Bayern hadern gegen Barça mit “20 Minuten nach der Halbzeit”

Bayern hadern gegen Barça mit “20 Minuten nach der Halbzeit”

Im ersten Durchgang hielten die Bayern über weite Strecken gut mit – nach der Pause entschied Barcelona das Spiel binnen 20 Minuten. Nach Abpfiff suchen die Münchnerinnen nach Erklärungen für die Niederlage.

Bedauert die schwach ausgespielten Umschaltmomente seiner Mannschaft: Alexander Straus.

Bedauert die schwach ausgespielten Umschaltmomente seiner Mannschaft: Alexander Straus.

picture alliance / Eibner-Pressefoto

Mit einem torlosen Remis gingen die Bayern-Frauen in die Halbzeitpause im Camp Nou – knapp 47.000 Zuschauer hatten das Duell der beiden Top-Clubs am Donnerstagabend live im Stadion mitverfolgt. Bereits in den ersten 45 Minuten dominierte Barça die Partie, die Münchenerinnen hielten aber durchaus dagegen, wirklich nennenswerte Chancen konnten sich die Katalaninnen kaum herausspielen: “Wir hatten eine gute Kontrolle, waren gut organisiert und haben wenig zugelassen”, blickt Bayern-Coach Alexander Straus im Interview auf der Vereinswebsite auf den ersten Durchgang. 

Dass die Bayern nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeberinnen kamen, sieht sowohl Straus, als auch seine Spielerinnen als entscheidendes Problem des Abends. So spricht der Trainer von den “nicht konsequent zu Ende gespielten Tempogegenstößen” und wird in seiner These unter anderem von Rechtsverteidigerin Maximiliane Rall unterstützt: “Wenn wir unsere Umschaltmomente zielstrebiger ausspielen, dann kommen wir auch zu unseren Torchancen.”

Barça eiskalt nach Wiederanpfiff

Beim Knackpunkt der Partie sind sich Coach und Akteurinnen ebenfalls einig: Die “20 Minuten nach der Halbzeit”, fasst es Bayerns Mittelfeldfrau Georgia Stanway treffend zusammen. In der Tat war es diese Phase des Spiels, in der Barça nicht nur in Führung ging, sondern sogar den Sack zumachte: Kurz nach Wiederanpfiff nahm der Abend mit Geyses Tor seinen Lauf und wurde für die Münchenerinnen durch die folgenden Tore von Aitana und Claudia Pina immer bitterer. Genaugenommen waren es nur 19 Minuten, die zwischen dem ersten und letztem Treffer der Gastgeberinnen lagen.  

Die nächsten drei Spiele der Bayern-Frauen

Doch wie konnte es dazu kommen, dass der Spielverlauf im zweiten Abschnitt so deutlich zugunsten Barças ausfiel? So ganz fanden die Münchener darauf kurz nach dem Abpfiff auch keine genaue Erklärung: “Jetzt gilt es zu analysieren, woran es lag, dass wir es in der Allianz Arena besser machen können”, waren die Worte von Flügelspielerin Klara Bühl.

Viel Zeit zum analysieren bleibt den Bayern nicht – der Terminplan des Vize-Meisters ist prall gefüllt in den kommenden Wochen. Nach zwei Bundesliga-Spielen gegen Essen (Sonntag, 16 Uhr) und in Hoffenheim (02. Dezember) steht nämlich bereits in weniger als zwei Wochen das Rückspiel gegen Barcelona an. Am 07. Dezember empfängt der FC Bayern die Katalaninnen in der Allianz Arena.