Copa America gastiert 2024 mit 16 Nationen in den USA

Zwei Jahre vor der Mega-WM 2026 richten die USA die südamerikanische Kontinentalmeisterschaft Copa America aus.

Tritt 2024 in den USA als Copa-Titelverteidiger an: Argentinien.

Tritt 2024 in den USA als Copa-Titelverteidiger an: Argentinien.

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An dem Turnier im Sommer 2024 werden die zehn Nationalverbände der CONMEBOL-Region in Südamerika um den aktuellen Titelträger Argentinien (2021 im Maracana 1:0-Finalsieger gegen Brasilien) sowie als Gäste sechs Verbände des Kontinentalverbands CONCACAF teilnehmen, wie beide Organisationen am Freitag mitteilten.

In der CONCACAF sind die Verbände aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik organisiert. Im Sommer 2026 richten die USA gemeinsam mit Mexiko und Kanada die Weltmeisterschaft dann erstmals mit 48 Mannschaften aus.

Kooperation auch für den Frauenfußball

Die beiden amerikanischen Kontinentalverbände vereinbarten zudem eine tiefgreifende Kooperation, die auch den Frauenfußball umfasst: 2024 sollen die vier besten CONMEBOL-Auswahlteams am CONCACAF-Gold-Cup mit zwölf Nationalverbänden teilnehmen.

Nach schweren Vorwürfen und U-Haft: Pumas UNAM trennen sich von Dani Alves

Dani Alves droht in Spanien großes Ungemach. Der Brasilianer wurde wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung in Untersuchungshaft genommen. Erste Konsequenzen gibt es schon: Sein aktueller Klub trennte sich von ihm.

Gegen ihn wurden schwere Vorwürfe erhoben: Dani Alves.

Gegen ihn wurden schwere Vorwürfe erhoben: Dani Alves.

IMAGO/Russian Look

“Das Untersuchungsgericht Nummer 15 in Barcelona hat heute den Fußballspieler Dani Alves angehört, der von einer Frau wegen eines mutmaßlichen Vergehens der sexuellen Nötigung angeklagt wurde – für Vorfälle, die sich im Dezember in einer Diskothek in Barcelona ereignet haben sollen”, hieß es in der Mitteilung des Gerichts: “Die Richterin entschied, dass der Spieler in Untersuchungshaft genommen wird.”

Anfang Januar hatte eine Frau schwere Vorwürfe gegen den 126-maligen brasilianischen Nationalspieler erhoben. Er soll sie beim Tanzen im Intimbereich berührt haben. Wie die spanische Zeitung ABC berichtet, sollen anschließend Freunde der Frau das Sicherheitspersonal des Clubs alarmiert haben, ehe sie sich anschließend in einem Krankenhaus in der katalanischen Hauptstadt medizinisch untersuchen ließ – zwei Tage später erfolgte die Anzeige.

Der Brasilianer bestreitet seine Anwesenheit in dem besagten Nachtclub nicht, er bestreitet aber ein angebliches Fehlverhalten, die Klägerin kenne er auch nicht. Dani Alves hatte sich am Freitagmorgen selbst gestellt, war anschließend in Polizeigewahrsam genommen und dem Gericht überstellt worden. Das teilte die katalanische Regionalpolizei der Nachrichtenagentur AFP mit.

Erste Konsequenzen gibt schon

Die U-Haft und der auf ihn zurollende Prozess sind nicht die einzigen Konsequenzen, die der 39-Jährige zu tragen hat. Alves’ aktueller Klub Pumas UNAM in Mexiko löste noch am Freitag den Vertrag mit dem Verteidiger auf. Präsident Leopoldo Silva sprach von einem “berechtigten Grund”.

Dani Alves bestritt 408 Spiele für den FC Barcelona und gewann mit den Katalanen unter anderem dreimal die Champions League. Die Barça-Legende spielte zudem noch für den FC Sevilla, Sao Paulo, Paris Saint-Germain, Juventus und zuletzt nochmals für Barça.

Ausgleich nach Schlusspfiff: Brasilien entreißt Portugal dramatisch einen Punkt

Dramatische Szenen zum Auftakt der Hauptrunde bei der Handball-WM 2023: Portugal bejubelt mit der Schlusssirene einen vermeintlichen Sieg – den ihnen Jean Pierre Dupoux vom Siebenmeterstrich entreißt.

Einfach loslassen: Brasiliens Handballer feiern einen dramatischen Punktgewinn gegen Portugal.

Einfach loslassen: Brasiliens Handballer feiern einen dramatischen Punktgewinn gegen Portugal.

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Portugal hatte bereits das 28:27 (12:11) bejubeln wollen, als der Videobeweis zum Tragen kam. Die französischen Schiedsrichterinnen studierten die Bilder und sprachen sich für die Verhinderung eines formellen Wurfs sowie eine Rote Karte gegen Alexis Borges aus. Die Folge: Siebenmeter für Brasilien. Diesen konnte Jean Pierre Dupoux zu seinem zehnten Treffer und dem schlussendlichen Ausgleich nutzen.

Die Brasilianer feierten den Punktgewinn wie einen Sieg und Torwart Leonardo Tercariol crashte die eigene Ehrung zum Spieler des Spiels, indem er eigenhändig den Preis noch an Dupoux weiterreichte.

Es war gleich zum Auftakt der Hauptrunde ein Schlüsselspiel, denn Portugal und Brasilien starteten mit ausgeglichener Bilanz in die zweite Turnierphase. Beide Mannschaften agierten von Beginn an auf Augenhöhe, absetzen konnte sich zunächst keine Mannschaft und auch die Führung wechselte mehrfach in der Anfangsviertelstunde.

Zwei Melsunger mittendrin

Mit einem Kontertor von Antonio Areia zum 9:7 (21.) sollte Portugal erstmals auf zwei Treffer wegziehen, doch gegen die hoch gewachsene und trotzdem bewegliche Innendeckung der Brasilianer taten sich die Europäer schwer. Brasilien konnte durch einen Doppelschlag des überragenden Dupoix das Spiel postwendend wieder ausgleichen. Mit einer 12:11-Führung für den leichten Favoriten Portugal ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Schlagabtausch. Die Melsunger André Gomes (Portugal) auf der einen und Rogerio Moraes (Brasilien) auf der anderen Seite sollten mit ihren Toren zum 20:19 und 20:20 die Schlussviertelstunde einläuten. Als Joao Silva patzte und im Gegenzug dann Portugals Pedro Portela zum 27:25 (57.) einnetzte, schien das Momentum auf eine Seite zu kippen.

In den letzten Zügen der Partie erzielte Francisco Costa den vermeintlich erlösenden Treffer Portugals. Bis der Videobeweis beide Teams wachrüttelte – und Brasilien doch noch den Ausgleich bescherte.

Portugal – Brasilien 28:28 (12:11)

Portugal: Ferreira Espinha, Gaspar – Areia 7/4, A. Gomes 4, Portela 4, R. Silva 4, Borges 2, Martins 2, Mota Da Costa 2, Fernandes 1, Iturriza 1, Magalhaes 1, Branquinho, Cavalcanti, Costa, Frade
Brasilien: Da Rosa, Tercariol – Dupoux 10/4, Joao Silva 4, Monta Da Silva 3, Moraes Ferreira 3, Chiuffa 2, Hackbarth 2, Rodrigues 2, Dos Santos 1, Ponciano 1, Abrahao, M. Da Silva, Guimaraes, Nantes, Torriani
Schiedsrichter: Charlotte Bonaventura (Frankreich)/Julie Bonaventura (Frankreich)
Zuschauer: 2301
Strafminuten: 4 / 6
Disqualifikation: Borges (59.) / –

Schweden meistert hohe Auftakthürde

Europameister Schweden tat sich zum WM-Start gegen Brasilien zwar durchaus schwer, feierte am Ende aber einen ungefährdeten 26:18 (11:9)-Sieg, den man schon Mitte der zweiten Hälfte im Grunde im Sack hatte.

Er glänzte mit vielen Paraden: Schweden-Torhüter Andreas Palicka.

Er glänzte mit vielen Paraden: Schweden-Torhüter Andreas Palicka.

IMAGO/TT

Im Topspiel in Gruppe C startete Brasilien besser: Nicht nur nach dem ersten Tor des Spiels durch Thiago Ponciano führten die Südamerikaner, die ganze erste Viertelstunde legte die Sieben von Marcus Oliveira vor. Daran hatte auch Torwart Rangel da Rosa großen Anteil, der den letzten Rückhalt einer starken Deckung bildete.

Erst nach einer Viertelstunde hatten die Gastgeber die Chance, in Führung zu gehen, vergaben diese aber mehrfach. Da die Brasilianer aber gleich zweimal hintereinander das leere Tor der Skandinavier verfehlten, konnte Hampus Wanne die Göteborger Halle in der 18. Minute mit seinem Tor zum 6:5 zum Beben bringen: Erstmals gaben die Schweden den Ton an.

Schweden setzt sich etwas ab

Auch in der Folge blieb die Partie torarm, beim Stand von 9:9 nahm Glenn Solberg seine erste Auszeit (26.). Kurz darauf setzten sich die Hausherren erstmals auf zwei Treffer ab, als Niclas Ekberg einen Tempogegenstoß unter großem Jubel zum 11:9 verwertete (29.). Danach gelang den Brasilianern kein Tor mehr. Immerhin verhinderte der weiterhin starke Rangel da Rosa, dass die Schweden sich weiter absetzen konnten. So blieb das Ergebnis bis zur Pause gleich.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst weiterhin torarm. Doch die Hausherren, zunehmend von der lautstarken Kulisse beflügelt, fanden immer wieder Lösungen gegen Defensive und Offensive der Südamerikaner. Das schlug sich auch auf der Anzeigetafel nieder: beim 15:12 waren es erstmals drei Tore Vorsprung (39.).

Skandinavische Deckung glänzt

Diese Tendenz bestätigte sich in der Folge, Schweden wurde minütlich stärker und hatte sich langsam in einen Rhythmus gespielt, mit dem die Deckung der Südamerikaner nicht zurechtkam. Beim Stand von 19:14 drückte Marcus Oliveira auf den Buzzer (47.). Doch das nächste Tor gehörte den Skandinaviern und Ex-Löwe Andreas Palicka, der den Ball im leeren Tor versenkte (20:14, 48.).

In der Folge ließen die Schweden nichts mehr anbrennen. Besonders die Deckung rund um Palicka, der mit zahlreichen Paraden glänzte, schien phasenweise unüberwindbar. Das Ergebnis wurde in den letzten Minuten so immer deutlicher, beim Ertönen der Schlusssirene jubelte Scandinavium über einen 26:18-Auftaktsieg.

Messi, Mbappé und zwei Bundesliga-Profis: Die Nominierten zum FIFA-Weltfußballer

Jährlich zeichnet die FIFA die Besten Spieler und Trainer aus – für die “The Best FIFA Football Awards 2022” wurden nun die Nominierten bekanntgegeben.

Wer wird FIFA-Weltfußballer? Lionel Messi und Kylian Mbappé (re.) sind nominiert.

Wer wird FIFA-Weltfußballer? Lionel Messi und Kylian Mbappé (re.) sind nominiert.

IMAGO/Xinhua

In Katar hat sich Lionel Messi seinen großen Traum vom WM-Titel (4:2 i.E. gegen Frankreich) erfüllt – und war maßgeblich für den Erfolg der Albiceleste verantwortlich. Sieben Tore und drei Vorlagen in sieben WM-Spielen sowie ein kicker-Notenschnitt von 1,79, die Bilanz von “La Pulga” bei der WM war schlicht beeindruckend. Wenig überraschend findet sich Messi auch auf der Liste der Nominierten für den FIFA-Weltfußballer wieder.

Der 35-Jährige ist aber nicht der einzige Argentinier auf der Liste, Sturmkollege Julian Alvarez (Manchester City) findet sich dort ebenso wieder wie WM-Torschützenkönig und Frankreich-Star Kylian Mbappé. Mbappé und Messi sind übrigens nur zwei von vier PSG-Akteuren, die sich Hoffnungen machen dürfen. Achraf Hakimi und Neymar wurden ebenfalls nominiert.

Paris St. Germain ist damit am häufigsten vertreten, dahinter folgen Real Madrid (Karim Benzema, Vinicius Junior und Luka Modric) sowie Manchester City (Alvarez, Kevin De Bruyne, Erling Haaland) mit jeweils drei Akteuren.

Aus der Bundesliga finden sich derweil zwei Spieler wieder: Borussia Dortmunds Jude Bellingham, der sowohl beim BVB als auch in Katar im Mittelfeld der Engländer überzeugte, und Sadio Mané vom FC Bayern München. Vollendet wird die Liste von Robert Lewandowski (FC Barcelona) und Mohamed Salah (Liverpool).

Torhüter: Zwei Brasilianer nominiert

Neben dem besten Spieler werden auch der beste Trainer und der beste Torhüter ausgezeichnet. Da ist die Liste aber bereits kürzer – insgesamt stehen noch fünf Kandidaten zur Wahl. Bei den Torhütern finden sich mit Alisson Becker (Liverpool) und Ederson (Manchester City) gleich zwei Brasilianer wieder. Dazu gesellen sich noch Champions-League-Sieger Thibaut Courtois sowie der Marokkaner Yassine Bounou (FC Sevilla) und Weltmeister Emiliano Martinez (Aston Villa).

Ancelotti? Scaloni? Oder doch ein anderer?

Champions-League-Sieger Carlo Ancelotti (Real Madrid) und Weltmeister-Coach Lionel Scaloni (Argentinien) dürften bei den Trainern als Favoriten gelten, haben sie doch die prestigeträchtigsten Trophäen geholt. Chancen auf die Auszeichnung haben aber auch noch Didier Deschamps (Frankreich), Pep Guardiola (Manchester City) und Walid Regragui, der mit Marokko sensationell ins WM-Halbfinale gestürmt war.

Bei der Preisverleihung können auch Fans mitbestimmen, auf der offiziellen Seite kann man sich registrieren und anschließend seinen persönlichen Favoriten eine Stimme geben. Fans machen gemeinsam mit Medienvertretern die Hälfte der Stimmen aus, die andere Hälfte setzt sich aus dem Stimmen der Kapitäne und Trainer aller Nationalmannschaften zusammen. Am 27. Februar 2023 werden die Awards bei einer Gala vergeben.