwachsenen zweiten Hälfte mit dem 2:1 im Rücken stabil in der Defensive. Dies führte zu einer der größten Freuden beim Team: “Es war ein 50:50-Spiel, das im letzten Jahr vielleicht 2:2 ausgegangen wäre. Jetzt konnten wir die drei Punkte hierbehalten. Dass wir mit Führungen besser umgehen können, belegt unseren Entwicklungsprozess”, so Hoffmann.  Bei “Sky” brachte es Siegtorschütze Rouwen Hennings auf den Punkt: “In der letzten Saison ist uns immer noch einer reingerutscht, letzte Woche ist das nicht passiert, heute auch nicht. Das ist gut fürs Gefühl.”

Thioune blickt nach vorne und mahnt

Coach Thioune dürfte ebenfalls gute Laune haben. Der seit Donnerstag 48-Jährige erhielt einen Tag nach seinem Geburtstag mit dem Erfolg ein nachträgliches Geschenk seines Teams. Mit diesem hat er in 15 Partien übrigens nur einmal verloren – zu Hause noch nie. Trotz des Dreiers gegen ‘Angstgegner Paderborn’ (nur eines der vorherigen acht Spiele ging an die Fortuna) mahnte Thioune: “Wichtig sind die sechs Punkte zum Saisonstart, das ist geglückt. Aber vieles ist noch ausbaufähig.”

Narey-Ersatz? Bei der Fortuna ist keine Eile geboten

Nach dem 2:1 zum Saisonauftakt in Magdeburg blickt Fortuna Düsseldorf dem ersten Heimspiel entgegen. Gegner am Freitagabend ist der SC Paderborn – im Hintergrund läuft derweil die Suche nach einem Ersatz für Khaled Narey. Sportdirektor Christian Weber sieht dabei keinen Zeitdruck. 

Sieht keinen akuten Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt: Düsseldorfs Sportdirektor Christian Weber (li.).

Sieht keinen akuten Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt: Düsseldorfs Sportdirektor Christian Weber (li.).

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Die Fortuna ist gut aufgestellt. Der Kader ist schlagkräftig, der Weg, den die Mannschaft unter der Regie von Daniel Thioune eingeschlagen hat, sehr vielversprechend. Seit der 48-Jährige in Düsseldorf an der Linie steht, haben die Rheinländer nur eine von 14 Partien verloren. 

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Argumente genug also, den handelnden Akteuren Vertrauen zu schenken. Nach dem Abschied von Khaled Narey (PAOK Saloniki) soll aber mindestens noch ein weiterer Flügelspieler kommen. “Uns allen ist bewusst, dass unser Kader aktuell zu dünn ist, um durch die komplette Saison zu kommen”, sagt Thioune, während Sportdirektor Christian Weber davon spricht, “nicht den ganz großen Handlungsbedarf für andere Positionen” zu sehen. 

Bevor Weber weitere Spieler nach Düsseldorf holt, will er noch die eine oder andere Partie abwarten. Bis das Wechselfenster schließt, sind ohnehin fünf weitere Punktspiele und die erste Runde im DFB-Pokal zu bestreiten. 

Thioune: “Wenn sie einmal im Flow sind …”

Die nächste Aufgabe steht bereits am Freitagabend an. Dann kommt der SC Paderborn zur Fortuna. Zum Auftakt haben die Ostwestfalen 5:0 gegen Karlsruhe gewonnen, jetzt sagt Thioune vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison: “Wenn sie einmal im Flow sind, dann wird es sehr herausfordernd.”

Düsseldorfs Coach gibt deshalb vor: “Wir spielen zuhause und wollen deutlich aktiver sein als gegen Magdeburg und in der Anfangsphase früher in die Balleroberungen kommen. Und dann wollen wir die Bälle nicht so leichtfertig abgeben wie zuletzt.”

Norbert Krings/lei