Uth: Sonderschichten für das Comeback

Nach seiner Schambein-Operation darf sich Kölns Mark Uth berechtigte Hoffnung auf sein Comeback machen. Gegen Belgrad soll der Stürmer die ersten Einsatzminuten sammeln.

Schiebt mit Athletiktrainer Max Weuthen Extraschichten für das Comeback: Mark Uth (li.).

Schiebt mit Athletiktrainer Max Weuthen Extraschichten für das Comeback: Mark Uth (li.).

IMAGO/Herbert Bucco

Vergangene Woche deutete Steffen Baumgart im Gespräch mit dem kicker an, was am Donnerstag für Mark Uth Realität werden könnte. “Gegen Dortmund kann er im Kader sein, die ersten Minuten aber wird er wohl gegen Partizan Belgrad spielen.” So wird es kommen. Der seit dem Pokal-Aus in Regensburg verletzt fehlende Offensiv-Spieler des 1. FC Köln kann am Donnerstag mit einem Teileinsatz rechnen: “Es kann sich sicher jeder vorstellen, wie heiß ich darauf bin”, so Uth am Dienstag nach dem Training.

Die Schambein-Verletzung inklusive einer Operation lässt ihn immer noch nicht ganz los, der gebürtige Kölner muss Zusatzschichten einlegen: “Jetzt muss ich eben gewisse Sachen, die man sonst vermehrt in der Vorbereitung macht – wie zum Beispiel intensive Läufe – nochmals parallel zum Trainingsbetrieb nachholen. Aber da muss ich jetzt durch und ich gehe davon aus, dass ich bald wieder meine alte Form haben werde.”

Durch Doppelbelastung zu Einsatzzeiten

Kölns nächsten drei Spiele

Die war während der Saisonvorbereitung bestechend, umso ärgerlicher der Ausfall direkt nach dem ersten Pflichtspiel. Dass die Leidenszeit nicht allzu schwer wurde, dafür sorgten die Kollegen mit einem zufriedenstellenden Start in die Spielzeit: “Sie haben es hervorragend gemacht, auch am Samstag gegen Dortmund.” Jetzt will der gebürtige Kölner dabei helfen, dass es so bleibt. Die kommenden Wochen bringen eine Menge Spiele, der erfahrene Angreifer weiß um die Gefahren, die lauern: “Für mich wären vielleicht normale Trainingswochen besser, um mir die Fitness wieder zu erarbeiten. Aber so hoffe ich, dass bei der hohen Anzahl an Spielen auch meine Einsatzminuten sammeln werde. Ich werde sicher eine gewisse Zeit brauchen, um wieder bei 100 Prozent zu sein.”

Diese Geduld wird sein Trainer aufbringen, Baumgart ist nicht dafür bekannt, die Dinge zu überstürzen, gerade, wenn es um die Gesundheit der Profis geht. Ob und wann Uth am Donnerstagabend gegen die Serben spielen wird, dürfte vom Spielverlauf abhängen. Dass es nicht ganz einfach wird gegen diesen Traditionsklub, weiß Uth: “Wer denkt, dass man in der Conference League nur Fallobst als Gegner hat, der irrt gewaltig. Jede Mannschaft in diesem Wettbewerb hat Qualität und eine Daseinsberechtigung, weil sie eine tolle Vorsaison gespielt hat. Es wird kein leichtes Spiel. Wir werden wahrscheinlich viel Ballbesitz haben, müssen uns gut nach vorne kombinieren und unsere Qualität auf den Platz bringen. Zu Hause wollen wir das Spiel unbedingt gewinnen. Wenn wir unser Ding durchziehen, können wir auch den Gruppensieg holen.”

Aktuell steht Platz eins nach den Spielen in Nizza und gegen den 1. FC Slovacko. Das soll möglichst auch am Donnerstag nach dem Abpfiff Bestand haben.

Frank Lußem

Nach Platzsturm gegen Wolfsburg: Köln nun am 20. Oktober vor DFB-Bundesgericht

Der 1. FC Köln hat beim DFB einen neuen Gerichtstermin erhalten. Die Vorkommnisse beim Spiel gegen Wolfsburg Anfang Mai werden nun am 20. Oktober verhalten.

Der 1. FC Köln hat demnächst einen weiteren Gerichtstermin.

Der 1. FC Köln hat demnächst einen weiteren Gerichtstermin.

picture alliance / Panama Pictures

Der Effzeh hatte einen neuen Termin beantragt. Ursprünglich hatte der DFB die Rheinländer für den heutigen 4. Oktober vor sein Bundesgericht geladen. Nun wird am Donnerstag, 20. Oktober, ab 13 Uhr mündlich verhandelt. Gegenstand am DFB-Campus sind die Zuschauervorkommnisse im Rahmen des Bundesligaspiels gegen Wolfsburg am 7. Mai. Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, leitet die Sitzung.

Spielbericht

In besagtem Spiel hatten Kölner Anhänger bis zum Abpfiff 21 Pyros gezündet, heißt es beim DFB. Anschließend stürmten mehr als 1000 Kölner Zuschauer auf den Rasen, nachdem feststand, dass sich die Mannschaft für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert hat. Dabei wurden mindestens vier weitere Pyros abgebrannt.

Sportgericht hatte 36.000 Euro veranschlagt

Für die Geschehnisse an diesem Tag wurde vom DFB-Sportgericht gegen den Verein ursprünglich eine Geldstrafe von 36.000 Euro ausgesprochen, wogegen der Verein Berufung eingelegt hat. Späth zur Neuauflage: “Wir verhandeln diesen Fall bewusst mündlich, weil hier das Thema Platzsturm im Fokus steht und das Urteil zum Teil auch grundsätzliche Bedeutung für andere Vereine haben könnte.”

Über die Berufungen des Bundesligisten gegen drei weitere Urteile des DFB-Sportgerichts wegen Zuschauervorkommnissen während der Bundesligaspiele bei Union Berlin am 1. April (60.000 Euro Geldstrafe), gegen den 1. FSV Mainz 05 am 9. April (18.000 Euro Strafe) und beim VfB Stuttgart am 14. Mai 2022 (117.200 Euro Strafe) wird das Bundesgericht des Verbandes nach Auskunft seines Vorsitzenden zu späteren Zeitpunkten in schriftlichen Verfahren entscheiden, wie der DFB am Dienstag wissen ließ.

Vertrag bis 2025: Köln macht Smajic zum Lizenzspieler

Der 1. FC Köln hat bei seinem Abwehrtalent Rijad Smajic Nägel mit Köpfen gemacht: Der 18-jährige Innenverteidiger unterschreibt einen Vertrag bis 30. Juni 2025.

Wird Lizenzspieler beim 1. FC Köln: Rijad Smajic.

Wird Lizenzspieler beim 1. FC Köln: Rijad Smajic.

IMAGO/Herbert Bucco

“Wir setzen auf Rijad, das weiß er auch. Wir wollen mit ihm den Vertrag verlängern, und ich bin zuversichtlich, dass uns das zeitnah gelingen wird”, sagte Geschäftsführer Christian Keller noch vor Wochenfrist dem Online-Portal “Geissblog”. Nun ist das Vorhaben auch in trockenen Tüchern: Der 2004 in Köln geborene Innenverteidiger unterschreibt beim FC einen Dreijahresvertrag bis Juni 2025.

“Rijad hat bereits in der Sommervorbereitung gezeigt, wie groß sein Potenzial ist. Wir sehen in jedem Training, dass er hart für sein Ziel arbeitet, Fußballprofi zu werden. Er ist zielstrebig, wissbegierig und bodenständig. Wenn er auch zukünftig so konsequent dranbleibt, dann kann er den Durchbruch schaffen”, so Keller über den bosnischen U-19-Nationalspieler, der seit 2019 im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wird und seit Saisonbeginn regelmäßig bei den Profis mittrainiert. Beim 4:2 in Wolfsburg und dem 4:2 gegen Slovacko stand der 1,90 Meter große Innenverteidiger bereits im Spieltagskader, kam jedoch noch zu keinem Einsatz.

Mein Fokus liegt erstmal darauf, geduldig zu sein.

Rijad Smajic

“Ich bin mega glücklich, meinen ersten Lizenzspielervertrag beim 1. FC Köln unterschrieben zu haben”, wird Smajic in der Pressemeldung der Kölner zitiert. “Köln ist meine Heimatstadt und es ist ein riesiger Ansporn für mich, irgendwann vor dieser unvergleichlichen Kulisse in Müngersdorf auflaufen zu dürfen. Ich bin noch jung, deshalb liegt mein Fokus erstmal darauf, geduldig zu sein und Stück für Stück darauf hinzuarbeiten.”

Smajic, der noch für die U-19-Junioren spielberechtigt ist, kickte vor seinem Wechsel zum FC  im Jugendbereich von Fortuna Köln. In der aktuellen Spielzeit 2022/23 lief er bislang fünfmal für die U 21 des FC in der Regionalliga West auf. Dass Smajic immer wieder betonte, lieber in der U 21 zu spielen, als bei den Profis auf der Bank zu sitzen wird ihm im Verein sehr positiv angerechnet.

Tigges' besonderes Kunststück

Und da war sie wieder, eine jener Geschichten, die angeblich nur der Fußball schreibt. Hauptdarsteller: Steffen Tigges, 24 Jahre jung, bis zum Sommer in Dortmund, seitdem in Köln. Und seit diesem Spieltag der Mann, der den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund auf die Siegerstraße köpfte.

Traf gegen seinen Ex-Klub: Steffen Tigges.

Traf gegen seinen Ex-Klub: Steffen Tigges.

IMAGO/Treese

Es war ein Spiel ohne Pausen, “ein Riesenspiel”, wie Tigges es beschreibt, eines, das so oder so hätte ausgehen können. Torschüsse satt (21:22 am Ende), jede Menge Strafraumszenen mit Herzschlag-Potenzial, eine furiose Partie, die noch zur Halbzeit niemanden hatte erahnen lassen, was bis zum Schlusspfiff folgen sollte: “Wir haben in der Pause gesagt, dass wir uns entweder unserem Schicksal ergeben, oder wir nochmal neu starten können”, erzählte Abwehrchef Timo Hübers, “das war dann ganz gelungen, wie wir rausgekommen sind.”

In der Tat fanden die Kölner den Reset-Knopf direkt nach der Pause. “Das war”, so Tigges, “eine furiose Anfangsphase” mit dem Ausgleich durch den agilen Kainz und der Führung durch den Ex-Dortmunder, dem es an diesem Nachmittag auch gelang, sich so zu freuen, dass ihm niemand Häme vorwerfen konnte, allerdings auch keine unnötige Zurückhaltung: “Dass es gegen meinen Ex-Verein ist, spielt für mich keine riesengroße Rolle. Ich freue mich, dass wir gegen einen so guten Gegner gewonnen haben. Bei meinem Tor wollte ich Respekt zeigen. Ich verdanke dem BVB relativ viel. Auch, dass ich hier stehen darf. Man hat aber gesehen, dass ich mich sehr gefreut habe.”

Ljubicic setzt fußballerischen Höhepunkt

Klar, warum auch nicht?! Es war Tigges’ erstes Liga-Tor in dieser Spielzeit, ein Stürmer braucht eben diese Erfolgserlebnisse, warum soll er sich nicht angemessen freuen? Zumal der Treffer vor der Südkurve gelang und für richtig Remmi-Demmi in Köln sorgte. Timo Hübers schilderte seine Empfindungen so: “Es war Wahnsinn, was draußen los war und wie wir gepusht wurden, um das Spiel über die Bühne zu bringen.”

Den fußballerischen Höhepunkt setzte Dejan Ljubicic. Der Wiener erzielte das 3:1 per wunderschönem Schlenzer und lachte anschließend: “Das Tor war ganz gut.” Mehr noch: “Das ist sind besondere Momente. Wenn ich mit Fußballspielen aufhöre, werde ich mich daran erinnern.”

Besondere Momente sollen möglichst noch folgen

Bis dahin wird es dauern, ein paar besondere Momente sollen möglichst noch folgen. Zum Beispiel am Donnerstag gegen Partizan Belgrad in der Conference League. Oder am Sonntag bei der Mönchengladbacher Borussia. Zwei Spiele, die es in sich haben und die exakt das verlangen, was der Trainer jeden Tag vorlebt und fordert. Steffen Baumgart nach der Partie: “Ich gucke auf meine Jungs und die hauen alles raus. Das haben sie in Bochum auch gemacht. Das ist mir wichtig und sie werden so auch oft bessere Ergebnisse holen als schlechte Resultate.”

Der Samstag belegte diese These. Die Mixtur aus Leidenschaft, Wille, Mentalität und Laufbereitschaft (Baumgart: “Das gehört über 95 Minuten dazu!“) wird dann im Idealfall noch angereichert durch guten Fußball. Dies auch gegen den BVB, „eine Mannschaft”, erinnert Baumgart, “die um ganz andere Sachen spielen möchte als wir.”

Und gegen die der FC in der 2. Halbzeit in einigen Phasen dem 4:1 näher war als der BVB dem Anschlusstreffer. Da fehlte es der jungen Mannschaft bei den Kontern mitunter an Ruhe und Kaltschnäuzigkeit. Doch wie sagte Steffen Baumgart: “Wir lernen jeden Tag dazu!”

Frank Lußem

Köln lehnt UEFA-Urteil ab – und prüft Gang vor den CAS

Der 1. FC Köln erwägt nach der UEFA-Strafe für die Ausschreitungen in Nizza, vor den Internationalen Sportgerichtshof zu ziehen.

Der 1. FC Köln darf im Europapokal auswärts zweimal keine Tickets verkaufen. 

Der 1. FC Köln darf im Europapokal auswärts zweimal keine Tickets verkaufen. 

IMAGO/Panama Pictures

Den möglichen Gang vor den CAS gaben die Rheinländer am Samstag bekannt, nachdem sie am Abend zuvor die schriftliche Begründung des UEFA-Urteils erhalten hatten. Als Folge der Gewalttaten beim Spiel in der Europa Conference League am 8. September (1:1) war der FC unter anderem zu zwei Europapokal-Auswärtsspielen ohne Fans verurteilt worden.

“Der 1. FC Köln lässt keinen Interpretationsspielraum zu, dass er für eine konsequente Aufklärung der Vorgänge und eine harte Bestrafung der Gewalttäter steht”, heißt es in der Kölner Stellungnahme. “Die durch das Urteil der UEFA verhängten Kollektivstrafen lehnt der 1. FC Köln hingegen ab. Ein generelles Verbot von Gästetickets bestraft zu Unrecht die Vielzahl friedlicher FC-Fans. Solche Strafen haben sich in der Vergangenheit auch nicht als zielführend erwiesen, um Gewalt im Stadion zu verhindern.”

Deshalb prüfe man “in rechtlicher, aber auch in zeitlicher Hinsicht” die “Erfolgsaussichten für die Einlegung von Rechtsmitteln vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS)”.

Schon am 13. Oktober steht das erste der betroffenen Auswärtspartien an, wenn es am 4. Vorrundenspieltag in der Europa Conference League zu Partizan Belgrad geht.

Köln appelliert an Anhänger

Die Kölner appellieren an ihre Anhängerschaft, nicht anderweitig auf Ticketsuche für das Spiel zu gehen. “Unabhängig vom weiteren Verlauf der juristischen Aufarbeitung raten Vorstand und Geschäftsführung aus Sicherheitsgründen mit großem Nachdruck allen Fans davon ab, Karten für die Partie in Belgrad beim Heimverein zu erwerben oder ohne Tickets nach Belgrad anzureisen.”

Nach Fischer-Rot: Turbine verliert turbulentes Spiel in Köln

Sechs Tore und zahlreiche Geschichten hatte die Partie zwischen Köln und Potsdam am 3. Spieltag der Frauen-Bundesliga zu bieten. Turbine beendete das Spiel in Unterzahl, der FC mit drei Punkten mehr.

Aufgrund dieser Szene gegen Mandy Islacker sieht Vanessa Fischer (li.) Rot.

Aufgrund dieser Szene gegen Mandy Islacker sieht Vanessa Fischer (li.) Rot.

imago images

Es ging schon rasant los im Kölner Franz-Kremer-Stadion, mit drei Toren in drei Minuten nämlich: Auf den Treffer von Sharon Beck (8.) antwortete Potsdams Martyna Wiankowska (8./11.) mit einem Doppelschlag. Und die Partie erlebte ihren ersten Führungswechsel.

Kurz vor der Pause dann die vielleicht spielentscheidende Szene: Mandy Islacker läuft auf Turbine-Torhüterin Vanessa Fischer zu, die die Hände nicht weglässt und zu Recht Rot sieht. Untröstlich verließ die 24-Jährige im strömenden Regen das Feld. Die erst 18-jährige Jil Frehse machte sich bereit für den fälligen Strafstoß – und konnte sich direkt auszeichnen, wobei Islackers unplatzierter Schuss auch ein dankbarer Einstand war.

3. Spieltag

Die Turbinen gingen also mit einer Führung in die Pause und konnten sich erstmal in Ruhe sammeln für den zweiten Durchgang in Unterzahl. Von Ordnung war bei einer Kölner Ecke jedoch nichts zu sehen – ausgerechnet Potsdams Doppeltorschützin Wiankowska beförderte den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor (55.). Der Ausgleich für die FC-Frauen.

Es folgte der erneute Führungswechsel: Islacker traf in der 74. Minuten sehenswert zum 3:2, ehe Myrthe Moorrees (87.) per direktem Freistoß endgültig den Deckel drauf machte.

Tore und Karten

1:0
Beck (8′)

1:1
Wiankowska (8′)

Tore und Karten

1:0
Beck (8′, Kopfball, S. Puntigam)

1:1
Wiankowska (8′, Kopfball, Rouse)

1:2
Wiankowska (11′, Kopfball, Rouse)

2:2
Wiankowska (55′, Eigentor, Kopfball, S. Puntigam)

3:2
Islacker (74′, Linksschuss, Gavric)

4:2
Moorrees (87′, Rechtsschuss)

1. FC Köln

Moorrees (49. )

1. FFC Turbine Potsdam

Plattner (36. ), Weidauer (43. ), Schwalm (63. )

1. FFC Turbine Potsdam

Fischer (44. )


1. FC Köln

Köln


1. FC Köln

Köln

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


1. FFC Turbine Potsdam

Potsdam


1. FFC Turbine Potsdam

Potsdam

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team

Laura Duske
Leverkusen

Schiedsrichter-Team

Laura Duske

Laura Duske
Leverkusen

Spielinfo
Stadion Franz-Kremer-Stadion
Zuschauer 948

Spielinfo


Anstoß

01.10.2022, 13:01 Uhr


Stadion

Franz-Kremer-Stadion
Köln


Zuschauer

948

Mit dem zweiten Saisonsieg und nun sechs Punkten schoben sich die Kölnerinnen zunächst auf den zweiten Tabellenplatz nach vorne. Turbine Potsdam blieb ohne die am Knie verletzte Kapitänin Noemi Gentile sieglos.

“Kompetent besetzt”: Köln verlängert mit Baumgarts Trainerteam

Steffen Baumgart kann beim 1. FC Köln auch nach der laufenden Saison auf sein bestehendes Trainerteam bauen.

Kann beim "Effzeh" weiter auf sein vertrautes Team bauen: Steffen Baumgart.

Kann beim “Effzeh” weiter auf sein vertrautes Team bauen: Steffen Baumgart.

IMAGO/Herbert Bucco

Steffen Baumgart hatte seinen Kontrakt in der Domstadt schon Ende Juni um ein weiteres Jahr verlängert, nun folgte sein gesamter Staff. Die Kölner teilten am Freitagabend mit, dass die am Saisonende auslaufenden Verträge des Trainerteams von Baumgart allesamt verlängert wurden.

“Damit besitzen nun alle Mitglieder des sogenannten ‘Callcenters’ einen Arbeitsvertrag mit Gültigkeit über den 30. Juni 2023 hinaus”, teilte der Klub mit, nachdem die Co-Trainer André Pawlak, René Wagner und Kevin McKenna, Torwarttrainer Uwe Gospodarek, die Athletiktrainer Max Weuthen, Leif Frach und Tillmann Bockhorst sowie die Spielanalysten Hannes Dold und Denis Huckestein ein neues Arbeitspapier unterschrieben hatten.

“Das Trainerteam unserer Lizenzmannschaft ist auf jeder einzelnen Position äußerst kompetent besetzt”, erklärte FC-Geschäftsführer Christian Keller. “Dazu zählen nicht nur die Co-Trainer, die Tag für Tag auf dem Platz stehen, sondern auch die Athletiktrainer und Spielanalysten, die allesamt exzellente Arbeit leisten”, so Keller weiter. “Der Austausch zwischen Steffen und seinen Trainerkollegen erfolgt auf Augenhöhe, jeder bringt seine Expertise ein und hat somit seinen wichtigen Teil zu unserem erfolgreichen Weg beitragen, den wir auch zukünftig fortsetzen wollen.”

Bundesliga, 8. Spieltag – Prognose: Wer siegt im Krisenduell Bayern vs. Bayer?

19:34Bayern München und Bayer Leverkusen stecken in der Bundesliga beide unerwartet in der Krise und treffen am 8. Spieltag in einem richtungsweisenden Spiel aufeinander. Bayern-Reporter Mario Krischel und Moderator Marc Wiese geben ihre Tipps zu den Partien des Wochenendes ab.

Modestes schwierige Rückkehr nach Köln

Es wird emotional, es wird speziell, es wird unter Umständen unfreundlich: Anthony Modeste kehrt am Samstag erstmals seit seinem Sommerwechsel zu Borussia Dortmund nach Köln zurück. Der 34-Jährige reist mit magerer Torausbeute an – und mit frischem Selbstvertrauen.

Gibt seine Autogramme inzwischen in Dortmund: Anthony Modeste.

Gibt seine Autogramme inzwischen in Dortmund: Anthony Modeste.

IMAGO/Kirchner-Media

Die vergangenen Wochen waren wahrlich nicht leicht für Anthony Modeste. In Köln war der Stürmer bis zum Sommer noch der umjubelte Held gewesen. Das Spiel des FC war auf ihn ausgerichtet, die Flanken flogen zu ihm, er nickte sie ein und traf und traf und traf.

Die Fans liebten ihn und seinen manchmal verrückten Humor. Sie verziehen ihm so manches – längst nicht nur die Tatsache, dass er einen seiner Treffer nutzte, um Werbung für seinen eigenen Kaffee zu machen. Dann folgte der Wechsel zu Borussia Dortmund, der in Köln einen Sturm der Entrüstung auslöste – und beim BVB die erwünschte Wirkung bislang verfehlte. Am Samstag nun tritt er mit dem BVB erstmals seit seinem Abgang vom FC in Köln an. Es dürfte eine schwierige Rückkehr werden.

Erst ein Tor konnte Modeste im Trikot der Schwarz-Gelben erzielen. Es war ein wichtiges beim 1:0-Erfolg über Hertha BSC. Doch es konnte die wachsenden Zweifel, ob der Routinier der richtige Ersatzmann für den tumorerkrankten Sebastien Haller ist, nicht beseitigen. Im Gegenteil: Mit jedem torlosen Spiel, das folgte, wuchsen sie weiter – und das nagte am Selbstvertrauen des Franzosen.

Terzic schenkt Modeste viel Vertrauen

Das Bemühen war Modeste dabei in keinem seiner bislang acht Einsätze für den BVB abzusprechen. Er ackerte gegen den Ball, mühte sich im Strafraum, versuchte am Kombinationsspiel teilzunehmen – was ihm allerdings nur selten gelang. Die Kritik wurde dennoch lauter. Seitens der Medien und seitens der Fans. Die Ungeduld wuchs.

Im Klub allerdings hielt und hält man zu Modeste. Allen voran Trainer Edin Terzic, der seine Spieler nie öffentlich kritisiert, sondern dafür allein die Trainerkabine nutzt. Wieder und wieder stellte der 39-Jährige den Stürmer auf, veränderte für ihn die Spielanlage hin zu mehr Flanken und verteidigte ihn nach torlosen Auftritten vor den Mikrofonen. Terzic setzt darauf, dass sich Vertrauen irgendwann auszahlt. Und er sieht Modeste auf einem guten Weg dorthin.

“Toni hat die Länderspielpause genutzt”, sagt Terzic vor der erstmaligen Heimkehr des Angreifers nach Köln. Man habe ihm zuletzt angemerkt, “dass er unzufrieden ist mit seiner Torausbeute”. Aber Modeste habe zuletzt “sehr gut” trainiert. Und: “Er hat sehr viele Tore geschossen.”

Kritik an den Flanken

Dass es daran in den Pflichtspielen bislang mangelt, macht der BVB-Trainer nicht allein an seinem Neuner fest. Er nimmt auch dessen Mitspieler in die Pflicht: “Wenn wir wissen, dass Tonis allergrößte Waffe ist, mit einem Kontakt Tore zu erzielen, dann müssen wir an der Qualität der Flanken arbeiten”, sagt er. Auch zuletzt beim 1:0 gegen Schalke sei das ersichtlich gewesen. Man sei zwar häufig durchgebrochen auf den Flügeln, “aber die finalen Aktionen waren nicht gut genug”. Fraglos muss hier künftig mehr kommen von den Außenverteidigern, aber auch von den Spielern in den Halbräumen. Es würde die Chance, dass Modeste trifft, signifikant erhöhen.

Wohl auch um dem mit sich und seiner Torausbeute unzufriedenem Stürmer Mut zu machen, erinnerte Terzic vor dem Spiel in Köln an das jüngste Aufeinandertreffen des BVB mit dem früheren Dortmunder Angreifer Erling Haaland. Der habe kurz vor dem Schluss in der Champions League das Siegtor für seinen neuen Klub geschossen. “Wenn es jetzt in Köln für Toni ähnlich laufen würde, hätten wir nichts dagegen.” Und Modeste ganz sicher auch nicht.

Matthias Dersch