Romantik in der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen steigt in die 3. Liga auf

Rot-Weiss Essen ist in die 3. Liga aufgestiegen. Am Samstag gewann RWE mit 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen und kam damit vor Preußen Münster über die Ziellinie der Regionalliga West. Essens Titelgewinn ist nicht nur ein großer Wurf – er befriedet auch all jene, die sich nach Fußballromantik sehnen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

IMAGO/Eibner

Vor etwas mehr als einem Jahr, als Rot-Weiss Essen durch den DFB-Pokal fräste, da war der Klub wieder in aller Munde. Auf einmal sprach Fußballdeutschland über RWE, der WDR lehnte sich an die Essener Klublegende Helmut Rahn an und schrieb nach dem Einzug ins Viertelfinale von “Rahnsinn” – und den Romantikern im Lande ging mal wieder das Herz auf, weil die Tradition, das Echte, das Wahre triumphierte.

Saisonfinale im Westen

In der ersten Runde musste Arminia Bielefeld dran glauben, dann Fortuna Düsseldorf und schließlich sogar Bayer Leverkusen, der Fünfte der Bundesliga, eine Mannschaft von internationalem Format. Plötzlich war RWE auch im nationalen Kontext wieder wer – doch dann folgte das jähe Aus. In der Runde der letzten Acht, nur zwei Siege vor Berlin, da war Endstation gegen Zweitligist Kiel. 0:3 nach 90 Minuten, vorbei der Traum, das Ende des Rahnsinns.

Heute, gut 14 Monate später, lohnt sich der Rückblick auf die Essener Pokalsaison alleine deshalb, weil der Regionalligist den Leuten schon damals mit ziemlich eindrücklichen Bildern vor Augen geführt hat, wie gigantisch das Potenzial ist, das seit Jahren in diesem Klub schlummert. Und das, obwohl die Spiele durch die Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden mussten.

Wucht, Strahlkraft und Geschichte: RWE hat alles

RWE hat Wucht. RWE hat Strahlkraft. RWE hat Geschichte, ja im Grunde hat RWE alles, was es braucht, um ein Fixpunkt auf der Fußballlandkarte zu sein – doch in der jüngeren Vergangenheit waren es Mannschaften wie Sprockhövel, Erndtebrück und Wegberg-Beeck, die zu Punktspielen an die Essener Hafenstraße kamen.

Das ist nun Geschichte, denn nach 13 Jahren der Viertklassigkeit hat es RWE an diesem Samstag geschafft, die Regionalliga hinter sich zu lassen und damit “etwas Großes zu erreichen”, wie Sportdirektor und Interimsteamchef Jörn Nowak schon vor dem finalen Spiel gegen Ahlen sagte.

Beinahe wäre ein Böllerwurf dazwischengekommen


Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.

Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.
imago images

Der Sprung in die 3. Liga ist ein lang ersehnter und schon deshalb auch einer, der eine Menge Emotionen freisetzt. Beinahe wäre es ja wieder schiefgegangen. Beinahe wäre es ein Böllerwurf gewesen, der Essen im Februar beim Duell mit Preußen Münster um einen Punkt und damit erneut um den Aufstieg gebracht hätte. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie abgebrochen, zwei Spieler der Preußen hatten sich verletzt, das Spiel wurde mit 2:0 für Münster gewertet.

Die Entscheidung am Grünen Tisch hätte den Ausschlag geben können, doch dann patzten die Preußen am vorletzten Spieltag und ließen in Wiedenbrück Punkte. 0:0 nach 90 Minuten, vorbei der Vorsprung, das Ende der Tabellenführung. RWE war mit einem 3:0 beim SV Rödinghausen der Nutznießer, ging mit einem Mehr von zwei Toren ins letzte Saisonspiel und kam schließlich als Erster ins Ziel.

Jetzt ist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger 1953 und deutscher Meister 1955, zumindest wieder drittklassig. In der nächsten Saison bekommt es RWE mit Klubs wie dem TSV 1860 München, dem MSV Duisburg und möglicherweise auch mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun. Es ist die Rückkehr auf die große Bühne – und dieses Mal ist es nicht nur für vier Pokalspiele wie vor gut einem Jahr.

Romantik in der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen steigt in die 3. Liga auf

Rot-Weiss Essen ist in die 3. Liga aufgestiegen. Am Samstag gewann RWE mit 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen und kam damit vor Preußen Münster über die Ziellinie der Regionalliga West. Essens Titelgewinn ist nicht nur ein großer Wurf – er befriedet auch all jene, die sich nach Fußballromantik sehnen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

IMAGO/Eibner

Vor etwas mehr als einem Jahr, als Rot-Weiss Essen durch den DFB-Pokal fräste, da war der Klub wieder in aller Munde. Auf einmal sprach Fußballdeutschland über RWE, der WDR lehnte sich an die Essener Klublegende Helmut Rahn an und schrieb nach dem Einzug ins Viertelfinale von “Rahnsinn” – und den Romantikern im Lande ging mal wieder das Herz auf, weil die Tradition, das Echte, das Wahre triumphierte.

Saisonfinale im Westen

In der ersten Runde musste Arminia Bielefeld dran glauben, dann Fortuna Düsseldorf und schließlich sogar Bayer Leverkusen, der Fünfte der Bundesliga, eine Mannschaft von internationalem Format. Plötzlich war RWE auch im nationalen Kontext wieder wer – doch dann folgte das jähe Aus. In der Runde der letzten Acht, nur zwei Siege vor Berlin, da war Endstation gegen Zweitligist Kiel. 0:3 nach 90 Minuten, vorbei der Traum, das Ende des Rahnsinns.

Heute, gut 14 Monate später, lohnt sich der Rückblick auf die Essener Pokalsaison alleine deshalb, weil der Regionalligist den Leuten schon damals mit ziemlich eindrücklichen Bildern vor Augen geführt hat, wie gigantisch das Potenzial ist, das seit Jahren in diesem Klub schlummert. Und das, obwohl die Spiele durch die Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden mussten.

Wucht, Strahlkraft und Geschichte: RWE hat alles

RWE hat Wucht. RWE hat Strahlkraft. RWE hat Geschichte, ja im Grunde hat RWE alles, was es braucht, um ein Fixpunkt auf der Fußballlandkarte zu sein – doch in der jüngeren Vergangenheit waren es Mannschaften wie Sprockhövel, Erndtebrück und Wegberg-Beeck, die zu Punktspielen an die Essener Hafenstraße kamen.

Das ist nun Geschichte, denn nach 13 Jahren der Viertklassigkeit hat es RWE an diesem Samstag geschafft, die Regionalliga hinter sich zu lassen und damit “etwas Großes zu erreichen”, wie Sportdirektor und Interimsteamchef Jörn Nowak schon vor dem finalen Spiel gegen Ahlen sagte.

Beinahe wäre ein Böllerwurf dazwischengekommen


Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.

Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.
imago images

Der Sprung in die 3. Liga ist ein lang ersehnter und schon deshalb auch einer, der eine Menge Emotionen freisetzt. Beinahe wäre es ja wieder schiefgegangen. Beinahe wäre es ein Böllerwurf gewesen, der Essen im Februar beim Duell mit Preußen Münster um einen Punkt und damit erneut um den Aufstieg gebracht hätte. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie abgebrochen, zwei Spieler der Preußen hatten sich verletzt, das Spiel wurde mit 2:0 für Münster gewertet.

Die Entscheidung am Grünen Tisch hätte den Ausschlag geben können, doch dann patzten die Preußen am vorletzten Spieltag und ließen in Wiedenbrück Punkte. 0:0 nach 90 Minuten, vorbei der Vorsprung, das Ende der Tabellenführung. RWE war mit einem 3:0 beim SV Rödinghausen der Nutznießer, ging mit einem Mehr von zwei Toren ins letzte Saisonspiel und kam schließlich als Erster ins Ziel.

Jetzt ist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger 1953 und deutscher Meister 1955, zumindest wieder drittklassig. In der nächsten Saison bekommt es RWE mit Klubs wie dem TSV 1860 München, dem MSV Duisburg und möglicherweise auch mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun. Es ist die Rückkehr auf die große Bühne – und dieses Mal ist es nicht nur für vier Pokalspiele wie vor gut einem Jahr.

Romantik in der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen steigt in die 3. Liga auf

Rot-Weiss Essen ist in die 3. Liga aufgestiegen. Am Samstag gewann RWE mit 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen und kam damit vor Preußen Münster über die Ziellinie der Regionalliga West. Essens Titelgewinn ist nicht nur ein großer Wurf – er befriedet auch all jene, die sich nach Fußballromantik sehnen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

IMAGO/Eibner

Vor etwas mehr als einem Jahr, als Rot-Weiss Essen durch den DFB-Pokal fräste, da war der Klub wieder in aller Munde. Auf einmal sprach Fußballdeutschland über RWE, der WDR lehnte sich an die Essener Klublegende Helmut Rahn an und schrieb nach dem Einzug ins Viertelfinale von “Rahnsinn” – und den Romantikern im Lande ging mal wieder das Herz auf, weil die Tradition, das Echte, das Wahre triumphierte.

Saisonfinale im Westen

In der ersten Runde musste Arminia Bielefeld dran glauben, dann Fortuna Düsseldorf und schließlich sogar Bayer Leverkusen, der Fünfte der Bundesliga, eine Mannschaft von internationalem Format. Plötzlich war RWE auch im nationalen Kontext wieder wer – doch dann folgte das jähe Aus. In der Runde der letzten Acht, nur zwei Siege vor Berlin, da war Endstation gegen Zweitligist Kiel. 0:3 nach 90 Minuten, vorbei der Traum, das Ende des Rahnsinns.

Heute, gut 14 Monate später, lohnt sich der Rückblick auf die Essener Pokalsaison alleine deshalb, weil der Regionalligist den Leuten schon damals mit ziemlich eindrücklichen Bildern vor Augen geführt hat, wie gigantisch das Potenzial ist, das seit Jahren in diesem Klub schlummert. Und das, obwohl die Spiele durch die Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden mussten.

Wucht, Strahlkraft und Geschichte: RWE hat alles

RWE hat Wucht. RWE hat Strahlkraft. RWE hat Geschichte, ja im Grunde hat RWE alles, was es braucht, um ein Fixpunkt auf der Fußballlandkarte zu sein – doch in der jüngeren Vergangenheit waren es Mannschaften wie Sprockhövel, Erndtebrück und Wegberg-Beeck, die zu Punktspielen an die Essener Hafenstraße kamen.

Das ist nun Geschichte, denn nach 13 Jahren der Viertklassigkeit hat es RWE an diesem Samstag geschafft, die Regionalliga hinter sich zu lassen und damit “etwas Großes zu erreichen”, wie Sportdirektor und Interimsteamchef Jörn Nowak schon vor dem finalen Spiel gegen Ahlen sagte.

Beinahe wäre ein Böllerwurf dazwischengekommen


Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.

Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.
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Der Sprung in die 3. Liga ist ein lang ersehnter und schon deshalb auch einer, der eine Menge Emotionen freisetzt. Beinahe wäre es ja wieder schiefgegangen. Beinahe wäre es ein Böllerwurf gewesen, der Essen im Februar beim Duell mit Preußen Münster um einen Punkt und damit erneut um den Aufstieg gebracht hätte. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie abgebrochen, zwei Spieler der Preußen hatten sich verletzt, das Spiel wurde mit 2:0 für Münster gewertet.

Die Entscheidung am Grünen Tisch hätte den Ausschlag geben können, doch dann patzten die Preußen am vorletzten Spieltag und ließen in Wiedenbrück Punkte. 0:0 nach 90 Minuten, vorbei der Vorsprung, das Ende der Tabellenführung. RWE war mit einem 3:0 beim SV Rödinghausen der Nutznießer, ging mit einem Mehr von zwei Toren ins letzte Saisonspiel und kam schließlich als Erster ins Ziel.

Jetzt ist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger 1953 und deutscher Meister 1955, zumindest wieder drittklassig. In der nächsten Saison bekommt es RWE mit Klubs wie dem TSV 1860 München, dem MSV Duisburg und möglicherweise auch mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun. Es ist die Rückkehr auf die große Bühne – und dieses Mal ist es nicht nur für vier Pokalspiele wie vor gut einem Jahr.

Romantik in der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen steigt in die 3. Liga auf

Rot-Weiss Essen ist in die 3. Liga aufgestiegen. Am Samstag gewann RWE mit 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen und kam damit vor Preußen Münster über die Ziellinie der Regionalliga West. Essens Titelgewinn ist nicht nur ein großer Wurf – er befriedet auch all jene, die sich nach Fußballromantik sehnen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

IMAGO/Eibner

Vor etwas mehr als einem Jahr, als Rot-Weiss Essen durch den DFB-Pokal fräste, da war der Klub wieder in aller Munde. Auf einmal sprach Fußballdeutschland über RWE, der WDR lehnte sich an die Essener Klublegende Helmut Rahn an und schrieb nach dem Einzug ins Viertelfinale von “Rahnsinn” – und den Romantikern im Lande ging mal wieder das Herz auf, weil die Tradition, das Echte, das Wahre triumphierte.

Saisonfinale im Westen

In der ersten Runde musste Arminia Bielefeld dran glauben, dann Fortuna Düsseldorf und schließlich sogar Bayer Leverkusen, der Fünfte der Bundesliga, eine Mannschaft von internationalem Format. Plötzlich war RWE auch im nationalen Kontext wieder wer – doch dann folgte das jähe Aus. In der Runde der letzten Acht, nur zwei Siege vor Berlin, da war Endstation gegen Zweitligist Kiel. 0:3 nach 90 Minuten, vorbei der Traum, das Ende des Rahnsinns.

Heute, gut 14 Monate später, lohnt sich der Rückblick auf die Essener Pokalsaison alleine deshalb, weil der Regionalligist den Leuten schon damals mit ziemlich eindrücklichen Bildern vor Augen geführt hat, wie gigantisch das Potenzial ist, das seit Jahren in diesem Klub schlummert. Und das, obwohl die Spiele durch die Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden mussten.

Wucht, Strahlkraft und Geschichte: RWE hat alles

RWE hat Wucht. RWE hat Strahlkraft. RWE hat Geschichte, ja im Grunde hat RWE alles, was es braucht, um ein Fixpunkt auf der Fußballlandkarte zu sein – doch in der jüngeren Vergangenheit waren es Mannschaften wie Sprockhövel, Erndtebrück und Wegberg-Beeck, die zu Punktspielen an die Essener Hafenstraße kamen.

Das ist nun Geschichte, denn nach 13 Jahren der Viertklassigkeit hat es RWE an diesem Samstag geschafft, die Regionalliga hinter sich zu lassen und damit “etwas Großes zu erreichen”, wie Sportdirektor und Interimsteamchef Jörn Nowak schon vor dem finalen Spiel gegen Ahlen sagte.

Beinahe wäre ein Böllerwurf dazwischengekommen


Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.

Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.
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Der Sprung in die 3. Liga ist ein lang ersehnter und schon deshalb auch einer, der eine Menge Emotionen freisetzt. Beinahe wäre es ja wieder schiefgegangen. Beinahe wäre es ein Böllerwurf gewesen, der Essen im Februar beim Duell mit Preußen Münster um einen Punkt und damit erneut um den Aufstieg gebracht hätte. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie abgebrochen, zwei Spieler der Preußen hatten sich verletzt, das Spiel wurde mit 2:0 für Münster gewertet.

Die Entscheidung am Grünen Tisch hätte den Ausschlag geben können, doch dann patzten die Preußen am vorletzten Spieltag und ließen in Wiedenbrück Punkte. 0:0 nach 90 Minuten, vorbei der Vorsprung, das Ende der Tabellenführung. RWE war mit einem 3:0 beim SV Rödinghausen der Nutznießer, ging mit einem Mehr von zwei Toren ins letzte Saisonspiel und kam schließlich als Erster ins Ziel.

Jetzt ist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger 1953 und deutscher Meister 1955, zumindest wieder drittklassig. In der nächsten Saison bekommt es RWE mit Klubs wie dem TSV 1860 München, dem MSV Duisburg und möglicherweise auch mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun. Es ist die Rückkehr auf die große Bühne – und dieses Mal ist es nicht nur für vier Pokalspiele wie vor gut einem Jahr.

Romantik in der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen steigt in die 3. Liga auf

Rot-Weiss Essen ist in die 3. Liga aufgestiegen. Am Samstag gewann RWE mit 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen und kam damit vor Preußen Münster über die Ziellinie der Regionalliga West. Essens Titelgewinn ist nicht nur ein großer Wurf – er befriedet auch all jene, die sich nach Fußballromantik sehnen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

Cedric Harenbrock brachte Essen gegen Ahlen in die Aufstiegsspur und die Hafenstraße zum Kochen.

IMAGO/Eibner

Vor etwas mehr als einem Jahr, als Rot-Weiss Essen durch den DFB-Pokal fräste, da war der Klub wieder in aller Munde. Auf einmal sprach Fußballdeutschland über RWE, der WDR lehnte sich an die Essener Klublegende Helmut Rahn an und schrieb nach dem Einzug ins Viertelfinale von “Rahnsinn” – und den Romantikern im Lande ging mal wieder das Herz auf, weil die Tradition, das Echte, das Wahre triumphierte.

Saisonfinale im Westen

In der ersten Runde musste Arminia Bielefeld dran glauben, dann Fortuna Düsseldorf und schließlich sogar Bayer Leverkusen, der Fünfte der Bundesliga, eine Mannschaft von internationalem Format. Plötzlich war RWE auch im nationalen Kontext wieder wer – doch dann folgte das jähe Aus. In der Runde der letzten Acht, nur zwei Siege vor Berlin, da war Endstation gegen Zweitligist Kiel. 0:3 nach 90 Minuten, vorbei der Traum, das Ende des Rahnsinns.

Heute, gut 14 Monate später, lohnt sich der Rückblick auf die Essener Pokalsaison alleine deshalb, weil der Regionalligist den Leuten schon damals mit ziemlich eindrücklichen Bildern vor Augen geführt hat, wie gigantisch das Potenzial ist, das seit Jahren in diesem Klub schlummert. Und das, obwohl die Spiele durch die Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden mussten.

Wucht, Strahlkraft und Geschichte: RWE hat alles

RWE hat Wucht. RWE hat Strahlkraft. RWE hat Geschichte, ja im Grunde hat RWE alles, was es braucht, um ein Fixpunkt auf der Fußballlandkarte zu sein – doch in der jüngeren Vergangenheit waren es Mannschaften wie Sprockhövel, Erndtebrück und Wegberg-Beeck, die zu Punktspielen an die Essener Hafenstraße kamen.

Das ist nun Geschichte, denn nach 13 Jahren der Viertklassigkeit hat es RWE an diesem Samstag geschafft, die Regionalliga hinter sich zu lassen und damit “etwas Großes zu erreichen”, wie Sportdirektor und Interimsteamchef Jörn Nowak schon vor dem finalen Spiel gegen Ahlen sagte.

Beinahe wäre ein Böllerwurf dazwischengekommen


Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.

Böllerwurf: Im Februar wurde die Partie zwischen Essen und Münster abgebrochen.
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Der Sprung in die 3. Liga ist ein lang ersehnter und schon deshalb auch einer, der eine Menge Emotionen freisetzt. Beinahe wäre es ja wieder schiefgegangen. Beinahe wäre es ein Böllerwurf gewesen, der Essen im Februar beim Duell mit Preußen Münster um einen Punkt und damit erneut um den Aufstieg gebracht hätte. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie abgebrochen, zwei Spieler der Preußen hatten sich verletzt, das Spiel wurde mit 2:0 für Münster gewertet.

Die Entscheidung am Grünen Tisch hätte den Ausschlag geben können, doch dann patzten die Preußen am vorletzten Spieltag und ließen in Wiedenbrück Punkte. 0:0 nach 90 Minuten, vorbei der Vorsprung, das Ende der Tabellenführung. RWE war mit einem 3:0 beim SV Rödinghausen der Nutznießer, ging mit einem Mehr von zwei Toren ins letzte Saisonspiel und kam schließlich als Erster ins Ziel.

Jetzt ist Rot-Weiss Essen, Pokalsieger 1953 und deutscher Meister 1955, zumindest wieder drittklassig. In der nächsten Saison bekommt es RWE mit Klubs wie dem TSV 1860 München, dem MSV Duisburg und möglicherweise auch mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun. Es ist die Rückkehr auf die große Bühne – und dieses Mal ist es nicht nur für vier Pokalspiele wie vor gut einem Jahr.

Hildmann: “Werden alles dafür geben, dass es ganz verrückt wird”

Im Fernduell kämpfen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster um den Aufstieg in die 3. Liga. Die Essener gehen aufgrund der besseren Tordifferenz mit einem leichten Vorteil in den letzten Spieltag.

Sascha Hildmann und Preußen Münster müssen am letzten Spieltag einen Zwei-Tore-Rückstand wettmachen.

Sascha Hildmann und Preußen Münster müssen am letzten Spieltag einen Zwei-Tore-Rückstand wettmachen.

imago images/frontalvision.com

Das Saisonfinale in der Regionalliga West ist an Spannung kaum zu überbieten. Die Traditionsvereine Rot-Weiss Essen und Preußen Münster stehen punktgleich an der Tabellenspitze – auch in der Tordifferenz gibt es keinen gravierenden Unterschied. RWE hat lediglich durch die um zwei Treffer bessere Tordifferenz sowie die mehr erzielten Treffer die bessere Ausgangsposition vor dem letzten Spieltag.

Beide Teams könnten die Meisterschaft, die auch gleichzeitig den Aufstieg bedeutet, im eigenen Stadion feiern. Während RWE am Samstag Rot Weiss Ahlen empfängt, gastiert Köln II in Münster.

Wenn uns vor dem Spieltag jemand diese Ausgangsposition vorausgesagt hätte, dann hätten wir das mit Sicherheit direkt unterschrieben.

Jörn Nowak

Dass die Essener den Aufstieg überhaupt in der eigenen Hand haben, verdanken sie auch Wiedenbrück, das in der Vorwoche ein 0:0 gegen Münster erkämpfte. “Wenn uns vor dem Spieltag jemand diese Ausgangsposition vorausgesagt hätte, dann hätten wir das mit Sicherheit direkt unterschrieben. Wir können es aus eigener Kraft schaffen, das gibt uns allen ein gutes Gefühl”, so RWE-Sportdirektor und Teamchef Jörn Nowak.

Anders ist die Stimmung natürlich bei den Adlern. Allerdings betonte Cheftrainer Sascha Hildmann auf der Pressekonferenz, dass seine Spieler nach dem “Rückschlag in Wiedenbrück” wieder schnell motiviert waren. “Fußball ist verrückt, es kann alles passieren. Wir werden morgen alles dafür geben, dass es ganz verrückt wird”, erklärte der Münster-Coach.

Essen ist seit zwei Partien gegen Ahlen sieglos

Eine Statistik, die den Preußen jedenfalls Mut machen wird, ist die Sieglos-Serie ihres Aufstiegskonkurrenten gegen Ahlen. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet verlor ihre letzten beiden Spiele gegen die Münsterländer. Allerdings haben die beiden Partien in Ahlen stattgefunden, was aus der Sicht von Nowak einen gravierenden Unterschied darstellt.

So oder so werden sich die Verantwortlichen im Fernduell natürlich auch über das Ergebnis des Konkurrenten informieren. Ob sie dafür aber selber zum Handy greifen müssen, ist fraglich: Anhand der Stimmungslage in beiden Stadien werden die Spieler auf dem Platz bereits merken, ob etwas in der Parallelpartie passiert.

Wehen Wiesbaden verpflichtet Stürmer Najar

Suheyel Najar spielt in der kommenden Saison für den SV Wehen Wiesbaden. Der Stürmer kommt aus der Regionalliga West.

Suheyel Najar wechselt im Sommer von Fortuna Köln nach Wiesbaden.

Suheyel Najar wechselt im Sommer von Fortuna Köln nach Wiesbaden.

imago images/Otto Krschak

Najar trägt seit Januar 2020 das Trikot von Fortuna Köln. In der laufenden Regionalliga-Saison trumpfte der 26-Jährige vor allem als Assistgeber auf: In 37 Partien bereitete er 20 Treffer vor, schoss außerdem acht Tore selbst. Damit empfahl er sich für höhere Aufgaben – und wechselt im Sommer nach Wiesbaden in die 3. Liga. Dort erhält er einen Vertrag bis Juni 2024.

“Suheyel wird unsere Mannschaft mit seinem Tempo und seinen technischen Qualitäten eindeutig bereichern”, wird Paul Fernie, Sportlicher Leiter beim SVWW, in einer Mitteilung zitiert. “Er hat sich bei Fortuna Köln in dieser Saison mit acht Toren und 20 Vorlagen als einer der gefährlichsten Spieler der Regionalliga West erwiesen.”

Najar spielte zunächst für mehrere unterklassige Vereine. In der Saison 2018/19 schaffte er beim TV Herkenrath den Durchbruch in der Regionalliga und wechselte in derselben Spielzeit zum Bonner SC. In der Saison 2019/20 versuchte sich der Angreifer bei Viktoria Köln in der 3. Liga, blieb in fünf Kurzeinsätzen aber ohne Torbeteiligungen, weshalb er in der Winterpause zum Stadtrivalen Fortuna Köln in die Regionalliga zurück wechselte. “Für mich ist der Wechsel zum SVWW der logische nächste Schritt. In den Gesprächen mit Paul Fernie und Markus Kauczinski habe ich schnell gemerkt, dass hier sehr strukturiert gearbeitet und sich auf das Wesentliche konzentriert wird”, sagt der künftige SVWW-Profi.

Tief im Westen: Bunjakus Albträume und Jubel in Aachen

Die Aachener Alemannia hat eine durchwachsene Saison überstanden und startet auch 2022/23 wieder in der Regionalliga West. Dem Bonner SC hilft nur noch ein Wunder.

Führte die Alemannia zum Klassenerhalt: Rückkehrer Fuat Kilic.

Führte die Alemannia zum Klassenerhalt: Rückkehrer Fuat Kilic.

IMAGO/Markus Endberg

Fuat Kilic hat es tatsächlich geschafft und die Alemannia aus der Fünfer-Abstiegszone der West-Staffel gehievt. Klassenerhalt sicher! Am 14. Spieltag hatte der Rückkehrer das Training in Aachen übernommen, der ehemalige Bundesligist wies seinerzeit nur zehn Punkte auf der Habenseite auf, zur Winterpause waren es dann noch vier Punkte zum rettenden Ufer.

Fast 10.000 im Tivoli

Abstiegskampf im Westen

Dann wurde der Kader umgebaut, das Team wuchs zur verschworenen Gemeinschaft – und schaffte den Schulterschluss mit den Fans. Am Freitagabend kamen 9.900 Fans in den Tivoli. Und trieben ihr Team nach Rückstand zum 3:1-Erfolg über Fortuna Düsseldorf II. Kilic war anschließend nur stolz auf seine Spieler, den Staff, die Fans, kurz: auf die komplette Alemannia: “Seit einem halben Jahr gab es nur noch Endspiele, Endspiele, Endspiele, jede Woche.”

Tags darauf stand nach den Ergebnissen der Konkurrenz dann der Klassenerhalt fest, wodurch sich auch Kilics Vertrag am Tivoli um ein Jahr verlängerte.

Entsetzen beim BSC: “In neun von zehn Fällen ist er drin”

Jubel in Aachen, Entsetzen in Bonn. Der BSC ist nach diesem Wochenende wohl kaum noch zu retten. Weil er nur 1:1 in Ahlen spielte und in der Nachspielzeit eine Riesenchance ausließ. Ausgerechnet durch seinen erfahrensten Offensivmann.

Die Szene jedenfalls verfolgte Albert Bunjaku bis in die Nacht. “Ich habe kein Auge zugemacht”, sagte der 38-jährige Ex-Profi am Morgen danach. “In neun von zehn Fällen ist das Ding drin.” Mit seinem Kopfball war Bunjaku am glänzend reagierenden Keeper Martin Velickov gescheitert – und beendet die Karriere nun wohl mit seinem ersten Abstieg. “Es geht aber nicht um mich: Der BSC gehört in die Regionalliga”, betonte der Schweizer. Was kann Bonn noch retten? Ein Fußball-Wunder.

Alle anderen gewinnen – außer Gladbach

Denn vor dem letzten Spieltag sind nun alle Konkurrenten um den Klassenerhalt enteilt. Bis auf eine Ausnahme: Borussia Mönchengladbach II enttäuschte beim 0:4 gegen Fortuna Köln (Trainer Heiko Vogel: “Wir waren gehemmt”) und liegt auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz noch in Reichweite. Die Borussia hat allerdings drei Punkte Vorsprung und das um sechs Treffer bessere Torverhältnis.

“Wir werden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen”, sagte Daniel Zillken vor der finalen Partie gegen Rot-Weiß Oberhausen. Der Sportdirektor hatte nach der Freistellung von Trainer Markus von Ahlen am Dienstag selbst das Kommando übernommen – und offenbar die richtigen Worte gefunden. Denn zur Halbzeit lag der BSC verdient in Führung. Der Kurs Richtung Klassenerhalt war eingeschlagen, zumal Straelen zu diesem Zeitpunkt zurücklag und Lippstadt immerhin nicht führte.

Danach entwickelte sich der Albtraum. Während die besagten Rivalen doch noch dreifach punkteten, kassierte der BSC den Ausgleich. “Nach der Pause war das zu wenig von uns”, haderte Aushilfstrainer Zillken. Zum – im sportlichen Sinne – Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

aho, hr/tm

Das ist noch offen: Bisher keine Meister in den Regionalligen

In den fünf Regionalligen konnte bisher keine Mannschaft Meisterschaft und Aufstieg offiziell fixieren. Am spannendsten wird es wohl in der West-Staffel. Rot-Weiss Essen und Preußen Münster trennen aktuell nur zwei Tore.

Rot-Weiss Essen bejubelt die Tabellenführung.

Rot-Weiss Essen bejubelt die Tabellenführung.

IMAGO/frontalvision.com

In der Regionalliga Nord hat der Tabellenführer VfB Oldenburg sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Weiche Flensburg. Falls die Flensburger am kommenden Samstag nicht gewinnen, hat Oldenburg die Meisterschaft sowie die Teilnahme an den Aufstiegsspielen sicher. Dort wird der VfB auf den Meister der Staffel Nordost treffen.

Im Nordosten führt BFC Dynamo die Tabelle an, nach zwei Niederlagen nun allerdings dicht gefolgt vom FC Carl Zeiss Jena. Noch hat der FCC nicht nur einen Rückstand von drei Zählern, sondern auch ein um 13 Tore schlechteres Torverhältnis. Ein Punkt beim Tabellendritten Altglienicke würde dem BFC im letzten Saisonspiel zu Meisterschaft und Aufstiegsspielen reichen.

Aufstieg von der Regionalliga zur 3. Liga: Spieltermine und weitere Infos

Engstes Rennen im Westen – Elversberg so gut wie oben

Rot-Weiss Essen und Preußen Münster liefern sich in der Regionalliga West das wohl engste Rennen um den Aufstieg in die 3. Liga. Am vergangenen Spieltag konnte RWE auf Grund eines Preußen-Patzers in Wiedenbrück (0:0) die Tabellenführung zurückerobern und liegt nun mit einem um zwei Tore besseren Torverhältnis vorn. Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft Essen vor ausverkauften Rängen an der Hafenstraße auf den Tabellenneunten Ahlen, Münster empfängt den 1. FC Köln II.

Nach dem Nichtangriffspakt zwischen der SV Elversberg und dem FSV Frankfurt steht im Südwesten der Meister so gut wie fest. Der SSV Ulm 1846 Fußball hat aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses keine Chance mehr, Elversberg vom ersten Platz zu verdrängen, das nach 2013 wieder drittklassig spielen wird.

Die SpVgg Bayreuth steht in Bayern ebenfalls kurz vor dem Aufstieg. Zwei Spieltage vor Schluss können die Oberfranken nur noch von der Zweitvertretung des FC Bayern eingeholt werden, die fünf Punkte Rückstand aufweist. Bereits am 37. Spieltag kann Bayreuth mit einem Sieg gegen Viktoria Aschaffenburg den Aufstieg klarmachen.

Schulze Niehues' Botschaft an RWE: “Die müssen erst einmal ihr Spiel gewinnen”

Trotz des Dämpfers im Aufstiegsrennen nach dem 0:0 gegen Wiedenbrück zeigt sich Preußen Münster weiterhin kämpferisch im Aufstiegsrennen – der Gegner des Tabellenführers feiert den Punktgewinn dagegen auf Mallorca.

Er gibt sich auch nach dem 0:0 gegen Wiedenbrück weiterhin kämpferisch: Maximilian Schulze Niehues

Er gibt sich auch nach dem 0:0 gegen Wiedenbrück weiterhin kämpferisch: Maximilian Schulze Niehues

imago images/Kirchner-Media

Tabellenführung, zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger RW Essen, der sich zwei Spieltage vor dem Saisonende auch noch von Trainer Christian Neidhart trennte – mit einem Sieg gegen den SC Wiedenbrück hätte Preußen Münster den Aufstieg in Liga 3, zwei Jahre nach dem Abstieg, so gut wie perfekt machen können. Stattdessen erwies sich der derzeitige Tabellen-Achte aber als Stolperstein für den großen Favoriten und öffnete das Rennen um den Aufstieg in der Regionalliga West noch einmal weit.

Ich mache mir keine Sorgen, dass wir jetzt den Kopf hängen lassen – warum auch?

Maximilian Schulze Niehues

Maximilian Schulze Niehues, der in dieser Saison bereits zum 15. Mal zu null spielte, sprach nach der Partie im vereinseigenen Interview von einem “leistungsgerechten 0:0”. Trotz der Enttäuschung über das Remis blieb der 33-Jährige bezüglich der Aufstiegshoffnungen weiterhin optimistisch und schickte eine Kampfansage an den direkten Konkurrenten aus Essen: “Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber wenn ich richtig gerechnet habe, stehen wir drei Punkte vor Essen und die müssen erst einmal ihr Spiel gewinnen”.

Bei seinem eigenen Team sah der Torhüter dagegen keinen Grund zur Sorge, die Stimmung in der Kabine sei auch nach dem Unentschieden gut. “Ich mache mir keine Sorgen, dass wir jetzt den Kopf hängen lassen – warum auch?”

Hildmann: “Hätte mir gewünscht, dass wir mehr Fußall spielen”

Auch Trainer Sascha Hildmann sprach von einem “schweren Spiel” Spiel für den Tabellenführer, der trotz 20-minütiger Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Zech nicht zum entscheidenden Treffer kam. “Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr Fußball spielen”, sagte der 50-Jährige, der erst am Montag seinen Vertrag beim SCP verlängert hatte. Der Blick der Adlerträger gehe dennoch nach vorne, schließlich sei “es immer erst vorbei, wenn es vorbei ist”. Am 38. und damit letzten Spieltag der Regionalliga West empfängt Münster dann die zweite Mannschaft des 1. FC Köln und hat dort den Aufstieg in eigener Hand.

Wiedenbrück feiert in Mallorca

Der Gegner der Preußen feiert das hart erkämpfte Unentschieden dagegen mit einer dreitägigen Mallorca-Reise, wie Daniel Brinkmann bei “Reviersport” berichtete. “Wir machen eine Mannschaftsreise nach Mallorca. Das ist für mich völlig in Ordnung, weil wir ab nächsten Dienstag wieder normal trainieren werden”, berichtete der Trainer der Wiedenbrücker, die in dieser Saison gegen keine der Top-Fünf Mannschaften beide Spiele verloren haben. “Meine Spieler arbeiten teilweise 40 Stunden die Woche, kommen dann noch zum Training und sehen von 6 bis 21 Uhr ihre Familien nicht. Deswegen haben sie es sich verdient.” Wiedenbrück hat bereits vor dem letzten Spieltag den achten Tabellenplatz sicher.