Weinzierl: “Da bedanke ich mich bei Markus Söder persönlich”

Die bevorstehende Rückkehr von bis zu 7500 Zuschauern bei den Heimspielen des FC Augsburg freut Trainer Markus Weinzierl ganz besonders. Im Februar steigen gleich drei Partien in der Fuggerstadt.

Freut sich auf die Rückkehr der Fans ins Stadion: Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.

Freut sich auf die Rückkehr der Fans ins Stadion: Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.

imago images/Jan Huebner

Seit Anfang Dezember blieb die WWK-Arena in drei Heimspielen leer. Zwei Remis gegen Frankfurt und Leipzig (jeweils 1:1) und eine 2:3-Niederlage gegen den VfL Bochum konnten die Augsburger Fans nur an den TV-Bildschirmen verfolgen. Die Ankündigung, dass die Stadien in Bayern wieder zu 25 Prozent und mit maximal 10.000 Zuschauern ausgelastet werden dürfen, wurde in der Fuggerstadt mit großer Freude vernommen.

“Das ist sehr wichtig, da bedanke ich mich bei Markus Söder persönlich”, betonte Weinzierl und wollte es doch als kleinen Scherz verstanden haben, der bayerische Ministerpräsident habe schließlich Wichtigeres zu tun als sich mit ihm zu unterhalten, ergänzte der Cheftrainer. “Die 7500 Fans werden uns helfen und Rückenwind geben. Es ist furchtbar, ohne Zuschauer zu spielen. Da spreche ich auch für die Mannschaft.”

Drei FCA-Heimspiele in vier Wochen – “Die Zuschauer helfen uns”

Für den FCA kommt das Vorpreschen des Freistaats in der bundesweit heiß diskutierten Debatte um erlaubte Zuschauerkapazitäten genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit Union Berlin (5. Februar), dem SC Freiburg (19. Februar) und Borussia Dortmund (27. Februar) empfängt der Tabellen-16. gleich drei Konkurrenten binnen vier Wochen. Auch wenn eben diese Gegner aktuell die Plätze vier, fünf und zwei in der Tabelle einnehmen, sollten die Augsburger dringend mal wieder dreifach punkten, um im Tabellenkeller nicht weiter an Boden zu verlieren.

“Für uns gilt es, in die letzten drei Prozent reinzukommen, um 100 Prozent abzuliefern. Dann sind wir stark, konkurrenzfähig und können auch gegen Bayern München gewinnen. Und die Zuschauer helfen uns, diese letzten drei Prozent zu erreichen, indem sie die Spieler pushen und Emotionen reinbringen. Das brauchen wir vor allem in den nächsten drei Heimspielen”, fuhr Weinzierl fort. Eben bei dem angesprochenen 2:1-Überaschungscoup gegen den Rekordmeister waren am 19. November letztmals Zuschauer in der eigenen Arena.

Auch Geschäftsführer Michael Ströll stieg in den Tenor des Trainers ein: “Die Rückkehr von Zuschauern bietet uns eine wichtige Perspektive. Nachdem es ja in den letzten Wochen und Monaten in Deutschland schon Veranstaltungen in Innenräumen mit einer noch höheren Auslastung gab, ist es die richtige Entscheidung, nun auch im Fußball unter freiem Himmel wieder Zuschauer zuzulassen.”

Moritz Kreilinger

Weinzierl: “Potenzial ist trügerisch. Das will ich nicht hören”

Trotz des schwachen Starts in das neue Jahr sieht Markus Weinzierl den FC Augsburg für den Abstiegskampf gewappnet. Seinen bisherigen Plan will der Coach “nicht über den Haufen werfen” und weiter konsequent daran arbeiten – zunächst am Donnerstag in einem Testspiel gegen Regensburg.

"Ich gehe davon aus, dass wir die Qualität haben, in der Liga zu bleiben": Markus Weinzierl (re.).

“Ich gehe davon aus, dass wir die Qualität haben, in der Liga zu bleiben”: Markus Weinzierl (re.).

imago images/Kirchner-Media

Schon länger fokussieren sich die Augsburger auf junge und entwicklungsfähige Spieler, nicht erst mit der Verpflichtung von Ricardo Pepi wurde dieser Weg eingeschlagen. Lässt man den 34-jährigen Oldie Rafal Gikiewicz im Tor außen vor, hat in der Augsburger Bundesliga-Geschichte nie eine jüngere Startelf auf dem Rasen gestanden als im letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Auf ein Durchschnittsalter von 24,21 Jahren kamen die zehn Feldspieler. “Das ist der Weg des Vereins, den gehen wir konsequent. Wenn du junge Spieler förderst, ist es auch völlig normal, dass es Höhen und Tiefen gibt und dass Spieler mal Fehler machen beziehungsweise nicht immer die Leistung auf dem Platz zeigen”, warb Weinzierl um Verständnis.

Ich glaube schon, dass wir dem Druck gewachsen sind.

Markus Weinzierl

Dennoch sieht der Coach sein Team für die kommenden Monate im Abstiegskampf gut aufgestellt. “Ich glaube schon, dass wir dem Druck gewachsen sind. Vor allem haben wir auch erfahrene Spieler. Jeder muss dann seine Stärke einbringen, beim einen ist es die jugendliche Frische, beim anderen die Erfahrung. Wir müssen als Team funktionieren, da ist es mir im Endeffekt egal, ob die Spieler jung oder alt sind”, erläuterte der 47-Jährige in einer Gesprächsrunde am Mittwoch. Weitere Verstärkungen auf dem in fünf Tagen schließenden Transfermarkt hält er nicht für zwingend notwendig. “Ich bin da der falsche Ansprechpartner”, verwies Weinzierl zunächst auf Sportchef Stefan Reuter, ehe er doch ergänzte: “Ich gehe davon aus, dass nichts mehr passiert und wir die Qualität haben, in der Liga zu bleiben.”

Test gegen Regensburg

Nach dem jüngsten Debakel in Leverkusen nutzen die Fuggerstädter die Länderspielpause am Donnerstag (14 Uhr) für ein Testspiel gegen Jahn Regensburg, bei dem Weinzierl bis auf die Nationalspieler auf Reisen – Ricardo Pepi (USA) und Carlos Gruezo (Ecuador) – und die angeschlagenen Linksverteidiger Iago und Mads Pedersen auf den gesamten Kader der letzten Wochen zurückgreifen kann.

Individuelle Fehler abstellen: Das ist nicht nur morgen, sondern insbesondere in den kommenden Wochen das Credo in Augsburg. Denn ein grundsätzliches Problem, was sein Spielsystem angeht, sieht Weinzierl nicht. “Wir haben es zuletzt individuell schlecht gemacht. Daran müssen wir arbeiten und deswegen werde ich alles andere tun, wie alles über den Haufen zu werfen. Wir werden konsequent weiterarbeiten”, kündigte Weinzierl an.

Das Potential im Kader ist “trügerisch”

Auf dem Papier steckt im Kader ja auch deutlich mehr Leistungsvermögen, als dieser zuletzt preisgab. Das ist für den Chefcoach aber so eine Sache. “Das ist trügerisch. Das mit dem Potential will ich eigentlich nicht mehr hören. Unsere Gegner haben zum Teil noch mehr Potential als wir. Es geht darum, dass die Mentalität auch immer wieder die Qualität schlägt. Wenn du aber nicht bei 100 Prozent bist, kannst du so viel Qualität haben, wie du möchtest…”, betonte Weinzierl. In den kommenden Wochen sollte sich sein Team genau das vergegenwärtigen. Denn die kommenden Gegner (Union, Mönchengladbach, Freiburg und Dortmund) sind in puncto Potenzial in anderen Dimensionen angesiedelt. Allzu viel Zeit sollte sich der Tabellen-16. nach fünf sieglosen Spielen in Serie aber nicht mehr bis zum nächsten Dreier lassen. 

Moritz Kreilinger

Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer im Profisport

Der Freistaat Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer in der Bundesliga und im weiteren Profisport.

Wieder vor Fans: der FC Bayern darf Zuschauer ins Stadion lassen.

Wieder vor Fans: der FC Bayern darf Zuschauer ins Stadion lassen.

Getty Images

In der Bundesliga darf in Bayern wieder vor bis zu 10.000 Zuschauern gespielt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München damit bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele. Die Regelung gilt auch für andere Profiligen. Neben der Personenobergrenze von 10.000 gelten für die überregionalen Sportveranstaltungen weitere Einschränkungen: Es dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden, die Fans müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein (oder geboostert) sowie eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot.

Der Freistaat wagt sich damit in der heiß diskutierten Zuschauerfrage vor dem Hintergrund hoher Corona-Zahlen überraschend weit vor. Die Länderchefs hatten sich am Montag darauf verständigt, dass die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte allerdings schon zuvor angekündigt, dass er notfalls einen Alleingang Bayerns wagen würde.

Für die Zulassung von Zuschauern gelten unterschiedliche Höchstgrenzen in den Ländern: Wie bislang in Bayern dürfen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen derzeit überhaupt keine Fans in die Arenen. Dagegen spielte beispielsweise der Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg am vergangenen Sonntag gegen den TSV Havelse vor 13.385 Zuschauern. Das ließ die Verordnung in Sachsen-Anhalt zu, nach der die Stadien bis zu 50 Prozent gefüllt werden dürfen. Beim Sieg des FC Bayern am Wochenende bei Hertha BSC durften 3000 Zuschauer ins Berliner Stadion.

Gemeinsames Schreiben an Kanzleramt und Ministerpräsidenten

Zuletzt hatten die wichtigsten deutschen Profiligen aus Fußball, Handball, Basketball und Eishockey in einem Schreiben an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten ein Ende von Pauschalverboten gefordert. Den Sportclubs fehlen die wichtigen Zuschauereinnahmen, was vor allem abseits des Fußballs prozentual bei den Erlösen einen hohen Stellenwert hat.

Söder rechtfertigt die Möglichkeit zu Lockerungen trotz massiv steigender Neuinfektionszahlen damit, dass die Omikron-Welle das Gesundheitssystem weit weniger belaste als die Delta-Variante zuvor.

Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern hatte schon am Montagabend auf ein Ende der seit Anfang Dezember wieder stattfindenden Geisterspiele gehofft. “Wir müssen vernünftige Lösungen für alle Lebensbereiche finden, also auch für den Sport”, hatte Kahn der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Warum die Bundesliga bis 4. Februar pausiert, die DFB-Elf aber auch

Vor dem 21. Spieltag macht die Bundesliga fast 14 Tage Pause – in Europa sind in dieser Zeit aber auch keine Länderspiele. Woran liegt das?

Dortmund und Leverkusen - hier Meunier und Wirtz - stehen sich am 21. Spieltag gegenüber. Gerade ist aber erstmal eine Pause.

Dortmund und Leverkusen – hier Meunier und Wirtz – stehen sich am 21. Spieltag gegenüber. Gerade ist aber erstmal eine Pause.

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Nach der Winterpause ist vor der Winterpause: Nur rund zwei Wochen nach dem Rückrundenauftakt ruht in der Bundesliga schon wieder der Ball. In der 1. und 2. Liga liegt zwischen dem gerade absolvierten 20. und dem bevorstehenden 21. Spieltag ein spielfreies Wochenende am 29./30. Januar.

Eine ganz normale Länderspielpause? Nicht ganz. Die deutsche Nationalelf etwa trägt in dieser Zeit ebenfalls keine Partien aus, sie steigt erst Ende März ins Länderspieljahr 2022 ein. Und so ergeht es auch allen anderen europäischen Nationen.

Der Hintergrund der ungewöhnlichen Länderspielpause: Während im Einzugsbereich der UEFA keine internationalen Spiele anberaumt sind, stehen in allen anderen Kontinentalverbänden vom 24. Januar bis zum 1. Februar WM-Qualifikationsspiele auf dem Programm, in Afrika zudem die finale Phase des Afrika-Cups.

Nur in Europa steigen keine Länderspiele – 2020 war es umgekehrt

Dieses Abstellungsfenster hatte die FIFA den Verbänden aus Asien, Afrika, Südamerika, Nord-/Mittelamerika/Karibik und Ozeanien bereits im August 2020 gewährt, als klar war, dass die damals bevorstehende Länderspielperiode (31. August bis 8. September 2020) der Corona-Pandemie zum Opfer fallen musste.

Weil die UEFA-Nationen damals jedoch Länderspiele bestreiten durften – Deutschland hatte sich mit einem 1:1 gegen Spanien aus dem langen “Lockdown” zurückgemeldet -, erhalten die europäischen Nationalspieler nun mitten in der Saison eine seltene Verschnaufpause, wenn ihre Nationaltrainer sie nicht zu einem Sonder-Lehrgang einladen. Im deutschen Profifußball darf nur die 3. Liga durchspielen.

Der Rahmenterminkalender 2022/23

Maier: “Ich will in Augsburg Verantwortung übernehmen”

Der FC Augsburg hatte am Wochenende nichts zu feiern. Für Arne Maier gab es beim 1:5 in Leverkusen dennoch einen freudigen Aspekt. Im 91. Bundesligaspiel gelang ihm sein Premierentreffer und damit ein lang ersehntes Ziel.

Im 91. Bundesligaspiel brach bei Arne Maier der Bann.

Im 91. Bundesligaspiel brach bei Arne Maier der Bann.

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Einst galt der 23-Jährige als eines der Top-Talente des deutschen Fußballs. In der Saison 2017/18 wurde Arne Maier mit der U 19 von Hertha BSC Deutscher Meister – auch dank seiner Offensivstärke. Während der Mittelfeldspieler in den U-17- und U-19-Mannschaften des Hauptstadtklubs im Schnitt in jeder sechsten Partie traf (60 Spiele/10 Tore) und in den Junioren-Nationalmannschaftes des DFB (U 15 bis U 21) fast in jedem fünften (51/9), stand in der Bundesliga bis zuletzt die Null.

Maier: “Es ist ein weiter Weg”

Dabei arbeitete er schon länger daran, die Abschlussqualitäten vergangener Tage in den Profibereich zu transportieren. “Natürlich ist das eines meiner Ziele. Man kann Jugendfußball aber nicht mit Profifußball vergleichen. Um dahin zu kommen, ist es ein weiter Weg, auf dem man sich auf verschiedene Arten entwickelt, auch in Bezug auf die Position und die Stärken auf dem Platz. Meine Aufgabe ist es grundsätzlich, für defensive Stabilität zu sorgen, aber auch das Angriffsspiel mit gefährlichen Bällen ins vordere Drittel anzukurbeln und so für Torgefahr zu sorgen”, berichtet Maier im kicker-Interview der Montagsausgabe.

Im 91. Spiel brach der Bann

Kaum durfte der spielstarke und im Mittelfeld variabel einsetzbare Rechtsfüßer am Samstag in etwas offensiverer Rolle statt wie zuletzt auf der Sechs agieren, brach der Bann im 91. Spiel. Beim FCA will er jetzt den endgültigen Durchbruch schaffen, nachdem seine vielversprechende Karriere bei der Hertha einst ins Stocken geriet. “Ich fühle mich hier in Augsburg superwohl. Die Stadt und die Umgebung tun mir sehr gut. Trotz meines mit 23 Jahren noch jungen Alters ist es mein Anspruch, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen und die Mannschaft mit anzuführen”, so Maier.

Trainer Markus Weinzierl bekräftigte unlängst, seinen von der Hertha ausgeliehenen Schützling auch über den Sommer hinaus halten zu wollen. Unabhängig von der Kaufpflicht über fünf Millionen Euro, die nach 25 Startelfeinsätzen in dieser Saison greift. Ein langfristiges Engagement in der Fuggerstadt kann sich auch Maier vorstellen: “Das hat mich auch gefreut, dass er das so gesagt hat, es zeigt die Wertschätzung mir gegenüber. Das ist ein super Verein mit viel Potenzial.”

Maier weiß, wie man die Klasse hält

Er selbst hat den Anspruch, “noch viel mehr aus mir herauszuholen”. Genau dieser Aspekt könnte schon in den kommenden Wochen und Monaten im Abstiegskampf von Bedeutung sein. Zumal Maier aus seinen Erfahrungen mit Arminia Bielefeld in der Vorsaison weiß, wie man die Klasse hält.

Was Maier sonst über den Hype um seine Person bei Hertha, das Jahr in Bielefeld, den Triumph mit der U 21 und den Schritt nach Augsburg erzählt hat und welche Rolle Disziplin und Geduld in seiner Entwicklung gespielt haben, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des kicker oder direkt hier  im eMagazine.

Moritz Kreilinger

Bedenklicher Rückfall: Augsburg im Schlingern

Völlig überfordert ging der FC in Augsburg in Leverkusen mit fünf Gegentreffern vom Feld. Ohne eklatante Verbesserungen drohen dem Klub unangenehme Wochen.

FCA-Coach Markus Weinzierl sah in Leverkusen einen Rückfall seines Teams in alte Muster.

FCA-Coach Markus Weinzierl sah in Leverkusen einen Rückfall seines Teams in alte Muster.

imago images/Chai v.d. Laage

Markus Weinzierl hatte noch eindrücklich daraufhin hingewiesen, wie wichtig der Start in die Partie sei. Bei seinen Spielern ist diese Nachricht ganz offensichtlich nicht angekommen. Neun Minuten standen am Samstag auf der Uhr, ehe die Augsburger Hintermannschaft erstmals Auflösungserscheinungen zeigte und Bayer 04 die Räume öffnete. “Wir haben kräftig mitgeholfen, weil wir fahrlässig verteidigt haben, weil wir zu sorglos und zu wenig aggressiv waren”, kritisierte der Trainer nach dem 1:5-Debakel in Leverkusen.

Es machte es auch in der Folge nicht besser, dass der zunächst auf der Sechs gestartete Kapitän Jeffrey Gouweleeuw nach dem 0:2 eine Position nach hinten rückte. Auch mit der Fünferkette spielte die Werkself regelmäßig Katz und Maus. “Ich hätte mehrere Wechsel vornehmen können”, entgegnete Weinzierl vielsagend, ob er nicht den völlig überforderten Rechtsverteidiger Robert Gumny hätte früher erlösen sollen.

“In den ersten 30 Minuten haben wir die Schnittstellen nicht geschlossen bekommen”, bemängelte der Coach. Nach der Umstellung “waren dann die Zehnerräume offen”. Es gab noch weit mehr Momente als nur die fünf Gegentreffer, die einen ob des naiven und passiven Abwehrverhaltens ratlos zurückließen. Etwa Reece Oxford in der 40. Minute, als er gegen Patrik Schick nahe der Mittellinie erst völlig risikoreich auf Abseits spielte und dann nur halbherzig dem frei aufs Tor stürmenden Angreifer folgte, war eines von vielen Beispielen, welches die Videoanalysten in der Kabine auf die Dauerschleife legen sollten. In dieser und zahlreichen anderen Szenen bewahrte nur Schlussmann Rafal Gikiewicz seine Vorderleute vor Schlimmerem.

Dass die zweite Hälfte mit einem grundlegend anderen Gesicht begonnen wurde und nach dem Anschlusstreffer von Arne Maier gar kurz die Hoffnung auf eine Überraschung aufkeimte, fiel in der Gesamtbetrachtung nicht mehr groß ins Gewicht. Zu eklatant waren die Mängel auch im weiteren Verlauf, als dass sich der FCA im 22. Bundesligaduell mit Leverkusen auch nur in die Nähe des ersten Dreiers im direkten Aufeinandertreffen bewegen konnte.

Rückfall in das alte Muster ist verheerend

Völlig unbekannt dürfte den Verantwortlichen im Klub ein Auftritt dieser Art nicht sein. Es ist ein Phänomen, das sich schon in der Hinrunde zeigte, dass sich das Team regelmäßig haarsträubende Aussetzer leistet – ausgerechnet in den Phasen, als man sich gerade auf dem Weg der Besserung befand, wie nach dem 1:1 gegen die Eintracht in der Vorwoche zumindest anzunehmen war. Das 0:3 am 5. Spieltag gegen Freiburg passt beispielsweise in dieses Bild, eine Woche zuvor hatte man Mönchengladbach geschlagen. Auch das 1:4 in Mainz am 9. Spieltag war einer dieser Negativhöhepunkte.

Der Rückfall in das alte Muster ist verheerend und hat den erneuten Sturz auf den Relegationsplatz zur Folge. Es muss dringend der Wendepunkt her, wie er auch in der zweiten Hälfte der Hinserie erfolgte und Überraschungen wie das 2:1 über die Bayern ergab. Drei Heimspiele warten im Februar auf die Fuggerstädter. Eine Chance, die sich das Team nicht entgehen lassen darf, auch wenn es dabei gegen die Top-Teams Union, Freiburg und Dortmund geht. Aber gegen irgendjemanden muss ja gepunktet werden …

Moritz Kreilinger

Uduokhai: “Ein, zwei gestandene Spieler würden uns guttun”

Nach seinem rasanten Aufstieg bremste eine Verletzung Felix Uduokhai in den vergangenen Monaten aus. Doch aus der sportlich schwierigsten Phase seiner Karriere hat der 24-Jährige besondere Energie gezogen. Jetzt will der Innenverteidiger mit dem FC Augsburg wieder durchstarten.

Hat aus seiner Pause Energie gezogen: Felix Uduokhai.

Hat aus seiner Pause Energie gezogen: Felix Uduokhai.

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Die erste Saison nach seinem Wechsel aus Wolfsburg zum FCA hätte kaum besser starten können. Von Beginn an war Uduokhai im August 2020 als Stammkraft gesetzt und spielte sich damit auch sogar in den Fokus von Jogi Löw. Dessen Einladung zur Nationalelf im November 2020 war der vorläufige Höhepunkt in der Karriere des Abwehrrecken, auch wenn ihm ein Einsatz für Deutschland damals noch verwehrt blieb. In den vergangenen Monaten schien der in weiter Ferne, die aktuelle Saison war sportlich bisher ein Fall zum Vergessen.

Auf einen Sehnenabriss im Oberschenkel folgte im Heilungsprozess erst eine Re-Ruptur, kurz vor dem möglichen Comeback im Dezember setzte ihn dann eine Corona-Infektion außer Gefecht. Vom 4. bis einschließlich 17. Spieltag stand Uduokhai keine Minute auf dem Feld. “Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt. Aber so ist das manchmal, das Pläne eben nicht aufgehen. Dann ist es wichtig, wie man damit umgeht, reflektiert und es als Anlass nimmt, an sich selbst zu arbeiten”, berichtete dieser am Donnerstag.

Aus der misslichen Lage versuchte der 1,92-Meter-Mann das Beste zu machen – und fand sogar positive Aspekte: “Vom Kopf her habe ich sehr viel dazugelernt. Auch meinen Körper habe ich besser kennen gelernt, ich musste mich in Geduld üben und konnte die Zeit nutzen und mir Gedanken über Sachen machen, für die man sonst keine Zeit hat. Den Blick auch einfach mal raus aus der Szene und auf das große Ganze richten.”

Uduokhai wieder als Linksverteidiger?

Die ersehnte Rückkehr auf den Rasen gelang zum Jahresauftakt in Hoffenheim, wo er für den damals gelbgesperrten Reece Oxford wieder ins Abwehrzentrum rückte. In der Woche darauf beim 1:1 gegen Frankfurt standen 45 Minuten als Linksverteidiger in dem Büchern – auf dieser Position könnte wegen eines drohenden Ausfalls von Iago auch am Samstag bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder auflaufen. Uduokhai selbst brennt jedenfalls auf weitere Einsätze: “Ich fühle mich sehr gut und hoffe, dass 2022 wieder ein wenig besser wird.”

Dabei hielt 2021 für ihn auch schöne Seiten parat, wie etwa die Teilnahme an den olympischen Spielen mit dem Team von U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz. “Ich wollte das unbedingt. Es war eine Lebenserfahrung, die einen großen Wert für mich hatte. Es war sehr besonders”, blickt Uduokhai zurück und bleibt bei dieser Meinung, auch wenn es sportlich “nicht unbedingt das cleverste” gewesen sei. Denn die lange Ausfallzeit in der Folge hatte wohl auch ihren Ursprung an der Turnierteilnahme. Erst kurz vor der Reise nach Japan hatte der Defensivspieler eine Sprunggelenksoperation auskuriert.  “Er wollte es unbedingt, wir wollten es nicht verhindern. Es war aber in meinen Augen nicht clever. Ich würde jedem Spieler in Zukunft das olympische Turnier nicht mehr ans Herz legen, weil du dann einfach keine Vorbereitung mit der Mannschaft hast”, ergänzte Trainer Markus Weinzierl.

“Von der Entwicklung her sind wir auf einem guten Weg”

Doch diese Geschichte ist jetzt Vergangenheit. Uduokhai schaut nach vorne – mit dem FC Augsburg, zu dem er sich nach aufkommenden Wechselgerüchten (Newcastle United) klar bekannte. “Ich habe selbst keine Nachricht bekommen und ich habe auch kein Interesse, ich habe momentan wichtigere Dinge im Kopf und das Ziel eine gute Rückrunde zu spielen”, betonte der 24-Jährige. In der ersten Jahreshälfte kann das Ziel des FCA nur der Klassenerhalt sein.

Darüber hinaus hat er mehr vor. “Von der Entwicklung her sind wir auf einem guten Weg, der ist aber nicht einfach mit vielen jüngeren Spielern. Das merkt man auch, dass ein, zwei gestandene Spieler dem Verein noch guttun würden. Nichtsdestotrotz sehe ich Augsburg auf einem guten Weg. Hier wird gut gearbeitet”, fuhr Uduokhai fort. Was in der Zukunft in der Fuggerstadt möglich sein könnte, da wirft er den Blick auf zwei Konkurrenten, die in dieser Saison in anderen Tabellenregionen unterwegs sind. “Freiburg und Mainz haben ähnliche Mittel wie wir, in ihrem Prozess sind diese Vereine aber schon weiter. Man kann diese als Vorbilder nehmen, damit wir auch dahin wachsen.”

Moritz Kreilinger

Weinzierl: “Die Statistik habe ich mir nicht angeschaut”

Noch nie hat der FC Augsburg in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Am Samstag soll sich das ändern. Ein guter Start ins Spiel ist Trainer Markus Weinzierl dabei besonders wichtig – im Hinspiel ging das nämlich mächtig schief. Derweil ergriff der Coach auch Partei in der Zuschauerfrage.

Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl will den Fluch gegen Leverkusen brechen.

Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl will den Fluch gegen Leverkusen brechen.

imago images/MIS

21 Ligaduelle beider Teams hat es bisher gegeben. Kein Team in der Geschichte der Bundesliga hat so lange auf den ersten Sieg warten müssen wie die Augsburger gegen die Werkself. Auf ein bewährtes Erfolgsrezept kann Weinzierl am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) also nicht zurückgreifen. “Es gibt diese Statistik-Übersicht ja vor jedem Spiel. Ich habe sie dieses Mal ganz unbearbeitet gelassen und nicht mal angeschaut, denn ich weiß, dass sie schlecht ist”, meinte der Trainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag schmunzelnd.

Um den Fluch zu brechen, gelte es “die Fehler zu minimieren”, insbesondere bei “einfachen Ballverlusten”. Besonderes Augenmerk gilt nach den Geschehnissen aus dem Hinspiel der Startphase. “Wir haben damals zwei Eigentore innerhalb von 15 Minuten erzielt, das ist von Haus aus schonmal blöd”, meinte Weinzierl lachend. Aus der 1:4-Niederlage Ende August zog der 47-Jährige dennoch Positives, er sah, dass sein Team mithalten könne und nur wegen zweier Kontertore in der Schlussphase letztlich als klarer Verlierer vom Feld ging.

Weinzierl hat die Wahl

Dass Patrik Schick und Co. erst gar nicht ins Rollen kommen, dafür soll die Defensive sorgen, in der Weinzierl die Qual der Wahl hat. Mit Jeffrey Gouweleeuw, Reece Oxford und Felix Uduokhai sind erst zum zweiten Mal in dieser Saison alle drei qualitativ überdurchschnittlichen Innenverteidiger einsatzbereit. In die Karten wollte sich der Coach zwei Tage vor dem Spiel bei dieser Personalfrage aber noch nicht schauen lassen: “Wir werden immer gegner- beziehungsweise spielbezogen die beste Aufstellung wählen.”

Muss Uduokhai wieder ausweichen?

Weil sowohl Linksverteidiger Iago als auch sein Back-up Mads Pedersen unter der Woche nur eingeschränkt trainieren konnten, könnte sich die Frage aber erübrigen. Wie schon in der zweiten Hälfte gegen die Eintracht wäre Felix Uduokhai dann die erste Wahl hinten links in der Abwehrkette – auch wenn dieser für sich die Position im Zentrum favorisiert. “Als linker Verteidiger hast du andere Aufgaben, es ist eine andere Herausforderung. Das macht auch Spaß. Letztlich spiele will ich dort, wo der Trainer mich hinstellt. Aber natürlich spiele ich lieber in der Innenverteidigung”, erklärte der 24-Jährige.

Auch hinter dem Einsatz des leicht angeschlagenen Arne Maier steht noch ein Fragezeichen, der Mittelfeldspieler selbst zeigte sich aber optimistisch, rechtzeitig fit zu sein. Weinzierl betonte in diesem Zusammenhang einmal mehr die Wichtigkeit der Hertha-Leihgabe: “Mit ihm und Niklas Dorsch haben wir ganz bewusst zwei spielstarke Spieler im Zentrum. Da legen wir bewusst Wert drauf, uns zu verbessern und mehr eigene Kreativität in den Spielaufbau zu bekommen.”

“Auch ein paar Tausend Zuschauer würden uns helfen, vor allem hier in Augsburg”

Auf die Unterstützung der eigenen Fans kann der FCA in der BayArena am Wochenende nicht zählen. Vor dem nächsten Treffen von Bund und Ländern am Montag hat sich Weinzierl aber deutlich für eine Fan-Rückkehr in den Stadien ausgesprochen. Dass in Bayern momentan nur Geisterspiele steigen, stört den Trainer insbesondere mit Blick auf den Februar, in dem gleich drei Heimspiele in der Fuggerstadt anstehen. “Wir sind, was die Fan-Auslastung betrifft, auf dem gleichen Stand wie zu Beginn der Pandemie, das kann eigentlich nicht sein. Deswegen ist es für mich schwer nachvollziehbar, wenn ich andere Dinge sehe, was dann doch irgendwo erlaubt ist, und im Fußballstadion darf sich keiner mit Abstand, mit Hygienevorschriften ein Spiel anschauen. Wir haben schon bewiesen, dass wir es können. Deswegen finde ich null Zuschauer ganz, ganz schwierig, da muss es Zwischenlösungen geben, auch ein paar Tausend Zuschauer würden uns helfen, vor allem hier in Augsburg.”

Moritz Kreilinger

Augsburg sprintet wie kein Zweiter – doch das reicht noch nicht

Spielerisch macht der FC Augsburg Fortschritte, dennoch tritt er im Tabellenkeller auf der Stelle. Während die sportlich Verantwortlichen die Lage noch ruhig analysieren, sieht Rafal Gikiewicz das Ganze etwas kritischer.

Legt den Finger in die Wunde: Rafal Gikiewicz.

Legt den Finger in die Wunde: Rafal Gikiewicz.

imago images/Jan Huebner

Im DFB-Pokal dürfen die Augsburger in dieser Woche nicht mehr ran. Doch in der aktuellen Situation ist dem Zweitrundenaus gegen den VfL Bochum Ende Oktober auch Positives abzugewinnen: die volle Konzentration kann dem Abstiegskampf gelten. Noch wichtiger dürfte aber die körperliche Erholung sein, denn die aktuelle Spielweise des FCA zerrt an den Kräften. “Es war eine unglaublich engagierte Leistung, wir haben sehr viele Kilometer abgespult”, blickte Sportchef Stefan Reuter auf das Remis gegen Frankfurt zurück.

Die Chancen waren da

Markus Weinzierl präzisierte das Ganze. “Die Mannschaft hat heute 284 Sprints absolviert”, lobte der der Trainer. In dieser Statistik konnte kein Bundesligateam am 19. Spieltag dem FCA das Wasser reichen. Bei der von den Verantwortlichen geforderten hohen Intensität hat das Team einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, lag der Durchschnittswert in der Hinrunde noch bei 235 Sprints in 90 Minuten. Auch mehrere gute Abschlussgelegenheiten hatte sich die Mannschaft gegen die Adlerträger erspielt – ganz anders als noch in der Vorwoche in Hoffenheim.

Doch die Fortschritte spiegeln sich auch aufgrund der schwachen Chancenverwertung in den Ergebnissen noch nicht so recht wider. Zwar konnte mit dem einen Zähler gegen die Eintracht der Relegationsplatz wieder verlassen werden, perspektivisch muss der FCA solch knappe Spiele im eigenen Stadion aber für sich entscheiden, um dem drohenden ersten Bundesligaabstieg der Vereinsgeschichte zu entgehen. Zumal Florian Niederlechner den Siegtreffer in der Schlussminute am Sonntagnachmittag auf dem Fuß hatte. “Wenn du nicht gewinnen kannst, dann darfst du nicht verlieren”, fasste Weinzierl am Ende zusammen. “Hundertprozentig zufrieden” sei er zwar nicht, als “Rückschritt” wertete er das Ergebnis aber auch nicht.

Damit der Rückschritt nicht am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Leverkusen (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) folgt, müssen die bayerischen Schwaben die individuellen Fehler in der Hintermannschaft abstellen. Gegen Frankfurt unterlief dieser Niklas Dorsch, der auch ansonsten einen recht gebrauchten Tag erwischte. “Es ist immer gefährlich, wenn du phasenweise zu offen bist und in der Restverteidigung nicht gut genug stehst”, erwähnte Reuter ein weiteres Problem beim jüngsten Auftritt. Gegen die Offensivstarke Werkself dürfte es darauf umso mehr ankommen.

Gikiewicz: “Was wir spielen, ist wie im Kindergarten”

Während Trainer und Sportchef die Lage noch nicht als kritisch betrachten, scheint die Stimmung bei Rafal Gikiewicz schon etwas angespannter zu sein. “Was wir im Jahr 2022 spielen, ist wie im Kindergarten. Wir bekommen vier Tore in diesem Jahr, die wir alle fast selbst reinschießen. Wir haben 19 Punkte, das ist viel zu wenig. Es werden immer weniger Spiele, der Druck wird aber immer größer. Jetzt ist ein guter Moment, um Punkte zu holen. Wir haben genug Qualität. Zuhause muss es unser Ziel sein, drei Punkte zu holen. Ich habe keinen Bock, bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf zu stecken”, redete sich der Torhüter bei der ARD den Frust von der Seele.

Moritz Kreilinger

Vertrag bis 2023: Niederlechner bleibt in Augsburg

Vor einigen Tagen liebäugelte Florian Niederlechner noch mit einem Wechsel in die USA. Jetzt scheint seine Zukunft fürs Erste geklärt: Der beim FC Augsburg ursprünglich am Saisonende auslaufende Vertrag des 31-Jährigen hat sich automatisch bis Sommer 2023 verlängert.

Sein Vertrag hat sich verlängert: Florian Niederlechner.

Sein Vertrag hat sich verlängert: Florian Niederlechner.

imago images/ULMER Pressebildagentur

“Von unserer Seite aus war also auch sehr klar, dass wir ihn jetzt in der Winterpause nicht abgeben werden”, berichtete Sportchef Stefan Reuter am Sonntag bei DAZN. Anfang Januar hatte der MLS-Klub Chicago Fire ein konkretes Angebot hinterlegt und wollte den Stürmer nach kicker-Informationen mit einem Dreijahresvertrag in die USA locken. “Er sieht das genauso, das Thema ist durch, er bleibt beim FC Augsburg. Es hat sich ja mittlerweile auch sein Vertrag verlängert bis 2023, von daher gibt es da keine Diskussion”, fuhr Reuter fort.

Niederlechners Arbeitspapier in Augsburg war mit einer Option versehen, nach der sich der Vertrag ab einer gewissen Zahl von Einsätzen in der laufenden Saison automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Dieser Fall ist nun offensichtlich eingetreten.

Beinahe hätte er die neue Laufzeit seines Kontrakts beim 1:1 am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt gleich mit dem Siegtreffer feiern dürfen. Doch in der Nachspielzeit vergab Niederlechner die große Chance auf das 2:1, als er im Eins-gegen-eins am glänzend reagierenden Frankfurter Keeper Diant Ramaj scheiterte. Wie schon zum Jahresauftakt in Hoffenheim (1:3) kam der Torjäger dabei von der Bank ins Spiel, Trainer Markus Weinzierl gab zunächst Michael Gregoritsch und Ricardo Pepi in vorderster Front den Vorzug.

Moritz Kreilinger