Der “King” bleibt L.A. treu: LeBron James verlängert bei den Lakers

Mit 37 Jahren zeigt sich LeBron James noch immer nicht müde vom professionellen Basketball – und zugleich weiterhin im Dress der Los Angeles Lakers. Der NBA-Superstar hat seinen Vertrag um gleich zwei Jahre verlängert.

Hat weiterhin Lust auf Basketball im Trikot der Los Angeles Lakers: NBA-Superstar LeBron James.

Hat weiterhin Lust auf Basketball im Trikot der Los Angeles Lakers: NBA-Superstar LeBron James.

IMAGO/Icon SMI

LeBron James und die Los Angeles Lakers haben sich laut eines ESPN-Berichts auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung geeinigt.

Wie der US-Fernsehsender und das Medienunternehmen am Mittwoch berichtete, könnte der 37 Jahre alte James bis zum Ende der Saison 2024/2025 in Kalifornien spielen. “The King” besitzt allerdings die Option, schon 2024 vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen. Eigentlich wäre der Vertrag von James nach der kommenden Saison ausgelaufen.

Die zwei weiteren Jahre Vertrag bringen James 97,1 Millionen US-Dollar (95,5 Millionen Euro) ein. Der viermalige NBA-Champion steigt mit einem bislang ausgehandelten Gesamtgehalt von insgesamt 532 Millionen US-Dollar (523 Millionen Euro) zum bestverdienenden Spieler in der Geschichte der stärksten Basketball-Liga der Welt auf, wenn er noch weitere drei Spielzeiten absolviert.

Der 2,06 Meter große Top-Athlet spielt seit 2018 bei den Lakers. 2020 hatte der seit vielen Jahren überragende Profi mit der Mannschaft die Meisterschaft gewonnen, zuletzt aber enttäuschende Monate erlebt. Los Angeles, 17-maliger Champion, hatte in der abgelaufenen Saison die Play-offs verpasst. Verletzungen hatten James dabei oft ausgebremst, er kam auf lediglich 56 von inklusive Play-offs möglichen über 100 Einsätze – und erreichte in dieser Zeit trotzdem erstaunliche Werte wie 30,3 Punkte, 8,2 Rebounds und 6,2 Assists im Schnitt.

Durant zu Rücktrittsgerüchten: “Diese Scheiße ist lachhaft”

Wie geht es mit Kevin Durant weiter? Eine der Kernfragen in dieser NBA-Sommerpause ist weiter unbeantwortet. Der Superstar hat sich aber via Twitter zu Wort gemeldet.

Zu Gast bei der WNBA: Kevin Durant.

Zu Gast bei der WNBA: Kevin Durant.

picture alliance/dpa

Durant wehrt sich in den sozialen Medien gegen Gerüchte um sein bevorstehendes Karriereende. “Ich weiß, dass die meisten Leute anonymen Quellen mehr glauben werden als mir, aber wenn irgendjemand da draußen zuhört: Ich habe nicht vor, in absehbarer Zeit in den Ruhestand zu gehen”, twitterte der Forward der Brooklyn Nets: “Diese Scheiße ist lachhaft.”

Am Montag hatte der üblicherweise gut informierte NBA-Insider Marc Stein berichtet, ein Funktionär aus der Liga habe ihm gesagt, dass Durant eher aufhören werde, bevor er noch ein Spiel für die Nets bestreiten müsse. Der zweimalige NBA-Champion und dreimalige Olympiasieger möchte die Franchise aus dem “Big Apple” verlassen.

Ultimatum: Wie entscheidet der Eigner?

Durant hatte den Nets zuletzt ein Ultimatum gestellt. Im Gespräch mit Teambesitzer Joe Tsai machte der 33-jährige US-Amerikaner seinen Unmut gegenüber der sportlichen Führung deutlich und soll laut The Athletic gefordert haben, Trainer Steve Nash und General Manager Sean Marks zu entlassen. Ansonsten gehe er.

NBA-Eröffnungsnacht mit Golden State und Boston geplant

Draymond Green steht für ein Selfie bereit.

Draymond Green steht für ein Selfie bereit.

IMAGO/Sports Press Photo

Die NBA hat den offiziellen Spielplan, der für August erwartet wird, bislang nicht veröffentlicht. Dem Bericht zufolge sollen die Celtics am 18. Oktober zunächst die Philadelphia 76ers empfangen, bevor Meister Golden State auf die Los Angeles Lakers mit LeBron James trifft.

Die Final-Revanche zwischen Boston und Golden State soll es am 10. Dezember in San Francisco sowie am 19. Januar in Boston geben. Die Dallas Mavericks um Nationalspieler Maxi Kleber sollen zum Start der neuen Saison am 19. Oktober bei Hauptrundensieger Phoenix Suns gastieren.

Für die traditionellen Weihnachtsspiele am 25. Dezember ist ein Heimspiel gegen die Lakers vorgesehen.

NBA Christmas Games: Duell zwischen Mavs und Lakers geplant

Bei den traditionellen Weihnachtsspielen der NBA soll es zu einem Aufeinandertreffen zwischen Luka Doncic und den Dallas Mavericks sowie LeBron James und den Los Angeles Lakers kommen.

Duell an Weihnachten: Luka Doncic gegen LeBron James (li.).

Duell an Weihnachten: Luka Doncic gegen LeBron James (li.).

picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Dies berichtet “The Athletic” am Montag. Die NBA hat sich dazu offiziell nicht geäußert, der gesamte Spielplan für die Saison 2022/23 soll aber noch im August veröffentlicht werden. Bei den Weihnachtsspielen werden am 25. Dezember üblicherweise fünf Partien nacheinander ausgetragen und im nationalen Fernsehen übertragen.

Laut “The Athletic”-Journalist Shams Charania sollen die Lakers bei den Mavericks, bei denen auch der deutsche Nationalspieler Maxi Kleber aufläuft, antreten.

Die weiteren geplanten Spiele sind demzufolge: Meister Golden State Warriors gegen die Memphis Grizzlies, Finalist Boston Celtics gegen die Milwaukee Bucks, die New York Knicks gegen die Philadelphia 76ers sowie die Denver Nuggets mit Liga-MVP Nikola Jokic gegen Hauptrundensieger Phoenix Suns.

Fünf Millionen Dollar für Jordan-Trikot?

Ein Trikot der Basketball-Legende Michael Jordan könnte bei einer Auktion in New York für eine Millionensumme versteigert werden.

NBA-Finals 1998: Michael Jordan im roten Auswärtsdress der Chicago Bulls.

NBA-Finals 1998: Michael Jordan im roten Auswärtsdress der Chicago Bulls.

AFP via Getty Images

Wie das Auktionshaus Sotheby’s mitteilte, werden für das Jersey, das Jordan im ersten Spiel der NBA-Finals im Jahr 1998 getragen hatte, zwischen drei und fünf Millionen US-Dollar (2,9 bis 4,9 Millionen Euro) erwartet. Gebote können vom 6. bis 14. September abgegeben werden.

1998, bevor er sich ein zweites von drei Malen in den Ruhestand verabschiedete, hatte der für viele beste aller Basketballspieler seine letzte von sechs Meisterschaften gewonnen. Jordan war damals 35 Jahre alt.

Als bislang teuerstes Trikot gilt ein Shirt des verstorbenen argentinischen Fußballers Diego Maradona aus dem Jahr 1986, das im vergangenen Jahr für gut 8,4 Millionen Euro den Besitzer gewechselt hatte.

Zu Ehren von Russell: Rückennummer 6 in der NBA nicht mehr zu vergeben

Bill Russell, der am 31. Juli im Alter von 88 Jahren verstarb, erhält von der NBA eine einmalige Wertschätzung: Seine Rückennummer 6 wird von nun an nicht mehr zur Auswahl stehen – das gilt für alle 30 Teams.

Russell (li.) mit der ikonischen Nummer sechs.

Russell (li.) mit der ikonischen Nummer sechs.

picture alliance/AP Photo

Bill Russell war viel mehr als der erfolgreichste Basketballer aller Zeiten und dies wurde nun einmal mehr unter Beweis gestellt: Nach dem Tod Russells im Juli gab die NBA und die Spielergewerkschaft NBPA am Donnerstag bekannt, dass dessen Rückennummer 6 ab sofort nicht mehr zur Auswahl steht. Dass Rückennummern einzelner Spieler in ihren Franchises nicht mehr vergeben werden, kommt häufiger vor, doch die Vergabe ligaweit zu stoppen, ist eine Neuheit.

Fans der NBA kommt bei der Nummer sechs seit der vergangenen Saison vor allem wieder LeBron James in den Kopf, der zu seiner alten Rückennummer zurückkehrte. Doch für ihn und alle weiteren 24 Akteure, die mit dieser Nummer in der abgelaufenen Spielzeit aufliefen, gibt es eine Art Ausnahmeregelung: Sie dürfen sie von Seiten der Liga weiterhin tragen.

Russell in allen Hallen geehrt

Darüber hinaus steht Russell auch in den Hallen im Fokus: Einerseits wird jedes Team in der Saison 22/23, die im Oktober startet, mit einem speziellen Abzeichen an der rechten Schulter auflaufen, andererseits wird neben jeder Anzeigetafel ein Logo mit Russells Rückennummer ausgehängt.

Auch NBA-Commissioner Adam Silver äußerte sich und ordnete Russells Werk ein: “Bill Russells beispielloser Erfolg auf dem Platz und als Pionier der Bürgerrechtsbewegung verdient es, auf einmalige und historische Weise gewürdigt zu werden.”

Durant stellt Nets Ultimatum und fordert Nash-Ablösung

Die Zukunft von Kevin Durant ist weiterhin ungeklärt. Der Superstar will die Brooklyn Nets verlassen – oder einen Trainerwechsel.

Stellt dem Nets-Eigner ein Ultimatum: Kevin Durant.

Stellt dem Nets-Eigner ein Ultimatum: Kevin Durant.

IMAGO/Sports Press Photo

Der abwanderungswillige Durant hat dem Besitzer der Brooklyn Nets ein Ultimatum gestellt. Im Gespräch mit Joe Tsai machte der 33-Jährige seinen Unmut gegenüber der Sportlichen Leitung deutlich und soll laut “The Athletic” gefordert haben, Head Coach Steve Nash und General Manager Sean Marks zu entlassen. Ansonsten ginge er.

Durant ist unzufrieden mit der sportlichen Ausrichtung der Franchise. Die Nets waren in den vergangenen Play-offs bereits in Runde eins an den Boston Celtics gescheitert. Während der Saison war Superstar James Harden zu den Philadelphia 76ers getraded worden, ein sportlicher Nackenschlag.

Vertrag läuft noch bis 2025

Durant war 2019 nach New York gekommen. Im Juni 2021 hatte er sich für weitere vier Jahre an die Nets gebunden. Die Unterschrift sollte dem zweimaligen NBA-Champion (mit den Golden State Warriors) 198 Millionen Dollar einbringen. Mehrere Klubs haben bereits ihr Interesse an Durant bekundet, darunter Boston, die Miami Heat und die Toronto Raptors.

Saison 2001/02: Seuchen- oder Traumsaison?

01. August 202251:48 Minuten

Saison 2001/02: Seuchen- oder Traumsaison?

Zum Abschluss der ersten Serie biegt “kicker History” ins 21. Jahrhundert ab, in dem der FC St. Pauli sein Jahrhundertspiel womöglich schon ziemlich zeitig spielte. Und einen wahren Verkaufsschlager auf den Markt brachte. Eine noch mal deutlich spektakulärere Saison legte Bayer 04 Leverkusen hin, wie sich Jens Nowotny erinnert. Doch das Ende einer außergewöhnlichen Spielzeit war bittersüß – von einem solchen kann auch Jürgen Kohler berichten.

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Ein Mann, noch größer als sein Werk

Bill Russell war der erfolgreichste NBA-Spieler überhaupt. Und doch redet am Tag nach seinem Tod kaum jemand über den Sportler.

Ein Gigant unter Giganten: Bill Russell (re.).

Ein Gigant unter Giganten: Bill Russell (re.).

Getty Images

Als Michael Jordan, nach drei mit den Bulls gewonnenen Meisterschaften, seine Basketballschuhe 1993 überraschend an den Nagel hängte – zumindest vorübergehend -, stellten sie ihm in Chicago eine Statue vor die Arena, auf deren Sockel geschrieben stand: “Der Beste, den es jemals gab. Der Beste, den es jemals geben wird.”

Als Bill Russell die Celtics ziemlich genau drei Jahrzehnte zuvor bereits zu sechs Meisterschaften geführt hatte, waren sie in Boston in sein Haus eingebrochen und hatten dort rassistische Schriftzüge an den Wänden hinterlassen – und ihre Fäkalien in seinem Bett.

Aus der Heimat vertrieben – Olympia-Gold

Russell, 1934 im südlichen Louisiana geboren, war mit seiner Familie im Alter von acht Jahren schon von dort vertrieben worden. William Felton, genannt Bill, wuchs schließlich im fernen Kalifornien auf. Und selbst wenn er damals schon die nationale College-Liga als mehrmaliger Meister zu Regeländerungen gezwungen oder als Kapitän des Basketball-Teams 1956 Olympia-Gold für die USA gewonnen hätte: Daran hätte das nichts geändert. Die “falsche” Hautfarbe reichte damals schon aus.

Um Meisterschaften ging es beim Menschen Russell nie. Elf sollten es einmal werden, sechs davon hatte er auch schon im Rücken, als er im Sommer 1963 bei Martin Luther Kings berühmter “I have a dream”- Rede in der ersten Reihe stand. King hatte den bekannten Sportstar zu sich aufs Podium gebeten, was sich dieser aber nicht herausnehmen wollte: “Dafür habe ich noch nicht genug getan.” Wieder ging es nicht um Meisterschaften.

Werden Sie sich den weißen Spielern gegenüber rassistisch verhalten?

Frage an den Spielertrainer Bill Russell

Das ging es auch nicht bei Russells erster Pressekonferenz, als er die großen Celtics 1966 als Spielertrainer übernahm. “Werden Sie sich den weißen Spielern gegenüber rassistisch verhalten?”, lautete sinngemäß die erste Frage aus der Journalistenschar. Um Gleiches mit Gleichem zu vergelten? Für so etwas hatte Russell allein schon keine Zeit.

1967 hatte er sich lieber dem “Cleveland Summit” angeschlossen, als sich etliche Schwarze Sportgrößen zusammentaten, um Muhammad Alis schwer kritisierte Entscheidung zu verteidigen, nicht in den Vietnamkrieg zu ziehen. Football-Star Jim Brown hatte die Konferenz organisiert, zu ihrem Antreiber und Gesicht wurde Russell – während er Boston, in Doppelfunktion, zu weiteren Meisterschaften führte. Alis Weltmeistertitel wurde trotzdem aberkannt.

Wie oft hätte Russell seinen Kopf verlieren, wie oft hätte er einfach aufgeben können? Denn die Liste würde sich noch eine Weile fortsetzen lassen. Er tat es nicht, dafür war er auch einfach zu schlau. So durchdacht, wie er die großen Duelle mit seinem ewigen Rivalen Wilt Chamberlain individuell meistens zu verlieren schien, um die Spiele mit uneigennützigem Team-Basketball am Ende doch zu gewinnen, trat er als Sprachrohr der unterdrückten “Black Community” auf. Während ihn das FBI als “arrogant negro” – diese Übersetzung ist wohl selbsterklärend – wie einen Feind beobachtete.

Mit 83 Jahren auf Twitter – aus gutem Grund

Die 1960er Jahre waren längst Geschichte und Meisterschaften konnte Russell erst recht keine mehr gewinnen, als er im September 2017 plötzlich auf Twitter auftauchte. Gepostet wurde ein Bild, das den 83-jährigen Russell auf einem Knie zeigt – eine Geste der Unterstützung für den NFL-Quarterback Colin Kapernick, der sich ebenfalls gegen soziale Ungerechtigkeit positioniert hatte. Was ihn – und das in der Neuzeit – den Job kostete.


Bill Russell

Von Magic Johnson bis Allen Iverson: Granden aller Generationen scharten sich um Russell.
Getty Images

Das Sprachrohr ist Russell immer geblieben, gesellschaftlich wie sportlich. Den nach ihm benannten Award für den besten Spieler einer jeden NBA-Finalserie hat er den Gewinnern stets selbst überreicht, solange seine Gesundheit das zuließ. Bis zuletzt blieb Russell präsent, ein Idol für Sportler sämtlicher Generationen, die seine Nähe und seinen Rat gerne suchten. Lebendige Geschichte zum Anfassen.

Am vergangenen Sonntag ist ein geschichtsträchtiges Leben nach 88 Jahren zu Ende gegangen, ist mit Bill Russell einer der größten Basketballspieler und auch einer der größten Sportler des 20. Jahrhunderts verstorben. Und doch möchte seither kaum jemand über seine elf Meisterschaften sprechen, die wahrscheinlich auf ewig unerreicht bleiben werden.

“Er war ein Pionier und hat jedem Schwarzen Spieler, der nach ihm in die Liga kam, den Weg geebnet – inklusive mir”, bedankte sich kein Geringerer als Michael Jordan. Als “großartigen Amerikaner, der alles getan hat, was er konnte, um das Versprechen eines Amerikas für alle Amerikaner einzulösen”, adelte US-Präsident Joe Biden den Sportgiganten. Und mit Barack Obama merkte einer von Bidens Vorgängern an, dass so groß Russell auch war – und das waren immerhin 2,08 Meter -, “sein Vermächtnis reicht darüber hinaus”. Um nicht zu sagen: Der Mensch hat sein sportliches Werk noch übertroffen.

Niklas Baumgart