Reis wütet nach nächster RB-Abreibung: “Haben beschissen gespielt”

Reis wütet nach nächster RB-Abreibung: “Haben beschissen gespielt”

Der FC Schalke 04 erlebte gegen RB Leipzig vor allem eine erste Hälfte zum Vergessen. Trainer Thomas Reis war nach dem Spiel angefressen, sah aber dennoch einen Lichtblick.

Thomas Reis war nach der hohen Pleite gegen Leipzig außer sich.

Thomas Reis war nach der hohen Pleite gegen Leipzig außer sich.

IMAGO/Team 2

Parallelen zur Horror-Saison 2020/21, als Schalke sang- und klanglos den Gang ins Unterhaus antreten musste, gibt es mittlerweile durchaus. War der Auftritt zum Jahresauftakt in Frankfurt (0:3) noch durchaus engagiert, so wurde das erste Heimspiel 2023 ein Abend zum Vergessen. Kaum Zweikämpfe, passives Abwehrverhalten, kaum Gegenwehr – vieles erinnerte an die Auftritte 20/21: Am Ende der Hinrunde standen damals sieben Zähler auf dem Konto, nun sind es deren neun.

“Wir wissen, dass wir eine beschissene Vorrunde gespielt haben. Wenn du nochmal neun Punkte holst, dann steigst du ab”, so Reis nach der 1:6-Niederlage gegen RB. Es war die zehnte Niederlage im elften Spiel, aus den jüngsten vier Duellen mit Leipzig gingen die Knappen nun mit null Punkten und 1:18 Toren immer als klarer Verlierer raus.

“Stand heute nichts in der Bundesliga verloren”

Gründe für die deutliche Niederlage gab es mehr als genug, vor allem die erste Halbzeit brachte auch Reis auf die Palme: “Wenn du die Zweikämpfe in keinster Weise annimmst, dann passiert das. Stand heute hättest du dann auch nichts in der Bundesliga verloren. So kannst du dich nicht präsentieren. Wir sind nur zurückgewichen, das war heute absolut enttäuschend”, so der 49-Jährige.

Reis blieb trotz 0:4 in der Pause ruhig und riet seiner Mannschaft: “Du musst versuchen, deinen Mann zu stehen. Ich will eine Mannschaft sehen, die verteidigt – das ist uns ein bisschen besser gelungen”, analysierte der Coach, der dem 28-jährigen Rumänen Andreas Ivan zur zweiten Halbzeit zum Bundesliga-Debüt verhalf – und der in Soichiro Kozuki immerhin noch “einen der wenigen Lichtblicke” sah. Der 22-jährige Japaner erzielte in seinem zweiten Bundesligaspiel immerhin den Schalker Ehrentreffer.

Reis entschuldigt sich bei den Fans – und gibt seinem Team einen Tag Pause

Ein Lichtblick, der Reis allerdings nicht besänftigen konnte. “Es war absolut enttäuschend, da kann man sich nur bei allen Fans entschuldigen”, führte der Schalker Trainer aus und zeigte Verständnis für die Pfiffe in der Veltins-Arena zur Pause. “Die Pfiffe waren berechtigt, weil wir absolut beschissen gespielt haben. Ich habe nicht die Leidenschaft gesehen wie gegen Frankfurt”, so Reis, der seine Mannschaft dennoch am Mittwoch nicht zu einer Strafeinheit beordert, die Spieler haben frei. “Manchmal ist es gut, wenn man einfach mal durchatmet.”

Bis Sonntag, wenn es zum Rückrundenauftakt gegen den formstarken 1. FC Köln geht, soll das Spiel aus den Köpfen der Akteure verbannt sein. “Ich werde die Spieler aufstellen, bei denen ich der Meinung bin, dass sie nicht mehr so eine miese Leistung wie heute bringen. Nochmal so eine Leistung geht nicht”, so Reis, der auch einen Startelfeinsatz von Neuzugang Tim Skarke nicht ausschloss. Der 26-Jährige stand gegen Leipzig noch nicht im Kader.