Fürth: Mit einer “anderen Gefühlslage” ins Heimspiel gegen Sandhausen

Nach einem verkorksten Saisonstart richtet sich der Blick in Fürth nach dem Sieg gegen Paderborn nach oben. Gegen ein formschwaches Sandhausen sollen die nächsten Punkte her.

Sieht bei seinem Team eine Last abfallen: Fürth-Trainer Marc Schneider.

Sieht bei seinem Team eine Last abfallen: Fürth-Trainer Marc Schneider.

IMAGO/Zink

Nach acht sieglosen Partien in der 2. Bundesliga und dem Ausscheiden im DFB-Pokal sah es düster aus bei der SpVgg Greuther Fürth um ihren neuen Trainer Marc Schneider. Doch vor der Länderspielpause konnten die Franken endlich aufatmen, ausgerechnet gegen Tabellenführer Paderborn (2:1) gelang das erste Erfolgserlebnis. Am Samstag (13 Uhr) wartet nun mit dem SV Sandhausen ein Tabellennachbar, der seinerseits seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg wartet. Gelingt ein Sieg gegen die Kurpfälzer, kann das Kleeblatt nicht nur am Gegner vorbeiziehen, sondern auch erstmals aus den Abstiegsrängen springen.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel nahm Schneider jedoch Druck von seiner Mannschaft, sprach viel lieber von einer “anderen Gefühlslage”, wenn man “endlich mal eine Woche mit einem Sieg starten” kann. Die positive Stimmung aus dem Paderborn-Spiel habe sich auch auf das Team übertragen, bei dem “eine gewisse Last abgefallen ist”. 

Schneider: “Wir wollen dieses Gefühl wieder haben”

Bei der Mission, gegen eine “sehr physische Mannschaft” aus Sandhausen die gute Leistung zu konservieren und den nächsten Sieg einzufahren, hofft Schneider, dass sein Team nun Blut geleckt hat: “Wir wollen dieses Gefühl von einem Sieg und das Gefühl, das wir hier im Stadion am vorletzten Wochenende hatten, auch wieder haben”. Dass das Unterfangen gegen einen “unangenehmen” Gegner jedoch nicht einfach wird und die schwache Serie des Gegners nichts zu bedeuten hat, wissen Schneider und Co. spätestens seit dem eigenen Erfolg gegen Paderborn.

In den Fürther Spieltagskader zurückkehren könnte Itter, der seit Ende August mit Oberschenkelproblemen ausfiel und in der Länderspielpause ins Teamtraining zurückgekehrt ist. Auch Meyerhöfer trainiert seit kurzem wieder mit der Mannschaft und konnte im Testpiel gegen Blau-Weiß Linz (2:1) sein Comeback feiern. Das Zweitliga-Spiel kommt für den 26-Jährigen allerdings noch zu früh, ihm winkt ein Einsatz in der U 23 des Kleeblatts.

“Das ziehen wir zu 100 Prozent durch”: Gießelmann und die Stärken von Tabellenführer Union

Niko Gießelmann surft mit Union auf einer Erfolgswelle – und lebt seinen Traum: “Ich darf international spielen!” Und: Die ohnehin seit Jahren erfolgreichen Eisernen grüßen aktuell mit dem Außenverteidiger von der Tabellenspitze.

Hat in der aktuellen Zeit allen Grund zur Freude mit seinen Berliner Kollegen: Union-Profi Niko Gießelmann.

Hat in der aktuellen Zeit allen Grund zur Freude mit seinen Berliner Kollegen: Union-Profi Niko Gießelmann.

Getty Images

In der aktuellen Ausgabe “Was geht, Bundesliga?” dreht sich ein großer Block um Union Berlin – und den nach wie vor anhaltenden Erfolg der Köpenicker. Nach dem Aufstieg und der ersten Bundesliga-Saison 2019/20 ist der Erfolg der Eisernen bis dato nie abgerissen: Auf den Klassenerhalt ist für den 56. Erstliga-Verein der deutschen Geschichte die Conference-League-Teilnahme sowie ein Jahr später die Europa-League-Qualifikation gefolgt. Und nun obendrein die vorläufige Tabellenführung vor Dortmund, Freiburg, Hoffenheim und den zuletzt strauchelnden Münchnern, denen die Unioner vor ein paar Wochen ein 1:1 abgerungen haben.

In der ganzen Zeit mittendrin im Erfolgstaumel der Hauptstädter: Abwehrmann Niko Gießelmann. Der 31-jährige, der einst in Hannover den Sprung zum Profi geschafft hat und über die folgenden Stationen Fürth und Düsseldorf 2020 zu Union Berlin gekommen ist, ist somit mitten in der Vereinshochphase zu den Köpenickern gekommen.

Und Gießelmann genießt den Augenblick, wie er im Gespräch mit dem kicker zugibt – auch wenn es gerade mit der Tabellenspitze natürlich eine nicht eingeplante sowie etwas surreale Situation ist: “Es fühlt sich ungewohnt an, aber irgendwie auch gut.”

“Es ist ein schönes Zwischenfazit, das wir ziehen können”

Doch wie oft blickt man nun als Spieler aufs Tableau, auf diesen Platz an der Sonne vor der namentlich großen Konkurrenz? “Ich glaube, für gewöhnlich gucken wir nicht auf die Tabelle”, so Gießelmann weiter. “Aber es bleibt fast nicht aus, weil so viel darüber gesprochen und berichtet wird. Es ist ein schönes Zwischenfazit, das wir ziehen können – dass wir noch ungeschlagen sind.” Dennoch gelte in erster Linie das gesetzte Ziel, das die Mannschaft vor der Saison durch eigene Gespräche zusammen erarbeitet hat – und das sind 40 Punkte schnellstmöglich zu erreichen und den damit verbundenen Klassenerhalt möglichst früh einzutüten.

Bescheidenheit herrscht also vor im Berliner Lager – was Gießelmann auch bestätigt: “Es zeichnet uns aus, dass wir sehr demütig sind und wissen, wo wir herkommen. Wir sind immer noch Union, haben eine Dreifachbelastung und müssen immer realistische Ziele setzen. Das haben wir in den letzten Jahren auch schon gemacht – und damit fahren wir, denke ich, ganz gut.”

Denn natürlich seien auf dem Papier andere Klubs wie “Bayern, Dortmund, Leipzig und von mir aus auch Leverkusen” personell und individuell besser aufgestellt. Doch das allein zählt nun mal nicht, wie Gießelmann unterstreicht: “Unsere große Stärke ist es, dass wir mannschaftlich gut aufgestellt sind. Wir haben eine hervorragende Ordnung auf dem Platz und machen alles gemeinsam. Das ziehen wir zu 100 Prozent durch.” Die Taktik, die angestrebt wird, werde tagtäglich im Training verfolgt und so erhalten beziehungsweise verbessert. Disziplin und Fleiß sind dabei die Schlüssel, “das kann man definitiv so sagen. Diese eisenharte Disziplin – darauf kommt es bei uns an, deswegen funktionieren alle so gut.”

“Mir war es bewusst, dass die Rotation noch extremer sein wird”

Ein großes Lob spricht Gießelmann diesbezüglich auch seinem Coach Fischer, , der seinen Vertrag diese Woche wenig überraschend verlängert hat, aus: “Er hat riesigen Anteil am Erfolg. Seit er da ist, geht es fast nur bergauf.” Seinetwegen ziehe jeder an einem Strang.

Doch macht der von den Eisernen praktizierte Fußball auch einem Profi wie Gießelmann wirklich Spaß – zumal es für die teils etwas härtere Gangart und hohe Laufbereitschaft von Gegnern ab und an auch mal Kritik gibt und zumal Union in diversen Statistiken (18. bei den Dribblings, 17. beim Ballbesitz, 17. bei der Passquote, 17. bei den Sprints pro Partie) ligaweit hinten liegt?

Die klare Antwort des erst kürzlich 31 Jahre alt gewordenen Außenverteidigers: “Wenn du am Ende erfolgreich bist, dann macht es immer Spaß. Natürlich ist die Arbeit sehr hart. Man muss aber auch sagen, dass wir schon gegen Leipzig (2:1) und gegen Bayern (1:1) gespielt haben.” Von daher seien die Statistiken wie Ballbesitzquote noch nicht sehr aussagekräftig für den schon 102-mal in der Bundesliga aufgelaufenen Routinier. Das könne man aus seiner Sicht erst richtig bewerten, wenn noch weitere Partien ins Land gezogen seien.


Niko Gießelmann

Über Hannover, Fürth und Düsseldorf (hier im Bild) bei Union Berlin gelandet: Niko Gießelmann.
Bongarts/Getty Images

Darüber hinaus verfolge sein Team natürlich das Ziel, “in Spielen auch mehr Ballbesitz zu haben und Dinge besser zu machen”. Doch der Erfolg spreche eben für sich und mache aus Sicht der Mannschaft auch Spaß. Auch ihm ganz persönlich, auch wenn in dieser Saison wenig überraschend viel rotiert wird: “Wir brauchen die ganze Mannschaft, es ist hilfreich, wenn jeder Spieler zu seinen Zeiten kommt. Mir war es bewusst, dass die Rotation noch extremer sein wird. Da konnte ich mich gut darauf einstellen.”

“Was geht, Bundesliga?” ist vor den Bundesliga-Spieltagen immer am Donnerstagabend abrufbar. In der aktuellen Folge (siehe oben oder auf Youtube) mit Gießelmann geht es auch darüber, warum es bei Union in der Europa League noch nicht so läuft und welche Feierlichkeiten mehr in Erinnerung geblieben sind: Bundesliga-Aufstieg 2018 mit seinem Ex-Klub Fortuna Düsseldorf oder Europa-League-Qualifikation mit seiner jetzigen Erfolgsstation Union Berlin? Jetzt reinschauen!

DFB informiert über Regelanpassung bei Elfmetern

Für die Torhüter wird es künftig noch schwerer, einen Strafstoß zu halten. Grund dafür ist eine Anpassung der Regel, über die jetzt alle Vereine in der 1. und 2. Bundesliga von der “DFB Schiri GmbH” informiert wurden.

Korrekte Ausführung: Marvin Schwäbe hat lange genug gewartet.

Korrekte Ausführung: Marvin Schwäbe hat lange genug gewartet.

IMAGO/Matthias Koch

Laut Pressemitteilung des DFB sollen die Schiedsrichter regelwidriges Verhalten von Torhütern bei Strafstößen ab sofort strenger bestrafen. Konkret geht es um Regel 14. Hier heißt es: “Der Torhüter muss mit Blick zum Schützen auf der Torlinie zwischen den Torpfosten bleiben, ohne einen Torpfosten, die Querlatte oder das Tornetz zu berühren, bis der Ball mit dem Fuß gespielt wurde (…)  Bei der Ausführung des Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil eines Fußes auf, über oder hinter der Torlinie befinden.”

Nach der Ausführung des Elfmeters muss der Referee also entscheiden, ob sich der Keeper zu früh aus seiner vorgeschriebenen Position wegbewegt hat. Bisher gab es noch einen Toleranzbereich, der jetzt allerdings komplett gestrichen wurde. Laut DFB sei in der Saison 2021/22 dieser Ermessensspielraum nur bei zwei von 17 gehaltenen Strafstößen angewandt worden.

VAR muss eingreifen

Bewegt sich der Torhüter also zu früh von der Torlinie weg und hält den Elfmeter, muss dieser wiederholt werden. Damit ist auch der VAR gezwungen einzugreifen, wenn es der Schiedsrichter nicht sieht. International wird die Regel bereits so angewandt. Ziel sei es, unterschiedliche Auslegungen aufgrund eines Ermessensspielraums künftig zu vermeiden.

Pyrotechnik beim Frankenderby: Geldstrafe fürs Kleeblatt

Die SpVgg Greuther Fürth wird vom Sportgericht des DFB zur Kasse gebeten. Grund dafür ist ein Fehlverhalten der eigenen Anhänger.

Beim Frankenderby gegen den Club brannten Fürther Fans Pyrotechnik ab.

Beim Frankenderby gegen den Club brannten Fürther Fans Pyrotechnik ab.

IMAGO/Zink

Das Kleeblatt hat am 2. Spieltag nicht nur das Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:2 verloren, sondern wurde für ein Fehlverhalten der eigenen Anhänger bei dieser Partie nachträglich noch zu einer Geldstrafe verurteilt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden im Gäste-Block laut DFB “mindestens 25 pyrotechnische Gegenstände gezündet”, wie auf der Verbandswebsite zu lesen ist. Dafür wurde die Spielvereinigung nun zur Kasse gebeten, 15.000 Euro kostet dem Bundesliga-Absteiger das “unsportliche Verhalten” der eigenen Fans.

Durch die Zustimmung des Vereins ist das Urteil rechtskräftig.

Fürths Kapitän Hrgota: “Glück muss man auch erzwingen”

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Bock umgestoßen. Nicht nur Trainer Marc Schneider dürfte nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Paderborn “große Erleichterung” verspüren.

Der Bann ist gebrochen: Fürths Coach Marc Schneider und sein Kapitän Branimir Hrgota freuen sich über den ersten Dreier.

Der Bann ist gebrochen: Fürths Coach Marc Schneider und sein Kapitän Branimir Hrgota freuen sich über den ersten Dreier.

IMAGO/Zink

Vor allem im ersten Durchgang war deutlich zu spüren, dass sich die Kleeblättler gegen den offensivstarken SCP einiges vorgenommen hatten. Kapitän Branimir Hrgota: “Wir wollten den Sieg unbedingt, gerade hier zuhause. Wir wollten zeigen, wir sind nicht so schlecht.”

Fürth bot den spielstarken Ostwestfalen mit Zweikampfstärke Paroli, schien es aber in seiner besten Phase im ersten Durchgang zu versäumen, sich zu belohnen. Auch Dickson Abiama wollte bei der besten Chance die Führung nicht gelingen, der schnelle Nigerianer scheiterte an der Latte (20.). “Ich hätte ihm das Tor von Herzen gegönnt”, fühlte Schneider mit seinem in dieser Saison noch torlosem Angreifer mit.

Michalski trifft kurz vor dem Wechsel

In Damian Michalski sprang schließlich ein Verteidiger in die Bresche, der kopfballstarke Pole jubelte bereits zum zweiten Mal im dritten Spiel für seinen neuen Klub und sorgte für die verdiente Pausenführung (43.).

Mit dem schnellen Ausgleich der Ostwestfalen nach Wiederanpfiff (Dennis Srbeny, 49.) wurden die Sorgenfalten bei Schneider sicherlich gleich wieder größer. Doch Paderborns Angriffsmotor war nur kurz auf Touren gekommen, in der Folge hielt sich die SpVgg den zwar dominanten, aber an diesem Tag nicht so zielstrebigen Kontrahenten weitgehend vom Leib.

Und vorne konnten sich die Gastgeber auf ihren Anführer verlassen: Hrgota setzte aus der Drehung einen abgefälschten Schuss in die Maschen (73.). “Glück muss man auch erzwingen”, meinte der Schwede, der seinem Coach damit eventuell auch den Job gerettet hat, nach seinem vierten Saisontreffer.

Wir wissen, es ist nichts gewonnen mit diesem Sieg. Das ist die Botschaft.

Marc Schneider

Schneider war nach dem ersten Dreier “stolz und glücklich”, hielt aber gleichzeitig den Ball flach: “Wir wissen, es ist nichts gewonnen mit diesem Sieg. Das ist die Botschaft.” Vom vorhandenen Potenzial seiner Schützlinge ist der Coach überzeugt. “Die Mannschaft bringt so viel mit”, sagte 42-Jährige.

Die Länderspielpause will der Schweizer nutzen, um in Ruhe an den Defiziten zu arbeiten. Schließlich soll es nach dem Sieg gegen den Lieblingsgegner – gegen Paderborn blickt Fürth auf eine glänzende Serie zurück (9/5/1) – beim zweiten Heimspiel in Folge gegen Sandhausen weiter aufwärts gehen.

Gugganig im Interview: “Es ist kein Rückschritt mehr, von der 2. Bundesliga nach Österreich zu wechseln”

Mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen war der Start von Miroslav Klose als Cheftrainer des SCR Altach zunächst geglückt. Danach verfielen die Vorarlberger mit vier Liga-Niederlagen und dem Aus im ÖFB-Cup allerdings in eine Negativphase, die man mit einem torlosen Remis gegen die WSG Tirol zuletzt ein wenig bremsen konnte. Abwehrspieler Lukas Gugganig bilanziert im kicker-Gespräch den Start der neuen Saison.

Nach einer enttäuschenden letzten Saison, die erst mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag gerettet werden konnte, hoffte man beim SCR Altach auf Besserung in der neuen Spielzeit. Mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen unter Ludovic-Magnin-Nachfolger Miroslav Klose sah das zunächst auch gut aus, danach kippten die Vorarlberger allerdings in eine Negativspirale mit fünf Pflichtspielniederlagen in Folge, aus der man sich am letzen Spieltag mit einem torlosen Remis gegen die WSG Tirol ein wenig befreien konnte.

Bundesliga – 9. Spieltag

Abwehrspieler und Neuzugang Lukas Gugganig spricht im kicker-Interview über den kleinen Schritt nach vorne, seine ersten Wochen im “Ländle” und die Arbeit unter Miroslav Klose.

kicker: Herr Gugganig, nach vier Niederlagen in der Liga konnte man mit einem Unentschieden gegen die WSG Tirol zuletzt den Negativlauf stoppen. Wie wichtig war dieser Punktgewinn in der aktuellen Phase?

Lukas Gugganig: Für uns als Mannschaft war das schon sehr wichtig. Wir hatten mit den vier Niederlagen keine gute Phase, hatten auch viele schlechte Spiele dabei und deswegen war es sehr entscheidend, dass wir gegen Wattens etwas stabiler waren und da auch verdient wieder einen Punkt geholt haben.

Es war das erste Spiel unter Cheftrainer Miroslav Klose, welches ohne Gegentreffer geendet hat. Wie viel Sicherheit kann das für die kommenden Spiele verleihen?

Es war für jeden Einzelnen wichtig, dass man sieht, auch wenn es vorne mal nicht funktioniert, dass man trotzdem einfach einen Punkt mitnehmen kann. Wir haben generell sehr wenig zugelassen, es war nicht so, dass es ein glückliches zu null war und deshalb war es für uns alle wichtig, zu sehen, dass wir gemeinsam defensiv einen guten Job machen können.

Beim Spielsystem hat man sich wieder auf eine Fünferkette festgelegt. Der Cheftrainer meinte, dass sich die Mannschaft damit “einfach wohlfühlt”. Wie sind die Gespräche konkret vonstatten gegangen?

Das hat sich im Laufe der vergangenen Woche einfach so ergeben. Das Trainerteam hat zusammen mit dem Mannschaftsrat, welchem ich selbst nicht angehöre, entschieden auf dieses System gegen die WSG zu setzen. Es hat uns generell ganz gut getan, wir haben trotzdem gesagt, dass wir es gegen den Ball mit drei Spielern hinten lösen wollen, sodass die beiden Flügelspieler nicht ganz an die Kette herankommen und wir nicht zu defensiv stehen. Das hat ganz gut funktioniert, wir haben die gegnerischen Flügel gut im Griff gehabt, die beiden Stürmer in Überzahl verteidigt und haben dann auch über die Außen versucht, nach vorne anzuschieben. Es hat uns aber allgemein sehr geholfen, dass wir dann im Spiel in der Defensive immer in Überzahl waren.

Man muss sagen, dass wir viele Gegentore nicht nur deshalb bekommen haben, weil der Gegner offensiv immer sehr gut gespielt hat, sondern weil wir auch verdammt viele Fehler in der eigenen Hälfte gemacht haben.

Lukas Gugganig

Auch wenn der Trainer gerne offensiver denkt, benötigt es in der aktuellen Situation einfach zuerst ein stabiles Fundament, bevor man überhaupt spielerische Ansätze in Betracht ziehen kann?

Die Basis sollte immer hinten die Null sein, dann bist du schon mal in der Lage, mehr Spiele zu gewinnen, wenn du wenig Gegentore kriegst. Da haben wir ganz klar angesetzt, weil wir einfach viel zu viele Treffer bekommen haben. Man muss sagen, dass wir viele Gegentore nicht nur deshalb bekommen haben, weil der Gegner offensiv immer sehr gut gespielt hat, sondern weil wir auch verdammt viele Fehler in der eigenen Hälfte gemacht haben. Das haben wir mit der Umstellung auf die 5er-Kette ein wenig vermeiden wollen und da hat man gleich gesehen, dass das ganz anders ausschaut.

Wie wichtig ist es, in so einer Phase jemanden wie Miroslav Klose als Cheftrainer zu haben, der trotz dieses Negativlaufs und der teils selbstverschuldeten Gegentore immer noch sehr viel Ruhe ausstrahlt?

Das ist natürlich sehr wichtig, dass man weiß, es wird nicht auf einen draufgehauen, wenn man einmal einen Fehler macht. Wir haben es intern ganz klar angesprochen, was wir besser machen müssen und haben da auch innerhalb der Mannschaft viele Gespräch geführt und uns eingeschworen. Da ist es schon wichtig, dass man von außen nicht zu viel Druck bekommt, weil solche Fehler macht ja keiner absichtlich. Wir haben daher auch daran gearbeitet, dass wir uns als gesamte Mannschaft im Spiel gegen den Ball verbessern.

Welche Bilanz ziehen Sie generell zur bisherigen Zusammenarbeit mit dem Coach? Es ist doch seine erste Station als Cheftrainer im Klubfußball. Wie hilfreich ist es, jemanden zu haben, der selbst Profi war und die Mechanismen kennt?

Die Zusammenarbeit ist von Anfang an positiv gewesen. Wenn man da draußen so einen Typen stehen hat, der weiß, wovon er spricht, weil er solche Situationen schon selbst erlebt hat, gibt das einem natürlich Sicherheit. Das ist wichtig für uns alle, dass wir einen Trainer haben, der an uns glaubt und uns helfen kann, wenn es einmal nicht so gut läuft.

Einer, der Ihnen beim letzten Spiel Sicherheit im Tor verliehen hat, war Jakob Odehnal. Der blieb bei seinem Debüt gleich ohne Gegentreffer. Wie haben Sie und das Team von dieser Umstellung im Tor erfahren und wie bewerten Sie das erste gemeinsame Spiel am Platz?

Wir haben das damals erst ein, zwei Tage vor dem Spiel erfahren. Es war eine Entscheidung, die der Trainer getroffen hat und hinter der wir auch alle gestanden sind. Wir haben versucht, Jakob so gut wie möglich zu unterstützen, weil ich schon glaube, dass etwas Nervosität bei ihm dabei war. Dadurch, dass er aber am Anfang gleich gefordert worden ist, hat sich das bei ihm schnell gelegt. Er hat dann ein gutes Spiel gemacht, auch wenn er nicht ganz so viel zu halten hatte, hat Ruhe ausgestrahlt und war auch mit dem Ball sehr ordentlich. Für das erste Spiel kann er da persönlich schon zufrieden sein.

Sie sind einer von zahlreichen Neuzugängen bei den Altachern im Sommer. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr doch etwas verändert. Wie weit sehen Sie das Team bereits eingespielt?

Ich würde sagen, dass wir in dieser Hinsicht gut dabei sind. Wir haben zwar schon viele verschiedene Spieler ausprobiert, aber ich denke, dass wir in verschiedenen Systemen und Konstellationen immer wieder ordentliche Partien abgeliefert haben. Es wird aber für die nächsten Spiele wichtig sein, dass wir noch mehr Konstanz reinkriegen, sprich unsere schwächeren Phasen ablegen, und dass wir unser Niveau so hochhalten, wie wir es jetzt auswärts gezeigt haben.

Die Niederlage im Derby gegen Lustenau mit dem späten Tor in der 90. Minute hat uns ein, zwei Wochen verfolgt.

Lukas Gugganig

Nach einem anfänglich guten Start, ist man in den vergangenen Wochen in eine Negativspirale gerutscht. Hat man nach dem 3:2-Sieg gegen die Austria geglaubt, schon weiter zu sein, als man es in Wahrheit war?

Das glaube ich gar nicht, weil bei aller Euphorie, die da entstanden ist, haben wir schon relativ normal weitergearbeitet und haben beim folgenden Spiel gegen Sturm Graz, das man zwar verlieren kann, dennoch über 60, 70 Minuten eine gute Partie abgeliefert. Die darauffolgende Niederlage im Derby gegen Lustenau mit dem späten Tor in der 90. Minute hat uns dann ein, zwei Wochen verfolgt, weil es sehr bitter war und wir kein gutes Spiel gemacht haben. Dieses Spiel war dann auch so ein wenig der Knackpunkt, gegen den LASK und bei der Admira haben wir in Folge verdient verloren, weil wir beide Male keine gute Leistung auf den Platz gebracht haben. Das hat uns sicherlich ein wenig verfolgt, aber wir haben seitdem konzentriert gearbeitet und haben auch gesagt, dass wir das Momentum wieder drehen wollen. Das 0:0 im Tirol war dabei der erste Schritt, den nächsten wollen wir zu Hause gegen Klagenfurt setzen.

Sie haben während Ihrer Zeit in Deutschland bei Osnabrück auch mit negativen Phasen zu tun gehabt. Die Saison ist zwar noch jung und die Tabellensituation eng, aber wie bringt man als erfahrener Spieler Ruhe in so eine Situation?

Klar, es sieht aktuell von der Platzierung und den Punkten nicht ganz so gut aus und es hätten schon deutlich mehr Zähler sein können, aber wir sind noch nicht in der Situation, wo man sich wirklich Gedanken über Abstiegskampf oder so etwas machen muss. Die Abstände in der Liga sind sehr gering und wir müssen einfach schauen, dass wir gegen Gegner auf Augenhöhe Spiele gewinnen und dann kann es in ein paar Wochen schon wieder ganz anders ausschauen. Bei dem Modus, den wir hier haben, bist du, wenn du es nicht unter die Top sechs schaffst, sowieso im Abstiegskampf. Deswegen glaube ich, dass wir uns zum aktuellen Zeitpunkt nicht jetzt schon große Gedanken darüber machen sollten, was dann passiert, wenn du bei den unteren sechs sein solltest.

Während der sportlich unruhigen Situation kündigte Sportdirektor Werner Grabherr, der Sie nach Altach gelotst hat, seinen Abschied an. Wie hat die Mannschaft diese Entscheidung aufgenommen?

Wir haben das relativ gut weggesteckt. Werner hat uns letzte Woche informiert, dass er den Schritt gehen wird, aber es hat für uns als Mannschaft keine große Auswirkung gehabt. Er ist zwar täglich bei uns dabei, aber er steht jetzt auch nicht mit uns am Platz. Von dem her war es zwar überraschend, aber es ist seine Entscheidung gewesen und die haben wir alle respektiert.

Den Schritt zurück nach Österreich haben Sie im Sommer gemacht. Warum war jetzt der Zeitpunkt reif für den Gang in die Heimat?

Ich habe einfach gute Gespräche mit Altach geführt und sie haben mich relativ schnell überzeugt, dass es für mich der richtige Schritt sein kann. Ich habe die Bundesliga immer verfolgt und ich denke, dass die Qualität in den letzten Jahren, wo ich weg war, schon sehr gestiegen ist und es mittlerweile auch kein Rückschritt mehr ist, aus der 2. deutschen Liga nach Österreich in die Bundesliga zu wechseln. Von dem her war es auch eine Entscheidung für eine andere Liga, wo ich bisher noch nicht gespielt habe und gar keine Entscheidung gegen Deutschland an sich. Ich hätte dort auch bleiben können, aber habe für mich die Entscheidung getroffen, dass Altach vom Gesamtpaket her die richtige Wahl ist.

Ich glaube, dass die 2. Bundesliga ganz genau meine Leistung widergespiegelt hat und für die erste Bundesliga hat es an manchen Stellen schon etwas gefehlt.

Lukas Gugganig

Wie stehen Sie rückblickend zu Ihrer damaligen Entscheidung, als junger Profi den Weg nach Deutschland eingeschlagen zu haben?

Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden damit. Damals als ich nach Deutschland zum FSV Frankfurt gegangen bin, habe ich nicht wirklich gewusst, was auf mich zukommt. Das war schon extrem, wenn man das mitkriegt, wie es in den Stadien abläuft, wie viele Zuschauer und wie fußballbegeistert die Leute dort sind. Bei jedem Verein wo ich war, vor allem die letzten drei Jahre in Osnabrück, habe ich immer die richtige Entscheidung getroffen. Das hat für mich immer sehr gut gepasst und daher bin ich einverstanden damit, bei welchen Klubs ich war. Ich glaube, dass die 2. Bundesliga ganz genau meine Leistung widergespiegelt hat und für die erste Bundesliga hat es an manchen Stellen schon etwas gefehlt. Grundsätzlich bin ich mit meiner Zeit dort sehr zufrieden, weil ich immer bei guten Vereinen gespielt und super Leute kennengelernt habe.

Was haben Sie konkret in diesen Jahren lernen und mitnehmen können?

Man muss sich dort einfach beweisen. In Deutschland wird dir nichts geschenkt, gerade als Nicht-Deutscher sagt keiner: ‘Ja, komm halt her, trainiere ein wenig und du wirst immer spielen.’ Den Konkurrenzkampf musst du einfach annehmen und das habe ich auch immer gemacht und habe deshalb, wo ich war, auch immer meine Einsätze gehabt. Deswegen hat mich das professionelle Arbeiten dort schon weitergebracht. Da waren Sachen dabei, die ich aus meiner Jugend nicht gekannt habe und wo ich mich auch relativ schnell umstellen hab’ müssen.

Im nächsten Heimspiel treffen Sie mit Ihrem Team auf Austria Klagenfurt. Ihr Trainer hat gemeint, dass drei Punkte das Ziel sind. Was wird es brauchen, um den zweiten Saisonsieg einzufahren?

Es wird genauso wie gegen Wattens darum gehen, dass wir wieder Stabilität im Spiel gegen den Ball haben und dass wir unsere Chancen nutzen. Wir haben jetzt zwei Riesenchancen gehabt und wenn wir diese oder sogar noch mehr bekommen, wäre es gut, wenn wir da ein bis zwei machen können. Wir müssen uns alle reinhauen, gemeinsam das Tor verteidigen und dann glaube ich, dass wir gegen diese Klagenfurter Mannschaft auf Augenhöhe sind.

Interview: Maximilian Augustin

Druck? Schneider setzt auf “positive Vibes”

Zwei Tage nach dem 1:2 in Magdeburg stand am Dienstag fest, dass Marc Schneider Trainer in Fürth bleiben darf. Trotz des Absturzes auf den letzten Tabellenplatz und des Fakts, dass das Kleeblatt als einziges Team der 2. Liga weiter sieglos ist, bekommt der Schweizer zumindest erst mal noch das Heimspiel am Sonntag gegen Spitzenreiter Paderborn.

Fürths Trainer Marc Schneider ersehnt den ersten Sieg.

Fürths Trainer Marc Schneider ersehnt den ersten Sieg.

IMAGO/Zink

Dass die gegenwärtige Situation auch bei ihm selbst Spuren hinterlassen hat, verhehlt der 42-Jährige erst gar nicht, obwohl er auf der Pressekonferenz am Freitag gewohnt aufgeräumt und souverän wirkte: “Ich würde ja lügen, wenn ich sagen würde, es ist eine völlig normale Woche, das ist es ja nicht”, bekannte er, betonte aber zugleich: “Nichtsdestotrotz bin ich jetzt nicht so angespannt, dass ich nicht mehr schlafen kann.” Denn: “Du kannst das beeinflussen, was du beeinflussen kannst, und dort musst du das Bestmögliche aus dir und am Schluss dann auch aus der Mannschaft herausholen. Das ist das, was ich machen kann und was ich mache in dieser Woche.”

Schneiders Tage könnten gezählt sein

Dem Druck, der nach neun sieglosen Pflichtspielen in dieser Saison – je vier Unentschieden und Niederlagen, dazu das Pokal-Aus bei Fünftligist Stuttgarter Kickers – auf ihm und der Mannschaft lastet, versucht Schneider, bewusst entgegenzusteuern: “Natürlich brauchen wir positive Vibes und trotzdem die Freude und den Spaß, am Sonntag ein Fußballspiel austragen zu dürfen, das gehört einfach mit dazu bei all dem Druck, der in diesem Business ist, bei all den Konsequenzen, die das eine oder das andere mit sich trägt.” Bei einer weiteren Niederlage, noch dazu bei einem ähnlich leblosen Auftritt seiner Mannschaft wie am vergangenen Sonntag in Magdeburg, könnten Schneiders Tage in Fürth gezählt sein.

Um das zu verhindern, setzt der Trainer auf das Zusammengehörigkeitsgefühl seiner Truppe, das er in dieser Woche unter anderem mit verschiedenen Aktivitäten und einem gemeinsamen Mannschaftsabend versucht hat zu fördern. “Es ist in diesen Situationen immer so, dass du versuchst, als Gruppe wirklich sehr eng zusammenzukommen”, erklärt Schneider, “das haben wir gemacht.”

Schneider setzt auf die leidgeprüften Fürther Fans

In Sachen Gemeinschaft gab es auf der PK auch einen Appell von ihm: “Es geht darum, dass auch der Hinterste und Letzte begreift, dass wir zusammen verteidigen müssen, dass wir zusammen angreifen müssen, dass wir alles, was wir machen, zusammen machen, das ist auch der Tenor der Mannschaft.” Seine Hoffnung: “Wenn wir diese Energie gebündelt auf den Platz kriegen, sind wir überzeugt, endlich diesen Dreier einfahren zu können.” In diesem Zusammenhang setzt Schneider auch auf die Unterstützung der seit geraumer Zeit leidgeprüften Fürther Fans: “Das wird ein mitentscheidender Faktor sein, dass die Jungs das auch spüren auf dem Platz und mutig agieren können.”

Paderborn hat die stärkste Offensive der Liga

Viel Mut und Energie wird es tatsächlich brauchen, denn mit Paderborn könnte die Aufgabe am Sonntag kaum schwerer sein. Mit acht Gegentreffern stellen die Ostwestfalen die nach dem HSV und Heidenheim (je fünf) drittbeste Defensive der Liga, mit schon 24 (!) erzielten Toren vor allem aber die mit großem Abstand beste Offensive im Unterhaus. Um Zählbares gegen den Tabellenführer mitzunehmen, bedarf es also in erster Linie einer starken Fürther Defensivleistung. Damit jedoch konnte die SpVgg in dieser Saison überhaupt noch nicht glänzen, im Gegenteil: Zu null spielte sie 2022/23 in Pflichtspielen noch gar nicht, kassierte bis auf das 1:1 gegen den KSC in jedem Spiel zwei Gegentore, gegen Kaiserslautern (1:3) sogar eines mehr.

Mithelfen, die Gegentorflut einzudämmen, soll Sebastian Griesbeck. Nach überstandener Wadenverletzung gab der 31-Jährige in Magdeburg ab Minute 67 sein Comeback, anders als zuvor nicht als Innenverteidiger, sondern als Sechser. “Er hat es sehr gut gemacht, er bringt die Mentalität und Härte mit, die es in der 2. Liga braucht”, lobt Schneider und kündigt an: “Wenn wir auch gegen Paderborn eine gewisse Härte brauchen, dann ist Sebastian sicherlich eine sehr gute Option.” Egal, ob im Abwehrzentrum oder im defensiven Mittelfeld: Der Routinier soll dazu beitragen, die Wende in dieser bisher für die SpVgg so enttäuschenden Saison einzuleiten – auch, damit Schneider sicher sein kann, nach der bevorstehenden Länderspielpause noch immer Trainer in Fürth zu sein.

Fabian Istel

Lewelings Wechsel bringt Fürth eine Rekordablöse

Mit einem 1:2 beim FC Augsburg und damit ohne Auswärtssieg verabschiedete sich die SpVgg Greuther Fürth aus der Bundesliga. Im Fokus steht längst die Weichenstellung für das kommende Zweitligajahr. Zu Wochenbeginn wird es weitere Entscheidungen geben.

Die spannendste Personalie betrifft den neuen Trainer, den Nachfolger von Stefan Leitl, der zu Hannover 96 wechselt und das letzte Spiel wegen einer Corona-Infektion verpasste. Bis zur Wochenmitte möchte Sportdirektor Rachid Azzouzi den Neuen präsentieren. Vom Profil her soll es ein Talententwickler sein.

Profil passt auf Maaßen, doch der Coach des BVB II wird es ziemlich sicher nicht

Einer wie Enrico Maaßen (38, Borussia Dortmund II), mit dem sich das Kleeblatt beschäftigt hat, der es aufgrund anderer Angebote aber wohl ziemlich sicher nicht wird.

Egal, wie der neue Coach heißt, auf Jamie Leweling wird er nicht mehr treffen. Wie der kicker bereits vermeldete, steht der 21-jährige U-21-Nationalspieler vor einem Wechsel zu Union Berlin. Er wird die Fürther Rekordablöse von rund vier Millionen Euro einbringen und in diesem Ranking Anton Stach ablösen, der im vergangenen Sommer für rund 3,5 Millionen Euro nach Mainz ging.

Frank Linkesch

“Störfeuer” aus Hannover nerven Azzouzi

Der Wechsel von Fürths Trainer Stefan Leitl nach Hannover steht fest – doch nimmt er Spieler mit nach Niedersachsen? Auf diese Frage reagiert Fürth-Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi mittlerweile etwas gereizt.

Rachid Azzouzi (re.) wurde am Sky-Mikrofon in Richtung Hannover deutlich.

Rachid Azzouzi (re.) wurde am Sky-Mikrofon in Richtung Hannover deutlich.

IMAGO/kolbert-press

Havard Nielsen, Timothy Tillman, Branimir Hrgota? All diese Spieler einte in den vergangenen Tagen und Wochen das Gerücht, sie könnten ihrem Trainer Leitl, der im Sommer gemeinsam mit Assistent Andre Mijatovic nach Hannover wechseln wird, nach Niedersachsen folgen.

“Gut beraten, vor der eigenen Haustür zu kehren”

Fast schon logisch, dass vor der Partie gegen Augsburg die Frage nach dem Verbleib von Kapitän Hrgota aufkam, der mit neun Toren und sechs Assists in dieser Spielzeit auf sich aufmerksam machte. “Brani hat Vertrag bei uns. Mich nervt das ein bisschen, dass aus dieser Stadt da – aus Hannover – so viele Störfeuer kommen. Sie sind gut beraten vor der eigenen Haustür zu kehren und sich auf ihren Verein zu konzentrieren”, wurde Fürths Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi bei “Sky” deutlich.

Der hatte in seiner Karriere wahrscheinlich ein paar Kopfbälle zu viel.

Rachid Azzouzi über Dieter Schatzschneider

Grund für seine Gereiztheit waren wohl auch Aussagen des ehemaligen Hannoveraner Torjägers Dieter Schatzschneider, bis vergangenen November Top-Torjäger im deutschen Unterhaus. Er hatte sich bei der “Neuen Presse” despektierlich über Fürth geäußert, was Azzouzi sauer aufstieß. “Der hatte in seiner Karriere wahrscheinlich ein paar Kopfbälle zu viel. Er müsste mal schauen, den Ball flachzuhalten”, so Azzouzi in Richtung des langjährigen Freundes von Martin Kind.

Kapitän Hrgota hat in Fürth noch einen Vertrag bis 2024, allerdings hat 96 auch bei Leitl von einer Vertragsklausel gebrauch gemacht. Hrgota verwies auch nach dem Abpfiff auf seinen bestehenden Vertrag beim Kleeblatt, schloss aber einen Abgang im Sommer ebenfalls nicht aus. “Da müssen sie Rachid (Azzouzi, Anm. d. Red.) fragen”, so der 29-Jährige nach der 1:2-Niederlage zum Saisonabschluss beim FCA.

“Störfeuer” aus Hannover nerven Azzouzi

Der Wechsel von Fürths Trainer Stefan Leitl nach Hannover steht fest – doch nimmt er Spieler mit nach Niedersachsen? Auf diese Frage reagiert Fürth-Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi mittlerweile etwas gereizt.

Rachid Azzouzi (re.) wurde am Sky-Mikrofon in Richtung Hannover deutlich.

Rachid Azzouzi (re.) wurde am Sky-Mikrofon in Richtung Hannover deutlich.

IMAGO/kolbert-press

Havard Nielsen, Timothy Tillman, Branimir Hrgota? All diese Spieler einte in den vergangenen Tagen und Wochen das Gerücht, sie könnten ihrem Trainer Leitl, der im Sommer gemeinsam mit Assistent Andre Mijatovic nach Hannover wechseln wird, nach Niedersachsen folgen.

“Gut beraten, vor der eigenen Haustür zu kehren”

Fast schon logisch, dass vor der Partie gegen Augsburg die Frage nach dem Verbleib von Kapitän Hrgota aufkam, der mit neun Toren und sechs Assists in dieser Spielzeit auf sich aufmerksam machte. “Brani hat Vertrag bei uns. Mich nervt das ein bisschen, dass aus dieser Stadt da – aus Hannover – so viele Störfeuer kommen. Sie sind gut beraten vor der eigenen Haustür zu kehren und sich auf ihren Verein zu konzentrieren”, wurde Fürths Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi bei “Sky” deutlich.

Der hatte in seiner Karriere wahrscheinlich ein paar Kopfbälle zu viel.

Rachid Azzouzi über Dieter Schatzschneider

Grund für seine Gereiztheit waren wohl auch Aussagen des ehemaligen Hannoveraner Torjägers Dieter Schatzschneider, bis vergangenen November Top-Torjäger im deutschen Unterhaus. Er hatte sich bei der “Neuen Presse” despektierlich über Fürth geäußert, was Azzouzi sauer aufstieß. “Der hatte in seiner Karriere wahrscheinlich ein paar Kopfbälle zu viel. Er müsste mal schauen, den Ball flachzuhalten”, so Azzouzi in Richtung des langjährigen Freundes von Martin Kind.

Kapitän Hrgota hat in Fürth noch einen Vertrag bis 2024, allerdings hat 96 auch bei Leitl von einer Vertragsklausel gebrauch gemacht. Hrgota verwies auch nach dem Abpfiff auf seinen bestehenden Vertrag beim Kleeblatt, schloss aber einen Abgang im Sommer ebenfalls nicht aus. “Da müssen sie Rachid (Azzouzi, Anm. d. Red.) fragen”, so der 29-Jährige nach der 1:2-Niederlage zum Saisonabschluss beim FCA.