Magdeburg ist “ein Stück weit froh” über das Remis gegen den Letzten

Als klarer Favorit war Ligaprimus Magdeburg gegen Schlusslicht Havelse ins Spiel gegangen. Dass am Ende ein 1:1 heraussprang, war nach Schlusspfiff aus mehreren Sichtweisen überraschend.

Magdeburgs Coach Christian Titz sah gegen Havelse kein gutes Spiel seiner Mannschaft.

Magdeburgs Coach Christian Titz sah gegen Havelse kein gutes Spiel seiner Mannschaft.

imago images/Eibner

Klarer hätten die Vorzeichen eigentlich nicht sein können, doch vor 12.500 Zuschauern brachte der FCM von Beginn an nicht sein übliches Spiel auf den Rasen. “Was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht auf den Platz bekommen”, erklärte Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann bei “MagentaSport” passend. Zwar war der Tabellenführer durch Leon Bell Bell früh in Führung gegangen, vom Anpfiff weg war er aber häufig gegen das Offensivpressing des mutigen Schlusslichts aus Havelse gefordert.

Keeper Reimann kritisiert seine Vorderleute

Doch nicht nur die Niedersachsen brachten Magdeburg in Schwierigkeiten. “Viele Torchancen haben wir selbst vorgelegt”, meinte Keeper Reimann, der häufig den Einschlag in sein Tor verhindern musste. Beim “Sonntagsschuss” von Leon Dammer – ein wunderbarer Freistoß in den Winkel rund zwanzig Minuten vor Schluss – war die Magdeburger Nummer eins schließlich geschlagen.

Dem eigenen Anspruch von Reimann und Co. konnte der FCM am Ende nicht gerecht werden, denn das Spiel endete 1:1. Der Torwart hielt das für durchaus glücklich. “Wir hätten gewinnen können, die hätten gewinnen können”, gab er nach dem Hin und Her auf dem Feld offen zu und schob nach, “am Ende ein Stück weit froh” über das Remis zu sein.

Titz: “Hätten uns nicht beschweren dürfen”

Trainer Christian Titz haderte vor allem mit der Abwehr. “Schon in der ersten Halbzeit haben wir richtig gute Möglichkeiten zugelassen, leider hat sich das – wenn auch nicht in der Anzahl – in der zweiten Halbzeit fortgesetzt. Deswegen sind wir nicht als Sieger vom Platz gegangen”, bilanzierte der FCM-Coach. Abschließend hielt auch er nach der Vielzahl der zugelassenen Torchancen gegen den Letzten Havelse fest: “Wenn wir in Rückstand geraten wären, hätten wir uns nicht beschweren können.”

Für das Spiel beim ebenfalls abstiegsbedrohten MSV Duisburg am Mittwochabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) weiß der Tabellenführer somit auch wieder, worauf der Fokus gesetzt werden muss: die Defensive.

Magdeburg holt Kwarteng und Ito – Duo wird verliehen

Der 1. FC Magdeburg hat am Transferkarussell gedreht. Moritz Kwarteng und Tatsuya Ito schließen sich dem Drittliga-Spitzenreiter an, zwei Spieler verlassen den Klub vorübergehend.

FCM-Neuzugang mit Bundesligaerfahrung: Tatsuya Ito.

FCM-Neuzugang mit Bundesligaerfahrung: Tatsuya Ito.

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Offensivspieler Kwarteng (23) war zuletzt vereinslos und wurde im Trainingslager in der Türkei sowie in Magdeburg auf Herz und Nieren getestet. Bis Sommer 2021 stand er beim HSV unter Vertrag, für die Hanseaten absolvierte er 69 Regionalligapartien (14 Tore) sowie drei Zweitligaspiele unter dem heutigen FCM-Coach Christian Titz. Seine Vertragslaufzeit wurde nicht bekanntgegeben.

Auch der Japaner Ito hat eine HSV-Vergangenheit, er stand zwischen 2016 und 2019 20-mal in der Bundesliga und 14-mal in der 2. Liga für  Hamburg auf dem Platz. Anschließend ging es weiter zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden, von dort kommt er auf Leihbasis an die Börde. 

“Tatsuya ist ein schneller, dribbelstarker Spieler, den ich bereits in Hamburg trainiert habe”, sagte Titz. “Moritz gibt uns in unserem Spiel ein anderes Element, weil er eine Dynamik hat, in der Art, wie er den Gegner anläuft. Er überzeugt durch sein Tempo-Dribbling und seine tiefen Laufwege.”

Hoch und Schmökel nach Halberstadt verliehen

Zwei Spieler werden hingegen verliehen: Sowohl Mittelfeldspieler Ole Hoch (19, noch ohne Drittliga-Einsatz) als auch Abwehrspieler Leon Schmökel (19, ein Drittligaspiel 2020/21) wechseln auf Leihbasis zum Regionalligisten Germania Halberstadt.

“Für Ole und Leon wird es jetzt wichtig sein, bei Germania Halberstadt auf einem guten Niveau Spiel- und Wettkampfpraxis zu erhalten”, so Otmar Schork, Sportchef beim 1. FC Magdeburg.

Trotz Nachlass: Hohe Geldstrafe gegen den 1. FC Magdeburg

Das DFB-Sportgericht hat den Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg wegen zweier pyrotechnischer Vergehen mit einer Geldstrafe belegt.

Der 1. FC Magdeburg wird vom DFB zur Kasse gebeten.

Der 1. FC Magdeburg wird vom DFB zur Kasse gebeten.

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Zwei Geldstrafen, die eine Gesamthöhe von 27.550 Euro ergeben – der FCM wurde vom DFB zur Kasse gebeten. Die Vergehen haben mit Pyrotechnik zu tun und ereigneten sich am 23. Oktober sowie am 7. November vergangenen Jahres.

Gegen den FC Viktoria 1889 Berlin brannten Magdeburger Fans mindestens 45 Bengalische Feuer ab – macht 11.800 Euro. Gegen den SC Verl waren es dann mindestens 50 nicht erlaubte Feuer, die sogar eine Spielunterbrechung von einer halben Minute verursachten. Macht 15.750 Euro.

Pandemie drückt den Betrag

Der Verein kann bis zu 3900 Euro im einen bzw. 5250 Euro im anderen Fall für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Dies muss er dem DFB bis zum 31. Juli 2022 nachweisen.

Es hätte noch schlimmer kommen können für die Bördestädter. Doch weil das Sportgericht den Vereinen momentan wegen der finanziellen Einbußen während der Pandemie einen generellen Strafnachlass von 25 Prozent gewährt, sind es in der Summe eben nur 27.550 Euro und nicht 36.750 Euro. Der Verein, der aktuell die Tabelle der 3. Liga mit klarem Vorsprung anführt, hat den Urteilen zugestimmt, diese sind damit rechtskräftig.

Magdeburg darf auf bis zu 15.000 Zuschauer hoffen

Tabellenführer 1. FC Magdeburg hofft für die Partie am kommenden Sonntag gegen den TSV Havelse auf bis zu 15.000 Zuschauer.

Der FCM hofft auf ein gut besuchtes Stadion.

Der FCM hofft auf ein gut besuchtes Stadion.

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“Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hat am Montag, 17. Januar 2022, die aktuell gültige Eindämmungsverordnung bis zum 28. Januar 2022 verlängert und die in Bezug auf die Spiele des 1. FC Magdeburg geltenden Vorgaben im Wesentlichen bestätigt”, heißt es auf der Website des souveränen Tabellenführers in der 3. Liga.

Demnach sind bei Sportveranstaltungen im Freien bis zu 15.000 Zuschauer erlaubt, sofern die Hälfte der Kapazität nicht überschritten wird. Dabei gilt die 2G-Plus-Regel. Wobei Personen mit einer Auffrischungsimpfung  auch ohne Test ins Stadion dürfen.

Allerdings befindet sich der FCM derzeit noch im Austausch mit dem örtlichen Gesundheitsamt und wird sich bezüglich weiterer Vorgaben in den nächsten Tagen äußern.

Wer macht das Aufstiegsrennen? Magdeburg, Lautern und Co. im Check

Nur drei Punkte liegen zwischen Platz 2 und 6. Spannender könnte die Ausgangslage vor dem Start in der 3. Liga kaum sein – auch wenn sich Magdeburg an der Spitze schon absetzen konnte. Doch bleibt der FCM die unangefochtene Nummer 1, hält sich Überraschungsteam Meppen in der Spitzengruppe oder haben am Ende gar drei Klubs aus dem Südwesten die Nase vorne? Fragen über Fragen, auf die es erst im Mai endgültige Antworten gibt.

Im Aufstiegsrennen: Michael Schiele, Matheo Raab und Baris Atik.

Im Aufstiegsrennen: Michael Schiele, Matheo Raab und Baris Atik.

Platz 1: 1. FC Magdeburg (44 Punkte)

Allein auf weiter Flur dreht der Spitzenreiter seine Kreise, doch nicht nur die acht Punkte Vorsprung machen Magdeburg zum großen Titelfavoriten der Liga. Neun der letzten zehn Spiele hat der FCM gewonnen, zuletzt vor den Weihnachtstagen auf beeindruckend souveräne Weise gegen Waldhof (3:0).

Mit Abwehrchef Alexander Bittroff und Top-Scorer Baris Atik (10 Tore/9 Vorlagen) hat die Elf von Christian Titz die auf ihrer Position überragenden Spieler der Liga im Kader und besticht zusätzlich durch das Kollektiv. Der Trainer hat das Team binnen einen Jahres vom Abstiegsaspiranten zur dominierenden Elf der Liga geformt. Setzt sich dieser Trend fort, geht die Meisterschaft in der 3. Liga nur über die Elbstädter. Los geht es am Samstag beim SC Freiburg II (14 Uhr, LIVE! bei kicker).

Platz 2: Eintracht Braunschweig (36 Punkte)

Das 1:1 gegen den FCK zum Jahresabschluss hat einmal mehr gezeigt, dass nur Nuancen zwischen den Spitzenteams den Unterschied machen. Damit nicht die Pandemie am Ende ausschlaggebend wirkt, will die Eintracht personell nachlegen. Zwei, drei Spieler will Sportchef Peter Vollmann noch verpflichten. Man darf gespannt sein. Mit Jan-Hendrik Marx (aus Ingolstadt) hat sich das Team in der Defensive bereits verstärkt.

Bemerkenswert schnell ist es Trainer Michael Schiele in den vergangenen Monaten gelungen, eine Einheit zu bilden. Viele Klubs taten sich in den letzten Jahren nach dem Abstieg aus der 2. Liga sehr schwer, nicht so Braunschweig. Der Coach weiß aus seiner Erfahrung mit Würzburg (2019/20), auf was es am Ende ankommt. Mit den Löwen wird auch in der Rückrunde zu rechnen sein. Zum Auftakt geht die Reise am Sonntag (14 Uhr) zu Viktoria Berlin.

Platz 3: SV Meppen (36 Punkte)

Sportlich letztes Jahr eigentlich abgestiegen, bewahrte nur der Lizenzentzug des KFC Uerdingen die Meppener vor dem Gang in die Regionalliga. Die unverhoffte Chance packen die Emsländer am Schopf und bewegen sich auf den Spuren von Darmstadt 98 (201/14) und dem SC Paderborn (2017/18), denen nach der gleichen Ausgangslage der Aufstieg in die 2. Liga gelang.

Auf dem Papier scheint der SVM der erste Aspirant zu sein, der sich aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Trainer Rico Schmidt muss es schaffen, die Dynamik der Vorrunde aufrecht zu erhalten, um das Maximale rauszuholen. Mit Mike-Steven Bähre kam ein alter Bekannter zurück. Der Start hat es gleich in sich. Zum einen, weil der erkrankte Drittliga-Top-Torjäger Luka Tankulic (11 Tore) auszufallen droht, zum anderen, weil es zum Auftakt auf dem Betzenberg am Samstag (14 Uhr) gegen den form- und heimstarken FCK geht. Schon drei Wochen später wartet mit Mannheim der nächste echte Härtetest.

Platz 4: Waldhof Mannheim (34 Punkte)

Waldhof hat die Nase aktuell vorne, zumindest im engen Rennen der drei Südwestklubs. Vom Nebenschauplatz rund um die Freistellung von Sportchef Jochen Kientz hat sich das Team im letzten Halbjahr nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dessen Nachfolger Tim Schork war nach seiner Beförderung vom Kaderplaner gleich aktiv: Mit Justin Butler (Leihe aus Ingolstadt) und Pascal Sohm (aus Dresden) erhöhen zwei Winterneuzugänge Konkurrenz und Qualität im Angriff.

Das vermeintlich leichte Auftaktprogramm gegen Dortmund am Montagabend (19 Uhr), dann in Würzburg und gegen Köln bietet dem Waldhof die Chance auf einen guten Start. Viel hängt auch in der Rückrunde davon ab, ob Leistungsträger wie Dominik Martinovic (10 Tore/5 Vorlagen) und Kapitän Marcel Seegert in der Defensive ihr Leistungsniveau bestätigen.

Platz 5: 1. FC Saarbrücken (34 Punkte)

Auswärts hat Saarbrücken im Schnitt (1,77) bisher mehr Punkte geholt als zu Hause (1,63). Diese Stärke müssen sich die Saarländer gleich zu Nutze machen. In Osnabrück geht es am Samstag (14 Uhr) los, in Duisburg die Woche darauf weiter – und Ende Januar wartet auch noch das Gastspiel in Magdeburg. Der FCS darf sich keinen Winterschlaf erlauben, will er seinen Platz behaupten.

Die Elf von Uwe Koschinat überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit und konnte so auch den Verlust von Leistungsträger Nicklas Shipnoski im Sommer zumindest besser verkraften. Dass die Derbys gegen Mannheim (0:1) und Lautern (0:2) im Herbst gleich beide verloren gingen, drückte aber die Stimmung. Das sollte sich in der Rückrunde gegen die beiden direkten Konkurrenten nicht wiederholen. Die bevorstehende Rückkehr des lange verletzten Steven Zellner dürfte der Defensive zugutekommen.

Platz 6: 1. FC Kaiserslautern (33 Punkte)

Bekanntermaßen soll der Sturm ja Spiele und die Abwehr Meisterschaften gewinnen. Bewahrheitet sich diese Fußballweisheit, können die Roten Teufel allmählich für die 2. Liga planen. Die Defensive um den überragenden Keeper Matheo Raab und die meist favorisierte Dreierkette um Senkrechtstarter Boris Tomiak war in der Hinrunde mit lediglich zwölf Gegentreffern aus 19 Spielen das Prunkstück des Traditionsvereins. Nur vier Mannschaften seit Gründung der 3. Liga 2008 kassierten in diesem Zeitraum noch weniger Tore – alle holten am Ende die Meisterschaft.

Nach dem Fehlstart haben sich die Pfälzer in einen Rausch gespielt und mit einer Siegesserie massiv Selbstvertrauen gesammelt. 27 Punkte sammelte der FCK seit dem 8. Spieltag: der Topwert der Liga. Ein kleines Manko gibt es aber in der Offensive. Dort sind die Alternativen zum Stammpersonal, insbesondere was Stoßstürmer Daniel Hanslik angeht, nicht gleichwertig. Lautern muss auch in der Rückrunde über das Kollektiv kommen. Sofern nicht noch auf dem Transfermarkt zugeschlagen wird…

Moritz Kreilinger

Zwei Zähne gezogen: Magdeburg muss auf Bittroff verzichten

Tabellenführer 1. FC Magdeburg tritt zum Beginn der Rest-Rückrunde in Freiburg an – und muss dabei auf zwei Stammspieler verzichten.

Ihm wurden zwei Zähne gezogen: Alexander Bittroff.

Ihm wurden zwei Zähne gezogen: Alexander Bittroff.

imago images/Christian Schroedter

Vier intensive Trainingseinheiten absolvierten die Magdeburger nach ihrer Rückkehr aus dem Türkei-Trainingslager in heimischen Gefilden, ehe sie sich bereits am Donnerstag auf den 700 Kilometer langen Weg Richtung Freiburg machen. Dabei ging es darum, die Spritzigkeit und Frische herzustellen, das Spiel mit dem Ball zu automatisieren, aber auch, wie man den Gegner anläuft und die Restverteidigung organisiert, fasste Chefcoach Christian Titz das Geschehen der letzten Trainingstage seit Dienstag zusammen.

Titz hatte gehofft, am Samstag im Dreisamstadion des SC Freiburg II bis auf den gelbgesperrten Connor Krempicki seine Stammelf aufbieten zu können. Doch daraus wird nichts. Abwehrroutinier Alexander Bittroff, der in 18 Einsätzen für einen Defensivspieler beachtliche drei Treffer erzielte, muss aufgrund einer Zahn-OP passen. “Wir glauben, dass die muskulären Probleme, die er zuletzt hatte, von den Zähnen kamen. An zwei Zähnen wurden Entzündungsherde festgestellt, sie wurden heute gezogen”, berichtete Titz am Donnerstag.

Wer ersetzt Krempicki?

Nicht mit dabei sein werden außerdem Sebastian Jakubiak (Trainingsrückstand), Benjamin Leneis (Magen-Darm-Probleme), Tobias Knost (Beckenschiefstand) und Nico Granatowski (Achillessehnenprobleme). Florian Kath ist ebenfalls angeschlagen und fällt aus. Eine Option als Krempicki-Ersatz könnte somit Raphael Obermair sein. Verraten wollte Titz aber noch nichts.

Zum Gegner, gegen den in der Hinrunde kein Treffer gelungen war, sagte er: “Freiburg II ist eine spielstarke Mannschaft, die sich mittlerweile stabilisiert hat. Gerade auf der letzten Linie haben sie drei sehr schnelle Spieler und sind gut im Konterspiel. Uns erwartet eine wichtige und interessante Partie.” Die erste im neuen Kalenderjahr.

FCM gibt Kruth und Dzogovic Profiverträge

Der 1. FC Magdeburg hat seine beiden Eigengewächse Noah Kruth und Eldin Dzogovic mit Profiverträgen ausgestattet.

Fortan Profi: FCM-Schlussmann Noah Kruth.

Fortan Profi: FCM-Schlussmann Noah Kruth.

imago images/Christian Schroedter

Die beiden Talente trainierten bereits seit dem vergangenen Sommer regelmäßig bei den Drittliga-Profis mit und waren auch im Trainingslager in der Türkei dabei.

Der 18-jährige Torhüter Kruth bestritt für den FCM sieben Partien in der U-19-Bundesliga. Zudem stand er bei zwei Pflichtspielen für die Profis zwischen den Pfosten – im Landespokal beim 5:0 in Haldensleben und beim 2:0 in Amsdorf.

Der gleichaltrige Defensivspieler Dzogovic bestritt sieben Partien in der U-19-Bundesliga sowie ein Spiel im DFB-Pokal der A-Junioren. Für die luxemburgische A-Nationalmannschaft stand er bisher einmal beim 0:1 im Freundschaftsspiel am 24. März 2021 gegen Katar auf dem Rasen. Zudem bestritt Dzogovic drei Partien für die U-17-Nationalmannschaft Luxemburgs.

“Wir freuen uns sehr, dass wir mit Noah und Eldin zwei talentierte Spieler aus dem Nachwuchs an uns binden konnten”, wird Sportchef Otmar Schork zitiert. “Beide sollen gezielt an das Profiteam herangeführt werden und mittelfristig den dauerhaften Sprung schaffen.”

ARD zeigt Magdeburg gegen Saarbrücken

Attraktiver Sendeplatz für die 3. Liga: Die ARD überträgt das Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Saarbrücken als Abendspiel. 

Szene aus dem vergangenen Magdeburger Heimspiel gegen Saarbrücken: Jayson Breitenbach (inzwischen in Offenbach) spielt den Ball vor Nico Granatowski.

Szene aus dem vergangenen Magdeburger Heimspiel gegen Saarbrücken: Jayson Breitenbach (inzwischen in Offenbach) spielt den Ball vor Nico Granatowski.

imago images

Fünf Spiele um 14 Uhr – und dann die Partie zwischen Magdeburg und Saarbrücken, die erst um 17.55 Uhr angepfiffen und in der ARD übertragen wird: Das ist das Samstagsprogramm des 24. Spieltags der 3. Liga, also am 29. Januar. 

Für Magdeburg und Saarbrücken wird es das vierte Spiel des Jahres sein. Der FCM startet als Herbstmeister Mitte Januar mit einem Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg, Saarbrücken ist als Tabellenfünfter zum Auftakt beim VfL Osnabrück zu Gast.

FCM in Side: Arslan und Kwarteng dürfen sich zeigen

Der 1. FC Magdeburg, souveräner Spitzenreiter in der 3. Liga, bereitet sich in Side in der Türkei auf die restlichen Spiele vor – mit zwei Spielern, die zur Probe vorspielen.

Spielen beim 1. FC Magdeburg vor: Ensar Arslan und Moritz Kwarteng (re.).

Spielen beim 1. FC Magdeburg vor: Ensar Arslan und Moritz Kwarteng (re.).

Mit acht Zählern Vorsprung vor Braunschweig und Meppen ging Magdeburg in die Winterpause. Und der Tabellenführer will nichts unversucht lassen, bis zum Ende ganz oben zu bleiben. Mit Moritz Kwarteng und Ensar Arslan sind zwei Akteure im Trainingslager dabei, die immerhin schon Zweitliga-Luft schnupperten, deren Karriere zuletzt aber an Fahrt verloren hat.

Arslan, der bislang viermal im deutschen Unterhaus für den SV Darmstadt 98 aufgelaufen ist, kam in dieser Saison nur je einmal zu einem Kurzeinsatz in der Liga und im DFB-Pokal. Der Offensivmann ist ein Eigengewächs der Lilien, erhielt im Sommer 2020 seinen ersten Profivertrag und ist bis Juni 2022 an Darmstadt gebunden. Geht es für ihn nun in Magdeburg weiter?

Auch Kwarteng darf sich Hoffnungen machen. Immerhin bringt er die Erfahrung von drei Zweitliga-Kurz-Einsätzen im Trikot des Hamburger SV in der vergangenen Saison mit, 69 Partien bestritt der 23-jährige Mittelfeldspieler für den HSV II in der Regionalliga Nord. Seit Sommer 2021 ist Kwarteng vertragslos. Für Christian Titz ist Kwarteng kein Unbekannter, der FCM-Trainer hat den Mittelfeldmann in seiner Zeit beim HSV schon gecoacht.

Schmökel und Hoch: Ausleihe angedacht

Während sich Arslan und Kwarteng um eine Anstellung in Magdeburg bemühen, stehen die Zeichen bei Mittelfeldspieler Nico Granatowski (30, zwei Kurzeinsätze), der nicht mit ins Trainingslager gereist ist, auf Trennung. Bei den beiden 19-Jährigen Leon Schmökel und Ole Hoch, beide noch ohne Einsatz und in Side nicht dabei, ist laut Vereinsangaben “eine Ausleihe angedacht”.

Der Winterfahrplan der Drittligisten

Gerade mal sieben der 20 Drittliga-Mannschaften reisen in der kurzen Winterpause in ein Trainingslager – gleich vier von ihnen fliegen am 2. Januar nach Belek in die Türkei. Ein Dutzend Teams bleibt zu Hause, Havelse überlegt noch.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

imago images/Picture Point

1. FC Magdeburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen SV Waldhof (in Belek), weitere Testspiele in Planung

Eintracht Braunschweig

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: in Planung

SV Meppen

Trainingsstart: 4. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Groningen/NL (14 Uhr), 8. Januar bei RW Essen (16 Uhr), 11. Januar bei RW Ahlen (15 Uhr)

SV Waldhof

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen den 1. FC Magdeburg (in Belek), weitere Testspiele in Planung

1. FC Saarbrücken

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

1. FC Kaiserslautern

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

Borussia Dortmund II

Trainingsstart: 5. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Go Ahead Eagles Deventer/NL (14 Uhr)

SV Wehen Wiesbaden

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Oliva Nova/Spanien
Testspiele: 7. Januar gegen KV Mechelen/B (14 Uhr, in Oliva Nova)

VfL Osnabrück

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SV Rödinghausen (14 Uhr), 8. Januar bei Holstein Kiel (13 Uhr)

1860 München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 8. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: noch in Planung

SC Freiburg II

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: 3. bis 9. Januar in Estepona/Spanien
Testspiele: 8. Januar gegen Fortuna Düsseldorf (13 Uhr, in Estepona)

FSV Zwickau

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar beim FC Carl Zeiss Jena (14 Uhr), 9. Januar gegen den Chemnitzer FC (13 Uhr)

Hallescher FC

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar beim 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr)

Viktoria Köln

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar bei Borussia Mönchengladbach (13.30 Uhr)

Türkgücü München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 11. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: in Planung

SC Verl

Trainingsstart: 30. Dezember
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SC Wiedenbrück (18 Uhr), 8. Januar gegen den SC Paderborn (14 Uhr, in Verl)

MSV Duisburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Fortuna Köln (14 Uhr), 8. Januar gegen Preußen Münster (14 Uhr)

Viktoria Berlin

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: geplant in Wesendorf (Niedersachsen), Termin und Dauer stehen noch nicht fest
Testspiele: Spiele gegen TeBe Berlin sowie gegen ein weiteres Team sind in Planung

Würzburger Kickers

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Ingolstadt

TSV Havelse

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: in Planung
Testspiele: in Planung