Gislasons Hoffnung: “Das animiert die Bundesligisten”

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist zurück in der Heimat. Für das “besondere” Turnier zog Bundestrainer Alfred Gislason (62) ein positives Fazit.

Er war mit der Handball-EM keineswegs unzufrieden: Bundestrainer Alfred Gislason.

Er war mit der Handball-EM keineswegs unzufrieden: Bundestrainer Alfred Gislason.

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Nach drei Vorrundensiegen hatte die DHB-Auswahl bei der EM drei Hauptrundenniederlagen kassiert, um mit dem 30:29 gegen Russland aber doch noch einen versöhnlichen Abschluss zu finden. Rang sieben steht als Endplatzierung. Angesichts von 28 (!) Spielern, die bei der Europameisterschaft wegen des Corona-Chaos berufen wurden, ein letztlich durchaus bemerkenswertes Ergebnis.

Gislason stellte allerdings im Rahmen der Sondersendung “DHBspotlight” klar: “Wir sollten nicht durchdrehen und denken, dass wir so viel Breite haben, dass wir unschlagbar sind.” Es sei dennoch “sehr schön zu sehen”, wie sich besonders die jungen Talente einbrachten. “Alle haben super gespielt”, so der Bundestrainer, der Julian Köster & Co. auch Fehler zugestehe.

“Ich glaube, das animiert auch die Bundesligisten, etwas früher auf die jungen Spieler zurückzugreifen”, sagte Gislason, der hinterherschob: “Das hoffe ich zumindest.” Nach kurzem Zögern fügte er lachend an: “Das sagt ein Trainer, der selbst 22 Jahre in der Bundesliga trainiert hat.”

Einer, den so mancher irgendwann auf dem Stuhl des Bundestrainers sieht, ist Florian Kehrmann. Der Europameister von 2004 und Weltmeister von 2007 ist mittlerweile Cheftrainer bei Pokalsieger TBV Lemgo Lippe. Auch der einstige Weltklasse-Rechtsaußen, bei der DHB-Sondersendung zugeschaltet, hat schon während der Vorrunde einen “frischen Geist gemerkt”.

Kehrmann kennt den Wert der “Extremsituationen”

Den “vielen jungen Spielern” hätten allerdings auch die verbliebenen “Anker” gutgetan. “Dass das dann so funktioniert hat, spricht für den Geist der Mannschaft”, ist Kehrmann überzeugt. Die DHB-Auswahl müsse das Großereignis “als das besondere Turnier abhaken”, das es war. “Aus den Extremsituationen lernt man ganz viel”, weiß Kehrmann.

Lesen Sie hier das EM-Fazit von kicker-Kolumnist Bob Hanning: “Nur wer für die Nationalmannschaft brennt, kann Feuer entfachen

Köster, Kraus, Kretzschmar: Die “German Handball Awards” 2021

Noch bis zum 31. Januar läuft die Publikumswahl der “German Handball Awards” 2021 – mit dabei sind einige EM-Helden und ehemalige Weltmeister.

Auch sie könnten einen "German Handball Award" abräumen: Julian Köster, Mimi Kraus und Stefan Kretzschmar (v.li.).

Auch sie könnten einen “German Handball Award” abräumen: Julian Köster, Mimi Kraus und Stefan Kretzschmar (v.li.).

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Die “German Handball Awards” wurden vom Fachportal “handball-world.news” und dem Magazin “Bock auf Handball” ins Leben gerufen. Zum ersten Mal werden nun die Handball-Persönlichkeiten in 14 verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

In der Kategorie der Männer finden sich unter anderem DHB-Kapitän Johannes Golla, dessen Mitspieler Marcel Schiller, aber auch Kiels Superstar Sander Sagosen wieder. Bei den Frauen stehen auch Alina Grijseels und Merel Freriks vom deutschen Meister Borussia Dortmund zur Wahl. Zu den Aufsteigern des Jahres zählt mitunter Julian Köster, der eine famose Europameisterschaft hingelegt hat. Eine Unterkategorie behandelt auch den Handball-Influencer des Jahres, wo sich unter anderem die beiden 2007er-Weltmeister Pascal Hens und Mimi Kraus sowie Stefan Kretzschmar um den Award streiten.

“Der Handball und seine Protagonisten verdienen es, noch stärker im Rampenlicht zu stehen – und mit den German Handball Awards wollen wir einen weiteren Baustein schaffen”, wird Andre Tzschaschel, Geschäftsführer von “handball-world” und Herausgeber von “Bock auf Handball”, zitiert.

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DFB-Bundestag findet in Präsenz statt – Überraschung beim Veranstaltungsort

Der DFB-Bundestag am 11. März findet in Präsenz statt – allerdings nicht wie erwartet in Frankfurt am Main.

Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Für den Bundestag weichen die Funktionäre in eine andere Stadt aus.

Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Für den Bundestag weichen die Funktionäre in eine andere Stadt aus.

imago images/Kirchner-Media

Bislang war aufgrund der Pandemielage nicht klar, ob die Veranstaltung als Präsenzveranstaltung oder digital stattfinden wird. Nun ist eine Entscheidung gefallen. Das Präsidium hat sich nach kicker-Informationen für die Ausrichtung in Präsenz entschieden.

Etwas überraschend kommt hingegen die Wahl des Ausrichtungsortes. Der Bundestag soll nicht wie erwartet in Frankfurt am Main – wo auch die DFB-Zentrale steht – stattfinden, sondern im World Conference Center in Bonn.

Auf dem Bundestag soll unter anderem der neue DFB-Präsident und Nachfolger des zurückgetretenen Fritz Keller gewählt werden. Bislang stehen der scheidende DFL-Aufsichtsratsboss Peter Peters und Mittelrhein-Verbandschef Bernd Neuendorf zur Wahl.

Ein Dutzend Tore von Martinovic – doch Oranjes Kleinster hat das letzte Wort

Kroatien und die Niederlande hatten keine Chancen mehr auf den Halbfinaleinzug, lieferten sich aber dennoch ein spannendes Duell. Oranje kam kurz vor Schluss noch zum Ausgleich – dank einer großartigen Wurffinte.

War kaum zu halten: Kroatiens Ivan Martinovic.

War kaum zu halten: Kroatiens Ivan Martinovic.

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Die Niederlande konnten Corona-bedingt nicht auf ihren Topscorer Kay Smits zurückgreifen und war auch deswegen eigentlich der Außenseiter gegen Kroatien. Der Olympiasieger von 2004 hatte zuletzt Island mit 23:22 geschlagen, dennoch ebenso wie Oranje keine Chance mehr auf das Halbfinale.

In der ersten Hälfte gelang es keinem Team, sich abzusetzen. Es waren letztlich die Niederländer, die mit einem Mini-Vorsprung von zwei Toren in die Kabinen gingen (15:13). In der 46. Minute hatte Kroatien dann erstmals seit einer 6:5-Führung in der 13. Minute wieder die Nase vorn – der überragende Ivan Martinovic traf zum 20:19, kurz darauf führten die Kroaten sogar mit drei Toren Vorsprung.

Die Niederländer ließen sich jedoch nicht abschütteln, in der Schlussphase lieferten sich Mitte-Spieler Luc Steins und Martinovic (am Ende zwölf Tore) ein Privatduell. 76 Sekunden vor Schluss nahmen die Niederlande bei Ballbesitz und einem Tor Rückstand nochmal eine Auszeit, Ivar Stavast glich zum 27:27 aus.

Nach einem weiteren Timeout der Kroaten war es dann Tin Lucin, der 17 Sekunden vor Schluss einnetzte. Doch der kleine Luc Steins foppte die beiden Großen im Rückraum nochmal mit einer Wurffinte, tankte sich unter ihnen durch und brachte den Ball zum sechsten Mal im sechsten Versuch zum 28:28 im kroatischen Tor unter – Wahnsinnsaktion des 1,72-Meter-Spielers von PSG!

DHB-Team schließt EM auf Rang sieben ab

Damit beendet Deutschland die EM auf dem siebten Rang. Durch die Punkteteilung ist Deutschland mit 4:6 Punkten der bessere Gruppenvierte im Vergleich zu den Kroaten (3:7). Für die DHB-Auswahl ist es historisch gesehen ein mittelmäßiges EM-Abschneiden – angesichts von den zwei Titeln 2004 und 2016 sowie je einmal EM-Silber (2002) und -Bronze (1998). Allerdings wurde die junge Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason im Turnierverlauf von insgesamt 16 Coronafällen zurückgeworfen.

2010 in Österreich erreichte das DHB-Team nur Rang zehn, vier Jahre später verpasste Deutschland gar die Qualifikation für die Endrunde in Dänemark.

Niederlande – Kroatien 28:28 (15:13)

Niederlande: de Knegt, van Leeuwen – L. Steins 6, Jansen 5, Bourget 4/4, Schagen 4, Ten Velde 3, Benghanem 2, Baijens 1, Schoenaker 1, Stavast 1, I. Steins 1, Blaauw, Boomhouwer, Sluijters, Smit

Kroatien: Pesic, Pilipovic – Martinovic 12/5, Sipic 8, Cindric 2, Lucin 2, Srna 2, Cupic 1, Gadza 1, Cavar, Glavas, Gojun, Jelinic, Maras, Maric, Nacinovic

Schiedsrichter: Mirza Kurtagic (Schweden)/Mattias Wetterwik (Schweden)

Zuschauer: 5275

Strafminuten: 6 / 6

Disqualifikation: – / Srna (48./3. Zeitstrafe)

Noch ein Corona-Fall: Stutzke erwischt es vor dem Abflug

imago images/wolf-sportfoto

Rückraumspieler Lukas Stutzke wurde als 16. DHB-Spieler bei diesem Turnier positiv getestet und konnte am Mittwochmorgen nicht mit der Mannschaft von Bratislava nach Hause fliegen.

Der 24-Jährige vom Bundesligisten Bergischer HC wurde stattdessen mit einem Privat-Shuttle in die Heimat gefahren. Der DHB-Tross landete am Mittwochvormittag in Frankfurt am Main.

Am Dienstag hatte sich Deutschland mit einem 30:29-Sieg gegen Russland versöhnlich von der EM verabschiedet.

Fliegauf kritisiert Strahlmeiers Nichtberücksichtigung

Am Dienstag gab DEB-Bundestrainer Toni Söderholm seinen Kader für die Olympischen Spiele von Peking bekannt. Das nominierte Personal entsprach dabei größtenteils dem vorher Erwarteten – nur auf einer Position nicht …

Fehlt überraschend im DEB-Kader für Peking: Dustin Strahlmeier.

Fehlt überraschend im DEB-Kader für Peking: Dustin Strahlmeier.

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So kritisierte DEL-Klub Grizzlys Wolfsburg haben auf mehreren Kanälen die Nicht-Nominierung ihres Torhüters Dustin Strahlmeier für das deutsche Olympia-Team: “Wir alle, allen voran Dustin selbst, sind über diese Entscheidung sehr enttäuscht, müssen diese jedoch akzeptieren und respektieren”, teilte der Club auf seinem eigenen Twitter-Account mit. “Entgegen anders lautender Spekulationen wäre ‘Strahlie’ sehr gerne beim Olympischen Turnier dabei gewesen und hat alles dafür gegeben.”

Grizzlys-Manager Karl-Heinz Fliegauf sagte dem “Sportbuzzer” über die Entscheidung von Bundestrainer Toni Söderholm: “Das tut weh, mit Blick auf den Spieler und auf die Arbeit unserer Organisation, insbesondere der Torwarttrainer Ilari Näckel im Vorjahr und Jonas Forsberg in diesem. ‘Strahlie’ spielt seit einem Jahr sehr stark, war ein Garant für den Gewinn des Deutschland Cups.”

Fliegauf kritisiert Söderholms Kommunikation

Fliegauf ist einer der einflussreichsten Manager im deutschen Eishockey und sagte an die Adresse des Bundestrainers: “Ich schätze Toni Söderholm, aber in dieser Sache hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.” Fliegauf wirft dem Finnen vor, seit dem Deutschland Cup im November nicht mehr mit Strahlmeier gesprochen zu haben. Wenn man für Olympia nicht mit ihm plane, “hätte man ihm das früher mitteilen können”, sagte der 61-Jährige.

Söderholm hatte am Dienstag die drei Torhüter Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Felix Brückmann (Adler Mannheim) und Danny aus den Birken (EHC Red Bull München) in den deutschen Kader für die Olympischen Winterspiele in Peking berufen. Insbesondere aus den Birken, Keeper beim Gewinn der Silbermedaille von 2018, stand in dieser Saison sportlich in der Kritik. So hatte Topteam München mit dem Norweger Henrik Haukeland auf der Torhüterposition jüngst sogar einen Schlussmann nachverpflichtet. 

Siegtor per Kempa: DHB-Auswahl beendet EM spektakulär

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das letzte EM-Spiel gegen Russland mit 30:29 (16:12) für sich entschieden. Die enge Partie fand ein spektakuläres Ende.

Er wurde von der russischen Abwehr mächtig angegangen: Paul Drux.

Er wurde von der russischen Abwehr mächtig angegangen: Paul Drux.

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Mit nur 13 Profis ging Bundestrainer Alfred Gislason ins letzte Spiel bei dieser EM, im Vergleich zum Duell mit Schweden waren noch einmal drei weitere Spieler weggebrochen. Gegen Russland, das erst in der Schlusssekunde gegen Polen durch einen spektakulären Weitwurf noch ein Remis hatte sichern können, sollte ein versöhnlicher Abschluss gelingen.

Das siebte EM-Spiel ging Gislason mit einem Trio an, das im Turnierverlauf eher spärlich zum Zug gekommen war: Daniel Rebmann stand zwischen den Pfosten, Patrick Zieker begann auf Linksaußen, Tobias Reichmann auf Rechtsaußen. Wohl auch mit Blick auf die geringe Bedeutung der Partie starteten beide Teams mit offenem Visier. Keeper Rebmann kam richtig gut rein, sammelte mit einigen Paraden Selbstvertrauen.

Reichmann verwandelt Kempa

Vorne gelang dem DHB-Team in der Anfangsphase fast alles, Sprungwunder Reichmann traf per Kempa zum 5:3. In Überzahl stellte Füchse-Linkshänder Fabian Wiede den ersten Drei-Tore-Vorsprung her (8:5, 12.). Victor Kireev, einer der besten Torhüter im Turnier, ließ der Europameister von 2016 kaum ins Spiel kommen. Senkrechtstarter Julian Köster erzwang mit der nächsten starken Aktion das 10:6 und die erste russische Auszeit.

Diese verfehlte allerdings nicht ihre Wirkung, nach 18 Minuten hatte Russland mit einer sich steigernden Abwehr den Ausgleich hergestellt (10:10). Sinnbildlich für den hohen Kräfteverschleiß beim deutschen Team in den vergangenen Tagen stand Spielmacher Philipp Weber, dem Magdeburger gelang im ersten Abschnitt bei sechs Versuchen nur ein Tor.

Doch die Fehler häuften sich kurz vor dem Seitenwechsel vor allem bei den Russen, was die DHB-Auswahl eiskalt ausnutzte. Von 12:12 setzten sich Gislasons Schützlinge bis zur Pause auf 16:12 ab. Kapitän Johannes Golla (fünf Tore bei Versuchen) war neben seiner aufopferungsvollen Arbeit in der Abwehr auch im Angriff ein Erfolgsgarant.

Lesen Sie hier Bob Hannings EM-Fazit: “Nur wer für die Nationalmannschaft brennt, kann Feuer entfachen”

Den deutlich besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischte Russland, das mit einem 3:0-Lauf auf 15:16 stellte. Das DHB-Team ließ mehrere freie Würfe leichtfertig liegen. Doch auch aus dieser schweren Phase zog sich Deutschland heraus, mit dem siebten Tor von einer Außenposition erzielte Zieker das 18:15.

Kosorotov trifft und trifft

Das deutsche Spiel blieb eines mit Wellenbewegungen, weswegen Russland über seinen wurfstarken Halblinken Sergei Mark Kosorotov (später “Man of the Match”) und dessen siebtes Tor ausgleichen konnte (21:21, 43.). Auf beiden Seiten häuften sich die Diskussionen mit den Unparteiischen Ivan Pavicevic und Milos Raznatovic aus Montenegro, die keine klare Linie für sich fanden.

Für die Schlussviertelstunde brachte Gislason mit Bitter noch einmal einen neuen Impuls im Tor. Beim Stand von 26:25 gingen die Russen in der 51. Minute allerdings in dieser Partie erstmals in Führung. Die Abschlüsse im deutschen Angriff wurden immer schlechter vorbereitet. Aleksandr Ermakov (6/6) war am russischen Kreis nicht einzufangen. Dennoch bahnte sich ein Herzschlagfinale an, in dem die DHB-Auswahl die letzten 38 Sekunden in Überzahl und Ballbesitz bestritt.

Und den Schlusspunkt setzte Gislasons Team auf spektakuläre Weise: In einer Auszeit abgesprochen fand Rechtsaußen Lukas Zerbe mit einem Kempa-Pass Zieker, der von Linksaußen aus der Luft den 30:29-Endstand herstellte. Kosorotovos letzter direkter Freiwurf blieb in der deutschen Mauer hängen.

Die Abschlussplatzierung der deutschen Mannschaft, die Russland durch den Sieg überholt hat, steht noch nicht fest, da diese auch von den letzten Spielen der Hauptrundengruppe I abhängt. Den fünften Platz von der EM 2020 wird das DHB-Team aber definitiv nicht halten können.

Deutschland – Russland 30:29 (16:12)

Deutschland: Bitter (HSV Hamburg), Rebmann (Frisch Auf Göppingen) – Golla (SG Flensburg-Handewitt) 6, Reichmann (MT Melsungen) 5/2, Zieker (TVB Stuttgart) 5, Köster (VfL Gummersbach) 3, D. Schmidt (Bergischer HC) 3, Weber (SC Magdeburg) 3, Stutzke (Bergischer HC) 2, Wiede (Füchse Berlin) 2, Drux (Füchse Berlin) 1
Russland: Grushko, Kireev, Vereshchagin – Kosorotov 8/1, Ermakov 6, Shishkarev 3, Zhitnikov 3, Vinogradov 3/3, Kamenev 2, Santalov 2, Andreev 1, A. Kotov 1
Schiedsrichter: Ivan Pavicevic (Montenegro)/Milos Raznatovic (Montenegro)
Zuschauer: 1443
Strafminuten: 4 / 6
Disqualifikation: – / –

Doch ohne Wagner: DHB mit 13 Profis gegen Russland

Die deutschen Handballer beenden die Europameisterschaft mit einem 13er-Kader, das steht nun fest. Für Mittwoch ist ein Charterflug gebucht.

Er hatte im Schweden-Spiel mit Atemnot zu kämpfen: Hendrik Wagner.

Er hatte im Schweden-Spiel mit Atemnot zu kämpfen: Hendrik Wagner.

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Für das abschließende Hauptrundenspiel gegen Russland am heutigen Dienstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) stehen Bundestrainer Alfred Gislason 13 Spieler zur Verfügung. Es ist der Kader aus dem Schweden-Spiel abzüglich der mit Corona infizierten Patrick Wiencek und Simon Ernst sowie Hendrik Wagner.

Der DHB hatte zuerst irrtümlicherweise Wagner im Aufgebot, korrigierte diese Information aber kurz darauf. Der Rückraumspieler von den Eulen Ludwigshafen wird nicht noch einmal bei der EM zum Einsatz kommen. “Nach drei Angriffen kriegt er keine Luft mehr”, hatte Gislason nach der Niederlage gegen Schweden über Wagner gesagt.

In der Zwischenzeit befinden sich nach DHB-Angaben auch die letzten während des Turniers aufgrund positiver PCR-Testergebnisse ausgefallenen Spieler und Delegationsmitglieder auf der Heimreise.

Das in der slowakischen Hauptstadt verbliebene Team soll am Mittwoch folgen. Der Charterflug von Bratislava nach Frankfurt am Main startet planmäßig um 9 Uhr.

Der Kader fürs Russland-Spiel:

Tor: Johannes Bitter, Daniel Rebmann
Linksaußen: Rune Dahmke, Patrick Zieker
Rückraum links: Paul Drux, Lukas Stutzke
Rückraum Mitte: Philipp Weber, Julian Köster
Rückraum rechts: Fabian Wiede, David Schmidt
Rechtsaußen: Lukas Zerbe, Tobias Reichmann
Kreis: Johannes Golla

Wagner doch nochmal dabei: Der letzte DHB-Kader bei der EM

Die deutschen Handballer beenden die Europameisterschaft mit einem 14er-Kader, das steht nun fest. Für Mittwoch ist ein Charterflug gebucht.

Er hatte im Schweden-Spiel mit Atemnot zu kämpfen: Hendrik Wagner.

Er hatte im Schweden-Spiel mit Atemnot zu kämpfen: Hendrik Wagner.

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Für das abschließende Hauptrundenspiel gegen Russland am heutigen Dienstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) stehen Bundestrainer Alfred Gislason 14 Spieler zur Verfügung. Es ist der Kader aus dem Schweden-Spiel abzüglich der mit Corona infizierten Patrick Wiencek und Simon Ernst.

Heißt auch, dass der von seiner Corona-Infektion offenbar geschwächte Hendrik Wagner von den Eulen Ludwigshafen nochmal mitwirken wird. “Nach drei Angriffen kriegt er keine Luft mehr”, hatte Gislason noch nach der Niederlage gegen Schweden über den Rückraumspieler gesagt.

In der Zwischenzeit befinden sich nach DHB-Angaben auch die letzten während des Turniers aufgrund positiver PCR-Testergebnisse ausgefallenen Spieler und Delegationsmitglieder auf der Heimreise.

Das in der slowakischen Hauptstadt verbliebene Team soll am Mittwoch folgen. Der Charterflug von Bratislava nach Frankfurt am Main startet planmäßig um 9 Uhr.

Der Kader fürs Russland-Spiel:

Tor: Johannes Bitter, Daniel Rebmann
Linksaußen: Rune Dahmke, Patrick Zieker
Rückraum links: Hendrik Wagner, Paul Drux, Lukas Stutzke
Rückraum Mitte: Philipp Weber, Julian Köster
Rückraum rechts: Fabian Wiede, David Schmidt
Rechtsaußen: Lukas Zerbe, Tobias Reichmann
Kreis: Johannes Golla

Söderholm setzt auf Zusammenhalt und zehn Silbergewinner von 2018

Deutschland reist mit zehn Silbermedaillengewinnern von 2018 und zwei Überraschungen zu den Olympischen Winterspielen nach Peking.

Folgt in Peking der nächste Coup? Vor vier Jahren sicherte sich das DEB-Team verlor das DEB-Team erst im Finale.

Folgt in Peking der nächste Coup? Vor vier Jahren sicherte sich das DEB-Team verlor das DEB-Team erst im Finale.

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Bundestrainer Toni Söderholm präsentierte bei der offiziellen Bekanntgabe des Kaders am Dienstag auch zwei große Überraschungen: Mit der erneuten Nominierung des Olympia-Keepers von 2018, Danny aus den Birken (36), sowie der von Sturm-Routinier Daniel Pietta (35) war nicht zu rechnen.

Aus den Birken dürfte nach einer eher schwachen Saison beim EHC Red Bull München in diesem Jahr nur als Nummer drei hinter Mathias Niederberger von den Eisbären Berlin und Felix Brückmann von den Adler Mannheim mitfliegen. Der Silbergewinner von Pyeongchang hatte seinen Stammplatz in München zuletzt verloren und war von Söderholm in dessen Amtszeit seit Ende 2018 bislang noch nie nominiert worden.

Pietta vom ERC Ingolstadt dagegen schon: Der gebürtige Krefelder war unter Söderholm bei wichtigen Turnieren indes auch außen vor und nahm 2018 zuletzt noch unter dem damaligen Bundestrainer Marco Sturm an einer Weltmeisterschaft teil. Bei Olympia war Pietta noch nie dabei.

Kapitän Moritz Müller führt das Team an

Angeführt wird das Olympia-Team von Kapitän Moritz Müller von den Kölner Haien. Der 35-Jährige war ebenfalls vor vier Jahren Teil des Silberteams und ist in diesem Jahr einer von drei Kandidaten als deutscher Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier am 4. Februar. Das Eishockey-Turnier in Peking beginnt am 9. Februar, Deutschland startet einen Tag später gegen Mitfavorit Kanada.

“Seitdem wir wussten, dass wir bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking dabei sein werden, habe ich mir einen Kader für das Turnier vorgestellt, der sich über Zusammenhalt und Identität definiert und auch so funktioniert”, kommentierte Söderholm seine Auswahl. “Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir als Mannschaft gemeinsam so viele Erfahrungen gesammelt haben, wie wir benötigen und gleichzeitig auch die entsprechenden Typen in der Kabine haben. Das ist ein guter Ausgangspunkt für unsere Reise bei den Olympischen Spielen in Peking.”

Der Kader im Überblick

Torhüter: Danny aus den Birken (Red Bull München), Felix Brückmann (Adler Mannheim), Mathias Niederberger (Eisbären Berlin)
Verteidiger: Konrad Abeltshauser (Red Bull München), Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg), Marcel Brandt (Straubing Tigers), Korbinian Holzer (Adler Mannheim), Jonas Müller (Eisbären Berlin), Moritz Müller (Kölner Haie), Marco Nowak (Düsseldorfer EG), Fabio Wagner (ERC Ingolstadt)
Stürmer: Lean Bergmann, Nicolas Krämmer, Matthias Plachta, David Wolf (alle Adler Mannheim), Yasin Ehliz, Patrik Hager, Frederik Tiffels (alle Red Bull München), Dominik Kahun (SC Bern), Tom Kühnhackl, Stefan Loibl (beide Skelleftea AIK), Marcel Noebels, Leonhard Pföderl (beide Eisbären Berlin), Daniel Pietta (ERC Ingolstadt), Tobias Rieder (Växjö Lakers)

Das 149-köpfige DOSB-Aufgebot für die Olympischen Spiele im Überblick

dpa/sid/tru