Streich schwärmt nach Duell gegen FCK vom Betzenberg: “Das ist Wahnsinn”

Nach dem Sieg im DFB-Pokal über den 1. FC Kaiserslautern singt Freiburgs Trainer Lobeshymnen auf das Fritz-Walter-Stadion. Was der 57-Jährige mit dem “Betzenberg” verbindet.

Daumen hoch für den "Betze": Für Christian Streich war das Auswärtsspiel beim FCK etwas Besonderes.

Daumen hoch für den “Betze”: Für Christian Streich war das Auswärtsspiel beim FCK etwas Besonderes.

IMAGO/Thomas Frey

Sein Besuch im Fritz-Walter Stadion war für Freiburgs Trainer Christian Streich erst kräftezehrend und dann erfolgreich. Freiburg rang den Zweitliga-Aufsteiger aus Kaiserslautern dank des Kunstschusses von Ritsu Doan nieder – allerdings erst in der Verlängerung. Seine Mannschaft habe sich vor allem aufgrund der Hektik im Stadion schwer getan. Eine Atmosphäre, die für den Trainer des Jahres 2022 alles andere als überraschend kam, es sei eben der “Betze”.

Auf die Frage in einem ARD-Interview, was den Betzenberg ausmache, holt Streich nach dem Pokal-Fight weit aus. “Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich. Die Namen habe ich in meinem Elternhaus Tausende Male gehört”, erinnert sich der Übungsleiter der Breisgauer an die Erzählungen über das Wunder von Bern bei der WM 1954, bei dem insgesamt fünf Rote Teufel auf dem Rasen standen.

Streich über den Betzenberg: “Das ist Wahnsinn”

Der WM-Erfolg habe den Fußball in Deutschland nachhaltig geprägt und stehe aufgrund der vielen mitwirkenden FCK-Spieler in einem engen Zusammenhang mit dem Betzenberg. “Es ist immer etwas Besonderes, hier hochzukommen, in diesen Stein da rein”, sagt Christian Streich über den Betzenberg, der sich etwa 50 Meter über das Stadtgebiet erhebt. “Und dann bauen die diese Kathedrale – das ist der Wahnsinn”, beschreibt der Coach, wie anmutig das Stadion auf ihn wirkt.

Das bis dato letzte Pflichtspiel in Kaiserslautern hatte Streich im Oktober 2010 miterlebt – damals noch als Co-Trainer des SC Freiburg. Die Erinnerungen sind offenbar geblieben. So hatte der 57-Jährige bereits vor dem Anpfiff vor einer besonderen Atmosphäre gewarnt und gefordert, trotzdem die Ruhe zu bewahren. Ein Vorsatz, der sich auszahlen sollte.

Streich schwärmt nach Duell gegen FCK vom Betzenberg: Eine “Kathedrale”

Nach dem Sieg im DFB-Pokal über den 1. FC Kaiserslautern singt Freiburgs Trainer Lobeshymnen auf das Fritz-Walter-Stadion. Was der 57-Jährige mit dem “Betzenberg” verbindet.

Daumen hoch für den "Betze": Für Christian Streich war das Auswärtsspiel beim FCK etwas Besonderes.

Daumen hoch für den “Betze”: Für Christian Streich war das Auswärtsspiel beim FCK etwas Besonderes.

IMAGO/Thomas Frey

Sein Besuch im Fritz-Walter Stadion war für Freiburgs Trainer Christian Streich erst kräftezehrend und dann erfolgreich. Freiburg rang den Zweitliga-Aufsteiger aus Kaiserslautern dank des Kunstschusses von Ritsu Doan nieder – allerdings erst in der Verlängerung. Seine Mannschaft habe sich vor allem aufgrund der Hektik im Stadion schwer getan. Eine Atmosphäre, die für den Trainer des Jahres 2022 alles andere als überraschend kam, es sei eben der “Betze”.

Auf die Frage in einem ARD-Interview, was den Betzenberg ausmache, holt Streich nach dem Pokal-Fight weit aus. “Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich. Die Namen habe ich in meinem Elternhaus Tausende Male gehört”, erinnert sich der Übungsleiter der Breisgauer an die Erzählungen über das Wunder von Bern bei der WM 1954, bei dem insgesamt fünf Rote Teufel auf dem Rasen standen.

Streich über den Betzenberg: “Das ist Wahnsinn”

Der WM-Erfolg habe den Fußball in Deutschland nachhaltig geprägt und stehe aufgrund der vielen mitwirkenden FCK-Spieler in einem engen Zusammenhang mit dem Betzenberg. “Es ist immer etwas Besonderes, hier hochzukommen, in diesen Stein da rein”, sagt Christian Streich über den Betzenberg, der sich etwa 50 Meter über das Stadtgebiet erhebt. “Und dann bauen die diese Kathedrale – das ist der Wahnsinn”, beschreibt der Coach, wie anmutig das Stadion auf ihn wirkt.

Das bis dato letzte Pflichtspiel in Kaiserslautern hatte Streich im September 2015 miterlebt – damals in der 2. Bundesliga, bei einem 2:0 für den SC Freiburg. Die Erinnerungen sind offenbar geblieben. So hatte der 57-Jährige bereits vor dem Anpfiff vor einer besonderen Atmosphäre gewarnt und gefordert, trotzdem die Ruhe zu bewahren. Ein Vorsatz, der sich auszahlen sollte.

Elfmeterkiller Trapp verrät sein Geheimnis

Wer weiß, wie das Pokalspiel gelaufen wäre, hätte Magdeburg die frühe Frankfurter Führung ausgeglichen. Elfmeterkiller Kevin Trapp verhinderte es – wieder einmal. Der Keeper verriet danach sein Geheimnis.

Hielt wieder mal einen Elfmeter: Frankfurts Kevin Trapp.

Hielt wieder mal einen Elfmeter: Frankfurts Kevin Trapp.

IMAGO/Jan Huebner

Im letzten Pflichtspiel der Saison 2021/22 hielt Kevin Trapp einen Elfmeter und war damit ein wichtiger Baustein beim Europa-League-Sieg seiner Eintracht gegen Glasgow. Knapp zweieinhalb Monate später war es wieder soweit und der Keeper sah sich erneut einem Schützen vom Punkt gegenüber – und wieder parierte Trapp.

Obwohl es diesmal “nur” die erste Pokalrunde im DFB-Pokal war, war die Parade nicht weniger wichtig. Seine Vorderleute hatten in Person von Daichi Kamada in Magdeburg zwar früh die Führung erzielt (4.), nach Tutas Grätsche gegen Leonardo Scienza im Strafraum war aber nur drei Minuten später der Keeper wieder gefordert.

Faktor Trapp

“Zu dem Zeitpunkt auch gar nicht so unwichtig. Ich glaube, wenn der Ball reingeht, dann kommt das Stadion nochmal, dann steht es 1:1”, sagte Trapp danach bei “Sky” über die Vereitelung der postwendenden Antwort des Zweitligisten. Das Stadion kam dank ihm allerdings nicht nicht noch einmal auf und die SGE zog davon sowie letztlich in souveräner Manier in die zweite Runde ein.

Warum Trapp immer wieder der Sieger beim Duell vom Elfmeterpunkt ist, verriet der Keeper danach auch noch: “Als Torwart hat man weniger zu verlieren als als Spieler, das ist Fakt. Ich freue mich lieber drauf, als dass ich mir Sorgen mache, dass der Ball reingeht.”

Glasner freut sich über den “Spirit”

Sein Trainer Oliver Glasner war zwar grundsätzlich zufrieden, legte aber angesichts der schweren nächsten Aufgaben (Freitag Bundesliga-Auftakt gegen Bayern, Mittwoch Super Cup gegen Real Madrid) auch den Finger in die Wunde. Gerade in der Schlussphase habe der Coach einige Sachen gesehen, die sich sein Team “erspart” habe. “Nicht mehr konzentriert attackiert”, den “Gegner aufdrehen lassen”, “zu konteranfällig” – einfach “zu wild hin und her”, so der Coach der SGE.

Sehr gefallen hat dem 47-Jährigen dagegen der “Spirit”, den sein Team auch in dieser Saison wieder zeigte – und nannte exemplarisch die Jubelszenen bei Trapps gehaltenem Elfmeter. “Das ist dieser Spirit, der uns letzte Saison ausgezeichnet hat, den wollten wir mitnehmen in die neue Saison. Den wollen wir wieder zeigen und den brauchen wir auch.” Nicht nur in den nächsten zwei Spielen.

Arbeitssieg in Chemnitz: Behrens erlöst Union in der Verlängerung

Union Berlin mühte sich beim Regionalligisten Chemnitzer FC zum Sieg. Erst in der Verlängerung erzielte Joker Behrens den entscheidenden Treffer.

Kevin Behrens sorgte für die Entscheidung.

Kevin Behrens sorgte für die Entscheidung.

IMAGO/Matthias Koch

Der Chemnitzer Trainer Christian Tiffert setzte bei der Generalprobe vor dem Regionalliga-Saisonstart auf bewährtes Personal. Lediglich Rechtsverteidiger Berger gab sein Debüt für den CFC.

Union-Coach Urs Fischer setzte beim Pflichtspielstart auf zwei Neuzugänge. Awoniyi-Nachfolger Siebatcheu startete im Sturm und Haberer im zentralen Mittelfeld.

Trimmel und Knoche verpassen die Führung

Im Stadion an der Gellertstraße entwickelte sich die erwartete Partie: Die Berliner übernahmen sofort die Spielkontrolle und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Allerdings fiel den Gästen aus dem Spiel heraus gegen die engmaschige CFC-Defensive wenig ein, sodass sie nur nach Gießelmanns Standardsituationen Torgefahr ausstrahlten. Im Anschluss an einen Einwurf des Außenverteidigers verzog Trimmel nach starker Vorarbeit von Siebatcheu (14.). Nur zwei Minuten später scheiterte Knoche nach einem Eckball per Kopf an Jakubov.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte trauten sich die Hausherren mehr zu und spielten variabler – phasenweise presste der Regionalligist hoch. Damit hatte der Bundesligist, der mit hohen Bällen auf Siebatcheu zum Erfolg zu kommen wollte, sichtlich Probleme. Lediglich einmal stimmte in Durchgang eins die Präzision im Union-Passspiel und prompt wurde es gefährlich. Da Haberers Distanzschuss aber deutlich vorbeiflog, ging es torlos in die Pause (40.).

Siebatcheu kontert Müller

In den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff waren die Gastgeber das aktivere Team. Erst musste Trimmel vor dem einschussbereiten Brügmann klären (46.), anschließend tauchte Rönnow bei Roschers Schuss auf die kurze Ecke rechtzeitig ab (51.). Gut zehn Minuten später belohnte Chemnitz sich aber für den Auftritt in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Müller verwerte Pagliucas Freistoßflanke zur Führung (62.). Der große Jubel war noch gar nicht verflogen, als Siebatcheu nach der Vorlage des zuvor eingewechselten Voglsammer aus der Drehung ausglich (64.).

Union erhöht in der Schlussphase den Druck

DFB-Pokal 2022/23

Anschließend neutralisierten sich die beiden Mannschaften bis in die Schlussphase wieder – erst nach der Hereinnahme von Pantovic und Ryerson (79.) kreierten die Gäste Chancen. Nach Vorlage des Erstgenannten verpasste Schäfer per Kopf das 2:1 – Jakubov kratzte das Leder noch aus der Ecke (81.). Vier Minuten später wäre der Torwart aber machtlos gewesen: Trimmels Distanzschuss krachte an den Pfosten. Da der Schlussmann den anschließenden Schuss von Ryerson im Verbund mit Zickert abwehrte (85.), blieb es nach 90 Minuten beim 1:1. 

Nachdem der Regionalligist in der Schlussphase der regulären Spielzeit geschwommen hatte, machten sie es dem Favoriten in der Verlängerung erneut schwerer. Obwohl die Kräfte nachließen, schlossen sie immer noch rechtzeitig die Lücken, sodass sich Union in den ersten 15 Extra-Minuten keine nennenswerte Möglichkeit erspielte.

Joker Behrens sticht

Beim Wiederanpfiff ersetzte Behrens den erschöpften Siebatcheu, der notgedrungene Wechsel sollte sich noch auszahlen. Nachdem Trimmels Schlenzer am Tor vorbeizischte, sorgte sechs Minuten vor dem Ende ein Standard für die Entscheidung: Behrens wuchtete die Kugel ins Netz und versetzte den Gästeblock in Ekstase – es war die erste Hereingabe in der Verlängerung, die der CFC nicht verteidigen konnte. Weil die Sachsen keine Schlussoffensive entwickelten, mussten sie die knappe Niederlage hinnehmen.

Nun müssen sich die beiden Teams vor ihrem Liga-Auftakt schnell regenerieren: Chemnitz erwartet am Sonntag (13 Uhr) Tennis Borussia Berlin. Union empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Hertha zum prestigeträchtigen Derby.

Tore und Karten

1:0
Tob. Müller (62′, Kopfball, Pagliuca)

1:1
Siebatcheu (64′, Rechtsschuss, Voglsammer)

1:2
K. Behrens (114′, Kopfball, Trimmel)

Tore und Karten

1:0
Tob. Müller (62′, Kopfball, Pagliuca)

1:1
Siebatcheu (64′, Rechtsschuss, Voglsammer)

1:2
K. Behrens (114′, Kopfball, Trimmel)

Chemnitzer FC

Walther (102. )

1. FC Union Berlin

Schäfer (111. )


Chemnitzer FC

Chemnitz


Chemnitzer FC

Chemnitz

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


1. FC Union Berlin

Union


1. FC Union Berlin

Union

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Bastian Dankert

Bastian Dankert
Rostock

Schiedsrichter-Team

Bastian Dankert

Bastian Dankert
Rostock

Spielinfo


Stadion

Stadion – An der Gellertstraße

Spielinfo


Anstoß

01.08.2022, 18:01 Uhr


Stadion

Stadion – An der Gellertstraße Chemnitz


Eckenverhältnis

4:12

Die 2. DFB-Pokal-Runde wird erst im September ausgelost.

Schmid und Weiser hieven Bremen in Cottbus in die 2. Runde

Der SV Werder Bremen hat die erste Pokalrunde überstanden: Der Bundesliga-Aufsteiger gewann knapp mit 2:1 bei Regionalligist Energie Cottbus. Kurz vor dem Ende musste der Favorit noch einmal zittern.

Sorgte für das 1:0 für Werder: Romano Schmid.

Sorgte für das 1:0 für Werder: Romano Schmid.

IMAGO/Nordphoto

Drei Neuzugänge haben es beim Pflichtspielauftakt in die Startelf von Ole Werner geschafft. Pieper verteidigte rechts in der Dreierkette, über die Flügelpositionen kamen Buchanan und Weiser. Claus-Dieter Wollitz schickte Cottbus derweil in einem 4-3-3 aufs Feld, Hottmann begann in der Spitze.

DFB-Pokal 2022/23

Wie zu erwarten war übernahm Werder vom Anpfiff weg die Spielkontrolle und versuchte zu Beginn meist über weite und diagonale Bälle hinter die tiefstehende Cottbuser Mannschaft zu kommen. Nach zehn Minuten wurde es das erste Mal gefährlich, nach einem Zuspiel von Weiser scheiterte Ducksch aus elf Metern am linken Pfosten.

Energie konnte nur phasenweise für Entlastung sorgen, in Durchgang eins erspielte sich der Regionalligist zwei Ecken. Aus diesen entstand jedoch keine Gefahr, ebenso nicht aus den wenigen Umschaltmomenten. So hatte Werder zwischenzeitlich über 70 Prozent Ballbesitz, kreierte daraus aber zu wenig Torgefahr. Zu selten kam Bremen an die Grundlinie – und wenn, dann war das letzte Zuspiel zu ungenau. So kam nur Ducksch zu einer weiteren Chance, nach einer Kopfballablage von Bittencourt schoss der Angreifer aber drüber (22.).

Trotz zu viel Klein-Klein im Cottbuser Strafraum konnte sich Werder noch vor Pausenpfiff belohnen, nach einem feinen Zuspiel von Füllkrug blieb Schmid vor Sebald eiskalt und traf ins rechte Eck (43.).

Ducksch kläglich an den Pfosten

Cottbus ging mit drei frischen Spielern in den zweiten Durchgang und hatte direkt einen gefährlichen Abschluss: Borgmann zog aus 20 Metern mit rechts ab und verfehlte das lange Eck nur knapp (49.). Beinahe im Gegenzug hatte Ducksch auf der anderen Seite das 2:0 auf dem Fuß, der Angreifer schoss nach einem Querpass von Füllkrug aus kurzer Distanz kläglich aber nur an den linken Pfosten (51.).

Die Partie verflachte in der Folge, der Spielfluss wurde durch viele kleine Fouls immer wieder unterbrochen. Cottbus konnte Bremens schwächste Phase aber nicht nutzen, im Gegenteil: Nach 73 Minuten sorgte Werder für die Vorentscheidung, einen abgefälschten Schuss von Ducksch drückte Weiser über die Linie.

Heike macht’s nochmal spannend

Damit schien alles entschieden, doch Cottbus kam nochmal ran. Der eingewechselte Heike bezwang Pavlenka aus sehr spitzem Winkel und machte die Schlussphase noch einmal spannend (79.). In den letzten Minuten wurde Bremen in den eigenen Strafraum gedrückt, Milde (90.) und Hottmann (90.+2) hatten die besten Abschlüsse für Energie. Ein zweites Mal wurde Pavlenka aber nicht geschlagen – und so blieb es am Ende beim knappen 2:1 für den SVW.

Am kommenden Wochenende steht für beide Teams der Start in der Liga an. Cottbus gastiert am Freitag (13 Uhr) zum Regionalliga-Auftakt bei Altglienicke. Bremen reist am Samstag (15.30 Uhr) nach Wolfsburg.

Tore und Karten

0:1
Schmid (43′, Rechtsschuss, Füllkrug)

0:2
Weiser (73′, Rechtsschuss, Ducksch)

1:2
Heike (79′, Rechtsschuss, Juckel)

Tore und Karten

0:1
Schmid (43′, Rechtsschuss, Füllkrug)

0:2
Weiser (73′, Rechtsschuss, Ducksch)

1:2
Heike (79′, Rechtsschuss, Juckel)

Energie Cottbus

Wollitz (90. )

Werder Bremen

Pieper (72. ), C. Groß (86. )


Energie Cottbus

Cottbus


Energie Cottbus

Cottbus

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


Werder Bremen

Bremen


Werder Bremen

Bremen

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Daniel Siebert

Daniel Siebert
Berlin

Schiedsrichter-Team

Daniel Siebert

Daniel Siebert
Berlin

Spielinfo


Stadion

Stadion der Freundschaft

Zuschauer

20.078

Spielinfo


Anstoß

01.08.2022, 18:01 Uhr


Stadion

Stadion der Freundschaft Cottbus


Zuschauer

20.078

Die 2. DFB-Pokal-Runde wird erst im September ausgelost.

Erleichterung bei Streich, Ginter und Co.: “Wir haben bestanden, das ist toll”

Pokalfinalist Freiburg rang in knisternder Betzenberg-Atmosphäre einen wehrhaften FCK mit Ruhe, Glück und einem Geniestreich in 120 intensiven Minuten nieder. Bei den SC-Akteuren herrschte hinterher große Erleichterung.

Trinkpause: Christian Streich gibt Anweisungen.

Trinkpause: Christian Streich gibt Anweisungen.

IMAGO/Thomas Frey

Christian Streich war gezeichnet, als er am frühen Sonntagabend in die Katakomben des Fritz-Walter-Stadions lief. Der an diesem Tag zum Trainer des Jahres 2022 gekürte 57-Jährige streckte sich kurz und atmete tief durch, sein Poloshirt war nassgeschwitzt. 120 hochintensive Pokalminuten bei Temperaturen jenseits der 30 Grad und vor 38.317 Zuschauern in knisternder Atmosphäre, zu der auch 5000 Freiburg-Fans ihren Beitrag leisteten, hatten beim Freiburger Trainer Spuren hinterlassen.

Der herausfordernde Saisonstart beim Zweitligaaufsteiger kam für Streich jedoch nicht überraschend. “Es war so, wie wir es uns ausgemalt haben”, sagte der SC-Coach. Mit einer Ausnahme: “Nur das Gegentor haben wir uns nicht so ausgemalt.” In einer ausgeglichenen ersten Hälfte auf überschaubarem Niveau ohne echte Torchancen hatte der spielerisch gewitzte Marlon Ritter nach einem Ballgewinn mit einem Schuss aus dem Mittelkreis getroffen.

Flekken: “Ich bin halt ein mitspielender Torwart”

SC-Stammkeeper Mark Flekken war im Sprung nach hinten noch mit einer Hand am Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern und analysierte unaufgeregt: “Ich bin halt ein mitspielender Torwart, der weit vor dem Tor steht. Er hat es gut gesehen. Er trifft ihn brutal, ich habe selten so einen Ball aus dieser Distanz aufs Tor bekommen. Es haben schon einige probiert, aber es hat nicht oft geklappt. Diesmal ist es anders gelaufen.” Was den Schwierigkeitsgrad für den Pokalfinalisten nochmal signifikant erhöhte.

“Wenn du auf den Betzenberg fährst”, begann Streich seinen Respekt vor der geschichtsträchtigen Spielstätte und dem Gegner zum Ausdruck zu bringen: “Diesmal musstest du nicht warm anziehen, aber das ist ein ganz besonderes Stadion, eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist extrem schwer.” Er habe seinen Spielern deshalb eingetrichtert: “Ruhe bewahren, egal, wie es steht. Keine Ausreden suchen, wenn es richtig zur Sache geht.” Das habe seine Mannschaft geschafft, meinte Streich.

Die Freiburger bleiben weitgehend ruhig


Den FCK in der ersten Pokalrunde aus dem Weg geräumt.

Den FCK in der ersten Pokalrunde aus dem Weg geräumt.
IMAGO/Werner Schmitt

Er konnte seine Analyse im Wissen um den 2:1-Sieg nach Verlängerung mit relativer Gelassenheit vortragen. Tatsächlich blieben die SC-Profis in der mit viel Zweikampfwürze geführten Partie, die für acht Gelbe Karten sorgte – drei auf Freiburger Seite – weitgehend ruhig. “Es war wichtig, dass wir nicht alle auf Teufel-komm-raus nach vorne rennen und uns auskontern lassen”, sagte Matthias Ginter, wusste aber ebenso wie Streich, dass sich seine Mannschaft im Zuge ihrer meist strukturierten Angriffsbemühungen in Folge von Ballverlusten dennoch beinahe auskontern ließ.

Zwischen der 76. und 81. Minute ließ der SC überraschenderweise gleich fünf gefährliche Lauterer Angriffe in Serie zu, bei denen Terrence Boyd viermal aus guten Positionen zum Abschluss kam – aber jeweils vergab. “Wir sind Minute zu Minute ein bisschen besser reingekommen. Wir mussten Positionsspiel machen und in der Restverteidigung aufpassen, weil sie gut in der eigenen Hälfte standen und auf brutal gefährliche Umschaltsituationen gewartet haben. Fast hätten sie uns dadurch mit dem 2:0 besiegt”, sagte Streich, dessen Mannschaft mit der im Fußball in solchen Phasen oft typischen Gnadenlosigkeit antwortete.

Doan entscheidet “klassischen Pokalfight”

Unmittelbar nach der vierten Boyd-Chance konterte der SC, holte eine Ecke raus, führte sie schnell aus und überrumpelte in Person von Vorlagengeber Nils Petersen und Torschütze Roland Sallai den unsortierten Gegner. Die Verlängerung war laut Ginter dann “ein klassischer Pokalfight”. Den SC-Sommerzugang Ritsu Doan mit einer Einzelleistung, einem herrlich verwandelten direkten Freistoß entschied.

“Ich bin wahnsinnig froh und stolz, dass wir es hier geschafft haben, das ist wahrscheinlich mit das schwierigste Los, das ein Bundesligist in der ersten Runde haben kann”, sagte Ginter – aus doppelter Erfahrung. Schon 2021 mit Gladbach hatte er die Erstrundenhürde beim damals drittklassigen FCK nur knapp mit 1:0 überwunden. Streich machte seinem Trainerkollegen Dirk Schuster und dessen Team zum Abschluss ein Kompliment: “Es war ein großer Kampf. Wir haben bestanden, das ist toll für uns.”

Erleichterung nach Kraftakt

Aus diesen Worten sprach ehrliche Anerkennung der Lauterer Gegenwehr – und Erleichterung. Die war allen SC-Akteuren anzusehen. Auch wenn sie beim Blick auf die Kaderqualität natürlich der Favorit waren, wusste jeder, dass der Traum von der direkten Rückkehr ins Berliner Finale beinahe ganz früh geplatzt wäre. Und das nicht, weil Freiburg besonders schlecht gespielt hat. Sie mussten zum Saisonstart gegen eine schon im Rhythmus befindliche, phasenweise sich auch spielerisch befreiende Mannschaft schlicht alles investieren, um weiterzukommen.

“Es hat Kraft gekostet, aber wichtig war, dass wir das Spiel gedreht haben und mit einem positiven Gefühl ins erste Bundesligaspiel gehen können”, sagte Nicolas Höfler – und konnte wie seine Kollegen mit einem blauen Auge und einigen Flecken der gleichen Farbe, aber auch glücklich den Betzenberg wieder runterfahren.

Carsten Schröter-Lorenz

Boyd: “Stolz darauf, dass wir so ein geiles Team sind”

Eine Vielzahl vergebener Chancen und erneut zwei Standardgegentore besiegelten das Pokalaus des 1. FC Kaiserslautern. Doch trotz der 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg kann der Zweitligist aus dem 120 Minuten dauernden Pokalfight Selbstvertrauen ziehen.

Stolz: Lauterns Terrence Boyd (re.) gegen Freiburgs Matthias Ginter.

Stolz: Lauterns Terrence Boyd (re.) gegen Freiburgs Matthias Ginter.

IMAGO/Kirchner-Media

“Nach meiner Auswechslung und dem 1:1 war es ein Hoffen und Bangen von draußen”, berichtete Terrence Boyd. Wenige Minuten zuvor waren es noch die Anhänger der Roten Teufel, die hofften und bangten – wegen Boyd. Der hatte zwischen der 76. und der 81. Minute gleich mehrere Gelegenheiten, das 2:0 zu erzielen und damit die Vorentscheidung zum Einzug in die 2. Pokalrunde zu erzielen. Genau genommen waren es gleich fünf mehr oder weniger gute Möglichkeiten. Doch entweder erreichte ihn eine zu steile Hereingabe von Kenny Prince Redondo nicht oder er brachte den Ball nicht aufs Tor oder SC-Keeper Mark Flekken war zur Stelle.

“Dann wäre der Deckel drauf gewesen …”, resümierte der sichtlich betrübte Angreifer nach der 1:2-Niederlage auf dem Weg in die Kabine. In keinem von Boyds Sätzen in den folgenden rund drei Minuten fehlte das Wort “schade”. Unterlegt mit einer Mimik, die deutlich machte, wie gerne Boyd den Coup über den jüngsten Pokalfinalisten gefeiert hätte. Es hatte ja auch nicht viel gefehlt …

“Wir sind so gut drauf, das werden wir beibehalten”

Boyd ist jedoch nicht nur als selbstkritischer und reflektierter Gesprächspartner bekannt, sondern auch als optimistische Frohnatur. Es dauerte also nicht lange, bis er in der Enttäuschung auch zufriedene Worte einstreute. “Es macht einen stolz, dass wir so ein geiles Team sind, dass wir so gefestigt sind. Diesen Spirit und diese Nehmerqualitäten werden wir beibehalten. Vom Spirit, der Entschlossenheit und der Moral werden wir genau so weitermachen. Wir sind so gut drauf, das werden wir beibehalten”, betonte der 31-Jährige.

Schuster: “Das ist brutal ärgerlich”

An eine Stellschraube muss Dirk Schuster mit seinem Team aber dringend drehen. So erfreulich es ist, dass der FCK in den vergangenen zwei Spielen kein Gegentor aus dem Spiel heraus kassierte, desto ärgerlicher ist es, dass man wie schon beim 2:2 in Kiel zwei Standardgegentore einstecken musste. Der von Ritsu Doan in der Verlängerung direkt verwandelte Freistoß steht dabei weniger im Fokus der Kritik als der Ausgleichstreffer kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Der Grund für das Pokalaus war für Schuster schnell identifiziert. “Weil wir uns beim 1:1 angestellt haben, als kommen wir aus Oberamateurhausen – obwohl ich damit allen Amateurfußballern wahrscheinlich zu nahe trete. Bei einer schnell ausgeführten Ecke so zu pennen, das ist brutal ärgerlich”, kritisierte der Trainer.

kicker Wochenendrückblick vom 31.7.2022

31. Juli 202205:23 Minuten

kicker Wochenendrückblick vom 31.7.2022

Deutschland verliert EM-Finale gegen England, Bayern München gewinnt den Supercup, Leverkusen scheitert im DFB-Pokal an Drittligist Elversberg

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03.07.2022

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Was gegen den FC St. Pauli im Heimspiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) besser laufen muss, liegt auf der Hand. Auf allem anderen lässt sich in der Pfalz sehr gut aufbauen. Wie der Zweitliga-Aufsteiger dem Europa-League-Teilnehmer über weite Strecken nahezu ebenbürtig gegenüberstand, macht Mut für die kommenden Wochen. Mit dem getankten Selbstvertrauen aus dem geglückten Saisonstart und den erfreulichen Erkenntnissen aus dem Pokal kann der viermalige Deutsche Meister schon in den kommenden Wochen die Grundlage legen, größeren Abstiegssorgen im Saisonverlauf aus dem Weg zu gehen.

Moritz Kreilinger

DFB-Pokal: Magdeburg-Frankfurt heute live im Free-TV

Eintracht Frankfurt startet beim 1. FC Magdeburg in die Saison 2022/23. Wer überträgt das DFB-Pokal-Duell live in TV und Stream?

Am Montag wartet in Magdeburg das erste Pflichtspiel: Frankfurts Neuzugang Mario Götze.

Am Montag wartet in Magdeburg das erste Pflichtspiel: Frankfurts Neuzugang Mario Götze.

IMAGO/Langer

Viermal treffen in der 1. DFB-Pokal-Runde 2022/23 Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga aufeinander. Am Montag (20.45 Uhr) gastiert unter anderem Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt bei Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg.

Die Partie wird nicht nur – wie alle anderen Paarungen – live bei Pay-TV-Sender Sky bzw. im Stream bei Sky Go übertragen, sondern via ARD auch im Free-TV und der ARD-Mediathek.

Während Magdeburg bereits zwei Ligaspiele hinter sich hat – 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf, 3:2 beim Karlsruher SC -, steht für Frankfurt am Montagabend das erste Pflichtspiel der neuen Spielzeit an.

In der vergangenen Saison waren beide Klubs schon in der 1. Runde hängengeblieben. Der FCM unterlag dem FC St. Pauli zuhause mit 2:3, Frankfurt scheiterte bei Waldhof Mannheim (0:2).

Lauberbachs Antwort, Hennings große Gefühle

Dass ein denkwürdiger Abend bevorstehen könnte, hätte schon unmittelbar nach der Auslosung klar sein müssen. Braunschweig gegen Hertha BSC ist im Pokal ein Klassiker, den es zuletzt häufig gab, der eigentlich nie normal ablief  – und am Sonntag doch noch einmal alles Bisherige toppte. Das 10:9 nach Elfmeterschießen ist eines für die Geschichte.

Braunschweigs Bryan Henning jubelt über sein Tor gegen Hertha

Braunschweigs Bryan Henning jubelt über sein Tor gegen Hertha

IMAGO/regios24

2018 hatte die Eintracht den Hauptstadtklub als Drittligist zu Gast, bot einen großen Kampf und verlor unglücklich 1:2, zwei Jahre darauf gab es bei der Neuauflage ein denkwürdiges 5:4, das Erinnerungen an einen Klassiker von 2004 weckte: Da waren die Niedersachsen noch Regionalligist und die Berliner gespickt mit Stars wie Marcelinho und dem heutigen Boss Fredi Bobic. Ausgerechnet der gebürtige Braunschweiger Alexander Madlung hatte Hertha mit einem Eigentor auf die Verliererstraße gebracht, am Ende hieß es 3:2 für den Underdog nach zweimaligem Rückstand. Diese Ereignisse noch in den Schatten zu stellen, schien schwer realisierbar, ist aber geschehen. “Das Kribbeln am ganzen Körper”, sagte Bryan Henning noch eine halbe Stunde nach dem Ende des Pokalfights, “hört einfach nicht auf. Die Gänsehaut geht gar nicht mehr weg.”

Der gebürtige Berliner im Braunschweiger Mittelfeld war Hauptdarsteller und Symbolfigur. Fast eine Stunde fanden Henning und die Eintracht keine Mittel gegen den turmhoch überlegenen Bundesligisten, mit dem Treffer zum 1:2 durch Brian Behrendts Elfmeter nach einer Stunde aber war der Zweitliga-Aufsteiger da. “Wir kamen in einen Flow”, erklärte Henning, “der Kopf ging aus, das Stadion hat uns getragen, es war der Wahnsinn.” Er selbst erzielte nach unglaublichen Drehungen und Wendungen – 3:2 nach 0:2 und einem erneuten Rückstand – das 4:4 kurz vor Ende der Verlängerung, verwandelte dann auch den entscheidenden Elfmeter.

Henning hofft auf eine Initialzündung für die mit null Toren und null Punkten gestartete Eintracht und zieht eine Parallele zum Vorjahr. Auch da ging der Start in die 3. Liga daneben (ein Punkt aus zwei Spielen), ehe ein gelungener Pokalabend die Wende markierte. “Wir haben da zwar 1:2 gegen den HSV verloren, aber gesehen, was für uns möglich ist. Für uns war das damals so etwas wie ein Startschuss in die Saison.” Der soll auch am denkwürdigen Pokalabend gegen die Hertha erfolgt sein. “Ich hoffe, der Knoten ist jetzt geplatzt.”

Fejzic: “Für Lion freut es mich unheimlich”

Die Braunschweiger Hoffnungen auf die Wende sind auch in Lion Lauberbach begründet. Der Aufstiegs-Torjäger war glücklos in die Saison gestartet, musste am Sonntag zunächst auf die Bank. Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann will diese Woche möglichst mit zwei Stürmern, dem Ex-Unioner Anthony Ujah (31) und dem Mainzer Marlon Mustapha (21), nachlegen, Lauberbach aber hat sich in Stellung gebracht. Als Joker traf er erst zum 2:2, bereitete dann das zwischenzeitliche 3:2 herausragend vor. “Für Lion”, sagte Torwart Jasmin Fejzic, sowohl während der 120 Minuten als auch im Elfmeterschießen herausragend, “freut es mich unheimlich. Es wurde viel über ihn geredet nach den ersten Partien.” Nach seiner Einwechslung sorgte Lauberbach dafür, dass auch über diese Auflage des Pokalklassikers zwischen Braunschweig und Berlin noch lange geredet wird.

Sebastian Wolff

Doppelpack mit befreiender Wirkung? Königsdörffers Bewerbung

Sein Start in der Liga war schwer. Zwei Spiele, zwei frühe Auswechslungen, zwei Mal die kicker-Note 5. Beim Pokal in Bayreuth musste HSV-Neuling Ransford Königsdörffer deshalb auf die Bank – traf als Joker doppelt und war maßgeblich am 3:1-Erfolg beteiligt. Sein Startschuss?

HSV-Neuling Ransford Königsdörffer (li.)  erzielte in Bayreuth einen Doppelpack.

HSV-Neuling Ransford Königsdörffer (li.) erzielte in Bayreuth einen Doppelpack.

IMAGO/Peter Kolb

Tim Walter ist noch zurückhaltend bei der Bewertung des 20-jährigen Ex-Dresdners. “Ransi ist noch nicht so richtig in Hamburg angekommen. Er zeigt immer wieder, dass er Potenzial hat. Das hat er auch in Bayreuth angedeutet.” Die klare Forderung des Trainers: “Da muss er weitermachen!”

“Er bringt Tempo mit, hat gute Anlagen”

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Muss womöglich auch Walter mit Königsdörffer dort weitermachen, wo er im Pokal aufgehört hat? Nachdem der Neuling in den ersten beiden Partien im vom Coach favorisierten 4-3-3-System auf dem rechten Flügel nicht zur Geltung kam, hatte der 46-Jährige nach der Pause beim Drittligisten beim Stand von 0:1 auf ein 4-4-2 umgestellt. Der 1,2-Millionen-Mann durfte neben Robert Glatzel als zweite Spitze ran, bewegte sich gut in den Räumen, hatte gute tiefe Laufwege und Chancen für weitere Treffer. “Er bringt Tempo mit, hat gute Anlagen”, lobt Walter. In der veränderten Rolle kamen sie so richtig zur Geltung.

Klar ist: Königsdörffer hofft, dass sein Doppelpack befreiende Wirkung hat. “Eine kleine Enttäuschung war schon dabei”, sagt er über seinen Bankplatz zu Beginn der Partie, am Ende aber überwog die Freude “über meine Premierentreffer für den HSV.” Und darüber, dass er nachweisen konnte, dass er das Hamburger Angriffsspiel facettenreicher machen kann. “Das Zusammenspiel mit Robert Glatzel in der Spitze hat gut geklappt.” Und ist eine mögliche Zukunfts-Option.

Sebastian Wolff