Göppingen punktet nach furioser Aufholjagd beim Baur-Debüt

Frisch Auf Göppingen trennte sich am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von Trainer Hartmut Mayerhoffer und holte tags darauf unter Nachfolger Markus Baur gegen den HSV Hamburg nach hohem Rückstand einen wichtigen Punkt.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

imago/Sportfoto Rudel

Baur feierte bei seinem Einstand als Trainer von Frisch Auf Göppingen also zumindest einen Teilerfolg. Trotz eines 9:16 zur Pause holten die Schwaben noch ein 26:26 gegen den HSV Hamburg. Baur, der 2007 als Spieler Weltmeister war, hatte die Mannschaft erst am Mittwoch von Hartmut Mayerhoffer übernommen.

Entscheidend für den Punktgewinn war der Torwartwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit von Daniel Rebmann auf Marin Sego. Kreisläufer Kresimir Kozina glich zum 20:20 (45.) aus, Tobias Ellebaek erzielte zwei Treffer zum 26:24 (57.) für die Schwaben. Die Hamburger wachten aber spät noch einmal auf und retteten ein Remis.

5:0-Lauf rettet Löwen im Schlussakt

Die von Verletzungen geplagten Rhein-Neckar Löwen haben nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen wieder einen Sieg eingefahren und den dritten Tabellenplatz gefestigt. Bei Aufsteiger VfL Gummersbach setzten sich die Löwen 32:29 (18:16) durch und liegen mit 23:7 Punkten weiter in Sichtweite zum Spitzenduo Füchse Berlin (25:3) und THW Kiel (24:4).

Die Löwen, die unter anderem längerfristig auf den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac verzichten müssen, lagen in Gummersbach von der 13. Minute an stets in Führung, doch in der Schlussphase drehte der VfL zwischenzeitlich das Spiel. Mit einem 5:0-Lauf vom 27:28 (52.) zum 32:28 (60.) bekam der Favorit aber noch einmal die Kurve.

Nationalspieler Juri Knorr war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste.

Der TVB Stuttgart feierte einen wichtigen 27:23 (11:11)-Heimsieg über den TSV GWD Minden.

Statistik 15. Spieltag

TVB Stuttgart – GWD Minden 27:23 (11:11)
Tore TVB Stuttgart: Hanusz 5, Fernandez 4/4, Zieker 4, Jer. Müller 3, Serrano Villalobos 3, Lönn 2, M. Häfner 1, Nicolaus 1, Pfattheicher 1, Röthlisberger 1, Sliskovic 1, Süsser 1
GWD Minden: Ahouansou 7, Darmoul 7, Korte 3, Urban 2, Hein 1, Janke 1, Kranzmann 1, Stoyke 1
Schiedsrichter: Julian Köppl (Darmstadt)/Denis Regner (Nieder-Olm)
Zuschauer: 3818
Strafminuten: – / 8
Disqualifikation: – / –

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar Löwen 29:32 (16:18)
Tore VfL Gummersbach: Blohme 7, Mappes 7/3, Styrmisson 5, Jansen 3, Köster 3, Schluroff 2, Vidarsson 1, Zeman 1
Rhein-Neckar Löwen: Knorr 15/7, Kohlbacher 6, Horzen 3, Lagergren 3, Straub 2, Forsell Schefvert 1, Kirkelökke 1, L. Nilsson 1
Schiedsrichter: Christian vom Dorff (Kaarst)/Fabian vom Dorff (Kaarst)
Zuschauer: 4132
Strafminuten: 8 / 8
Disqualifikation: – / –

Frisch Auf Göppingen – HSV Hamburg 26:26 (9:16)
Tore Frisch Auf Göppingen: Gulliksen 8/5, Blagotinsek 4, Ellebaek 4, Hermann 3, D. Schmidt 3, Kozina 2, Duarte 1, Sarac 1
HSV Hamburg: Mortensen 7/2, F. B. Andersen 4, Axmann 3, Baijens 3, Weller 3, Lassen 2, Theilinger 2, Walullin 2
Schiedsrichter: Tobias Schmack (Stuttgart)/Phillip Dinges (Eggenstein-Leopoldshafen)
Strafminuten: 10 / 14
Disqualifikation: – / –

aho, dpa, sid

“Sofort ein geiles Spiel”: Göppingen punktet nach furioser Aufholjagd beim Baur-Debüt

Frisch Auf Göppingen trennte sich am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von Trainer Hartmut Mayerhoffer und holte tags darauf unter Nachfolger Markus Baur gegen den HSV Hamburg nach hohem Rückstand einen wichtigen Punkt.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

Ein Punkt im ersten Spiel: Frisch-Auf-Coach Markus Baur.

imago/Sportfoto Rudel

Baur feierte bei seinem Einstand als Trainer von Frisch Auf Göppingen also zumindest einen Teilerfolg. Trotz eines 9:16 zur Pause holten die Schwaben noch ein 26:26 gegen den HSV Hamburg. Baur, der 2007 als Spieler Weltmeister war, hatte die Mannschaft erst am Mittwoch von Hartmut Mayerhoffer übernommen. “Ich war jetzt vier Jahre raus und habe sofort ein geiles Spiel erlebt”, konstatierte der Neu-Coach nach dem Spielende

Entscheidend für den Punktgewinn war der Torwartwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit von Daniel Rebmann auf Marin Sego. Danach lief es. Kreisläufer Kresimir Kozina glich zum 20:20 (45.) aus, Tobias Ellebaek erzielte zwei Treffer zum 26:24 (57.) für die Schwaben. Die Hamburger wachten aber spät noch einmal auf und retteten ein Remis.

Das ist das Verrückte – der Schädel macht da so viel.

Markus Baur

“Ich habe gesagt, dass sie nur bitte alle fünf Minuten ein Tor mehr machen, dann werden es in einer Phase zwei oder drei und dann sind wir wieder im Spiel”, sagte Baur über seine Pauseansprache. “Es ging dann ja sogar viel schneller und wenn es einmal läuft, dann läuft es und dann spielst du auch so weiter. Das ist das Verrückte – der Schädel macht da so viel.”

5:0-Lauf rettet Löwen im Schlussakt

Die von Verletzungen geplagten Rhein-Neckar Löwen haben nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen wieder einen Sieg eingefahren und den dritten Tabellenplatz gefestigt. Bei Aufsteiger VfL Gummersbach setzten sich die Löwen 32:29 (18:16) durch und liegen mit 23:7 Punkten weiter in Sichtweite zum Spitzenduo Füchse Berlin (25:3) und THW Kiel (24:4).

Die Löwen, die unter anderem längerfristig auf den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac verzichten müssen, lagen in Gummersbach von der 13. Minute an stets in Führung, doch in der Schlussphase drehte der VfL zwischenzeitlich das Spiel. Mit einem 5:0-Lauf vom 27:28 (52.) zum 32:28 (60.) bekam der Favorit aber noch einmal die Kurve.

Nationalspieler Juri Knorr war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste.

Der TVB Stuttgart feierte einen wichtigen 27:23 (11:11)-Heimsieg über den TSV GWD Minden.

Statistik 15. Spieltag

TVB Stuttgart – GWD Minden 27:23 (11:11)
Tore TVB Stuttgart: Hanusz 5, Fernandez 4/4, Zieker 4, Jer. Müller 3, Serrano Villalobos 3, Lönn 2, M. Häfner 1, Nicolaus 1, Pfattheicher 1, Röthlisberger 1, Sliskovic 1, Süsser 1
GWD Minden: Ahouansou 7, Darmoul 7, Korte 3, Urban 2, Hein 1, Janke 1, Kranzmann 1, Stoyke 1
Schiedsrichter: Julian Köppl (Darmstadt)/Denis Regner (Nieder-Olm)
Zuschauer: 3818
Strafminuten: – / 8
Disqualifikation: – / –

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar Löwen 29:32 (16:18)
Tore VfL Gummersbach: Blohme 7, Mappes 7/3, Styrmisson 5, Jansen 3, Köster 3, Schluroff 2, Vidarsson 1, Zeman 1
Rhein-Neckar Löwen: Knorr 15/7, Kohlbacher 6, Horzen 3, Lagergren 3, Straub 2, Forsell Schefvert 1, Kirkelökke 1, L. Nilsson 1
Schiedsrichter: Christian vom Dorff (Kaarst)/Fabian vom Dorff (Kaarst)
Zuschauer: 4132
Strafminuten: 8 / 8
Disqualifikation: – / –

Frisch Auf Göppingen – HSV Hamburg 26:26 (9:16)
Tore Frisch Auf Göppingen: Gulliksen 8/5, Blagotinsek 4, Ellebaek 4, Hermann 3, D. Schmidt 3, Kozina 2, Duarte 1, Sarac 1
HSV Hamburg: Mortensen 7/2, F. B. Andersen 4, Axmann 3, Baijens 3, Weller 3, Lassen 2, Theilinger 2, Walullin 2
Schiedsrichter: Tobias Schmack (Stuttgart)/Phillip Dinges (Eggenstein-Leopoldshafen)
Strafminuten: 10 / 14
Disqualifikation: – / –

aho, dpa, sid

Trotz Führung bis in die Schlussphase: THW Kiel verliert in Barcelona

Rekordmeister THW Kiel hat sich trotz seiner schmerzlichen Ausfälle in der Champions League beim spanischen Spitzenklub FC Barcelona teuer verkauft, nach hartem Kampf aber seine vierte Niederlage im achten Spiel kassiert.

Szene aus dem Hinspiel: Dika Mem vom FC Barcelona beim Torwurf.

Szene aus dem Hinspiel: Dika Mem vom FC Barcelona beim Torwurf.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

Die Kieler mussten sich am 8. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase in Katalonien mit 24:26 (13:13) geschlagen geben und liegen mit nur zwei Siegen auf Platz fünf in der Achtergruppe B, der zur Play-off-Teilnahme reichen würde. Gegen Barca, das mit sieben Siegen und einem Remis Gruppenerster ist, führte Kiel in der Schlussphase 23:22, kassierte dann aber vorentscheidend drei Gegentreffer in Serie. In der 59. Minute sah Patrick Wiencek nach einem Foul an Domen Makuc noch die Rote Karte. Die Kieler verpassten so den möglichen ersten Sieg nach 13 Jahren bei den Katalanen.

Makuc macht halbes Dutzend voll

Für Kiel traf der Schwede Niclas Ekberg fünfmal, Barcelonas bester Werfer war der slowenische Rückraumstar Makuc mit sechs Treffern. Die Kieler müssen bis weit ins neue Jahr auf Routinier Steffen Weinhold verzichten, der sich am Sonntag eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte.

Beim Abschlusstraining für das Hinspiel gegen Barca in der vergangenen Woche hatte zudem Kiels Top-Torschütze Eric Johansson einen Mittelhandbruch erlitten, der ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzt.

FC Barcelona – THW Kiel 26:24 (13:13)

Tore FC Barcelona: Makuc 6, Mem 4, Arino 3, Gomez Abello 3, N¦Guessan 3, Wanne 3/1, Fabregas 1, Janc 1, Langaro 1, Richardson 1
THW Kiel: Ekberg 5/5, Bilyk 4, Reinkind 4, Dahmke 3, Pekeler 3, Duvnjak 1, Fraatz 1, M. Landin 1, Sagosen 1, Wallinius 1
Schiedsrichter: Charlotte Bonaventura (Frankreich)/Julie Bonaventura (Frankreich)
Zuschauer: 4636
Strafminuten: 4 / 18
Disqualifikation: – / Wiencek (59.)

Bielefeld: Gemeinsame Einheit mit Lemgos Handballern

Arminia Bielefeld und der TBV Lemgo – das sind zwei Vorzeige-Sportvereine in der Region Ostwestfalen. Die langjährige Freundschaft der Klubs führte nun zu einem außergewöhnlichen Training.

Trafen sich in der Halle: Lukas Zerbe und Jomaine Consbruch.

Trafen sich in der Halle: Lukas Zerbe und Jomaine Consbruch.

imago images (2)

Das alte Trikot des HC Empor blieb zwar zu Hause, aber ansonsten war Marco Kostmann ganz in seinem Element. Arminias Torwarttrainer, geboren in Rostock, war als Jugendlicher oft Hallengast beim einstigen DDR-Renommierklub im Handball. Klar, dass dem heute 56-Jährigen nun die gemeinsame Trainingseinheit der Bielefelder Zweitligafußballer mit Erstligist TBV Lemgo Lippe am Dienstag besonders viel Freude machte.

Seit vielen Jahren sind die Vereine, Vorzeigeklubs des Sports in der Region Ostwestfalen, miteinander befreundet. Nun trafen sich die Akteure beider Bundesligateams zu einer zweistündigen Einheit in der Lemgoer Lipperlandhalle – nicht zu einem reinen Spaß-Event, sondern zu einem durchaus zweckmäßigen Austausch. So reisten die Fußballer – bis auf den verletzten Oliver Hüsing und den freigestellten Stefanos Kapino – in voller Besetzung an. Und die Handballer investierten ihre Zeit, obwohl am kommenden Sonntag das schwere Bundesliga-Auswärtsspiel in Magdeburg ansteht.

Scherning beeindruckt vom schnellen Umschalten

“Von anderen Sportarten können wir uns viel abschauen”, wird Arminia-Chefcoach Daniel Scherning auf der Website der Bielefelder zitiert. Besonders das rasante Umschalten aufs Verteidigen habe im Handball Vorbildcharakter, so der 39-Jährige. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen hatte sein TBV-Trainerkollege Florian Kehrmann die Arminen zunächst im Handball angeleitet, Scherning und seine Assistenten widmeten sich den Handballern. Im Mixed-Torwarttraining mit den Bielefelder Keepern Martin Fraisl, Arne Schulz und Nils Hahne sowie Finn Zecher und Borko Ristovksi auf lippischer Seite ließen Kostmann und sein Pendant Jörg Zereike vom TBV die Finger glühen. Die Gäste aus Bielefeld schützten ihre Hände mit Tapeverbänden, Zecher konnte sich über Torwarthandschuhe von Marco Kostmann freuen.

In einem abschließenden Turnier forderten sich jeweils zwei gemischte Mannschaften, in Acht-Minuten-Spielen erst mit dem Ball in der Hand, dann am Fuß. Den “Titelgewinn” sicherten sich schließlich die Bielefelder Arne Schulz, Sebastian Vasiliadis, Silvan Seidler, Jomaine Consbruch und Benjamin Kanuric im Team mit ihren TBV-Mitspielern Emil Buhl Laerke, Lukas Zerbe und Jan Brosch.

Fußball gehört beim TBV zum ständigen Aufwärmprogramm

Wichtigste Erkenntnis aber: Bei den Pass- und Spielformen sowie im jeweiligen Umgang mit dem Ball zeigten insbesondere die Handballer in der Sportart der anderen Qualitäten – Fußball gehört beim TBV zum ständigen Aufwärmprogramm. Die Arminen allerdings ließen ebenfalls Geschick und Engagement beim Werfen erkennen, heißt es. Eine Neuauflage, dann womöglich auf dem Rasen des Trainingsgeländes in Bielefeld, ist nach diesen Erfahrungen nicht auszuschließen.

Michael Richter

Gewalt im Frauen-Handball: Kommission nimmt Arbeit auf

Die vom DHB berufene interdisziplinäre, externe und unabhängige Kommission zur Aufarbeitung und Prävention von Gewalt hat an diesem Dienstag mit einem Treffen in Frankfurt am Main ihre Arbeit aufgenommen.

Standen sich in der Bundesliga im Januar 2022 noch gegenüber: André Fuhr (li.) und Bundestrainer Markus Gaugisch.

Standen sich in der Bundesliga im Januar 2022 noch gegenüber: André Fuhr (li.) und Bundestrainer Markus Gaugisch.

imago images

Ende Oktober hatte das DHB-Präsidium bereits die Soziologin Prof. Dr. Carmen Borggrefe, den Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer sowie für psychologische Aspekte Benny Barth berufen. Als Fachberaterin verstärkt ab sofort Meike Schröer die Kommission. Die Diplom-Sportwissenschaftlerin ist Expertin im Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt.

Vertreterin der betroffenen Athletinnen ist Angela Marquardt. Sie gehört seit 2020 zum Betroffenenrat der unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung. Marquardt erfuhr selbst sexualisierte Gewalt und erklärte sich nach Rücksprache mit den Betroffenen und der Anlaufstelle gegen Gewalt von Athleten Deutschland zur Mitarbeit in der Aufarbeitungskommission bereit.

Zwischenkommunikation nicht vorgesehen

Hintergrund des Vorgehens: Der DHB nahm die Vorwürfe gegen Handballtrainer André Fuhr zum Anlass, die Vorkommnisse von einer unabhängigen Kommission aufarbeiten zu lassen. Zudem erhofft sich der DHB von der Kommission Erkenntnisse, welche Umfelder gewaltanfällig sind und wie Strukturen im Sinne einer bestmöglichen Prävention und eines Frühwarnsystems weiterentwickelt werden können.

In Frankfurt definierte die Kommission am Mittwoch den Arbeitsauftrag, die Methodik und Zuständigkeiten sowie den geplanten Ablauf.  Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse ist offen – eine Zwischenkommunikation ist nicht vorgesehen.

Der DHB wies in diesem Zuge darauf hin, dass die unabhängige Anlaufstelle gegen Gewalt weiterhin für Betroffene zur Verfügung steht. Anlauf gegen Gewalt ist telefonisch unter 0800 90 90 444 zu folgenden Sprechzeiten: Montag, 11 bis 14 Uhr, und Donnerstag, 16 bis 19 Uhr, und schriftlich unter kontakt@anlauf-gegen-gewalt.org erreichbar.

Baur übernimmt kriselnde Göppinger

Frisch Auf Göppingen hat auf den Absturz in der Bundesliga reagiert. Mit sofortiger Wirkung übernimmt Markus Baur den Trainerposten bei den Schwaben.

imago images/wolf-sportfoto

Der 51-jährige Ex-Weltmeister löse Hartmut Mayerhoffer ab und werde den Club bereits am Donnerstag im Bundesliga-Spiel gegen den HSV Hamburg betreuen, teilte Göppingen am Mittwoch mit. Noch am Dienstagabend war mit Mayerhoffer ein 34:24 in der European League gegen den slowakischen Verein Tatran Presov gelungen.

Für den internationalen Wettbewerb hatte sich Göppingen in der starken Vorsaison qualifiziert. Mayerhoffer war 2018 nach Göppingen gekommen und hatte den Traditionsverein 2021/22 auf Rang fünf und damit in die European League geführt. Momentan steht der Verein als Tabellen-16. genau vor den beiden Abstiegsplätzen. Baur war in der Bundesliga zuletzt als Trainer des TVB Stuttgart tätig, seine Zeit dort ging aber bereits 2018 zu Ende.

Lotta goals in the desert – World Cup Daily Diary: Day 10

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Let’s eulogize the departed

Wales and Qatar – Oh they got it! Wales and Qatar! They ate it! Way way too bad! They got it! Wales and Qatar! (that’s a little Sleater-Kinney joke for all you lovely people).

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Ecuador – They should have beaten The Dutch but couldn’t find a winner and got their chins above the bar for just an instant before crashing to Earth. They will likely be back, as a majority of the squad was under 25 and Ecuador has been one of the hotbeds of development lately. But it’s a lesson in that in a short tournament, you better win the games you dominate, as they did against the Netherlands. With Qatar being so terrible, everyone got a free spot on the bingo card and the sample for everyone was down to just two games. Ecuador, quite simply, didn’t score enough while doing most everything else right.

Iran – I would love to touchdown dance on Carlos Quieroz ending up on his ass again, just as he did in the AFCON, just as he did in African qualifying, because he’s one of the last true authors of sufferball that is such a chore to watch. Hopefully more nations will move on from the Quieroz type and attempt to play their way out of the group stage instead of just trying to repel, repel, repel. But limited teams will always think this is their surest way to gaining points in a group stage, and because of that managers like Quieroz will still have jobs.

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But the Iranian players will be missed, who risked so much in this tournament. Their no-selling their own anthem in the first game reportedly got their families back home threatened. They showed everyone what place sports can hold in a society, and gave more oxygen to the protests and movements back home that will hopefully author significant change there. They took on far more than just trying to get Iran to the Round of 16 for the first time, which is more than enough pressure for any player. Applause to them.

Did Alexi Lalas say anything stupid?

He was definitely feeling his oats at halftime, claiming Iran “wanted no part of this game,” given the way they had sat back and tried to defend and created nothing. Which makes one wonder if Lalas had watched Iran or a Quieroz-led team play before. But would it make any difference if Lalas actually watched any other games?

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Also his power rankings bit every day is a Geneva Convention violation.

Did VAR fuck anything up?

Boy we sure thought it was going to with the handball on Shaq Moore or the late penalty shout on Carter-Vickers, didn’t we? But neither were anywhere close to being worth a look, and thankfully we didn’t get the one ref in the booth having a bad day who just wanted to fuck shit up. Phew.

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Did Qatar fuck anything up?

More stories of fans with rainbow attire being detained before ultimately being let go, which just smacks of doing it to do it because all the security must know how this ends by now. They just want to harass fans now.

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Anything else?

THE FUCKIN’ YANKS ARE MOVIN’ ON!!!!!!

Erste Pleite für Flensburg – Füchse sorgen für Kontrastprogramm

Die SG Flensburg-Handewitt kassierte in Schweden die erste Niederlage in der European League, besser lief es für Göpppingen und die Füchse Berlin.

Schlag ein: Die Berliner Hans Lindberg und Fabian Wiede (re.).

Schlag ein: Die Berliner Hans Lindberg und Fabian Wiede (re.).

IMAGO/Foto Lächler

Die SG Flensburg-Handewitt hat drei Siegen in Folge in der European League ihre erste Niederlage kassiert. Die Norddeutsche unterlagen am Dienstagabend beim schwedischen Außenseiter Ystads IF 26:30 (14:17).

Besser lief es indes für Frisch Auf Göppingen, das in Gruppe A durch ein völlig ungefährdetes 34:24 (19:8) gegen das nach punktlose Tatran Presov (Slowakei) seinen Negativlauf von zuletzt fünf Pflichtspielniederlagen in Serie endlich beendete.

Für das Kontrastprogramm sorgten am Abend die Füchse Berlin. Der Bundesliga-Spitzenreiter wahrte seine weiße Weste auf europäischer Bühne durch ein standesgemäß klares 34:20 (17:9) gegen Portugals noch punktlosen Vertreter Aguas Santas Milaneza und festigte damit seine Tabellenführung in der Gruppe C.

Sowohl Berlin als auch Flensburg und Göppingen haben weiterhin gute Aussichten auf das Erreichen des Achtelfinales. Die jeweils vier besten Mannschaften aus den vier Gruppen erreichen die K.-o.-Phase.

Ystads IF HF (Schweden) – SG Flensburg-Handewitt 30:26 (17:14)

Tore Ystad: Svensson (8 Tore), Andersson (6/3 Siebenmeter), Dahlin (5), Lindskog (5), Mansson (3), Fernebrand (1), Stenmalm (1), Palmar (1)
Flensburg: Hansen (4), Jakobsen (4), Gottfriedsson (4), Mesing (3), Golla (3), Möller (3), Johannessen (2), Mensah Larsen (2), Hald Jensen (1) 
Zuschauer: 2465

Frisch Auf Göppingen – Tatran Presov (Slowakei) 34:24 (19:8)

Tore Göppingen: Gulliksen (6 Tore), Hermann (4), Sarac (4), Schmidt (3), Abt (3/1 Siebenmeter), Goller (3), Andersen (3), Duarte Brito (3), Kozina (1), Kneule (1), Malus (1), Ellebaek (1), Blagotinsek (1)
Presov: Ivanovic (11/2), Davidovic (6), Lopez Garcia (3), Hernandez Caballero (2/2), Kasatkin (1), Fenar (1)
Zuschauer: 2300

Füchse Berlin – Aguas Santas Milaneza (Portugal) 34:20 (17:9)

Tore Berlin: Vujovic (13 Tore/4 Siebenmeter), Holm (5), Lichtlein (3), Wiede (3), Darj (2), Ende (2), Lindberg (2/1), Freihöfer (1), Kix (1), Reichardt (1), Marsenic (1)
Aguas Santas: Oliveira (8), Coelho Lima (4), Baptista (3), Silva Gomes (2), Furtado (1/1), Lourenco (1), Pinto (1)
Zuschauer: 3247

“Ein Meilenstein”: Rhein-Neckar Löwen verlängern mit Appelgren

Torhüter Mikael Appelgren (33) hat seinen im Sommer auflaufenden Vertrag bei den Rhein-Neckar Löwen verlängert. Wie der Bundesligist am Dienstag mitteilte, ist das neue Arbeitspapier bis 2026 gültig.

Hütet bis 2026 das Löwen-Tor: Mikael Appelgren.

Hütet bis 2026 das Löwen-Tor: Mikael Appelgren.

IMAGO/Lobeca

In den vergangenen Spielzeiten hatte Appelgren mit Verletzungen zu kämpfen. Inzwischen gehört er nach Operationen an Knie, Hand und Schulter wieder zu den Leistungsträgern der Rhein-Neckar Löwen, für die er seit 2015 spielt. In dieser Zeit gewann der Schwede mit dem Verein zweimal die Meisterschaft sowie einmal den Pokal.

“Die Verlängerung mit Mikael ist für uns ein absoluter Meilenstein”, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. “Mit seiner Klasse, Erfahrung und seiner immensen Bedeutung für das Mannschaftsgefüge ist er eine Schlüsselfigur in unserem Kader und einer der wichtigsten Bausteine für den Neuaufbau der kommenden Jahre.”

2026, wenn sein Vertrag ausläuft, wird “Apfel” elf Jahre in Löwen-Diensten gestanden haben. Bis dahin werden zu seinen bisherigen 184 Bundesliga-Spielen und 1434 Paraden im Löwen-Trikot sicher noch etliche hinzukommen.

THW Kiel verpflichtet französischen Olympiasieger Gerard

Der THW Kiel hat am Dienstag den Nachfolger für den im kommenden Sommer abwandernden Niklas Landin (33) präsentiert: Der französische Nationalkeeper Vincent Gerard (35) wechselt zum deutschen Rekordmeister.

Er hütet ab Sommer das Kieler Tor: Vincent Gerard.

Er hütet ab Sommer das Kieler Tor: Vincent Gerard.

imago images

Nun wissen Verantwortliche und Fans beim THW Kiel, wer ab Sommer 2023 neben Tomas Mrkva das Tor im hohen Norden hüten wird. Vincent Gerard kommt von Saint-Raphael Var Handball zu den “Zebras”, bei denen er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024 unterzeichnete. Darüber hinaus einigten sich beide Parteien auf eine Option, die ein längeres Engagement von Gerard an der Ostsee möglich machen würde. Er schließt damit die Lücke, die Welthandballer Landin mit seinem Wechsel im kommenden Sommer reißen wird.

“Wir waren auf der Suche nach einem erfahrenen Torhüter, der mit Drucksituationen umgehen kann und mit Tomas ein starkes Duo bilden wird”, wird THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi zitiert: “Vincent passt komplett in dieses Anforderungsprofil und war sofort begeistert, seine erfolgreiche Karriere in Kiel fortsetzen zu können. Er brennt für die neue Herausforderung, und wir sind überzeugt davon, in ihm den richtigen Torhüter gefunden zu haben.”

Gerard startete seine Karriere in Metz, spielte später auch für Montpellier HB, Istres HB, Dunkerque Handball, erneut Montpellier und von 2019 bis 2022 für Paris Saint-Germain. Mit diesen Klubs gewann er alles, was es in Frankreich zu gewinnen gibt – darunter auch fünf nationale Meistertitel. Bisheriger Höhepunkt auf Vereinsebene war sicherlich der Gewinn der Champions League im Jahr 2018 mit Sensationssieger Montpellier.

Wegen des THW habe ich in der Schule sogar Deutsch gelernt.

Vincent Gerard

Im Jahr 2013 hatte der 1,89 Meter große Torhüter in der französischen Nationalmannschaft debütiert. Mit dieser feierte Gerard ebenfalls riesige Erfolge: 2014 wurde er Europameister, holte 2016 Olympia-Silber und wurde 2017 beim Gewinn der Weltmeisterschaft sogar als bester Torhüter ausgezeichnet. Bei den Olympischen Spielen von Tokio gewann der 35-Jährige die Goldmedaille und wurde zudem ins Allstar-Team gewählt. Für “Les Experts” bestritt Gerard bis dato 135 Partien und erzielte dabei 18 Treffer.

Gerard freut sich auf “einen der besten Klubs der Handball-Geschichte”

“Ich kenne Vincent schon sehr lange, habe auch zu meiner aktiven Zeit oft gegen ihn gespielt”, gesteht THW-Coach Filip Jicha: “Er ist ein anderer Torwart-Typ als Tomas, deshalb werden sich beide sehr gut ergänzen.” Torwarttrainer Mattias Andersson beeindruckte besonders, “wie motiviert Vincent ist, die Herausforderung anzunehmen und sich bei uns weiterzuentwickeln. Das ist auch bei erfahrenen Torhütern sehr wichtig.”

Bei Gerard ist die Vorfreude förmlich zu greifen. “Der THW Kiel ist einer der besten Klubs der Handball-Geschichte und war schon als Kind einer meiner Traum-Vereine”, so der erfahrene Schlussmann: “Deswegen habe ich in der Schule sogar Deutsch gelernt. Sich jetzt diesen Traum erfüllen zu können, macht mich stolz und sehr glücklich. Ich weiß um die hohen Erwartungen an mich, aber genau deshalb komme ich nach Kiel: Ich mag es, alle drei Tage auf höchstem Niveau zu spielen und den Druck zu haben, diese Spiele gewinnen zu müssen.”

Gerard freue sich auf “einfach alles beim THW” – darunter auch die “unglaublichen Fans”. Die ihn bislang nur als Gegner kannten.