Göppingen punktet nach furioser Aufholjagd beim Baur-Debüt

Frisch Auf Göppingen trennte sich am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von Trainer Hartmut Mayerhoffer und holte tags darauf unter Nachfolger Markus Baur gegen den HSV Hamburg nach hohem Rückstand einen wichtigen Punkt.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

imago/Sportfoto Rudel

Baur feierte bei seinem Einstand als Trainer von Frisch Auf Göppingen also zumindest einen Teilerfolg. Trotz eines 9:16 zur Pause holten die Schwaben noch ein 26:26 gegen den HSV Hamburg. Baur, der 2007 als Spieler Weltmeister war, hatte die Mannschaft erst am Mittwoch von Hartmut Mayerhoffer übernommen.

Entscheidend für den Punktgewinn war der Torwartwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit von Daniel Rebmann auf Marin Sego. Kreisläufer Kresimir Kozina glich zum 20:20 (45.) aus, Tobias Ellebaek erzielte zwei Treffer zum 26:24 (57.) für die Schwaben. Die Hamburger wachten aber spät noch einmal auf und retteten ein Remis.

5:0-Lauf rettet Löwen im Schlussakt

Die von Verletzungen geplagten Rhein-Neckar Löwen haben nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen wieder einen Sieg eingefahren und den dritten Tabellenplatz gefestigt. Bei Aufsteiger VfL Gummersbach setzten sich die Löwen 32:29 (18:16) durch und liegen mit 23:7 Punkten weiter in Sichtweite zum Spitzenduo Füchse Berlin (25:3) und THW Kiel (24:4).

Die Löwen, die unter anderem längerfristig auf den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac verzichten müssen, lagen in Gummersbach von der 13. Minute an stets in Führung, doch in der Schlussphase drehte der VfL zwischenzeitlich das Spiel. Mit einem 5:0-Lauf vom 27:28 (52.) zum 32:28 (60.) bekam der Favorit aber noch einmal die Kurve.

Nationalspieler Juri Knorr war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste.

Der TVB Stuttgart feierte einen wichtigen 27:23 (11:11)-Heimsieg über den TSV GWD Minden.

Statistik 15. Spieltag

TVB Stuttgart – GWD Minden 27:23 (11:11)
Tore TVB Stuttgart: Hanusz 5, Fernandez 4/4, Zieker 4, Jer. Müller 3, Serrano Villalobos 3, Lönn 2, M. Häfner 1, Nicolaus 1, Pfattheicher 1, Röthlisberger 1, Sliskovic 1, Süsser 1
GWD Minden: Ahouansou 7, Darmoul 7, Korte 3, Urban 2, Hein 1, Janke 1, Kranzmann 1, Stoyke 1
Schiedsrichter: Julian Köppl (Darmstadt)/Denis Regner (Nieder-Olm)
Zuschauer: 3818
Strafminuten: – / 8
Disqualifikation: – / –

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar Löwen 29:32 (16:18)
Tore VfL Gummersbach: Blohme 7, Mappes 7/3, Styrmisson 5, Jansen 3, Köster 3, Schluroff 2, Vidarsson 1, Zeman 1
Rhein-Neckar Löwen: Knorr 15/7, Kohlbacher 6, Horzen 3, Lagergren 3, Straub 2, Forsell Schefvert 1, Kirkelökke 1, L. Nilsson 1
Schiedsrichter: Christian vom Dorff (Kaarst)/Fabian vom Dorff (Kaarst)
Zuschauer: 4132
Strafminuten: 8 / 8
Disqualifikation: – / –

Frisch Auf Göppingen – HSV Hamburg 26:26 (9:16)
Tore Frisch Auf Göppingen: Gulliksen 8/5, Blagotinsek 4, Ellebaek 4, Hermann 3, D. Schmidt 3, Kozina 2, Duarte 1, Sarac 1
HSV Hamburg: Mortensen 7/2, F. B. Andersen 4, Axmann 3, Baijens 3, Weller 3, Lassen 2, Theilinger 2, Walullin 2
Schiedsrichter: Tobias Schmack (Stuttgart)/Phillip Dinges (Eggenstein-Leopoldshafen)
Strafminuten: 10 / 14
Disqualifikation: – / –

aho, dpa, sid

“Sofort ein geiles Spiel”: Göppingen punktet nach furioser Aufholjagd beim Baur-Debüt

Frisch Auf Göppingen trennte sich am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von Trainer Hartmut Mayerhoffer und holte tags darauf unter Nachfolger Markus Baur gegen den HSV Hamburg nach hohem Rückstand einen wichtigen Punkt.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

imago/Sportfoto Rudel

Baur feierte bei seinem Einstand als Trainer von Frisch Auf Göppingen also zumindest einen Teilerfolg. Trotz eines 9:16 zur Pause holten die Schwaben noch ein 26:26 gegen den HSV Hamburg. Baur, der 2007 als Spieler Weltmeister war, hatte die Mannschaft erst am Mittwoch von Hartmut Mayerhoffer übernommen. “Ich war jetzt vier Jahre raus und habe sofort ein geiles Spiel erlebt”, konstatierte der Neu-Coach nach dem Spielende

Entscheidend für den Punktgewinn war der Torwartwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit von Daniel Rebmann auf Marin Sego. Danach lief es. Kreisläufer Kresimir Kozina glich zum 20:20 (45.) aus, Tobias Ellebaek erzielte zwei Treffer zum 26:24 (57.) für die Schwaben. Die Hamburger wachten aber spät noch einmal auf und retteten ein Remis.

Das ist das Verrückte – der Schädel macht da so viel.

Markus Baur

“Ich habe gesagt, dass sie nur bitte alle fünf Minuten ein Tor mehr machen, dann werden es in einer Phase zwei oder drei und dann sind wir wieder im Spiel”, sagte Baur über seine Pauseansprache. “Es ging dann ja sogar viel schneller und wenn es einmal läuft, dann läuft es und dann spielst du auch so weiter. Das ist das Verrückte – der Schädel macht da so viel.”

5:0-Lauf rettet Löwen im Schlussakt

Die von Verletzungen geplagten Rhein-Neckar Löwen haben nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen wieder einen Sieg eingefahren und den dritten Tabellenplatz gefestigt. Bei Aufsteiger VfL Gummersbach setzten sich die Löwen 32:29 (18:16) durch und liegen mit 23:7 Punkten weiter in Sichtweite zum Spitzenduo Füchse Berlin (25:3) und THW Kiel (24:4).

Die Löwen, die unter anderem längerfristig auf den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac verzichten müssen, lagen in Gummersbach von der 13. Minute an stets in Führung, doch in der Schlussphase drehte der VfL zwischenzeitlich das Spiel. Mit einem 5:0-Lauf vom 27:28 (52.) zum 32:28 (60.) bekam der Favorit aber noch einmal die Kurve.

Nationalspieler Juri Knorr war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste.

Der TVB Stuttgart feierte einen wichtigen 27:23 (11:11)-Heimsieg über den TSV GWD Minden.

Statistik 15. Spieltag

TVB Stuttgart – GWD Minden 27:23 (11:11)
Tore TVB Stuttgart: Hanusz 5, Fernandez 4/4, Zieker 4, Jer. Müller 3, Serrano Villalobos 3, Lönn 2, M. Häfner 1, Nicolaus 1, Pfattheicher 1, Röthlisberger 1, Sliskovic 1, Süsser 1
GWD Minden: Ahouansou 7, Darmoul 7, Korte 3, Urban 2, Hein 1, Janke 1, Kranzmann 1, Stoyke 1
Schiedsrichter: Julian Köppl (Darmstadt)/Denis Regner (Nieder-Olm)
Zuschauer: 3818
Strafminuten: – / 8
Disqualifikation: – / –

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar Löwen 29:32 (16:18)
Tore VfL Gummersbach: Blohme 7, Mappes 7/3, Styrmisson 5, Jansen 3, Köster 3, Schluroff 2, Vidarsson 1, Zeman 1
Rhein-Neckar Löwen: Knorr 15/7, Kohlbacher 6, Horzen 3, Lagergren 3, Straub 2, Forsell Schefvert 1, Kirkelökke 1, L. Nilsson 1
Schiedsrichter: Christian vom Dorff (Kaarst)/Fabian vom Dorff (Kaarst)
Zuschauer: 4132
Strafminuten: 8 / 8
Disqualifikation: – / –

Frisch Auf Göppingen – HSV Hamburg 26:26 (9:16)
Tore Frisch Auf Göppingen: Gulliksen 8/5, Blagotinsek 4, Ellebaek 4, Hermann 3, D. Schmidt 3, Kozina 2, Duarte 1, Sarac 1
HSV Hamburg: Mortensen 7/2, F. B. Andersen 4, Axmann 3, Baijens 3, Weller 3, Lassen 2, Theilinger 2, Walullin 2
Schiedsrichter: Tobias Schmack (Stuttgart)/Phillip Dinges (Eggenstein-Leopoldshafen)
Strafminuten: 10 / 14
Disqualifikation: – / –

aho, dpa, sid

“Ein Meilenstein”: Rhein-Neckar Löwen verlängern mit Appelgren

Torhüter Mikael Appelgren (33) hat seinen im Sommer auflaufenden Vertrag bei den Rhein-Neckar Löwen verlängert. Wie der Bundesligist am Dienstag mitteilte, ist das neue Arbeitspapier bis 2026 gültig.

Hütet bis 2026 das Löwen-Tor: Mikael Appelgren.

Hütet bis 2026 das Löwen-Tor: Mikael Appelgren.

IMAGO/Lobeca

In den vergangenen Spielzeiten hatte Appelgren mit Verletzungen zu kämpfen. Inzwischen gehört er nach Operationen an Knie, Hand und Schulter wieder zu den Leistungsträgern der Rhein-Neckar Löwen, für die er seit 2015 spielt. In dieser Zeit gewann der Schwede mit dem Verein zweimal die Meisterschaft sowie einmal den Pokal.

“Die Verlängerung mit Mikael ist für uns ein absoluter Meilenstein”, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. “Mit seiner Klasse, Erfahrung und seiner immensen Bedeutung für das Mannschaftsgefüge ist er eine Schlüsselfigur in unserem Kader und einer der wichtigsten Bausteine für den Neuaufbau der kommenden Jahre.”

2026, wenn sein Vertrag ausläuft, wird “Apfel” elf Jahre in Löwen-Diensten gestanden haben. Bis dahin werden zu seinen bisherigen 184 Bundesliga-Spielen und 1434 Paraden im Löwen-Trikot sicher noch etliche hinzukommen.

Löwen im Verletzungspech: Auch Michalski fällt aus

Die Rhein-Neckar Löwen müssen auf Niklas Michalski verzichten. Der 19-Jährige hat sich im Training verletzt. 

Der nächste Ausfall bei den Löwen: Niklas Michalski.

Der nächste Ausfall bei den Löwen: Niklas Michalski.

IMAGO/Lobeca

Nach den Verletzungen von Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac müssen die Rhein-Neckar Löwen einen weiteren Ausfall verkraften. Handball-Talent Niklas Michalski zog sich im Training am Freitag eine Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk zu, wie der Bundesligist am Montag mitteilte. Michalski wird in diesem Kalenderjahr nicht mehr zur Verfügung stehen und erst im Januar in der Wintervorbereitung wieder dabei sein.

Beim kroatischen Neuzugang Jaganjac steht inzwischen fest, dass die verletzte Schulter operiert wird. Erst danach könne über die Ausfallzeit eine Angabe gemacht werden, teilte der Klub mit. Der Tabellendritte wird voraussichtlich lange ohne seinen Rückraum- und Innenblock-Spieler auskommen müssen.

Wiede sagt für die WM ab – Erweiterter DHB-Kader veröffentlicht

Bundestrainer Alfred Gislason hat seinen erweiterten Kader für die Handball-WM vom 11. bis 29. Januar 2023 in Polen und Schweden bekanntgegeben. Ein Leistungsträger wird definitiv fehlen.

Er wird die WM verpassen: Füchse-Linkshänder Fabian Wiede.

Er wird die WM verpassen: Füchse-Linkshänder Fabian Wiede.

imago images

Vor Turnierstart wird Gislason noch ordentlich aussortieren müssen, doch der 35 Spieler starke, erweiterte Kader ist ein erster Fingerzeig in Richtung WM-Endrunde. Dieses Aufgebot meldete der DHB am Freitag dem Weltverband IHF.

Den ersten personellen Rückschlag hat Gislason bereits zu verkraften. Denn: Rückraumspieler Fabian Wiede von den Füchsen Berlin wird definitiv nicht zur Verfügung stehen. Der 28-jährige Linkshänder unterzieht sich direkt zu Beginn des neuen Jahres einem geplanten Eingriff am Kiefer und sagte daher seine mögliche Teilnahme an der WM im Januar ab. In der jüngeren Vergangenheit hatte Wiede immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.

Die aktuell verletzten Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Julius Kühn (MT Melsungen) und Lukas Stutzke (Bergischer HC) stehen hingegen im vorläufigen Aufgebot für die Weltmeisterschaft. Gislason hofft auf eine rechtzeitige Genesung und hält sich mit der Nominierung die Option offen, auf das Trio zurückgreifen zu können.

Auf der Liste tauchen spannende Namen auf: Neben Rückkehrer Matthias Musche (SC Magdeburg) dürfen auch Gummersbachs Spielmacher Dominik Mappes, Top-Talent Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf) und Hannovers Justus Fischer auf ein WM-Ticket hoffen.

Am 13. Januar sind es nur noch 18 Profis

Bis spätestens eine Stunde vor der technischen Besprechung, welche am 13. Januar um 9.45 Uhr im Vorrundenspielort Kattowitz beginnt, muss sich Gislason auf 18 Spieler festgelegt haben. Für jede Begegnung kann der Isländer dann aus diesem Kreis seine 16 Profis auswählen, die das jeweilige WM-Spiel bestreiten werden. Während des Turniers sind darüber hinaus bis zu fünf Wechsel mit Spielern aus dem jetzt berufenen 35er-Kader möglich.

Als Gruppenfavorit trifft Deutschland in der WM-Vorrunde auf Asienmeister Katar (13. Januar), Serbien (15. Januar) und Algerien (17. Januar) – alle Spiele beginnen um 18 Uhr.

Ab dem 2. Januar trommelt Gislason sein WM-Team zur Vorbereitung in Hannover zusammen. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft bestreitet die DHB-Auswahl noch zwei Länderspiele. Sowohl in Bremen (7. Januar, 16 Uhr) als auch in Hannover (8. Januar, 15.30 Uhr) wird Island der Gegner sein.

Der erweiterte Kader der DHB-Auswahl:

Tor: Till Klimpke (HSG Wetzlar), Andreas Wolff (VIVE Lomza Kielce/POL), Joel Birlehm (Rhein-Neckar Löwen), Silvio Heinevetter (TVB Stuttgart), Daniel Rebmann (Frisch Auf Göppingen)

Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Rune Dahmke (THW Kiel), Patrick Zieker (TVB Stuttgart), Matthias Musche (SC Magdeburg)

Rückraum links: Julius Kühn (MT Melsungen), Lukas Stutzke (Bergischer HC), Paul Drux (Füchse Berlin), Philipp Weber (SC Magdeburg), Julian Köster (VfL Gummersbach), Tim Suton (TBV Lemgo Lippe)

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig), Marian Michalczik (TSV Hannover-Burgdorf), Dominik Mappes (VfL Gummersbach)

Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), Franz Semper (SG Flensburg-Handewitt), David Schmidt (Frisch Auf Göppingen), Djibril M’Bengue (Bergischer HC), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf)

Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo Lippe), Tim Hornke (SC Magdeburg), Christoph Steinert (HC Erlangen)

Kreis: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Tim Zechel (HC Erlangen), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf)

Knorrs elf Tore zu wenig: Füchse behaupten Platz eins

Die Füchse Berlin bleiben das Maß aller Dinge in der Handball-Bundesliga. Der Hauptstadtklub feierte am Donnerstagabend im Spitzenspiel bei den Rhein-Neckar Löwen einen 34:32 (16:16)-Erfolg.

Er trumpfte gegen die Löwen auf: Spielmacher Juri Knorr.

Er trumpfte gegen die Löwen auf: Spielmacher Juri Knorr.

imago images

Die Füchse Berlin haben das Spitzenspiel in der HBL für sich entschieden. Der Tabellenführer aus der Hauptstadt siegte am Donnerstagabend vor 8154 Zuschauern beim Dritten Rhein-Neckar Löwen dank einer starken zweiten Hälfte mit 34:32 (16:16). Die Füchse konnten damit ihre Führung in der Tabelle ausbauen. 25:3 Punkte bedeuten zudem den besten Saisonstart in der Vereinsgeschichte.

Beste Berliner Werfer waren Lasse Andersson und Hans Lindberg mit je acht Toren. Bei den Löwen ragte Juri Knorr mit elf Toren heraus. Patrick Groetzki, der vor der Partie seinen Vertrag bis 2026 verlängerte, gelangen sieben Treffer. In der kommenden Spielzeit wird Nationalspieler Groetzki voraussichtlich sein 500. Bundesligaspiel für die Mannheimer bestreiten.

6:1-Lauf bringt die Vorentscheidung

Die Partie war in der ersten Halbzeit sehr ausgeglichen. Nach einigen Minuten unterliefen Spielmacher Jacob Holm dann allerdings zwei Abspielfehler nacheinander, die die Löwen prompt mit einfachen Toren durch Tempogegenstößen bestraften. Nun liefen die Füchse erst einmal einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Doch die Gäste steigerten sich – insbesondere in der Abwehr. Zudem kam Füchse-Keeper Dejan Milosavljev mit wichtigen Paraden besser ins Spiel, er hielt unter anderem auch einen Siebenmeter. In der 16. Minute brachte Andersson die Füchse wieder in Führung (11:10).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng. Die Füchse standen aber defensiv besser und kamen zu mehr Ballgewinnen. Mit einem 6:1-Lauf konnten sie sich bis zur 44. Minute erstmalig in der Partie absetzen (26:21). Gegen das sehr variable Angriffsspiel der Gäste fanden die Löwen zu selten Lösungen. In der Schlussphase schwanden zwar die Kräfte der Füchse, sie brachten den Erfolg aber über die Zeit.

Die erste Halbzeit war etwas haarig, da haben wir zu viele Fehler gemacht.

Hans Lindberg

“Wir standen letztes Jahr ähnlich gut da”, erklärte Cheftrainer Jaron Siewert nach der Partie bei “Sky”: “Dieses Jahr wollen wir deutlich besser abschneiden und nichts verschenken. Die Jungs haben das überragend gemacht. Jetzt müssen wir weiter Gas geben.” Die Füchse werden als ernsthafter Titelkandidat gehandelt.

“Wir sind natürlich sehr zufrieden”, konstatierte Füchse-Rechtsaußen Hans Lindberg: “Die erste Halbzeit war etwas haarig, da haben wir zu viele Fehler gemacht. Dafür wurden wir mit fünf oder sechs leichten Gegenstoßtoren direkt bestraft. Im Positionsangriff haben wir sie eigentlich das ganze Spiel unter Kontrolle gehabt.” Für den Dänen war es “eine Top-Leistung in einem Top-Spiel, dafür habe ich großen Respekt vor meiner Mannschaft”.

Rhein-Neckar Löwen – Füchse Berlin 32:34 (16:16)

Tore für die Löwen: Knorr 11/4, Groetzki 7, Helander 4, Lagergren 4, Kirkelökke 2, Kohlbacher 2, Forsell Schefvert 1, Gislason 1
Tore für die Füchse: Andersson 8, Lindberg 8/3, Holm 5, Marsenic 5, M. Vujovic 3, Darj 2, Drux 1, Kopljar 1, Wiede 1
Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)/Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach)
Zuschauer: 8154
Strafminuten: 4 / 6
Disqualifikation: – / –

TSV Hannover-Burgdorf – HSG Wetzlar 23:26 (10:14)

Tore für die Recken: Gerbl 7/4, B. Vujovic 4, Feise 3, Brozovic 2, Büchner 2, Edvardsson 2, Kuzmanovski 2, Michalczik 1
Tore für Wetzlar: Rubin 8, Mellegard 4, Novak 3/3, Lipovina 2, Nikolic 2, Schelker 2, E. Schmidt 2, Wagner 2, Weissgerber 1
Schiedsrichter: Jörg Loppaschewski (Berlin)/Nils Blümel (Berlin)
Zuschauer: 3973
Strafminuten: 2 / 6
Disqualifikation: – / –

SC DHfK Leipzig – MT Melsungen 40:33 (18:21)

Tore für Leipzig: Ivic 8, Wiesmach 7, V. Kristjansson 6/3, Maric 6, Witzke 5, Ernst 4, Klima 2, Binder 1, Sunnefeldt 1
Tore für Melsungen: Casado 8, K. Häfner 7, Ignatow 4, Martinovic 4/2, Arnarsson 3, E. Jonsson 3, A. Gomes 2, Kalarasch 1, Malasinskas 1/1
Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Altenheim)/Sascha Wild (Elgersweiher)
Zuschauer: 3789
Strafminuten: 2 / 6
Disqualifikation: – / –

TSV GWD Minden – ASV Hamm-Westfalen 32:23 (16:9)

Tore für Minden: Darmoul 7, Ahouansou 6, Sebetic 6, Korte 4/2, Staar 4, Richtzenhain 3, Kranzmann 1/1, Urban 1
Tore für Hamm-Westfalen: Pretzewofsky 5, Sawwas 5, Huesmann 4/1, Schulze 3, Dayan 2, Bauer 1, Leventoux 1, Orlowski 1, von Boenigk 1
Schiedsrichter: Jannik Otto (Kiel)/Raphael Piper (Kiel)
Zuschauer: 2050
Strafminuten: 6 / 6
Disqualifikation: – / –

Gensheimer und Jaganjac fehlen den Löwen verletzt

Die Rhein-Neckar Löwen müssen bis auf Weiteres ohne Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac auskommen.

Können in nächster Zeit nicht gemeinsam auf dem Feld jubeln: Halil Jaganjac (li.) und Uwe Gensheimer.

Können in nächster Zeit nicht gemeinsam auf dem Feld jubeln: Halil Jaganjac (li.) und Uwe Gensheimer.

IMAGO/Lobeca

Wie der Handball-Bundesligist am Montag mitteilte, haben sich beide im Spiel beim HC Erlangen (33:30) verletzt. Die schwerwiegendere Verletzung habe sich der kroatische Neuzugang Jaganjac zugezogen, der mindestens bis Jahresende fehlen werde. Eine MRT-Untersuchung an der luxierten Wurfschulter des linken Rückraumspielers ergab, dass aber
keine wichtigen Strukturen gerissen oder gebrochen seien, hieß es in der Mitteilung.

Bei Teamkollege Gensheimer könne man die Ausfallzeit genauer beziffern. Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän und Linksaußen wird den Löwen vier bis sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen, hieß es. Er habe sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel
zugezogen.