Nach Corona: KSC startet wieder ins Training, aber ohne Eichner

Der Karlsruher SC wird am heutigen Freitagnachmittag wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Trainer Christian Eichner ist aber weiter außen vor. 

KSC-Chefcoach Christian Eichner ist erneut positiv getestet worden.

KSC-Chefcoach Christian Eichner ist erneut positiv getestet worden.

imago images/MIS

Während sich nach dem Corona-Ausbruch in der Vorwoche 15 Spieler des Karlsruher SC aus der Quarantäne freitesten, 13 davon erhielten nach einer medizinischen Untersuchung die Erlaubnis für den Wiedereinstieg, ist bei Trainer Eichner der Test am Mittwoch erneut positiv gewesen.

Volle Belastung erst ab Montag

Das Team kann also das Training wieder aufnehmen, soll zunächst aber nur eine leichte Einheit absolvieren. Ab kommenden Montag will der KSC die Spieler wieder voll belasten. Unter der Woche hatten die nichtinfizierten Profis nur in einer kleinen Gruppe trainiert.

Am vergangenen Wochenende war die Zahl der Corona-Fälle im Kader auf 19 gestiegen. Außerdem hatte es acht positive Befunde im Trainer- und Funktionsteam gegeben.

Das für vergangenen Sonntag geplante Liga-Spiel gegen den SV Sandhausen findet nun am 8. Februar statt.

Am Samstag, 5. Februar (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) treten die Badener beim Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen an.

Ein Nationalspieler für Hamburg: HSV leiht Chakvetadze aus

Der Hamburger SV ist auf dem Transfermarkt tätig geworden und leiht Giorgi Chakvetadze aus. Der 22-Jährige kommt vom belgischen Topklub KAA Gent und soll beim HSV die Offensive verstärken.

Verstärkung für den HSV: Giorgi Chakvetadze.

Verstärkung für den HSV: Giorgi Chakvetadze.

imago images/Belga

“Giorgi ist ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler, der technisch stark und torgefährlich ist”, nennt Sportdirektor Michael Mutzel die Vorzüge des Mittelfeldspielers, der sowohl im Zentrum als auch auf den Außen spielen kann. “Wir beobachten seinen Weg schon länger. Mit ihm erweitern wir unsere Möglichkeiten im Offensivbereich”, so Mutzel weiter.

2017/18 verließ Chakvetadze im Alter von 18 Jahren Dinamo Tiflis und heuerte in Gent an. Seitdem brachte er es in der belgischen Jupiler Pro League auf 50 Einsätze (fünf Tore, acht Vorlagen). Auch schaffte er den Sprung in die georgische Nationalmannschaft, für die er mittlerweile 13 Länderspiele bestritt und dabei fünf Tore markierte.

Zuletzt kam er in Gent aber nicht mehr so richtig zum Zug, sodass er sich für eine Luftveränderung und die norddeutsche Brise in Hamburg entschied. “Die Verantwortlichen haben mir ein gutes Gefühl gegeben. Jetzt hoffe ich, dass ich mich schnell einlebe und die Mitspieler kennenlerne, damit ich dem Klub auf dem Platz helfen kann”, wird Chakvetadze in einer Klubmitteilung zitiert.

Der Georgier könnte schon am Freitag im Test gegen den FC Midtjylland erstmals für die Rothosen auflaufen.

Zwickau statt Boleslav: Dresden testet vor maximal 250 Fans

Aufgrund von Coronavirus-Fällen im Umfeld des FK Mlada Boleslav testet Dynamo Dresden nicht gegen den tschechischen Erstligisten, sondern gegen Zwickau.

In Dresden dürfen gegen Zwickau 250 Fans zuschauen.

In Dresden dürfen gegen Zwickau 250 Fans zuschauen.

imago images/Eibner

Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden hat kurzfristig umplanen müssen. Weil es im Umfeld des FK Mlada Boleslav positive Coronatests gab, testet die SGD nicht gegen den tschechischen Erstligisten, sondern wird gegen den Drittligisten FSV Zwickau, derzeit Tabellen-12., spielen.

Austragungsort und Anstoßzeit bleiben gleich, die Partie findet weiterhin am Freitag, dem 28. Januar 2022, 14.00 Uhr, in der AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie statt.

Durch die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung des Freistaats Sachsen sind maximal 250 Fans zugelassen.

Heidenheim muss wochenlang auf Rittmüller verzichten

Der 1. FC Heidenheim büßte in Rostock nicht nur Punkte im Kampf um den Aufstieg ein, sondern auch Marvin Rittmüller.

Heidenheims Marvin Rittmüller verletzte sich in Rostock am Knie.

Heidenheims Marvin Rittmüller verletzte sich in Rostock am Knie.

imago images/eu-images

Die Elf von Trainer Frank Schmidt kam zuletzt nicht über ein torloses Remis beim FC Hansa Rostock hinaus und rutschte von Platz drei auf sechs ab. Noch bitterer lief es aber für Abwehrspieler Marvin Rittmüller. Der Back-up von Marvin Busch hat sich in Rostock einen Riss am Außenmeniskus zugezogen und fehlt mehrere Wochen – gerade jetzt, wo der 22-Jährige sich einmal wieder in der Startelf wiederfand.

Verträge von Leipertz und Theuerkauf werden wohl verlängert

Ein bisschen Zeit bleibt Rittmüller noch, sich beim FCH durchzusetzen, sein Vertrag läuft schließlich bis 2023. Anders verhält es sich bei Robert Leipertz, der einen stetigen Formanstieg verzeichnet. Trainer Frank Schmidt setzt auf den 28-Jährigen, der wieder Stammspieler ist. Eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags dürfte Formsache sein.

Das gilt auch für Norman Theuerkauf, dessen Vertrag zuletzt jährlich um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Beide Seiten sind gelassen, werden sich wohl auf eine weitere Spielzeit einigen.

Der HSV hat Summerville im Visier

Der HSV sucht Verstärkung für die Offensive. Ein Wunschkandidat ist auserkoren: Crysencio Summerville (20) von Leeds United. 

Offensivspieler Crysencio Summerville ist ins Visier des HSV geraten.

Offensivspieler Crysencio Summerville ist ins Visier des HSV geraten.

imago images/Pro Sports Images

Ausgerechnet Hamburgs hoffnungsvollster Profi mit auslaufendem Vertrag wird im Sommer ablösefrei und nicht vorzeitig für eine Ablösesumme zu Eintracht Frankfurt ziehen – aktuell sucht der HSV einen Nachfolger und ein Pendant für Faride Alidou.

Die Haken beim Werben um Summerville: Der niederländische U-21-Nationalspieler ist auch in seiner Heimat begehrt, wirtschaftlich kann der HSV zudem nicht an das Gehalt der Briten heranreichen. Hinzu kommt: Eigentlich suchen die Hanseaten nicht nur eine Leihgabe bis zum Sommer, um eine Alternative für Alidou zu haben, sondern nach einem Nachfolger darüber hinaus.

Nachdem die Leihe mit Tommy Doyle (20) vorzeitig beendet worden war, ist es im vorderen Bereich bei den Hanseaten quantitativ dünn geworden. Auf den offensiven Außenbahnen gibt es keinen wirklichen Ersatz für Alidou und Bakery Jatta, sondern lediglich “Umschüler”. Kein Wunder also, dass sich Trainer Tim Walter Verstärkung für die Offensive wünscht.

Ex-Bremer Wiedwald wird in Sandhausen Rehnen ersetzen

Nach der schweren Verletzung von Torhüter Nikolai Rehnen, der sich einer Meniskus-OP unterziehen musste, verstärkt sich der SV Sandhausen mit dem zuletzt vereinslosen Schlussmann Felix Wiedwald (31). 

Torwart Felix Wiedwald heuert beim SV Sandhausen an.

Torwart Felix Wiedwald heuert beim SV Sandhausen an.

imago images/ANP

Sandhausen hat wie angekündigt auf den Ausfall von Torhüter Rehnen reagiert. Der Ex-Frankfurter und -Bremer Keeper Wiedwald hat am Hardtwald einen Vertrag bis zum Ende der Saison unterschrieben.

“Nach der Verletzung von Nikolai Rehnen war es uns wichtig, einen Torhüter aus dem deutschsprachigen Raum zu verpflichten, der Erfahrungen in der 2. Bundesliga und im Abstiegskampf mitbringt”, wird Mikayil Kabaca, der Sportliche Leiter des SVS, auf der Vereinswebsite zitiert. 

Wiedwald: “Ich habe schon einige Abstiegskämpfe miterlebt”

“Ich freue mich hier zu sein und will mithelfen, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Ich habe schon einige Abstiegskämpfe miterlebt und will mich mit meiner Erfahrung einbringen”, so Wiedwald, der 73 Bundesligaspiele für Frankfurt und Bremen absolvierte. Zudem stehen 62 Zweitligapartien für Duisburg in seiner Vita. 

Wiedwalds letzte Station war der FC Emmen in der niederländischen Eredivisie, seit Sommer 2021 war der Keeper vereinslos.

Sané, Zalazar und Co.: Schalke steht der nächste große Umbruch bevor

Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch. Nach derzeitigem Stand laufen zwölf Arbeitspapiere bei Schalker Profis aus.

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat alle Hände voll zu tun.

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat alle Hände voll zu tun.

imago images/RHR-Foto

Derzeit beschäftigt sich der FC Schalke mit einem möglichen Wechsel von Verteidiger Malick Thiaw zum italienischen Topklub AC Mailand, das Pokerspiel läuft bereits. Mit Blick auf die allgemeine Gemengelage gilt: Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch. So verkürzt lässt sich die Kader-Gesamtsituation bei den Königsblauen auf den Punkt bringen.

Nach derzeitigem Stand laufen zwölf Arbeitspapiere aus. Neben Ersatztorwart Michael Langer zählt nur einer zum aktuellen Kader, der schon in der Vergangenheit bei Schalke war (inklusive Abstiegssaison) und dessen Vertrag nun ganz normal nach der einst vereinbarten Laufzeit endet: Salif Sané.

Der 31-Jährige hat einst auf Schalke einen gut dotierten Vierjahresvertrag unterzeichnet, der nun im Sommer ausläuft. Ob der variable Defensivspieler bei den Gelsenkirchenern bleibt, hängt zum einen davon ab, ob der Aufstieg gelingt – und zum anderen davon, ob sich der Senegalese mit S04 auf eine deutliche Reduzierung seiner Bezüge einigen könnte.

Sieben Leihen enden

Neben Sanés Kontrakt laufen auch die Arbeitspapiere von Martin Fraisl (28, Tor), Michael Langer (37, Tor), Ko Itakura (24, Innenverteidiger, Leihende/Manchester City, Kaufoption), Andreas Vindheim (26, Innenverteidiger, Leihende/Sparta Prag, Kaufoption), Thomas Ouwejan (25, defensive Außenbahn, Leihende/Alkmaar, Kaufoption), Darko Churlinov (21, offensives Mittelfeld, Leihende/VfB Stuttgart), Yaroslav Mikhailov (18, offensives Mittelfeld, Leihende/St. Petersburg, Kaufoption), Marc Rzatkowsi (31, offensives Mittelfeld), Rodrigo Zalazar (22, offensives Mittelfeld, Leihende/ Eintracht Frankfurt, Kaufpflicht), Simon Terodde (33, Sturm, Verlängerungsoption) und Marvin Pieringer (22, Sturm, Leihende/SC Freiburg, Kaufoption).

Viel Arbeit für Schröder

Viel hängt von der künftigen Ligazugehörigkeit der Knappen ab. Steigt Schalke 04 sofort wieder in die Bundesliga auf, wird Sportdirektor Rouven Schröder unter immensen Anstrengungen eine konkurrenzfähigere Gruppe zusammenstellen müssen. Gelingt die Rückkehr ins Oberhaus nicht, wird nur noch ein verstärktes Grundgerüst der aktuellen Mannschaft übrig bleiben.

Sané und Co.: Schalke steht der nächste große Umbruch bevor

Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch. Nach derzeitigem Stand laufen zwölf Arbeitspapiere bei Schalker Profis aus.

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat alle Hände voll zu tun.

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat alle Hände voll zu tun.

imago images/RHR-Foto

Derzeit beschäftigt sich der FC Schalke mit einem möglichen Wechsel von Verteidiger Malick Thiaw zum italienischen Topklub AC Mailand, das Pokerspiel läuft bereits. Mit Blick auf die allgemeine Gemengelage gilt: Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch. So verkürzt lässt sich die Kader-Gesamtsituation bei den Königsblauen auf den Punkt bringen.

Nach derzeitigem Stand laufen zwölf Arbeitspapiere aus. Neben Ersatztorwart Michael Langer zählt nur einer zum aktuellen Kader, der schon in der Vergangenheit bei Schalke war (inklusive Abstiegssaison) und dessen Vertrag nun ganz normal nach der einst vereinbarten Laufzeit endet: Salif Sané.

Der 31-Jährige hat einst auf Schalke einen gut dotierten Vierjahresvertrag unterzeichnet, der nun im Sommer ausläuft. Ob der variable Defensivspieler bei den Gelsenkirchenern bleibt, hängt zum einen davon ab, ob der Aufstieg gelingt – und zum anderen davon, ob sich der Senegalese mit S04 auf eine deutliche Reduzierung seiner Bezüge einigen könnte.

Sieben Leihen enden

Neben Sanés Kontrakt laufen auch die Arbeitspapiere von Martin Fraisl (28, Tor), Michael Langer (37, Tor), Ko Itakura (24, Innenverteidiger, Leihende/Manchester City, Kaufoption), Andreas Vindheim (26, Innenverteidiger, Leihende/Sparta Prag, Kaufoption), Thomas Ouwejan (25, defensive Außenbahn, Leihende/Alkmaar, Kaufoption), Darko Churlinov (21, offensives Mittelfeld, Leihende/VfB Stuttgart), Yaroslav Mikhailov (18, offensives Mittelfeld, Leihende/St. Petersburg, Kaufoption), Marc Rzatkowsi (31, offensives Mittelfeld), Rodrigo Zalazar (22, offensives Mittelfeld, Leihende/ Eintracht Frankfurt, Kaufpflicht), Simon Terodde (33, Sturm, Verlängerungsoption) und Marvin Pieringer (22, Sturm, Leihende/SC Freiburg, Kaufoption).

Viel Arbeit für Schröder

Viel hängt von der künftigen Ligazugehörigkeit der Knappen ab. Steigt Schalke 04 sofort wieder in die Bundesliga auf, wird Sportdirektor Rouven Schröder unter immensen Anstrengungen eine konkurrenzfähigere Gruppe zusammenstellen müssen. Gelingt die Rückkehr ins Oberhaus nicht, wird nur noch ein verstärktes Grundgerüst der aktuellen Mannschaft übrig bleiben.

Neuer HSV-Vorstand hofft auf 30.000 Fans

Beim Hamburger SV erhofft man sich bald wieder ein gut gefülltes Stadion. Mit einem ausgeklügelten Konzept soll das Vorhaben realisiert werden.

In der Fankurve im Volksparkstadion herrscht zur Zeit gähnende Leere.

In der Fankurve im Volksparkstadion herrscht zur Zeit gähnende Leere.

imago images/R.Seidel Imagery

Die ersten drei Wochen als neuer Mann im HSV-Vorstand bestanden für Dr. Thomas Wüstefeld vor allem aus Gesprächen. “Ich möchte möglichst immer alles verstehen”, sagt der 52-jährige Medizin-Unternehmer. Das gilt für die großen Zusammenhänge in seinem Klub, aber auch kurzfristig für die ganz konkreten Probleme. Zum Beispiel den Zuschauerausschluss und die dadurch bestehenden finanziellen Sorgen. Sein Ziel: Kurzfristig bis zu 30.000 Zuschauer im Volkspark.

2000 Anhänger durften am vergangenen Freitag dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli beiwohnen. Dass gleichzeitig in der Elbphilharmonie 2100 Zuschauer drinnen zugelassen sind “ist natürlich nicht nachvollziehbar. Ich versuche diese Sachen deshalb sachlich mit dem Senat zu besprechen.”

Wirtschaftliche Lage angespannt

Mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke war er bereits im Austausch, anders als der Dortmunder aber spricht er zunächst nicht von rechtlichen Schritten. “Wir wollen reden und nach Lösungen suchen und beabsichtigen keine juristische Lösung.” Wüstefeld sagt: “Wir trauen uns hier im Volkspark 25.000 bis 30.000 Zuschauer zu, ohne dass es ein Risiko gibt.” Und er konkretisiert: “Wir haben diese Zahl nicht gewürfelt, sie ist ermittelt, wir haben alles durchgespielt. Wir haben unterschiedliche Zugänge, mit Mundschutz und Abstandsregelungen könnten wir diese Zuschauerzahl gewährleiten ohne dass ein Risiko für die Menschen besteht.” Der Hintergrund ist klar: Die wirtschaftliche Lage ist angespannt ohne Zuschauereinnahmen und der neue Mann macht kein Hehl daraus: “Die aktuelle Situation ist alles andere als gut.”

Wüstefeld spricht deshalb nicht nur mit dem Senat, sondern will auch intern sämtliche Prozesse durchleuchten. Der Gesellschafter ist vom Aufsichtsrat zunächst für ein Jahr in den Vorstand entsendet worden, “und ich werde in den Aufsichtsrat rein berichten.” Dieser muss dann entscheiden, wie der Vorstand künftig aussehen soll: Mit einem Boss oberhalb von Sportvorstand Jonas Boldt? Mit einem gleichberechtigten Nebenmann? Wüstefeld betont, die Inhalte seien entscheidend. “Das Ziel ist es, nicht eine neue Person in den Vorstand zu holen und nach dieser die Ausrichtung vorzunehmen, sondern an der Struktur zu arbeiten, eine Leitlinie, ein Drehbuch zu erstellen. Das ist meine Aufgabe.”

In fünf Jahren gesichert in der Bundesliga

Bedeutet: Die Eindrücke, die Wüstefeld nun sammelt, werden entscheidend für seine Bestandsaufnahme sein, wen und was der HSV auf Vorstandsebene braucht. Das Ziel umreißt der HSV-Fan seit dem Kindesalter klar: “In fünf Jahren wünsche ich mir einen HSV, der sehr kompakt und gut positioniert in der 1. Liga ist.”

Sebastian Wolff

Friedl über den Werder-Spirit: “Ein Rad greift ins andere”

Der Status quo beim SV Werder Bremen könnte nicht viel besser sein nach den fünf Ligasiegen in Folge: Der Absteiger mischt wieder im Aufstiegsrennen mit, die interne Stimmung befindet sich auf einem Höhepunkt.

Nach fünf Siegen in Serie bestens gelaunt: Marco Friedl.

Nach fünf Siegen in Serie bestens gelaunt: Marco Friedl.

imago images/Nordphoto

Die erste Reaktion von Marco Friedl fällt knapp aus, “ganz schwierig”, entgegnet er einigermaßen überfragt, wann er denn das letzte Mal Teil eines Kabinenfotos beim SV Werder Bremen war. Also, vor vergangenem Samstag, als der Zweitligist die Partie nach einem 1:3-Rückstand in Paderborn noch in ein 4:3 gedreht hatte und anschließend eine Aufnahme aus dem Innersten der Benteler Arena in Bremer Kreisen viral gegangen war. “Es ist auf jeden Fall schon einige Zeit her”, sagte Friedl am Mittwochnachmittag, “aber ich glaube, das Bild spiegelt die aktuelle Situation gut wider.”

Wir wollen diese Siegesserie nicht einfach so herschenken.

Marco Friedl

Die fünf Siege in Folge seit der Amtsübernahme von Trainer Ole Werner befeuern die Positiv-Stimmung am Osterdeich. “Jeder ist happy, wie es gerade läuft”, erklärt der Österreicher und betont: “Wir wollen diese Siegesserie nicht einfach so herschenken.” In der Tabelle hat sie den Klub bislang auf den Relegationsplatz befördert. “Wenn die Ergebnisse stimmen, ist die Laune und alles drumherum auch noch mal besser”, so Friedl.

Sieg in Paderborn beweist “super Moral”

Die Partie in Paderborn sei ein Beleg für die “super Moral in der Mannschaft” gewesen, sagt der 23-Jährige: “Der Wille war über die 90 Minuten zu sehen, auch wenn es kein super Spiel von uns war.” Als umso hilfreicher stelle sich da das aktuelle Bremer Bewusstsein heraus, “dass gerade jedes Rad ins andere greift”. Friedl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Team inzwischen “voll und ganz zusammengewachsen” sei, “auch die Spieler, die ein bisschen weniger gespielt haben”.

Dieser Werder-Spirit könnte auch mit Blick auf die weiteren Ambitionen des Verteidigers noch wichtig werden, denn: “Wir haben noch eine lange Saison vor uns und wir haben viele Dinge, die wir als Mannschaft noch schaffen wollen. Auch ich habe Ziele für mich – und die will ich erreichen.” Worum es sich dabei genau handelt, dürfte wohl nicht besonders schwerfallen zu erraten.

Tim Lüddecke