Oranje bangt plötzlich – Vier Mbappé-Tore beim 8:0

Oranje bangt plötzlich – Vier Mbappé-Tore beim 8:0

Die WM-Qualifikation hielt am Samstagabend drei Favoritensiege, zwei gelöste Tickets für Katar, aber auch eine dicke Überraschung bereit.

Am Samstag im Fokus: Davy Klaassen, Thorgan Hazard und Kylian Mbappé (v.li.).

Am Samstag im Fokus: Davy Klaassen, Thorgan Hazard und Kylian Mbappé (v.li.).

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Gruppe D: Fünf Scorerpunkte für Mbappé

In Gruppe D hat sich am Abend Frankreich für die WM qualifiziert: Nach einem standesgemäßen 8:0-Erfolg gegen Kasachstan kann der Titelverteidiger endgültig mit den Planungen für Katar beginnen. Überragender Mann auf dem Platz war Kylian Mbappé, der binnen 26 Minuten einen Hattrick erzielte (6., 12., 32.) – der erste in einem Pflichtspiel der Equipe Tricolore seit Dominique Rocheteau am 30. Oktober 1985. Die Franzosen blieben hungrig und schraubten das Ergebnis nach dem Seitenwechsel durch den Doppelpack von Karim Benzema auf 5:0 (55., 59.). Den zweiten Treffer des Stürmers von Real Madrid legte Mbappé auf. Juve-Profi Adrien Rabiot (75.), Griezmann (84., FE) und Mbappé (87.) erzielten schließlich die Tore sechs, sieben und acht.

Gruppe E: Belgien qualifiziert – Wales hofft

Ebenfalls vorzeitig sein WM-Ticket löste Belgien, das die Heimaufgabe gegen Estland souverän löste (3:1). Christian Benteke (11.) und Yannick Carrasco (53.) trafen für die Roten Teufel, ehe Erik Sorgas Anschlusstreffer (70.) nur kurz Spannung reinbrachte. Joker Thorgan Hazard, der für Bruder Eden reinkam, räumte letzte Restzweifel an der Qualifikation aus (74.). Mit BVB-Profi Thomas Meunier stand nur ein einziger Bundesliga-Profi in der Startelf der Belgier.

Direkt dahinter liegt in Gruppe E nun Wales, das am vorletzten Spieltag erstmals Rang zwei erklomm. Die Waliser ließen beim 5:1 gegen Belarus (Letzter, Torverhältnis von -17) nichts anbrennen. Anführer Aaron Ramsey traf doppelt (2., 50. FE), Liverpool-Youngster Neco Williams (20.), Spurs-Profi Ben Davies (77.) und Burnley-Verteidiger Connor Roberts (89.) trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Das späte Tor von Artem Kontsevoy (87.) war lediglich Ergebniskosmetik. Am Dienstag (20.45 Uhr) kommt es zum Fernduell zwischen Wales (14 Punkte, gegen Belgien) und Tschechien (11 Punkte, gegen Estland).

Gruppe G: Depays Doppelpack zu wenig

Das dritte europäische Team, mit dessen direkter Qualifikation am Samstag gerechnet wurde, war die Niederlande. Nach dem 0:0 der Norweger gegen Lettland konnte die Elftal in Gruppe G mit einem Auswärtssieg in Montenegro vorzeitig alles klarmachen. Und lange sah die Mannschaft von Bondscoach Louis van Gaal auch wie der sichere Sieger aus, doch Depays Doppelpack (25., FE; 54., Hacke) sollte am Ende nicht reichen. Denn die Hausherren bewiesen Nehmerqualitäten und glichen durch einen Doppelschlag (Vukotic, 82.; Vujnovic, 86.) binnen vier Minuten aus.

Nun wartet auf Oranje, das die WM-Qualifikation sogar noch komplett verpassen könnte, am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) ein Endspiel gegen Norwegen. Die Türkei um Nationaltrainer Stefan Kuntz kann nach dem 6:0 gegen Gibraltar zeitgleich mit einem Sieg in Montenegro mindestens die Play-offs absichern.

Diese Teams sind bereits für die WM 2022 qualifiziert