Golden Shoe: Lewandowski übernimmt Platz 1 – Schick untermauert Rang vier

In der Vorsaison gewann Robert Lewandowski den “Golden Shoe” als Europas bester Torjäger, der Bayern-Stürmer ist auf dem besten Weg, die Trophäe erneut zu holen.

Tor Nummer drei in Köln: Robert Lewandowski. 

Tor Nummer drei in Köln: Robert Lewandowski. 

imago images/Team 2

Der Vorjahressieger ist wieder die Nummer eins beim Goldenen Schuh. Denn Robert Lewandowski hat mit seinem Dreierpack beim 4:0 des FC Bayern beim 1. FC Köln nicht nur die Marke von 300 Bundesliga-Toren geknackt, sondern auch wieder Platz eins im Ranking übernommen. Schon 23 Saisontore, 46 Punkte – der Pole, der am Montag erneut zum FIFA-Weltfußballer gekürt wurde, knipst weiter am Fließband und ist auf dem besten Weg, erneut der Toptorjäger Europas zu werden.

Ohi Omoijuanfo ist mit 27 Toren und daraus resultierenden 40,5 Punkten auf Rang zwei zurückgefallen, an Lewandowski wird er nicht mehr weiter heranrücken. Der Norweger kann seine Bilanz nicht mehr verbessern, da er seine Tore für Molde in der norwegischen Liga erzielte, die ihre Saison im Kalenderjahr austrägt und daher abgeschlossen ist. Das gilt auch für den drittplatzierten Thomas Lehne Olsen von Lilleström SK.  

Schick alleiniger Vierter

Dem sitzt Leverkusens Patrik Schick im Nacken, der beim 2:1 im Derby in Mönchengladbach den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 beisteuerte – sein 18. Saisontor. Karim Benzema war mit Real Madrid in der Supercopa erfolgreich im Einsatz, das Torkonto in La Liga blieb daher bei 17 stehen.   

2020 war Ciro Immobile beim Golden Shoe die Nummer eins, im aktuellen Ranking hat er mit seinen zwei Toren beim 3:0-Sieg von Lazio Rom bei US Salernitana auf Benzema und Dusan Vlahovic (AC Florenz) mit nun 17 Toren (34 Punkten) zu Rang fünf aufgeschlossen. Zurückgekehrt in die Top 10 ist Erling Haaland von Borussia Dortmund, der beim 5:1 im Verfolgerduell gegen den SC Freiburg seine Tore 14 und 15 markierte. Anthony Modeste ging gegen die Bayern leer aus und bleibt bei zwölf Toren hängen.

Golden Shoe 2021/22 (Stand: 18.01.2022)

Platz Spieler Verein Tore Faktor Punktzahl

1 Robert Lewandowski Bayern München 23 2 46

2 Ohi Omoijuanfo Molde FK 27 1,5 40,5

3 Thomas Lehne Olsen Lilleström SK 26 1,5 39

4 Patrik Schick Bayer Leverkusen 18 2 36

5 Karim Benzema Real Madrid 17 2 34

Dusan Vlahovic AC Florenz 17 2 34

Ciro Immobile Lazio Rom 17 2 34

8 Veton Berisha Viking Stavanger 22 1,5 33

9 Mohamed Salah FC Liverpool 16 2 32

10 Erling Haaland Borussia Dortmund 15 2 30

11 Ricardo Jorge Gomes Partizan Belgrad 18 1,5 27

Mikkel Dahl Havnar Boltfelag 27 1 27

13 Michael Frey Royal Antwerp FC 17 1,5 25,5

14 Giovanni Simeone Hellas Verona 12 2 24

Jonathan David Lille OSC 12 2 24

Anthony Modeste 1. FC Köln 12 2 24

Vinicius Junior Real Madrid 12 2 24

Wissam Ben Yedder AS Moncao 12 2 24

Deniz Undav Union Saint-Gilloise 16 1,5 24

20 Eirik Botheim Bodö/Glimt 15 1,5 22,5

21 Juanmi Real Betis 11 2 22

Lautaro Martinez Inter Mailand 11 2 22

23 Karim Adeyemi RB Salzburg 14 1,5 21

Josip Drmic HNK Rijeka 14 1,5 21

Arthur Cabral FC Basel 14 1,5 21

Artem Dovbyk SK Dnipro-1 14 1,5 21

Darwin Nunez Benfica Lissabon 14 1,5 21

Georgie Kelly Bohemian FC Dublin 21 1 21

29 Iago Aspas Celta Vigo 10 2 20

Diogo Jota FC Liverpool 10 2 20

Joselu Deportivo Alaves 10 2 20

Ludovic Ajorque Racing Straßburg 10 2 20

Raul de Tomas Espanyol Barcelona 10 2 20

Domenico Berardi Sassuolo 10 2 20

Kylian Mbappe PSG 10 2 20

Martin Terrier Stade Rennes 10 2 20

Gaëtan Laborde Stade Rennes 10 2 20

Henri Anier Paide Linnameeskond 20 1 20

39 Gamid Agalarov FK Ufa 13 1,5 19,5

Marko Livaja Hajduk Split 13 1,5 19,5

Shamar Nicholson RSC Charleroi 13 1,5 19,5

Luis Fernando Diaz FC Porto 13 1,5 19,5

43 Beto Portimonense/Udine 2 / 8 1,5 / 2 19

Zakaria Beglarishvili Levadia Tallinn 19 1 19

Dembo Darboe Schachtar Saligorsk 19 1 19

Rauno Sappinen Flora Tallinn 19 1 19

Jay Donnelly Glentoran FC 19 1 19

48 Taiwo Awoniyi Union Berlin 9 2 18

Mohamed Bayo Cleremont 9 2 18

Serge Gnabry Bayern München 9 2 18

Joao Pedro Cagliari Calcio 9 2 18

Jamie Vardy Leicester City 9 2 18

Duvan Zapata Atalanta Bergamo 9 2 18

Amine Gouiri Nizza 9 2 18

Christopher Nkunku RB Leipzig 9 2 18

Gianluca Scamacca Sassuolo 9 2 18

Aleksandar Katai Roter Stern Belgrad 12 1,5 18

Ebere Onuacho KRC Genk 12 1,5 18

Dante Vanzeir Union Saint-Gilloise 12 1,5 18

Jelle Vossen Zulte Waregem 12 1,5 18

Sebastien Haller Ajax Amsterdam 12 1,5 18

Jasmin Kurtic PAOK Saloniki 12 1,5 18

Aleksandar Pesic Fatih Karagümrük 12 1,5 18

Pall Klettskaro KI 18 1 18

Andrey Solovey FC Gomel 18 1 18

Erklärung: Die Tore von Spielern aus Ligen in den Top 5 der UEFA-5-Jahreswertung werden mit dem Faktor 2, Tore von Spielen aus Ligen auf den Plätzen 6 bis 22 mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Alle anderen Spieler erhalten für ihre Tore keinen Bonus. Tore aus Play-off-Spielen einer Liga zählen nicht. Spieler, die zwischen Ligen, die nach dem Kalenderjahr spielen, und Ligen, die nicht nach dem Kalenderjahr spielen, wechseln, können ihre Punkte nicht mitnehmen.

Messi ignoriert Lewandowski, Haaland hat einen Fan: Wer wie abgestimmt hat

Auch mit Stimmen aus Deutschland hat Robert Lewandowski den Titel FIFA-Weltfußballer verteidigt. Kurioser stimmte Lionel Messi ab – und der Nationaltrainer Taiwans.

Robert Lewandowski stimmte auch für Lionel Messi - umgekehrt galt das nicht.

Robert Lewandowski stimmte auch für Lionel Messi – umgekehrt galt das nicht.

imago images (2)

Sich selbst durfte er wie alle anderen Stimmberechtigten nicht wählen. Trotzdem hat Lionel Messi alles dafür getan, nach dem Ballon d’Or auch den Preis als FIFA-Weltfußballer 2021 zu gewinnen.

Der Rekordsieger der Auszeichnung (sechs Titel), der als Kapitän Argentiniens erneut mit abstimmen durfte, gab seinem Konkurrenten Robert Lewandowski keine einzige Stimme. Stattdessen votierte Messi für seine PSG-Teamkollegen Neymar und Kylian Mbappé sowie für Real Madrids Torjäger Karim Benzema.

Cristiano Ronaldo wählt Messi nicht – Flick und Neuer votieren fast gleich

Lewandowski verteidigte seinen Titel trotzdem, obwohl er als Kapitän der polnischen Auswahl Messi immerhin auf den zweiten Platz wählte, hinter Europameister Jorginho und vor Cristiano Ronaldo. CR7, in diesem Jahr nicht unter den Favoriten, gab Lewandowski die meisten, N’golo Kanté (Chelsea) die zweit-, Jorginho die drittmeisten Stimmen. Messi bekam vom Portugiesen keine.

Und die deutschen Vertreter? Bundestrainer Hansi Flick, wie alle Trainer und Kapitäne der Männer-Nationalmannschaften stimmberechtigt, wählte Lewandowski ebenso auf Platz 1 vor Mohamed Salah wie DFB-Kapitän Manuel Neuer. Bei Flick wurde Mbappé Dritter, bei Neuer Kanté.

Auch für kicker-Reporter Georg Holzner, der als einziger deutscher Medienvertreter abstimmen durfte, war Lewandowski der Beste der Saison 2020/21. Dahinter platzierte er Jorginho und Messi.

Von rund 600 wählt nur einer Haaland auf den ersten Platz

Neben Kapitänen, Nationaltrainern und je einem Medienvertreter pro FIFA-Verband konnten außerdem wie immer auf der FIFA-Website registrierte Fans wählen. Am Ende wurde pro Jurygruppe ein Ranking gebildet und schließlich eine Gesamtpunktzahl erstellt. Dabei übertrumpfte Lewandowski mit 48 Punkten Messi (44) und Salah (39).

Weil vor der Wahl ein Gremium aus Männerfußball-Experten eine Shortlist mit elf Namen erstellt, können bei der Abstimmung nicht völlig absurde Namen auftauchen. 2021 traf wohl Taiwans Nationaltrainer Yeh Hsien-Chung die kurioseste Wahl: Unter den rund 600 Stimmberechtigten wählte nur er BVB-Torjäger Erling Haaland an erste Stelle. Das wagten nicht mal Haalands Nationaltrainer Staale Solbakken, Norwegens Kapitän Martin Ödegaard und der Medienvertreter aus Norwegen.

Alle 13 FIFA-Auszeichnungen vom Montag im Überblick

Neuer geschlagen, Haaland gewählt, Ronaldo geehrt: Alle FIFA-Auszeichnungen 2021

Insgesamt 13 Preise hat die FIFA am Montag bei ihrer Gala vergeben. Wer welchen gewonnen hat – ein Überblick.

Auch um sie ging es bei der FIFA-Gala am Montagabend in Zürich: Christiano Ronaldo, Manuel Neuer und Erling Haaland (v.li.).

Auch um sie ging es bei der FIFA-Gala am Montagabend in Zürich: Christiano Ronaldo, Manuel Neuer und Erling Haaland (v.li.).

Getty Images

FIFA-Weltfußballer: Robert Lewandowski (FC Bayern)

Der Bayern-Torjäger ließ anders als beim Ballon d’Or Lionel Messi (FC Barcelona/Paris Saint-Germain) hinter sich und verteidigte seinen Titel. Liverpool-Stürmer Mohamed Salah landete auf dem Treppchen (Mehr Infos hier).

Sieger 2020: Robert Lewandowski

Spielersteckbrief Neuer
Neuer

Neuer Manuel

Spielersteckbrief Neuer
Neuer

1

Neuer Manuel



Bayern München



Bayern München

Deutschland
Spielerprofil

Spielersteckbrief E. Mendy
E. Mendy

Mendy Edouard

Spielersteckbrief Endler
Endler

Endler Claudia Christiane

Spielersteckbrief Lamela
Lamela

Lamela Erik

Spielersteckbrief Lamela
Lamela

17

Lamela Erik



FC Sevilla



FC Sevilla

Argentinien
Spielerprofil

Spielersteckbrief Sinclair
Sinclair

Sinclair Christine

Spielersteckbrief Haaland
Haaland

Haaland Erling

Spielersteckbrief Lewandowski
Lewandowski

Lewandowski Robert

Spielersteckbrief Putellas
Putellas

Putellas Alexia

Spielersteckbrief Putellas
Putellas

11

Putellas Alexia



FC Barcelona



FC Barcelona

Spanien
Spielerprofil

Spielersteckbrief Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo

Dos Santos Aveiro Cristiano Ronaldo

Trainersteckbrief Tuchel
Tuchel

Tuchel Thomas

FIFA-Weltfußballerin: Alexia Putellas (FC Barcelona)

Die Ballon-d’Or-Gewinnerin von Triple-Sieger FC Barcelona machte das Rennen vor Jennifer Hermoso (FC Barcelona) und Sam Kerr (Chelsea) (Mehr Infos hier).

Siegerin 2020: Lucy Bronze

FIFA-Welttrainer im Männer-Fußball: Thomas Tuchel (Chelsea)

Der Trainer von Champions-League-Sieger FC Chelsea landete vor Italiens Nationaltrainer und Europameister Roberto Mancini und ManCity-Coach Pep Guardiola (Mehr Infos hier).

Sieger 2020: Jürgen Klopp

FIFA-Welttrainerin im Frauen-Fußball: Emma Hayes (Chelsea)

Die 45-jährige Trainerin des FC Chelsea – seit 2012 im Amt – setzte sich gegen Lluis Cortes (FC Barcelona) und Sarina Wiegman (niederländische/englische Frauen-Nationalelf) durch.

Siegerin 2020: Sarina Wiegman

FIFA-Welttorhüter: Edouard Mendy (Chelsea)

Der Schlussmann von Champions-League-Sieger FC Chelsea ließ Europameister Gianluigi Donnarumma (AC Mailand/Paris Saint-Germain) und Bayern-Keeper Manuel Neuer hinter sich.

Sieger 2020: Manuel Neuer

FIFA-Welttorhüterin: Christiane Endler (PSG/Lyon)

Die chilenische Torhüterin, die im Sommer von Paris Saint-Germain zu Olympique Lyon gewechselt ist, ließ DFB-Akteurin Ann-Katrin Berger (Chelsea) und Stephanie Lynn Marie Labbé (FC Rosengard/Paris Saint-Germain) hinter sich.

Siegerin 2020: Sarah Bouhaddi

FIFA-Weltauswahl Männer: Haaland und Lewandowski dabei

Tor: Gianluigi Donnarumma (Milan/PSG)
Abwehr: David Alaba (Bayern/Real Madrid), Leonardo Bonucci (Juventus), Ruben Dias (ManCity)
Mittelfeld: Kevin De Bruyne (ManCity), Jorginho (Chelsea), N’golo Kanté (Chelsea)
Angriff: Cristiano Ronaldo (Juventus/ManUnited), Erling Haaland (BVB), Robert Lewandowski (Bayern), Lionel Messi (Barça/PSG)

Nominiert waren: Alisson, Donnarumma, Mendy; Alaba, Jordi Alba, Alexander-Arnold, Dani Alves, Bonucci, Ruben Dias; Sergio Busquets, De Bruyne, de Jong, Bruno Fernandes, Jorginho, Kanté; Benzema, Haaland, Lewandowski, Lukaku, Mbappé, Messi, Neymar, Cristiano Ronaldo

FIFA-Weltauswahl Frauen: CL-Sieger Barça nicht vertreten

Tor: Christiane Endler (PSG/Lyon)
Abwehr: Lucy Bronze (ManCity), Millie Bright (Chelsea), Magdalena Eriksson (Chelsea), Wendie Renard (Lyon)
Mittelfeld: Estefania Banini (Levante/Atletico), Barbara Bonansea (Juventus), Carli Lloyd (NJ/NY Gotham)
Angriff: Marta (Orlando), Vivianne Miedema (Arsenal), Alex Morgan (Tottenham/Orlando Pride/San Diego Wave)

Nominiert waren: Benkarth, Berger, Endler; Bright, Bronze, Buchanan, Carpenter, Eriksson, Paredes, Renard; Banini, Bonansea, Bonmati, Cascarino, Lloyd, Putellas; Harder, Kerr, Marta, Miedema, Morgan, Onguené, Rapinoe

FIFA-Fairplay-Preis: Dänemarks Nationalteam, Medizin- und Betreuerstab

Ausgezeichnet wurde der dänische EM-Tross für seine Reaktion bei Christian Eriksens Herzstillstand im Gruppenspiel gegen Finnland.

Außerdem waren nominiert: Trainer Claudio Ranieri, der mit seinem damaligen Klub Sampdoria einen Korridor für Meister Inter Mailand beim Betreten des Rasens gebildet hatte, und Celtic-Profi Scott Brown, der vor dem Derby gegen die Rangers den finnischen Nationalspieler Glen Kamara aufgesucht hatte, nachdem dieser einige Tage zuvor beim Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Slavia Prag rassistisch beleidigt worden war.

FIFA-Fanpreis: Dänische und finnische Fans

Sie hatten die bei der EM nach Christian Eriksens Zusammenbruch im Gruppenspiel zwischen Dänemark und Finnland abwechselnd “Christian” und “Eriksen” skandiert.

Außerdem waren nominiert: die deutschen Fans, die nach der Hochwasserkatastrophe im Juli u.a. Geld und Nahrungsmittel für die betroffenen Menschen sammelten, und das elfjährige Mädchen Imogen Papworth-Heidel aus England, das eine besondere Balljonglier-Challenge organisierte, um Geld für systemrelevante Berufsgruppen in Großbritannien zusammenzubringen

Puskas-Award 2021: Erik Lamela (Tottenham/Sevilla)

Der 29-jährige Argentinier, inzwischen beim FC Sevilla unter Vertrag, traf am 14. März für Tottenham im Premier-League-Derby gegen Arsenal (1:2) per “Rabona”, also mit einem Schuss hinter dem Standbein. Unter den Top 3 waren außerdem Patrik Schick (Tschechien, Weitschuss-Tor bei der EM gegen Schottland) und Mehdi Taremi (Fallrückzieher im Champions-League-Spiel zwischen Chelsea und Porto).

Sieger 2020: Heung-Min Son

FIFA Special Award I: Christine Sinclair (Portland)

Die 38 Jahre alte kanadische Angreiferin von den Portland Thorns ist die Nationalspielerin mit den weltweit meisten Toren. 2021 gewann sie mit Kanada Gold beim Olympischen Fußballturnier.

FIFA Special Award II: Cristiano Ronaldo (Juventus/ManUnited)

Der Ausnahmespieler, der 2021 zu Manchester United zurückgekehrt ist, wurde ausgezeichnet, weil er den Weltrekord für die meisten Länderspieltore gebrochen hat.

Neuer geschlagen, Chelsea dominiert, Haaland gewählt: Alle FIFA-Auszeichnungen 2021

Insgesamt zwölf Preise vergibt die FIFA am Montag bei ihrer Gala. Ein LIVE!-Überblick.

Bei der FIFA-Gala wird nicht der Weltfußballer ausgezeichnet.

Bei der FIFA-Gala wird nicht der Weltfußballer ausgezeichnet.

Getty Images

FIFA-Weltfußballer: ?

Nominiert: Robert Lewandowski (FC Bayern), Lionel Messi (FC Barcelona/Paris Saint-Germain), Mohamed Salah (Liverpool)

Sieger 2020: Robert Lewandowski

Spielersteckbrief Neuer
Neuer

Neuer Manuel

Spielersteckbrief Neuer
Neuer

1

Neuer Manuel



Bayern München



Bayern München

Deutschland
Spielerprofil

Spielersteckbrief E. Mendy
E. Mendy

Mendy Edouard

Spielersteckbrief Endler
Endler

Endler Claudia Christiane

Spielersteckbrief Lamela
Lamela

Lamela Erik

Spielersteckbrief Lamela
Lamela

17

Lamela Erik



FC Sevilla



FC Sevilla

Argentinien
Spielerprofil

Spielersteckbrief Sinclair
Sinclair

Sinclair Christine

Spielersteckbrief Haaland
Haaland

Haaland Erling

Trainersteckbrief Tuchel
Tuchel

Tuchel Thomas

FIFA-Weltfußballerin: ?

Nominiert: Jennifer Hermoso (FC Barcelona), Sam Kerr (Chelsea), Alexia Putellas (FC Barcelona)

Siegerin 2020: Lucy Bronze

FIFA-Welttrainer im Männer-Fußball: Thomas Tuchel (Chelsea)

Der Trainer von Champions-League-Sieger FC Chelsea landete vor Italiens Nationaltrainer und Europameister Roberto Mancini und ManCity-Coach Pep Guardiola (Mehr Infos hier).

Sieger 2020: Jürgen Klopp

FIFA-Welttrainerin im Frauen-Fußball: Emma Hayes (Chelsea)

Die 45-jährige Trainerin des FC Chelsea – seit 2012 im Amt – setzte sich gegen Lluis Cortes (FC Barcelona) und Sarina Wiegman (niederländische/englische Frauen-Nationalelf) durch.

Siegerin 2020: Sarina Wiegman

FIFA-Welttorhüter: Edouard Mendy (Chelsea)

Der Schlussmann von Champions-League-Sieger FC Chelsea ließ Europameister Gianluigi Donnarumma (AC Mailand/Paris Saint-Germain) und Bayern-Keeper Manuel Neuer hinter sich.

Sieger 2020: Manuel Neuer

FIFA-Welttorhüterin: Christiane Endler (PSG/Lyon)

Die chilenische Torhüterin, die im Sommer von Paris Saint-Germain zu Olympique Lyon gewechselt ist, ließ DFB-Akteurin Ann-Katrin Berger (Chelsea) und Stephanie Lynn Marie Labbé (FC Rosengard/Paris Saint-Germain) hinter sich.

Siegerin 2020: Sarah Bouhaddi

FIFA-Weltauswahl Männer: Haaland und Lewandowski dabei

Tor: Gianluigi Donnarumma (Milan/PSG)
Abwehr: David Alaba (Bayern/Real Madrid), Leonardo Bonucci (Juventus), Ruben Dias (ManCity)
Mittelfeld: Kevin De Bruyne (ManCity), Jorginho (Chelsea), N’golo Kanté (Chelsea)
Angriff: Cristiano Ronaldo (Juventus/ManUnited), Erling Haaland (BVB), Robert Lewandowski (Bayern), Lionel Messi (Barça/PSG)

Nominiert waren: Alisson, Donnarumma, Mendy; Alaba, Jordi Alba, Alexander-Arnold, Dani Alves, Bonucci, Ruben Dias; Sergio Busquets, De Bruyne, de Jong, Bruno Fernandes, Jorginho, Kanté; Benzema, Haaland, Lewandowski, Lukaku, Mbappé, Messi, Neymar, Cristiano Ronaldo

FIFA-Weltauswahl Frauen: CL-Sieger Barça nicht vertreten

Tor: Christiane Endler (PSG/Lyon)
Abwehr: Lucy Bronze (ManCity), Millie Bright (Chelsea), Magdalena Eriksson (Chelsea), Wendie Renard (Lyon)
Mittelfeld: Estefania Banini (Levante/Atletico), Barbara Bonansea (Juventus), Carli Lloyd (NJ/NY Gotham)
Angriff: Marta (Orlando), Vivianne Miedema (Arsenal), Alex Morgan (Tottenham/Orlando Pride/San Diego Wave)

Nominiert waren: Benkarth, Berger, Endler; Bright, Bronze, Buchanan, Carpenter, Eriksson, Paredes, Renard; Banini, Bonansea, Bonmati, Cascarino, Lloyd, Putellas; Harder, Kerr, Marta, Miedema, Morgan, Onguené, Rapinoe

FIFA-Fairplay-Preis: Dänemarks Nationalteam, Medizin- und Betreuerstab

Ausgezeichnet wurde der dänische EM-Tross für seine Reaktion bei Christian Eriksens Herzstillstand im Gruppenspiel gegen Finnland.

Außerdem waren nominiert: Trainer Claudio Ranieri, der mit seinem damaligen Klub Sampdoria einen Korridor für Meister Inter Mailand beim Betreten des Rasens gebildet hatte, und Celtic-Profi Scott Brown, der vor dem Derby gegen die Rangers den finnischen Nationalspieler Glen Kamara aufgesucht hatte, nachdem dieser einige Tage zuvor beim Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Slavia Prag rassistisch beleidigt worden war.

FIFA-Fanpreis: Dänische und finnische Fans

Sie hatten die bei der EM nach Christian Eriksens Zusammenbruch im Gruppenspiel zwischen Dänemark und Finnland abwechselnd “Christian” und “Eriksen” skandiert.

Außerdem waren nominiert: die deutschen Fans, die nach der Hochwasserkatastrophe im Juli u.a. Geld und Nahrungsmittel für die betroffenen Menschen sammelten, und das elfjährige Mädchen Imogen Papworth-Heidel aus England, das eine besondere Balljonglier-Challenge organisierte, um Geld für systemrelevante Berufsgruppen in Großbritannien zusammenzubringen

Puskas-Award 2021: Erik Lamela (Tottenham/Sevilla)

Der 29-jährige Argentinier, inzwischen beim FC Sevilla unter Vertrag, traf am 14. März für Tottenham im Premier-League-Derby gegen Arsenal (1:2) per “Rabona”, also mit einem Schuss hinter dem Standbein. Unter den Top 3 waren außerdem Patrik Schick (Tschechien, Weitschuss-Tor bei der EM gegen Schottland) und Mehdi Taremi (Fallrückzieher im Champions-League-Spiel zwischen Chelsea und Porto).

Sieger 2020: Heung-Min Son

FIFA Special Award: Christine Sinclair (Portland)

Die 38 Jahre alte kanadische Angreiferin von den Portland Thorns ist die Nationalspielerin mit den weltweit meisten Toren. 2021 gewann sie mit Kanada Gold beim Olympischen Fußballturnier.

Mit Blick auf Haaland: Rose ist “tiefenentspannt”

Ganz Europa diskutiert über die Zukunft von Erling Haaland, BVB-Trainer Marco Rose redet lieber über die Gegenwart. 

"Die Situation ist ja nicht neu für uns. Es wird ständig spekuliert", so Marco Rose.

“Die Situation ist ja nicht neu für uns. Es wird ständig spekuliert”, so Marco Rose.

imago images/ActionPictures

Und die sieht nach zwei Siegen zum Jahresauftakt und einer deutlichen Leistungssteigerung seines Teams wieder deutlich freundlicher aus als noch vor der Winterpause. Am Dienstag im Pokal soll gegen St. Pauli der nächste Schritt Richtung Titelverteidigung folgen.

Es erinnert an Asterix und die Gallier, die den Römern Widerstand leisten: Europaweit spricht man in diesen Tagen über das jüngste Interview von BVB-Stürmer Erling Haaland, in dem der Norweger – der aufgrund seiner Wucht ja durchaus so wirkt, als sei er als Kind auch mal in einen Zaubertrank gefallen – am Freitag seinem Klub vorwarf, er würde Druck auf ihn ausüben bei der Frage, wo er in Zukunft seine Tore schießen möchte. Auf dem Trainingsgelände der Borussia im Dortmunder Stadtteil Brackel allerdings sei das kein Thema, sagt Trainer Marco Rose vor dem Pokalspiel beim Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker).

Ich sehe Erling hier jeden Tag. Er freut sich auf das Pokalspiel. Er freut sich auf die kommenden Aufgaben. Nur das zählt für mich.

Marco Rose

Es gibt ja auch sportlich betrachtet keinen dringenden Grund dazu: Haalands Leistung beim 5:1 gegen Freiburg stimmte, sein Doppelpack sprach für sich. Zuvor gegen Frankfurt half er in der turbulenten Schlussphase mit, aus einem 0:2 ein 3:2 zu machen. Und die Nebengeräusche? Die sind inzwischen Routine bei der Borussia. “Die Situation ist ja nicht neu für uns. Es wird ständig spekuliert”, sagt Rose. Er sei “tiefenentspannt”, was dieses Thema angeht, denn: “Ich sehe Erling hier jeden Tag. Er freut sich auf das Pokalspiel. Er freut sich auf die kommenden Aufgaben. Nur das zählt für mich.”

Roses Gespräch mit Haaland

Am Sonntag hatte Rose das Gespräch mit Haaland gesucht. Aber nicht etwa, um mit ihm über das viel zitierte Interview zu sprechen. Es ging vielmehr um die jüngsten Siege, sein doppeltes Erfolgserlebnis gegen Freiburg, das eine Mini-Durststrecke beendete, und das, was da noch so an Herausforderungen auf den BVB zukommt in den nächsten Wochen – angefangen beim Pokalspiel am Millerntor. “Erling hat sich besonders über die Leistung der Mannschaft gefreut”, berichtet Rose am Montag aus dem Gespräch.

Wer Haalands Ehrgeiz kennt, weiß, wie sehr Misserfolg an ihm nagt. Gegen Ende der Hinrunde sah man ihm das an, bei der Niederlage in Berlin wirkte es, als sei nur seine Hülle anwesend. Das Feuer, das sonst wild in ihm lodert, schien wie erloschen. Doch nach der kurzen Winterpause steht der Ausnahmeangreifer wieder in Flammen – auch wenn er das derzeit nicht immer so gut kanalisieren kann wie bei seinen beiden Treffern gegen Freiburg. In Frankfurt zoffte er sich mit zahlreichen Eintracht-Gegenspielern, gegen Freiburg legte er sich dann mit dem Schiedsrichter an, bevor er mit grimmiger Miene besagtes Interview gab. Haaland ist ein Mann der Extreme, auch in diesen Punkten. Doch in diesen Tagen scheint er wohl auch zu spüren, dass das Dezember-Tal, in dem sich das Team befand, durchschritten zu sein scheint.

Haaland ganz nach Plan

Rose sprach vielleicht auch deshalb explizit mit ihm über die beiden Treffer am vergangenen Freitag, die idealtypisch für das standen, was der 45-Jährige von seiner Mannschaft sehen möchte. Konsequent setzten die Dortmunder in beiden Szenen die Freiburger unter Druck, brachten sie so in der eigenen Hälfte aus dem Konzept und luchsten ihnen schließlich den Ball ab. Dann ging die Post ab: Mit schnellen Pässen und tiefen Läufen wurde die unsortierte Hintermannschaft des SC endgültig auseinandergerissen. Der Rest war Formsache für Haaland, der – ganz nach Plan – jeweils das letzte Glied der Angriffskette war. “Das ist der Weg”, sagt Rose über die Tore, an denen auch Mahmoud Dahoud und Jude Bellingham durch ihr aggressives Nachsetzen ihren Anteil hatten.

Wir haben mit den beiden Spielen in diesem Jahr etwas angefangen, da wollen wir weitermachen.

Marco Rose

Vor der Winterpause, sagt Rose, habe seine Mannschaft gewisse Dinge vermissen lassen. Der Plan, aus verschiedenen Situationen gefährlich zu werden, sei deshalb nicht mehr aufgegangen. “Jetzt bringen wir sie wieder zum Vorschein. Wir haben mit den beiden Spielen in diesem Jahr etwas angefangen, da wollen wir weitermachen.” Das Spiel gegen den FC St. Pauli, den Rose in der kommenden Saison in der Bundesliga sieht („Auch wenn das ihr Trainer vermutlich nicht gerne hört“) sei dabei ein entscheidendes. “Wir sind der Titelverteidiger. Wir wollen uns weiterentwickeln, bessern werden, erfolgreich sein.” Und damit auf sportlicher Ebene jene Bedingungen herstellen, die es einem vor Kraft und Ehrgeiz strotzendem Typen wie Erling Haaland leichter machen, sein inneres Feuer in die richtige Bahn zu lenken.

Matthias Dersch

“Überraschter” Kehl widerspricht Haaland

Auch Sebastian Kehl kann Erling Haalands Aussagen vom Freitag nicht nachvollziehen. Borussia Dortmunds künftiger Sportdirektor kündigte ein zeitnahes Gespräch an.

Werden sich in Kürze unterhalten: Erling Haaland und Sebastian Kehl.

Werden sich in Kürze unterhalten: Erling Haaland und Sebastian Kehl.

imago images (2)

“Aus Respekt vor Dortmund” habe er im letzten halben Jahr “nichts gesagt”, hatte Erling Haaland am Freitag unter anderem erklärt. Den BVB-Verantwortlichen wäre es gerade wohl ganz recht gewesen, wenn ihr Torjäger noch ein wenig länger geschwiegen hätte.

Wie schon Klubboss Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc reagiert am Sonntag auch Lizenzspielleiter Sebastian Kehl irritiert auf das Interview, das Haaland nach dem 5:1-Sieg gegen Freiburg im norwegischen TV gegeben hatte. Dessen Kernbotschaft, der BVB setze ihn bei der Zukunftsplanung unter Druck, erntet vehementen Widerspruch bei den Verantwortlichen der Borussia.

Kehl: “Wir setzen ihn nicht unter Druck”

“Es gibt kein Ultimatum, es gibt keine Deadline”, betonte Kehl im “Sport1-Doppelpass”. “Wir setzen ihn nicht unter Druck, sich entscheiden zu müssen in den nächsten Wochen.” Er sei “ein bisschen überrascht über die Aussagen”.

“In den nächsten Tagen werde ich mit ihm darüber sprechen, was ihn gerade bewegt und wieso er nach einem 5:1-Sieg darauf kommt, dieses Thema so zu platzieren und so stark von Druck zu sprechen”, kündigte der künftige BVB-Sportdirektor an. “In diese Richtung drängen wir ihn überhaupt nicht.”

Dass die Borussia nicht bis Mai mit einer Entscheidung warten könne, ob Haaland seine Ausstiegsoption in seinem bis 2024 gültigen Vertrag ziehe, “wird ihm auch einleuchten”, hatte Watzke gesagt. Kehl formulierte es am Sonntag so: “Weil er so wichtig für uns ist, muss ab einem gewissen Punkt für uns Planungssicherheit herrschen. Wie soll ich denn bitte schön meine Kaderplanung vorantreiben, wie wir einen Erling Haaland ersetzen können, wenn wir nicht zu einem gewissen Zeitpunkt eine Tendenz mitbekommen, ob der Spieler noch bei Borussia Dortmund bleiben möchte oder nicht? Das ist einfach legitim, das ist super professionell.”

Einen Verbleib des 21-jährigen Angreifers will Kehl trotz der aufgekommenen Unruhe weiterhin nicht ausschließen: “Wir erhoffen uns weiter Möglichkeiten, Erling über den Sommer hinaus zu halten.”

Lesen Sie auch: Haalands Hadern: Spontaner Ärger oder Schachzug?

Haalands Hadern: Spontaner Ärger oder Schachzug?

Die Aussagen von Erling Haaland über den Entscheidungs-Druck von Borussia Dortmund sorgen auch am Samstag noch für Irritationen. War es ein berechnender Schachzug des Klienten von Berater Mino Raiola oder sprach aus dem Norweger trotz des hohen Siegs der Frust?

Wohin führt sein Weg? Erling Haaland.

Wohin führt sein Weg? Erling Haaland.

imago images/Team 2

Der Ehrgeiz von Erling Haaland ist nicht nur bei seinen Dortmunder Kollegen bekannt und meist bewundert. Einst ärgerte er sich in einem Spiel bei Hertha BSC über seine frühzeitige Auswechslung fünf Minuten vor dem Ende – beim Stand von 5:2 für den BVB und nach bereits vier erzielten Treffern.

Auch am Freitag, nach dem Ende seiner nur halbernst als “Durststrecke” bezeichneten Torlosigkeit von gerade einmal zwei Spielen, war Haaland bei Spielende verärgert. Zuvor hatte Dortmund gegen einen Konkurrenten um die Champions-League-Plätze einen souveränen und spielerisch überzeugenden 5:1-Sieg eingefahren, Haaland selbst zweimal getroffen. Und doch sprachen Mimik und Gestik für Unzufriedenheit. Zwei Minuten vor dem Ende hatte er sich bereits eine Gelbe Karte eingefangen, als er den Ball nach einem Abseitspfiff wütend auf den Boden geworfen hatte.

Und so stand er dann zum Feld-Interview beim skandinavischen Streaming-Dienst “Viaplay” und nahm die Steilpass-Frage von Ex-Profi und Familien-Freund Jan-Aage Fjörtoft ebenso sicher auf wie die Vorlagen zuvor im Spiel. “Es gibt viele Spekulationen zu deiner Zukunft, aber du schaffst es immer noch, alle auszublenden. Wie machst du das?”, wollte Fjörtoft wissen, und Haaland berichtete.

Die Kernaussage: “In den letzten sechs Monaten habe ich mich aus Respekt vor Dortmund dafür entschieden, nichts dazu zu sagen, aber nun hat der Klub begonnen, mich zu einer Entscheidung zu drängen. Dabei ist Fußballspielen alles, was ich will. Aber sie machen Druck, um mich jetzt zu einer Entscheidung über meine Zukunft zu bringen. Also muss ich bald eine Entscheidung treffen.”

Aktuell gibt es keine Deadline, keine Fristen, es gab noch nicht mal Gespräche.

Michael Zorc

Bei den BVB-Verantwortlichen sorgte das für Verwunderung. “Die Aussagen von Erling haben uns schon etwas überrascht”, sagte Sportdirektor Michael Zorc dem kicker am Samstag, denn “aktuell gibt es keine Deadline, keine Fristen, es gab noch nicht mal Gespräche”. Zumindest jetzt noch nicht, “dass wir aber irgendwann mal Gespräche führen wollen und müssen, ist ja klar, verständlich und nur professionell”.

Haalands Verhalten gibt Rätsel auf

Wieso also äußerte sich der Starstürmer so deutlich? Das weiß außer Haaland selbst und seinem Umfeld keiner der Beteiligten bisher so genau. Sprach aus dem 21-Jährigen der offensichtliche Frust über die letzten Spielminuten oder bringt sich seine Seite im Transferpoker in Stellung?

Klar ist, dass Haalands Berater Mino Raiola mit allen Wassern gewaschen ist und zum Wohle seiner Klienten alle möglichen Hebel in Bewegung setzt. Und so könnten Spieler, Vater Alf-Inge Haaland und Berater bei einem Wechsel immer als Argument ziehen, dass ein Verbleib in Dortmund möglich gewesen sei, wenn der Druck des Vereins doch nicht so früh so groß gewesen wäre. Ein Interview auf Norwegisch und mit einem guten Bekannten wäre eine passende Plattform dafür.

Haaland & Co. haben alle Trümpfe in der Hand

Doch bei allen Tricks von Raiola, seine Klienten schickt der Berater für taktische Manöver selten vor, das erledigt er eigentlich selbst. Und anders als bei vielen in der Vergangenheit durchgeboxten Transfers benötigen Raiola und Co. im kommenden Sommer auch überhaupt keinen Hebel für einen Wechsel. Denn durch die hinlänglich bekannte Ausstiegsoption hat die Spielerseite ohnehin alle Trümpfe in der Hand. Wenn Haaland gehen will und der aufnehmende Verein die Bedingungen erfüllt, kann Dortmund einen Abgang des Angreifers nicht verhindern.

Also doch ein spontaner Ausbruch? Das ist möglich. Denn auch wenn sein derzeitiger Klub nach eigener Aussage bislang keine Ultimaten für eine Entscheidung gestellt hat, spürt Haaland sicher einen Entscheidungsdruck. Denn das Thema schwelt schon lange – mindestens seit dem öffentlichkeitswirksamen Spanientrip von Raiola und Haaland senior im April 2021, bei dem die Bereitschaft von Real Madrid und des FC Barcelona abgeklopft wurde.

Seitdem geht es in fast jedem Interview, unter jedem Social-Media-Post und in fast jedem Medienbericht um einen möglichen Wechsel und den begrenzten Kreis der potenziellen Abnehmer. Das kann einen 21-Jährigen schon mitnehmen, zumal die Entscheidung für die weitere Karriere wegweisend sein wird.

Patrick Kleinmann

Haaland says Dortmund 'pushing' for decision on future

Erling Haaland says Borussia Dortmund are ‘pushing’ the striker to make a decision on his future at the club.

Haaland’s contract runs until 2024, but there is a release clause that would allow him to leave this summer for a fee of €75 million.

Barcelona appear at the top of the list with president Joan Laporta an admirer of the striker, while there are also rumours that agent Mina Raiola has promised Haaland to the Catalan Giants if the money is right.

Transfers

Ousmane Dembele set for PL move – Paper Round

13/01/2022 AT 05:48

But with nothing set in stone, Dortmund are now seeking a decision from Haaland who admitted he will now have to ‘get things started’.

“Borussia Dortmund are now pushing me to make a decision about things,” he said following a brace in his side’s 5-1 win over Freiburg.

“But I just want to play football. That probably means that I will soon have to get things started.

I never spoke until now to respect the club.”

Haaland is perhaps the most in-demand footballer in the world right now and at 21 years and 177 days became the youngest player to score 55 goals in the Bundesliga, doing so in a record 59 games too.

With so many clubs chasing him and Dortmund wanting to plan for the future, it is no surprise that Haaland has been asking to get a move on and the striker’s next move may soon become much clearer.

The Emirates FA Cup

Should Arsenal apologise to Idris Elba? – The Warm-Up

10/01/2022 AT 07:40

Transfers

‘Everything is possible’ – Laporta answers Haaland speculation

03/01/2022 AT 11:46

Haaland fühlt sich vom BVB unter Druck gesetzt: “Muss mich bald entscheiden”

Erling Haaland hat sich noch am Freitagabend nach dem klaren 5:1 gegen den SC Freiburg über die Gedankenspiele bezüglich seiner Zukunft geäußert – und dabei deutliche Worte über seinen Arbeitgeber Borussia Dortmund gewählt. Der Klub dränge ihn – und genau deswegen müsse er “bald eine Entscheidung treffen”.

Hat sich nach langer Zeit selbst über die Spekulationen um seine Person zu Wort gemeldet: Erling Haaland.

Hat sich nach langer Zeit selbst über die Spekulationen um seine Person zu Wort gemeldet: Erling Haaland.

imago images/Kirchner-Media

Seit vielen Wochen ist die Zukunft von Erling Haaland abseits des Feldes das bestimmende Thema beim BVB: Bleibt der Norweger über den Sommer hinaus? Oder verlängert der Norweger sogar seinen eigentlich bis 30. Juni 2024 laufenden Vertrag?

Haaland selbst ist in all der Zeit sehr ruhig geblieben, doch nach dem klaren 5:1-Sieg über Freiburg am Freitagabend, bei die Dortmunder Torfabrik nach zuletzt zwei Ligaspielen ohne Treffer direkt wieder einen Doppelpack geschnürt hatte, sprach er im Interview mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft beim norwegischen Streaming-Sender “Viaplay Fotball” über seine Situation.

“Ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht”

“Der Verein hat angefangen, Druck auf mich auszuüben, eine Entscheidung zu treffen”, erklärte Haaland. “Aber ich möchte eigentlich nur Fußball spielen.” Er habe “das letzte halbe Jahr aus Respekt vor Dortmund nichts gesagt”, ergänzte er nach seinen Bundesliga-Toren 54 und 55 in 56 Einsätzen. Eine Entscheidung soll nun zeitnah anstehen: “Das will der Verein – und es bedeutet, dass nun Dinge passieren werden.”

Haaland, der mit seinem 4:1 an diesem Spieltag das 2000. Bundesliga-Heimtor der Schwarz-Gelben erzielt hat (nur Bayern hat mit 2629 mehr), kann den amtierenden DFB-Pokalsieger im Sommer trotz eines bestehenden Vertrags bis 2024 über eine Ausstiegsoption verlassen. Und die BVB-Verantwortlichen haben zuletzt immer wieder betont, dass sie sich mit Haaland und dessen Umfeld bald zusammensetzen wollen, um die Zukunft des Sturmjuwels zu klären.

Der Spieler selbst wolle sich eigentlich “auf den Fußball konzentrieren, weil ich das am besten kann, wenn ich keine anderen Gedanken im Kopf habe. Aber jetzt drängen sie schon so lange, dass die Sache jetzt in Gang gesetzt wird”. Dabei würde der Norweger eine Entscheidung am liebsten noch aufschieben: “Wir sind in einer harten Phase mit vielen Spielen, ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht.”

Watzke: “Wir können nicht bis Ende Mai warten”

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auf das Interview von Haaland inzwischen bereits reagiert. “Er ist ein spontaner Mensch, ein junger Bursche. Er darf das. Es gibt mit Erling kein Problem”, so der 62-jährige BVB-Boss gegenüber den “Ruhr Nachrichten”. “Aber er muss auch Verständnis für unsere Situation haben. Wir können nicht bis Ende Mai warten.”

mag/Patrick Kleinmann

Haaland winkt “Negativrekord”: “Natürlich nagt das an ihm”

Erling Haalands “Durststrecke” bringt BVB-Trainer Marco Rose zum Schmunzeln – auch wenn jetzt ein unpassender Gegner auf seinen Angreifer wartet.

Ist auch in Frankfurt beim Rückrundenauftakt ohne Tor geblieben: Erling Haaland.

Ist auch in Frankfurt beim Rückrundenauftakt ohne Tor geblieben: Erling Haaland.

imago images/Revierfoto

Erling Haaland hat sich offenbar entschlossen, weiterhin am Training von Borussia Dortmund teilzunehmen. “Er kommt noch”, lächelte Trainer Marco Rose am Donnerstag, als er auf die Durststrecke seines Stürmers angesprochen worden war, die eigentlich nicht einmal bei ihm so heißen darf.

Zwei Partien hintereinander hat Haaland in der Bundesliga nicht getroffen, am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) droht ihm im Heimspiel gegen den SC Freiburg deshalb schon ein neuer persönlicher Negativrekord: drei Spiele ohne Tor.

Rose: “Wichtig ist, dass er seine Lockerheit nicht verliert”

“Natürlich nagt das an ihm, ist doch klar”, räumte Rose ein, “er definiert sich über Tore. Aber er hat in Frankfurt einen Assist gegeben, ganz wichtig. Noch wichtiger ist für mich als Trainer, wie sehr er sich für die Mannschaft und mit uns gemeinsam in der Kabine über den Sieg gefreut hat, auch wenn er nicht getroffen hat.”

Beim 3:2-Comebacksieg hatte Haaland in der Entstehung aller drei BVB-Tore irgendwie ein Körperteil im Spiel und war auch außerhalb des Spielgeschehens in der turbulenten Schlussphase mittendrin gewesen. “An den anderen Dingen”, wie Rose Haalands kleine Tor-Pause nennt, “arbeiten wir und er. Das kommt immer mal vor.”

Der 21-Jährige sei gewohnt “motiviert”, bald sein 14. Saisontor zu erzielen. “Wichtig ist”, so der Trainer, “dass er seine Lockerheit und Leichtigkeit nicht verliert, nicht überpaced. Tore schießt Erling immer, und er wird es auch wieder machen.”

“Erling weiß selber, dass er sich in bestimmten Dingen noch weiterentwickeln kann”

Kommen die Gegenspieler womöglich inzwischen einfach etwas besser mit Haalands Fußball zurecht? Rose: “Natürlich stellen sich die Innenverteidiger auf Erling ein, auf die Spielweise, seine Robustheit. Sie wissen, welche Wege er macht. Auch da haben wir gesprochen, versucht, ein paar Dinge anzupassen.”

Schon in Frankfurt habe Haaland daran gearbeitet, diese umzusetzen. “Ich glaube, dass Erling auch selber weiß, dass er sich in bestimmten Dingen noch weiterentwickeln kann. Es ist für mich kein Drama, wenn er dann mal zwei, drei, vier Spiele nicht trifft. So eine Serie hat jeder Topstürmer mal.”

Nur Haaland eben bisher nicht, sollte er auch gegen Freiburg leer ausgehen. Und die Gefahr besteht bei diesem Gegner: Der 21-Jährige traf nur gegen Freiburg (1:2), Bochum (1:1) und Hertha (2:3) in der Hinrunde nicht und blieb in bislang vier Auftritten gegen die Streich-Elf dreimal torlos. Bei der einzigen Ausnahme, dem 4:0-Sieg in der Vorsaison, war dagegen alles normal: Haaland traf doppelt und bereitete einen Treffer vor.