“Tolle erste Halbzeit, sicherlich kein Rückschritt”: Trapp ärgert sich dennoch

“Tolle erste Halbzeit, sicherlich kein Rückschritt”: Trapp ärgert sich dennoch

Eintracht Frankfurt hat die große Chance vertan, sich mit einem Sieg über Royal Antwerp direkt für das Achtelfinale der Europa League zu qualifizieren. Torhüter Kevin Trapp sah Licht und Schatten, Trainer Oliver Glasner lobte mal wieder die Moral.

Kevin Trapp und Frankfurt hatten Glück, dass der Treffer von Antwerpens de Laet (im Bild) vom VAR zurückgenommen wurde.

Kevin Trapp und Frankfurt hatten Glück, dass der Treffer von Antwerpens de Laet (im Bild) vom VAR zurückgenommen wurde.

imago images/Panoramic International

Die SGE, sie ist seit Wochen die Last-Minute-Eintracht. Seit fünf Spielen sind die Hessen wettbewerbsübergreifend ungeschlagen, in vier dieser Partien trafen die Frankfurter in der Nachspielzeit. Gegen Leipzig (1:1), Piräus (2:1), Fürth (2:1) und nun eben auch gegen Antwerpen (2:2) hatten die Tore in der Nachspielzeit große Auswirkungen.

Denn sie sind ein wichtiger Grund dafür, dass die Formkurve der SGE seit einigen Wochen nach oben zeigt. Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass Frankfurt gegen die Belgier eine ordentliche erste Hälfte – Trapp sah gar eine “tolle erste Halbzeit mit sehr schönem Fußball” – spielten, in der zweiten Hälfte aber doch ziemlich viel vermissen ließen.

“Es wäre mehr drin gewesen”

So musste es am Ende wieder die, O-Ton Glasner bei “RTL”, “tolle Moral” erledigen. Das sah auch Trapp so, ärgerte sich aber auch ein wenig: “Es wäre mehr drin gewesen, wenn wir 90 Minuten durchgezogen hätten. So können wir wieder darüber reden, dass wir eine gute Moral haben.”

“Sicherlich kein Rückschritt” sei das Spiel gewesen, immerhin war der Zweite der belgischen Liga zu Gast, der allerdings in der Europa League zuvor nur einen Zähler gesammelt hatte. Durch das Remis und den späten Siegtreffer von Olympiakos Piräus im Parallelspiel ist die Eintracht noch nicht sicher durch, nur der Gruppenerste ist direkt für das Achtelfinale qualifiziert, der Zweite muss in die Play-offs gegen einen “Champions-League-Absteiger”.

Paciencia kehrt eindrucksvoll zurück

Doch auch hieraus zieht Glasner etwas Positives: “Es ist noch nicht fix Platz eins, aber zumindest wird uns jetzt ein Unentschieden reichen. Von daher war es noch ein ganz wichtiges Tor”, so der Coach, dem ein Schützling eindrucksvoll bewies, wie wichtig er in den kommenden Wochen werden kann: Goncalo Paciencia fehlte der Eintracht rund einen Monat verletzungsbedingt, für den umjubelten Ausgleichstreffer benötigte der Portugiese nur vier Minuten.