“Die Bundesliga ist Neuland”: Bochum verpflichtet Mousset

Der VfL Bochum hat einen neuen Angreifer. Lys Mousset (26) kommt mit der Erfahrung von fast 100 Premier-League-Spielen.

Soll künftig für Bochum knipsen: Lys Mousset.

Soll künftig für Bochum knipsen: Lys Mousset.

IMAGO/Buzzi

Bereits am Montagmorgen hatte der kicker berichtet, dass sich die die Verpflichtung Moussets auf der Zielgeraden befinde, am Mittag machte der Verein den Deal offiziell: Mousset unterschreibt demnach einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Zuletzt war der Angreifer vereinslos, Bochum bekommt Mousset dementsprechend ablösefrei.

Lys Mousset hat die hervorragende französische Nachwuchsausbildung genossen, seine Fähigkeiten zunächst in Frankreich und dann über mehrere Jahre auf höchstem Niveau in England gezeigt”, wird Bochums Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz in der Vereinsmitteilung zitiert. “Wir haben durch ihn unseren Angriff um eine interessante Facette erweitern können.”

99 Premier-League-Spiele

Der in Le Havre ausgebildete Franzose kommt mit der Erfahrung von 99 Premier-League-Spielen für den AFC Bournemouth und Sheffield United (neun Tore). In der vergangenen Saison lief er außerdem leihweise in der Serie A für US Salernitana auf. Nun steht für Mousset die dritte der fünf europäischen Top-Ligen auf dem Plan.

“Die Bundesliga ist ziemliches Neuland für mich, die kenne ich bisher nur aus den Medien”, so Mousset. “Ich bin neugierig darauf, meine neuen Teamkollegen kennen zu lernen und freue mich auf die ersten Einheiten mit ihnen.”

Oberschenkel-Verletzung: Wind fehlt Wolfsburg mehrere Wochen

Der VfL Wolfsburg muss mehrere Wochen auf Stürmer Jonas Wind verzichten. Der 23-Jährige hatte sich in der Vorwoche im Training verletzt.

Jonas Wind muss länger pausieren.

Jonas Wind muss länger pausieren.

IMAGO/Christian Schroedter

Bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München fehlte Wind bereits im Kader der Wolfsburger, nachdem er sich unter der Woche verletzte und wegen Problemen im hinteren Oberschenkel nicht einsatzbereit war. Weitere Untersuchungen ergaben nun, dass sich der 23-Jährige doch schwerwiegender verletzt hat und “eine mehrwöchige Pause einlegen” muss, wie der Verein in einer Mitteilung bekanntgab. Wie lange Wind genau ausfallen wird, gab der Bundesligist nicht bekannt.

Der Stürmer kam im vergangenen Winter vom FC Kopenhagen zum VfL und traf in der Rückrunde fünfmal in 14 Bundesliga-Partien. In der laufenden Saison stand er beim Sieg in der ersten Pokalrunde gegen Jena in der Startformation, am 1. Spieltag gegen Bremen wurde er eingewechselt.

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05. August 202201:04:31 Stunden

FE:male #11 – Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

Wir starten in die neue Saison, und das mit einer überraschenden Folge: wir haben gleich 2 hochinteressante Gäste! In der Zentrale von Borussia Dortmund treffen wir Hans-Joachim Watzke und Svenja Schlenker. Sie ist die Leiterin der Mädchen- und Frauenfußball Abteilung des BVB.

FE:male #Frauen EM Spezial – Josephine Henning

20.07.2022

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06.07.2022

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03.06.2022

FE:male #10 – Tabea Kemme

28.05.2022

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Regisseur Stöger: Einfädler, Vorbereiter, Torschütze

Zwei Spieltage, null Punkte, Frust wegen “zu billiger” Gegentore: Der VfL Bochum ist noch nicht ins Rollen gekommen. Ein Sommerzugang aber ist über jeden Zweifel erhaben.

Kevin Stöger ist Dreh- und Angelpunkt im Bochumer Spiel.

Kevin Stöger ist Dreh- und Angelpunkt im Bochumer Spiel.

IMAGO/Langer

Beim 1:2 gegen den FSV Mainz 05 am ersten Spieltag ärgerte sich Thomas Reis nachvollziehbar über individuelle Fehler in der Hintermannschaft. Ähnlicher Frust nach dem 2:3 in Sinsheim: Auch gegen die TSG Hoffenheim erlaubte der Vorjahres-Aufsteiger seinem Gegner, wie es der VfL-Coach formulierte, “zu billige” Gegentore.

Reis muss ständig improvisieren

Bei Standards passt es häufig nicht nicht, bei hohen Flanken stimmt die Zuteilung nicht, Bochums Defensive wirkt noch keineswegs gefestigt. Das ist allerdings nachvollziehbar, weil Reis vor allem in der Hintermannschaft wegen einiger Ausfälle ständig improvisieren muss.

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

14. August 202206:14 Minuten

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Dreh- und Angelpunkt Stöger

In einem wichtigen Punkt aber hat sich der VfL im Vergleich zur vorigen Saison schon klar verbessert: Im spielerischen Bereich hat die Mannschaft deutlich zugelegt, vor allem weil Kevin Stöger mit seiner Übersicht und seinen Ideen das Spiel häufig an sich reißt und schon nach wenigen Wochen Dreh- und Angelpunkt im Bochumer Spiel ist.

Der Rückkehrer, der bereits von 2016-18 in Bochum spielte und zuletzt in Mainz quasi nur eine Randfigur war, ist sogleich mittendrin und war an allen drei bisherigen Bochumer Treffern beteiligt. Gegen Mainz traf er selbst mit einer verunglückten Flanke ins Tor, in Sinsheim fädelte er mustergültig das erste Tor ein mit seiner Vorarbeit auf Philipp Hofmann, der auf den Torschützen Simon Zoller verlängerte. Den zweiten Zoller-Treffer bereitete Stöger dann präzise mit einer wohltemperierten Flanke vor.

Der fleißige Kreativgeist macht mächtig Meter

Damit nicht genug: Der Mittelfeldmann ist ständig unterwegs und anspielbar, praktisch jeder gefährliche Angriff läuft über ihn. Dabei ist er kein echter Zehner, sondern liebt es, sich ein wenig zurückfallen zu lassen und aus der Tiefe das Spiel aufzuziehen. Überdies macht der fleißige Kreativgeist auch mächtig Meter: 22,18 km lief Stöger in den ersten beiden Parteien zusammen, damit liegt er in der Rangliste der Bundesliga auf Platz 14.

Ein paar Meter mehr auf dem Tacho hat übrigens nicht unerwartet Bochums Kapitän Anthony Losilla. Auch jetzt geht der Dauerläufer in Sachen Einsatz wieder voran. Der Franzose legte bisher 22,83 km zurück, das macht Platz 7 in der Liga.

Losilla war bei allen drei Gegentoren nicht im Bilde

Das ist überaus beachtlich für einen 36-jährigen, doch unterm Strich muss man auch sehen, dass Losilla noch gar nicht so richtig in der neuen Saison angekommen ist. Gegen Mainz spielte er eher mäßig, gegen Hoffenheim stand der Capitano völlig neben sich. Im eigenen Strafraum ging er nach einem eigenen Stellungsfehler zu ungestüm gegen Christoph Baumgartner zu Werke und verschuldete den Elfmeter, hatte dann Glück, dass Manuel Riemann parierte. Aber im Grunde genommen war Losilla bei allen drei Gegentoren nicht im Bilde.

Als “Diesellok” hat Thomas Reis seinen Kapitän mal bezeichnet, aber in der Vorbereitung auch mal angemerkt, dass Losilla eine gewisse Zeit brauchte, um so richtig ins Rollen zu kommen. Nun setzt der Trainer darauf, dass der Routinier, der immer mit großem Einsatz zu Werk geht, sich ganz schnell wieder steigert. Denn die nächsten Gegner werden den VfL mächtig fordern: Am Sonntag geht es gegen den FC Bayern, eine Woche später zum SC Freiburg.

Oliver Bitter

Virkus umreißt das Profil: Ein Typ wie Honorat würde passen

Marcus Thuram setzt seinen Torlauf fort und macht sich unverzichtbar. In der Offensive soll trotzdem nachgelegt werden. Sportdirektor Roland Virkus sagt, welche Fähigkeiten der gesuchte Mann mitbringen soll.

Thuram, immer wieder Thuram. Die Bilanz des Franzosen aus den ersten drei Pflichtspielen lautet: Drei Tore und ein Assist im DFB-Pokalspiel gegen Oberachern (9:1). Ein Treffer zum Ligastart gegen die TSG Hoffenheim (3:1). Ein Tor und eine Vorlage beim 2:2 auf Schalke am Samstag. Ein beachtlicher Lauf des Stürmers, der unter dem neuen VfL-Trainer Daniel Farke an seine besten Zeiten im Gladbacher Trikot anzuknüpfen scheint. Es könnte alles perfekt sein – wäre da nicht die Vertragssituation des 25-Jährigen.

VfL-Spiel vom Wochenende

Im nächsten Sommer läuft Thurams Vertrag aus. Der Verein arbeitet intensiv an einer Verlängerung, konnte diesbezüglich aber noch keinen Erfolg vermelden. Verlängern oder verkaufen heißt es bei Spielern mit einem Jahr Restlaufzeit des Kontrakts normalerweise. Doch inzwischen stellt sich mit Blick auf Thurams Leistungsexplosion die Frage: Darf man Thuram jetzt überhaupt noch verkaufen, auch wenn er (vorerst) nicht verlängern will?

Es müsste schon ein Top-Angebot kommen

“Die Frage beantwortet sich von allein”, sagte Sportdirektor Roland Virkus am Wochenende. Es lässt sich heraushören: Mit einer paar Millionen Euro wird der sportliche Wert von Thuram – so er denn überhaupt einen Wechselwunsch hegt – sicherlich nicht aufzuwiegen sein. Es müsste schon ein Top-Angebot ins Haus flattern, das so großen Spielraum bei der Suche nach Ersatz verschafft, dass man nicht ablehnen kann. Ansonsten gilt: Lieber Thurams Qualität im Kader als den Spieler für vergleichsweise kleines Geld ziehen zu lassen. Und die Chance, dass der Offensivmann zu einem späteren Zeitpunkt verlängert, hätte man sich so auch noch offengehalten.

Beljo wäre eher der Typ Mittelstürmer

Dennoch geht die Suche nach einer Verstärkung für den Offensivbereich weiter. Bei “Sky” umriss Virkus noch einmal das Profil: “Wir brauchen einen Spieler, der variabel ist, der schnell ist, der die tiefen Läufe macht.” Variabel einsetzbar? Spieler mit Tiefgang? Das trifft zum Beispiel auf einen Franck Honorat von Stade Brest zu, der in einer Offensivreihe nicht nur auf seiner Stammposition rechts, sondern zum Beispiel auch auf der linken Seite spielen kann. Der 26-Jährige steht seit längerem auf Gladbachs Liste, genauso wie Dion Drena Beljo (20, NK Osijek), der dagegen den Typ Mittelstürmer verkörpert. Honorat (Vertrag bis 2025) erzielte in der vergangenen Saison bei 34 Ligue-1-Einsätzen elf Tore.

Konkrete Namen möchte Virkus nicht kommentieren. “Wir beschäftigen uns mit einigen Kandidaten”, sagt der Manager nur und will bei der Suche nicht in Hektik verfallen. “Wir wollen keinen Schnellschuss. Es muss passen.”

Jan Lustig

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

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TSG ist Breitenreiter noch ein Rätsel

Hoffenheims erster Bundesligasieg unter dem neuen Cheftrainer war ein ungewöhnlicher, über den sich André Breitenreiter noch den Kopf zerbricht.

Erkannte seine Mannschaft gegen Bochum anfangs nicht wieder: André Breitenreiter.

Erkannte seine Mannschaft gegen Bochum anfangs nicht wieder: André Breitenreiter.

IMAGO/Nordphoto

Ist das da wirklich meine Mannschaft? André Breitenreiter verfolgte zunächst ungläubig das Geschehen im ersten Heimspiel unter seiner Leitung in der Pre-Zero-Arena in Sinsheim. Kein frühzeitiges Attackieren des Gegners, Zurückweichen statt Vorwärtsverteidigung, Begleitschutz statt Aggressivität. Die bittere Konsequenz: Ehe die Hoffenheimer wach wurden, hatten der VfL Bochum schon zweimal zugeschlagen und führte 2:0. “Nach 20 Minuten habe ich nicht daran geglaubt, dass das etwas mit einem Sieg wird”, gestand der 48-Jährige hinterher, “wir waren zu passiv, so wollen wir nicht auftreten. Warum das so war, müssen wir besprechen, erst ab der 20. Minute haben wir dann ein ganz anderes Gesicht gezeigt.”

Warum aber erst dann? “Das war alles andere als das, was wir trainiert haben, deshalb war ich schon sehr verwundert. Ich mache mir Gedanken, woran das liegt, weil sich die Jungs die ganze Zeit extrem ehrgeizig, bissig und zweikampfstark präsentieren, aber das in den ersten 20 Minuten alles komplett gefehlt hat”, rätselt Breitenreiter. Da wird er in den nächsten Tagen und Wochen einiges aufarbeiten müssen, um nicht wiederholt in dieses Fahrwasser zu geraten. Schon in der Vorsaison hatte die TSG 22 ihrer insgesamt 46 Punkte erst nach Rückständen geholt, das bedeutete Ligaspitze. Allerdings bleibt der Makel der oft unnötigen und unerklärlichen Startschwierigkeiten in den einzelnen Partien.

Wie Hoffenheim Hofmann bei den Standards aus dem Spiel nahm

Dagegen haben andere einstudierte Abläufe schon ganz hervorragend geklappt. Etwa das Verhalten bei Offensiv-Standards. Erst köpfte Neuzugang Ozan Kabak einen Geiger-Eckball zum 2:2 ins lange Eck, und kurz vor Schluss bugsierte Munas Dabbur nach einer zunächst kurz ausgeführten Ecke und einer gefühlvollen Flanke von Sebastian Rudy den Ball zum 3:2-Siegtreffer ins Netz. Das alles hatte freilich einen Hintergrund, besser formuliert, eine Vorgeschichte. Denn Hoffenheim nahm gezielt Bochums besten Kopfballspieler aus dem Spiel und machte den Weg frei für die eigenen Spezialisten.

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

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“Wir haben Philipp Hofmann bei den Standards geblockt, weil wir wussten, dass er eigentlich jeden Ball rausköpft”, verriet Breitenreiter hinterher, “das war eine einstudierte Variante, die tatsächlich zweimal geklappt hat.” Beim ersten Mal stellte sich Stanley Nsoki dem Bochumer Hünen in den Weg, beim zweiten Mal band ihn der für Nsoki zur Pause eingewechselte Kevin Akpoguma. Bahn frei erst für Kabak und später für Dabbur.

Michael Pfeifer

Kahns Sabitzer-Vergleich: “Das beste Beispiel bin ich selbst”

Marcel Sabitzer (28) ist aktuell gesetzt beim FC Bayern. Ob das so bleibt? Oliver Kahn ließ sich wenig entlocken.

Marcels Sabitzer hat sich beim FC Bayern deutlich gesteigert.

Marcels Sabitzer hat sich beim FC Bayern deutlich gesteigert.

IMAGO/Passion2Press

Des einen Glück ist des anderen Leid, oder so ähnlich. Leon Goretzka musste vor zwei Wochen im eigenen Wohnzimmer verfolgen, wie seine Teamkollegen des FC Bayern den Supercup in den Leipziger Abendhimmel stemmten. Der kürzlich am Knie operierte Mittelfeldspieler ließ es sich nicht nehmen, aus Prinzip auch einen Pokal hochzuhalten.

Sabitzer: unaufgeregter, selbstbewusster und stabiler

Während Goretzka derweil am Comeback schuftet und vermutlich im September wieder eingreifen kann, hat sich Marcel Sabitzer auf der Doppelsechs neben Joshua Kimmich vorerst festgespielt. Der Österreicher, der eine schwache Debütsaison im FCB-Trikot hinter sich hat, agiert wie andere letztjährige Wackelkandidaten (Dayot Upamecano zum Beispiel) unaufgeregter, selbstbewusster und stabiler.

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

14. August 202206:14 Minuten

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Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist froh, “dass Sabi das so macht, wie wir das von ihm erwarten”. Als absoluter Wunschspieler von Trainer Julian Nagelsmann war Sabitzer im vergangenen Sommer aus Leipzig gekommen und in München eher abgetaucht, 167 Bundesliga-Profis wählten ihn in der großen kicker-Umfrage zum Absteiger der Saison. “Er hat mir im letzten Jahr einen Tick zu viel zurückgespielt und ein bisschen zu verhalten gespielt”, erklärte Nagelsmann vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag.

Kahn: “Man kann ihn nur beglückwünschen”

Beim 2:0-Sieg verrichtete Sabitzer seinen Job erneut solide (kicker-Note 3). “Beim FC Bayern ist man immer sehr schnell, Spieler zu verdammen oder sie nach einer Saison abzuschreiben”, meinte Oliver Kahn im Anschluss. “Das beste Beispiel bin eigentlich ich selbst. Ich habe hier bei Bayern München auch ein, zwei Saisons gebraucht, damals hat man aber mehr Zeit gehabt.” Manchen Spielern, Sabitzer eben, müsse man eine Eingewöhnungszeit zugestehen. “Marcel bringt im Moment solide Leistungen, man kann ihn nur beglückwünschen.”

Ob das auch so bleibt? Mit Ryan Gravenberch sitzt ein hochveranlagter Mittelfeldspieler Sabitzer im Nacken, bald ist Goretzka zudem wieder fit. Und Konrad Laimer? Den würde der FC Bayern gerne ebenfalls für die Position verpflichten, allerdings nur, wenn Sabitzer noch abgegeben wird. Sowohl Salihamidzic als auch Kahn hielten sich auf Nachfrage bedeckt. “Im Großen und Ganzen sind wir durch”, sagte der Vorstandschef lediglich – und ließ Interpretationsspielraum offen.

Mario Krischel

“Eisvogel” Bülter spielt sich in der Startelf fest

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder nennt ihn den “Eisvogel”: Marius Bülter übernahm gegen Gladbach Verantwortung beim Strafstoß und bewies bei der Ausführung beeindruckende Nervenstärke. Genau solche Tugenden braucht der Aufsteiger.

Eiskalt vom Punkt: Marius Bülter.

Eiskalt vom Punkt: Marius Bülter.

IMAGO/Sven Simon

Schiedsrichter Sven Jablonski war gerade dabei, das Handspiel von Patrick Herrmann am Monitor mit eigenen Augen zu studieren, da ging Marius Bülter bereits Richtung Elfmeterpunkt und wartete dort auf die Entscheidung des Referees, die abzusehen war: Strafstoß für die Königsblauen, die sich eine Woche zuvor gegen den 1. FC Köln noch über mehrere VAR-Entscheidungen massiv geärgert hatten. Bülter bewies Nervenstärke, als er die Verantwortung übernahm – so kurz vor Schluss, beim Stand von 1:2, direkt vor der Schalker Nordkurve. “Eine besondere Drucksituation”, gab Bülter später zu. Erst recht beeindruckend war aber, wie der Stürmer den Elfmeter schoss.

Ecke anvisieren, bestmöglich zielen und darauf hoffen, dass der Torwart nicht an den Ball kommt? Für Bülter keine Option. Er wählte den heikleren Weg, für den es extrastarke Nerven braucht. “Ich habe ihn Eisvogel genannt”, erzählte später Sportdirektor Rouven Schröder, der drauf hinwies, dass Yann Sommer in der Vergangenheit schon häufiger “den einen oder anderen Elfmeter rausgefischt” habe.

Bülter lief in Robert-Lewandowski-Manier an, verzögerte, guckte Sommer bis zur letzten Millisekunde aus – und gewann das spannende Duell mit Gladbachs gefürchtetem Elfmeterkiller. Der Schalker schoss in die rechte Ecke, Sommer hob ab in die linke. Wenige Sekunden später folgte der Abpfiff, für Schalke war das 2:2 ein gefühlter Sieg, der kicker kürte Bülter, der auch in den vorherigen 90 Minuten immer wieder Akzente setzte, zum “Spieler des Spiels” (Note 2).

Für Bülter war es bereits das zweite Saisontor, er hatte in Köln den Anschlusstreffer besorgt (1:3) – als Einwechselspieler, denn Trainer Frank Kramer hatte sich mit Blick auf die Startelf da noch gegen Bülter entschieden, wie schon zuvor beim ersten Pflichtspiel im Pokal gegen den Bremer SV. Nicht zuletzt mit seinem Jokertor in Köln drängte sich Bülter für die Anfangsformation gegen Gladbach auf. Gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 15. 30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird nun erst recht mit ihm von Beginn an zu rechnen sein.

Toni Lieto

Bellinghams “Sohn” feiert Geburtstag und Tor

Erst der 18. Geburtstag, dann das erste Tor in der Bundesliga: Für Dortmunds Youngster Jamie Bynoe-Gittens hätte die vergangene Woche nicht besser laufen können. Trainer Edin Terzic nennt ihn einen “Gamechanger”, der ein Jahr ältere Jude Bellingham “meinen Sohn”. Doch wer ist das neue Toptalent des BVB?

Nahm Flekkens Geschenk dankend an: Jamie Bynoe-Gittens.

Nahm Flekkens Geschenk dankend an: Jamie Bynoe-Gittens.

picture alliance / GES/Helge Prang

Am vergangenen Freitag meinte es das Schicksal gut mit Jamie Bynoe-Gittens: Drei Tage nach seinem 18. Geburtstag machte ihm Freiburgs Keeper Mark Flekken – unabsichtlich – ein nachträgliches Geschenk, als ihm ein eigentlich harmloser Distanzschuss des BVB-Talents erst durch die Handschuhe und dann über die Linie rutschte. Es war Bynoe-Gittens erstes Bundesliga-Tor. Und ein immens wichtiges noch dazu, gab es doch das Signal zur Dortmunder Schlussoffensive, die mit einem hart erkämpften 3:1-Erfolg beim Sport-Club endete.

Das BVB-Spiel vom Freitagabend

Der Name Bynoe-Gittens, der davor in erster Linie BVB-Insidern ein Begriff gewesen sein dürfte, war danach in aller Munde. Denn gemeinsam mit Youssoufa Moukoko, der ein Tor erzielte und zwei weitere vorbereitete, war der junge Engländer, der nach seinem Ausgleichstreffer das 2:1 herrlich einleitete, der Matchwinner in Schwarz-Gelb. Oder, wie es BVB-Trainer Edin Terzic formulierte, “der Gamechanger”.

Terzics Auftrag: Spiel den Stempel aufdrücken

Bynoe-Gittens erfüllte damit den Auftrag, den ihm sein Trainer zuvor gegeben hatte. Lange unterhielten sich die beiden, ehe es für ihn aufs Feld ging. “Er hat mir gesagt, dass ich dem Spiel meinen Stempel aufdrücken soll”, verriet das BVB-Talent später. “Dass er mir zutraut, dass ich den Unterschied machen kann, bedeutet mir viel.”

Aus dem Nichts kommt dieses Zutrauen nicht, schließlich ist Bynoe-Gittens nicht erst seit dieser Saison bei der Borussia. Bereits im Sommer 2020 kam er von Manchester City ins Ruhrgebiet. Doch erst bremste ihn die Corona-Pandemie aus, dann mehrere, teils schwere Verletzungen. Es dauerte, ehe Bynoe-Gittens, der in London geboren wurde, in Dortmund Fuß fassen konnte. Sein Talent jedoch war von Anfang an erkennbar. Der Durchbruch im Jugendbereich jedoch erfolgte mit einjähriger Verzögerung: In der Saison 2021/22 führte er die Borussia mit sechs Toren in fünf Spielen bis ins Viertelfinale der Youth League. In der Schlussphase der Saison folgte dann die Belohnung durch den damaligen BVB-Profi-Trainer Marco Rose: Beim 6:1 gegen Wolfsburg debütierte Bynoe-Gittens in der Bundesliga, weitere Einsätze gegen München, Bochum und Berlin kamen dazu.

U-19-Europameister mit England

Die Saison war damit allerdings für ihn noch nicht beendet: Im Juni trat er mit Englands U 19 bei der Europameisterschaft an – und sicherte sich mit den jungen “Three Lions” den Titel. Bynoe-Gittens kam dabei in vier der fünf Endrunden-Spiele zum Einsatz. Nach dem Urlaub schließlich folgte absprachegemäß die dauerhafte Beförderung zu den Profis. Warum? Das konnte man in Freiburg erstmals erahnen.

Der Offensivspieler, der als Teenager einen ähnlichen Karriere-Weg einschlug wie Jadon Sancho (inzwischen Manchester United), bringt viele Qualitäten mit, die ihn vom Rest des Dortmunder Kaders abheben: Er ist ein Dribbler, der mit hoher Geschwindigkeit auf seine Gegenspieler zuläuft, um sie dann mit einer Körpertäuschung stehen zu lassen – und er ist mutig und unbekümmert genug, dass auch in der Bundesliga zu versuchen. Die Erfolgserlebnisse, die er in Freiburg sammelte, dürfte ihn darin weiter bestätigen.

“Chillen, PS5 spielen, Youtube schauen”

Er sei “überwältigt gewesen”, sagte Bynoe-Gittens am Tag nach dem Spiel im klubinternen TV-Sender, “ich habe eigentlich gar nicht geschlafen”. Der freie Sonntag ging dann für das drauf, was junge Erwachsene in seinem Alter üblicherweise tun: “Chillen, PS5 spielen, Youtube schauen”. Jetzt jedoch geht der Blick nach vorne. Auf das bevorstehende Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Bynoe-Gittens winkt – ähnlich wie Moukoko – ein Platz in der Startelf, zumindest aber ein erneuter Joker-Einsatz. Stolz wurde er damit nicht nur seine eigene Familie machen, sondern auch einen seiner Mitspieler, der ihn liebevoll “meinen Sohn” nennt: Jude Bellingham.

Obwohl Dortmunds Mittelfeldspieler nur ein Jahr älter ist als Bynoe-Gittens, hat er ihn an die Hand genommen und Hilfestellung gegeben. “Jude ist ein großer Spieler”, sagt Bynoe-Gittens über seinen Landsmann, der bereits für die A-Nationalmannschaft spielt und aus Dortmunds Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. “Ich bewundere ihn und versuche, ihn zu kopieren.”

Dass er das Talent dazu hat, davon sind sie in Dortmund fest überzeugt. Eine baldige Verlängerung des derzeit bis 2023 datierten Vertrages – mit angepassten Bezügen – dürfte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Matthias Dersch

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

14. August 202206:14 Minuten

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