Akanji: “Ich hatte überhaupt keine Ahnung”

Aus der häuslichen Quarantäne ist Manuel Akanji prompt zum Derbyhelden avanciert! Der Abwehrspieler leitete am Samstagabend den Dortmunder 3:0-Sieg über Schalke 04 mit seinem Treffer zum 1:0 ein.

Es war sein erstes Tor seit dem 26. September 2018. Vor mehr als zwei Jahren traf der Abwehrspieler beim 7:0 gegen Nürnberg.

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Akanji glücklich: “Es ist schön, ein Tor zu schießen und der Mannschaft zu helfen. Es ist lange her, ich glaube über zwei Jahre. Aber es ist ein gutes Gefühl.”

Akanjis Corona-Erkrankung weitgehend harmlos

Zuletzt war es dem Schweizer nicht so gut gegangen. Bei einer Reise mit der Nationalmannschaft steckte sich Akanji mit dem Corona-Virus an.

Es sei “eine schwere Zeit” gewesen, sagte er rückblickend. In einer Kolumne für Watson schilderte der Innenverteidiger, wie es ihm während der Krankheit ergangen war. Es begann mit “Angst” und mulmigen Gefühlen: “Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung, was da gesundheitlich auf mich zukommt.”

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Glücklicherweise verlief die Erkrankung – bis auf typische Erkältungssymptome und Müdigkeit – harmlos. “Ich war zu Hause nicht eingeschränkt und konnte dann auch schnell wieder trainieren”, erklärte der BVB-Star. “Heute war ich zum Glück einhundert Prozent fit und konnte der Mannschaft helfen.” 

Akanji ist Dortmunds Derbyheld aus der Quarantäne. War der Treffer gegen Schalke jetzt der endgültige Brustlöser für den 25-Jährigen? Beim BVB stand er zuletzt ja immer mal wieder in der Kritik.

Starke Passquote beim Matchwinner

In der vergangenen Saison wackelte Akanji oft. Sein Spiel in der Abwehr war äußerst fehleranfällig. Der Schweizer galt deshalb zwischenzeitlich sogar als Verkaufskandidat. Im Sommer war England-Klub Leicester City an ihm dran. Die BVB-Bosse wollten Akanji (Vertrag bis 2022), auch mit Blick auf die dünne Personaldecke in der Abwehr, aber keineswegs abgeben.

Im laufenden Bundesliga-Wettbewerb machte der Ex-Baseler, der 2018 nach Dortmund gewechselt war, vier von fünf Spielen über 90 Minuten und zeigte ordentliche Leistungen, die aber noch ausbaufähig sind.

Akanji gewann nur 53 Prozent seiner 56 Zweikämpfe. Dafür ist seine Passquote mit 95 Prozent richtig stark! “Wir sind froh, dass er wieder zurück ist”, bekennt Trainer Lucien Favre.

Akanji durch Zagadou-Ausfall noch wichtiger

Weil Dan-Axel Zagadou weiterhin ausfallen und Emre Can noch für das Champions-League-Spiel am Mittwoch in Dortmund gegen Zenit Sankt-Petersburg gesperrt fehlen wird, ist ein starker Akanji noch wichtiger. (Champions League: Borussia Dortmund – Zenit Sankt-Petersburg, Mittwoch 21 Uhr im LIVETICKER)

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Im Derby gegen Schalke machte der 1,87-Meter große Verteidiger an der Seite von Abwehrchef Mats Hummels in der Viererkette einen guten Job. 

Übrigens: Erstmals seit dem 22. November 2019 (3:3 gegen Paderborn) schickte Favre in der Liga wieder eine Viererkette aufs Feld. Hummels bezeichnete das Abwehrsystem mit Blick auf die anstehenden Spiele gegen Sankt-Petersburg, Bielefeld, Brügge und Bayern als “probates Mittel”.

Das Derby-Tor könnte für Manuel Akanji jetzt besonders wichtig und eine Art Brustlöser sein. “Die drei Tore zu machen und hinten nichts anbrennen zu lassen, das war eine gute Leistung von uns”, meint der Derbyheld. “Ich habe nicht daran gezweifelt, dass wir diese drei Punkte mitnehmen werden. Wir mussten ein bisschen Geduld aufbringen, aber die hatten wir und ich bin froh über unsere Leistung.”