Warum Guardiola während des RB-Spiels mit Grealish und Mahrez schimpfte

Warum Guardiola während des RB-Spiels mit Grealish und Mahrez schimpfte

Beim 6:3 gegen RB Leipzig offenbarte Manchester City Schwächen in der Defensive. Was Pep Guardiola schon während des Spiels an zwei Spielern festmachte.

Nicht zufrieden: Pep Guardiola mit Jack Grealish und Riyad Mahrez.

Nicht zufrieden: Pep Guardiola mit Jack Grealish und Riyad Mahrez.

imago images

16 Tore hat ManCity in den vergangenen drei Heimspielen erzielt. Da ist es naheliegend, wenn Guardiola sagt, dass seine Mannschaft über keinen Spieler verfügt, der in dieser Saison 25 Treffer oder mehr schießen kann. Deshalb wollte er ja auch Harry Kane und, als das nicht ging, Cristiano Ronaldo verpflichten. Und auch das ging schief.

Das Mitleid mit dem englischen Meister darf sich trotzdem in Grenzen halten, immerhin gibt es ja jetzt 118-Millionen-Mann Jack Grealish, der beim 6:3 gegen Leipzig sein Champions-League-Debüt feierte und gleich traf. Kevin De Bruyne gibt es auch noch, Gabriel Jesus, Ferran Torres oder Ilkay Gündogan.

Gegen RB bewies City mal wieder, dass der schnellen Passmaschine nach vorne keine Grenzen gesetzt sind. Mal rückt Riyad Mahrez vom Flügel rein, mal zieht Bernardo Silva von der Acht in die Spitze. Und wenn es gerade nicht schön und schnell geht, hilft auch, wie beim 1:0, eine Standardsituation (Nathan Aké), oder, wie beim 5:3, ein Distanzschuss (Joao Cancelo).

Offensichtlich ist er jemand, auf den ich hören werde.

Grealish über Guardiola

Überschwänglich lobte Guardiola nach dem Neun-Tore-Spektakel den geschlagenen Gegner (“Die spielen alles oder nichts, die ganze Zeit”) und war deshalb “unglaublich zufrieden” mit seinen Spielern.

“Unglaublich zufrieden” sah Guardiola nur während des Spiels selten aus – zwei Spieler erfuhren das am eigenen Leib. Während der zweiten Hälfte schnappte sich der Katalane sowohl Rekordeinkauf Grealish und Mahrez und schimpfte gestenreich mit den zwei Flügelstürmern, weil sie, wie er später sagte, seine Halbzeitanweisungen missachtet hatten.

Grealish will Guardiolas Strategie lieber nicht verraten

Wie Grealish selbst erklärte, ging es dabei um die Defensivarbeit, ins Detail wollte der Nationalspieler aber nicht gehen, “weil er”, also Guardiola, “am Wochenende vielleicht die gleiche Taktik anwenden will”.

Auch Grealish weiß nach nur wenigen Wochen in Manchester, dass Guardiola, der mit seinem 87. Champions-League-Sieg Arsene Wenger von Platz drei verdrängte, gerne dazu neigt, der Öffentlichkeit nicht vorzuenthalten, wenn ihm etwas nicht passt. “Er will immer”, meinte Grealish. “Und offensichtlich ist er jemand, auf den ich nach allem, was er in diesem Spiel getan hat, hören werde. Also gibt er offensichtlich nur nützliche Informationen weiter.”