Dynamo gegen Löwen am Samstag: DFB setzt 1. Drittliga-Spieltag zeitgenau an

Der DFB hat am Mittwoch den 1. Spieltag der neuen Drittliga-Saison zeitgenau angesetzt. Alle Aufsteiger müssen am Samstag ran.

Dynamo Dresden empfängt 1860 München am Samstag.

Dynamo Dresden empfängt 1860 München am Samstag.

IMAGO/Picture Point LE

Schon klar war, dass der VfL Osnabrück die neue Saison am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den MSV Duisburg eröffnet. Das hatte der DFB im Zuge der Bekanntgabe des neuen Spielplans verkündet. Nun stehen auch die Anstoßzeiten der übrigen neun Begegnungen fest. Die Aufsteiger Oldenburg (gegen Meppen), Bayreuth (in Ingolstadt), Essen und Elversberg (im direkten Duell) sind am Samstag gefordert.

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Das traditionsreiche und sicherlich stimmungsvolle Duell zwischen Zweitliga-Absteiger Dresden und 1860 München findet ebenfalls am Samstag zur bekannten Anstoßzeit (14 Uhr) statt, ebenso wie die Begegnungen zwischen Mannheim und Köln und Saarbrücken und Verl.

Erzgebirge Aue gastiert dann am Sonntag (13 Uhr) bei Freiburg II, der FSV Zwickau empfängt den Halleschen FC eine Stunde später. Den Spieltag rund macht Wehen Wiesbaden mit einem Heimspiel gegen Borussia Dortmund II am Montagabend (19 Uhr).

Lotka will beim BVB “längerfristig im Tor der 1. Mannschaft stehen”

Marcel Lotka steht nach seinem Nasenbeinbruch wieder für die Dortmunder Zweitvertretung auf dem Platz. Die vergangenen Monate ließ er kürzlich im Urlaub Revue passieren – und äußert sich nun erstmals zum Wechsel nach Dortmund und seinen Zielen.

Lotka (li.) klatscht Kapitän Pfanne ab.

Lotka (li.) klatscht Kapitän Pfanne ab.

IMAGO/Fotografie73

Das Leben von Marcel Lotka stand in den vergangenen Monaten Kopf. Erst unterschrieb er einen Vertrag beim BVB II, dann rückte der etatmäßig fünfte Keeper von Hertha BSC urplötzlich ins Bundesliga-Tor, blieb dort insgesamt zehn Spiele und überzeugte (kicker-Notenschnitt 3,25). Die Berliner kämpften auf einmal wieder um ihren Torhüter, wollten ihn trotz des BVB-Vertrages halten – und zogen dann doch zurück. Ausgerechnet beim Gastspiel in Dortmund (1:2) erlitt Lotka zudem einen Nasenbeinbruch zu, verpasste nur darum die Relegation. “Es waren die anstrengendsten Wochen meines bisherigen Lebens”, sagte der 21-Jährige nun im Gespräch mit dem kicker.

Es ist ein Traum jedes Fußballers, in der Bundesliga zu spielen.

Marcel Lotka

“Es hat ganz viel Spaß gemacht”, berichtete er. “Es ist ein Traum jedes Fußballers, in der Bundesliga zu spielen. Klar kann man es am Anfang noch nicht glauben, aber im Urlaub wurde es mir dann sehr bewusst.” Das Hin und Her um seine Person und den Wechsel zur Borussia nahm Lotka laut eigener Ausgabe nur unwesentlich wahr. Ich habe mir nicht viele Gedanken drüber gemacht, war voll auf den Abstiegskampf fokussiert. Das war genug Stress. Die Sache war nebensächlich. Ich bin froh, jetzt hier zu sein.“ Beim BVB und in der U 23, für die Lotka, im vergangenen Jahr noch für Herthas Zweitvertretung in der Regionalliga Nordost aktiv, nach wie vor eingeplant ist.

Comeback nach Nasenbeinbruch

Im Testspiel gegen Preußen Münster (1:1) stand er erstmals nach seiner Nasenverletzung wieder auf dem Feld – ohne Probleme, wie er nach Abpfiff betonte: “Ich bin sehr sicher ins Spiel gegangen, habe keinerlei Bereich bemerkt, in denen ich noch Zeit brauche. Alles ist wie zuvor.” Bis vor ein paar Tagen habe er zwar noch eine Maske tragen müssen, “aber es ist alles abgeklärt. Wenn ich mich sicher fühle, kann ich sie absetzten.” Das tat er dann auch.

Ich will längerfristig im Tor der 1. Mannschaft in der Bundesliga stehen.

Marcel Lotka

Beim BVB II erwartet Lotka nun ein pikantes Torwartduell. In der U 23 stand zuletzt das Dortmunder Eigengewächs Luca Unbehaun zwischen den Pfosten – mit dem 21-Jährigen wird sich Lotka in den nächsten Wochen messen. “Ich werde mein Bestes geben”, bekräftigte der Neuzugang – und erklärte: “Ich habe klare Ziele und die werde ich anvisieren.” Was das konkret bedeute? “Ich will längerfristig natürlich im Tor der 1. Mannschaft in der Bundesliga stehen, deswegen bin ich gekommen”, sagte Lotka, der aktuell freilich Gregor Kobel sowie Profi-Neuverpflichtung Alexander Meyer (von Jahn Regensburg) vor sich hat und zunächst den Kampf um die Nummer drei gewinnen muss.

Lotka bringt “unter anderem Erfahrung mit”

Der ist laut Christian Preußer, dem neuen Fußballlehrer der U 23, noch gänzlich offen. “Marcel ist schon voll in der Mannschaft, er bringt eine ganze Menge mit, unter anderem die Erfahrung.” Im Spielaufbau von Lotka indes seien ihm “ein paar Sachen aufgefallen, darüber werden wir nun in den nächsten Wochen sprechen”. Unter anderem im BVB-II-Trainingslager, das am 1. Juli beginnt. Dorthin werden sowohl Unbehaun als auch Lotka reisen, um sich dem Trainerteam zu zeigen. Silas Ostrzinski, unlängst aus der U 19 hochgezogen, verbleibt währenddessen in Dortmund, um mit der Bundesliga-Mannschaft zu trainieren.

“Wir wollen uns Zeit nehmen“, sagte Preußer am Dienstagabend über das U-23-Torwartduell. “Marcel hat jetzt die Chance, die Mannschaft kennenzulernen.” Wer dann am ersten Spieltag in der 3. Liga das Tor hüten werde und ob es eine klare Nummer 1 gebe, sei noch nicht klar – und außerdem davon abhängig, was die Profi-Abteilung plane. Mit Dortmunds oberstem Torwartcoach Matthias Kleinsteiber, der ebenso wie Cheftrainer Edin Terzic beim Debüt des Ex-Herthaners zusah, steht Lotka derweil schon in Kontakt. „Wir sind öfter im Austausch”, sagte der Torwart, “und der ist sehr gut.” In Gänze fühle er sich bereits sehr wohl beim BVB. “Ich wurde hier gut aufgenommen.”

Leon Elspaß

Dortmund holt nächstes Top-Talent: Das ist Ajax-Neuzugang Prince Aning

Von Ajax Amsterdam kommt das nächste Top-Talent zum BVB. Prince Aning wird ab sofort bei der Borussia ausgebildet – zunächst in der U 23. Wer ist der junge Mann?

Einst spielte er gegen den BVB, nun für ihn: Prince Aning (Mi.).

Einst spielte er gegen den BVB, nun für ihn: Prince Aning (Mi.).

picture alliance / PRO SHOTS

Der Tag, als Prince Aning Borussia Dortmunds Entscheidern zumindest kurzzeitig auf die Nerven ging, war der 19. Oktober 2021. Da nämlich trat die U 19 des BVB bei Ajax Amsterdam an – und den Assist zum Ausgleich lieferte, klar, Prince Adu-Addae Junior Aning, kurz: Prince Aning, der sich von nun bei Borussia Dortmund verdingen wird und bis 2026 unterschrieben hat.

Auf der linken Außenbahn wurde der jetzt 18-Jährige an jenem Tag freigespielt, erhielt zu viel Raum, beschleunigte daraufhin mit kräftigen Schritten und lieferte eine harte und gleichfalls präzise Hereingabe. Gewiss, dieses Tor zum 1:1 war bei Dortmunds 5:1-Erfolg final nur eine Randnotiz. Der Leistungsnachweis des in Amsterdam geborenen Aning blieb indes im Kopf.

Zweites Talent nach Rijkhoff

Nach Angreifer Julian Rijkhoff (17), der im Winter 2021 kam, zieht es nun das zweite Top-Talent in kurzer Zeit aus der niederländischen Hauptstadt ins Ruhrgebiet. Wieder scheint Ajax sich zu spät bemüht zu haben, wieder war die Borussia schneller, überzeugender im Werben um einen Hochbefähigten – und schnappte sich diesmal diesen linken Verteidiger mit ausgeprägtem Offensivdrang.

Aning fühlt sich mit einer hohen Positionierung sehr wohl, ist technisch stark, vor allem mit dem linken Fuß, hat ein enges, fintenreiches Dribbling und ist äußerst schnell auf den ersten Metern. Hinzu kam zumindest bei den Junioren eine recht kompromisslose Zweikampfhaltung, wobei in diesem Bereich sicherlich die größten Defizite stecken.

Prince kann Situationen auflösen, auch wenn er Druck von hinten bekommt.

Christian Preußer

Der niederländische U-18-Nationalspieler kommt eben aus der Offensive, wurde nach seinem 2012 vollzogenen Wechsel von OSV Amsterdam zu Ajax zum Linksverteidiger umgeschult. Im Wissen, dass da einer mit viel Wucht die Linie rauf und runter rennen kann. Und in der Lage ist, im letzten Drittel den letzten, vorletzten Pass zu spielen beziehungsweise selbst zum Abschluss zu kommen.

“Er hat ein gutes Gespür dafür, die Momente so zu wählen, dass er dem Angriffsspiel hilft. Er kann weit laufen, weiß aber auch, wann er zurück muss”, berichtet Thijs Zwagerman, der Aning für die unabhängige Plattform “Ajax Showtime” seit Jahren beobachtet hat. Der junge Niederländer sei “eines der größten Talente im U-18-Kader von Ajax” gewesen.

Zunächst habe er sich mit seiner Versetzung nach hinten zurechtfinden müssen, inzwischen fühle er sich dort wohl. Dabei eignet sich Aning sowohl als Schienenspieler in einer Anordnung mit Dreierkette als auch für die Linksverteidigerposition mit Viererreihe. Auffällig: Ab und an zieht es den Niederländer im Aufbau ins Zentrum, um von da aus in Richtung Strafraum zu ziehen.

“Das Spielverständnis dafür hat er. Prince kann Situationen auflösen, auch wenn er Druck von hinten bekommt. Er ist sehr flexibel und ein toller Techniker”, sagt Dortmunds neuer U-23-Trainer Christian Preußer dem kicker. Bei der Borussia, die eine Ausbildungsentschädigung an Ajax zahlen muss, soll sich Aning zunächst im Kreise des BVB II entwickeln, um irgendwann allerhöchsten Profi-Ansprüchen zu genügen.

„Wir sind extrem glücklich, dass es geklappt hat. Es hat sich alles ein wenig gezogen”, berichtet Preußer. Bereits im Winter sah sich Aning in Dortmund um. „Wir werden ihm die nötige Zeit geben. Prince darf Fehler machen, er muss uns kennenlernen, die Sprache lernen”, erklärt der BVB-II-Coach. Aber klar: Immer wieder werde das Top-Talent auch Kontakt zu den Profis haben – sehr bald schon als Trainingsteilnehmer während der Sommer-Vorbereitung.

Leon Elspaß

Derby Aue gegen Dresden am 6. Spieltag – Duisburg eröffnet in Osnabrück

Am Freitag hat der DFB den Spielplan für die neue Drittliga-Spielzeit veröffentlicht – mit spannenden Duellen direkt zum Start. Der Ost-Kracher zwischen den beiden Zweitliga-Absteigern Dresden und Aue steigt am 6. Spieltag.

Wollen beide oben mitmischen: Aue-Trainer Timo Rost (li) und Dresdens Coach Markus Anfang.

Wollen beide oben mitmischen: Aue-Trainer Timo Rost (li) und Dresdens Coach Markus Anfang.

Einmal mehr fährt die 3. Liga mit einem Feld aus 20 Mannschaften auf, bei der es etliche Traditionsduelle geben wird. Schließlich sind neben den in der Liga verbliebenen Klubs aus Duisburg, München (1860), Mannheim oder auch Osnabrück mit Dynamo Dresden oder Erzgebirge Aue zwei schwere Kaliber aus der 2. Liga abgestiegen. Dazu noch der ehemalige Bundesligist Ingolstadt.

Los geht es mit der neuen Saison am Freitagabend (19 Uhr) des 22. Juli, wenn der VfL Osnabrück den MSV Duisburg empfängt.

Für die drei Absteiger warten direkt herausfordernde Aufgaben: Die in der Relegation an Aufsteiger Kaiserslautern gescheiterte SGD muss zum Beispiel direkt gegen die Münchner Löwen ran, während es für die sich neu aufbauenden Auer beim SC Freiburg II zur Sache geht. Der FCI empfängt Aufsteiger und Drittliganeuling Bayreuth.

Das Topspiel zwischen Dresden und Aue ist derweil für den 6. und 23. Spieltag vorgesehen. Beide Mannschaften gehen mit neuen Trainern an den Start. Dynamo wird in der neuen Saison von Markus Anfang gecoacht, Erzgebirge dagegen von Timo Rost.

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Vier Aufsteiger wollen sich etablieren

Mit Bayreuth (Meister Regionalliga Bayern), Rot-Weiss Essen (Meister West),  Elversberg (Meister Südwest) und VfB Oldenburg (Play-off-Sieger aus dem Duell Meister Nord gegen Meister Nordost) sind auch vier Aufsteiger mit von der Partie. Die SpVgg aus Oberfranken spielt zum Start wie erwähnt in Ingolstadt, Elversberg gastiert in Essen und trifft somit direkt auf einen Mitaufsteiger. Oldenburg hat indes zu Beginn ein Heimspiel und empfängt den SV Meppen.

Winterpause ab 14. November

Ab 14. November geht die 3. Liga wie die Bundesliga und 2. Bundesliga mit Beginn der FIFA-Abstellungsperiode wegen der WM in Katar in eine neunwöchige Pause. Bis zur Winterpause sind in der 3. Liga zwei Wochenspieltage angesetzt, am 9./10. August und am 8./9. November. Der 18. Spieltag markiert vom 13. bis 16. Januar 2023 den Auftakt ins neue Kalenderjahr. Der letzte Spieltag der Saison ist für Samstag, 27. Mai 2023, angesetzt. Es ist der einzige Spieltag, an dem alle zehn Spiele zeitgleich angepfiffen werden.

“Laufstark und torgefährlich”: Braunschweig verstärkt sich mit Pherai

Eintracht Braunschweig hat den Niederländer Immanuel Pherai verpflichtet. Der 21-jährige Mittelfeldspieler spielte zuletzt für Borussia Dortmund ll und unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024.

Immanuel Pherai wird künftig im Braunschweiger Dress jubeln.

Immanuel Pherai wird künftig im Braunschweiger Dress jubeln.

IMAGO/Jan Huebner

Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig verstärkt sich mit Immanuel Pherai, der aus Dortmund kommt.

In der vergangenen Spielzeit kehrte Pherai nach einer Leihe zu Ehrendivisionär PEC Zwolle zu den Dortmundern zurück, absolvierte für die Zweitvertretung insgesamt 31 Spiele in der 3. Liga (sechs Tore, acht Assists) und für die 1. Mannschaft der Westfalen ein Bundesligaspiel.

“Ich freue mich sehr, in den kommenden zwei Jahren für Eintracht Braunschweig zu spielen. Die 2. Bundesliga wird eine tolle Erfahrung und ich werde alles dafür tun, damit wir als Mannschaft unsere Ziele erreichen werden”, wird Pherai auf der BTSV-Website zitiert. “An dieser Stelle möchte ich mich bei Borussia Dortmund für die gemeinsame Zeit bedanken, ich konnte beim BVB viel lernen.”

“Nötige Impulse aus dem Mittelfeld”

“Mit Immanuel bekommen wir einen sehr kreativen Akteur, der uns die nötigen Impulse aus dem Mittelfeld geben wird. Er ist sehr laufstark und selbst torgefährlich. Wir freuen uns, dass er unseren Kader in den nächsten zwei Jahren bereichert”, sagt Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann.

“Strahlkraft unserer Mannschaft”: Preußer wird BVB-II-Trainer

Nach dem plötzlichen Abschied von Enrico Maaßen zum FC Augsburg ist Borussia Dortmund schnell fündig geworden – und hat mit Christian Preußer einen Trainer-Nachfolger für die U 23 des BVB gefunden.

Freut sich auf "spannende Aufgabe": Christian Preußer.

Freut sich auf “spannende Aufgabe”: Christian Preußer.

imago images/Revierfoto

Preußer, der bereits am Freitag seine erste Trainingseinheit leiten wird, hat in Dortmund einen Vertrag bis 2024 unterschrieben. “Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe bei Borussia Dortmund und bin glücklich, dass wir uns so schnell einigen konnten”, wird Preußer vom BVB zitiert.

Für den 38-Jährigen ist es nicht der erste Kontakt mit dem BVB. Denn im Sommer 2013 hatte Preußer bereits ein mehrwöchiges Praktikum in Dortmund absolviert und dem damaligen Coach Jürgen Klopp über die Schulter schauen dürfen.

“Dass wir mit Christian Preußer so kurzfristig wieder einen interessanten Trainer verpflichten konnten, zeigt die Strahlkraft auch unserer zweiten Mannschaft”, sagt Ingo Preuß, sportlicher Leiter der U 23.

Preußer arbeitete in der vergangenen Saison noch bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf. Für 21 Spiele schwang der gebürtiger Berliner das Zepter in der NRW-Landeshauptstadt, wurde nach nur acht Monaten und 20 gesammelten Punkten allerdings gegen Daniel Thioune ausgetauscht.

Schlotterbeck-Brüder schafften unter Preußer den Sprung zu den Profis

Was Preußer für die Borussia allerdings interessant machte, ist sein Wirken vor dem missglückten Engagement in Düsseldorf: Fünf Jahre betreute er den SC Freiburg II, stieg in dieser Zeit von der Oberliga in die 3. Liga auf, eher er nach dem Einzug in den Profifußball seine so erfolgreiche Tätigkeit im Breisgau beendete.

Über 20 Spieler schafften in seiner Zeit beim SC den Sprung in den Profifußball – unter anderem die Schlotterbeck-Brüder Keven und Nico, der bekanntlich zum BVB gewechselt ist, sowie Mohamed Dräger (vorher Olympiakos Piräus, jetzt FC Luzern).

Maaßen-Nachfolger ist gefunden: Preußer soll neuer BVB-II-Trainer werden

Christian Preußer soll neuer Cheftrainer von Borussia Dortmunds U 23 werden. Der 38-jährige Fußballlehrer musste bereits eine große Enttäuschung in seiner Karriere verkraften, lieferte davor allerdings viel erfolgreiche Arbeit.

Er soll neuer BVB-Coach werden: Christian Preußer.

Er soll neuer BVB-Coach werden: Christian Preußer.

imago images

An diesem Donnerstag stand Borussia Dortmunds U 23 erstmals in dieser Sommer-Vorbereitung auf dem Platz. Pascal Bieler, Thomas Feldhoff und Benjamin Schüßler leiteten die allererste Einheit – nach dem plötzlichen Abschied von Enrico Maaßen und dessen Intimkenner und vertrauten Co-Trainer Sebastian Block zum FC Augsburg ist dies das übriggebliebene Trainerteam. Noch fehlte der oberste Fußballlehrer, doch der ist nun endlich gefunden: Christian Preußer soll Maaßens Nachfolger werden.

Bereits am Mittwochabend verdichteten sich die Anzeichen – ein Bericht von “Sky” deckt sich mit kicker-Informationen. Demnach soll der 38-jährige Trainer, von Beginn an neben Guerino Capretti (zuletzt Dynamo Dresden) sowie Patrick Glöckner (Waldhof Mannheim) ein heiß gehandelter Kandidat auf das Maaßen-Erbe, zeitnah vorgestellt werden. Bereits am Freitag wird er auf dem Trainingsplatz erwartet.

Preußer arbeitete in der vergangenen Saison noch bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf. Für 21 Spiele schwang der gebürtiger Berliner das Zepter in der NRW-Landeshauptstadt, wurde nach nur acht Monaten und 20 gesammelten Punkten allerdings gegen Daniel Thioune ausgetauscht. Dem gelang es, die schlingernde Fortuna zu stabilisieren – und den Klassenerhalt zu sichern.

Preußer bringt Schlotterbeck-Brüder zu den Profis

Was Preußer für die Borussia interessant macht, ist sein Wirken vor dem missglückten Engagement in Düsseldorf: Fünf Jahre betreute er den SC Freiburg II, stieg in dieser Zeit von der Oberliga in die 3. Liga auf, eher er nach dem Einzug in den Profifußball seine so erfolgreiche Tätigkeit im Breisgau beendete.

Über 20 Spieler schafften in seiner Zeit beim SC den Sprung in den Profifußball – unter anderem die Schlotterbeck-Brüder Keven und Nico, der bekanntlich zum BVB gewechselt ist, sowie Mohamed Dräger (vorher Olympiakos Piräus, jetzt FC Luzern).

Leistungsnachweise, die der Borussia zusagten. Zudem ist es Preußer gewohnt, einem Profi-Team zuzuarbeiten – und hat in Diensten von Rot-Weiß Erfurt sowie Fortuna Düsseldorf bereits Drittliga- beziehungsweise Zweitliga-Erfahrungen gesammelt. All das sprach für diesen Fußballlehrer, der taktisch flexibel daherkommt – und an seine erfolgreiche Arbeit in Freiburg nun beim BVB II anknüpfen soll.

Maaßens Fußstapfen sind beträchtlich – Pherai verlässt den BVB

Für ihn geht es darum, seine neue Belegschaft schnellstmöglich kennenzulernen, sich ein Bild von Stärken und Schwächen zu machen, Talente zu fördern – und mit bestenfalls ansehnlichem Fußball in der 3. Liga den Klassenerhalt zu sichern. Die Fußstapfen, die der unlängst abgewanderte Maaßen hinterlassen hat, sind beträchtlich.

Preußer wird einen großen Umbruch moderieren müssen: Nicht nur der Erfolgscoach ist schließlich weg, sondern auch zahlreiche Stammkräfte. Berkan Taz schloss sich Waldhof Mannheim an, Richmond Tachie ging zum SC Paderborn, Lennard Maloney zum 1. FC Heidenheim. Was mit Antonios Papadopoulos passiert, ist noch unklar.

Immanuel Pherai, in der vergangenen Spielzeit einer der Highlight-Spieler der U 23, wird den Klub indes verlassen. Neun externe Zugänge stehen dem aktuell gegenüber – Preußer ist aufgefordert, eine neue Mannschaft zu bauen.

Leon Elspaß

“Freue mich auf diesen großen Verein”: VfB-Talent Michel wechselt zum BVB

Falko Michel wechselt aus der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund II. Bei den Schwarz-Gelben soll der 21-Jährige in der kommenden Drittliga-Saison die Defensive verstärken.

Freut sich auf "diesen großen Verein": Falko Michel wechselt zum BVB II.

Freut sich auf “diesen großen Verein”: Falko Michel wechselt zum BVB II.

imago images/Sportfoto Rudel

Die Zweitvertretung von Borussia Dortmund hat sich für die kommende Drittliga-Saison verstärkt und Falko Michel von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart verpflichtet.

Der Defensivspezialist absolvierte in der abgelaufenen Spielzeit 21 Partien in der Regionalliga Südwest und erzielte dabei drei Tore. Zudem stand Michel auch einmal im Profikader, kam beim 6:0-Sieg des VfB gegen Dynamo Berlin in der ersten Runde des DFB-Pokals allerdings nicht zum Einsatz. Vor seiner Zeit in Stuttgart spielte der heute 21-Jährige bereits für die Jugendabteilung des SC Freiburg.

Bei der Vorstellung äußerte Michel seine Vorfreude auf die neue Aufgabe: “Ich freue mich auf diesen großen Verein. Ich bin stolz, ein Teil von Borussia Dortmund zu sein. Ich freue mich auf die anstehende Saison.”

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8