“Er kennt seine Situation”: Für Hazard ist bei Real kein Land in Sicht

Er wollte bei Real endlich den Durchbruch schaffen, doch der bleibt Eden Hazard weiter verwehrt. Trainer Carlo Ancelotti plant ohne ihn. 

Gewohntes Bild: Eden Hazard verfolgt Reals Treiben von der Bank aus.

Gewohntes Bild: Eden Hazard verfolgt Reals Treiben von der Bank aus.

IMAGO/ZUMA Wire

Am 5. Spieltag ergab sich endlich mal die Chance. Karim Benzema fehlte gegen Mallorca verletzt, für ihn spielte: Eden Hazard. Doch leider so wie so oft für die Königlichen. Unauffällig, unglücklich, beinahe unsichtbar.

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Irgendwie typisch, dass nach seiner Auswechslung beim Stand von 1:1 auf einmal alles rund lief. Hazards Konkurrenten – wenn man sie überhaupt noch so bezeichnen kann – Vinicius und Rodrygo trafen nacheinander, am Ende hieß es dank Antonio Rüdiger sogar 4:1 für Real. Die Woche darauf im Derby bei Atletico (2:1) bekam Rodrygo den Vorzug in der Sturmspitze und traf bereits nach 18 Minuten. Hazard wurde nicht einmal eingewechselt – auch beim jüngsten 1:1 gegen Osasuna (Real-Torschütze Vinicius) nicht. In der Schlussphase wechselte Ancelotti lieber Mariano ein. Es sei nicht Hazards Spiel gewesen, sagte der Italiener danach.

Kein Gespräch mit Ancelotti

Das ist es bei Real fast nie. “Natürlich kennt jeder Spieler seine Situation”, sagte Ancelotti vor der Champions-League-Partie am Mittwoch gegen Schachtar Donezk. Der einstige 115-Millionen-Einkauf (Vertrag bis 2024) fordert mehr Spielzeit, aber offenbar nicht bei seinem Trainer persönlich. “Wenn ein Spieler mich um eine Erklärung bittet, gebe ich sie ihm, aber Eden hat nicht mit mir gesprochen. Er kennt die Situation und weiß, dass der Wettbewerb sehr hart ist, wie auch für andere Spieler.”

158 Einsatzminuten stehen für Hazard bei Real auf dem Papier. Das hat auch Folgen für das belgische Nationalteam und die WM. Sowohl beim 2:1 gegen Wales als auch beim 0:1 in den Niederlanden wurde der 31-Jährige nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt. “Wir müssen uns fragen, ob er 90 Minuten durchhalten kann und ob sieben Spiele in kurzer Zeit eine gute Idee sind”, blickte Belgiens Trainer Roberto Martinez bereits Richtung Katar. “Jeder weiß, dass Eden lange Zeit nur wenige oder gar keine Spiele gespielt hat, und das hat Folgen.” Kurz vor der WM werde Martinez “Bilanz ziehen, dann werden wir sehen, welche Rolle er spielen kann”.

Dass Martinez in Hazard keine falsche Neun oder eine Nummer Zehn sieht, stellte er auch klar. “Eden ist ein Spieler, der auf der linken Seite spielen und ins Spiel kommen muss. Das ist der beste Eden Hazard.” Eine Position, die sich Hazard bei Real allerdings abschminken kann, solange Platzhirsch Vinicius fit bleibt.  

Vorwürfe an die UEFA: Wie Perez für die Super League argumentiert

Auf Real Madrids Mitgliederversammlung hat Präsident Florentino Perez einmal mehr über die Super League gesprochen. Und seine Beweggründe erklärt.

Wünscht sich eine Debatte: Florentino Perez.

Wünscht sich eine Debatte: Florentino Perez.

IMAGO/ZUMA Wire

Ob seiner Hingabe bei diesem Anliegen sparte der inzwischen 75-jährige Perez nicht mit Dramatik. “Unser geliebter Sport ist krank”, appellierte Real Madrids Präsident auf der alljährlichen Mitgliederversammlung sowohl an die Anwesenden als auch an die Fußballwelt darüber hinaus.

Hinter den Bestrebungen der im April 2021 urplötzlich aufgekommenen, schnell aber auch wieder gescheiterten Super League gilt Reals Vereinspatron als größte Kraft. Dem Bauunternehmer liegt besonders die Herangehensweise der UEFA quer im Magen, deren Angebot er für längst überholt hält.

Perez zieht einen Quervergleich zum Tennis

“Die UEFA stockt den Wettbewerb mit belanglosen Teams auf”, spielte Perez auf die Einführung der Europa Conference League an, ehe er einen Quervergleich zum Tennis zog. “Sehen wir uns die Legenden dieses Sports an, dort haben Nadal und Federer in 15 Jahren 40-mal gegeneinander gespielt. Ist das langweilig?”, fragte der Madrider Präsident.

Thema

Wettbewerb der Eliteklubs

Die Gründung der Super League

zum Thema

  • 19. April 2021: In der Nacht vor der CL-Reform 2024 geben zwölf europäische Klubs die Gründung der Super League bekannt.
  • Fans, Verbände, nationale Ligen, Klubs, Spieler und Trainer lehnen die Gründung der Super League ab.
  • Rund 48 Stunden später gibt die Super League bekannt, dass es den Wettbewerb in dieser Form zu diesem Zeitpunkt nicht geben wird.

“Tennis wird durch die Duelle der Besten gestärkt”, argumentierte Perez und fragte erneut: “Warum ist der Fußball nicht so organisiert? Wenn die UEFA Tennis organisieren würde, hätten wir in der Geschichte nur zwei oder drei Spiele zwischen Nadal und Federer gesehen.”

Interesse und Vereinswerte schwinden

Als Argumentationsgrundlage führte der 75-Jährige einige Zahlen an, die in Bezug auf den Fußball und das Interesse “erschütternd” seien. Der Fußball verliere “die Führung als Global Player, die jungen Menschen interessieren sich immer weniger für ihn”. Über die “neuen Generationen” sagte Perez: “Sie wollen ein Qualitätsprodukt, das ihnen der Fußball nicht gibt. Die aktuellen Wettbewerbe locken sie bis zu ihren Schlussphasen nicht an.”

Reals Erfolgspräsident, der außerdem anmerkte, dass auf der von der NFL dominierten Forbes-Liste nur noch drei Fußballklubs unter den 20 wertvollsten Sportvereinen der Welt sind (Real Madrid auf Platz 13, der FC Barcelona auf Platz 15 und Manchester United auf Platz 19), wünscht sich in erster Linie einen Diskurs: “Man kann gegen das Format der Super League sein, sollte die Debatte aber nicht ausschließen. Wir müssen eine Debatte ohne Druck führen.”

Bayern trifft auf Barça – Machbare Lose für Wolfsburg

Der FC Bayern bekommt es in der Gruppenphase der Frauen-Champions-League mit Vorjahresfinalist FC Barcelona zu tun. Der VfL Wolfsburg dürfte mit seinen Gegnern leben können.

Wiedersehen in der Champions-League-Gruppenphase: Jovana Damnjanovic (li.) und Mapi Cebrian.

Wiedersehen in der Champions-League-Gruppenphase: Jovana Damnjanovic (li.) und Mapi Cebrian.

IMAGO/PanoramiC

Im Vorjahr hatte der FC Barcelona unter anderem über die TSG Hoffenheim und den VfL Wolfsburg das Champions-League-Finale erreicht. Und auch in diesem Jahr kommt auf die Katalaninnen ein deutscher Gegner zu.

Der FC Bayern zog bei der Auslosung der Gruppenphase am Montagmittag in Nyon aus dem schweren ersten Topf Barça um die derzeit verletzte Weltfußballerin Alexia Putellas. Immerhin gingen die Münchnerinnen so – anders als 2021/22 – Titelverteidiger Olympique Lyon in der Vorrunde aus dem Weg.

Außerdem trifft der deutsche Vizemeister in der Gruppe D auf den FC Rosengard aus Schweden, bei dem mit Bianca Schmidt, Rebekka Knaak, Gina Chmielinski und Stefanie Sanders ein deutsches Quartett unter Vertrag steht, und wie schon im Vorjahr auf Benfica. Damals hatte es 0:0 und 4:0 aus FCB-Sicht geheißen.

Wolfsburg gegen Neuling Roma – Chelsea gegen PSG und Real

Der VfL Wolfsburg hat eine vergleichsweise einfache Gruppe erwischt. In der Staffel B bekommt es der Meister und Bundesliga-Spitzenreiter mit dem tschechischen Titelträger Slavia Prag, dem österreichischen Meister SKN St. Pölten und Gruppenphasen-Debütant AS Rom zu tun. St. Pölten hatte sich in der Qualifikation erst nach Verlängerung gegen Pallokissat Kuopio aus Finnland durchgesetzt (1:0/2:2).

Am prominentesten besetzt ist wohl die Gruppe A um Chelsea, Paris St. Germain und Real Madrid, in der Neuling KS Vllaznia Shkoder aus Albanien krasser Außenseiter ist. Auch die Gruppe C mit Lyon, Arsenal, Juventus und dem FC Zürich verspricht spannende Duelle.

Die Gruppenphase läuft vom 19. Oktober bis 21. Dezember, auch während der Männer-WM in Katar wird also gespielt. Die Viertel- und Halbfinalpaarungen werden am 20. Januar (13 Uhr) ebenfalls in Nyon ausgelost. Das Finale findet am 3. oder 4. Juni in Eindhoven statt.

FE:male #13 - Timo Baumgartl

30. September 202246:57 Minuten

FE:male #13 – Timo Baumgartl

„Das war noch emotionaler als ich es mir ausgemalt habe“. Nach seiner Krebserkrankung ist er endlich auf den Platz zurückgekehrt: Timo Baumgartl! Wir treffen ihn im Stadion an der Alten Försterei und er spricht mit uns ganz offen über seinen Leidensweg. Der 26-jährige erzählt, was er auf der Onkologie erlebt hat, warum ihn die Krankenschwestern für verrückt hielten und warum er im Moment seiner Rückkehr an all diejenigen gedacht hat, die es nicht geschafft haben. Zudem erklärt er, warum niemand wirklich versteht was in einem vorgeht, mit wem er geweint hat und warum es aber auch wichtig war, in dieser dunklen Zeit, viel zu lachen. Außerdem analysieren wir mit Baumgartl die bisher hervorragende Bundesliga Saison von Union Berlin. Wie lange können sie die Tabellenspitze behaupten, was haben sie, was andere nicht haben und wann geht Trainer Urs Fischer mal so richtig aus sich raus? Der Verteidiger verrät darüber hinaus welche Situation zeigt, dass es im Fußball noch Menschlichkeit gibt und warum der Hauptstadt ein Verein in der Frauen Bundesliga gut tun würde.

Diese Folge wurde vor Bekanntwerden der Krebsdiagnose des Bundesligaspielers Jean-Paul Boetius (Hertha BSC) aufgezeichnet.

FE:male Spezial – Lea Schüller

16.09.2022

FE:male #12 – Alexandra Popp

02.09.2022

FE:male #11 – Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05.08.2022

FE:male Frauen EM Spezial – Josephine Henning

20.07.2022

weitere Podcasts

Glückstor und verschossener Elfmeter: Real verliert Tabellenführung

La Liga – Highlights by DAZN 03.10.2022

Glückstor und verschossener Elfmeter: Real verliert Tabellenführung

5:09Mit Rückkehrer Karim Benzema nahm es Real Madrid – bislang mit komplett weißer Weste unterwegs – in La Liga mit Osasuna auf. Doch eben jener Franzose war am Ende mit schuld, dass erstmals Punkte liegengelassen wurde – verlorene Tabellenführung an den rivalisierten FC Barcelona inklusive.

Benzema verschießt Elfmeter: Real gibt Tabellenführung an Barça ab

Real Madrid hat in dieser Saison erstmals Federn gelassen, Osasuna wusste einmal mehr im Bernabeu zu bestehen. Auch weil Benzema einen Elfmeter verschoss, ist Rivale Barça nun neuer Tabellenführer.

Vom Punkt gewackelt: Karim Benzema.

Vom Punkt gewackelt: Karim Benzema.

IMAGO/Lagencia

Barcelona hatte auf Mallorca vorgelegt – und so musste Real gegen Osasuna siegen, um die Tabellenführung zurückzuerobern. Und das ohne den Stammtorhüter: Courtois fiel mit eingeklemmtem Ischiasnerv aus, Lunin stand zwischen den Pfosten. Zudem erhielt Ceballos den Vorzug vor dem formstarken Fede Valverde, Benzema feierte wie erwartet sein Comeback nach Oberschenkelverletzung.

Merkwürdig verhalten agierte Real bereits in der Anfangsphase. Die bis dato mit komplett weißer Weste agierenden Königlichen wurden lediglich einmal nach einer Ecke gefährlich: Tchouameni war vor Keeper Herrera mit dem Kopf am Ball, doch der stark bedrängte Benzema brachte das Leder danach nicht im Tor unter (6.).

La Liga – 7. Spieltag

Da Real der Spielwitz abhanden ging, offensiv generell behäbig und defensiv anfällig wirkte, erkannte Osasuna mit der Zeit seine Chance – und kam zu Chancen. Abde feuerte das Leder ans Außennetz (16.), Nacho Vidal versuchte es aus bester Position mit einem Volleyschuss (22.). Bei beiden Versuchen gaben die Schützen keine allzu gute Figur ab – Glück für Real.

Erst recht in der 35. Minute, als die Königlichen nach eigener Ecke in einen Konter rannten. Abdes Abschluss von halbrechts aus 14 Metern war diesmal zwar gelungen, aber ein wenig zu ungenau.

Vinicius glücklich, Kike Garcia genial

Erst jetzt wachte Real endlich auf. Vinicius war auf links durch und chippte das Leder mit rechts anspruchsvoll quer durch den Strafraum zu Benzema. Der Franzose nahm es mit rechts volley – und verpasste das Tordreieck haarscharf (39.). Dass Real dennoch in Führung ging, war dem Zufall zu verdanken: Vinicius flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, mehrere im Abseits stehende Real-Spieler bewegten sich Richtung Kugel, doch keiner war wirklich in Ballnähe. Am Ende flog sie wie in Zeitlupe ins lange Eck, Keeper Herrera reagierte zu spät.

Souverän wirkte Real aber nie so recht – und so schlug Osasuna eben im zweiten Abschnitt zu. Eine Flanke aus dem rechten Halbfeld wirkte eigentlich ungefährlich, doch was Kike Garcia daraus machte, war schlicht genial. Mit dem Hinterkopf beförderte er das Leder aus zwölf Metern genau ins Tordreieck, Lunin war chancenlos und Rüdiger einen Tick zu spät zum Kopfballduell gekommen (50.). Beinahe hätte der Osasuna-Stürmer sogar den Doppelpack geschnürt, sein Versuch aus kurzer Distanz wurde gerade noch abgeblockt (52.). 

Ancelotti reagierte mit einem Doppelwechsel (Fede Valverde und Camavinga für Ceballos und Tchouameni), doch Madrid kam zunächst mit dem alten Personal zu Chancen. Alabas Freistoß strich knapp am Dreieck vorbei (58.), Rodrygo zielte nach Benzemas Zauberpass einen Tick zu hoch (62.).

Benzema lässt den Sieg liegen

Danach lief bei Real aber wieder wenig gegen nun tiefstehende Gäste, die ja schon in der Vorsaison im Bernabeu gepunktet hatten. In der Schlussphase wurde es aber dennoch turbulent: David Garcia schubste den von Camavinga klasse eingesetzten Benzema plump von hinten um, nach VAR-Eingriff bekam er die Rote Karte wegen Notbremse und die Königlichen den fälligen Elfmeter. Doch diesen hämmerte der eigentlich äußerst sichere Schütze Benzema zur Verwunderung aller an die Latte (79.) – Osasuna durfte weiter mauern. 

Tore und Karten

1:0
Vinicius Junior (42′)

1:1
Kike Garcia (50′)

Tore und Karten

1:0
Vinicius Junior (42′)

1:1
Kike Garcia (50′)

Real Madrid

Dani Ceballos (45. + 1 )

CA Osasuna

Abde (47. ), Kike Garcia (78. )

CA Osasuna

David Garcia (78. )


Real Madrid

Real Madrid


Real Madrid

Real Madrid

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


CA Osasuna

Osasuna


CA Osasuna

Osasuna

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team

Guillermo Cuadra Fernandez
Spanien

Schiedsrichter-Team

Guillermo Cuadra Fernandez

Guillermo Cuadra Fernandez
Spanien

Spielinfo
Stadion Santiago Bernabéu
Zuschauer 55.410

Spielinfo


Anstoß

02.10.2022, 21:00 Uhr


Stadion

Santiago Bernabéu Madrid


Zuschauer

55.410


Eckenverhältnis

10:2

Und tat das letztlich mit Erfolg. Beinahe wären die Königlichen sogar noch ganz kalt abgeduscht worden, einen Distanzschuss von Moi Gomez hatte so mancher im Bernabeu schon drin gesehen. Mariano und Benzema hatten in der Nachspielzeit allerdings auch noch ausgezeichnete Gelegenheiten, die ersten Punktverluste dieser Saison zu verhindern. Letztlich verdiente sich Osasuna aber das Remis – und Real verlor die Tabellenführung an den FC Barcelona.

ESM-Elf September: Viel Real, ManCity – und ein Südkoreaner

Die European Sports Media haben ihre Top-Elf für den September bekanntgegeben. Einmal mehr überragen Real Madrid und Manchester City, aber auch der Spitzenreiter der Serie A ist vertreten.

Fede Valverde, Vinicius Junior und Min-jae Kim stehen in der ESM-Elf des Monats September.

Fede Valverde, Vinicius Junior und Min-jae Kim stehen in der ESM-Elf des Monats September.

IMAGO/Marco Canoniero

Kaum eine Mannschaft überragt im europäischen Spitzenfußball derzeit wie Real Madrid – die Königlichen haben bis dato jedes einzelne Pflichtspiel für sich entschieden. Das spiegelt sich auch in der ESM-Elf des Monats September wieder, in der gleich fünf Akteure der Madrilenen stehen. Neben den überragenden Offensivspielern Vinicius Junior und Fede Valverde, der trotz seiner Stammposition auf dem rechten Flügel im Mittelfeld gelistet wird, hat es unter anderem auch der ehemalige Münchner David Alaba in die Auswahl geschafft.

Mithalten mit Real kann aktuell lediglich Manchester City, das drei Akteure in der ESM-Elf stellt. Neben Joao Cancelo und Kevin De Bruyne ist natürlich auch Erling Haaland vertreten. Der Norweger trifft im Trikot der Skyblues, wie er will, was auch Ex-Klub Borussia Dortmund in der Champions League jüngst zu spüren bekommen hat.

Der Südkoreaner Min-jae Kim von der SSC Neapel hat sich wegen seiner starken Auftritte beim derzeitigen Tabellenführer der Serie A den Platz ebenso verdient wie Robert Lewandowski, der gegen den FC Bayern in der Königsklasse zwar nicht getroffen hat, dafür jedoch in der Liga für seit Wochen für Furore sorgt.

Die ESM-Topelf des Monats September 2022

Diese Elf nominierte der kicker

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach)
Daniel Carvajal (Real Madrid)
Gabriel Martinelli (Arsenal)
David Alaba (Real Madrid)
Aurélien Tchouaméni (Real Madrid)
Lionel Messi (Paris Saint-Germain)
Piotr Zielinski (SSC Napoli)
Rafael Leao (AC Milan)
Leroy Sané (FC Bayern München)
Erling Haaland (Manchester City)
Neymar (Paris Saint-Germain)

Spielt Kroos schon seine letzte Saison?

Bei Real Madrid spielt Toni Kroos noch immer auf höchstem Niveau. Auf diesem will der 32-Jährige auch abtreten – vielleicht schon früher als gedacht.

Hat sich in Madrid längst zur Legende gemausert: Toni Kroos.

Hat sich in Madrid längst zur Legende gemausert: Toni Kroos.

AFP via Getty Images

Er habe nicht “mit dem Lasso von der Bühne geholt” werden wollen, erklärt Günter Netzer gerne, wenn er gefragt wird, warum er als Spieler bereits mit 32 und als erfolgreicher (HSV-)Manager schon mit 41 den Schlussstrich gezogen hat. Sein Landsmann Toni Kroos tickt da ähnlich.

“Ich bin sicherlich kein Spieler, der spielt, bis er 38 ist”, hatte der Weltmeister von 2014 unter anderem 2020 schon durchklingen lassen. “Mein Vertrag gilt bis Sommer 2023, wenn ich 33 bin – das ist ein gutes Alter, um zu entscheiden, was ich machen will. Viel länger wird es jedenfalls nicht sein.”

Dieser Aussage nach würde der Mittelfeldstratege, der stets betont, wie wichtig ihm die Zeit mit seiner Familie ist, momentan womöglich schon seine letzte Saison spielen. Dass Kroos tatsächlich bereits im kommenden Sommer seine Schuhe an den Nagel hängen könnte, will die spanische Tageszeitung AS erfahren haben.

Auf Kroos’ Karriereende wäre Real vorbereitet

Demnach wolle der fünfmalige Champions-League-Sieger unbedingt auf einem Hoch abtreten und anschließend Platz für Reals Führungsspieler der Zukunft machen, die mit Eduardo Camavinga oder dem zuletzt glänzend aufgelegten Fede Valverde schon mit den Hufen scharren.

Zwar hatte die AS zuletzt auch berichtet, dass eine weitere Kroos-Saison in Madrid so gut wie sicher ist. Über den Sommer 2024 hinaus wird eine große Karriere, die in der Nationalmannschaft bereits beendet ist, aber definitiv nicht andauern.

Clasico zwischen Real und Barcelona genau terminiert

Dass der erste Clasico der Saison am 9. Spieltag im Bernabeu steigt, war bereits klar. Nun ist auch bekannt, wann genau der Anstoß sein wird.

Wiedersehen an einem Sonntagnachmittag: Antonio Rüdiger und Robert Lewandowski.

Wiedersehen an einem Sonntagnachmittag: Antonio Rüdiger und Robert Lewandowski.

picture alliance / ZUMAPRESS.com

Aktuell liegen die beiden Teams nur zwei Punkte auseinander. Zwei Spieltage sind allerdings noch zu bestreiten, ehe es zum Showdown kommt. Real muss gegen Osasuna und beim FC Getafe ran, der FC Barcelona reist zunächst nach Mallorca und empfängt anschließend Celta Vigo.

Am 9. Spieltag, genauer gesagt am Sonntag, den 16. Oktober um 16.15 Uhr, treffen die ewigen Rivalen dann in Madrid direkt aufeinander. Die Königlichen haben mit den Katalanen noch eine Rechnung offen, denn beim vergangenen Gastspiel Barças in der Hauptstadt kam die Ancelotti-Elf übel mit 0:4 unter die Räder. Zuvor allerdings hatte Real in den Ligaduellen vier Siege in Folge eingefahren.

Für den ehemaligen Münchner Robert Lewandowski ist es übrigens nicht der erste Clasico. Am 24. Juli traf er mit Barcelona im Rahmen eines Testspiels in Las Vegas auf die Madrilenen, sein Team gewann mit 1:0.

Die Übertragungsrechte an La Liga besitzt noch bis 2026 DAZN. Somit wird auch diese Partie beim Streaming-Sender zu sehen sein.

Rassistische Eskalation um Vinicius Junior: Atletico verurteilt Vorfälle

Am Rande des Madrider Stadtderbys ist Real Madrids Vinicius Junior von Atletico-Anhängern mehrfach rassistisch verleumdet worden. Die Rojiblancos wollen bei der Aufklärung der Ereignisse behilflich sein.

Ein Jubeltanz gegen den Rassismus: Rodrygo und Vinicius Junior (re.).

Ein Jubeltanz gegen den Rassismus: Rodrygo und Vinicius Junior (re.).

IMAGO/nogueirafoto

Die unglückliche Aussage des Präsidenten der spanischen Fußballagenten Pedro Bravo, Vinicius Junior möge sich mit seinen Jubeltänzen nicht “zum Affen machen”, war größtenteils ins Reich der Fehlinterpretationen verwiesen worden. Trotzdem hatten der Brasilianer sowie seine Landsleute Pelé oder Neymar mit Ansprachen via Social Media Schlimmerem vorbeugen wollen. Dann aber zerrissen Teile der Anhänger von Atletico Madrid alle Zweifel in der Luft.

Auch Atletico-Kapitän Koke heizte die Stimmung auf

Im Rahmen des Derbi madrileno, das Real wie alle seine bisherigen Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen hatte, war alles Sportliche in der spanischen Hauptstadt am Sonntagabend in den Hintergrund gerückt. Denn während Vinicius Junior und Torschütze Rodrygo ihre Antwort auf den kleineren Skandal auf dem Rasen gaben, bauschte sich rund um das prestigeträchtige Stadtduell, vor dem Atletico-Kapitän Koke dem 22-Jährigen im Falle eines Jubeltanzes “Ärger” angedroht hatte, ein weitaus größerer Skandal auf.

Besonders vor dem Wanda Metropolitano war Vinicius Junior von hunderten Atleti-Anhängern durch Affen-Gesänge rassistisch beleidigt worden, ein “Fan” hatte eine Puppe, die wohl einen Schwarzen Sklaven klischeehaft darstellen sollte, in ein weißes Hemd gesteckt und mit einem Real-Schal “verziert”. Während des Spiels folgten weitere Schmähgesänge und Affenlaute, wann immer der Brasilianer am Ball war.

La Liga verspricht “Gerechtigkeit”

Am Dienstag haben die Rojiblancos die Vorfälle rund um ihr Stadion in einer offiziellen Vereinsmeldung verurteilt. Es seien “nicht zu akzeptierende” Gesänge einer “Minderheit” gewesen, bei deren Identifikation Atletico – wie auch La Liga selbst, die “Gerechtigkeit” versprach – die zuständigen Behörden unterstützen wolle. “Wir werden niemandem erlauben, sich rassistisch zu äußern und sich dann hinter unseren Farben zu verstecken”, heißt es in dem Statement.

Anders als Real Madrid (“Ultras Sur”) und der FC Barcelona (“Boixos Nois”) haben die Rojiblancos ihre rechtsradikal auffällige Ultra-Gruppierung “Frente Atletico” noch nicht aus dem Stadion verbannt.