1:1 gegen Sittard: Ganvoula setzt seine Trefferserie fort

Der VfL Bochum hat sich in einem Testspiel mit 1:1 von Fortuna Sittard getrennt. Gegen den Klub aus der Eredivisie traf erneut Ganvoula.

Auch gegen Sittard erfolgreich: Silvere Ganvoula.

Auch gegen Sittard erfolgreich: Silvere Ganvoula.

IMAGO/Team 2

Mit Fortuna Sittard wartete der erste richtige Prüfstein der Vorbereitung auf den VfL Bochum, bis dato hatte der Bundesligist nur gegen unterklassige Mannschaften getestet. Gegen den niederländischen Erstligisten schickte Trainer Thomas Reis seine aktuell wohl beste Elf aufs Feld, im Angriff bekam Zoller den Vorzug vor Hofmann.

Obwohl eine eigentlich eingespielte Bochumer Mannschaft auf dem Feld stand – mit Osei-Tutu begann nur ein Neuzugang -, tat sich der VfL doch sehr schwer im Spiel nach vorne. Sittard wirkte zudem körperlich präsenter, spritziger und vor allem spielfreudiger. Sehr auffällig beim Vorjahres-15. der Eredivisie war Rechtsaußen Noslin, der immer wieder im Strafraum auftauchte und für Gefahr sorgte. Nach 23 Minuten brachte er Sittard auch in Führung, einen Abpraller nach einer Parade von Riemann schoss Noslin sicher ein.

Auch in der Folge war Fortuna die bessere Mannschaft, Riemann musste sich des Öfteren auszeichnen. Erst parierte der Bochumer Keeper einen Schuss von Baghdadi (38.), dann war er auch gegen Musaba zur Stelle (39.). Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam der VfL das erste Mal in die Tiefe, Antwi-Adjei schoss aus 16 Metern aber drüber (44.).

Ganvoula gleicht aus – Hofmann nur an die Latte

Zum zweiten Durchgang wechselte Reis nahezu komplett durch und gab auch einigen jungen Spielern eine Chance. Nur Osterhage blieb auf dem Platz. Gefährlich war jedoch weiterhin zunächst nur Sittard, Noslin trennte nur der rechte Pfosten von seinem Doppelpack und dem 0:2 aus Bochumer Sicht (53.).

In der letzten Viertelstunde investierte Bochum aber deutlich mehr, bei Sittard ging auch wegen vieler Wechsel nichts mehr nach vorne. Nach 78 Minuten wurde der VfL für das entschlossenere Angriffsspiel belohnt, Ganvoula köpfte nach einer Ecke von Stöger wuchtig ein. Damit setzte der Angreifer, der wohl keine Zukunft beim VfL hat, seine Trefferserie fort – bis dato war der 26-Jährige in jedem Testspiel erfolgreich und steht nun bei fünf Toren in vier Partien.

Tore und Karten

1:0
Noslin (23′)

1:1
Ganvoula (78′)

Tore und Karten

1:0
Noslin (23′)

1:1
Ganvoula (78′)


Fortuna Sittard

Sittard


Fortuna Sittard

Sittard

Aufstellung

Einwechslungen

23. Musaba für D. Duarte

Reservebank


VfL Bochum

Bochum


VfL Bochum

Bochum

Aufstellung

Einwechslungen

Spielinfo


Stadion

Fortuna Sittard Stadion

Spielinfo


Anstoß

06.07.2022, 18:00 Uhr


Stadion

Fortuna Sittard Stadion Sittard

Das 1:1 war gleichzeitig der Endstand, da Asano im Eins-gegen-eins an van Osch scheiterte (79.) und Hofmann aus kürzester Distanz nur die Latte traf (87.). Weiter geht es für Bochum am Freitag (18.30 Uhr), dann testet der VfL gegen den Zweitligisten SC Paderborn. 

“Die Nummer 16 ist zurück”: Bochum verpflichtet Stafylidis fest

Der VfL Bochum hat Konstantinos Stafylidis vom Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim verpflichtet. Der Grieche ist kein Unbekannter, da er in der abgelaufenen Saison bereits leihweise für den VfL auflief.

Konstantinos Stafylidis trägt auch in der kommenden Spielzeit das Trikot des VfL Bochum.

Konstantinos Stafylidis trägt auch in der kommenden Spielzeit das Trikot des VfL Bochum.

IMAGO/Langer

Der VfL Bochum hat seine “Wunschlösung” auf der Außenverteidiger-Position fest verpflichtet: Konstantinos Stafylidis, der bereits in der vergangenen Spielzeit leihweise für den VfL aktiv war, wechselt fest von der TSG Hoffenheim nach Bochum. Über die Höhe der Ablöse machten die beiden Bundesligisten keine Angaben. Der Grieche unterschrieb an der Castroper Straße einen Vertrag bis 2023 – so lange war auch ursprünglich noch sein Kontrakt bei den Kraichgauern gültig.

Außenverteidiger überzeugt mit seiner Flexibilität

Vor allem die Flexibilität des Defensivspielers überzeugte die Verantwortlichen von der Festverpflichtung: “Er kann auf den Außenbahnen ebenso wie im Zentrum eingesetzt werden”, wird Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport des VfL, in der Pressemitteilung zitiert. Stafylidis, für den das vergangene Jahr eines der “außergewöhnlichsten” seiner Karriere gewesen ist, freut sich über den Verbleib im Ruhrgebiet und formuliert gleich das Ziel: “Die Nummer 16 ist zurück. Wir werden alles daransetzen, auch in dieser Saison wieder für viele emotionale Momente zu sorgen, um am Ende die Klasse zu halten.”

In Hoffenheim fand der 28-Jährige auch verletzungsbedingt nie wirklich zu seiner Form, weshalb er in zwei Jahren bei der TSG lediglich in sieben Bundesligapartien auf dem Platz stand. “Stafy wurde in seiner Zeit bei uns leider von Verletzungen zurückgeworfen, sodass die Erwartungen, die beide Seiten hatten, nicht erfüllt werden konnten”, so 1899-Direktor Profifußball Alexander Rosen.

Für den Linksfuß bleibt der VfL seine vierte Station im Oberhaus. Im Alter von 18 schloss er sich Bayer Leverkusen an, ehe er über Augsburg nach Hoffenheim kam. Insgesamt weist er eine Erfahrung von 84 Bundesligapartien auf und erzielte sechs Treffer – für die Bochumer traf er in den bisherigen 26 Pflichtspielen aber noch nicht.

“Die Nummer 16 ist zurück”: Bochum verpflichtet Stafylidis fest

Der VfL Bochum hat Konstantinos Stafylidis vom Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim verpflichtet. Der Grieche ist kein Unbekannter, da er in der abgelaufenen Saison bereits leihweise für den VfL auflief.

Konstantinos Stafylidis trägt auch in der kommenden Spielzeit das Trikot des VfL Bochum.

Konstantinos Stafylidis trägt auch in der kommenden Spielzeit das Trikot des VfL Bochum.

IMAGO/Langer

Der VfL Bochum hat seine “Wunschlösung” auf der Außenverteidiger-Position fest verpflichtet: Konstantinos Stafylidis, der bereits in der vergangenen Spielzeit leihweise für den VfL aktiv war, wechselt fest von der TSG Hoffenheim nach Bochum. Über die Höhe der Ablöse machten die beiden Bundesligisten keine Angaben. Der Grieche unterschrieb an der Castroper Straße einen Vertrag bis 2023 – so lange war auch ursprünglich noch sein Kontrakt bei den Kraichgauern gültig.

Außenverteidiger überzeugt mit seiner Flexibilität

Vor allem die Flexibilität des Defensivspielers überzeugte die Verantwortlichen von der Festverpflichtung: “Er kann auf den Außenbahnen ebenso wie im Zentrum eingesetzt werden”, wird Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport des VfL, in der Pressemitteilung zitiert. Stafylidis, für den das vergangene Jahr eines der “außergewöhnlichsten” seiner Karriere gewesen ist, freut sich über den Verbleib im Ruhrgebiet und formuliert gleich das Ziel: “Die Nummer 16 ist zurück. Wir werden alles daransetzen, auch in dieser Saison wieder für viele emotionale Momente zu sorgen, um am Ende die Klasse zu halten.”

In Hoffenheim fand der 28-Jährige auch verletzungsbedingt nie wirklich zu seiner Form, weshalb er in zwei Jahren bei der TSG lediglich in sieben Bundesligapartien auf dem Platz stand. “Stafy wurde in seiner Zeit bei uns leider von Verletzungen zurückgeworfen, sodass die Erwartungen, die beide Seiten hatten, nicht erfüllt werden konnten”, so 1899-Direktor Profifußball Alexander Rosen.

Für den Linksfuß bleibt der VfL die vierte Station im Bundesliga-Oberhaus. Im Alter von 18 schloss er sich Bayer Leverkusen an, ehe er über Augsburg nach Hoffenheim kam. Insgesamt weist er eine Erfahrung von 84 Bundesligapartien auf und erzielte sechs Treffer – für die Bochumer traf er in den bisherigen 26 Pflichtspielen aber noch nicht.

Premiere für Goralski, leichte Entwarnung bei Danilo Soares

Als bisher letzte Bochumer Neu-Erwerbung nahm Jacek Goralski am Dienstag das Training an der Castroper Straße auf. Zurück auf dem Trainingsplatz ist auch ein alter Bekannter.

Durch seine Einsatzfreude bekannt: Jacek Goralski.

Durch seine Einsatzfreude bekannt: Jacek Goralski.

picture alliance / ZUMAPRESS.com

Zuletzt hat er noch an der Seite von Robert Lewandowski in der polnischen A-Nationalmannschaft auf dem Platz gestanden, deshalb hatte Jacek Goralski natürlich noch Sonderurlaub genossen. Am Dienstag hat der als äußerst robust und zweikampfstark beschriebene Mittelfeldmann, der zuletzt bei Kairat Almaty in Kasachstan spielte, das Training beim VfL Bochum aufgenommen.

Bochumer Testspiele

Dem klassischen Sechser geht der Ruf voraus, es mit dem Einsatz auf dem Spielfeld auch mal zu übertreiben und häufig am Rande eines Platzverweises zu wandeln. “Diese Geschichten”, so Cheftrainer Thomas Reis, “habe ich natürlich auch gehört. Warten wir doch erst mal ab.”

Danilo doch schon wieder am Ball

Am Mittwoch beim nächsten Test gegen Fortuna Sittard wird der Pole noch nicht am Ball sein, aber ein alter Bekannter ist zumindest für einen Teilzeiteinsatz eingeplant. Zu Wochenbeginn trainierte Danilo Soares wieder mit der Mannschaft, nachdem er ein paar Tage wegen Hüftbeschwerden hatte pausieren müssen.

Die ersten Prognosen klangen damals gar nicht so erfreulich. “Es ist noch nicht abzusehen”, so Reis in der vorigen Woche, “wann Danilo wieder einsteigen kann.” Dann ging es offensichtlich doch schneller als befürchtet: Aktuell ist der Brasilianer, der als Linksverteidiger eigentlich unersetzlich ist und in der vorigen Saison 32 Partien absolvierte, wieder am Ball.

Auf Sittard folgt Paderborn

Am Mittwoch also soll Danilo Soares im Testspiel eingesetzt werden, auch Neu-Erwerbung Philipp Förster, der vom VfB Stuttgart kam, wird in Sittard wohl erstmals das Bochumer Trikot tragen.

In dieser Woche wartet ein Testspiel-Doppelpack auf den VfL: Nach der Partie am Mittwochabend bei Fortuna Sittard geht es gerade mal 48 Stunden später weiter mit dem Test beim Zweitligisten SC Paderborn. Am Sonntag reist der VfL ab ins Trainingslager in Südtirol.

Oliver Bitter

Wechsel innerhalb der Bundesliga: Förster geht vom VfB zum VfL

Der Wechsel hatte sich schon länger angebahnt, am Freitag folgte der Vollzug: Philipp Förster (27) wechselt innerhalb der Bundesliga vom VfB Stuttgart zum VfL Bochum.

Er ist künftig für den VfL Bochum am Ball: Philipp Förster.

Er ist künftig für den VfL Bochum am Ball: Philipp Förster.

imago images

Der Vorjahres-Aufsteiger aus dem Revier hatte sich schon länger um die Dienste von Philipp Förster bemüht. Dieser gilt als vielseitig einsetzbar im Mittelfeld, äußerst lauf- und zweikampfstark.

“Er hat genug Erfahrung, kann auf der Acht, der Doppel-Sechs oder als Box-to-Box-Spieler zum Einsatz kommen”, so Bochums Coach Thomas Reis. Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport des VfL, beschreibt Förster als “guten Box-to-Box-Spieler, groß und robust. Neben diesen athletischen Komponenten ist er technisch sehr gut ausgebildet und bringt viel Dynamik ins Spiel.”

In der vorigen Saison war Förster beim VfB aber eher ein Ergänzungsspieler. Die Ablöse für den Dauerläufer, der beim VfL einen Vertrag bis 2024 unterschreibt, soll rund eine halbe Million Euro betragen.

“Philipp war in der Zweitligasaison ein wichtiger Faktor in unserem Spiel und hatte großen Anteil am direkten Wiederaufstieg”, wird VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zitiert: “Auch in der folgenden Bundesligaspielzeit war er einer unserer Leistungsträger. Die vergangene Saison verlief für Philipp dann auch krankheits- und verletzungsbedingt nicht wunschgemäß. Mit dem Wechsel zum VfL Bochum bietet sich ihm die Chance zu einem Neustart.”

Von der Ruhrpottmentalität habe ich schon viel in den ersten Gesprächen gehört.

Philipp Förster

Förster selbst freut sich “speziell auf die Ruhrpottmentalität”: “Von der habe ich schon viel in den ersten Gesprächen gehört. Das Stadion, die Fans, die tolle Stimmung – das alles kenne ich schon von meinen Gastspielen hier mit dem VfB und Sandhausen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung, auf das neue Team. Der Klassenerhalt ist unser Ziel, dazu möchte ich meinen Teil beitragen.”

Langsam füllt sich also der Kader, am Montag steigt auch Neu-Erwerbung Jacek Goralski ins Mannschaftstraining ein. Sein nächstes Testspiel bestreitet der VfL Bochum am Samstag beim Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Bocholt, am Sonntag in einer Woche starten die Profis ins Trainingslager in Südtirol.

Oliver Bitter, gem

DFB präsentiert Schiedsrichter-Chefs für die drei obersten Ligen

Die Schiri GmbH beim Deutschen Fußball-Bund hat sich neu aufgestellt – und Schiedsrichter-Chefs für die obersten drei Ligen präsentiert.

Früherer Bundesliga-Spitzenreferee: Peter Sippel.

Früherer Bundesliga-Spitzenreferee: Peter Sippel.

imago images

Die früheren Spitzenreferees Peter Sippel (Sportlicher Leiter Bundesliga), Rainer Werthmann (2. Bundesliga) und Florian Meyer (3. Liga) sind seit Freitag in neuer Funktion tätig, wie der DFB offiziell mitteilte.

Das Schiedsrichter-Elitewesen beim Verband war in eine eigene Gesellschaftsform ausgegliedert worden. Zum Führungsteam gehören auch Jan-Hendrik Salver als Leiter für die Assistenten sowie der ehemalige Bundesliga-Referee Jochen Drees als Leiter Video-Assistenten und Technologien. Die Geschäftsführung für Sport und Kommunikation liegt weiter bei Lutz Michael Fröhlich.

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Der 64-Jährige verwies auf die stetige Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren. “Um das alles noch effizienter koordinieren zu können, haben wir uns für das Modell der Sportlichen Leiter für die einzelnen Ligen entschieden”, sagte er.

Sippel freue sich auf “die neue Herausforderung gemeinsam mit den Kollegen und dem Team”. Worum es ihm vor allem geht? “Ziel ist es, den Schiedsrichtern die optimale Unterstützung und Vorbereitung zu geben, um eine bestmögliche Leistung auf dem Platz abrufen zu können. Unsere Schiedsrichter gehören zu den besten in Europa, und dies soll auch so bleiben”, so Sippel.

DFL terminiert 1. bis 7. Spieltag – BVB startet am Samstagabend

Die DFL hat die ersten sieben Spieltage der neuen Saison zeitgenau angesetzt. Die ersten Samstagabendspiele steigen in Dortmund und auf Schalke.

Duell am 1. Spieltag 2022/23: Moussa Diaby (li.) gastiert mit Leverkusen bei Julian Brandt und dem BVB.

Duell am 1. Spieltag 2022/23: Moussa Diaby (li.) gastiert mit Leverkusen bei Julian Brandt und dem BVB.

imago images/Norbert Schmidt

Dass der FC Bayern die Bundesliga-Saison 2022/23 am Freitag, 5. August, bei Eintracht Frankfurt eröffnet, war bereits mit Veröffentlichung der Spielpläne festgelegt worden. Alle weiteren zeitgenauen Ansetzungen der ersten sieben Spieltage nahm die DFL am Freitag vor.

Das erste Samstagabendspiel der neuen Spielzeit bestreiten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen am 6. August (18.30 Uhr). Schon drei Stunden vorher empfängt Union Berlin Hertha BSC zum Derby.

Erst am Sonntag sind der VfB Stuttgart gegen RB Leipzig (15.30 Uhr) und der 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 gefordert (17.30 Uhr). Der Aufsteiger darf am 2. Spieltag zudem das Topspiel am Samstagabend gegen Borussia Mönchengladbach bestreiten.

Der 1. FC Köln ist als Teilnehmer an der Europa Conference League an den ersten sieben Spieltagen gleich fünfmal sonntags gefordert.

Das Duell Leipzig gegen Dortmund am 6. Spieltag findet am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) statt, ebenso eine Woche später das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke.

Mit DFL-Neuerung: Am Freitag öffnet das Sommer-Transferfenster 2022

An diesem Freitag öffnet auch in Deutschland das Sommer-Transferfenster. Wechsel sind diesmal einen Tick länger möglich als sonst.

Einige Wechsel, etwa von Sadio Mané (li.) oder Erik Durm (re.), sind schon durch - nun öffnet auch das Transferfenster offiziell.

Einige Wechsel, etwa von Sadio Mané (li.) oder Erik Durm (re.), sind schon durch – nun öffnet auch das Transferfenster offiziell.

imago images (3)

Ob Sadio Mané beim FC Bayern oder Erik Durm beim 1. FC Kaiserslautern: Die deutschen Profiklubs haben längst mit dem Umbau ihrer Kader begonnen und Spieler verpflichtet. Offiziell vollzogen werden alle bislang getätigten Transfers aber erst an diesem Freitag, wenn die sogenannte Wechselperiode I beginnt, das Sommer-Transferfenster.

Vom 1. Juli an ist es in Deutschland wie gehabt geöffnet. Geschlossen wird es anders als sonst 2022 aber nicht am 31. August, sondern am Donnerstag, den 1. September. Das hatte die DFL-Mitgliederversammlung am 30. Mai beschlossen.

Die Premier League preschte vor, Portugal lässt sich Zeit

“Die Transferperiode wird damit an das diesjährige Wechsel-Zeitfenster anderer europäischer Top-Ligen angepasst, um einen Wettbewerbsnachteil für die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga im Vergleich zu Konkurrenten aus diesen Ländern zu vermeiden und Transfers an diesem Tag noch zu ermöglichen”, hieß es damals vonseiten der DFL.

Weiterhin bleibt den Klubs am “Deadline Day” bis 18 Uhr Zeit, um die Mehrheit der erforderlichen Unterlagen einzureichen. Lediglich vereinslose Spieler können auch zwischen Sommer- und Wintertransfer, der Wechselperiode II, verpflichtet werden.

Während Wechsel nach Spanien, Italien und Frankreich in diesem Jahr ebenfalls zwischen dem 1. Juli und 1. September möglich sind, preschten andere Länder schon vor. Die Premier League etwa reagierte auf den wegen der WM in Katar vorgezogenen Saisonstart (5. August) und öffnete das Transferfenster bereits zum 10. Juni. Schluss ist aber ebenfalls am 1. September.

Auch in den Niederlanden (9. Juni) oder der Türkei (17. Juni) durften die Klubs bereits aktiv werden. Die Eredivisie beendet die Wechselperiode dann bereits am 31. August wieder, die SüperLig erst am 8. September und damit eine Woche später als die Topligen. Noch länger lässt Portugal das Fenster offen – bis zum 22. September.

Reis: “Typischer Test – und trotzdem ärgerlich”

Zweites Vorbereitungsspiel des VfL Bochum, sehr mäßiger Auftritt. Beim Oberligisten 1. FC Monheim kam der Bundesligist nicht über ein 1:1 hinaus.

Sah einen mäßigen Auftritt seiner Mannschaft: Thomas Reis.

Sah einen mäßigen Auftritt seiner Mannschaft: Thomas Reis.

IMAGO/Fotostand

Vier Tage nach dem ersten Testspiel, dem 2:0 beim Regionalligisten Wuppertaler SV, kam der VfL im Monheimer Rheinstadion, zwischen Düsseldorf und Köln gelegen, nur selten auf Touren. Und wenn, dann wurden gute Tormöglichkeiten gegen die tapfer kämpfenden Amateure überhastet und unkonzentriert vergeben.

Nachvollziehbar war die mäßige Leistung bei knapp unter 30 Grad dennoch. Mehrere Spieler hatten erst am Montag das Training aufgenommen, eine größere Belastung kam im Grunde genommen noch zu früh.

Erstmals am Ball in der ersten Halbzeit die beiden Rückkehrer Kevin Stöger und Jordi Osei-Tutu, in der zweiten Hälfte feierte auch Saidy Janko seine Bochum-Premiere. Viel Positives war allerdings von allen Dreien nicht zu sehen.

Mit Riemann gegen Bocholt

“Das war ein typisches Vorbereitungsspiel, einige Spieler kamen ja gerade erst aus dem Urlaub, trotzdem ärgere ich mich natürlich über das Ergebnis”, so Trainer Thomas Reis. “Sieben, acht Tore hätten wir machen müssen, wir hatten gefühlt ungefähr zehn 100-prozentige Torchancen. Und der Gegner macht dann aus zwei Möglichkeiten ein Tor.”

Schon am Samstagabend haben die Bochumer Profis die Gelegenheit, den schwachen Eindruck zu korrigieren. Beim 1. FC Bocholt wird der diesmal noch geschonte Stamm-Torhüter Manuel Riemann erstmals zwischen den Pfosten stehen, ansonsten werden die Bochumer in etwa mit dem Kader antreten, der auch am Mittwoch zur Verfügung stand.

Tore und Karten

1:0
Kevin Kussunga (13′)

1:1
Ganvoula (25′)

Tore und Karten

1:0
Kevin Kussunga (13′)

1:1
Ganvoula (25′)


VfL Bochum

Bochum


VfL Bochum

Bochum

Aufstellung

Einwechslungen

Spielinfo


Stadion

Stadion am Zoo

Spielinfo


Anstoß

29.06.2022, 18:30 Uhr


Stadion

Stadion am Zoo Wuppertal

Am Donnerstag soll der japanische Nationalspieler Takuma Asano wieder ins Training einsteigen, ist aber noch keine Option für Samstag. Erst am 4. Juli nimmt Neu-Erwerbung Jacek Goralski das Training in Bochum auf.

Oliver Bitter

Nächste starke Saison für den VfL und Reis? “Wir arbeiten am dritten Wunder”

Für viele Beobachter bleibt der VfL Bochum trotz einer starken Vorsaison einer der ersten Abstiegskandidaten. Für Thomas Reis wäre der erneute Klassenerhalt das “dritte Wunder”, wie er in der Donnerstag-Ausgabe des kicker erläutert.

Thomas Reis hat mit dem VfL Bochum diese Saison wieder viel vor.

Thomas Reis hat mit dem VfL Bochum diese Saison wieder viel vor.

IMAGO/Team 2

Bochums Coach geht in sein zweites Jahr als Trainer einer Bundesliga-Mannschaft, erneut als Underdog, obwohl der finanzielle Spielraum des Vorjahres-Aufsteigers diesmal etwas größer ist. Rund 16 Millionen nahm der VfL bisher durch Transfers ein.

“Trotzdem haben wir nach wie vor keinen Goldesel im Keller und müssen weiter daran arbeiten, dass unsere Transfers funktionieren”, so der VfL-Trainer im kicker-Interview.

Reis’ Vertrag läuft kommenden Sommer aus: “Lasse mich nicht beirren”

Die Konstellation insgesamt ist etwas ungewöhnlich. Seitdem Reis im September 2019 als Cheftrainer beim VfL übernahm, ging es aufwärts, doch der im nächsten Sommer auslaufende Vertrag ist derzeit noch nicht verlängert. Damit geht Reis, wie er versichert, ganz entspannt um. “Ich bin mit vollem Einsatz dabei, lasse mich nicht beirren und mache meinen Job nach wie vor mit großer Begeisterung.”

Sein Ziel ist ganz klar: “Wir arbeiten am dritten Wunder nach dem Aufstieg und den Klassenerhalt im vorigen Jahr.”

Was er zum Beispiel von den Neuzugängen Kevin Stöger und Jordi Osei-Tutu erwartet, was er Amel Bella Kotchap in der Premier League zutraut, und wie er den anstehenden Abschied von Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz bewertet, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe des kicker oder im eMagazine .

Oliver Bitter