Nach “perfektem Fußballnachmittag”: Bonhof spricht über den Kreis der “2023er” und Eberl

Nach “perfektem Fußballnachmittag”: Bonhof spricht über den Kreis der “2023er” und Eberl

Sportlich ist Gladbach der Start in die neue Saison geglückt, doch bei den Fohlen gibt es noch offene Baustellen – da gäbe es den Kreis der “2023er” und Max Eberl.

In Gladbach richtet man den Blick bereits nach oben: Christoph Kramer und Marcus Thuram (re.).

In Gladbach richtet man den Blick bereits nach oben: Christoph Kramer und Marcus Thuram (re.).

IMAGO/Vitalii Kliuiev

“Volles Haus, gute Stimmung, gutes Wetter und dann noch der erste Sieg – es war ein perfekter Fußballnachmittag”, sagte Yann Sommer nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen Hoffenheim am Samstag, wohlwissend, dass die Fohlenelf mit dem frühen Platzverweis von Hoffenheims Stefan Posch Glück hatte. “Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt”, gab der Schweizer Torhüter zu und verriet, dass ihn deshalb auch der frühe Rückstand nicht wirklich verunsichert hatte. “Ich wusste, dass sie nur zehn Mann sind und viel laufen müssen – und ich habe Vertrauen in unsere Mannschaft.”

Dieses Vertrauen wurde dann auch nicht enttäuscht: Ramy Bensebaini, Marcus Thuram und Nico Elvedi bescherten der Borussia den 3:1-Sieg. Besonders wichtig dabei war, dass man die Ruhe bewahrt hatte, das Ziel sei gewesen, die TSG-Abwehr “auseinanderziehen” und ihr “Stress bereiten”, was man vor allem nach dem Seitenwechsel geschafft habe.

“Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut gemacht – mehr Tiefe gefunden, die Räume gut genutzt und ein paar schöne Tore geschossen.” Sommers Analyse fiel nahezu identisch wie die von Vize-Präsident Rainer Bonhof aus, der bei “Sky” auch Gladbachs Auftritt in Durchgang zwei gelobt hatte.

Offene Baustellen im Kreis der “2023”er

Der erste Saisonsieg ist eingetütet, doch bei der Borussia gibt es noch viel zu tun – vor allem fürs Management, bekanntlich laufen einige Verträge im Sommer aus. Immerhin konnte man zuletzt die Verlängerung von Alassane Plea bis 2025 bekanntgeben und so für etwas mehr Planungssicherheit sorgen.

Doch gibt es noch immer offene Baustellen für Sportdirektor Roland Virkus und Kollegen. Neben Sommer, der sich laut eigener Aussagen in “sehr offenen Gesprächen mit dem Klub” befindet, zählen auch Jonas Hofmann, Marcus Thuram und Ramy Bensebaini zum Kreis der “2023er”.

Zum Stand der Verhandlungen wollte sich Bonhof nicht wirklich äußern. “Wir sind in internen Gesprächen, die verlaufen sehr gut – die Gespräche”, sagte der 70-Jährige: “Die Ergebnisse werden bei Gelegenheit bekanntgegeben, aber ich hoffe, dass wir das ein oder andere an Überzeugung leisten konnten. Ich würde es begrüßen, wenn die, die wir gerne vertraglich verlängert hätten, dann auch unterschreiben.” Bonhof wies aber auch darauf hin, dass er “gesprächsbereit” wäre, sollte ein Spieler mit einem Wechselwunsch an den Verein herantreten.

Bonhof hält bei Eberl den Ball flach

Zur Causa Max Eberl, der mit RB Leipzig in Verbindung gebracht wird, hielt sich Bonhof auch bedeckt – nur so viel: “Im Moment ist das eine Gesprächsebene, wo wir gar nicht eingebunden sind.” Aus dieser Aussage lässt sich ableiten, dass es Gespräche gibt, allerdings nicht, wie weit diese fortgeschritten sind. Bonhof jedenfalls betonte, dass er den Ball diesbezüglich flach halten wolle: “Wenn es soweit ist, werden wir Bescheid sagen.”