Ante Rebic ist Spieler der AC Mailand.


Seht her! 1:0-Schütze Ante Rebic dreht nach seinem Treffer gegen den FC Turin in Richtung der eigenen Fans ab.

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Nach nur einem halben Jahr war Sommerneuzugang Ante Rebic bei den Fans der AC Mailand schon fast abgeschrieben gewesen. Der Klub selbst hatte sich abermals ins graue Serie-A-Mittelmaß verabschiedet – und der Ex-Frankfurter selbst (kein Tor in sieben Ligaspielen) war schon beinahe auf dem Weg zurück zur Eintracht. Dazu sagte erst kürzlich SGE-Sportdirektor Bruno Hübner: “Dadurch, dass es auf die letzten Minuten stattfand, konnten wir uns auf keine Summe einigen.


Also blieb Rebic Teil der Lombarden, was sich seit Jahreswechsel mehr als nur auszahlen sollte. Denn an der Seite von Wintertransfer, Rückkehrer und Altstar Zlatan Ibrahimovic, der ganz nebenbei schon in vier Jahrzehnten auf höchster Ebene getroffen hat, läuft der kroatische Nationalspieler richtig heiß.

Der Finger am Ohr


Dies zeigte sich auch an diesem Montag beim 1:0 gegen einen insgesamt zu schwachen FC Turin, den die Mailänder abgebrüht in Schach hielten, sich einige Chancen erarbeiteten und in Minute 25 mit dem Tor des Tages zuschlugen. Samu Castillejo bereitete hierbei sehenswert vor, ehe Rebic – goldrichtig positioniert – lässig links unten zum Sieg einschoss und im Anschluss mit dem Finger am Ohr Richtung der heimischen Milanisti lief. Die Botschaft dabei: ‘Seht her, hier bin, jetzt zeige ich meinen Wert!’


Das tut der Frankfurter DFB-Pokal-Sieger von 2018 und WM-Zweite von 2018 in der Tat: Das 1:0 gegen Torino war bereits sein fünftes Saisontor – allesamt im Jahr 2020 und allesamt in den jüngsten fünf Partien (insgesamt sechs Treffer in den letzten acht Pflichtspielen). Gegen Ende der Partie wurde der Stürmer, der bei offensiven Zweikämpfen sowie mit vielen Sprints seinen frischen Willen abermals unter Beweis stellte, schließlich ausgewechselt und durfte sich den verdienten Zusatzapplaus von den Rängen abholen.

Das Ziel im Blick


Ganz nebenbei hat Milan auf einmal wieder das internationale Geschäft im Blick. Die Rossoneri, die außerdem noch im Halbfinale der Coppa Italia stehen (1:1 gegen Juventus im Hinspiel), haben nun schon 14 Punkte in diesem Jahr gesammelt (vier Siege, zwei Remis, eine 2:4-Niederlage nach 2:0-Führung im Derby bei Erzrivale Inter) – und sind ganz dicht dran am punktgleichen Hellas auf Platz 6 (je 35), dem ersten Europa-League-Platz. Rang 4 und damit die Champions-League-Gefilde liegen allerdings zehn Punkte weg.


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