Deutsche U 20 verliert ersten Test gegen Spanien

Der Start in das WM-Jahr 2024 verlief für die deutsche U-20-Nationalmannschaft der Frauen alles andere als geplant. Im ersten Test des Jahres setzte es eine 1:3-Niederlage gegen Spanien.

Die deutsche U-20-Nationalmannschaft der Frauen verlor ihr erstes Testspiel des Jahres mit 1:3 gegen Spanien.

Die deutsche U-20-Nationalmannschaft der Frauen verlor ihr erstes Testspiel des Jahres mit 1:3 gegen Spanien.

Getty Images for DFB

Nach eineinhalb Jahren Pause stand am Donnerstagabend für die zweithöchste deutsche Frauen-Nationalmannschaft erstmals wieder ein Länderspiel an. Zum Auftakt der langen Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Kolumbien (31. August bis 22. September 2024) traf die U-20 in Alicante auf Spanien.  

Testspiele der deutschen U 20

Von Beginn an hatte das mit Bundesliga-Erfahrung gespickte Aufgebot von Trainerin Kathrin Peter Schwierigkeiten mit den spielstarken Spanierinnen, die wiederum ihrerseits zwar mehr Spielanteile vorweisen konnten, auf ernste Torchancen aber lange warten mussten.

Spanien belohnt sich kurz vor der Halbzeit

Erst in der 37. Minute belohnten sich die Spanierinnen mit dem Führungstreffer – wenngleich dieser aus deutscher Sicht äußerst unglücklich fiel: Nachdem Kapitänin Diehm einen Konter Spaniens nur durch ein taktisches Foul stoppen hatte können, fand ein abgefälschter Freistoß von Olaya Enrique Rodríguez den Weg ins deutsche Tor – Schlussfrau von Schrader blieb ohne Abwehrchance (37.). 

Mit komplett neuen Personal startete die deutsche Elf dann in den zweiten Durchgang, schnell musste die eingewechselte Schlussfrau Adamczyk aber ebenfalls hinter sich greifen: Nach einem Eckball versuchte sich Medina aus der zweiten Reihe und bezwang Adamczyk mit einem wuchtigen Schuss in die rechte obere Ecke (48.). Lange auf sich warten ließ die deutsche Antwort allerdings nicht: Eine Flanke von Baum landete im Rückraum bei Platner, die aus 16 Metern nicht lange fackelte und zum 1:2 einnetzte (52.). 

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Den alten Abstand stellte Jone Amezaga in Spielminute 68 wieder her. Nach einem Steckpass aus dem Mittelfeld zündete die 19-Jährige den Turbo, ließ die gesamte deutsche Defensive hinter sich und bezwang Adamczyk aus kurzer Distanz per Beinschuss zum 3:1 (68.). 

Tore und Karten

1:0
Olaya Enrique Rodríguez (37′)

2:0
Andrea Medina Martín (48′)

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Deutschland

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Alber, Axtmann, D. Acikgöz, Diehm, I. Acikgöz, Kett, Nachtigall, Ritter, Sehitler, Veit, von Schrader

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Dabei blieb es dann auch, der 1:3-Niederlage hatte Deutschland trotz großer Bemühungen nichts mehr entgegenzusetzen. Bereits am Sonntag ist die deutsche U 20 bereits wieder in Aktion, dann steht ab 18 Uhr das Duell mit der mexikanischen Auswahl in Benidorm an. 

0:7 gegen Spanien: Deutsche U 17 kassiert heftige Pleite zum Jahresauftakt

Die deutsche U-17-Nationalmannschaft hat zum Jahresauftakt beim Algarve Cup eine krachende Niederlage kassiert und kam gegen Spanien mit 0:7 unter die Räder.

Niklas Swider und seine U 17 kamen gegen Spanien ordentlich unter die Räder.

Niklas Swider und seine U 17 kamen gegen Spanien ordentlich unter die Räder.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

Mit dem Team, das Ende 2023 die U-17-Weltmeisterschaft gewinnen konnte, hatte die Elf von Trainer Michael Prus nichts mehr gemein, als es zum Auftakt des Algarve Cups gegen Spanien ging.

Bereits in der ersten Halbzeit schraubten die Spanier das Ergebnis durch Paulo Iago (16.), einen Dreierpack von Guille Fernandez (22., 30., 45.+1) sowie Adrian Aruncio (24.) zu einem 5:0 in die Höhe und machten vor dem Seitenwechsel bereits alles klar.

Direkt nach Wiederanpfiff machte erneut Fernandez (46.) mit seinem vierten Treffer des Tages das halbe Dutzend voll. Für den Endstand sorgte schließlich Sydney Ehizogie (69.).

Spielinfo
Stadion Estadio Municipal de Albufeira
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Damit ist der Auftakt in den Algarve Cup in Portugal vor 183 Zuschauern alles andere als gelungen für das Team von Michael Prus. Der 56-Jährige trifft mit seinem Team bei dem Turnier am Montag (12 Uhr) noch auf die Niederlande, ehe es am Mittwoch (12 Uhr) gegen den Gastgeber Portugal geht.

Deutsches Duo ins All-Star-Team gewählt – Köster geht leer aus

Noch vor dem Spiel um Platz drei bei der Handball-EM hat die EHF das All-Star-Team veröffentlicht. Darin finden sich auch zwei deutsche Spieler wieder – Julian Köster ging allerdings leer aus.

Er wurde zum zweiten Mal in das All-Star-Team einer EM gewählt: Andreas Wolff.

Er wurde zum zweiten Mal in das All-Star-Team einer EM gewählt: Andreas Wolff.

Sascha Klahn

Aus Köln berichtet Maximilian Schmidt

Exakt zwei Stunden vor dem Anpfiff der Partie um EM-Bronze zwischen Schweden und Deutschland hat die EHF das All-Star-Team des Turniers veröffentlicht. Die Mannschaft wurde auf Basis von über 20.000 Fan-Stimmen in der offiziellen EHF-App gewählt, die zur Auswahl stehenden Spieler waren von EHF-Experten vorgegeben worden.

Der Finaltag in Köln

Am Ende schafften es zwei deutsche Spieler ins Team des Turniers: Keeper Andreas Wolff und Spielmacher Juri Knorr, der sich auch noch Chancen auf den Titel des Torschützenkönigs ausrechnet. Hoffnungen auf eine Wahl hatte sich auch Julian Köster machen können, als “bester Abwehrspieler des Turniers” wurde allerdings der Däne Magnus Saugstrup gewählt.

Im All-Star-Team finden sich insgesamt lediglich zwei Spieler, die es schon einmal in eine Mannschaft des Turniers bei einer EURO schafften: Wolff war diese Ehre 2016 zu Teil geworden, Dänemarks Überflieger Mathias Gidsel wurde zum zweiten Mal in Folge zum besten rechten Rückraumspieler einer EM-Endrunde gewählt.

Während Kreisläufer Saugstrup “nur” bester Abwehrspieler wurde, verdiente sich Frankreichs Ludovic Fabregas die Auszeichnung als bester Kreisläufer des Turniers. Der französische Alleskönner und wohl kompletteste Kreisläufer der Welt war zwar bei den letzten beiden WM-Endrunden ins All-Star-Team gewählt worden, bei einer EM ist es aber seine erste Auszeichnung.

Webers besondere Ehre mit 38

Ähnlich sieht es bei Hampus Wanne aus, der schwedische Linksaußen vom FC Barcelona war 2021 im All-Star-Team der WM, aber noch nie im besten EM-Team. Über besondere Premieren freuten sich neben Spielmacher Knorr auch der Portugiese Martim Costa im linken Rückraum sowie Österreichs Rechtsaußen Robert Weber.

Costa landete mit Portugal auf einem starken siebten Platz und darf sich angesichts von 54 Toren noch Hoffnungen auf die Auszeichnung als bester Torschütze des Turniers machen. Weber wurde diese besondere Auszeichnung im Alter von 38 Jahren zu Teil.

Die Awards für den Torschützenkönig und den MVP wird die EHF nach dem Finale am 28. Januar vergeben.

Das All-Star-Team auf einen Blick:

Torhüter: Andreas Wolff (Deutschland)
Linksaußen: Hampus Wanne (Schweden)
Rückraum links: Martim Costa (Portugal)
Rückraum Mitte: Juri Knorr (Deutschland)
Rückraum rechts: Mathias Gidsel (Dänemark)
Rechtsaußen: Robert Weber (Österreich)
Kreisläufer: Ludovic Fabregas (Frankreich)
Bester Abwehrspieler: Magnus Saugstrup (Dänemark)

Spanien historisch schlecht: Die EM-Abschlussplatzierungen

Zum ersten Mal wurde eine Handball-Europameisterschaft mit 24 Teams in nur einem Land ausgetragen. Das Turnier in Deutschland werden speziell die Spanier nicht in guter Erinnerung behalten. Ein Überblick über die EM-Abschlussplatzierungen.

Leerer Blick: Viran Morros musste mit Spanien bereits nach der Vorrunde die Segel streichen.

Leerer Blick: Viran Morros musste mit Spanien bereits nach der Vorrunde die Segel streichen.

imago images

Aus Köln berichtet Maximilian Schmidt

Die erste Handball-Europameisterschaft der Männer in Deutschland war für zwölf Teams nach nicht einmal einer Woche bereits gelaufen. Eine schwache EM spielte Bosnien-Herzegowina, das in Gruppe E mit drei Niederlagen sowie einem Torverhältnis von -28 ins Ziel kam und deswegen den allerletzten Platz belegt.

Noch davor landeten die drei EM-Debütanten Färöer, Georgien und Griechenland. Die Griechen verloren ebenfalls alle drei Partien und hatten sogar auch eine Tordifferenz von -28, warfen allerdings 13 Treffer mehr als Bosnien-Herzegowina. Für echte Überraschungen sorgten die Färöer Inseln (20.) in Berlin mit einem Remis gegen Norwegen sowie Georgien (18.), das zum Abschluss der Vorrunde in Mannheim Bosnien-Herzegowina düpierte.

Spanier aus den EM-Wolken geholt

Die beiden deutschen Vorrundengegner aus der Schweiz (21.) und Nordmazedonien (17.) besiegelten ihr “Schicksal” im direkten Duell, das die Mannschaft von Ikone Kiril Lazarov mit 29:27 für sich entschied.

Die EM wohl so schnell nicht vergessen können die Spanier, die historisch schlecht abschnitten. Der zweimalige Europameister, der bei den vergangenen vier kontinentalen Wettstreits immer mindestens Zweiter geworden war, schied bereits nach der Vorrunde aus. Die Iberer mussten Kroatien (29:39) und Österreich (33:33) den Vortritt lassen. Platz 13 ist das schwächste EM-Ergebnis in der Geschichte Spaniens.

Weit weg vom Wunschziel Halbfinale waren auch Kroatien, das zum Hauptrunden-Abschluss immerhin Deutschland deutlich schlug, und Norwegen, das zuletzt vor einem Jahrzehnt schlechter bei einer EM abschnitt (14. Platz beim Turnier 2014). Wegen der überraschenden Niederlage Dänemarks gegen Slowenien wurde Portugal, das 2020 noch auf Platz sechs ins Ziel eingelaufen war, um das Spiel um Rang fünf gebracht.

Die EM-Abschlussplatzierungen auf einen Blick:

7. Portugal
8. Österreich
9. Norwegen
10. Island
11. Kroatien
12. Niederlande
13. Spanien
14. Montenegro
15. Tschechien
16. Polen
17. Nordmazedonien
18. Georgien
19. Serbien
20. Färöer Inseln
21. Schweiz
22. Rumänien
23. Griechenland
24. Bosnien-Herzegowina

Spanien historisch schlecht: Die ersten EM-Abschlussplatzierungen

Zum ersten Mal wurde eine Handball-Europameisterschaft mit 24 Teams in nur einem Land ausgetragen. Das Turnier in Deutschland werden speziell die Spanier nicht in guter Erinnerung behalten. Ein Überblick über die EM-Abschlussplatzierungen.

Leerer Blick: Viran Morros musste mit Spanien bereits nach der Vorrunde die Segel streichen.

Leerer Blick: Viran Morros musste mit Spanien bereits nach der Vorrunde die Segel streichen.

imago images

Aus Köln berichtet Maximilian Schmidt

Die erste Handball-Europameisterschaft der Männer ist für zwölf Teams nach nicht einmal einer Woche bereits gelaufen. Aus den sechs Vierer-Vorrundengruppen setzten sich jeweils nur die beiden besten Mannschaften durch und zogen in die Hauptrunde weiter. Dort werden in zwei Sechsergruppen jeweils die beiden Halbfinalisten ermittelt sowie die beiden Teams, die als Dritte noch um Rang fünf spielen werden.

Eine schwache EM spielte Bosnien-Herzegowina, das in Gruppe E mit drei Niederlagen sowie einem Torverhältnis von -28 ins Ziel kam und deswegen den allerletzten Platz belegt.

Noch davor landeten die drei EM-Debütanten Färöer, Georgien und Griechenland. Die Griechen verloren ebenfalls alle drei Partien und hatten sogar auch eine Tordifferenz von -28, warfen allerdings 13 Treffer mehr als Bosnien-Herzegowina. Für echte Überraschungen sorgten die Färöer Inseln (20.) in Berlin mit einem Remis gegen Norwegen sowie Georgien (18.), das zum Abschluss der Vorrunde in Mannheim Bosnien-Herzegowina düpierte.

Spanier aus den EM-Wolken geholt

Die beiden deutschen Gegner aus der Schweiz (21.) und Nordmazedonien (17.) besiegelten ihr “Schicksal” im direkten Duell, das die Mannschaft von Ikone Kiril Lazarov mit 29:27 für sich entschied.

Die EM wohl so schnell nicht vergessen können die Spanier, die historisch schlecht abschnitten. Der zweimalige Europameister, der bei den vergangenen vier kontinentalen Wettstreits immer mindestens Zweiter geworden war, schied bereits nach der Vorrunde aus. Die Iberer mussten Kroatien (29:39) und Österreich (33:33) den Vortritt lassen. Platz 13 ist das schwächste EM-Ergebnis in der Geschichte Spaniens.

Die EM-Abschlussplatzierungen auf einen Blick:

13. Spanien
14. Montenegro
15. Tschechien
16. Polen
17. Nordmazedonien
18. Georgien
19. Serbien
20. Färöer Inseln
21. Schweiz
22. Rumänien
23. Griechenland
24. Bosnien-Herzegowina

Knorr bislang bester EM-Torschütze – Kiel-Juwel dominiert zwei Kategorien

Die Vorrunde bei der Handball-Europameisterschaft ist durch, die ausgeschiedenen Teams treten die Heimreise an, die restlichen Mannschaften ziehen nach Köln und Hamburg weiter. Zeit für eine erste statistische Zwischenbilanz.

Sie machten in der EM-Vorrunde auf sich aufmerksam: Elias Ellefsen a Skipagötu (li.) und Juri Knorr.

Sie machten in der EM-Vorrunde auf sich aufmerksam: Elias Ellefsen a Skipagötu (li.) und Juri Knorr.

Sascha Klahn (2)

Aus Köln berichtet Maximilian Schmidt

Die EHF führt verschiedene individuelle Spielerstatistiken, die nach der Vorrunde und damit drei gespielten Partien bei der deutschen Heim-Europameisterschaft erste Trends aufzeigen. Dabei tauchen auch deutsche Spieler zum Teil weit vorne auf.

Top-Torschützen: Knorr teilt sich die Spitze mit ausgeschiedenem Spanier

In der wohl am meisten beachteten Kategorie der Top-Torschützen liegt Deutschlands Spielmacher Juri Knorr tatsächlich an der Spitze – gemeinsam mit dem ausgeschiedenen Spanier Aleix Gomez Abello. Der Rechtsaußen vom FC Barcelona warf wie DHB-Mittelmann Knorr insgesamt 24 Treffer in drei Spielen. Gomez Abello traf dabei zwölfmal vom Siebenmeterstrich und hat eine bemerkenswerte Wurfquote von 85,7 Prozent. Bei Knorr fanden nur 60 Prozent der Würfe auch ihr Ziel – bei acht Siebenmetertoren.

Direkt dahinter “lauern” die ebenfalls bereits ausgeschiedenen Top-Talente der Färöer: Der 21-jährige Volksheld Elias Ellefsen a Skipagötu vom THW Kiel machte wie Füchse-Linkshänder Hakun West av Teigum 23 Tore.

Erfolgreichste Siebenmeterschützen: Keiner übertrifft Gomez Abello

Bei den erfolgreichsten Siebenmeterschützen liegt erneut Gomez Abello ganz vorne. Der Linkshänder zeigte sich in der Vorrunde trotz Ausscheidens eiskalt vom Punkt und verwandelte alle seine zwölf Versuche. Schwedens Linksaußen Hampus Wanne machte zehn Siebenmeter rein (bei 13 Versuchen).

Dahinter lauert ein Quartett um DHB-Spielmacher Knorr (neun Versuche), das acht Tore per Siebenmeter vorweisen kann. Auch der Niederländer Rutger ten Velde (neun Versuche), Kroatiens Mario Sostaric (acht Versuche) und Färöer-Talent West av Teigum (acht Versuche) waren achtmal auf diese Art erfolgreich.

Erfolgreichste Werfer aus dem Feld: Schmid hinter Costa

Bei den erfolgreichsten Werfern aus dem Spiel heraus mischen sich die Karten komplett neu: Hamburgs niederländischer Nationalspieler Dani Baijens machte wie Kiel-Kapitän Nikola Bilyk (Österreich), Füchse-Überflieger Mathias Gidsel (Dänemark) und Polens Wurfmaschine Szymon Sicko 18 Tore. Noch mehr gelangen nur Schweiz-Spielmacher Andy Schmid, der einen sagenhaften Abschied von der großen Bühne hinlegte und insgesamt 19-mal aus dem Feld traf (bei 34 Würfen).

Ganz oben thront Martin Costa aus Portugal, der gemeinsam mit seinem Bruder Francisco den europäischen Handball ordentlich aufmischt. Der Rückraumspieler markierte aus dem Spiel heraus sogar 20 Tore (bei 32 Versuchen). Bester Deutscher ist in dieser Kategorie Knorr mit 16 Treffern (bei 31 Würfen).

Die meisten Assists: Ellefsen a Skipagötu unerreicht

Bei den meisten Assists gibt es einen alles überragenden Spieler, denn Kiels Ellefsen a Skipagötu bereitete alleine 25 Tore direkt vor – das macht im Schnitt mehr als acht pro Spiel. Auf die Plätze verweist er damit Magdeburgs Felix Claar (Schweden) und Berlins Halbrechten Gidsel, die je 18 Vorlagen gaben. Beste Deutsche sind Knorr und Julian Köster mit je zwölf.

Die besten Scorer: Knorr und Gidsel hetzen hinterher

Auch die Kombination aus Toren und Vorlagen ist bei Ellefsen a Skipagötu unschlagbar. Der 21-Jährige überragte in der Vorrundengruppe D in Berlin mit 48 Scorerpunkten (23 Treffer/25 Assists), hinterherhetzen aktuell Knorr (24/12) und Gidsel (18/18). Das Bundesliga-Duo steht nach drei Spielen bei 36 Scorerpunkten.

Die meisten Torhüter-Paraden: Nur einer übertrifft Wolff

Bei den Torhütern sind die mit den meisten Paraden aufgeführt: Kiels tschechischer Keeper Tomas Mrkva, der in München überragende 34 Bälle in drei Spielen entschärfte (36,56 Prozent Fangquote), ist unübertroffen. Für ihn ist die EM allerdings auch schon beendet.

Nicht aber für seine drei Verfolger: Norwegens Torbjörn Bergerud (34,44 Prozent), Österreichs Constantin Möstl (32,98 Prozent) und DHB-Keeper Andreas Wolff (39,24 Prozent) haben je 31 Paraden vorzuweisen. Möstl und Wolff stehen sich am Samstagabend (20.30 Uhr) in Köln direkt gegenüber.

Der härteste Wurf: Ex-Flensburger Radivojevic vorne

Den härtesten Wurf feuerte im Turnierverlauf in der Vorrunde der Serbe Bogdan Radivojevic ab, der serbische Rechtsaußen mit Bundesliga-Vergangenheit (SG Flensburg-Handewitt und Rhein-Neckar Löwen) kam einmal auf 129,46 km/h. Auf den Plätzen folgen Polens ebenfalls ausgeschiedener Michal Olejniczak (129,42) sowie Islands Spielmacher Janus Dadi Smarason (127,69).

Den härtesten deutschen Wurf gab übrigens Knorr ab, der mit 124,85 km/h gerade so in den Top 30 steht.

Der schnellste Sprint: Mertens in den Top 10

Zwei der drei besten Sprinter kämpfen noch um ein Halbfinal-Ticket: Frankreichs Linksaußen Dylan Nahi war mit 31,57 gemessenen km/h der Schnellste des bisherigen Turniers. Danach kommen Portugals Leonel Fernandes (31,18 km/h) sowie Tschechiens Jakub Sterba (31,03 km/h).

In den Top 10 findet sich auf Rang neun auch ein Deutscher wieder: Linksaußen Lukas Mertens vom SC Magdeburg wurde einmal mit 30,38 km/h “geblitzt”. Auch wenn der Vergleich zur Fußball-Bundesliga wegen diverser Faktoren (u.a. größeres Feld und Stollenschuhe) hinkt: Der Spitzenwert in der Saison 2022/23 wurde von Borussia Dortmunds Karim Adeyemi aufgestellt, der Flügelflitzer kam auf sagenhafte 36,65 km/h.

Die meisten gelaufenen Kilometer: Fernandes ist der Dauerläufer

In der Kategorie der Spieler mit den meisten gelaufenen Kilometern ist Portugals Linksaußen Fernandes (14,08 km) unübertroffen. Auf den Plätzen folgen Montenegros Linksaußen Milos Vujovic (13,87) und Islands Rechtsaußen Sigvaldi Björn Gudjonsson (13,42).

Bester Deutscher ist auf Rang 15 Rechtsaußen Timo Kastening, der bis dato 11,76 Kilometer abspulte.

Österreich kegelt Spanien aus der Handball-EM

Österreich sorgt für die nächste Überraschung bei der Handball-EM. Der Außenseiter schmeißt Spanien durch ein 33:33-Remis aus dem Turnier und zieht in die Hauptrunde ein.

Spanien und Österreich lieferten sich ein spannendes Duell.

Spanien und Österreich lieferten sich ein spannendes Duell.

picture alliance/dpa

Aus Mannheim berichtet Lisa-Marie Kienzle

Im letzten Spiel der Gruppe B kämpften Spanien und Österreich um das letzte verbleibende Ticket nach Köln. Die Außenseiter aus Österreich kamen nach einem Treffer von Kreisläufer Tobias Wagner gut in die Partie. Österreich knüpfte nahtlos an die überzeugende Leistung vom Spiel gegen Kroatien an und agierte kämpferisch und beherzt in Abwehr und Angriff und führte nach zehn Minuten mit 4:6.

Spanien konnte sich in den Anfangsminuten vor allem auf ihren erfolgreichsten Torjäger Aleix Gomez verlassen, der dreimal einnetzte. Beim Stand von 7:7 nach einem Treffer von Agustin Casado war die Partie wieder offen (12.). In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Nach doppelter Unterzahl von Spanien konnte sich Österreich nach einem Siebenmeter von Robert Weber erneut absetzen.

Es war auch Weber, der nach 15 Minuten für die erste Drei-Tore-Führung sorgte. Der spanische Cheftrainer Jordi Ribera zog sofort seine erste Auszeit, um den Lauf der Österreicher zu stoppen. Im folgenden Angriff war es wieder Gomez, der von der Siebenmeter-Linie einen Treffer erzielte. Doch Österreich ließ sich nicht beirren und nach einer Parade von Constantin Möstl stellte Sebastian Frimmel die Drei-Tore-Führung wieder her.

In den nächsten beiden Aktionen agierte die österreichische Angriffsreihe unglücklich und so konnte erneut Spaniens auffälligster Akteur Aleix Gomez den Ausgleich erzielen (14:14, 24. Min). Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Österreichs Trainer Ales Pajovic genug gesehen und nahm sein erstes Time-out.

Wenige Minuten später zogen die Schiedsrichter aus Litauen nach einem Gesichtstreffer von Alex Dujshebaev an Lukas Hutecek den Videobeweis zu Rate und schickten den Spanier mit einer roten Karte vom Feld (27. Minute). Österreich nutzte die Überzahl und setzte sich unter dem Jubel der Halle nach einem Treffer von Lukas Herburger erneut auf zwei Tore zur Halbzeitpause ab.

Spannung bis in die Schlussminute

Nach Wiederanpfiff konnte Österreich den Faden nicht gleich wieder aufnehmen und Ian Tarrafeta sorgte mit einem Doppelschlag zum 18:18 für den Ausgleich. Nach einer Parade von Gonzalo Perez de Vargas vertraue Jordi Ribera auf den siebten Feldspieler und Daniel Dujshebaev brachte Spanien das erste Mal in Führung (35. Min). Die Tore fielen jetzt auf beiden Seiten wie am Laufband, keine Mannschaft konnte sich aber den entscheidenden Vorteil verschaffen.

Ales Pajovic hatte inzwischen für Torhüter Möstl Ralf Häusle eingewechselt, der sich direkt mit einer Parade auszeichnete, doch Österreich konnte die anschließende Möglichkeit zur erneuten Führung nicht ausnutzen. Stattdessen brachte Spaniens auffälligster Spieler in dieser Phase Ian Tarrafeta sein Team erneut in Front (24:23, 43.). Auch Österreich probierte es jetzt mit dem siebten Feldspieler und Mykola Bilyk brachte sein Team mit einem Doppelschlag wieder in Führung.

Nach einem Foul von Lukas Hutecek an Adria Figureas musste Lukas Hutecek für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen, doch Spanien verpasste es die Überzahl auszunutzen und der Vorteil blieb weiter auf der Seite der Österreicher. Jordi Ribera nahm seine zweite Auszeit um sein Team auf die verbleibenden acht Minuten einzustimmen, zwischen die Pfosten des spanischen Tors rückte jetzt Magdeburger Sergey Hernandez.

Nach einem Steal von Robert Weber nutzte Mykola Bilyk die Gelegenheit und brachte sein Team mit zwei Toren in Führung (28:30, 24. Min). Ian Tarrafeta antwortete auf der Gegenseite mit seinem siebten Treffer. In der 57. Minute legte Garciandia dann den 31:31-Ausgleich nach, Österreich war zuvor bereits durch eine Zeitstrafe gegen Hutecek geschwächt worden.

Maqueda ereilte im folgenden Angriff der Alpenrepublik dasselbe Schicksal, beide Teams waren nun dezimiert. Es blieb so oder so dramatisch: Sergey Hernandez parierte einen völlig freistehenden Wurf, aber Dushjebaev jagte den Ball aus der Distanz am leeren Tor vorbei. Im nächsten Angriff lief es dann besser: Hernandez parierte erneut, diesmal traf Spanien zur Führung (32:31). 

Das wäre gleichbedeutend mit dem Hauptrundeneinzug der Spanier. Robert Weber brachte mit einem Siebenmeter aber wieder die Österreicher auf Kurs. 60 Sekunden waren noch zu gehen. Wieder gab es einen Strafwurf, und Aleix Gomez netzte zum 33:32. 20 Sekunden vor Spielende gab es eine letzte Auszeit für Österreich, und der folgende Angriff führte zum erneuten Ausgleich.

Spanien blieben noch wenige Augenblicke, Jordi Ribera bereitete per Auszeit vor. 4 Sekunden waren verblieben, doch der Ball flog weit über das österreichische Tor. Danach war der Underdog nicht mehr zu bändigen: Und feierte den Hauptrundeneinzug.