Stützle mit zwei Vorlagen – Siege für Seider und Greiss

Tim Stützle hat seine Scorerbilanz ausgebaut.

Tim Stützle hat seine Scorerbilanz ausgebaut.

IMAGO/USA TODAY Network

Beim 2:5 gegen die Los Angeles Kings bereitete der 20 Jahre alte Nationalspieler die beiden Tore seiner Mannschaft vor. Ottawa fiel durch die Niederlage auf den vorletzten Platz der Eastern Conference zurück. Es war bereits die 14. Niederlage in der laufenden Saison.

Moritz Seider blieb zwar ohne Torbeteiligung, konnte dafür aber einen 4:2-Sieg der Detroit Red Wings gegen die Tampa Bay Lightning bejubeln. Auch für Thomas Greiss gab es einen Erfolg: Mit den St. Louis Blues holte der Torwart nach zuletzt fünf Niederlagen ein 7:4 gegen die New York Islanders.

Kangasalusta neuer Trainer in Bietigheim

Die Bietigheim Steelers, Schlusslicht in der Deutschen Eishockey Liga, haben einen neuen Trainer.

Soll die Steelers vor dem Abstieg bewahren: Pekka Kangasalusta.

Soll die Steelers vor dem Abstieg bewahren: Pekka Kangasalusta.

imago images/Newspix24

Pekka Kangasalusta soll das DEL-Schlusslicht vor dem Abstieg retten. Der 45-jährige Finne, bis zuletzt Assistenzcoach des in die Schweiz gewechselten Bundestrainers Toni Söderholm, wird Nachfolger von Daniel Naud. Der Aufstiegstrainer war Ende November entlassen worden.

Kangasalusta tritt seinen neuen Posten sofort an, zur Vertragslaufzeit machten die Steelers keine Angaben. Bietigheim ist mit sieben Siegen und 19 Punkten aus 25 Spielen abgeschlagen Letzter der Tabelle. Davor stehen Meister Eisbären Berlin und die Augsburger Panther (beide 27).

Das verflixte zweite Jahr?

Die Steelers waren 2021 unter Naud aus der DEL2 in die deutsche Topliga aufgestiegen. Als 13. verhinderten die Schwaben in der vergangenen Saison den Abstieg, es erwischte die Krefeld Pinguine.

Draisaitl bleibt ohne Punkt – Bostons Marathonlauf endet

Ein wahres Scheibenschießen in Vancouver hat den “Tie-Break” benötigt, um einen Sieger zu finden. Im Shootout endete die stolze Serie der Bruins, weiterhin wankelmütig bleiben die Oilers. Die NHL am Dienstagmorgen.

Patzte vor dem 1:1: Leon Draisaitl, hier gegen Conor Sheary.

Patzte vor dem 1:1: Leon Draisaitl, hier gegen Conor Sheary.

IMAGO/USA TODAY Network

Die Edmonton Oilers haben nach zuvor vier Siegen in fünf Spielen mal wieder einen Dämpfer hinnehmen müssen. Bei der 2:3-Heimniederlage gegen Alex Ovechkin und die Washington Capitals fuhr Superstar Leon Draisaitl im Gegensatz zu seinem kongenialen Partner Connor McDavid (22. Saisontor) nach fünf Spielen in Serie mit Torerfolg diesmal gänzlich punktlos vom Eis. Draisaitl ermöglichte den Gäste nach einem Puckverlust in der eigenen Zone zudem noch den 1:1-Ausgleichstreffer durch Lars Eller.

Weitere Spiele

McDavid traf zwischenzeitlich in Unterzahl zur 2:1-Führung der West-Kanadier, ehe die Caps das Spiel durch T.J. Oshie (37.) und Nic Dowd (48.) noch drehen konnten. Kein unverdienter Sieg, fiel die Schussbilanz doch eindeutig zu Gunsten der US-Hauptstädter aus (50:30). Oilers-Goalie Stuart Skinner verhinderte mit 47 Paraden Schlimmeres. Gäste-Coach Peter Laviolette bezeichnete den Erfolg in der Fremde hernach als “einen der besten Siege für uns in dieser Saison”.

Historische Serie endet in Boston

Auch die Boston Bruins verloren ihr Heimspiel und mussten sich durch das 3:4 nach Penalty-Schießen gegen die Vegas Golden Knights von ihrer Serie von zuletzt 14 Partien ohne Niederlage vor den eigenen Fans verabschieden. So gut war noch nie ein Team in der Geschichte der National Hockey League auf heimischem Eis in eine Saison gestartet.

Wildes Treiben in Vancouver

In den 60 Minuten zuvor fanden die Rivalen in Vancouver keinen Sieger. 6:6 stand es zwischen den heimischen Canucks und den Montreal Canadiens im kanadischen Duell. Für das tennisähnliche Endergebnis von 7:6 für die Hausherren sorgte schließlich ein blitzschnelles Overtime-Tor durch Elias Pettersson, der dem Treiben nach nur 13 Sekunden ein Ende bereite. Bemerkenswert: Die Canucks hatten nach dem ersten Drittel bereits mit 0:4 im Rückstand gelegen. Torwart Spencer Martin musste nach diesem Fiasko und nur fünf Paraden schon vor der ersten Drittel-Sirene vom Eis, sein Vertreter Collin Delia machte es danach besser. Über 5:4 für Vancouver und 6:5 für Montreal ging es schließlich dank Andrei Kuzmenkos Power-Play-Tor zum 6:6 für die Canucks (59.) doch noch in die Verlängerung.

5:4 nach 1:4: Straubing kommt gegen Wolfsburg zurück

Eishockey – Highlights by MagentaSport 04.12.2022

5:4 nach 1:4: Straubing kommt gegen Wolfsburg zurück

5:31Gegen die Grizzlys Wolfsburg kamen die Straubing Tigers durch ein starkes letztes Drittel von einem 1:4-Rückstand zurück und entschieden die Partie im Penaltyschießen. Spielentscheider Mann war J.C. Lipon, der 2 Treffer erzielte und auch den entscheidenden Penalty verwandelte.

Dritte Niederlage in Serie: Eisbären verlieren auch gegen Frankfurt

Eishockey – Highlights by MagentaSport 04.12.2022

Dritte Niederlage in Serie: Eisbären verlieren auch gegen Frankfurt

5:33Es läuft auch weiterhin nicht bei den Eisbären Berlin: Auch im dritten Spiel in Serie sollte es nicht mit einem Sieg klappen, gegen den Aufsteiger aus Frankfurt verlor der Meister in der Overtime mit 2:1.

Überragende Draisaitl und McDavid bauen Führung in drei Rankings aus

Die Edmonton Oilers konnten sich einmal mehr auf ihr Topduo verlassen – besonders im Powerplay. Auch Tim Stützle überzeugte. Die NHL vom Samstagabend.

Ein Tor, drei Vorlagen: Leon Draisaitl.

Ein Tor, drei Vorlagen: Leon Draisaitl.

IMAGO/USA TODAY Network

Eine Unterzahl ist nie hilfreich, gegen die Edmonton Oilers aber kann sie besonders schmerzhafte Folgen haben. Das zeigte sich am Samstagabend (MEZ) in der NHL einmal mehr.

Angeführt von Leon Draisaitl und Connor McDavid setzten sich die Oilers im kanadischen Duell gegen die Montreal Canadiens mit 5:3 durch. Entscheidend dabei: drei Powerplay-Tore im zweiten Drittel, mit denen die Oilers den 0:1-Rückstand (Nick Suzuki, 17.) in eine 3:1-Führung umbogen.

Draisaitl trat in dieser Phase ebenso als Torschütze und Assistgeber in Erscheinung wie McDavid. Kein NHL-Profi hat in dieser Saison mehr Powerplay-Tore erzielt als Draisaitl (10), sein kongenialer Partner ist in diesem Ranking mit neun Treffern Zweiter. Bei den Powerplay-Punkten hat McDavid (23) die Nase vorn, gefolgt von Draisaitl (19).

Insgesamt sammelte das Duo gegen die Canadiens zum neunten Mal in ihrer gemeinsamen Zeit jeweils vier Scorerpunkte – Draisaitl mit einem Tor und drei Assists, McDavid mit zwei Toren und zwei Assists – und baute damit auch in der NHL-Scorerliste ihre Führung aus: Nur McDavid (21 Tore, 26 Vorlagen) toppt dort Draisaitl (17 Tore, 25 Vorlagen).

Trotz der personellen Probleme haben die Oilers damit vier ihrer jüngsten fünf Partien gewonnen. In der Pacific Division sind sie mit 28 Punkten nach 25 Spielen knapp hinter den Play-off-Rängen und den Los Angeles Kings (30 nach 27 Partien) Vierter. Die Kings verloren gegen die Carolina Hurricanes mit 2:4.

Stützle punktet doppelt – Siegesserie von Grubauer & Co. gerissen

Einen erfolgreichen Abend erlebte auch Tim Stützle, der ein Tor und eine Vorlage zum 5:2-Sieg der Ottawa Senators über die San Jose Sharks beisteuerte. Der 20-Jährige markierte – ebenfalls im Powerplay – in der 37. Minute das zwischenzeitliche 3:2 und hat nun in 24 Einsätzen zehn Tore und 15 Vorlagen auf dem Konto. Bei den Sharks fehlte Nico Sturm abermals verletzungsbedingt.

Moritz Seider blieb beim 1:4 der Detroit Red Wings gegen die Vegas Golden Knights derweil ohne Scorerpunkt. Philipp Grubauer (23 Paraden) unterlag mit den Seattle Kraken den Florida Panthers mit 1:5 – die erste Niederlage nach zuvor sieben Siegen in Serie.

Kölner Haie gewinnen erstmals DEL-Winter Game

Die Kölner Haie haben erstmals das Winter Game in der DEL gewonnen. Im Duell der achtmaligen deutschen Meister besiegten die Haie am Samstag vor 40.163 Zuschauern im Kölner Fußball-Stadion die Adler Mannheim mit 4:2.

Eishockey im Rhein-Energie-Stadion

Eishockey im Rhein-Energie-Stadion

IMAGO/Kirchner-Media

Nachdem die fünfte derartige Freiluftveranstaltung wegen der Pandemie zweimal verschoben worden war, war es der Kölner Maximilian Kammerer, der nach 60 Sekunden das 1:0 und damit das schnellste Tor in der kurzen Historie des Winter Games erzielte. Jean-Marc Aubry erhöhte nach einer schönen Passstafette auf 2:0 (12. Minute) und krönte damit ein starkes erstes Drittel der Mannschaft von Trainer Uwe Krupp.

Im Mittelabschnitt verkürzte Ryan Macinnis (29.) zunächst für die Mannheimer, die dann aber zwei Strafzeiten innerhalb von 15 Sekunden kassierten. Das nutzte zunächst Nicholas Bailen (32.) in doppelter Überzahl zum 3:1 und 55 Sekunden später David McIntyre (33.) bei einfacher Überzahl zum 4:1. Im Schlussabschnitt traf noch Borna Rendulic (46.) für die Adler.

Für Köln war es das dritte Winter Game nach 2015 und 2019 (zwei Niederlagen gegen die Düsseldorfer EG), Mannheim gewann die dritte Austragung 2017 in Sinsheim gegen die Schwenninger Wild Wings (7:3).

Das Event mit Spezialeffekten wie Feuersäulen und musikalischem Rahmenprogramm war Teil des 27. Spieltags in der DEL, nach dem die Haie als Sechster nunmehr 40 Punkte und die Adler als Zweiter weiter 48 Zähler aufweisen.

Die Haie bestreiten auf der Eisfläche zwei weitere DEL-Spiele: am 22. Dezember gegen Bremerhaven und am 8. Januar gegen Augsburg. Bis dahin ist die Eisfläche im RheinEnergieStadion auch zum Eislaufen für die Öffentlichkeit, den Breitensport oder Schulen freigegeben. Außerdem ist ein Freiluftspiel der Kölner Eishockey-Frauen vorgesehen.

Die DEL Winter Games im Überblick

2013 in Nürnberg (50.000 Zuschauer): Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin (4:3)
2015 in Düsseldorf (51.125): Düsseldorfer EG – Kölner Haie (3:2)
2017 in Sinsheim (25.022): Schwenninger Wild Wings – Adler Mannheim (3:7)
2019 in Köln (47.011): Kölner Haie – Düsseldorfer EG (2:3 n.V.)
2022 in Köln: Kölner Haie – Adler Mannheim

Stützle trifft bei Tkachuks Jubiläum – 48 Saves von Lankinen

Tim Stützle zählte bei Ottawas Sieg gegen die Rangers zu den Torschützen und beglückwünschte seinen Kapitän, in New York brillierte Nashvilles Goalie Kevin Lankinen mit einem Karriere-Bestwert. Die NHL am Freitag.

Ottawas Jubilar Brady Tkachuk (#7) jubelt mit Claude Giroux (#28) und Tim Stützle.

Ottawas Jubilar Brady Tkachuk (#7) jubelt mit Claude Giroux (#28) und Tim Stützle.

Getty Images

Lankinen wie eine Wand

An Lankinen war beim Gastspiel der Predators bei den New York Islanders fast kein Vorbeikommen. Einzig Mathew Barzal (52.) bezwang den Gäste-Goalie und sorgte mit seinem Treffer zum 1:2 für Hoffnung bei den Hausherren. Die zerstob jedoch, weil zum einen Lankinen über sich hinauswuchs (Nashvilles Trainer John Hynes: “Kevin war großartig und in der Schlussphase stark”) und zum anderen Matt Duchene (59.) und Mikael Granlund (60.) in den Schlussminuten alles klar machten für Nashville, das mit dem 4:1-Sieg damit sieben der letzten neun Partien gewonnen hat.

Lankinen hatte auch das Glück des Tüchtigen, in der 11. Minute rollte ein Schuss von Anders Lee Richtung Torlinie, ehe ihn der Finne stoppte. Die Referees entschieden zunächst auf Tor, nahmen nach Ansicht der Bilder die Entscheidung aber zurück. Wenig später erzielte stattdessen Filip Forsberg die Führung der Predators (15.), die Roman Josi im Mitteldrittel ausbaute (29.). New York stand letztlich trotz eines Schussverhältnisses von 49:23 mit leeren Händen da.

Tkachuk überragt – Auch Stützle trifft

Ebenfalls in New York, allerdings bei den Rangers, jubelte Ottawa über seinen neunten Saisonsieg. An diesem hatte auch Tim Stützle seinen Anteil, der 20-jährige Stürmer erzielte beim 3:2 (0:1, 1:0, 1:1)-Auswärtssieg nach Verlängerung sein neuntes Saisontor. Brady Tkachuk hatte im Überzahlspiel aufgelegt. Der Kapitän avancierte für die Senators zum Matchwinner: Zunächst rettete der Flügelstürmer sein Team 49 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung, um dann auch 17 Sekunden vor Ende der Overtime den Siegtreffer zu erzielen. Für Tkachuk war es der 100. NHL-Treffer in seinem 300. Spiel.

Etwas überraschend gewann Columbus in Winnipeg. Beim 4:1-Auswärtserfolg der Blue Jackets traf Patrik Laine für das Schlusslicht der Metropolitan Division doppelt.