Letsch auch ohne Sieg zufrieden: “Wir haben genug Power”

Mit einem späten Abstaubertor rettet Philipp Hofmann das 1:1 gegen den FC Luzern. Einmal mehr vermisst Bochums Trainer Thomas Letsch allerdings die letzte Konsequenz im Abschluss.

Rettete das 1:1 gegen Luzern: Bochums Stürmer Phillipp Hofmann.

Rettete das 1:1 gegen Luzern: Bochums Stürmer Phillipp Hofmann.

IMAGO/Eibner

Aus dem Bochumer Trainingslager in Jerez de la Frontera berichtet Oliver Bitter

Der dürftigen Vorstellung am Morgen mit einem 0:3 gegen den ungarischen Zweitligisten Diosgyör folgte am Nachmittag eine etwas ansprechendere Partie des VfL Bochum gegen den FC Luzern. Nicht zu übersehen bleibt allerdings weiterhin eine gravierende Schwäche: Im Abschluss ist der VfL nach wie vor zu harmlos.

Letsch vermied bewusst, von einem A-und einem B-Team zu sprechen. Klar ist aber: Die Mannschaft, die am Nachmittag gegen den Tabellensechsten der Schweizer Liga antrat, wird in etwa die sein, die auch am Samstag in acht Tagen beim Bundesliga-Neustart gegen Hertha BSC Berlin ins Rennen geht.

Löst Jankio Patzhirsch Gamboa ab?

Einzige kleine Überraschung: Saidy Jankio hat Platzhirsch Cristian Gamboa den Rang ein wenig abgelaufen und dürfte auch gegen Hertha rechts in der Viererkette beginnen. Von den beiden Neu-Erwerbungen hat Keven Schlotterbeck wohl seinen Platz in der Viererkette sicher; Pierre Kunde wird immer stärker und drängt zumindest ebenfalls auf einen Platz in der ersten Besetzung, auch wenn der Kameruner gegen Hertha vermutlich noch nicht zur ersten Besetzung gehören wird

In der ersten Halbzeit war das okay, in der zweiten Halbzeit okay bis gut.

Thomas Letsch

Gegen den FC Luzern, der neulich erst gegen den FSV Mainz 05 mit 1:5 den kürzeren zog, war der VfL Bochum zwar über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, kam aber zunächst zu selten gefährlich vor das gegnerische Tor. “In der ersten Halbzeit war das okay, in der zweiten Halbzeit okay bis gut”, resümierte Trainer Letsch. “Immerhin waren wir nach der Pause häufiger in der roten Zone und haben uns Möglichkeiten herausgespielt.”

Max Meyer leitet ein – Hofmann rettet das Remis 

Nach dem 0:1, an dem auf Luzerner Seite auch der Ex-Schalke Max Meyer beteiligt war, schaltete der VfL etwas mehr in den Vorwärtsgang, scheiterte aber zunächst zum Beispiel durch Takuma Asano und Jimmy Antwi-Adjei. Knapp zehn Minuten vor dem Ende dann aber doch der verdiente Ausgleich, als Philipp Hofmann aus kurzer Entfernung abstaubte.

Hier war mal die nötige Konsequenz im Spiel, die ansonsten häufig fehlte. “Es reicht auch in der Bundesliga nicht, ein Spiel nur zu dominieren. Du musst auch die Chancen nutzen”, so Letsch. Ganz bewusst ließ er beim abschließenden Test seine Profis 90 Minuten durchspielen, um noch einmal die Belastung hochzufahren. “Wir haben genug Power für 90 Minuten”, so Letsch, “die Jungs sind jetzt am zum Abschluss der Trainingslagers alle k.o., aber das dürfen sie auch sein.”

Am Samstag folgt noch eine Regenerationseinheit in Jerez de la Frontera, am Nachmittag fliegt die Mannschaft nach Hause. Sonntag und Montag sind frei, ab Dienstag beginnt die intensive Vorbereitung auf den 16. Spieltag mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC.