Gelungenes Comeback: Wormatia Worms ringt OFC nieder

Der VfR Wormatia Worms hat am 1. Spieltag der Regionalliga Südwest Top-Favorit Kickers Offenbach geschlagen, der sich überraschend ideenlos präsentierte.

Die Freude über den gelungen Auftakt war bei den Wormser Spielern groß.

Die Freude über den gelungen Auftakt war bei den Wormser Spielern groß.

IMAGO/Thomas Frey

Bei seiner Rückkehr in die Regionalliga hat der VfR Wormatia Worms ein erstes Statement abgegeben und Titelaspirant Kickers Offenbach mit 1:0 in die Schranken gewiesen. Die Truppe von Neu-Coach Max Mehring, der vor dem Spiel, Herz und Leidenschaft gefordert hatte, setzte diese Anweisung zu 100 Prozent um. Die Spieler der Wormatia schmissen sich in jeden Zweikampf, standen hinten kompakt und ließen den Offenbachern kaum Raum zur Entfaltung. Worms brannte freilich kein Offensivfeuerwerk, machte aus seinen wenigen Möglichkeiten aber das Beste.

Der OFC hatte über die gesamte Spieldauer mehr Ballbesitz, wusste mit zahlreichen Neuzugängen in der Startelf damit aber gegen die bissigen Gastgeber nichts anzufangen. Zwei magere gefährliche Torchancen von Lemmer (31., 78.), die Cymar vereitelte, mehr brachten die Offenbacher nicht zustande. Zudem hinterließ die letzte Reihe der Gäste nicht immer den sichersten Eindruck.

So auch beim einzigen Treffer des Tages in der 18. Minute, als die OFC-Defensive an der rechten Grundlinie schlampig agierte, den Ball verlor und Kasper aus spitzem Winkel traf. Kasper hatte im zweiten Durchgang nach schönem Chipzuspiel sogar das 2:0 auf dem Schlappen, bei seinem Volleyversuch von der Strafraumkante war Richter diesmal aber zur Stelle (53.).

Ansonsten prägten viele Zweikämpfe im Mittelfeld das Spielgeschehen. Erst in der Schlussphase, als bei den Hausherren langsam die Kräfte zur Neige gingen, tauchte der OFC häufiger in der Nähe des Wormser Strafraums auf. Die Kreativität fehlte aber weiter. Mehr als Distanzschüsse und hohe Bälle in den Sechzehner hatten die Gäste nicht zu bieten.

Tore und Karten

1:0
Kasper (18′)

Tore und Karten

1:0
Kasper (18′)

Wormatia Worms

J. Sommer (85. )

Kickers Offenbach

Jopek (8. ), Mairose (42. ), Vetter (54. ), Wanner (85. ), Hosiner (90. + 1 )


Wormatia Worms

Worms


Wormatia Worms

Worms

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


Kickers Offenbach

Offenbach


Kickers Offenbach

Offenbach

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team

Mario Hildenbrand
Wertheim

Schiedsrichter-Team

Mario Hildenbrand
Wertheim

Spielinfo


Stadion

EWR-Arena Worms

Zuschauer

3.756

Spielinfo


Anstoß

07.08.2022, 14:00 Uhr


Stadion

EWR-Arena Worms Worms


Zuschauer

3.756

Nächste Woche wartet auf Worms nun das erste Auswärtsspiel beim FC Astoria Walldorf. Offenbach empfängt am Bieberer Berg die TSG Hoffenheim II.

Stiller Held

Dribbler, Stoiker, Trainer in aller Welt: Sigfried Held prägte den Fußball. Am Sonntag wird der ehemalige Dortmunder 80.

Sprach stets mehr in Taten als in Worten: Sigfried Held.

Sprach stets mehr in Taten als in Worten: Sigfried Held.

imago images

Der Ball von Stan Libuda flog und flog, über ihn hinweg, über den nach seinem Zusammenprall mit Liverpools Keeper Tommy Lawrence noch im Strafraum liegenden Sigfried Held – und ins Tor. Das 2:1 gegen den hohen Favoriten und der Europapokal der Pokalsieger für Borussia Dortmund und Held, der mit seinem Treffer zum 1:0 bereits maßgeblich am großen Triumph beteiligt war.

1966, es war das Jahr des Sigfried Held. Seine erste Saison bei den Westfalen inklusive des Debüts für die deutsche Nationalmannschaft und der Ehre als erster Schütze an der Sportstudio-Torwand im ZDF gipfelte mit dem Spiel in Glasgow. Der zweite ganz große Sieg gegen ein englisches Team wurde ihm im Finale der WM etwas später auch durch das berühmt-berüchtigte Wembley-Tor verwehrt. Lothar Emmerich und er, die “schrecklichen Zwillinge”, wie sie die englische Presse taufte, bildeten eines der besten Sturmduos der deutschen Geschichte, auch wenn sie die großen Erfolge der ersten Saison nicht mehr zusammen wiederholen konnten.

Teil der legendären Wembley-Elf

Fast scheint es, als habe Held sein Titelglück mit der Mutter aller deutschen Europapokalsiege ein wenig aufgebraucht, danach schrammte der im Sudetenland geborene und in Unterfranken aufgewachsene Stürmer an den großen Erfolgen vorbei. 1972 glänzte er mit der legendären Wembley-Elf beim ersten deutschen Sieg in England, verpasste anschließend aber den Triumph bei der EM-Endrunde, weil er zeitgleich für die Offenbacher Kickers um den Aufstieg in die Bundesliga spielte.

Ich bin kein Typ, der auf die Pauke haut.

Sigfried Held

Dennoch ist er eine der prägenden Figuren des Fußballs seiner Zeit. Dribbelstark, mit einem schnellen Antritt und guten Flanken, immer unterwegs und dabei selbst stets torgefährlich. Auf dem Feld eine auffällige Figur, daneben auf den ersten Blick ein stiller Zeitgenosse, der früh als “der große Schweiger” tituliert wird. “Ich bin kein Typ, der auf die Pauke haut”, findet er selbst. Helds Humor ist trocken, seine Aussagen hintersinnig. Wo andere die Vordertür eintreten, hat er einen Schlüssel für den Nebeneingang.

Vielleicht bereitete ihm gerade das auch den Weg für die Trainerkarriere. Bereits als Profi erlangte er 1970 seinen Fußball-Lehrer, obwohl er da offenbar noch keinen Gedanken ans Ende seiner aktiven Laufbahn hatte. Noch bis 1981 stand Held auf dem Feld, je zweimal beim BVB und beim OFC, kurz bei Preußen Münster und im hohen Alter noch bei Bayer Uerdingen.

Sein wohl größter Erfolg gelingt in der Heimat

Der Übergang in die zweite Karriere gelang nahtlos: Mit Schalke schaffte er 1982 den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte, um im folgenden Januar nach einer Spielermeuterei wegen des harten Trainings zurückzutreten. Danach trieb es ihn in die weite Welt hinaus: In Island, Istanbul, Wien, Osaka, Ägypten, Malta und zuletzt Thailand hinterließ der Stoiker mit den buschigen Augenbrauen seine Spuren, auch wenn er nicht jeden Auftrag erfüllen konnte.

Sein wohl größter Erfolg gelang ihm aber in der deutschen Heimat, in Dresden. Die Sachsen gingen wegen des Verstoßes gegen die Lizenzauflagen mit der Hypothek eines Vier-Punkte-Abzugs in die Saison 1993/94, dennoch führte Held das Team auf Platz 13, mit seiner ganz eigenen Art: “Ich bin kein Unterhaltungskünstler, aber ich bin hier ja auch nicht als Rudi Carrell verpflichtet worden.”

Patrick Kleinmann

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

Saison 1991/92: Ost-Teams, Spannung, Bayern-Krise

11.07.2022

Trailer: kicker History

24.06.2022

weitere Podcasts

Kickers Offenbach knacken Regionalliga-Dauerkarten-Rekord

Die Kickers Offenbach haben es geschafft und ihren eigenen Regionalliga-Dauerkarten-Rekord aus der Saison 2015/16 übertroffen. 

Das Stadion am Bieberer Berg wird auch in dieser Regionalliga-Spielzeit wieder gut gefüllt sein.

Das Stadion am Bieberer Berg wird auch in dieser Regionalliga-Spielzeit wieder gut gefüllt sein.

IMAGO/Beautiful Sports

So startet der OFC

Geknackt! Die Kickers Offenbach haben laut eigenen Angaben ihren Regionalliga-Dauerkarten-Rekord aus der Saison 2015/16 übertroffen. 3700 Saisontickets gingen damals über die Ladentheke. In dieser Spielzeit hat der OFC bereits 3709 (Stand 27. Juli) verkauft und damit schon neun mehr als noch vor sieben Jahren. “Ihr seid Weltklasse! Und wer weiß, vielleicht schaffen wir ja sogar die 4000”, bedankte sich der Traditionsvereins auf Social Media bei seinen Anhängern.

Erstmals ernst wird es für die Kickers Offenbach und deren Fans am kommenden Samstag in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal. Zu Gast am Main ist Fortuna Düsseldorf. OFC-Geschäftsführer Matthias Georg gab sich im Gespräch mit dem kicker kämpferisch: “Wir wollen weiterkommen und die Leute begeistern.” Noch wichtiger sei aber das erste Punktspiel in Worms, das dann am Sonntag, 7. August, stattfinden wird.

DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro

OFC-Geschäftsführer George: “Wir wollen die Leute begeistern”

Starker Kader, gute Testspiele – bei den Offenbacher Kickers ist die Euphorie vor dem Saisonstart enorm.

Ausgebremst: Maximilian Engl durfte sich beim OFC Hoffnungen auf die Nummer eins machen - nun ist der Keeper jedoch verletzt.

Ausgebremst: Maximilian Engl durfte sich beim OFC Hoffnungen auf die Nummer eins machen – nun ist der Keeper jedoch verletzt.

IMAGO/Beautiful Sports

Mehr zur Regionalliga Südwest

Matthias Georg sieht die Offenbacher Kickers für den Saisonstart gerüstet. Das Fazit der Vorbereitung fällt aus Sicht des Geschäftsführers “sehr gut” aus, “obwohl wir sehr intensiv gearbeitet haben, fast an der Grenze der Belastbarkeit”. Georg ist sich dennoch sicher, dass das Team nach anstrengenden Wochen im DFB-Pokal-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf die nötige Frische haben wird, um dem Favoriten eventuell ein Bein zu stellen: “Wir wollen weiterkommen und die Leute begeistern. Aber noch wichtiger ist das erste Punktspiel in Worms.”

Und die Zielsetzung ist klar: In der zehnten Regionalligasaison soll endlich der Aufstieg gelingen. Angesichts des erneuten Umbruchs bittet Georg aber um Geduld: “Wir werden nicht vom ersten Spieltag an alles in Grund und Boden rennen, haben ein neues System und müssen uns erst einspielen.”

Die Vorbereitung verlief indes nahezu optimal, zumal es bis auf Torhüter Maximilian Engl, dem bei einer Drehbewegung im Training die Kniescheibe rausgesprungen war und der rund sechs Wochen ausfällt, keine schwereren Verletzungen gab. “Wir sind sehr gut durchgekommen”, weiß Georg, der mit der Verpflichtung von Torhüter Michael Zadach (22, von FC Schalke 04 II) auf den Engl-Ausfall reagierte.

OFC kann eigenen Dauerkartenrekord knacken

Auch die Testspielbilanz der Kickers macht Mut. Die einzige Niederlage gab es gegen Erstligist 1. FC Köln (0:2) ,und selbst in dieser Partie war der OFC alles andere als chancenlos. Die Generalprobe gegen Ligarivale VfB Stuttgart II endete dank eines späten Tores von Rafael Garcia mit einem 1:0-Sieg. “Wir haben Dominanz ausgestrahlt, uns aber lange schwer damit getan, Torchancen zu erspielen”, so der Geschäftsführer. Obwohl der OFC neunmal wechselte, gab es keinen Bruch im Spiel. Im Gegenteil. Die eingewechselten Akteure brachten neuen Schwung, vor allem Dejan Bozic und Christian Derflinger. “Es ist eine Qualität des Kaders, dass es keinen Leistungsverlust gibt, wenn wir von der Bank nachschieben.”

So startet der OFC

Die Euphorie ist derweil – mal wieder – enorm. Der OFC ist auf dem besten Weg, den von ihm aufgestellten Dauerkartenrekord der Regionalliga Südwest (3700) zu knacken. Auch fürs Pokalspiel gegen Düsseldorf wurden bereits fast 14000 Tickets verkauft.

Nicht mehr dabei sein wird dann Florent Bojaj. Der noch bis 2023 gültige Vertrag des Offensivspielers wurde einvernehmlich aufgelöst. Man habe die Leistungen und Perspektiven analysiert, so Georg. Letztlich sei es auch eine Frage des Preis-Leistungs-Verhältnisses gewesen. Bojaj (75 Spiele, 10 Tore) passte nicht ins System, war aber ein Topverdiener. Ersatz ist nicht geplant. Stattdessen soll Talent Almin Mesanovic aufgebaut werden.

Christian Düncher

OFC-Geschäftsführer Georg: “Wir wollen die Leute begeistern”

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Ausgebremst: Maximilian Engl durfte sich beim OFC Hoffnungen auf die Nummer eins machen - nun ist der Keeper jedoch verletzt.

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IMAGO/Beautiful Sports

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Matthias Georg sieht die Offenbacher Kickers für den Saisonstart gerüstet. Das Fazit der Vorbereitung fällt aus Sicht des Geschäftsführers “sehr gut” aus, “obwohl wir sehr intensiv gearbeitet haben, fast an der Grenze der Belastbarkeit”. Georg ist sich dennoch sicher, dass das Team nach anstrengenden Wochen im DFB-Pokal-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf die nötige Frische haben wird, um dem Favoriten eventuell ein Bein zu stellen: “Wir wollen weiterkommen und die Leute begeistern. Aber noch wichtiger ist das erste Punktspiel in Worms.”

Und die Zielsetzung ist klar: In der zehnten Regionalligasaison soll endlich der Aufstieg gelingen. Angesichts des erneuten Umbruchs bittet Georg aber um Geduld: “Wir werden nicht vom ersten Spieltag an alles in Grund und Boden rennen, haben ein neues System und müssen uns erst einspielen.”

Die Vorbereitung verlief indes nahezu optimal, zumal es bis auf Torhüter Maximilian Engl, dem bei einer Drehbewegung im Training die Kniescheibe rausgesprungen war und der rund sechs Wochen ausfällt, keine schwereren Verletzungen gab. “Wir sind sehr gut durchgekommen”, weiß Georg, der mit der Verpflichtung von Torhüter Michael Zadach (22, von FC Schalke 04 II) auf den Engl-Ausfall reagierte.

OFC kann eigenen Dauerkartenrekord knacken

Auch die Testspielbilanz der Kickers macht Mut. Die einzige Niederlage gab es gegen Erstligist 1. FC Köln (0:2), und selbst in dieser Partie war der OFC alles andere als chancenlos. Die Generalprobe gegen Ligarivale VfB Stuttgart II endete dank eines späten Tores von Rafael Garcia mit einem 1:0-Sieg. “Wir haben Dominanz ausgestrahlt, uns aber lange schwer damit getan, Torchancen zu erspielen”, so der Geschäftsführer. Obwohl der OFC neunmal wechselte, gab es keinen Bruch im Spiel. Im Gegenteil. Die eingewechselten Akteure brachten neuen Schwung, vor allem Dejan Bozic und Christian Derflinger. “Es ist eine Qualität des Kaders, dass es keinen Leistungsverlust gibt, wenn wir von der Bank nachschieben.”

So startet der OFC

Die Euphorie ist derweil – mal wieder – enorm. Der OFC ist auf dem besten Weg, den von ihm aufgestellten Dauerkartenrekord der Regionalliga Südwest (3700) zu knacken. Auch fürs Pokalspiel gegen Düsseldorf wurden bereits fast 14000 Tickets verkauft.

Nicht mehr dabei sein wird dann Florent Bojaj. Der noch bis 2023 gültige Vertrag des Offensivspielers wurde einvernehmlich aufgelöst. Man habe die Leistungen und Perspektiven analysiert, so Georg. Letztlich sei es auch eine Frage des Preis-Leistungs-Verhältnisses gewesen. Bojaj (75 Spiele, 10 Tore) passte nicht ins System, war aber ein Topverdiener. Ersatz ist nicht geplant. Stattdessen soll Talent Almin Mesanovic aufgebaut werden.

Christian Düncher

Kickers Offenbach: Zadach bringt Regionalliga-Erfahrung von Schalke 04 II mit

Kickers Offenbach hat sich am Mittwoch auf der Torhüterposition nochmal verstärkt und den Transfer von Michael Zadach verkündet, der bei der U 23 des FC Schalke 04 bereits Regionalliga-Erfahrung gesammelt hat.

Trägt zukünftig ein weiteres traditionsreiches Wappen auf der Brust: Michael Zadach wechselt vom FC Schalke 04 II zu den Kickers Offenbach.

Trägt zukünftig ein weiteres traditionsreiches Wappen auf der Brust: Michael Zadach wechselt vom FC Schalke 04 II zu den Kickers Offenbach.

imago images/Noah Wedel

Regionalliga Südwest

Die kurze Zeit ohne Verein hat für Michael Zadach ein Ende. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wechselt der 22-jährige Torhüter zu Kickers Offenbach. Zwischen 2019 und Juni 2022 stand Zadach für den FC Schalke 04 II zwischen den Pfosten und absolvierte in dieser Zeit 29 Spiele in der Regionalliga West.

Den Sprung von einer Profi-Reserve zur ersten Mannschaft eines anderen Traditionsklubs geht der Schlussmann mit viel Ehrgeiz an, wie er in einer Meldung der Hessen unterstreicht: “Offenbach ist ein traditionsreicher Verein mit einer geilen Fankulisse, und das ist für mich als jungen Spieler natürlich sehr attraktiv. Ich freue mich auf die Erfahrung, die ich hier sammeln darf und möchte mit dem OFC den Aufstieg anpeilen.”

Matthias Georg, Geschäftsführer beim OFC, sagt zum Transfer: “Mit Michael Zadach erhalten wir einen sehr talentierten Torhüter, der bereits einige Erfahrung in der Regionalliga West gesammelt hat und unser Torhüter-Trio komplettiert.”