Bayern trifft auf Barça – Machbare Lose für Wolfsburg

Der FC Bayern bekommt es in der Gruppenphase der Frauen-Champions-League mit Vorjahresfinalist FC Barcelona zu tun. Der VfL Wolfsburg dürfte mit seinen Gegnern leben können.

Wiedersehen in der Champions-League-Gruppenphase: Jovana Damnjanovic (li.) und Mapi Cebrian.

Wiedersehen in der Champions-League-Gruppenphase: Jovana Damnjanovic (li.) und Mapi Cebrian.

IMAGO/PanoramiC

Im Vorjahr hatte der FC Barcelona unter anderem über die TSG Hoffenheim und den VfL Wolfsburg das Champions-League-Finale erreicht. Und auch in diesem Jahr kommt auf die Katalaninnen ein deutscher Gegner zu.

Der FC Bayern zog bei der Auslosung der Gruppenphase am Montagmittag in Nyon aus dem schweren ersten Topf Barça um die derzeit verletzte Weltfußballerin Alexia Putellas. Immerhin gingen die Münchnerinnen so – anders als 2021/22 – Titelverteidiger Olympique Lyon in der Vorrunde aus dem Weg.

Außerdem trifft der deutsche Vizemeister in der Gruppe D auf den FC Rosengard aus Schweden, bei dem mit Bianca Schmidt, Rebekka Knaak, Gina Chmielinski und Stefanie Sanders ein deutsches Quartett unter Vertrag steht, und wie schon im Vorjahr auf Benfica. Damals hatte es 0:0 und 4:0 aus FCB-Sicht geheißen.

Wolfsburg gegen Neuling Roma – Chelsea gegen PSG und Real

Der VfL Wolfsburg hat eine vergleichsweise einfache Gruppe erwischt. In der Staffel B bekommt es der Meister und Bundesliga-Spitzenreiter mit dem tschechischen Titelträger Slavia Prag, dem österreichischen Meister SKN St. Pölten und Gruppenphasen-Debütant AS Rom zu tun. St. Pölten hatte sich in der Qualifikation erst nach Verlängerung gegen Pallokissat Kuopio aus Finnland durchgesetzt (1:0/2:2).

Am prominentesten besetzt ist wohl die Gruppe A um Chelsea, Paris St. Germain und Real Madrid, in der Neuling KS Vllaznia Shkoder aus Albanien krasser Außenseiter ist. Auch die Gruppe C mit Lyon, Arsenal, Juventus und dem FC Zürich verspricht spannende Duelle.

Die Gruppenphase läuft vom 19. Oktober bis 21. Dezember, auch während der Männer-WM in Katar wird also gespielt. Die Viertel- und Halbfinalpaarungen werden am 20. Januar (13 Uhr) ebenfalls in Nyon ausgelost. Das Finale findet am 3. oder 4. Juni in Eindhoven statt.

FE:male #13 - Timo Baumgartl

30. September 202246:57 Minuten

FE:male #13 – Timo Baumgartl

„Das war noch emotionaler als ich es mir ausgemalt habe“. Nach seiner Krebserkrankung ist er endlich auf den Platz zurückgekehrt: Timo Baumgartl! Wir treffen ihn im Stadion an der Alten Försterei und er spricht mit uns ganz offen über seinen Leidensweg. Der 26-jährige erzählt, was er auf der Onkologie erlebt hat, warum ihn die Krankenschwestern für verrückt hielten und warum er im Moment seiner Rückkehr an all diejenigen gedacht hat, die es nicht geschafft haben. Zudem erklärt er, warum niemand wirklich versteht was in einem vorgeht, mit wem er geweint hat und warum es aber auch wichtig war, in dieser dunklen Zeit, viel zu lachen. Außerdem analysieren wir mit Baumgartl die bisher hervorragende Bundesliga Saison von Union Berlin. Wie lange können sie die Tabellenspitze behaupten, was haben sie, was andere nicht haben und wann geht Trainer Urs Fischer mal so richtig aus sich raus? Der Verteidiger verrät darüber hinaus welche Situation zeigt, dass es im Fußball noch Menschlichkeit gibt und warum der Hauptstadt ein Verein in der Frauen Bundesliga gut tun würde.

Diese Folge wurde vor Bekanntwerden der Krebsdiagnose des Bundesligaspielers Jean-Paul Boetius (Hertha BSC) aufgezeichnet.

FE:male Spezial – Lea Schüller

16.09.2022

FE:male #12 – Alexandra Popp

02.09.2022

FE:male #11 – Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05.08.2022

FE:male Frauen EM Spezial – Josephine Henning

20.07.2022

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Sieben Premier-League-Rekorde, die Haaland schon aufgestellt hat

Schon nach acht Einsätzen lässt Erling Haaland Premier-League-Rekorde purzeln. Was ist erst am Saisonende möglich?

Auch im Manchester-Derby nicht zu bremsen: Erling Haaland.

Auch im Manchester-Derby nicht zu bremsen: Erling Haaland.

IMAGO/Sportimage

“Ja, nicht schlecht” fand Erling Haaland seine Leistung am Sonntagnachmittag, was ungefähr klang, als hätte er ein Elfmetertor zu einem 2:1-Arbeitssieg gegen Fulham beigetragen. In Wahrheit waren ihm bei Manchester Citys 6:3-Derbysieg gegen United drei Tore und zwei Assists gelungen.

14 Treffer hat der Ex-Dortmunder damit in seinen ersten acht Premier-League-Spielen erzielt, dazu noch drei in zwei Champions-League-Einsätzen. Sogar sein Trainer Pep Guardiola findet diese Zahlen inzwischen “unheimlich” und wagte es am Sonntag gar nicht erst, den Norweger vorzeitig auszuwechseln, obwohl das Stadtduell schon zur Pause entschieden war und auf ManCity bereits am Mittwoch (Kopenhagen) und Samstag (Southampton) die nächsten Aufgaben warten.

Wofür Owen nur 48 Spiele brauchte – und Haaland acht

Doch wie “unheimlich” sind Haalands Werte wirklich? Diese Rekorde hat der 22-jährige Norweger bereits aufgestellt:

1. Diego Costa, Papiss Cissé und Mick Quinn hielten bislang den Rekord mit elf Toren in ihren ersten zehn Premier-League-Spielen. Haaland hat nach acht Einsätzen schon drei mehr erzielt.

2. Der bisherige Rekordhalter Michael Owen brauchte nur 48 Premier-League-Spiele, um drei Dreierpacks zu erzielen. Haaland brauchte acht.

3. Haaland ist der erste Spieler, der in seinen ersten vier Premier-League-Auswärtsspielen trifft.

4. Haaland ist erst der 25. Spieler, dem in einem Premier-League-Spiel fünf Torbeteiligungen gelingen – und ist mit 22 Jahren und 73 Tagen der jüngste davon.

5. Haaland ist der erste Spieler der Premier-League-Geschichte mit Dreierpacks in drei Heimspielen hintereinander.

6. Noch nie zuvor war ein Spieler in einem Manchester-Derby in der Premier League auf fünf Torbeteiligungen gekommen.

7. Haaland traf allein neunmal im August in der Premier League – das hatte es in diesem Monat noch nie gegeben.

All das ist ganz schön unheimlich. Aber es könnte noch viel unheimlicher werden. Schon jetzt scheint der Premier-League-Saisonrekord zu wackeln, den Andy Cole (1993/94, Newcastle) und Alan Shearer (1994/95, Blackburn) mit je 34 Toren halten – in einer 42-Spiele-Saison wohlgemerkt. Die meisten Tore in einer Saison mit 38 Spielen erzielte Mohamed Salah 2017/18 für Liverpool: 32. Für eine Premier-League-Debütsaison sind bislang die 30 Tore Bestwert, die Kevin Phillips 1999/2000 für Sunderland markierte.

Die meisten Dreierpack in einer Saison gelangen Shearer (fünf, 1995/96), die meisten überhaupt in der Premier League Sergio Aguero (zwölf). ManCitys Rekordtorjäger brauchte dafür zehn Saisons – Haaland hat schon nach acht Spielen ein Viertel davon erledigt.

“Ich hatte schon ein paar Tage vor dem Derby das Gefühl, dass etwas Besonderes passieren würde”, sagte Haaland am Sonntag der BBC. “Und es ist etwas Besonderes passiert. Das ist schön.”

Nicht nur Haaland trifft dreifach: City zerlegt United mit 6:3

Manchester City hat eindrucksvoll Tabellenplatz zwei gefestigt – und Stadtrivale United auf dem Weg in Grund und Boden gespielt. Die Haaland-Show ging im Etihad weiter.

Nicht zu stoppen: Erling Haaland.

Nicht zu stoppen: Erling Haaland.

IMAGO/PA Images

United-Trainer ten Hag hatte, nach vier Ligasiegen in Folge, in seiner Startelf erneut auf Cristiano Ronaldo und Casemiro verzichtet – und dann eine erste Derby-Minute gesehen, in der seine Red Devils mit Ballbesitz die Initiative ergriffen. Dann jedoch kippten die Verhältnisse im Etihad in Windeseile. Ein Sturm kam auf.

Urplötzlich erzeugte City, in nur allzu bekannter Manier, immensen Druck und spielte den Stadtrivalen hinten rein, der schnell in den Seilen hing. Über die rechte Abwehrseite des früh verwarnten Dalot brachen die Skyblues immer wieder durch, über diese Seite fiel auch das unvermeidliche 1:0 durch Foden (8.).

Vor der Pause zerfällt United in seine Einzelteile

Besser wurde es für die Gäste nur, wenn City mal etwas Tempo rausnahm. Ein Eriksen-Abschluss im Stolpern (15.) blieb wie Bruno Fernandes’ Fernschuss (39.) ungefährlich, während Gündogans Freistoß auf der Gegenseite an den Pfosten klatschte (18.). Mit dem wie gegen den Ball weitaus dynamischere Hausherren hatten das Derby komplett im Griff und spielten vor der Pause groß auf: Haaland köpfte nach einer Ecke das 2:0 (34.), ehe der Norweger (37.) und Foden (44.) am zweiten Pfosten De-Bruyne-Konter vollendeten.

Premier League – 9. Spieltag

Nach der Pause – und einer frühen Foden-Chance (46.) – ließ City United erst einmal machen. Doch die Red Devils scheiterten erneut beim Versuch, offensiv wirklich zur Geltung zu kommen. Bis Antony sich aus der zweiten Reihe ein Herz fasste und den Ball ansatzlos ins lange Eck zimmerte (56.).

Zwei Dreierpacks und Ergebniskosmetik

Es dauerte acht Minuten, bis sich ein kräfteschonender Meister aufgerappelt und Haaland den nächsten Ball über die Linie gewuchtet hatte (64.). Das 5:1 beendete jegliche Hoffnungen auf ein Comeback, das aber auch nicht ernsthaft in der Luft gelegen hatte. Fortan konnte die Guardiola-Elf das Verwalten wieder ruhiger angehen lassen.

Antonys zweiter Versuch aus der Ferne misslang (71.), ehe auf der anderen Seite auch Foden seinen dritten Treffer erzielte (72.). Für Vorbereiter Haaland war es neben drei Toren die zweite Vorlage gewesen. Apropos zwei: Obwohl die Punkte längst vergeben waren, betrieb der eingewechselte Martial per Abstauber (84.) und Elfmeter (90.+1) zum 6:3-Endstand immerhin noch Ergebniskosmetik.

Tore und Karten

1:0
Foden (8′)

2:0
Haaland (34′)

Tore und Karten

1:0
Foden (8′)

2:0
Haaland (34′)

3:0
Haaland (37′)

4:0
Foden (44′)

4:1
Antony (56′)

5:1
Haaland (64′)

6:1
Foden (72′)

6:2
Martial (84′)

6:3
Martial (90′, Elfmeter)

Manchester United


Manchester City

ManCity


Manchester City

ManCity

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


Manchester United

ManUnited


Manchester United

ManUnited

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team

Michael Oliver
England

Schiedsrichter-Team

Michael Oliver

Michael Oliver
England

Spielinfo
Stadion Etihad Stadium

Spielinfo


Anstoß

02.10.2022, 15:00 Uhr


Stadion

Etihad Stadium Manchester


Eckenverhältnis

5:1

In höchst souveräner Manier sicherte City Platz zwei, weiterhin einen Punkt hinter Spitzenreiter Arsenal liegend. United, bei dem Leistungsträger Varane angeschlagen ausgewechselt wurde, musste nach vier Ligasiegen am Stück einen saftigen Dämpfer hinnehmen. Und eine Schmach zudem, Ergebniskosmetik zum Trotz.

ESM-Elf September: Viel Real, ManCity – und ein Südkoreaner

Die European Sports Media haben ihre Top-Elf für den September bekanntgegeben. Einmal mehr überragen Real Madrid und Manchester City, aber auch der Spitzenreiter der Serie A ist vertreten.

Fede Valverde, Vinicius Junior und Min-jae Kim stehen in der ESM-Elf des Monats September.

Fede Valverde, Vinicius Junior und Min-jae Kim stehen in der ESM-Elf des Monats September.

IMAGO/Marco Canoniero

Kaum eine Mannschaft überragt im europäischen Spitzenfußball derzeit wie Real Madrid – die Königlichen haben bis dato jedes einzelne Pflichtspiel für sich entschieden. Das spiegelt sich auch in der ESM-Elf des Monats September wieder, in der gleich fünf Akteure der Madrilenen stehen. Neben den überragenden Offensivspielern Vinicius Junior und Fede Valverde, der trotz seiner Stammposition auf dem rechten Flügel im Mittelfeld gelistet wird, hat es unter anderem auch der ehemalige Münchner David Alaba in die Auswahl geschafft.

Mithalten mit Real kann aktuell lediglich Manchester City, das drei Akteure in der ESM-Elf stellt. Neben Joao Cancelo und Kevin De Bruyne ist natürlich auch Erling Haaland vertreten. Der Norweger trifft im Trikot der Skyblues, wie er will, was auch Ex-Klub Borussia Dortmund in der Champions League jüngst zu spüren bekommen hat.

Der Südkoreaner Min-jae Kim von der SSC Neapel hat sich wegen seiner starken Auftritte beim derzeitigen Tabellenführer der Serie A den Platz ebenso verdient wie Robert Lewandowski, der gegen den FC Bayern in der Königsklasse zwar nicht getroffen hat, dafür jedoch in der Liga für seit Wochen für Furore sorgt.

Die ESM-Topelf des Monats September 2022

Diese Elf nominierte der kicker

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach)
Daniel Carvajal (Real Madrid)
Gabriel Martinelli (Arsenal)
David Alaba (Real Madrid)
Aurélien Tchouaméni (Real Madrid)
Lionel Messi (Paris Saint-Germain)
Piotr Zielinski (SSC Napoli)
Rafael Leao (AC Milan)
Leroy Sané (FC Bayern München)
Erling Haaland (Manchester City)
Neymar (Paris Saint-Germain)

Gündogans kurioser Kampf – und was sich Klopp fragen dürfte

Ein 100-Prozent-Debütant, ein Gewinner, der davon wenig hat, und “McGeier”: Sechs Randnotizen zum 3:3 zwischen England und Deutschland in Wembley.

Auch Ilkay Gündogan kam vor dem 2:2 zu spät, Marc-André ter Stegen glänzte erneut und Trent Alexander-Arnold musste wieder zusehen.

Auch Ilkay Gündogan kam vor dem 2:2 zu spät, Marc-André ter Stegen glänzte erneut und Trent Alexander-Arnold musste wieder zusehen.

imago images (3)

Eine 100-prozentige Passquote und kein Gegentor zugelassen – was zum Auftritt der DFB-Auswahl in Wembley so gar nicht passen wollte, passte wenigstens zu einem ihrer Mitglieder: Armel Bella Kotchap wurde zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit eingewechselt und feierte eine geräuschlose Premiere im Nationaltrikot. Fünf fehlerfreie Pässe durfte der 20-jährige Ex-Bochumer, der seit Sommer in Southampton spielt und nun Hansi Flicks siebter Debütant ist, zum 3:3-Punktgewinn beitragen und damit fünf mehr als andere in dieser Länderspielphase: Neben den Ersatzkeepern Kevin Trapp und Oliver Baumann blieben Matthias Ginter, Benjamin Henrichs und Maximilian Arnold gegen Ungarn und England jeweils auf der Bank.

Noch schlimmer erging es Trent Alexander-Arnold, der nach seinem Bankplatz in Italien (0:1) am Montag nicht einmal mehr zum Kader gehörte. Seine Rolle bietet den Kritikern von Englands Nationaltrainer Gareth Southgate nicht nur neues Material, sie dürfte sogar neue Kritiker auf den Plan rufen. Jürgen Klopp etwa, der sich unter diesen Umständen schon gefragt haben wird, warum Alexander-Arnold vor den vielen kommenden englischen Wochen dann nicht einfach in Liverpool bleiben konnte.

Ter Stegen von 2 auf 1,5 – Maguire erst ausgebuht, dann dilettantisch

Weder war er der logische Gewinner nach einer 0:1-Heimniederlage und einem wilden 3:3, noch kann er sich von dem Gewinner-Status viel kaufen. Und doch überzeugte kein Nationalspieler gegen Ungarn und England derart wie Marc-André ter Stegen. Der Vertreter des Corona-erkrankten Kapitäns Manuel Neuer war schon gegen Ungarn Deutschlands Bester (kicker-Note 2) und steigerte sich in Wembley mit Top-Paraden gegen Raheem Sterling (25.) und Bukayo Saka (90.) noch einmal (kicker-Note 1,5). Er ist und bleibt als Nummer 2 zementiert – und legte mit seinen Vorstellungen gleichzeitig offen, wie viel der DFB-Elf sieben Wochen vor der WM auf anderen Positionen abgeht.

In England hätte sich mancher wohl sogar gewünscht, dass der Kapitän nicht im Kader gestanden hätte. Doch Harry Maguire, von Erik ten Hag bei Manchester United längst aus der Startelf verbannt, ist bei Southgate entgegen dessen postuliertem Leistungsprinzip nach wie vor gesetzt – zahlte gegen Deutschland aber nicht das Vertrauen des Trainers, sondern das Misstrauen vieler Beobachter zurück. Dilettantisch verlor der Innenverteidiger vor dem 0:1 den Ball an Jamal Musiala und foulte ihn im Strafraum plump, ehe er auch das 0:2 mit einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte einleitete.  Der Rahmen passte dazu: Vor dem Spiel buhten ihn Teile des Publikums aus, nach dem Spiel nannte ihn Uli Hoeneß bei RTL “McGeier”.

Gündogans Trauerflor-Problem – Sorgen für Guardiola

Zu sagen, die verstorbene Queen hatte beim zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich der Engländer ihre Finger im Spiel, wäre vermutlich zu gewagt, aber vielleicht musste Ilkay Gündogan zumindest kurz an sie denken. Der eingewechselte Saka konnte auch deswegen Mason Mounts Treffer so unbedrängt vorbereiten, weil Gündogan gerade noch einen anderen Kampf austrug: Nach einem Duell im Mittelfeld war ihm der Trauerflor vom Arm gerutscht. Sekundenlang versuchte der Binden-erfahrene ManCity-Kapitän verzweifelt, ihn wieder anzuheften, und kam vor dem eigenen Strafraum – wie andere auch – gegen Saka nicht mehr in den Zweikampf.

Während Julian Nagelsmanns Hoffnung, seine formschwachen Bayern-Profis formstark vom DFB-Aufenthalt zurückzuerhalten, bestenfalls bedingt erfüllt wurde, nahm Pep Guardiola vom Spiel in Wembley sogar eine ganz neue Sorge mit: John Stones, in dieser Saison bei Manchester City meist in der Startelf (und mit einem wichtigen Traumtor gegen Borussia Dortmund in der Champions League), musste schon vor der Pause ausgewechselt werden. Der Innenverteidiger schien eine Oberschenkelverletzung davongetragen zu haben – und machte seine unglückliche Länderspielphase damit komplett: Beim 0:1 in Italien hatte er gesperrt gefehlt.

Härtere Strafen für Pyrotechnik und Platzsturm in England

Nach mehreren Platzstürmen in englischen Fußballstadien haben die Klubs der Premier League sich auf Mindeststrafen für Regelbrecher geeinigt.

Friedliche Fans wie hier in Brighton - das wünschen sich die Verantwortlichen in England.

Friedliche Fans wie hier in Brighton – das wünschen sich die Verantwortlichen in England.

IMAGO/Pro Sports Images

Der englische Profifußball macht seine Ankündigung wahr und geht bei Fehlverhalten härter gegen seine Fans vor. Wer an einem Platzsturm beteiligt ist, wird ab sofort für mindestens ein Jahr von den Heim- und Auswärtsspielen seines Lieblingsklubs ausgeschlossen.

Auch das Mitführen oder Abbrennen von Rauchbomben und Pyrotechnik wird automatisch mit der zwölfmonatigen Sperre geahndet. Darauf verständigten sich die 20 Klubs der Premier League am Mittwoch. Demnach können die Strafen auch auf Eltern oder Begleitpersonen ausgeweitet werden, die mit ihren auffällig gewordenen Kindern zu einem Spiel gegangen sind.

Gefängnisstrafe nicht ausgeschlossen

Bereits Ende Juli hatten sich die Premier League, der englische Fußballverband FA und die English Football League (zweite bis vierte Spielklasse) auf härtere Sanktionen geeinigt. Diese sind für Platzstürme und Pyrotechnik, aber auch für Drogenmissbrauch oder Diskriminierung vorgesehen. Wer gegen die Regeln verstößt, wird der Polizei gemeldet, riskiert einen Eintrag ins Strafregister und im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe, wie damals angekündigt wurde.

las, dpa, sid

Gesamte Offensivreihe um Haaland trifft: ManCity besiegt die Wolves klar

Manchester City ist vorübergehend Tabellenführer der Premier League: Der englische Meister schenkte der sonst so starken Abwehr der Wolves drei Treffer ein. Zu den Torschützen gehörte abermals Haaland.

Torschützen unter sich Erling Haaland (2.v.l.) jubelt mit Jack Grealish (rechts daneben) über das 1:0 bei den Wolves.

Torschützen unter sich Erling Haaland (2.v.l.) jubelt mit Jack Grealish (rechts daneben) über das 1:0 bei den Wolves.

IMAGO/Action Plus

Grealish trifft nach 55 Sekunden

Nicht einmal eine Minute war vorbei, als ManCity in Führung ging: Die Skyblues hatten leichtes Spiel und De Bruyne gab die Kugel nach einem Doppelpass mit Foden scharf vors Tor, Grealish schob ein (1.). Pep Guardiolas Wechsel vor dem Aufeinandertreffen mit der bis dahin besten Abwehr der Liga (vier Gegentore) machten sich also direkt bezahlt.

Premier League, 8. Spieltag

Der Trainer des englischen Meisters hatte neben Foden auch Ruben Dias und Bernardo Silva im Vergleich zum späten 2:1 gegen den BVB aufgestellt, Aké, Gündogan und Mahrez mussten auf die Bank. Grealish bedankte sich derweil für das Vertrauen, das auch Akanji erneut erhielt.

Weil die Wolves die Kugel immer wieder im Mittelfeld leichtfertig hergaben, erhöhte City. Haaland durfte nach Bernardo Silvas Pass unbedrängt aufs Tor zulaufen, der Norweger bedankte sich und schoss aus rund 20 Metern zu seinem elften Saisontor in der Premier League ein (16.).

Collins sieht nach Kung-Fu-Tritt glatt Rot

Zu allem Überfluss dezimierte sich der Gastgeber selbst: Wolves-Verteidiger Collins streckte Grealish per Kung-Fu-Tritt an der Außenbahn nieder (33.) und sah völlig zu Recht glatt Rot. Die Dominanz des Guardiola-Teams nahm zu, auch wenn beispielsweise Daniel Podence (40.) gut abschloss.

Trotz Unterzahl ging bei den mutigen Wolves in Hälfte zwei viel nach vorne. Am Ende musste Ederson jedoch lediglich in Durchgang eins gegen Goncalo Guedes einmal eingreifen (4.).

Foden macht den Deckel drauf

Für die seit dem Seitenwechsel etwas passiven Citizens sorgte Foden noch für den Schlusspunkt (69.), somit hatten alle drei Akteure der Offensivreihe des Gastes getroffen, zweimal assistierte De Bruyne.

Tore und Karten

0:1
Grealish (1′)

0:2
Haaland (16′)

Tore und Karten

0:1
Grealish (1′)

0:2
Haaland (16′)

0:3
Foden (69′)

Wolverhampton Wanderers

Matheus Nunes (65. ), Ruben Neves (66. )

Manchester City

Rodrigo (13. )

Wolverhampton Wanderers

Collins (33. )


Wolverhampton Wanderers

Wolves


Wolverhampton Wanderers

Wolves

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

13 Sarkic (Tor), 64 Bueno, 14 Mosquera, 24 Toti, 25 Ronan

Trainer:

Silva do Nascimento


Manchester City

ManCity


Manchester City

ManCity

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team

Anthony Taylor
England

Schiedsrichter-Team

Anthony Taylor

Anthony Taylor
England

Spielinfo
Stadion Molineux Stadium
Zuschauer 31.578

Spielinfo


Anstoß

17.09.2022, 13:30 Uhr


Stadion

Molineux Stadium Wolverhampton


Zuschauer

31.578


Eckenverhältnis

5:7

Nach der Länderspielpause sind die Wolves bei West Ham am Samstag (1. Oktober, 18.30 Uhr) gefordert. Einen Tag später empfängt ManCity um 15 Uhr ManUnited zum Manchester-Derby.