“Nicht alltäglich”: Matchwinner Andrich freut sich nach Premiere über Sprechchöre

“Nicht alltäglich”: Matchwinner Andrich freut sich nach Premiere über Sprechchöre

Bei Bayer 04 Leverkusens wichtigem Sieg gegen Celtic Glasgow spielte Robert Andrich eine entscheidende Rolle. Wieso er aktuell so wichtig für die Werkself ist und was auch für den Mittelfeldmann besonders ist, erklärten er und sein Trainer im Anschluss.

Robert Andrich hatte reichlich Grund zur Freude nach dem 3:2 über Celtic Glasgow.

Robert Andrich hatte reichlich Grund zur Freude nach dem 3:2 über Celtic Glasgow.

imago images/Eibner

Am 5. Spieltag der Europa League drohte Bayer Leverkusen die erste Niederlage in der Gruppenphase. Bis hin in die Schlussphase lag die Werkself gegen Celtic Glasgow mit 1:2 hinten, Platz eins und der sichere Einzug ins Achtelfinale waren stark gefährdet. Doch dann kam Sechser Robert Andrich und glich aus – eine entscheidende Wendung beim späten 3:2-Erfolg.

Das müsste mein erster Doppelpack als Profi gewesen sein.

Robert Andrich

Leverkusen hatte früh geführt, Andrich selbst hatte bereits zum 1:0 eingeköpft. Mit enormen Durchsetzungsvermögen nach einer Ecke von Florian Wirtz. “Das müsste mein erster Doppelpack als Profi gewesen sein”, erklärte der Sommerneuzugang von Union Berlin auf der Pressekonferenz glücklich. Dass er so eine entscheidende Rolle beim vorzeitigen Achtelfinal-Einzug einnahm, freute ihn “riesig”.

Doch gegen die schottischen Gäste hatte es bei weitem nicht nur Positives auf dem Feld zu sehen gegeben. Den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand in der zweiten Hälfte – wohlgemerkt nach zwei Torschüssen von Celtic, begünstigt durch zwei unglückliche Aktionen in der Defensive Leverkusens – hatten Andrich und Co. “nicht kommen sehen”.  Am Ende aber hatte die Werkself sich laut dem Doppelpacker “verdient belohnt”, da sie die Kontrolle in der Schlussphase zurückgewonnen und sich ein Chancenplus erarbeitet hatte.

Seoanes großes Lob: “Was er macht, hat Hand und Fuß”

Arbeiten ist sicherlich auch ein Attribut, das auf Andrich zutrifft. Dass er aber weit mehr kann, stellt er in den vergangenen Wochen immer wieder unter Beweis. Nach Anfangsschwierigkeiten, die der 27-Jährige nach seinem Wechsel erlebt hatte, kommt er immer besser an. Dabei verkörpert er nicht nur den Aggressive Leader, sondern schießt mehr und mehr Tore – was ihn “umso mehr” freut.

Ein Loblied sang Coach Gerardo Seoane, der neben der “gewissen Robustheit und Zweikampfstärke im Mittelfeld” auch die ” Spielintelligenz und Technik” Andrichs hervorhob. Besser gesagt: “Alles, was er macht, hat Hand und Fuß.”

Dabei wäre es kein Wunder, dass Andrich eine Angewöhnungszeit benötigt habe. Aber: Die Nummer 8 der Werkself sei “in den letzten Wochen durch die Ausfälle immer wichtiger geworden” und habe die “Chance extrem genutzt” und Verantwortung übernommen. Der Biss und die besondere Mentalität Andrichs wirken sich nun eben auch bei den zwingenden Abschlüssen aus, ergänzte Seoane.

Die Fans sahen das nach dem Spiel übrigens genauso. Lautstark wurde Andrich nach Abpfiff bejubelt. Er selbst meinte dazu: “Ich denke, es ist nicht alltäglich, dass man vor der Kurve steht und dein Name wird gerufen. Es ist schon sehr schön für die Seele. Vor allem bei so einem schönen Abend mit dem 3:2 Sieg” – gleichbedeutend mit dem Gruppensieg. Dank diesem steht Leverkusen sicher im Achtelfinale der Europa League.