Knäbel: Bei Boujellab und Kolodziejczak “hat sich nichts ergeben”

Eine Trennung von Nassim Boujellab und Timothee Kolodziejczak war in diesem Winter angestrebt worden, “hat sich aber nicht ergeben”, sagt Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel. Das Duo trainiert deshalb weiter in der U 23. Das gilt auf Geheiß von Thomas Reis weiter auch für Ibrahima Cissé, dem der Trainer beharrlich ins Gewissen redet.

Bei Schalke außen vor: Nassim Boujellab und Timothee Kolodziejczak.

Bei Schalke außen vor: Nassim Boujellab und Timothee Kolodziejczak.

Thomas Reis hält viel von Ibrahima Cissé, Schalkes Coach prophezeit dem langen Innenverteidiger eine steile Karriere. “Wenn der Junge scheitert, dann an seinem Kopf”, sagt Reis, der damit andeutet, dass Einstellung und Herangehensweise des Abwehrspielers nicht so vorbildlich sind, wie es sich für einen Profi in der Bundesliga geziemt. Reis redet dem 21-Jährigen beharrlich ins Gewissen und wünscht ihm schnellstmöglich die Trendwende. Ein Spieler mit seinen Fähigkeiten “muss einfach durchstarten”.

Der Fall Cissé erinnert an Reis‘ Umgang mit Armel Bella-Kotchap einst beim VfL Bochum. Als Reis dort noch Trainer war, musste der Coach ebenfalls andere Saiten aufziehen. Mit Erfolg: Bella-Kotchap, wie Cissé ein in Frankreich geborener Innenverteidiger, mauserte sich und wechselte im vergangenen Sommer in die Premier League. Finanziell bescherte er dem VfL eine Summe im ungeahnten Bereich.

Zehn Millionen Euro gab es für seinen Wechsel zum FC Southampton. Dieser Betrag machte Bella-Kotchap zum Bochumer Rekordverkauf. Die bisherige Rekordsumme hatte Leon Goretzka bei seinem Schalke-Wechsel im Sommer 2013 für etwa fünf Millionen Euro aufgestellt.

Von einer Entwicklung wie der des deutschen WM-Teilnehmers Bella-Kotchap ist Cissé noch weit entfernt, er muss sich nun erst einmal wieder über die Regionalligamannschaft der Königsblauen empfehlen. “Er macht seine Sache bei der U 23 gut”, sagt Reis, der Cissé zumindest am Dienstag im Geheimtest gegen die SG Wattenscheid 09 (6:0) in der zweiten Hälfte eingewechselt hat.

Keine Interessenten für Schalker Duo

Nicht einmal mehr in einem Test eingewechselt werden Nassim Boujellab und Timothee Kolodziejczak, beide befinden sich fest im Reserve-Ensemble. Schalke hatte gehofft, das Duo in diesem Winter abgeben zu können, doch “es hat sich nichts ergeben”, erklärt Sportvorstand Peter Knäbel. Nicht einmal Verhandlungen hätten sich angebahnt. Eine kleine Hoffnung gibt es: Vereinzelt sind Märkte noch geöffnet, etwa der türkische oder österreichische.

Während sich Kolodziejczaks erst im Oktober vollzogene Verpflichtung rasch als großes Missverständnis entpuppte, hatte Schalke bei Boujellab zumindest lange die Hoffnung, dass es auch auf Profiebene eine innige Beziehung werden könnte zwischen dem Klub und dem Eigengewächs. Einst hatte sich Knäbel persönlich dafür stark gemacht, dass Boujellab eine Chance bei den Profis erhält, doch auch bei seinen späteren Leihstationen FC Ingolstadt und HJK Helsinki (bis Jahresende 2022) konnte sich Boujellab nicht für eine königsblaue Zukunft empfehlen. Der Vertrag des 23-Jährigen läuft im Sommer aus.

Toni Lieto

Als Kehl für Freiburg in Dortmund traf – VfB historisch schlecht: Das bringt der 19. Spieltag

Am Freitag eröffnet der FC Augsburg den 19. Spieltag mit der Partie gegen Leverkusen und könnte eine historische Statistik ebenso vergessen machen wie der VfB Stuttgart tags darauf gegen Bremen. Außerdem im Fokus: die Topspiele in Dortmund und Wolfsburg sowie das erste Hertha-Spiel nach Fredi Bobic. 

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

2001 Torschütze für Freiburg, inzwischen Sportdirektor beim BVB: Sebastian Kehl (re.)

Bongarts/Getty Images

Augsburgs Negativmarke gegen Leverkusen

An das Hinspiel in der Leverkusener BayArena hat der FC Augsburg beste Erinnerungen. Das 2:1 war der erste Sieg, den die Fuggerstädter im 23. Duell mit der Werkself feierten. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings: Zu Hause wartet Augsburg noch auf einen Sieg gegen Leverkusen (0/4/7). Kein anderes Team hat je ein anderes so oft empfangen, ohne auch nur ein einziges Mal gewonnen zu haben. 

Freiburger Einmaligkeit in Dortmunds Festung 

Ein einziges Mal, häufiger hat der SC Freiburg in Dortmund noch nicht gewonnen. Im Oktober 2001 war es ein 2:0, das den Sportclub mit drei Punkten zurück in den Breisgau fahren ließ. Unter den Torschützen damals: Sebastian Kehl, inzwischen Sportdirektor beim BVB, der bei den vergangenen 14 Heimspielen gegen Freiburg 40 von 42 möglichen Punkten geholt hat. 

Nach dem Bobic-Beben: Hertha ist in Frankfurt zu Gast


Fredi Bobic

Nicht mehr im Amt: Fredi Bobic.
IMAGO/RHR-Foto

Hertha BSC erlebt mal wieder turbulente Tage. Nach der Trennung von Fredi Bobic und der Rückkehr von Benjamin Weber und Andreas “Zecke” Neuendorf sind die Berliner bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Nach der Winterpause ist die SGE in spielerischer Hinsicht zwar noch nicht ins Rollen gekommen, trotzdem hat sie fünf Punkte aus den ersten drei Partien geholt. Gegen Hertha verlor Frankfurt ohnehin nur eines der jüngsten acht Duelle – das Heimspiel der Vorsaison (1:2). 

Unbesiegte Kölner gegen RB

7:1 gegen Bremen, 1:1 in München, 0:0 gegen Schalke: In diesem Jahr ist der 1. FC Köln noch ungeschlagen. Hat diese Serie selbst dann noch Bestand, wenn auch das Duell mit Leipzig hinter der Elf von Steffen Baumgart liegt? Von elf Spielen gegen RB gewann Köln nur zwei. 

Hoffenheims Durststrecke – und das Bochum-Omen 

Von den vergangenen acht Bundesligaspielen hat Hoffenheim kein einziges gewonnen. Aber, und das könnte der TSG Mut machen: In der Vorrunde trafen die Kraichgauer nach zehn Partien ohne Sieg auf den VfL Bochum und landeten mit einem 3:2 den Befreiungsschlag.


Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.

Ein Heimspiel ohne Gegentor: Im April 2021 jubelte der VfB gegen Bremen.
Getty Images

Die VfB-Flut und das Wiedersehen mit Werder

In den vergangenen 30 Heimspielen ist der VfB Stuttgart kein einziges Mal ohne Gegentreffer davongekommen – eine Negativserie, die es in knapp 60 Jahren Bundesliga noch nie gegeben hat. Letztmals spielten die Schwaben im April 2021 zu null, nun treffen sie erneut auf den damaligen Gegner: Werder Bremen, gegen das Stuttgart seit sechs Partien ungeschlagen ist. Ein gutes Omen, um die Gegentor-Flut nun zu beenden?

Schalke mit frischem Mut nach Mönchengladbach

Durch das 0:0 gegen Köln hat Schalke frischen Mut geschöpft, jetzt haben es die Königsblauen mit Borussia Mönchengladbach zu tun, einem Gegner, gegen den sie nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen haben. Um nun im Borussia-Park den dritten Saisonsieg einzufahren, setzt Schalke auch auf Eder Balanta, der am Deadline Day nach Gelsenkirchen gekommen ist.

Nach den Isco-Irrungen: Union trifft auf Mainz

Trotz der Isco-Irrungen hat Union Berlin am Dienstag die Eintrittskarte fürs Viertelfinale im DFB-Pokal gelöst. Nun treffen die Eisernen auf Mainz 05, peilen den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel des Jahres an und setzen dabei auf ihre Heimstärke: Von den jüngsten 41 Partien vor eigenem Publikum verlor Union nur zwei. 

Endet Bayerns 1:1-Serie gegen Wolfsburg?

1:1 in Leipzig, 1:1 gegen Köln, 1:1 gegen Frankfurt: Die ersten drei Bundesligaspiele des Jahres hat der FC Bayern nicht gewonnen, nun beschließen die Münchner den 19. Spieltag mit einer Partie gegen den VfL Wolfsburg und Ex-Trainer Niko Kovac. Dabei könnte Joao Cancelo zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Nach sechs Siegen in Folge haben die Niedersachsen zuletzt zwei Rückschläge hinnehmen müssen (jeweils 1:2 gegen Werder Bremen und im DFB-Pokal gegen Union Berlin). Auch die Bayern-Bilanz kann Wolfsburg nicht gerade Mut machen: Von 51 Duellen gewann der VfL nur vier, zuletzt gab es 15 Anläufe ohne Sieg.

Schalke korrigiert seine Transfer-Fehler aus dem Sommer

Mit Blick auf die Kaderzusammenstellung im Sommer nach dem Aufstieg räumt Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel nun Fehler ein. Die hat das Liga-Schlusslicht in der Wintertransferphase zu korrigieren versucht. Am Mittwoch zog Knäbel ein Fazit.

Hat den Kader neu ausgerichtet für den Abstiegskampf:  Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel.

Hat den Kader neu ausgerichtet für den Abstiegskampf:  Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel.

IMAGO/RHR-Foto

Rouven Schröder hatte im Sommer nach dem Abstieg fantastische Arbeit geleistet. Schalkes neuer Sportdirektor schaffte es 2021 unter höchsten Anstrengungen tatsächlich, aus einem absoluten Trümmerhaufen eine Aufstiegsmannschaft zu formen, die sogar als Zweitliga-Champion sofort ins Oberhaus zurückkehrte.

Im Sommer nach dem Aufstieg 2022 trafen Schröder und Co. dann aber viele fragwürdige Personalentscheidungen. Sportvorstand Peter Knäbel gibt rückblickend offen zu: “Wenn wir uns jetzt hier hinstellen und sagen würden, wir hätten im Sommer alles richtig gemacht, wäre das falsch.”

Wenn wir uns jetzt hier hinstellen und sagen würden, wir hätten im Sommer alles richtig gemacht, wäre das falsch.

Peter Knäbel

Schröder ist seit seinem Blitz-Abschied Ende Oktober Geschichte in Gelsenkirchen, auch ohne seine Hilfe haben die Königsblauen nun versucht, die im Sommer gemachten Fehler bei der Kaderzusammenstellung zu korrigieren. Knäbels Fazit lautet: “Wir haben am Limit gehandelt und das maximal Verträgliche gemacht.” Mit “Wir” meint er vor allem auch André Hechelmann und René Grotus, die sich Chancen auf eine Zukunft als federführende Kaderplaner erarbeitet haben, wie Knäbel am Mittwoch durchblicken ließ.

Sieben Neue für Reis – “Personell und finanziell guten Ritt hingelegt”

Schalkes Führung hat dem neuen Trainer Thomas Reis insgesamt sieben Zugänge zur Verfügung gestellt, sechs davon stammen von anderen Vereinen. Nur Soichiro Kozuki, der in den ersten drei Ligaspielen dieses Jahres jeweils in der Startelf stand und sogar das bislang einzige S04-Tor erzielte (beim 1:6 gegen Leipzig), wurde aus der eigenen U 23 hochgezogen. Alle anderen spielen leihweise für den Tabellenletzten.

Jere Uronen (kam von Stade Brest) und Moritz Jenz (er spielte zuletzt für Celtic Glasgow, sein Stammverein ist der FC Lorient) sollen die Abwehr stabilisieren, Eder Balanta (Club Brügge) und Niklas Tauer (Mainz 05) sind für das defensive Mittelfeld vorgesehen, Tim Skarke (Union Berlin) soll auf den offensiven Außenbahnen Tempo machen, Michael Frey (Royal Antwerpen) muss im Sturmzentrum die Schalker Ladehemmungen vor dem Tor lösen. “Personell und finanziell haben wir einen guten Ritt hingelegt”, sagt Knäbel, dieser Ritt werde sich in den restlichen 16 Spielen “hoffentlich auf dem Platz widerspiegeln”.

Der Sportvorstand hatte nicht den Eindruck, dass sich der Tabellenletzte auf dem Spielermarkt die Zähne ausbiss. “Als Schalker hat man nach wie vor das Gefühl, dass man eine Top-Marke vertritt”, sagt Knäbel. “Da, wo wir nach Spielern gesucht haben, habe ich eine hohe Bereitschaft gespürt.”

Das oberste Regal bleibt tabu

Anders als noch vor wenigen Jahren können sich die Königsblauen natürlich nicht mehr in den oberen Regalen bedienen. Die wirtschaftlich schwer angeschlagenen Gelsenkirchener müssen in einem Winter wie diesem mittlerweile nach Profis Ausschau halten, die von ihren bisherigem Verein weg wollen, weil sie sich dort entweder nicht so wohlfühlen, wie Uronen zuletzt bei Brest, oder kaum berücksichtigt wurden, wie Tauer bei Mainz.

Auch Skarke weiß nun, wie es sich anfühlt, von einem Unioner Ersatzspieler ohne große Hoffnung auf Einsatzminuten zum Hoffnungsträger bei Schalke 04 zu avancieren. Der Offensivsprinter bleibt aber ganz gelassen. “Ich empfinde das nicht als Druck”, sagt er und ergänzt: “Ich nehme mich nicht wichtiger, als ich bin.”

Toni Lieto

Hechelmann und Grotus: Zwei Kader-Baumeister der Zukunft?

Nach dem Blitz-Abschied von S04-Sportdirektor Rouven Schröder hatten André Hechelmann und René Grotus die Kaderplanung in die Hände genommen – möglich, dass Schalke 04 nun auf diesem Fachgebiet an dem Duo festhält, ergänzt durch einen externen Neuen.

André Hechelmann und René Grotus hatten maßgeblichen Anteil am Schalker Transfer-Geschehen in diesem Winter.

André Hechelmann und René Grotus hatten maßgeblichen Anteil am Schalker Transfer-Geschehen in diesem Winter.

imago images

Rouven Schröders Aus hatte den FC Schalke 04 Ende Oktober kalt erwischt. Sportvorstand Peter Knäbel fungierte seither als eine Art Interimssportdirektor, allerdings hatte er sich von Anfang an tatkräftige Unterstützung aus dem internen Kreis hinzugeholt. Knäbel setzte auf die Expertise von Chefscout André Hechelmann sowie René Grotus, seines Zeichens Referent Sport.

Nun liegt eine komplizierte und anstrengende Wintertransferphase hinter den königsblauen Kaderbaumeistern – und Knäbel ist voll des Lobes für die beiden Experten. Ihnen dieses Feld maßgeblich zu überlassen, “war eine richtige Entscheidung, die sich von Anfang an gut angefühlt hat”, sagte Knäbel am Mittwoch. Hechelmann und Grotus hätten sich als “stressresistent und sehr bemüht” erwiesen.

Ihre Kernkompetenzen ergänzten sich wie gewünscht. Hechelmanns Plus als Chefscout ist seine detaillierte Kenntnis über den Spielermarkt, außerdem kann er mit unzähligen Spieler- und Beraterkontakten punkten. Grotus fungierte als Fachmann für die Verhandlungsführung, außerdem kennt er sich bestens aus auf dem Gebiet der Vertragsausarbeitung. Sechs externe Zugänge verpflichtete Schalke in diesem Winter, alle wurden ausgeliehen: Eder Balanta, Michael Frey, Tim Skarke, Niklas Tauer, Jere Uronen und Moritz Jenz.

Mehr zum Thema

Knäbel kann sich gut vorstellen, dass Hechelmann und Grotus auch künftig die Kaderplanung der Königsblauen übernehmen. “Ich hatte das Gefühl, dass sie sich wohlgefühlt haben”, sagt der Sportvorstand, der vorerst “weiter nah an der Mannschaft dran sein”, mittel- bis langfristig aber gern wieder hauptsächlich “Vorstandsarbeit leisten” will. Deshalb meint er nicht sich selbst, wenn er von einer “Dreierkonstellation” im Bereich der Sportdirektion spricht.

Schalke will sich auf dem Markt umsehen nach einer passenden Ergänzung für Hechelmann und Grotus. In welcher Konstellation das Gebilde letztlich zusammenwirken könnte, müsse die Zeit zeigen, meint Knäbel: Die genauen Strukturen sollen erst noch ausgearbeitet werden. Denkbar scheint aktuell ein unangefochtener Kopf des Baumeistertrupps, der dann von Hechelmann und Grotus umfassend unterstützt wird, möglich ist aber auch ein zusätzlicher Fachmann, von dem Hechelmann und Grotus unterstützt werden.

Die nächste Transferphase ist noch sehr weit weg, auch deshalb will sich Knäbel bei der Entscheidungsfindung nicht treiben lassen. Er strebe nach einer “qualitativ guten” Lösung und wolle den Posten “mit Kontinuität versehen”.

Toni Lieto

Überblick: Die wichtigsten Transfers am “Deadline Day”

Welche Spieler sind am letzten Tag der Winter-Transferphase noch gewechselt? Eine Auswahl von der 1. bis zur 3. Liga – und auch international.

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

Sie wechselten auf den letzten Drücker den Verein: Enzo Fernandez, Philipp Max, Joao Cancelo (v.li.).

imago images (3)

BUNDESLIGA

Joao Cancelo (28): Von Manchester City zum FC Bayern München (Abwehr, Leihe)
Philipp Max (29): Von der PSV Eindhoven zu Eintracht Frankfurt (Abwehr, Leihe)
Renato Veiga (19):
Von Sporting Lissabon zum FC Augsburg (Mittelfeld)
Tolga Cigerci (30): Von Ankaragücü zu Hertha BSC (Mittelfeld)
Eder Balanta (29): Von Club Brügge zu Schalke 04 (Mittelfeld, Leihe)

2. BUNDESLIGA

Gustavo Puerta (19): Von Bayer 04 Leverkusen zum 1. FC Nürnberg (Mittelfeld, Leihe)
Filip Stojilkovic (23): Vom FC Sion zu Darmstadt 98 (Sturm)
Marcel Mehlem (27): Vom SC Paderborn zum SV Sandhausen (Mittelfeld)
Lukas Petkov (22): Vom FC Augsburg zur SpVgg Greuther Fürth (Mittelfeld, Leihe)
Budu Zivzivadze (28): Vom Fehervar FC zum Karlsruher SC (Sturm)
Nicolas de Preville (32): Zum 1. FC Kaiserslautern (Sturm, zuletzt vereinslos)

3. LIGA

Ben Bobzien (19): Vom 1. FSV Mainz 05 zur SV Elversberg (Sturm, Leihe)
Kevin Broll (27): Von Gornik Zabrze zu Dynamo Dresden (Tor)
Bruno Soares (34): Von HK Kopavogur zum SV Meppen (Abwehr)
Orhan Ademi (31): Von UTA Arad zum VfB Oldenburg (Sturm)

PREMIER LEAGUE

Enzo Fernandez (22): Von Benfica Lissabon zum FC Chelsea (Mittelfeld)
Marcel Sabitzer (28): Vom FC Bayern München zu Manchester United (Mittelfeld, Leihe)
Kamaldeen Sulemana (20): Von Stade Rennes zum FC Southampton (Sturm)
Keylor Navas (36): Von PSG zu Nottingham Forest (Tor, Leihe)
Felipe (33): Von Atletico Madrid zu Nottingham Forest (Abwehr)
Harry Souttar (24): Von Stoke City zu Leicester City (Abwehr)
Illya Zabarnyi (20): Von Dynamo Kiew zu AFC Bournemouth (Abwehr)
Sasa Lukic (26): Vom FC Turin zum FC Fulham (Mittelfeld)
Pedro Porro (23): Von Sporting Lissabon zu Tottenham Hotspur (Abwehr)
Naouirou Ahamada (20): Vom VfB Stuttgart zu Crystal Palace (Mittelfeld)
Jorginho (31): Vom FC Chelsea zum FC Arsenal (Mittelfeld)

LA LIGA

Matt Doherty (31): Von Tottenham Hotspur zu Atletico Madrid (Abwehr, Leihe)
Fernando Pacheco (30): Von Almeria zu Espanyol (Tor)
Haris Seferovic (30): Von Galatasaray zu Celta Vigo (Sturm, von Benfica weiterverliehen)
Jorge Meré (25): Von CF America zum FC Cadiz (Abwehr, Leihe)
Ayoze Perez (29): Von Leicester City zu Real Betis (Sturm, Leihe)
Denis Suarez (28): Von Celta Vigo zu Espanyol (Mittelfeld)

SERIE A

Luca Pellegrini (23): Von Eintracht Frankfurt zu Lazio Rom (Abwehr, von Juve weiterverliehen)
Diego Llorente (29): Von Leeds United zur AS Rom (Abwehr, Leihe)
Florian Thauvin (30): Zu Udinese Calcio (Mittelfeld, zuletzt vereinslos)
Antonin Barak (28): Von Hellas Verona zur AC Florenz (Mittelfeld)

ANDERE WICHTIGE DEALS

Angelo Fulgini (26): Vom 1. FSV Mainz 05 zu RC Lens (Mittelfeld, Leihe)
Hector Bellerin (27): Vom FC Barcelona zu Sporting Lissabon (Abwehr)
Thorgan Hazard (29): Von Borussia Dortmund zur PSV Eindhoven (Sturm, Leihe)
Kaan Ayhan (28): Von Sassuolo zu Galatasaray (Abwehr, Leihe)
Vitinha (22): Von Sporting Braga zu Olympique Marseille (Sturm)

Schalke siegt 6:0 bei Balantas Blitzdebüt

Keine zweieinhalb Stunden nach der Bekanntgabe seines Wechsels trug Eder Balanta bereits das königsblaue Trikot: Schalke gewann einen Geheimtest gegen Regionalligist Wattenscheid 6:0, der neue Sechser wirkte 30 Minuten lang mit. 

Kurz nach seiner Verpflichtung sofort im Einsatz: Schalke-Neuzugang Eder Balanta.

Kurz nach seiner Verpflichtung sofort im Einsatz: Schalke-Neuzugang Eder Balanta.

IMAGO/Kirchner-Media

Tom Krauß, Danny Latza, Dominick Drexler, Alex Kral und Niklas Tauer sind alles Kandidaten für das defensive Mittelfeld, beim 6:0 im Geheimtest am Dienstag gegen die SG Wattenscheid 09 setzte Thomas Reis zudem Henning Matriciani als Sechser ein – trotzdem hatte Schalke in den vergangenen Wochen noch Bedarf für diese Position ausgemacht. Am letzten Transfertag verpflichtete das Schlusslicht Eder Balanta vom FC Brügge. Keine zweieinhalb Stunden nach der Bekanntgabe seines Wechsels wurde der Kolumbianer nach 60 Minuten eingewechselt, mit ihm auf dem Feld erzielte Schalke noch vier weitere Tore gegen den Abstiegskandidaten aus der Regionalliga West.

Doppelpack durch Nachwuchskraft Balouk

Der Tabellenletzte der Bundesliga erhofft sich vom Neuen eine besonders knackige Gangart vor der Abwehr. Der 29-Jährige bringt ein “sehr großes Temperament” mit, das er “dosiert einsetzen” soll, sagt Reis. Bei seinem halbstündigen Auftritt gegen Wattenscheid hob sich Balanta seine kompromisslosen Aktionen für die Bundesliga auf, in der es für die Gelsenkirchener am Samstag (18.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach weitergeht.

Auftrieb hat Balanta seinem neuen Team beim ersten Auftritt jedoch beschert. Bis zu seiner Einwechslung führte Schalke nur mit 2:0, vor allem in der ersten Hälfte tat sich das Team offensiv schwer, lag zur Pause durch einen Elfmeter-Nachschuss von Mittelstürmer Michael Frey (Tordebüt für S04) nur mit 1:0 vorne. Kenan Karaman, der den Strafstoß herausgeholt hatte, besorgte später nach einer Ecke von Thomas Ouwejan per Kopf das 2:0. Mit Balanta auf dem Platz trafen erneut Karaman, Marcin Kaminski und Nachwuchskraft Marouane Balouk (2).

Erster Testspielsieg unter Reis

Nach sechs erfolglosen Versuchen in der Winterpause gegen Hajduk Split (3:4), FC Zürich, Rapid Wien, VfL Osnabrück (alle 2:2) sowie Nürnberg und Bremen (jeweils 0:1) war das 6:0 gegen Wattenscheid 09 Schalkes erster Testspielsieg unter Reis, dem es jedoch vor allem darum ging, Akteuren Spielpraxis zu ermöglichen, die zuletzt weniger zum Zuge gekommen waren (etwa Mehmet Aydin oder Tobias Mohr) oder nach längerer Verletzungspause weiter in den Rhythmus finden müssen. Vor allem für Ouwejan, Kral, Rodrigo Zalazar, Kaminski und Leo Greiml war der Test im umgebauten Parkstadion eine willkommene Abwechslung zur Trainingseinheit.

Toni Lieto

Reis lobt “körperbetonte Spielweise”: Eder Balanta auf Schalke angekommen

Schalke hat den sechsen Kader-Neuzugang im Wintertransferfenster vermeldet. Aus Brügge kommt mit Eder Balanta ein Kraftpaket für das defensive Mittelfeld.

Von der Königsklasse in den Abstiegskampf: Eder Balanta.

Von der Königsklasse in den Abstiegskampf: Eder Balanta.

IMAGO/Panoramic International

1,81 Meter groß, 84 Kilo schwer: Eder Balanta gilt als ein Spieler, der seinen bulligen Körper einsetzt und auch mal hart zu Werke gehen kann. Im Abstiegskampf für S04 sicher kein verkehrter Charakter, das finden auch die Verantwortlichen. “Durch die Verpflichtung von Eder bekommen wir die notwendige Flexibilität, internationale Erfahrung und physische Präsenz, die unserem Kader sicher gut tun wird und dem Trainer weitere Optionen für sein Spiel gibt“, sagte Sportvorstand Peter Knäbel.

Auch Thomas Reis hob diese Attribute des neunmaligen kolumbianischen Nationalspielers hervor. “Wir bekommen einen physisch robusten und zweikampfstarken defensiven Mittelfeldspieler, der sich durch seine körperbetonte Spielweise auszeichnet”, so der Schalker Coach. “Ich bin davon überzeugt, dass er durch seine Art und Weise, wie er spielt, den Druck auf unsere Abwehr reduzieren kann und wir davon profitieren werden.”

Eder Balanta, der Titelsammler 

Im Jahr 2019 war Eder Balanta vom FC Basel zu Club Brügge gewechselt, in der Schweiz war er einmal Meister und zweimal Pokalsieger geworden. Auch in Belgien gewann er wie schon mit Ausbildungsklub River Plate in Argentinien (Meister 2014) Titel, mit Brügge feierte er drei Meisterschaften.

In der laufenden Saison war Eder Balanta allerdings nicht mehr Stammkraft bei Brügge. Nur dreimal durfte er in der Jupiler Pro League von Beginn an ran, in der Champions League wurde er in vier Partien eingewechselt. Brügge hat sich überraschend für das Achtelfinale der Königsklasse qualifiziert.

Balanta wird für ein halbes Jahr ausgeliehen, eine Kaufoption besitzt S04 dem Vernehmen nach nicht. Sein Vertrag bei Brügge läuft noch bis Juni 2024.

Zalazar setzt bei Comeback sofort Impulse

Kein Tor, kein Sieg, nur Mut: Schalke wartet weiter auf den ersten Dreier in diesem Jahr, schöpft nach der Leistung gegen Köln im Abstiegskampf aber neue Hoffnung. Diese ruht auch auf Spielern wie Debütant Moritz Jenz und Rückkehrer Rodrigo Zalazar.

Nach seiner Einwechslung gleich mittendrin im Geschehen: Rodrigo Zalazar.

Nach seiner Einwechslung gleich mittendrin im Geschehen: Rodrigo Zalazar.

IMAGO/Team 2

Nun ja, was überwiegt nach diesem 0:0 gegen Köln – der Frust über ein erneut nicht gewonnenes Spiel oder die Freude über eine vergleichsweise achtbare Leistung? “Schwer zu sagen”, meinte Trainer Thomas Reis nach der Partie, um sich nach kurzer Überlegung für das Positive zu entscheiden: “Wenn eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hat, waren wir das.” Sportvorstand Peter Knäbel sagte: “In erster Linie macht die Leistung Mut.”

Der Tabellenletzte, dem mal wieder kein Treffer gelang, klammert sich an mehrere Faktoren. Einer davon: Die Defensive hat gegen die Kölner standgehalten. Das war auch einem Mann zu verdanken, der zum ersten Mal überhaupt das königsblaue Trikot trug. Moritz Jenz spielte sich bei seiner Premiere in den Vordergrund, der kicker kürte ihn mit der nicht überragenden, aber für dieses eher mäßige Westduell überdurchschnittlichen Note 2,5 zum “Spieler des Spiels”.

Mir ist bewusst, welche Bedeutung Rodri für Schalke hat, mit ihm erhöht man die Qualität im Kader.

Thomas Reis

Jenz blockte Kölner Angriffsversuche mehrmals erfolgreich ab, fast wäre dem Neuen nach nicht einmal zwei Minuten sogar ein Traumeinstand geglückt. Jenz war bei einem Freistoß mit nach vorn gerückt, seinen Kopfball nach einer präzisen Flanke von Tim Skarke, ebenfalls Debütant, parierte Kölns Keeper Marvin Schwäbe glänzend. “Irgendwie hat er ihn gehalten, schade”, sagte Jenz, vielleicht klappt’s “beim nächsten Mal”.

Jenz agiert “sehr präsent und unheimlich abgeklärt”

Nach seinem stabilen Debüt wäre es keine Überraschung, wenn der champions-league-erfahrene Jenz auch am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Startaufstellung stehen würde. Reis fand den ausgeliehenen Jenz, der dem FC Lorient gehört und zuletzt leihweise für Celtic Glasgow aktiv war, gegen den Effzeh “sehr präsent und unheimlich abgeklärt” im Zweikampfverhalten. Und Jenz scheint die Leistung anderer zu pushen, mit ihm an seiner Seite habe Abwehrboss Maya Yoshida „wesentlich stärker gewirkt”, meinte Reis.

Zalazar belebt das Schalker Spiel

Andere mit seiner Leistung pushen kann definitiv Rodrigo Zalazar – das hat er bereits mehrfach nachgewiesen. Der Offensivspieler war nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause (Mittelfußbruch) Mitte der zweiten Hälfte unter besonderem Applaus des Publikums eingewechselt worden, sein Mitwirken war sofort spürbar. Er hatte selbst gute Tormöglichkeiten, setzte Soichiro Kozuki mit einem wunderbaren Schnittstellenpass in Szene und beschäftigte die Kölner bei nahezu jeder Aktion.

“Mir ist bewusst, welche Bedeutung Rodri für Schalke hat, mit ihm erhöht man die Qualität im Kader”, sagte Reis, dem allerdings dann manchmal “das Herz stehen bleibt”, wenn Zalazar “im Mittelfeld Eins-gegen-eins spielt”. Der Aufstiegsheld neigt bisweilen zu übermäßigem Kunstdribbling. Reis will Zalazar weiter das Risiko solcher Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Aktionen bewusst machen, den 23-Jährigen dabei aber keinesfalls in seiner Kreativität einschränken.

Schalke ist an Balanta dran

Reis hob auch die Wichtigkeit von Rückkehrer Alex Kral hervor, der Sechser kam nach 78 Minuten für Skarke in die Partie. Während Krals mehrwöchiger Zwangspause wegen Rückenbeschwerden hatte sich Schalke um eine Alternative für das defensive Mittelfeld bemüht, die Königsblauen stehen nun offenbar kurz vor der Verpflichtung von Eder Balanta vom FC Brügge.

Toni Lieto

Wer wechselt noch? Die Transferpläne der 18 Bundesligisten

Das Winter-Transferfenster in Deutschland ist nur noch bis Dienstagabend geöffnet. Wer könnte noch kommen? Wer noch gehen? Der aktuelle Stand im Kurz-Überblick.

Wechsel-Kandidaten: Philipp Max, Maximilian Philipp, Genki Haraguchi und Jannik Vestergaard (v.li.).

Wechsel-Kandidaten: Philipp Max, Maximilian Philipp, Genki Haraguchi und Jannik Vestergaard (v.li.).

imago images (4)

FC Bayern

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner. Für den lange verletzten Bouna Sarr (30, Abwehr) mangelt es an Interessenten.

1. FC Union Berlin

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Kevin Möhwald (29, Mittelfeld, Verkauf), Levin Öztunali (26, Mittelfeld, Verkauf), Milos Pantovic (26, Mittelfeld, Transfer/Leihe), Tim Maciejewski (21, Mittelfeld, Leihe), Genki Haraguchi (31, Mittelfeld, Verkauf)

RB Leipzig

Wer könnte noch kommen? Ein offensiver Mittelfeldspieler
Wer könnte noch gehen? Keiner

Borussia Dortmund

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Thorgan Hazard (29, Mittelfeld), Nico Schulz (29, Abwehr)

SC Freiburg

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

Eintracht Frankfurt

Wer könnte noch kommen? Eine Verpflichtung für den Defensivbereich kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, Gerüchte gibt es um Linksverteidiger Philipp Max (29, PSV Eindhoven).
Wer könnte noch gehen? Luca Pellegrini (23, Abwehr)

VfL Wolfsburg

Wer könnte noch kommen? Bei einem linken Innenverteidiger hält der VfL die Augen offen, hat aber keine akute Not, zumal Linksverteidiger-Neuzugang Nicolas Cozza auch innen spielen könnte. Sollte nach Josip Brekalo (Florenz) ein weiterer Offensivmann gehen, könnte noch ein Ersatz verpflichtet werden.
Wer könnte noch gehen? Maximilian Philipp (28, Mittelfeld), Luca Waldschmidt (26, Mittelfeld)

Borussia Mönchengladbach

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

Bayer 04 Leverkusen

Wer könnte noch kommen? Gustavo Puerta (19, Mittelfeld, Bogota FC, eine Million Euro Ablöse), ein Linksverteidiger
Wer könnte noch gehen? Charles Aranguiz (33, Mittelfeld), Sardar Azmoun (28, Angriff)

Werder Bremen

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

1. FSV Mainz 05

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

1. FC Köln

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Keiner

TSG Hoffenheim

Wer könnte noch kommen? Thomas Delaney (31, Mittelfeld defensiv, Leihe vom FC Sevilla)
Wer könnte noch gehen? Keiner

FC Augsburg

Wer könnte noch kommen? Tim Breithaupt (20, Mittelfeld, Karlsruher SC)
Wer könnte noch gehen? Carlos Gruezo (27, Mittelfeld, San José Earthquakes)

VfB Stuttgart

Wer könnte noch kommen? Genki Haraguchi (31, Mittelfeld, Union Berlin), Gil Dias (26, Mittelfeld, Benfica Lissabon)
Wer könnte noch gehen? Ömer Beyaz (19, Mittelfeld)

VfL Bochum

Wer könnte noch kommen? Keiner
Wer könnte noch gehen? Lys Mousset (26, Angriff, Verkauf)

Hertha BSC

Wer könnte noch kommen? Maximilian Philipp (28, Angriff, VfL Wolfsburg), Gauthier Hein (26, Angriff, AJ Auxerre), Selim Amallah (26, Mittelfeld, Standard Lüttich), Jannik Vestergaard (30, Abwehr, Leicester City)
Wer könnte noch gehen? Keiner

FC Schalke 04

Wer könnte noch kommen? Eine weitere Alternative für das Mittelfeld
Wer könnte noch gehen? Keiner aus dem aktuellen Profikader; für die zur U 23 versetzten Nassim Boujellab (23, Mittelfeld) und Timothee Kolodziejczak (31, Abwehr) wird nach Lösungen gesucht.

“Deadline Day” 2023: So schließt das Winter-Transferfenster

Nur noch bis Dienstagabend sind Wechsel in die Bundesliga erlaubt – in andere Ligen aber auch danach noch. Die wichtigsten Fakten zum Winter-Transferfenster 2023.

Stressige letzte Stunden: Max Eberl ist bei RB Leipzig kurz vor dem Ende der Transferphase noch einmal gefordert.

Stressige letzte Stunden: Max Eberl ist bei RB Leipzig kurz vor dem Ende der Transferphase noch einmal gefordert.

IMAGO/Moritz Müller

Plötzlich wird es für Max Eberl und RB Leipzig noch einmal ernst. Nach Christopher Nkunku, der sich im Herbst einen Außenbandriss im Knie zugezogen hatte und noch einige Wochen ausfallen wird, erwischte es am Freitag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) mit Dani Olmo plötzlich den zweiten wertvollen Offensivspieler. Rund fünf Wochen wird der Spanier wegen eines Muskelfaserrisses fehlen – und so sondiert Eberl inzwischen fieberhaft den Markt nach einem offensiven Mittelfeldspieler. Viel Zeit bleibt aber nicht mehr.

Nur noch bis diesen Dienstag, 31. Januar, um 18 Uhr haben die deutschen Profiklubs Zeit, eine Verstärkung zu finden. Dann endet die sogenannte Wechselperiode II, und alle erforderlichen Unterlagen für verpflichtete Neuzugänge müssen ins digitale Transfer-Online-Registrierungssystem (TOR) der DFL hochgeladen sein.

Im vergangenen Winter machten die Bundesligisten sogar ein Plus

Nach diesem “Deadline Day” können – anders als nach dem sommerlichen Transferfenster – auch keine vertragslosen Spieler mehr verpflichtet werden. Abgänge sind dann allerdings in einige Länder noch möglich, etwa in die Türkei, die USA oder die Schweiz (Übersicht siehe unten). England, Spanien, Italien und Frankreich schließen ihr Fenster dagegen ebenfalls am 31. Januar.

In der vergangenen Winter-Wechselperiode hatte die Bundesliga im Vergleich zu den anderen europäischen Topligen sehr zurückhaltend agiert. Während La Liga rund 74, die Ligue 1 80, die Serie A 175 und die Premier League satte 354 Millionen Euro an Ablösesummen in neue Spieler investiert hatten, waren die Bundesligisten zusammen “nur” auf 62,6 Millionen Euro gekommen und hatten als einzige dieser fünf Ligen am Ende ein Plus erwirtschaftet (+4,9 Millionen Euro). 

Ausgewählte Winter-Transferfenster 2023 in der Übersicht:

England: 1.1. bis 31.1.
Spanien: 2.1. bis 31.1.
Italien: 2.1. bis 31.1.
Frankreich: 1.1. bis 31.1.
Portugal: 3.1. bis 2.2.
Niederlande: 3.1. bis 31.1.
Österreich: 7.1. bis 6.2.
Schweiz: 16.1. bis 15.2.
Türkei: 12.1. bis 8.2.
USA: 31.1. bis 24.4.
Australien: 11.1. bis 7.2.