Spitzenspiel in Hannover: Meppen kann wieder auf “Fixpunkt” Evseev bauen

Der 22. Spieltag der Regionalliga Nord steht ganz im Zeichen des Topspiels zwischen Hannover 96 II und dem SV Meppen. Für Willi Evseev wird das Gastspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt eine Reise in die Vergangenheit. Sein Trainer Adrian Alipour ist indes froh, dass der Routinier nach Krankheit wieder auf den Beinen ist.

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Ein “Vorbild” für die vielen jungen Spieler des SV Meppen: Mittelfeld-Spieler Willi Evseev (Mitte)

IMAGO/Werner Scholz

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Mit einer ganz jungen Mannschaft und einem zuletzt fehlenden Routinier geht der SV Meppen selbstbewusst ins Schlagerspiel am Sonntag bei Hannover 96 II. Drei Spiele, drei Siege lautet die Bilanz der Emsländer im Jahr 2024. Sie haben den Rückstand auf die Landeshauptstädter bei einem weniger ausgetragenen Spiel auf vier Zähler verkürzt.

“Hannover ist die stärkste Mannschaft der Liga. Torjäger Lars Gindorf ist ein Unterschiedsspieler. Aber wir versuchen mit aller Konsequenz das Spiel zu gewinnen”, sagt Trainer Adrian Alipour, der bei den Fans Euphorie entfacht hat. Es hat sich einiges verändert seit Saisonbeginn. Das hat zuletzt der VfB Oldenburg beim 3:2-Sieg des SVM im Verfolgerduell erfahren. Dabei begann eine Meppener Youngster-Elf mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 21,5 Jahren.

Die gehen füreinander durchs Feuer.

Meppens Trainer Adrian Alipour über seine Mannschaft

Aber das ist keine “Kindergartentruppe”. “Die Jungs haben eine sehr gute Einstellung. Sie funktionieren, weil sie das Können haben und weil sie es auch müssen. Die gehen füreinander durchs Feuer”, lobt Alipour den Kader, in dem so viele Eigengewächse spielen wie seit Jahren nicht mehr. Bei der Sichtung der Szenen vom 5:2-Sieg gegen Hannover II in der Hinrunde sei den Spielern aufgefallen, “wie viel wir damals noch anders gemacht haben”, beschreibt der Trainer einen Entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen ist. 14 Siege in 18 Pflichtspielen unter seiner Regie drücken es in Zahlen aus. Er weiß aber auch: “Nichts ist so uninteressant wie der Erfolg von gestern.”

Alipour erwägt Systemwechsel

Der 45-Jährige muss am Sonntag auf sechs verletzte Spieler verzichten. Dazu kommt der gesperrte Dauerbrenner auf der Außenbahn, Luca Prasse. Weil gerade in der Abwehr das Personal knapp ist, beschäftigt sich Alipour mit dem Gedanken eines Systemwechsels. Zuletzt spielte Meppen mit einer defensiven Fünferkette.

In Hannover wird das Durchschnittsalter der Start-Elf wohl etwas höher sein als gegen Oldenburg. Denn der erkrankt fehlende, gerade 32 Jahre alt gewordene Willi Evseev hat sich zurückgemeldet. Der zentrale Mittelfeldspieler ist für Alipour “ein Fixpunkt auf dem Platz und in der Kabine und wichtiger Ansprechpartner. Ein absolutes Vorbild”. Die Jungs nähmen seine Ansagen gut an, erklärt Evseev. “Wir haben die Automatismen drin”, nennt er einen wichtigen Entwicklungsschritt.

Für Evseev kommt das Spiel in Hannover einer Reise in die Vergangenheit gleich. Er freut sich auf das Wiedersehen mit Bekannten. Einer ist U-23-Coach Daniel Stendel, der in er Saison 1997/98 für Meppen aufgelaufen ist und von den Fans mehrfach als Trainerkandidat gehandelt wurde. Evseev hat von den Minis bis in den Herrenbereich bei 96 gespielt, stand einmal im Aufgebot der Profis, blieb aber ohne Einsatz. Dabei hatte seine Karriere, zu der 21 U-Länderspiele gehören, verheißungsvoll begonnen. Mehrfach warfen ihn aber Verletzungen zurück. “Schade. Aber heute sehe ich das realistisch.” Er spielt im fünften Jahr in Meppen, ist eine zentrale Führungsfigur geworden. “Es macht Spaß.” Und der Erfolg ist wieder da.

Die weiteren Partien

Los geht’s am 22. Spieltag mit der einzigen Freitags-Begegnung zwischen der SV Drochtersen/Assel und dem FC Teutonia Ottensen. Die ambitionierten Gäste brauchen einen Sieg, um im Titelrennen nicht zu arg ins Hintertreffen zu geraten.

Am Samstag wird zeitversetzt dreimal angepfiffen. Ab 13 Uhr messen sich der Eimsbütteler TV und Kilia Kiel in einem wichtigen Kellerduell. Eine Stunde später empfängt BW Lohne den SC Spelle-Venhaus. Die Gäste sind das einzige Team der Liga mit einstelliger Punktausbeute und müssen diese Bilanz gravierend verbessern, um an ein zweites Regionalliga-Jahr in Folge glauben zu dürfen. Auch ab 16 Uhr ist Abstiegskampf ein Thema, und zwar für den SSV Jeddeloh II gegen den aktuell sicher im Tabellenmittelfeld rangierenden TSV Havelse.

Eine Stunde nach Anpfiff des Topspiels zwischen Hannover II und Meppen, rollt am Sonntag der Ball auf vier weiteren Schauplätzen. Phönix Lübeck, das im Vergleich zur Konkurrenz mit bis zu fünf Spielen im Rückstand ist, will endlich wieder kicken und hat auswärts mit der formstarken U 23 des FC St. Pauli eine anspruchsvolle Aufgabe vor der Brust. Auch die Reserve von Holstein Kiel mischt im Meisterrennen noch mit und empfängt mit Eintracht Norderstedt ein Team aus dem unteren Tabellenmittelfeld. Der VfB Oldenburg und Weiche Flensburg werden auch nach ihrem Aufeinandertreffen nichts mit der Meisterschaft zu tun haben, die Flensburger müssen stattdessen noch einige Zähler gegen den Abstieg sammeln. Gilt auch für den Bremer SV, der sich mit der zweiten Mannschaft des Hamburger SV misst.

Uli Mentrup

Nachwuchsfördertopf: Zahlungen nach Widerspruch neu berechnet – Rekordsumme für 1860

Der DFB hat seine Zahlungen aus dem Nachwuchsfördertopf an die Drittligisten neu berechnen müssen. Großer Gewinner ist 1860 München, in Saarbrücken gibt es lange Gesichter.

Warmer Geldregen für die Nachwuchsarbeit: 1860 München.

Warmer Geldregen für die Nachwuchsarbeit: 1860 München.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

Auch ursprünglich war 1860 München im vergangenen Sommer Spitzenreiter in der 3. Liga – zumindest was die Auszahlungen aus dem Nachwuchsfördertopf des Deutschen Fußball-Bundes betrifft. Über 475.000 Euro freuten sich die Löwen seinerzeit, ehe ein Verein gegen die vom Verband ausgeschütteten Summen Widerspruch einlegte.

Der DFB musste den Stift neu ansetzen und inzwischen sind die neuen Beträge bekannt. Verbunden mit erfreulichen Nachrichten für den Münchner Traditionsverein. Denn aus den 475.000 Euro wurden 648.000 Euro – das ist die höchste jemals aus diesem Topf ausgezahlte Summe.

Manfred Paula, Leiter des NLZ der Giesinger, zeigte sich über den zusätzlichen Geldsegen erfreut, wenngleich dieser sich aufgrund des Widerspruchs verzögert hatte. “Das Geld kommt unserem NLZ zugute. Mit diesem Förderbetrag belegen wir zum dritten Mal in vier Jahren Platz eins der Auszahlungstabelle”, wird er auf der Website der Sechziger zitiert.

Jährlich knapp drei Millionen Euro

Insgesamt werden über den Topf seit der Saison 2018/19 jährlich 2,95 Millionen Euro an die Drittligisten zur Belohnung und Stärkung der Nachwuchsförderung ausgezahlt. Ausgenommen sind der SC Freiburg und Borussia Dortmund, weil sie mit zweiten Mannschaften am Start sind. Die Fördermaßnahme läuft Stand jetzt zum Ende der Saison 2023/24 aus.

Die Zuschüsse dürfen, Paula deutete dies an, aus rechtlichen Gründen ausschließlich in den gemeinnützigen Bereich der Vereine fließen, die Mittelverwendung ist zweckgebunden an die Nachwuchsförderung. Dies ist von den Klubs entsprechend nachzuweisen.

Verdienst von Morgalla & Co.

Hauptgrund für die hohe Summe bei 1860 sind die hohen Einsatzzeiten der Eigengewächse Leandro Morgalla, Marius Wörl und Niklas Lang in der Saison 2022/23. Morgalla (Red Bull Salzburg), Wörl (Hannover 96, ausgeliehen an Arminia Bielefeld) und Lang, der vor drei Wochen beim SC Freiburg II landete, sind inzwischen weitergezogen.

In der laufenden Spielzeit stehen mit Milos Cocic, Tim Kloss, Moritz Bangerter und Devin Sür vier weitere NLZ-Spieler im aktuellen Drittligakader, die für Fördergelder sorgen können. Die häufiger eingesetzten Michael Glück (seit der U 15 bei 1860) und Mansour Ouro-Tagba (U 9) tun dies nicht, da sie als Österreicher (Glück) bzw. US-Amerikaner (Ouro-Tagba) nicht für eine DFB-Auswahl spielberechtigt sind.

Nicht alle Vereine waren übrigens glücklich über die Neuberechnung durch den DFB. So wurden dem 1. FC Saarbrücken knapp 104.000 Euro weniger zugesprochen als ursprünglich zu erwarten war im Sommer. Viktoria Köln verliert gut 82.000 Euro.

Das erhalten die Drittligisten aus dem Nachwuchsfördertopf

1. 1860 München: 647.700 Euro (+172.600)
2. MSV Duisburg: 485.300 Euro (+64.100)
3. FC Ingolstadt: 379.100 Euro (+42.200)
4. 1. FC Saarbrücken: 260.800 Euro (-103.600)
5. Viktoria Köln: 234.800 Euro (-82.300)
6. Rot-Weiss Essen: 173.000 Euro (+28.800)
7. Dynamo Dresden: 150.000 Euro (-19.400)
8. SV Elversberg: 142.100 Euro (-22.300)
9. Erzgebirge Aue: 124.900 Euro (-16.600)
10. VfL Osnabrück: 123.300 Euro (+1.800)
11. SV Wehen Wiesbaden: 101.000 Euro (+200)
12. SV Meppen: 65.200 Euro (+2.500)
13. Hallescher FC: 17.900 Euro (-8.500)
14. FSV Zwickau: 16.400 Euro (-1.300)
15. Waldhof Mannheim: 14.300 Euro (+2.400)
16. SC Verl: 7.100 Euro (-1.800)
17. SpVgg Bayreuth: 4.300 Euro (-600)
18. VfB Oldenburg: 2.900 Euro (-600)

Anm.: Die Zahlen sind gerundet, in Klammern die Veränderungen zur ursprünglichen Berechnung im vergangenen Sommer.

3. Liga: Zuschauer-Zuspruch, aber weiter hohe Schulden

Die 3. Liga erfreut sich weiter großen Interesses – die finanzielle Bedingungen bleiben aber angespannt. Auch wenn die Corona-Pandemie weniger Schäden angerichtet hat als befürchtet.

Die 3. Liga hat weiterhin großen Zuschauer-Zuspruch - ist für die Klubs aber aus wirtschaftlicher Sicht schweres Terrain.

Die 3. Liga hat weiterhin großen Zuschauer-Zuspruch – ist für die Klubs aber aus wirtschaftlicher Sicht schweres Terrain.

IMAGO/Eibner

Mit im Schnitt 8199 Zuschauern pro Spiel hatte die 3. Liga in der Saison 2022/23 so viele Zuschauer wie nie zuvor seit ihrer Gründung 2008. Das geht aus dem Saisonreport für die Spielzeit hervor, den der DFB am Donnerstag veröffentlichte. Damit steht die 3. Liga im europäischen Vergleich auf Rang 23 und sogar vor den obersten Spielklassen in Österreich oder Kroatien, worauf der DFB stolz verweist. Im Vergleich der dritten Spielklassen rangiert die deutsche 3. Liga sogar auf dem zweiten Platz hinter der englischen League One.

Bemerkenswert sind die Zahlen, da mit dem 1. FC Magdeburg, Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern drei Klubs mit Strahlkraft und großem Fan-Interesse die 3. Liga Richtung nächsthöherer Spielklasse verlassen hatten.

Auch die Gesamterträge der Klubs sind gestiegen und zwar satt: Eine Steigerung von 25 Prozent vermeldete der DFB, im Schnitt 13,04 Millionen Euro nahmen die Klubs ein – auch das ein Höchststand in der Drittliga-Historie. Allerdings: Die 3. Liga bleibt weiterhin ein schwieriges Umfeld, denn den Gesamterträgen von 234,68 Millionen Euro stehen Gesamtausgaben von 251,14 Millionen Euro gegenüber. Am meisten gaben die Klubs für Personalkosten aus, die erstmals im Schnitt die Fünf-Millionen-Euro-Marke geknackt haben.

Zum vierten Mal in Folge war das durchschnittliche Eigenkapital der 20 Vereine zwar positiv, die Verbindlichkeiten stiegen im Schnitt aber auf 5,69 Millionen Euro – der zweithöchste Wert nach 2019 (5,71 Millionen Euro). Allerdings habe die 3. Liga die Corona-Pandemie insgesamt besser überstanden als andere Ligen, heißt es seitens des DFB, der sich dabei vor allem die Erträge und Verbindlichkeiten angeschaut hat. 

Ich sehe uns gemeinsam mit den Vereinen auf dem richtigen Weg und erneut einen Schritt weiter.

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung

“Der Schuldenstand der Erstliga-Klubs in Europa lag im Stichtagsvergleich 2022 um rund 28 Prozent höher als vor der Pandemie im Jahr 2019. Gleichzeitig nahm das Eigenkapital der Klubs im Schnitt um rund 18,5 Prozent ab”, heißt es in der DFB-Mitteilung. Dem stehen die Zahlen der Teilnehmer an der 3. Liga gegenüber, abgesehen von den zweiten Mannschaften: “In den Bilanzen der Drittligisten lagen 2022 die durchschnittlichen Verbindlichkeiten pro Klub sogar minimal unter dem Stand von 2019 (-0,4 Prozent). Das Eigenkapital nahm im genannten Zeitraum im Schnitt nur um rund 3,7 Prozent ab.”

“Ich sehe uns gemeinsam mit den Vereinen auf dem richtigen Weg und erneut einen Schritt weiter. Die 3. Liga wird stärker wahrgenommen als noch vor einigen Jahren – und auch als stabiler”, sagt Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung. “Die wichtigste Lehre war, die wirtschaftliche Stabilität weiter in den Vordergrund zu rücken. Das haben die Vereine deutlich erkannt, da ist eine wesentlich höhere Akzeptanz zu spüren.”

Soares köpft sich zum Derbyhelden: Meppen ringt Oldenburg vor Rekordkulisse nieder

Ein Derby mit Zuschauerrekord gab es am Mittwochabend in der Regionalliga Nord zu sehen: Mit 3:2 bezwang der SV Meppen in einem unterhaltsamen Duell den VfB Oldenburg. Der SVM ist vorerst auf einen Punkt an der Spitze dran.

Der Schütze zum entscheidenden 3:2: Bruno Soares.

Der Schütze zum entscheidenden 3:2: Bruno Soares.

IMAGO/Werner Scholz

21. Spieltag

Es war der aus Sicherheitsgründen vorverlegte Auftakt des 21. Spieltags: Die Heimelf, die zuletzt mit 1:0 beim Bremer SV gewann, startete auf zwei Positionen verändert: Für den kurzfristig erkrankten Kapitän Willi Evseev und Lars Spit (Bank) begannen der zuletzt gesperrte Marek Janssen sowie Niclas Wessels. Der Gast, dessen Auftakt bei Kellerkind Kilia Kiel mit einem 0:0 eher unbefriedigend verlief, wechselte ebenfalls doppelt: Rafael Brand und Drilon Demaj ersetzten Linus Schäfer (gesperrt) und den ehemaligen Meppener Max Wegner.

Vor einer Top-Kulisse – 9621 Zuschauer sahen das Spiel in der Hänsch-Arena – klingelte es gleich mit der ersten Torchance: Ein vertikaler Ball aus dem Mittelfeld von Janssen landete beim startenden Christopher Schepp, der aus rund 12 Metern halbrechter Position perfekt unter die Latte traf – 1:0 für Meppen (4.).

Brand und Demaj drehen die Partie

In Folge näherten sich die Gäste wiederholt offensiv an, produzierten ein paar harmlose Abschlüsse. Dann aber landete eine Bogenlampe aus der eigenen Hälfte bei Brand, der alleine vor dem Kasten mit einem Heber für den 1:1-Ausgleich sorgte – Gegenspieler Luis Sprekelmeyer monierte vergeblich ein Foulspiel (19.). Nun war wieder Meppen an der Reihe – und zwar brandgefährlich: Sowohl bei  Luca Prasse (22.) als auch bei Jonathan Wensing (23.) fehlten nur Zentimeter.

Doch in Folge befreiten sich die Oldenburger etwas und drehten das Spiel nach rund einer halben Stunde in ihre Richtung: Eine Flanke aus dem Halbfeld verlängerte Demaj per Kopf in die Maschen – 2:1 für den VfB (32.). In den Minuten bis zur Pause versuchte sich der SVM an einer Reaktion, verstrickte sich dabei aber immer wieder in Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen. Klare Aktionen sprangen nicht mehr heraus.

Janssen gleicht wieder aus

Der zweite Durchgang startete mit viel Mittelfeldgeschehen, Oldenburg verpasste bei einer Doppelchance – unter anderem traf Aurel Loubongo nach einem Gewühl im Strafraum aus kurzer Distanz nur die Latte – das 3:1 (54.). Meppen kam nicht wirklich ins Rollen, glich mit der ersten gelungenen Aktion aber dennoch aus: Goalgetter Janssen bekam am Strafraum einen zweiten Ball und jagte das Leder aus 16 Metern zum 2:2 unter die Latte (60.). 

Die Partie war nun völlig offen – mit Chancenvorteil Meppen: Schepp (76.) und Marvin Benjamins (80.) prüften Keeper Jhonny Peitzmeier, und dann segelte eine Freistoßhereingabe in den Strafraum auf den Kopf von Bruno Soares, der das 3:2 für den SV Meppen ins Eck verlängerte (81.). Die erneute Führung der Heimelf – auf die Oldenburg keine Antwort mehr fand. Viel mehr verpasste Meppens Tim Möller mit einem Pfostenschuss einen weiteren Treffer (90.+5).

So blieb es am Ende einer unterhaltsamen Partie bei einem durchaus verdienten Sieg des SVM, der damit vorerst bis auf einen Zähler an der Tabellenspitze dran ist. Weiter geht es für die Elf von Adrian Alipour am Sonntag, den 18. Februar, im Top-Spiel gegen Hannover 96 II. Der VfB Oldenburg spielt am selben Tag zu Hause gegen Weiche Flensburg um den ersten Sieg im neuen Jahr.

Das “Wie” war nicht entscheidend: Meppens Auftakt mit Optimierungspotenzial

Zwar sah Cheftrainer Adrian Alipour beim 2:0-Topspiel-Erfolg gegen Holstein Kiel II noch keinen perfekten Auftritt seines SV Meppen, dennoch konnte der Drittliga-Absteiger den Abstand zur Spitze verkürzen. Auch der Kader des SVM bietet dem Cheftrainer künftig jede Menge Optionen.

Gelungener Auftakt: Cheftrainer Adrian Alipour und der SV Meppen starteten mit einem Sieg ins neue Kalenderjahr.

Gelungener Auftakt: Cheftrainer Adrian Alipour und der SV Meppen starteten mit einem Sieg ins neue Kalenderjahr.

IMAGO/Werner Scholz

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Trainer Adrian Alipour war froh, dass seine Mannschaft nach der kurzen Vorbereitung wegen der vorgezogenen Nachholspiele das Spitzenspiel gegen Holstein Kiel II glücklich gewonnen hat. “Es ging darum, irgendwie erfolgreich in das Jahr 2024 zu starten.” Mit den drei Punkten haben die Emsländer ihre Position in der Spitzengruppe verbessert.

Während die Fans das Team feierten, hat Alipour nicht übersehen, dass längst nicht alles passte. Nach einer guten Viertelstunde und 1:0-Führung habe der SVM förmlich um das Gegentor gebettelt. “Dazu wäre es gar nicht gekommen, wenn wir es verstanden hätten, einfach frühzeitiger rauszurücken und Holstein Kiel nicht jedes Mal unsere Hälfte zum Bespielen überlassen hätten.” Der 45-Jährige beklagte Ballverluste vor der Abwehr und fehlende Absicherung. Es gibt also genug Arbeit vor den schweren Spielen beim Bremer SV, gegen den VfB Oldenburg und bei Hannover 96 II.

Ein Unterschiedsspieler auf der Außenbahn

Vor den verbleibenden 18 Partien in dreieinhalb Monaten (17 Punktspiele plus NFV-Pokalfinale) verfügt Meppen wieder über mehr Personal. Das kann wichtig sein. Ein neues Teil im Puzzle ist der vom Drittligisten Preußen Münster ausgeliehene Marvin Benjamins. Alipour bezeichnet ihn als “Qualitätsspieler”, der dem SVM weiterhelfe. Der 21-Jährige hofft auf mehr Spielzeit. Die bekam er schon gegen Kiel II auf der linken Seite über 90 Minuten. Der Sportliche Leiter David Vrzogic hatte den Linksfuß mehrfach beobachtet, der mit individuellen Taktikschulungen mit der Meppener Spielweise vertraut gemacht wurde. Fußballerische Qualität zeigte er bereits, im Abschluss hatte er mit einem Lattenkracher Pech.

Wie einen Neuzugang bewertet Alipour Niclas Wessels. Der Mittelfeldspieler, der sich im ersten Saisonspiel gegen Drochtersen/Assel das Schienbein gebrochen hatte, wurde erstmals wieder eingewechselt. Der Coach kannte ihn lange “nur vom Hörensagen”. Seit dem Trainingslager an der türkischen Riviera weiß er, dass der 19-Jährige Impulse geben kann. Auch Kapitän Jonas Fedl wird nach langer Verletzungspause zurückerwartet. Lukas Eixler und Bruno Soares haben sich nach Operationen bereits zurückgemeldet.

Die Rolle der Eigengewächse hat Alipour durch den Wechsel im Tor gestärkt. Julius Pünt, der vier Jahre im Nachwuchsleistungszentrum gespielt hat, stand zum zweiten Mal in der Regionalliga zwischen den Pfosten. Er hatte Bennet Schmidt nur einmal vertreten, als der krank war. In Ottensen und gegen Kiel hielt Pünt die Null. Alipour sagt, aktuell habe der 19-Jährige die Nase knapp vorn. Ein Signal sicher auch für andere Positionen. Zum Kader zählen zehn Spieler, die noch keine 21 Jahre alt sind.

Uli Mentrup

Schwerstarbeit gegen Kiel II: Meppen siegt im Verfolgerduell

Der SV Meppen hat mit dem 2:0-Sieg am Sonntag gegen die U 23 von Holstein Kiel im Meisterrennen der Regionalliga Nord weiteren Boden gutgemacht. Doch trotz früher Führung war der Heimauftritt gegen die Jungstörche ein hartes Stück Arbeit für den ehemaligen Zweitligisten.

Früher Jubel: Der SV Meppen legte bereits in der 3. Minute das 1:0 vor.

Früher Jubel: Der SV Meppen legte bereits in der 3. Minute das 1:0 vor.

IMAGO/Werner Scholz

NACHHOLSPIELE

Sowohl der SV Meppen als auch Holstein Kiel II bestritten am Sonntag ihr erstes Regionalliga-Spiel im neuen Kalenderjahr. SVM-Trainer Adrian Alipour tauschte gegen die Jungstörche im Vergleich zum 3:3 in Drochtersen/Assel auf folgenden Positionen: Pünt verdrängte seinen Torwartkollegen Schmidt auf die Bank, ansonsten starteten Sprekelmeyer und Neuzugang Benjamins für Bruno Soares und Haritonov.

Kiels Reserve verlor am 26. November zu Hause 1:3 gegen Havelse. Im Vergleich zu dieser Niederlage ließ Coach Sebastian Gunkel in Meppen Oberbeck (Tor), Kulikas und Carrera für Dogan (Tor), Sohn und Ottilinger von Beginn an auflaufen.

Das Spiel begann wie gemalt für die Hausherren: Nach dem dritten Evseev-Eckball in Folge stocherte van Looy im Fünfmeterraum aus dem Gewühl den Ball über die Linie zur Meppener Führung (3.).

Die Jungstörche hatten in der Anfangsviertelstunde keinen Auftrag gegen einen druckvollen und spielfreudigen SVM. In der 13. Minute hätte sich Benjamins beinahe mit seinem ersten Tor eingeführt, doch die Direktabnahme aus zentraler Position klatschte auf die Oberkante der Latte.

Nach 20 Minuten schlug das Pendel in Richtung der Kieler aus, die jetzt den Ball gut durch ihre eigenen Reihen laufen ließen. In letzter Linie stand Meppen aber stabil. Erst in Minute 33 musste Pünt sein Können demonstrieren, als Niehoff von links in die Mitte zog und den Meppener Keeper zu einer Faustabwehr im langen Eck zwang. Kurz darauf rauschte ein Schuss von Fehler knapp über das heimische Gebälk.

Je näher die Halbzeitpause kam, desto stärker wurde Holstein. Der Ausgleich lag in der Luft, doch im Abschluss agierte die Gunkel-Elf zu fahrig. Somit hatte das 1:0 beim Gang in die Kabinen Bestand.

Kiel II sofort am Drücker

Nach Wiederbeginn machte Kiel II sofort Dampf: Wagbe zog in der 48. Minute von links in den Strafraum, sein Pass von der Grundlinie fand im Rückraum Voß, der aber knapp daneben zielte. Das Manko der überlegenen Jungstörche blieb die Qualität im Abschluss.

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In der 64. Minute brannte es lichterloh im Kieler Strafraum. Die KSV Holstein bekam die Kugel partout nicht weg, Lelle musste gleich zweimal auf der Linie klären. Im dritten Versuch rutschte Prasse im Sechzehner der Ball über den Fuß, sodass es sogar mit Einwurf für die Gäste weiter ging. Im Gegenzug rauschte ein Flachschuss von Wagbe knapp am Pfosten vorbei.

Meppen befreite sich fortan etwas geschickter aus dem zeitweiligen Kieler Dauerdruck und kam wieder zu mehr Torgelegenheiten. Doch Evseev und Janssen, der in der 78. Minute seine fünfte Gelbe Karte sah, machten aus ihren Abschlüssen aus kurzer Distanz zu wenig. Freilich blieben die Gäste gefährlich, vor allem Wagbe war mit seiner engen Ballführung ein steter Quell Kieler Angriffe. Hinten verhinderte Rankic in der 86. Minute mit einer starken Grätsche gegen den durchgebrochenen Wessels den vorzeitigen Knockout.

120 Sekunden später war es dann doch passiert: Evseev fiel der Ball an der Strafraumgrenze vor die Füße, nach einem flinken Haken schloss der Routinier flach ins rechte Eck ab, 2:0. Damit waren alle Zweifel am Sieg beseitigt. Unter dem Strich ein Spiel, indem die Effizienz das Zünglein an der Waage war, denn mit besserer Chancenverwertung wäre für Kiel II wesentlich mehr drin gewesen.

Die nächsten Aufgaben

Für die Meppener geht es am kommenden Samstag auf Reisen, der Bremer SV wartet. Kiels Reserve empfängt tags darauf den SC Weiche Flensburg 08.

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8