“Steht nicht ansatzweise zur Diskussion”: Bobic stärkt Schwarz den Rücken

“Steht nicht ansatzweise zur Diskussion”: Bobic stärkt Schwarz den Rücken

Hertha BSC hat gegen Wolfsburg die höchste Saisonniederlage kassiert. Fredi Bobic sprach im Anschluss von einer phasenweise “unterirdischen” Leistung des Vorletzten. Dennoch sitzt Trainer Sandro Schwarz fest im Sattel.

Herthas Geschäftsführer Sport Fredi Bobic (re.) steht klar vor Trainer Sandro Schwarz.

Herthas Geschäftsführer Sport Fredi Bobic (re.) steht klar vor Trainer Sandro Schwarz.

IMAGO/Metodi Popow

“Die erste Halbzeit war das schlechteste, was ich in dieser Saison gesehen habe, das wissen auch die Spieler.” Mit diesem Satz ließ Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport von Hertha BSC, nach dem 0:5 gegen den VfL Wolfsburg bei “Sky” gleich zu Beginn tief blicken. Der ehemalige Stürmer ging weiter und nannte den ersten Durchgang “wirklich unterirdisch”. Die Zweikämpfe seien nicht angenommen worden, die Profis wiederum hätten neben sich gestanden, “einfache Tore” zugelassen – und sich “nicht dagegen aufgebäumt”. Formstärke der Wölfe hin oder her: “Wir sind einfach kopflos rumgerannt.”

Die erste Halbzeit war das schlechteste, was ich in dieser Saison gesehen habe.

Fredi Bobic

Dass die Alte Dame ganz nebenbei ihre höchste Saisonniederlage kassiert hatte, war dabei gar nicht so entscheidend. Vielmehr stand die Nicht-Leistung vor der Pause im Fokus, auch bei Coach Sandro Schwarz. Etwas mutig gab er nichtsdestotrotz von sich: “Wir haben heute einen richtigen Schlag auf die Fresse bekommen, aber es ist noch ein langer Weg.” Platz 17 zum Ende der Hinrunde sei “keine berauschende Situation, aber eine, die man lösen kann”.

Ende der vergangenen Hinrunde hatte Hertha sieben Zähler mehr

Und dies ist weiterhin die Aufgabe von Schwarz, daraus machte Bobic keinen Hehl. Das Vertrauen in den Trainer sei “ganz groß”, trotz nur 14 Punkten nach 17 Spielen. Zum Vergleich: Vergangene Saison hatte Hertha BSC zum selben Zeitpunkt sieben Zähler mehr auf dem Konto.

Bobic stellte zu Schwarz jedoch klar: “Er steht für mich nicht einmal ansatzweise zur Diskussion.” Dies sei aufgrund der “wirklich begeisternden Spiele zeitweise” unter dem Ex-Mainzer der Fall, auch die Stimmung im Team spricht für Schwarz. Faktisch stehe Hertha aufgrund der Punktzahl “zu Recht da unten”, aber: “Wir haben keine Gedanken, dass wir irgendwann in eine Situation kommen. Nein, wir ziehen voll durch.”

“Für die Jungs” werden die nächsten Tage “sehr hart”

Allen voran den letzten Satz sollten Herthas Spieler vor dem Derby gegen Union am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) schnell verinnerlichen. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Bundesligaspielen gilt es laut Bobic dann, “sich nicht wieder so aus der Ruhe bringen zu lassen” wie am Dienstagabend. Dies sei “etwas, das es anzusprechen gilt” die nächsten Tage, diese werden “sehr hart, auch für die Jungs. Wir werden das klar ansprechen, damit sie für Samstag körperlich aber auch geistig auf der Höhe sind.”