Nach einem Jahr: Anklage gegen Greenwood fallengelassen

Die britische Justiz hat die Ermittlungen gegen Mason Greenwood (21) eingestellt. Die Anklagen wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung wurden fallen gelassen.

Keine Ermittlungen mehr: Mason Greenwood bei einem Gerichtstermin im vergangenen Herbst.

Keine Ermittlungen mehr: Mason Greenwood bei einem Gerichtstermin im vergangenen Herbst.

IMAGO/PA Images

Wie die Polizei in Manchester am Donnerstag mitteilte, werden die Anklagen nicht weiter verfolgt. Greenwood hat keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr zu befürchten. Der Fall hätte im November 2023 vor Gericht verhandelt werden sollen.

“In diesem Fall führte eine Kombination aus dem Rückzug wichtiger Zeugen und neuem Material, das bekannt wurde, dazu, dass keine realistische Aussicht auf eine Verurteilung mehr bestand”, teilte die Staatsanwaltschaft Crown Prosecution Service mit. “Unter diesen Umständen sind wir verpflichtet, den Fall zu schließen.” Weitere Kommentare werde es nicht geben.

Greenwood war am 31. Januar 2022 wegen schwerer Gewalt- und Missbrauchsvorwürfe sowie angeblichen Morddrohungen gegen seine damalige Lebensgefährtin vorläufig festgenommen worden. Die hatte auf ihrem Instagram-Kanal Bilder veröffentlicht, auf denen Verletzungen zu sehen waren. Hinzu kamen Tonaufnahmen, auf denen mutmaßlich Greenwood zu hören war. Im Oktober 2022 war Anklage wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung erhoben worden.

Manchester United hatte den englischen Nationalspieler nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert. Seitdem durfte er beim englischen Rekordmeister weder trainieren noch spielen. Greenwood bleibe suspendiert, bis das Verfahren abgeschlossen sei, hatte United erklärt. Zur neuen Entwicklung gab es vom Verein bislang noch keine Stellungnahme.

Chief Superintendent Michaela Kerr betonte, die Behöre werde Vorwürfen wegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen weiter konsequent nachgehen und ermutigte Opfer, sich bei der Polizei zu melden und sicherte ihnen uneingeschränkte Unterstützung zu.

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Erstmals seit 35 Jahren: Finale zwischen ManUnited und Newcastle mit Stehplätzen

Beim Finale im englische League Cup können zu einem kleinen Teil auch wieder Zuschauer auf Stehrängen des Wembleystadions das Duell zwischen ManUnited und Newcastle verfolgen.

Ort des englischen League-Cup-Finals: Das Wembleystadion, 2023 mit einigen Stehplätzen.

Ort des englischen League-Cup-Finals: Das Wembleystadion, 2023 mit einigen Stehplätzen.

AFP via Getty Images

Damit ist das Endspiel im Londoner Fußball-Tempel das erste größere Finale seit 35 Jahren, in dem wieder stehende Fans zugelassen werden. Anpfiff im Wembley ist am 26. Februar um 17.30 Uhr (LIVE! bei kicker).

Die Finalteilnehmer Manchester United und Newcastle erhalten jeweils ein Kontingent von 867 Karten, die sich im neuen Stehplatzbereich des Wembleystadions befinden. Diese befinden direkt hinter beiden Toren.

League Cup, Halbfinale und Finale

Die englische Liga und deren Klubs haben zu Beginn der aktuellen Spielzeit unter bestimmten Bedingungen wieder das Stehen in gewissen Bereichen erlaubt – zum Beispiel für Heim- und Gästefans in den Stadien von Cardiff City, den Queens Park Rangers, Chelsea oder Manchester City. Nun soll dies mit entsprechenden Sturzabsperrungen auch bei einem größeren Finale wieder mal der Fall sein.

Ursprünglich wurden infolge der Hillsborough-Katastrophe von 1989 die Stehplätze ab dem Jahr 1994 in britischen Stadien verboten. Ende Januar erst hatte die Polizei Fehler eingeräumt, die während des Unglücks in Sheffield, wo sich der FC Liverpool und Nottingham Forest im FA-Cup-Halbfinale vor fast 34 Jahren auf neutralem Boden gegenüberstanden, passierten. 

Nächster Rücktritt: Auch Varane spielt nicht mehr für Frankreich

Die Führungsreihen bei Vize-Weltmeister Frankreich lichten sich. Auch Abwehrchef Raphael Varane (29) hat angekündigt, nicht mehr für die Equipe Tricolore auflaufen zu wollen.

Will nicht mehr für Frankreich auflaufen: Raphael Varane.

Will nicht mehr für Frankreich auflaufen: Raphael Varane.

IMAGO/Shutterstock

“Ich habe schon seit einigen Monaten darüber nachgedacht und beschlossen, dass es der richtige Zeitpunkt für mich ist, mich von der Nationalmannschaft zurückzuziehen”, schrieb der Innenverteidiger auf Instagram. Sein erstes Länderspiel hatte er vor knapp zehn Jahren, im März 2013, bestritten, sein letztes wird nun das verlorene WM-Finale gegen Argentinien bleiben.

Insgesamt absolvierte Varane 93 Länderspiele, erzielte dabei fünf Tore und wurde 2018 in Russland Weltmeister.  Den Titelgewinn bezeichnete er in seinem Abschiedspost als “eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens”, er spüre “immer noch jede einzelne Emotion, die ich an diesem Tag, dem 15. Juli 2018, empfunden habe”. Nun sei es aber “an der Zeit, dass die neue Generation das Zepter übernimmt”. Bei der WM in Katar hatte Varane das erste Spiel gegen Australien angeschlagen noch verpasst, danach aber alle Spiele von Beginn an absolviert.

Schon vor seiner offiziellen Verkündung hatte “Le Parisien” vom anstehenden Rücktritt berichtet. Der Zeitung zufolge soll ein Grund für den bereits im Alter von 29 Jahren vollzogenen Schritt sein, dass Varane mehr Zeit für seine Familie haben möchte. Auch die körperliche und mentale Abnutzung sowie die Enttäuschung über das verlorene WM-Finale gegen Argentinien sollen Faktoren gewesen sein.

Wird Mbappé nun Kapitän?

Mit Varane verliert Nationaltrainer Didier Deschamps einen weiteren Führungsspieler der erfolgreichen letzten Jahre. Zuvor hatten bereits Torhüter und Kapitän Hugo Lloris sowie dessen Stellvertreter, der in der Kabine hochgeschätzte Steve Mandanda, ihren Rücktritt aus der französischen Nationalmannschaft erklärt. Auch Ballon-d’Or-Gewinner Karim Benzema hatte nach dem WM-Finale angedeutet, nicht mehr für Frankreich zu spielen.

Varane galt als heißer Anwärter, die Binde von Lloris zu übernehmen. Nun deutet Medienberichten zufolge einiges darauf hin, dass Kylian Mbappé neuer Kapitän von “Les Bleus” wird. Ihr erstes Spiel des Jahres absolviert die französische Nationalmannschaft am 24. März gegen die Niederlande.

Sancho frenetisch gefeiert – und mit neuer Rolle?

Jadon Sancho hat schwere Zeiten hinter sich. Seit Oktober hatte der 22-Jährige kein Spiel mehr für Manchester United bestritten – nun aber gibt es Licht am Ende des Tunnels.

Lächelnd zum Comeback: Jadon Sancho (Mi.).

Lächelnd zum Comeback: Jadon Sancho (Mi.).

IMAGO/PA Images

Es lief die 63. Spielminute, die Nr. 25 leuchtet grün auf, Jadon Sancho steht bereit und betritt kurz darauf das Spielfeld. Der Empfang des dribbelstarken Offensivspielers fällt herzlich aus, die Fans in Old Trafford singen seinen Namen, “Sancho, Sancho, Sancho”, ist überall zu hören – zu dem Zeitpunkt stand es noch 0:0 gegen Nottingham, allerdings befand sich Manchester ob des klaren 3:0-Hinspielerfolgs bereits auf Kurs in Richtung Endspiel.

Später führten Anthony Martial (73.) und Fred (76.) den englischen Rekordmeister zu einem 2:0-Sieg und sorgten so für ein rundumgelungenes Comeback von Sancho. Der hatte seit dem 22. Oktober (1:1 beim FC Chelsea) wegen einer nicht näher definierten “Erkrankung” kein Spiel mehr für ManUnited gemacht.

Was den ehemaligen Dortmunder (104 Spiele, 38 Tore), der 2021/22 für eine Sockelablöse von 85 Millionen Euro nach Manchester wechselte, gehemmt hatte, war nicht so ganz klar. ManUnited-Coach Erik ten Hag betonte noch Mitte Dezember, dass man manchmal nicht wisse, wo Sanchos “Qualitätsabfall” herkam. Der Niederländer hielt sich bedeckt, sprach aber von “Fitness und Stimmung” als Ursachen – und hob hervor, dass den Spieler “so schnell wie möglich zurückholen” wollte.

Neue Rolle für Sancho?

Vor zwei Wochen kehrte Sancho ins Mannschaftstraining zurück und Anfang Februar folgte nun sein Comeback auf dem Platz – und bei so manch einem Fan dürfte die Hoffnung groß sein, dass der 22-Jährige an seine starken Leistungen zu Saisonbeginn (drei Tore in acht Spielen) anknüpft. Ob dieser Fall eintrifft, bleibt abzuwarten, allerdings kann sich Sancho darauf einstellen, dass er nicht mehr ausschließlich auf dem Flügel zum Zug kommt.

So agierte er gegen Nottingham nicht auf dem Flügel, sondern eher zentral. “Ich weiß, dass er als Zehner und auf dem Flügel spielen kann”, sagte ten Hag dem englischen “Sky Sports” und ergänzte: “Das können wir nutzen und das mag ich.”

Die Joker reißen’s raus: ManUnited folgt Newcastle ins Finale

Manchester United gewann das Halbfinal-Rückspiel im League Cup gegen Nottingham souverän 2:0 und folgt damit Newcastle ins Endspiel. Gegen Forest rissen es diesmal die Joker raus.

Lass dich drücken: Anthony Martial und Marcus Rashford beim Torjubel.

Lass dich drücken: Anthony Martial und Marcus Rashford beim Torjubel.

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Mit 3:0 hatte Manchester United das Hinspiel in Nottingham gewonnen und damit die Tür zum Halbfinale sperrangelweit aufgestoßen. Wohl auch mit Blick auf die komfortable Ausgangssituation schickte Trainer Erik ten Hag eine “B-Elf” ins Rennen.

Im Vergleich zum jüngsten 3:1-Sieg im FA Cup gegen Reading spielten Heaton (Tor), Varane, Martinez, Shaw, Fred und Garnacho für de Gea (Tor), Maguire, Lindelöf, Malacia, den kürzlich verletzten Eriksen und Rashford. Der am Montag vom FC Bayern verpflichtete Sabitzer stand noch nicht im Kader.

Forest hatte am Wochenende spielfrei, da man sich bereits in der 3. Runde des FA Cups verbschiedet hatte (1:4 in Blackpool). Dennoch gab es personell zahlreiche Änderungen im Vergleich zum Hinspiel. Aurier, Worrall und Danilo landeten auf der Bank, während Gibbs-White wegen einer Sprunggelenksverletzung passen musste. 

Neu dabei: Williams, Boly, der ehemalige Stuttgarter Mangala (72 Bundesligaspiele für den VfB) und Dennis, der eigentlich gar nicht vorgesehen war. Ursprünglich sollte Ex-United-Profi Lingard (149 Ligaspiele für ManUnited) in der Startelf stehen, doch der 30-Jährige verletzte sich beim Aufwärmen und musste kurzfristig passen.

Einseitiges Spiel mit wenig Chancen

Sportlich entwickelte sich in Old Trafford eine einseitige, zugleich aber recht zähe Angelegenheit. ManUnited kam zu enorm viel Ballbesitz, wusste mit diesem aber letzten Endes nicht allzu viel anzufangen. Vor allem der finale Pass kam bei den “Red Devils” nicht an, sodass die aufmerksame und in den Zweikämpfen durchaus präsente Forest-Defensive nicht sonderlich geprüft wurde. 


Pechvogel: Wout Weghorst (#27) trifft nur den Pfosten.

Pechvogel: Wout Weghorst (#27) trifft nur den Pfosten.
IMAGO/PA Images

Das änderte sich erst nach circa einer halben Stunde, als Casemiro per Kopf Keeper Hennessey zu einer Parade zwang (29). Kurz darauf musste auf der Gegenseite Schlussmann Heaton sein Können gegen Johnson unter Beweis stellen (34.). Weil dann auch noch Antonys sehenswerter Distanzversuch drüber rauschte (38.), Surridge unfreiwillig bei Dennis’ Schuss für United klärte (43.) und Weghorst auch noch an den Pfosten köpfte (45.), ging es torlos zum Pausentee. 

ManUnited verschärft das Tempo – und wird belohnt

Durchgang zwei gestaltete sich ähnlich wie der erste. ManUnited mit mehr Spielanteilen, aber ohne große Torchancen. Nottingham defensiv solide und mit gelegentlichen Entlastungsangriffen. In Summe aber blieb es ein zähes Spiel, in dem Schiedsrichter Peter Bankes nach 57 Minuten im Fokus stand, als er ein klares Foul von McKenna an Weghorst im eigenen Strafraum übersah (57.).

Danach verschärfte der Rekordmeister das Tempo und kam über Garnacho (61.) und Casemiro (65., 67.) zu vielversprechenden Chancen, doch die Null hielt – aber nicht mehr lange: Zuerst kam ein Boly-Fehlpass die Gäste teuer zu stehen, als Joker Martial nach Doppelpass mit  dem ebenfalls eingewechselten Rashford zum 1:0 vollstreckte (73.). Kurz darauf glänzte Rashford erneut mit einer Vorlage, als er einen tollen Außenristpass von Bruno Fernandes für Fred abtropfen ließ – 2:0 (76.). 

Das war die Entscheidung in diesem Spiel, das in der Folge langsam austrudelte. United folgt damit Newcastle United ins League-Cup-Finale am 26. Februar. Zuvor gilt es aber wieder, den Fokus auf die Premier League zu richten. Am Samstag geht’s zu Hause gegen Crystal Palace (16 Uhr), Nottingham empfängt tags darauf Leeds United (15 Uhr).

Knöchelverletzung: Eriksen fehlt ManUnited mehrere Monate

Manchester United muss für mehrere Monate auf Christian Eriksen (30) verzichten. Der Mittelfeldspieler verletzte sich im FA-Cup-Spiel gegen Reading am Knöchel.

Verletzte sich im FA Cup am Knöchel: Christian Eriksen.

Verletzte sich im FA Cup am Knöchel: Christian Eriksen.

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Mit sechs Siegen aus acht Spielen startete Manchester United in das neue Jahr, eine starke Ausbeute, an der auch Christian Eriksen einen großen Anteil hatte. Wettbewerbsübergreifend kommt der Mittelfeldmann auf 31 Einsätze in der aktuellen Saison, keinen Spieler setzte United-Coach Erik ten Hag bislang öfter ein.

Untersuchungen bestätigen Knöchel-Verletzung

Nun wird es aller Voraussicht nach aber nicht mehr lange dauern, bis Eriksen in dieser Statistik vom Spitzenplatz verdrängt wird. Wie die Red Devils am Dienstagnachmittag bekanntgaben, wird der Däne seinem Team voraussichtlich bis Ende April beziehungsweise Anfang Mai fehlen. Demnach hat sich der 30-Jährige am vergangenen Samstag beim 3:1-Erfolg in der 4. Runde des FA Cup eine Verletzung am linken Knöchel zugezogen. Bereits nach dem Schlusspfiff hatten TV-Bilder gezeigt, wie Eriksen das Old Trafford auf Krücken verließ, Untersuchungen brachten nun Aufklärung über die Schwere der Verletzung. Reading-Stürmer Andy Carroll, der später nach einem Foul an Casemiro mit Gelb-Rot vom Platz flog, hatte Eriksen kurz nach der Pause bei einem überaus harten Einsteigen am besagten Knöchel erwischt.

Wohl kein Neuzugang trotz Eriksens Ausfall

Auf der Pressekonferenz vor dem kommenden Halbfinal-Rückspiel im League Cup gegen Nottingham Forest (Mittwoch, 21 Uhr) äußerte sich der Trainer der Red Devils zum Ausfall einer seiner wichtigsten Akteure: “Natürlich ist Christian enttäuscht. Es hätte nicht passieren dürfen, aber es ist passiert und man muss damit umgehen”, kommentierte ten Hag die Situation. Dass ManUnited trotz der Verletzung des Dänen, der “Top-Qualität in den Kader bringt”, noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt, hält der Niederländer für unwahrscheinlich: “Etwas am Deadline Day zu machen ist schwierig.” Man habe “Spieler im Mittelfeld, gute Spieler, die die Lücke füllen können”, sagte der 52-Jährige.

Die mehrmonatige Pause zwingt Eriksen nicht nur zur Zuschauerrolle bei den Ligaspielen seiner Mannschaft, sondern sorgt auch dafür, dass der 120-fache dänische Nationalspieler die beiden Play-off-Spiele in der Europa League gegen den FC Barcelona verpassen wird (16. und 23. Februar).

Arsenal bietet Manchester United Rekordsumme für Russo

Bahnt sich im Frauen-Fußball ein neuer Weltrekord-Transfer an? Der FC Arsenal lockt Englands Europameisterin Alessia Russo von Manchester United.

Ihr Vertrag bei Manchester United läuft im Sommer aus: Alessia Russo.

Ihr Vertrag bei Manchester United läuft im Sommer aus: Alessia Russo.

IMAGO/News Images

Wie englische Medien übereinstimmend berichten, soll Arsenal mehr als 400.000 Pfund (456.000 Euro) für die Angreiferin geboten haben. Russo steht bei Manchester United nur noch bis Saisonende unter Vertag, bei den Verhandlungen mit der 23-Jährigen über eine Verlängerung gab es bislang keinen Durchbruch.

Dem Vernehmen nach hat der Spitzenreiter der Women’s Super League (WSL) Arsenals erstes Angebot abgelehnt, auch auf die Gefahr hin, Russo am Saisonende ablösefrei ziehen lassen zu müssen. Das Transferfenster der WSL schließt am heutigen Dienstag um 18 Uhr (MEZ).

Für den Ablöserekord im Frauen-Fußball soll im Sommer der Wechsel von Mittelfeldspielerin Keira Walsh von Manchester City zum FC Barcelona gesorgt haben. Damals sollen ebenfalls um die 400.000 Pfund Ablöse geflossen sein, jedoch etwas weniger als die Summe, die Arsenal jetzt für Russo geboten hat.

Auf dem Weg zum Europameister-Titel im eigenen Land hatte Russo vergangenen Sommer vier Tor für England erzielt. Arsenal, das in der Tabelle der WSL momentan auf Platz drei hinter ManUnited und dem FC Chelsea rangiert, aber noch ein Spiel in der Hinterhand hat, braucht nach dem dringend schlagkräftige Verstärkung für den Angriff, nachdem sich sowohl EM-Torschützenkönigin Beth Mead als auch WSL-Rekordtorschützin Vivianne Miedema jeweils einen Kreuzbandriss zugezogen haben. Für United hat Russo seit ihrem Wechsel von den North Carolina Tar Heels vor drei Jahren in 35 WSL-Spielen 17 Tore geschossen.

Zuletzt war die Women’s Super League wegen des kuriosen Abbruchs der Partie Chelsea gegen Liverpool in die Schlagzeilen geraten.

FE:male #15 - Laura Freigang

27. Januar 202357:24 Minuten

FE:male #15 – Laura Freigang

Ich bin ein Spielertyp, den man auf dem Platz haben wollen muss! So selbstbewusst zeigt sich Nationalspielerin Laura Freigang, als wir sie im Herzen von Europa treffen. Mit ihr sprechen wir über die noch junge Frauenabteilung von Eintracht Frankfurt und sie beschreibt, warum der Verein den X-Faktor hat. Gemeinsam diskutieren wir außerdem über die vergangene WM in Katar. Freigang erklärt, warum der DFB eine neue Identität finden muss und wieso sie die Spieler absolut nicht beneidet. Natürlich blicken wir auch voraus auf die Frauen WM in Australien/Neuseeland in diesem Sommer. Die Stürmerin spricht über die Erwartungen an das Turnier, wie sie ihren sportlichen Anspruch deutlich machen will und warum ihr Social Media Profil in nur 14 Minuten durch die Decke gegangen ist. Darüber hinaus berichtet sie über ihre aufregende Zeit in den USA und erzählt, warum sie die Hälfte des Jahres um 5 Uhr aufgestanden ist um zu rennen und welche zwei wichtigen Entscheidungen es dort zu treffen gilt.

FE:male #14 – Maximilian Arnold

04.11.2022

FE:male #13 – Timo Baumgartl

30.09.2022

FE:male Spezial – Lea Schüller

16.09.2022

FE:male #12 – Alexandra Popp

02.09.2022

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Matchwinner Casemiro und Zauberer Fred: ManUnited erreicht Achtelfinale

Etwas überraschend leistete Reading in der 4. Runde des FA Cup Favorit Manchester United in Old Trafford lange Zeit Widerstand, musste sich am Ende aber dennoch klar geschlagen geben. Mann des Abends: Casemiro.

Glücklich: Casemiro (2.v.re.) jubelt gemeinsam mit seinen Mitspielern.

Glücklich: Casemiro (2.v.re.) jubelt gemeinsam mit seinen Mitspielern.

IMAGO/PA Images

Für Reading, bei dem der ehemalige Bundesliga-Profi Baba (67 Spiele für Fürth, Augsburg und Schalke) Teil der Startelf war, war es das Spiel des Jahres. Im altehrwürdigen Old Trafford durfte der Tabellen-16. der englischen zweiten Liga auf der großen Bühne ran – und verkaufte sich ordentlich. Bemerkenswert vor allem: Die Abwehr der Royals, die drittschlechteste der Championship, funktionierte.

ManUnited war zwar von Beginn an feldüberlegen und hatte klar mehr Ballbesitz, doch die Red Devils entwickelten zu wenig Durchschlagskraft. Bis auf Eriksens direkten Freistoß (8.), Antonys Schlenzer (17.) und Bruno Fernandes’ Versuch aus dem Stand (28.), die allesamt das Tor knapp verfehlten, kam der Rekordmeister nicht zu sonderlich klaren Abschlüssen.

VAR kassiert Rashford-Tor wieder ein

Und es lag nicht daran, dass Trainer Erik ten Hag etwa eine B-Elf ins Feld geschickt hatte. Im Kern spielte dieselbe Elf wie beim jüngsten 3:0-League-Cup-Sieg in Nottingham, lediglich Maguire verteidigte innen anstelle von Martinez.

Pech hatte Rashford, dessen Kopfballtreffer zum vermeintlichen 1:0 nach VAR-Check wieder einkassiert wurde, weil Vorbereiter Weghorst zuvor knapp im Abseits gestanden hatte (35.). Dennoch: Es schien nur eine Frage der Zeit, ehe der große Favorit in Führung gehen würde – zu überlegen war Manchester und zu harmlos Reading im Spiel nach vorne. 

Brasilianer trumpfen auf

Letztlich schwang sich Casemiro auf, um Held des Abends zu werden. Zuerst besorgte der 30-Jährige das 1:0, als er einen perfekt getimten Vertikalpass von Antony aus kurzer Entfernung in die Maschen lupfte (54.), dann probierte er einfach mal sein Glück aus der Distanz und wurde belohnt, als Holmes unglücklich für Reading-Keeper Lumley abfälschte (58.).

Der Bann war gebrochen und die Messe dann gleich gelesen, zumal Readings Stürmer Carroll (248 Premier-League-Spiele und 54 Tore für Liverpool, West Ham und Newcastle) binnen fünf Minuten Gelb-Rot sah und seinen Farben so einen Bärendienst erwies (65.). Als dann auch noch Fred nach einer Ecke wunderbar per Hacke zum 3:0 traf, waren sämtliche Restzweifel am Ausgang des Spiels ausgeräumt (66.).

Joker Mbengue sticht sofort

Den Royals glückte durch den eingewechselten Mbengue aus einer Ecke immerhin das 1:3 (72.), doch das war am Ende nicht mehr als Ergebniskosmetik. Manchester erreichte souverän das Achtelfinale des FA Cups und kann weiter von einem Titel in der laufenden Saison träumen.

Der FA Cup ist dabei nicht die einzige Hochzeit, auf der die Red Devils tanzen. Sie sind noch im League Cup dabei, wo sie am kommenden Mittwoch zu Hause gegen Nottingham den Finaleinzug klarmachen können. In der Europa League ist man auch noch vertreten, dort wartet Mitte Februar der FC Barcelona (16. und 23. Februar).